DE19947655A1 - Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte - Google Patents

Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte

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DE19947655A1
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Kurt S Sobotta
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Sobotta Sondermaschinenbau 53819 Neunkirche GmbH
Original Assignee
Sobotta Sondermaschb GmbH
Deutsche Babcock Anlagen AG
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N23/00Cameras or camera modules comprising electronic image sensors; Control thereof
    • H04N23/50Constructional details
    • H04N23/51Housings

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Abstract

Ein Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte zur Überwachung von staubbelasteten Räumen besteht aus einem zylindrischen Mantel (1), der das Beobachtungsgerät aufnimmt und der mit seinem vorderen, bis auf eine Ausblicköffnung (12) geschlossenen Ende in den zu beobachtenden Raum hineinragt. Das Schutzgehäuse ist mit einem Anschluß (10) für Spül- oder Kühlluft versehen. In dem Schutzgehäuse sind in der Umgebung der Ausblicköffnung (12) ein oder mehrere mit dem Innenraum des Schutzgehäuses in Verbindung stehende Austrittskanäle (15, 17) derart angeordnet, daß die Ausblicköffnung (12) von dem zu überwachenden Raum durch einen Schleier aus aus den Austrittskanälen (15, 17) austretender Spülluft getrennt ist. Das vordere als Kopfteil (11) ausgebildete Ende des Schutzgehäuses ist auf der dem zu beobachtenden Raum zugewandten Seite mit einer ringförmigen Verschleißscheibe (17) versehen, die aus einem höherwertigen Material als der übrige Kopfteil (11) besteht und vorzugsweise durch Verschweißen mit dem Kopfteil (11) verbunden ist.

Description

Die Erfindung betrifft ein Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte nach der Patentanmeldung 198 15 975.7.
Bei dem Schutzgehäuse gemäß der Patentanmeldung 198 15 975.7 übt der Luftschleier, der durch die aus den Austrittskanälen austretende Spülluft gebildet wird, eine Sperrwirkung aus, die verhindert, daß Staubteilchen aus dem zu überwachenden, staubbelasteten Raum an die Ausblicköffnung gelangen können. Die Ausblicköffnung wird dadurch frei von Staub gehalten, so daß eine Reinigung des Schutzgehäuses erst nach einem langen Zeitraum vorgenommen werden muß. Dieses Schutzgehäuse hat sich im Betrieb bewährt. Es zeigten sich jedoch Schwierigkeiten beim Einsatz in Räumen mit besonders aggressiven Rauchgasen. Hier traten am Austrittsquerschnitt der Spülluft aufgrund einer nicht ausreichenden Kühlung Korrosionsschäden in dem aus einem Stück gefertigten Kopfteil des Schutzgehäuses auf. Diese Korrosionsschäden hatten weiterhin zur Folge, daß sich Strömungsverhältnisse in dem erzeugten Luftschleier so ungünstig veränderten, daß der eigentliche Zweck der Reinhaltung der Ausblicköffnung nicht mehr ausreichend gewährleistet war.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Schutzgehäuse nach der Hauptpatentanmeldung derart zu gestalten, daß die Standzeit des Schutzgehäuses erhöht wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Schutzgehäuse gemäß der Hauptpatentanmeldung erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Standzeit der Verschleißscheibe ist um ein Vielfaches länger als die des übrigen Kopfteiles des Schutzgehäuses. Ferner erlaubt die erfindungsgemäße Ausführung des Kopfteiles ein einfaches Auswechsel einer verschlissenen Verschleißscheibe durch Abtrennen und durch anschließendes Aufbringen einer neuen Verschleißscheibe. Das Schutzgehäuse insgesamt hat damit gegenüber einem aus einen Stück gefertigten Kopfteil eine höhere Standzeit, da nach einem Verschleiß im Austrittsquerschnitt des Luftschleiers nicht mehr das gesamte Kopfteil verworfen werden muß.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Die Zeichnung zeigt den Längsschnitt durch ein Schutzgehäuse für ein Beobachtungsgerät.
Das Schutzgehäuse für ein Beobachtungsgerät besteht aus einem zylindrischen Mantel 1, der das nicht gezeichnete Beobachtungsgerät aufnimmt. Bei einem Einsatz in einem hohen Temperaturbereich von beispielsweise 1800°C ist der Mantel 1 gekühlt und weist einen Innenmantel 2 und einen den Innenmantel 2 unter Bildung eines Ringraumes 3 mit einem Abstand zu dem umgebenden Außenmantel 4 auf. Der Außenmantel 4 ist mit einem Zulaufstutzen 5 und einem Ablaufstutzen 6 für die Zu- und Abführung eines Kühlmediums, z. B. Kühlwasser versehen, das den Ringraum 3 zwischen dem Innenmantel 2 und dem Außenmantel 4 durchströmt.
Für den wasserdichten Abschluß des gekühlten Mantels 1 ist an dem hinteren Ende des Mantels 1 ein Abschlußring 7 gefestigt. Auf den Abschlußring 7 ist entfernbar ein Abschlußdeckel 8 aufgeschraubt. Der Abschlußdeckel 8 weist eine zentrale, dicht verschließbare Öffnung 9 für die Durchführung der Zuleitungen des Beobachtungsgerätes auf. Der Abschlußdeckel 8 ist ferner mit einem Anschluß 10 für eine Zuführung von Spülluft versehen, die in den Innenraum des Schutzgehäuses eingeleitet wird. Als Spülluft wird Druckluft mit einer Druckdifferenz gegenüber dem zu beobachtenden Raum von 1 bis 1,5 bar verwendet.
Das vordere, in den zu beobachtenden Raum hineinragende Ende des Mantels 1 des Schutzgehäuses als konisches Kopfteil 11 ausgebildet. Dieses Kopfteil 11 ist flüssigkeitsdicht mit dem Innenmantel 2 und dem Außenmantel 4 verbunden und in den Kühlkreislauf des Mantels 1 eingebunden.
Das Kopfteil 11 ist mit einer mittigen Ausblicköffnung 12 versehen, die der Frontlinse der nicht dargestellten Beobachtungsoptik des Beobachtungsgerätes gegenüberliegt. Die Ausblicköffnung 12 ist zu dem zu beobachtenden Raum hin offen. Die in den Innenraum des Schutzgehäuses eingeleitete Spülluft tritt mit einem den Druck des zu beobachtenden Raumes übersteigenden Druck aus der Ausblicköffnung 12 in Richtung der Austrittsachse 13 aus. Auf diese Weise wird verhindert, daß staubbeladenes Gas aus dem zu beobachtenden Raum in das Schutzgehäuse eindringt.
Um eine Verschmutzung der Ausblicköffnung 12 zu verhindern, ist das Kopfteil 11 in besonderer Weise strömungstechnisch ausgebildet. Hierzu sind in dem Kopfteil 11 mehrere Bohrungen 14 angebracht, die auf einem Teilkreis angeordnet sind und in einen umlaufenden, ringförmigen Spalt 15 münden. Der Spalt 15 ist zu dem zu beobachtenden Raum hin offen, und sein offener Querschnitt befindet sich in der Umgebung der Ausblicköffnung 12. Der Spalt 15 bildet einen Austrittskanal, aus dem Spülluft in die Umgebung der Ausblicköffnung 12 austritt. Die Austrittsachse 16 des Spaltes 15 ist schräg auf die Austrittsachse 13 der Ausblicköffnung 12 gerichtet und schneidet diese in einem Abstand von der Ausblicköffnung 12. Im vorliegenden Fall schließt die Austrittsachse 16 des Spaltes 15 mit der Austrittsachse 13 der Ausblicköffnung 12 einen Winkel von 45° ein. Dieser Winkel kann auch kleiner als 45° sein und bis zu 0° betragen. Die aus dem Spalt 15 austretende Spülluft bildet einen Luftschleier, der das staubbeladene Gas von der Ausblicköffnung 12 fernhält. Zusätzlich können die Bohrungen 14 zur Erzeugung einer Drallströmung in tangentialer Richtung geringfügig geneigt sein.
An der dem zu beobachtenden Raum zugewandten Seite ist das Kopfteil koaxial zu der Austrittsachse 13 der Ausblicköffnung 12 mit einer ringförmigen Verschleißscheibe 17 versehen. Die Verschleißscheibe 17 besteht aus einem gegenüber dem übrigen Kopfteil 11 höherwertigen, verschleißfesteren, hochlegiertem Material. Die Verschleißscheibe 17 begrenzt auf ihrer Innenseite den als Austrittskanal dienenden Spalt 15. Der innere Querschnitt der ringförmigen Verschleißscheibe 17 bildet den Austrittsquerschnitt des Luftschleiers. Die Verschleißscheibe 17 wird damit durch die austretende Spülluft gekühlt.
Die Verschleißscheibe 17 liegt auswechselbar in eine Ausdrehung 18, die in der Stirnseite des Kopfteiles 11 angebracht ist. Über eine außen liegende Schweißnaht 19 ist die Verschleißscheibe 17 mit dem Kopfteil 11 verbunden. Zeigen sich im Bereich des inneren Querschnittes der ringförmigen Verschleißscheibe 17, der mit dem Austrittsquerschnitt des Luftschleiers übereinstimmt, Verschleißerscheinungen, die zu einer Beeinträchtigung der Funktionsweise des Beobachtungsgerätes führen, so wird die Verschleißscheibe 17 ausgetauscht. Dazu wird auf einer Drehmaschine die Schweißnaht 19 abgestochen, wonach die Verschleißscheibe 17 von dem Kopfteil 11 abgenommen werden kann. Anschließend wird eine neue Verschleißscheibe 17 auf das Kopfteil 11 aufgesetzt und durch Verschweißen mit dem Kopfteil 11 verbunden.

Claims (4)

1. Schutzgehäuse für Beobachtungsgeräte zur Überwachung von staubbelasteten Räumen bestehend aus einem zylindrischen Mantel (1), der das Beobachtungsgerät aufnimmt und der mit seinem vorderen, bis auf eine Ausblicköffnung (12) geschlossenen Ende in den zu beobachtenden Raum hineinragt, wobei das Schutzgehäuse mit einem Anschluß (10) für Spül- oder Kühlluft versehen ist, wobei in dem Schutzgehäuse in der Umgebung der Ausblicköffnung (12) ein oder mehrere mit dem Innenraum des Schutzgehäuses in Verbindung stehende Austrittskanäle (15, 17) derart angeordnet sind, daß die Ausblicköffnung (12) von dem zu überwachenden Raum durch einen Schleier aus aus den Austrittskanälen (15, 17) austretender Spülluft getrennt ist, nach Patentanmeldung 198 15 975.7, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere als Kopfteil (11) ausgebildete Ende des Schutzgehäuses auf der dem zu beobachtenden Raum zugewandten Seite mit einer ringförmigen Verschleißscheibe (17) versehen ist, die aus einem höherwertigen Material als der übrige Kopfteil (11) besteht und vorzugsweise durch Verschweißen mit dem Kopfteil (11) verbunden ist.
2. Schutzgehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißnaht (19) zur Verbindung der Verschleißscheibe (17) auf der Außenseite des Kopfteiles (11) entfernbar angeordnet ist und die Verschleißscheibe (17) auswechselbar in dem Kopfteil (11) gehalten ist.
3. Schutzgehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (11) eine Ausdrehung (18) aufweist, in der die Verschleißscheibe (17) eingreift.
4. Schutzgehäuse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschleißscheibe (17) die Austrittskanäle auf der einen Seite begrenzt.
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