DE19952566C1 - Erntegerät - Google Patents
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Abstract
Ein Erntegerät (1) zum Ernten von Mais oder dergleichen stengelartigem Erntegut (3), wobei das Erntegerät (1) zumindest einen umlaufenden Endlosförderer (4;5) für aufgenommenes Erntegut (3) umfaßt, der endseitig einen Zuführungsbereich (30) des Ernteguts (3) zu einer Eintrittsöffnung (6) einer Weiterverarbeitungseinrichtung, insbesondere eines Häckslers, ausgebildet, wobei der Endlosförderer (4; 5) zumindest eine untere, auswärts weisende Schneidmittel (16) umfassende Schneidebene (S) und zumindest eine darüberliegende, auswärts weisende Haltemittel (17,; 18) umfassende Halteebene (H1; H2) für die Ernteguthalme aufweist, wird so ausgebildet, daß im Zuführungsbereich (30) zumindest eine im Betrieb zu den Schneidmitteln (16) parallel stehende und von diesen unterlaufene Gegenschneide (31) angeordnet ist (Fig. 3).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Erntegerät zum Ernten von Mais oder derglei
chen stengelartigem Erntegut nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des
Anspruchs 7.
Aus der DE 33 24 899 C2 ist ein Erntegerät bekannt, das zur Abtrennung der
Halme des Ernteguts in eine Laschenkette eingehängte Schneidwerkzeuge auf
weist, wobei die Laschenkette weiterhin mit eingehängten Haltemitteln zur Beför
derung der abgetrennten Halme versehen ist. Diese werden der Eintrittsöffnung
eines Häckslers oder dergleichen zugeführt. Hierfür ist zwischen zwei Endlosket
ten ein Zuführbereich vorgesehen, in dem auch eine Umlenkung der Ketten statt
findet. Im Bereich dieser Umlenkung werden die aufgenommenen Halme zu
sammengeführt, wodurch sich ein erheblicher Erntegutanfall in diesem Bereich
einstellt. Entsprechend ist hier die Gefahr gegeben, daß das Erntegut nicht voll
ständig durch den Häcksler oder dergleichen abgeführt wird, sondern sich vor
dessen Eintrittsöffnung aufbaut.
Die DE 31 53 261 C2 zeigt ein Erntegerät, bei dem der Schnitt der abzuerntenden
Halme zwischen einer bewegten Schneide und einer Gegenschneide stattfindet.
Die Gegenschneide ist dabei feststehend und nach Art eines Winkelmessers aus
gebildet, wodurch der Halm in der Innenkrümmung der Gegenschneide von der
umlaufenden Schneide und der feststehenden Gegenschneide abgetrennt wird.
Die DE 29 00 552 A1 zeigt ebenfalls den Schnitt zwischen rotierenden Schneiden
und feststehenden Gegenschneiden, wobei die Gegenschneiden von den
Schneidmitteln unterlaufen werden.
Auch gemäß diesen Entgegenhaltungen werden die abgetrennten Halme einer
Eintrittsöffnung eines Häcksler oder dergleichen zugeführt. Hier ist ebenfalls die
Gefahr gegeben, daß Erntegutreste sich vor dieser Eintrittsöffnung aufbauen und
nicht vollständig abgeführt werden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, die Verstopfungsgefahr im Zufüh
rungsbereich zum Häcksler oder dergleichen Weiterverarbeitungseinrichtung zu
verringern.
Die Erfindung löst dieses Problem durch ein Erntegerät mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7, die einzeln oder besonders vorteilhaft in
Kombination zu verwirklichen sind. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in
den Ansprüchen 2 bis 6 und 8 bis 11 angegeben.
Durch die Ausbildung einer funktional vom Abtrennen der Halme getrennte und
dem Zuführungsbereich der Eintrittsöffnung der Weiterverarbeitungseinrichtung
zugeordnete Gegenschneide gemäß Anspruch 1 ist erreicht, daß die die Gegen
schneide unterlaufenden Schneidmittel während des Betriebes von festhängendem
Erntegut, beispielsweise Blättern oder dergleichen, die sich um die Schneid
mittel wickeln können, befreit werden. Dieses ist insbesondere vorteilhaft bei der
Maisernte, bei der abgestorbene, langfaserige und im angefeuchtetem Zustand
sehr zähe Blätter sich um die Schneidmittel, die beispielsweise als hakenförmige
Messer ausgebildet sind, wickeln können.
Bei einer feststehenden Gegenschneide ergibt sich ein konstruktiv geringer Auf
wand. Zudem ist der Gefahr entgegengewirkt, daß Lagerungsteile einer bewegli
chen Gegenschneide sich im Betrieb zusetzen können.
Besonders vorteilhaft sind dem umlaufenden Endlosförderer oberhalb der
Schneidmittel angeordnete Mitnehmer zugeordnet, die im Betrieb die Gegen
schneide überlaufen, so daß diese von den Schneidmitteln und dem Mitnehmer
unter- und oberseitig eingefaßt ist. Die Gefahr, daß sich Pflanzenteile in den Spalt
zwischen Schneidmittel und Gegenschneide drücken können, ist damit deutlich
verringert. Es ist zuverlässig gewährleistet, daß in Förderrichtung vor den
Schneidmitteln und den Mitnehmern liegende Pflanzenteile von der Gegen
schneide durchtrennt werden. Die oberhalb der Schneidmittel liegenden Mitneh
mer wirken daher als Räumelement für die Gegenschneide. Der Abstand zwi
schen den Mitnehmern und der Gegenschneide sowie zwischen der Gegen
schneide und den Schneidmitteln ist zur Sicherstellung des Schneidvorgangs lang
faseriger Pflanzenteile so klein wie möglich zu halten, ohne daß die Gefahr eines
Aneinanderschlagens der Teile besteht.
Eine Räumung der Kettenglieder ist insbesondere durch die Abstreifer gemäß An
spruch 7 ermöglicht, wobei ein Verstopfen der Räume zwischen den Abstreifern
und der Eintrittsöffnung des Häckslers oder dergleichen Weiterverarbeitungsein
richtung durch Öffnungen zwischen den Räumelementen, die der Kette zugewandt
sind, und den dazu beabstandeten Halterungen der Abstreifer angeordnet
sind. Insbesondere bei parallel zur Fahrtrichtung stehenden Abstreifern, bei denen
die Öffnungen seitliche Durchtritte bilden, ist sichergestellt, daß im Stauraum vor
der Eintrittsöffnung eines rückwärtig an die Endlosförderer anschließenden Häcks
lers ein seitliches Abführen von nicht mehr aufnehmbarem Erntegut, das sich an
sonsten verstopfend vor der Eintrittsöffnung aufbauen würde, sichergestellt ist.
Da die Abstreifer den Kettenbereich oberhalb der Schneidmittel räumen, können
die Merkmale des Anspruchs 1 und des Anspruchs 7 zur Vermeidung von Ver
stopfungsbildung in unterschiedlichen Höhen vor der Eintrittsöffnung des Häcks
lers bevorzugt in Kombination ausgebildet sein, wobei jedoch auch eine einzelne
Verwirklichung der einen oder anderen Merkmale zur Problemlösung beiträgt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus einem in der Zeichnung dar
gestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung, das die genannten Merkmale in
Kombination zeigt.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Ern
tegeräts mit zwei in einem Vorsatzgerät gegeneinander um
laufenden Endlosförderern,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Vorsatzgeräts,
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung des Bereichs III in Fig. 2,
Fig. 4 eine Ausschnittsvergrößerung des Bereiches IV in Fig. 3,
Fig. 5 eine Explosionsdarstellung der in Fig. 4 gezeigten Teile,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 4.
Das Erntegerät 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel ist als Selbstfahrer ausgebildet
und umfaßt ein Vorsatzgerät 2, das das Erntegut 3 mittels zweier als Gliederketten
ausgebildeter Endlosförderer 4, 5 aufnimmt und einer im mittleren Bereich zwi
schen den Gliederketten 4, 5 gelegenen Eintrittsöffnung 6 einer Weiterverarbei
tungseinrichtung, hier eines Häckslers, zuführt.
An Stelle der Verwendung zweier nebeneinanderliegender Endlosförderer 4, 5
wäre es auch möglich, ein Erntegerät 1 mit nur einem umlaufenden Endlosförde
rer 4 bzw. 5 zu betreiben, an dessen seitlichem Endbereich dann die Zuführung
zur Eintrittsöffnung 6 des Häckslers läge.
Die als Gliederketten 4, 5 ausgebildeten Endlosförderer laufen in Richtung der
Pfeile U1 bzw. U2 mit ihrem Arbeitstrum 4a bzw. 5a auf eine vertikale Längsmit
telebene des Erntegeräts 1 zu. Im Bereich dieser Vertikalen Längsmittelebene be
findet sich der Zuführungsbereich 30 zur Eintrittsöffnung 6 der Weiterverarbei
tungseinrichtung.
Durch die quer zur Fahrtrichtung F angeordneten Arbeitstrumbereiche 4a, 5a der
Gliederketten 4, 5 kann ein Erntegutstreifen mit einer Vielzahl von nebeneinan
derangeordneten Pflanzenreihen 3a abgeerntet werden. Das Erntegerät 1 kann
auch reihenunabhängig eingesetzt werden. In der Regel werden jedoch die Mais
felder in Reihen angebaut und auch geerntet, was die Vorteile mit sich bringt, daß
Lenkautomaten für die Erntegeräte 1 eingesetzt werden können, die die Stellung
der Reihen 3a ertasten und eine entsprechende Führung des Erntegeräts 1 vor
nehmen, zudem wird bei der Reihenerntung eine ruhigere Fahrweise erreicht, da
eine Erdanhäufung im Bereich der Pflanzenreihen 3a vorzufinden ist, die bei
schrägem Überfahren zu einer den Unebenheiten entsprechend schwankenden
Fahrweise des Erntegeräts 1 führt. Aufgrund der Vertiefungen zwischen den Ern
tegutreihen 3a kann auch bei einer schräg oder quer zu diesen verlaufenden Ab
erntung eine gleichbleibende Schnitthöhe nicht garantiert werden. Es besteht die
Gefahr, daß die Schneid- und Einzugseinrichtung in den Boden stößt und dadurch
Erde und Schmutz aufnimmt und in das Gerät einzieht bzw. daß die Maispflanzen
zu hoch abgeschnitten werden.
Bei der dargestellten Ausführung eines Erntegeräts 1 mit zwei Gliederketten 4, 5
als Endlosförderern ist im mittleren Bereich eine Teilerspitze 7 vorgesehen, die
den Zuführungsbereich 30 teilt und eine Abweisung von mittleren Erntegutreihen
3a hin zu den seitlichen Gliederketten 4 und 5 bewirkt. Die Gliederketten 4, 5
erfüllen dabei einerseits die Funktion, die Halme 3 abzutrennen, und andererseits,
diese zur Eintrittsöffnung 6 der Weiterverarbeitungseinrichtung zu befördern. Die
Gliederketten 4 und 5 sind in Rahmen 10, 11 gehalten, wobei diese insgesamt um
in etwa parallel zur Fahrzeuglängsachse liegende Schwenkachsen mittels Trag
rahmen 8, 9 verschwenkbar sind. Hierdurch sind sie zwischen einer parallel und
im wesentlichen horizontal nebeneinanderliegenden Betriebsstellung in eine im
wesentlichen vertikale Transportstellung verschwenkbar, in der das Erntegerät 1
folglich eine verringerte Breite einnimmt. Bei einem Normabstand von etwa 75 cm
zwischen den Erntegutreihen 3a können bei einer Gerätebreite von 7,5 m im
Betriebszustand 10 Reihen geerntet werden. Es kann zusätzlich vorgesehen sein,
daß in Transportstellung der Endlosförderer 4, 5 eine Hydraulik oder dergleichen
Antriebselemente eine Vertikalverschiebung der das Vorsatzgerät 2 tragenden
Schwenkachsen bewirken, so daß die Gesamthöhe des Erntegeräts 1 in Transportstellung
etwa zur Durchfahrt niedriger Brücken oder Toreinfahrten um einige 10 cm
abgesenkt werden kann gegenüber der Stellung, in der ein Verschwenken der
die Endlosförderer 4, 5 haltenden Rahmen 10, 11 stattfindet.
Es ist weiterhin möglich, daß die Förderrichtung der Endlosförderer 4, 5 schräg zu
den Erntegutreihen 3a verläuft, wobei mehrere Endlosförderer 4, 5 zwischen sich
einen schrägen Zuführungsbereich zu einer Eintrittsöffnung 6 eines Häckslers oder
dergleichen ausbilden. Hierfür können auch mehr als zwei Endlosförderer 4, 5
vorgesehen sein.
Die Gliederketten 4, 5 sind aus Kettengliedern 14, 15 gebildet, die jeweils als ein
heitliche Funktionseinheiten ausgebildet und in ihrem unteren Bereich mit
Schneidmitteln 16 versehen sind. Dadurch ist eine Schneidebene S gebildet, in
der die Halme des Ernteguts 3 abgetrennt werden. Die Schneidmittel 16 können
hierfür beispielsweise winkelmesserartig ausgebildet sein und entweder im freien
Schnitt die Halme abtrennen oder, wie im Ausführungsbeispiel, mit einer festen
oder beweglichen Gegenschneide 29 zusammenwirken. Zur Führung der abge
trennten Halme während der Förderung sind federnd gelagerte Bügel 24 vor dem
Arbeitstrum 4a bzw. 5a der Ketten 4, 5 vorgesehen.
Oberhalb der Schneidmittelebene S liegt zumindest eine Haltemittel 17 umfas
sende Halteebene H1, wobei die Haltemittel 17 die Weiterbeförderung der abge
trennten Halme zu dem Zuführungsbereich 30 und von dort in die Eintrittsöffnung
6 bewirken. Eine bessere Halterung ergibt sich mit einer zweiten Halteebene H2,
die von Haltemitteln 18 gebildet ist und die parallel zur ersten Halteebene H1
liegt.
Die Gliederketten 4 und 5, die im Ausführungsbeispiel jeweils zur Mitte hin för
dern, also entgegengesetzte Förderrichtungen U1 und U2 haben, weisen entspre
chend gegeneinander spiegelsymmetrische Kettenglieder 14 bzw. 15 auf. Die
Schneidmittel 16 sind im Ausführungsbeispiel als hakenförmige Messer ausgebil
det, wobei in der Innenkrümmung der Haken der Schnitt stattfindet. Auch die Hal
temittel 17, 18 sind schräggestellt, um dadurch einen seitlichen geneigten Trans
port der abgetrennten Halme zu ermöglichen. Die Schneidmittel 16 können ge
genüber den Kettengliedern 14 bzw. 15 als Verschleißstücke austauschbar sein
und beispielsweise mit letzteren verschraubt oder mit Stiften befestigt sein. Die
Schneidmittel 16 wirken mit der feststehenden und den Rahmen 10 bzw. 11 zu
geordneten Gegenschneide 29 zusammen, wobei durch die Abwinklung der
Schneidmittel 16 ein Einziehen der Halme in Richtung dieser Gegenschneide 29
gewährleistet ist.
Die von den Endlosförderern 4, 5 beförderten Halme sammeln sich im mittleren
Zuführungsbereich 30 des Erntegeräts 1, in dem sie der Häckslereintrittsöffnung 6
zugeführt werden. Dadurch ist die Gefahr von Verstopfungen in diesem Bereich
erhöht. Beispielsweise können sich untere Blätter der Halme um die Schneidmit
tel 16 wickeln und dadurch deren Effektivität herabsetzen.
Im Zuführungsbereich 30 ist eine zu den Schneidmitteln 16 parallel und dicht
oberhalb von diesen stehende Gegenschneide 31 angeordnet, die bei Umlauf der
Endlosförderer 4 bzw. 5 von den Schneidmitteln 16 unterlaufen wird. Es kann
eine Gegenschneide 31 für jeden Umlaufförderer vorgesehen sein. Es kann auch
eine gemeinsame Gegenschneide 31 für mehrere Umlaufförderer angeordnet sein.
Die Gegenschneide 31 ist im Ausführungsbeispiel gegenüber den die Endlosför
derer 4, 5 tragenden Rahmen 10, 11 ortsfest.
Zusätzlich zu der in Fig. 2 gezeigten Version der Kettenglieder 14, 15 können die
se gemäß Fig. 3 bis 6 für eine erhöhte Effektivität der Räumung der Schneid
mittel 16 dicht oberhalb der Schneidmittelebene S stehende Mitnehmer 32 auf
weisen, die ebenfalls wie die Haltemittel 17 und 18 und die Schneidmittel 16
auswärts weisen und die im Betrieb die Gegenschneide 31 in dichtem Abstand
überlaufen. Dabei ist jedem Schneidmittel 16 im Ausführungsbeispiel genau ein
Mitnehmer zugeordnet, der vertikal oberhalb des Schneidmittels angeordnet ist
und der mit seinem in Umlaufrichtung U1 bzw. U2 oberhalb des inneren Krüm
mungsbereiches des hakenförmigen Schneidmittels 16 steht.
Der vertikale Abstand zwischen dem Mitnehmer 32 und der Gegenschneide 31 ist
etwa gleich groß wie der zwischen der Gegenschneide 31 und dem Schneidmittel
16 (Fig. 6). Dieser Abstand liegt etwa im Bereich von 0,5 bis 3 mm. Besonders
vorteilhaft, um einerseits ein Zwischensetzen von Erntegut in die Abstände zu
verhindern und andererseits Fertigungstoleranzen noch ausgleichen zu können,
ist ein Abstand von etwa 2 mm.
Die Schneidkante 43 der Gegenschneide 31 ist derart gekrümmt, daß sie in Rich
tung der Umlaufbahn der Ketten 4 bzw. 5 ausgenommen ist und daher eine Füh
rung in Richtung der Kette bildet, wobei diese Führung mit der Führung durch die
hakenförmigen Schneidmittel 16 zusammenwirkt. In dem Zwischenraum zwi
schen der Gegenschneide 31 und den Schneidmitteln 16 liegendes Material kann
daher nicht seitlich entweichen, sondern wird an der Schneidkante 43 der Ge
genschneide 31 geschnitten.
Ein Umwickeln von etwa Blattanteilen im Erntegut um die Schneidmittel 16 wird
durch die darüberliegenden Mitnehmer 32 weitgehend verhindert, Anteile, die
sich vor die Schneidmittel 16 und die Mitnehmer 32 gelegt haben, werden in je
dem Fall durch die dazwischengreifende Gegenschneide 31 zerkleinert.
Im Zuführungsbereich 30 sind Abstreifer 33 angeordnet, um die Gliederketten 4
bzw. 5 von Erntegut zu räumen und dieses der Eintrittsöffnung 6 zuzuführen. Die
Abstreifer 33 weisen eine in Fahrtrichtung F rückwärtige Halterung 34 auf, von
der aus sich Tragmittel 35, etwa im wesentlichen horizontal verlaufende Bleche,
in Fahrtrichtung erstrecken und auf ihrem der Halterung 34 abgewandten Ende
die den Kettengliedern 14 bzw. 15 zugeordneten Räumelemente 36, 37 tragen.
Die Räumelemente 36, 37 stehen hochkant, sind an die Umlenkung der Glieder
ketten 4, 5 im Zuführungsbereich 30 angepaßt und erstrecken sich jeweils zwi
schen zwei Ebenen H1, H2 der Haltemittel 17, 18 bzw. zwischen der Ebene der
Mitnehmer 32 und der ersten Halteebene H1. Die Kettenglieder weisen zur bes
seren Zusammenwirkung mit den Räumelementen 36, 37 der Abstreifer 33 ge
schlossene Vorderflächen 21, 22 auf. Alternativ ist auch denkbar, daß offene Zwi
schenräume zwischen benachbarten Gelenkachsen 19 und 20 der Kettenglieder
14 bzw. 15 von Zähnen eines Umlenkrades von hinten im Bereich der Umlen
kung geschlossen werden.
Die geschlossene Vorderfläche 21, 22 dient jedoch als Abweiseschild, der verhin
dert, daß Erntegut in den Innenbereich der Kette eindringt, und ist insofern beson
ders vorteilhaft. Zwischen der Halterung 34 der Abstreifer 33 und dem Räumele
ment 36 bzw. 37 befinden sich seitliche Öffnungen 40, durch die hindurch bei zu
hohem Anfall von Erntegut vor der Eintrittsöffnung 6 das aufgestaute Erntegut seit
lich entweichen kann.
Bei einem Erntegerät 1 mit zwei Endlosförderern 4, 5 sind die Verhältnisse spiegel
symmetrisch, so daß links und rechts der Eintrittsöffnung 6 Abstreifer 33 angeordnet
sind, die sich von Ihren Halterungen 34 jeweils in Fahrtrichtung F parallel zu
einer vertikalen Fahrzeuglängsmittelebene erstrecken, so daß auch die Öffnungen
40 parallel zur Fahrzeuglängsmittelebene liegen.
Die Abstreifer 33 können schwenkbar an den Halterungen 34 angeordnet sein, so
daß erstere etwa zu Reinigungs- oder Wartungszwecken von den Kettengliedern
14, 15 weg verschwenkt werden können. Ein Bewegen in die Funktionsstellung, in
der die vorderen Endbereiche 38, 39 der Räumelemente 36, 37 dicht beabstandet
(0,5 mm bis 4 mm) vor den Vorderflächen 21, 22 der Kettenglieder 14, 15 gehalten
sind, kann dann durch Federbeaufschlagung und Verwendung von - ggf. einstell
baren - Anschlägen zur Sicherung des Mindestabstandes erreicht werden. Alterna
tiv kann die Halterung 34 der Abstreifer 33 auch fest ausgeführt sein.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist hinter dem Räumelement 36 ein zweites
Räumelement 41 angeordnet, das von den oberen Haltemitteln 18 mitgeführte
Erntegutreste aufnehmen und durch die Öffnungen 40 nach außen führen kann.
Dieses zweite Räumelement 41 ist enger an die Umlenkungsbahn der Kettenglie
der 14, 15 angelegt als das vordere Räumelement 36 bzw. 37, das mit seinem
rückwärtigen Ende eine Führungsfunktion in Richtung der Eintrittsöffnung 6 aus
bildet.
Zwischen den Räumelementen 36 und 37 bzw. zwischen dem unteren Räumele
ment 37 und der Gegenschneide 31 laufen die Haltemittel 17 bzw. die Mitneh
mer 32 derart, daß sie von den Räumelementen abgestreift werden. Gleiches gilt
für die Haltemittel 18, die im oberen Bereich zwischen einer Abdeckplatte 42 und
dem Räumelement 37 einlaufen.
Claims (11)
1. Erntegerät (1) zum Ernten von Mais oder dergleichen stengelartigem Erntegut
(3), wobei das Erntegerät (1) zumindest einen umlaufenden Endlosförderer (4; 5)
für aufgenommenes Erntegut (3) umfaßt, der endseitig einen Zuführungsbereich
(30) des Ernteguts (3) zu einer Eintrittsöffnung (6) einer Weiterverarbei
tungseinrichtung, insbesondere eines Häckslers, ausbildet, wobei der Endlosför
derer (4; 5) zumindest eine untere, auswärts weisende Schneidmittel (16) umfas
sende Schneidebene (S) und zumindest eine darüberliegende, auswärts weisende
Haltemittel (17; 18) umfassende Halteebene (H1; H2) für die Ernteguthalme
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in dem dem Schneidbereich der Halme
nachgeordneten Zuführungsbereich (30) zumindest eine im Betrieb zu den
Schneidmitteln (16) parallel stehende und von diesen unterlaufene
Gegenschneide (31) angeordnet ist.
2. Erntegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegen
schneide (31) im Betrieb feststehend ist.
3. Erntegerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß den Endlosförderern (4; 5) dicht oberhalb der Schneidebene (S) stehende, aus
wärts weisende Mitnehmer (32) zugeordnet sind, die im Betrieb die Gegen
schneide (31) überlaufen.
4. Erntegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedem
Schneidmittel (16) genau ein Mitnehmer (32) zugeordnet ist.
5. Erntegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der senkrecht zur Schneidebene (S) gemessene Abstand von Mitnehmern (32) zur
Gegenschneide (31) und von der Gegenschneide (31) zu den Schneidmitteln (16)
im wesentlichen gleich groß ist.
6. Erntegerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwi
schen den Mitnehmern (32) und der Gegenschneide (31) bzw. zwischen der Ge
genschneide (31) und den Schneidmitteln (16) im Bereich zwischen 0,5 und 3 mm
liegt.
7. Erntegerät (1) zum Ernten von Mais oder dergleichen stengelartigem Erntegut
(3), wobei das Erntegerät (1) zumindest einen umlaufenden Endlosförderer (4; 5)
für aufgenommenes Erntegut (3) umfaßt, der endseitig einen Zuführungsbereich
(30) des Ernteguts (3) zu einer Eintrittsöffnung (6) einer Weiterverarbei
tungseinrichtung, insbesondere eines Häckslers, ausbildet, wobei der Endlosför
derer (4; 5) zumindest eine untere, auswärts weisende Schneidmittel (16) umfas
sende Schneidebene (S) und zumindest eine darüberliegende, auswärts weisende
Haltemittel (17; 18) umfassende Halteebene (H1; H2) für die Ernteguthalme
aufweist und wobei der oder die Endlosförderer (4; 5) als Gliederkette(n) aus
gebildet ist oder sind und im Zuführungsbereich (30) eine Umlenkung erfahren,
gekennzeichnet durch zumindest einen dem Zuführungsbereich (30) der Ein
trittsöffnung (6) zugeordneten und gegenüber dieser im Betrieb ortsfest gehaltenen
Abstreifer (33), der mit seinem der Halterung abgewandten Bereich jeweils in den
Umlenkbereich der Gliederkette(n) (4; 5) hineinragt und dort ein Räumelement
(36; 37) zum Auswerfen des Ernteguts und zur Säuberung der Gliederkette(n) (4; 5)
umfaßt, wobei zwischen dem Räumelement (36; 37) und der ortsfesten Halterung
(34) zumindest eine Öffnung (40) vorgesehen ist.
8. Erntegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Abstrei
fer (33) von ihrer Halterung (34) im wesentlichen in Fahrtrichtung (F) parallel zu
einer vertikalen Fahrzeuglängsmitttelebene erstrecken und die Öffnungen (40)
seitliche Durchtritte bilden.
9. Erntegerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Räumele
mente (36; 37) als hochkant stehende Flachkörper ausgebildet sind, die in ihrem
rückwärtigen Bereich über hierzu senkrecht angeordnete Tragmittel (35) mit den
Halterungen (34) verbunden sind.
10. Erntegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung
(34) der Abstreifer (33) schwenkbar und federbeaufschlagt ist.
11. Erntegerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest hinter einem der Räumelemente (36) ein zweites Räumelement
(41) angeordnet ist, das im wesentlichen der von den Kettengliedern im Umlenk
bereich beschriebenen Umlenkung folgt.
Priority Applications (22)
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