DE19947255C2 - Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich - Google Patents
Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im MittelspannungsbereichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Reinigung und
Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich, insbe
sondere von Schaltanlagen und Transformatorstationen gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei derartigen Anlagen muß in regelmäßigen Abständen
eine Wartung durchgeführt werden, bei der neben einer
generellen Reinigung aller Oberflächen insbesondere
folgende Schritte durchzuführen sind: An Schaltern sind
die Kontakte zu reinigen, mechanisch bewegliche Teile
sind zu ölen, verharzte Fette sind zu entfernen und die
Zugfedern des Schalters sind nachzustellen. Weiterhin
sind im Bereich der gesamten Anlage sämtliche Schrauben
zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuziehen, die Ab
brandspitze am Nacheilkontakt ist nachzupolieren und
die Spannfeder am Nacheilkontakt zu ölen. Ein bekanntes
Reinigungsgerät weist verschiedene, austauschbare Bür
sten auf, mit denen lediglich eine Oberflächenreinigung
vorgenommen werden kann. Für die darüber hinausgehenden
Wartungsschritte muß die Anlage jedoch freigeschaltet
werden, wodurch der Betrieb gestört wird und hohe Ko
sten entstehen.
Aus der DE-PS 46 66 33 ist eine Einrichtung zur Reinigung von
unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
bekannt, die aus einem Staubsauger mit aus verschiedenen
Stücken zusammengesetzter Saugleitung besteht. Die
elastische Leitung ist mit dem Druckstutzen des Staubsaugers
verbunden, so daß im Betrieb der Schmutz nicht abgesaugt,
sondern durch Abblasen entfernt wird. Ein am Ende eines
Isolierrohres vorgesehenes Mundstück wirkt bei der bekannten
Einrichtung als Blasdüse.
Eine ähnliche Einrichtung, welche allerdings im Saugbetrieb
arbeitet, ist in der DE-PS 460 433 offenbart.
Zum gefahrlosen Benetzen elektrischer und mechanischer
Bauteile von Schaltgeräten mit Schmierstoffen ist es aus der
DE 38 41 172 A1 bekannt eine Betätigungsstange aus Kunststoff
so weiter zu bilden, daß an dem dem Handgriff entgegen
gesetzten Stangenende eine Isolierstoffkapsel angeordnet ist,
in die eine handelsübliche Schmierstoff-Sprühdose eingelegt
werden kann, wobei deren Sprühaktivität von dem Benutzer
durch das Betätigen einer im Inneren der als Rohr
ausgebildeten Betätigungsstange befindlichen Druckstange
ausgelöst wird.
Bei dem Reinigungsgerät für elektrische Einrichtungen, wie
Isolatoren, Sicherungen oder dergleichen nach DE 92 08 841 U1
ist ein Reinigungskopf vorgesehen, der mindestens eine dreh-
und antreibbar gelagerte Rundbürste umfaßt. Der
Bürstenantrieb umfaßt einen Motor am dem Reinigungskopf
abgewandten Stielende und es ist innerhalb des hohlen Stiels
eine verlaufende Antriebswelle mit Wellenkupplung vorhanden.
Alle genannten Geräteteile, außer dem Antriebsmotor, bestehen
aus elektrisch nicht leitendem Material.
Bei dem Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung elektro
technischer Innenraumanlagen unter Spannung nach DD-PS 113 280
sind Bürsten vorgesehen, deren Bürstenkörper aus einem
Hohlraum mit Öffnungen zum Ansaugen des auf den zu
reinigenden Anlagenteil befindlichen Staubes und einer
Öffnung zum Absaugen des Staubes aus dem Hohlraum des
Bürstenkörpers bestehen. Weiterhin können Düsen vorgesehen
sein, die an das Saugrohr angeschlossen werden. Der Staub
selbst wird mittels bekannter Industriestaubsauger entfernt.
Eine weitere Saugeinrichtung zur Reinigung von unter Spannung
stehenden Teilen einer elektrischen Anlage nach DE-PS 510 339
umfaßt zusätzlich ein auswechselbares Staubfilter aus einem
Isoliermaterial.
Ausgehend von dem Vorgenannten besteht die Aufgabe der
Erfindung in der Schaffung einer weiterentwickelten Anordnung
zur Reinigung und Wartung von Anlagen im
Mittelspannungsbereich, welche verschiedene Reinigungs- und
Wartungswerkzeuge aufweisen kann und die bei den üblichen
Längen langgestreckter Werkzeughalter leicht zu handhaben
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1
angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteil
hafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung geht vor allem von der Voraussetzung aus,
daß das Reinigungsgerät aus Sicherheitsgründen keine
stromleitenden, den Benutzer hierdurch gefährdenden
Bauteile umfassen darf. Andererseits sind im Vergleich
zum bloßen Reinigen von Oberflächen komplexe Arbeits
schritte durchzuführen. Die
Anordnung umfaßt einen langgestreckten Werkzeughalter,
der an seinem einen Ende eine Kupplungspartie zur lös
baren Aufnahme eines mit Druckluft beaufschlagbaren
Reinigungs- und Wartungswerkzeugs und an seinem anderen
Ende mindestens einen an eine Druckluftquelle an
schließbaren Druckluftanschluß für die Druckluftversor
gung des Werkzeugs aufweist. In bevorzugter Ausgestal
tung ist der Werkzeughalter rohrförmig ausgebildet und
das Werkzeug mittels mindestens einer vorzugsweise im
Inneren des Werkzeughalters geführten Druckluftleitung
mit der Druckluftquelle verbindbar. Weiterhin ist es
von Vorteil, wenn der Werkzeughalter über ein in der
mindestens einen Druckluftleitung angeordnetes Druck
luftventil mit der Druckluftquelle verbindbar ist, wo
bei das Druckluftventil einen Fußschalter aufweisen
kann. Die Bedienperson kann dann die Druckluftzufuhr
zum Werkzeug durch Betätigung des Fußschalters steuern.
Eine einfache und zuverlässige Druckluftversorgung ist
dann gewährleistet, wenn die Druckluftquelle als Kom
pressoreinheit ausgebildet ist. Vorzugsweise weist der
Kompressor druckseitig ein Feindruckregelventil auf,
mit dem der das Werkzeug beaufschlagende Luftdruck ein
stellbar ist.
Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, daß die verwen
dete Druckluft sauber und trocken ist. Um dies zu ge
währleisten, kann der Kompressor druckseitig einen
Druckluftschmutzfilter, einen vorzugsweise automati
schen Wasserabscheider sowie einen Membrantrockner auf
weisen. Zur Verbesserung der Transportfähigkeit des
Kompressors kann dieser ein mindestens zwei auf einer
Achse angeordnete Räder aufweisendes Fahrgestell auf
weisen.
Der Werkzeughalter sollte aus einem elektrisch isolie
renden Material bestehen, um Spannungsüberschläge auf
die Bedienperson zu verhindern. Vorzugsweise besteht
der Werkzeughalter daher aus einem Kunststoff, bei
spielsweise aus Polyvinylchlorid. Zweckmäßig weist der
Werkzeughalter an seinem kompressorseitigen Ende eine
mit Durchführungen für die mindestens eine Druckluft
leitung sowie mindestens einer Entlüftungsöffnung ver
sehene, lösbar befestigte Kappe auf. Um den Austausch
verschiedener Werkzeugaufsätze zu erleichtern, kann der
Werkzeughalter an seinem werkzeugseitigen Ende eine
drehbar befestigte, mit dem Werkzeug koppelbare Über
wurfmutter aufweisen.
Bei der Wartung von unter Spannung stehenden Anlagen
muß die Bedienperson einen gewissen Mindestabstand zu
spannungsführenden Teilen einhalten. Zweckmäßig weist
der Werkzeughalter daher einen eine Griffpartie begren
zenden, radial überstehenden Bund sowie an seinem werk
zeugseitigen Endbereich eine vorzugsweise ringförmige
Sicherheitsmarkierung auf, wobei der Abstand zwischen
der Sicherheitsmarkierung und dem bezüglich dieser kom
pressorseitig angeordneten Bund mindestens 560 mm be
tragen sollte.
Das Werkzeug kann ein im wesentlichen hohlzylindrisches
Gehäuse aufweisen, das ebenso wie der Werkzeughalter
aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid be
stehen sollte. Weiterhin weist das Gehäuse des Werk
zeugs vorzugsweise an einem Endbereich eine mit der
Überwurfmutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Au
ßengewindepartie auf. Zum Anschluß an die durch den
Werkzeughalter hindurchgeführten, vorzugsweise als fle
xible Druckluftschläuche ausgebildeten Druckluftleitun
gen sollte das Werkzeug mindestens eine Druckluftlei
tung aufweisen. Die Verbindung zwischen den beidersei
tigen Druckluftleitungen kann durch lösbar zusammen
steckbare, Rückschlagventile aufweisende Kupplungsstüc
ke erfolgen.
Ein erstes Werkzeug ist zum Ölen oder Fetten insbeson
dere von Schaltern bestimmt. Dieses Werkzeug weist vor
zugsweise einen doppelt wirkenden Pneumatikzylinder mit
einem darin axial verschiebbaren Kolben auf, sowie zwei
Druckluftleitungen, die jeweils mit einer Zylinderkam
mer des doppelt wirkenden Pneumatikzylinders verbunden
sind. Das Werkzeug kann weiterhin einen mit einem flüs
sigen oder pastösen Schmiermittel befüllbaren weiteren
Zylinder aufweisen. Vorzugsweise ist in dem weiteren
Zylinder ein Kolben angeordnet, der über eine Kolbenstange
mit dem Kolben des Pneumatikzylinders gekoppelt
ist. Zweckmäßig weist der weitere Zylinder auf seiner
dem Pneumatikzylinder abgewandten Seite eine Austritts
öffnung für das Schmiermittel auf. Um ein Verkanten ei
nes oder beider Kolben bei nicht exakt axial fluchtend
angeordneten Zylindern zu verhindern, kann in der die
Kolben verbindenden Kolbenstange ein axial starres Ge
lenkstück angeordnet sein, das einen gegebenenfalls er
forderlichen Spielausgleich ermöglicht. Zur punktgenau
en Applikation des Schmiermittels an den teilweise
schlecht zugänglichen Schmierstellen in der zu warten
den Anlage kann das Werkzeug eine vorzugsweise als
Schwanenhals ausgebildete, das Gehäuse axial überragen
de Ausgabeleitung aufweisen, die lösbar mit dem Gehäuse
des Werkzeugs verbindbar ist und an ihrem freien Ende
eine vorzugsweise ein Feinsieb aufweisende Austrittsdü
se aufweist. Indem die Ausgabeleitung lösbar mit dem
Gehäuse verbunden ist, läßt sich der Schmiermittelzy
linder auf einfache Art und Weise befüllen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind sowohl
der Pneumatikzylinder als auch der weitere Zylinder
axial unverschiebbar in dem Gehäuse des Werkzeugs ange
ordnet, vorzugsweise mittels einer Kunstharzmasse in
dieses eingegossen. Da sich hierbei die Zylinder nicht
immer exakt axial zueinander ausrichten lassen, sorgt
das in der Kolbenstange angeordnete Gelenkstück für den
erforderlichen Spielausgleich.
Zur Ausgabe von Schmiermittel wird die kompressorseiti
ge Zylinderkammer des doppelt wirkenden Pneumatikzylin
ders über den Fußschalter mit Druckluft beaufschlagt,
wodurch die miteinander gekoppelten Kolben in Ausgabe
richtung verschoben werden. Sobald die erforderliche
Menge an Schmiermittel ausgegeben worden ist, wird die
Betätigung des ein Mehrwegeventil umfassenden Fußschal
ters beendet, wodurch die Druckluftzufuhr zur kompres
sorseitigen Zylinderkammer unterbrochen wird und
gleichzeitig die ausgabeseitige Zylinderkammer des
Pneumatikzylinders mit Druck beaufschlagt wird. Hier
durch werden beide Kolben entgegen der Ausgaberichtung
in ihre Ausgangslage zurückverschoben, wodurch gleich
zeitig ein Nachtropfen an der Austrittsdüse wirksam
verhindert wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Werk
zeug als Sprühdose für Reinigungs- oder Schmiermittel
oder Druckluft ausgebildet. Hierzu weist es zweckmäßig
eine mit Druckluft beaufschlagbare, gegebenenfalls mit
einem Sprühmittel befüllbare Kammer auf. Zur Ausgabe
des Sprühmittels kann das Werkzeug ein pneumatisch betätigbares,
mit der Kammer kommunizierendes und mittels
eines Sprühknopfes betätigbares Sprühventil aufweisen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist das
Werkzeug an seinem freien Ende einen lösbar befestig
ten, einen Pneumatikzylinder aufweisenden Betätigungs
mechanismus für den Sprühknopf auf, wobei die Kammer
und der Pneumatikzylinder jeweils mit einer Druckluft
leitung verbunden sind, die mit je einer mit der Druck
luftquelle verbindbaren Druckluftleitung lösbar ver
bindbar sind. Das Sprühmittel läßt sich punktgenau an
wenden, wenn das Sprühventil ein radial über das Gehäu
se des Werkzeugs überstehendes Sprühröhrchen aufweist.
In weiterer alternativer Ausgestaltung der Erfindung
kann das Werkzeug eine pneumatisch antreibbare Impuls
schraubeinrichtung aufweisen, mit der Schrauben oder
Muttern an Schaltern oder Sammelschienen angezogen wer
den können. Das erforderliche Anzugmoment läßt sich bei
Verwendung eines hochpräzisen, ölhydraulischen Wandler
mechanismusses über das Feindruckregelventil am Kom
pressor einstellen. Hierzu wird vor der Verwendung des
Impulsschraubwerkzeuges das Verhältnis zwischen an
triebsseitigen Luftdruckes und abtriebsseitigen Drehmo
ments empirisch ermittelt.
Zweckmäßig weist der Wandlermechanismus einen axial
oder radial über das freie Ende des Gehäuses des Werk
zeugs überstehenden, als Mehrkantzapfen ausgebildeten
Abtrieb für ein eine entsprechende Mehrkantöffnung auf
weisendes Schraubwerkzeug auf. Damit können herkömmli
che Stecknüsse als Schraubwerkzeuge verwendet werden.
Um die Gefahr von Überschlägen auf das teilweise aus
Metall bestehende Werkzeug zu vermindern, kann an dem
freien Ende des Gehäuses eine den Abtrieb übergreifen
de, eine Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug
aufweisende Abdeckkappe angeordnet sein, die ebenso wie
das Werkzeuggehäuse und der Werkzeughalter aus einem
Kunststoff, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid bestehen
sollte.
Die Impulsschraubeinrichtung weist zweckmäßig eine
Druckluftleitung auf, die mit der mindestens einen mit
der Druckluftquelle verbindbaren Druckluftleitung lös
bar verbindbar ist.
In weiterer alternativer Ausgestaltung der Erfindung
ist das Werkzeug als Schleifwerkzeug zum Nachschleifen
oder Polieren von Schalterkontakten ausgebildet und
weist hierzu eine pneumatisch antreibbare Dreheinrichtung
für einen Schleif- oder Polierkörper auf. Um un
terschiedliche Schleif- bzw. Polierkörper einsetzen zu
können, weist die Dreheinrichtung zweckmäßig eine axial
oder radial über das freie Ende des Gehäuses des Werk
zeugs überstehende, vorzugsweise als Klemmfutter ausge
bildete Werkzeugaufnahme auf. Die Dreheinrichtung weist
zweckmäßig eine Druckluftleitung auf, die mit der min
destens einen mit der Druckluftquelle verbindbaren
Druckluftleitung lösbar verbindbar ist.
Um die unterschiedlichen Distanzen zu der jeweiligen
Arbeitsstelle in der Schaltanlage überbrücken und
gleichzeitig den erforderlichen Sicherheitsabstand ein
halten zu können, kann der Werkzeughalter teleskopier
bar ausgebildet sein oder es kann ein zwischen dem
Werkzeughalter und dem Werkzeug angeordnetes, im we
sentlichen rohrförmiges Verlängerungsstück vorgesehen
sein, das an seinem einen Ende eine mit der Überwurf
mutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Außengewin
departie und an seinem anderen Ende eine mit der Außen
gewindepartie des Werkzeugs zusammenwirkende Überwurf
mutter aufweist.
In vielen Fällen ist es nicht möglich, die Arbeitsstel
le in der Schaltanlage mit dem geradlinig ausgebildeten
Werkzeughalter direkt zu erreichen. Hierzu kann dann
ein zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeug ange
ordnetes Gelenkstück vorgesehen sein, das zwei jeweils
an ihrem einen Ende gekröpfte Rohrabschnitte aufweist,
die jeweils einen Flansch mit zueinander komplementä
ren, gegeneinander arretierbaren Verzahnungspartien
aufweisen. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche
Winkel zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeug auf
einfache Weise einstellen. Zweckmäßig weist der erste
Rohrabschnitt im Bereich des Flansches eine Außengewin
departie und der zweite Rohrabschnitt im Bereich des
Flansches eine mit der Außengewindepartie des ersten
Rohrabschnitts zusammenwirkende Überwurfmutter auf, so
daß sich nach dem Lösen dieser Schraubverbindung die
Verzahnungspartien auf einfache Weise gegeneinander
verdrehen lassen, wobei nach dem Einstellen des ge
wünschten Neigungswinkels die Schraubverbindung wieder
angezogen wird. Zur Verbindung mit dem Werkzeughalter
einerseits und dem Werkzeug andererseits weist das Ge
lenkstück zweckmäßig an seinem einen Ende eine mit der
Überwurfmutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Au
ßengewindepartie und an seinem anderen Ende eine mit
der Außengewindepartie des Werkzeugs zusammenwirkende
Überwurfmutter auf.
Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung
schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Druckluftquelle für
die erfindungsgemäßen Werkzeuge;
Fig. 2 den erfindungsgemäßen Werkzeughalter in einer
teilweise geschnittenen Seitenansicht;
Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des Werkzeug
seitigen Endes des Werkzeughalters in teilwei
se geschnittener Darstellung;
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei
nes Werkzeuges, das zur Ausgabe eines Schmier
mittels bestimmt ist;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei
nes Werkzeuges, das als Sprühdose ausgebildet
ist;
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei
nes Werkzeuges, das ein Klemmfutter zur Auf
nahme eines Schleif- oder Polierwerkzeuges
aufweist;
Fig. 7 eine geschnittene Seitenansicht eines Werkzeu
ges, das als Impulsschraubeinrichtung ausge
bildet ist; und
Fig. 8 eine schematische Seitenansicht eines zwischen
Werkzeughalter und Werkzeug anordbaren Winkel
stücks.
Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Anordnung
zum Reinigen und Warten von Schaltanlagen besteht im
wesentlichen aus einer in Fig. 1 dargestellten Druck
luftquelle, einem in Fig. 2 und 3 dargestellten Werk
zeughalter sowie in den Fig. 4 bis 8 dargestellten
Werkzeugen bzw. Zubehörteilen.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die insgesamt mit 10
bezeichnete Druckluftquelle. Diese besteht im wesentli
chen aus einem Druckluftspeicher 12, der auf einem zwei
Räder 14, 14' aufweisenden Fahrgestell angeordnet ist.
Auf einer Montageplatte 16 ist ein nicht näher darge
stellter, vorzugsweise elektrisch angetriebener Kom
pressor angeordnet, der in an sich bekannter Weise den
Druckluftspeicher 12 mit Druck beaufschlagt. Da die er
zeugte Druckluft nicht nur zum Antrieb der Werkzeuge
verwendet wird, sondern auch als Blasluft beispielsweise
zum Entstauben von Oberflächen im spannungsführenden
Bereich verwendet wird, ist es erforderlich, daß sie
möglichst sauber und trocken ist. Zu diesem Zweck wird
die Druckluft druckseitig über einen Druckschalter 18
durch einen Schmutzfilter 20 mit einem daran ange
schlossenen, vorzugsweise automatischen Wasserabschei
der geleitet. Um auch letzte Feuchtigkeitsreste zu ent
fernen, wird die Druckluft danach durch einen Membran
trockner 24 geleitet. Vor einem Verteilerstück 26 mit
Anschlüssen für Druckluftleitungen ist ein Feindruck
ventil 28 angeordnet, mittels dem beispielsweise das
Drehmoment eines Schraubwerkzeuges (vgl. Fig. 7) präzi
se eingestellt werden kann.
Fig. 2 zeigt einen im wesentlichen rohrförmigen, insge
samt mit 30 bezeichneten Werkzeughalter, in dessen In
neren drei Druckluftleitungen 32, 32', 32", vorzugs
weise flexible Druckluftschläuche, angeordnet sind, die
den Werkzeughalter beidseitig überragen und an ihren
Enden jeweils ein mit einem Rückschlagventil versehenes
Schnellkupplungsstück aufweisen. Das eine Ende 34 der
Druckluftleitungen 32, 32', 32" wird über einen nicht
näher dargestellten Fußschalter mit der Druckluftquelle
10 verbunden, während eine oder mehrere der Druckluft
leitungen mit ihrem anderen Ende an entsprechende
Druckluftleitungen des jeweils verwendeten Werkzeugs
anschließbar sind. Die Kupplungsstücke an den Leitungs
enden sind jeweils farblich gekennzeichnet, um eine Zu
ordnung zu den jeweiligen Druckluftleitungen der Werk
zeuge zu ermöglichen. Sowohl die Druckluftleitungen 32,
32', 32" als auch die Kupplungsstücke sind aus Kunst
stoff gefertigt und daher nichtleitend. Das Gehäuse des
Werkzeughalters 30 besteht ebenfalls aus Kunststoff,
z. B. aus Polyvinylchlorid (PVC) und weist an seinem
einen Ende eine Abschlußkappe 36 mit Durchtrittsöffnun
gen für die Druckluftleitungen und an seinem anderen
Ende eine Überwurfmutter 38 zur Befestigung des eine
entsprechende Gewindepartie aufweisenden Werkzeugs auf
(vgl. Fig. 3).
Der Werkzeughalter weist eine Griffpartie 40 auf, die
sich bis zu einem radial über das Gehäuse überstehenden
Bund 42 erstreckt. In einem Abstand, der aus Sicher
heitsgründen nicht weniger als 560 mm betragen darf,
von dem Bund 42 weist der Werkzeughalter 30 eine ring
förmige Farbmarkierung 44 auf, die bei den Reinigungs-
oder Wartungsarbeiten bis zu dem ersten spannungsfüh
renden Teil, d. h. dem benutzernähesten Teil, in die zu
wartende Anlage eingeführt werden darf. Auf diese Weise
ist sichergestellt, daß der Benutzer zu jeder Zeit den
erforderlichen Sicherheitsabstand zu spannungsführenden
Teilen der Anlage einhält.
Fig. 4 zeigt ein insgesamt mit 46 bezeichnetes Werkzeug
zum Ölen oder Fetten von beweglichen Teilen innerhalb
einer Schaltanlage. Das Werkzeug 46 besteht im wesent
lichen aus einem Gehäuse 48 aus Kunststoff, vorzugswei
se aus Polyvinylchlorid, in dem ein doppelt wirkender
Pneumatikzylinder 50 sowie ein Schmiermittelzylinder 52
angeordnet sind, die jeweils mittels einer Kunststoff
masse 54 in das im wesentlichen rohrförmige Gehäuse 48
eingegossen sind. Die Kolben 56, 58 des Pneumatikzylin
ders 50 bzw. Schmierstoffzylinders 52 sind über eine
Kolbenstange 60 miteinander verbunden. In der Kolben
stange ist ein axial starres Gelenkstück 62 angeordnet,
das für einen gewissen Spielausgleich sorgt, falls die
Zylinder 50 und 52 nicht exakt axial fluchtend in das
Gehäuse 48 eingegossen sind.
An seinem werkzeughalterseitigen Ende weist das Gehäuse
eine Gewindepartie 64 auf, auf die die Überwurfmutter
38 des Werkzeughalters 30 zur Montage des Werkzeugs 46
aufgeschraubt wird.
Je eine Kammer des Pneumatikzylinders 50 ist mit einer
Druckluftleitung 66, 66' verbunden, die mit zweien der
Druckluftleitungen 32, 32', 32" des Werkzeughalters 30
verbunden werden. Zur Ausgabe von Schmiermittel aus dem
Zylinder 52 wird die Kammer 68 des Pneumatikzylinders
50 durch Betätigung des Fußschalters über die Druck
luftleitung 66 mit Druck beaufschlagt, während die Kam
mer 70 des Pneumatikzylinders druckfrei gestellt ist,
wodurch die Kolben 56, 58 in Ausgaberichtung verschoben
werden. Sobald die gewünschte Menge an Schmiermittel
appliziert worden ist, wird die Betätigung des Fuß
schalters beendet, wodurch die Kammer 68 druckfrei ge
stellt und die Kammer 70 automatisch mit Druck beauf
schlagt wird, so daß die gekoppelten Kolben 56, 58 in
ihre Ausgangslage zurückgezogen werden. Hierdurch wird
gleichzeitig ein Nachtropfen wirksam verhindert.
Die Ausgabeleitung 72 ist als Schwanenhals ausgebildet,
so daß auch schwer zugängliche Schmierstellen erreicht
werden können, und läßt sich zur einfachen Befüllung
des Zylinders 52 mit Schmiermittel von dem Gehäuse 48
des Werkzeugs 46 abschrauben. An ihrem ausgabeseitigen
Ende weist die Ausgabeleitung 72 eine austauschbare
Austrittsdüse 74 mit einem Feinsieb auf. Die Ausgabe
leitung 72 ist wie das Gehäuse 48 komplett aus Kunst
stoff gefertigt, um Überschläge von Spannungsführenden
Teilen der zu wartenden Anlage zu verhindern.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Werkzeug 76, das als Sprühdo
se für ein Reinigungs- oder Schmiermittel oder für
Druckluft ausgebildet ist. Das Werkzeug weist ein
Kunststoffgehäuse 78 auf, in dem ein Reservoir 80 für
das Sprühmittel angeordnet ist, das über eine mit einer
der Druckluftleitungen 32, 32', 32' des Werkzeughal
ters 30 verbindbaren Druckluftleitung 82 und ein darin
angeordnetes Rückschlagventil 84 ständig mit Druck be
aufschlagt wird. Eine zweite Druckluftleitung 82' führt
zu einem Pneumatikzylinder 86, in dem ein Kolben 88 mit
einem Stößel 90 angeordnet ist, mittels dem ein mit dem
Sprühmittelreservoir 80 verbundener Sprühknopf 92 betä
tigbar ist, indem der Zylinder 86 durch Betätigung des
Fußschalters mit Druck beaufschlagt wird. Eine punkt
genaue Applikation wird durch ein Sprühröhrchen 94 er
möglicht.
Sowohl der Pneumatikzylinder 86 als auch ein Verschluß
teil des Sprühmittelreservoirs sind lösbar mit dem
Gehäuse bzw. dem Reservoir verbunden und lassen sich
zum Befüllen des Reservoirs entfernen. Die Verbindung
zwischen dem Werkzeug 76 und dem Werkzeughalter 30 wird
durch eine mit der Überwurfmutter 38 des Werkzeughal
ters 30 zusammenwirkende Gewindepartie 98 des Gehäuses
78 geschaffen.
In Fig. 6 ist ein weiteres Werkzeug 100 dargestellt,
das hauptsächlich zum Nachschleifen oder Polieren von
Kontaktflächen bestimmt ist. Das Werkzeug weist ein im
wesenlichen rohrförmiges Gehäuse 102 aus Kunststoff
auf, in dessen Inneren eine pneumatisch angetriebene
Dreheinrichtung 104 mit einem axial über das Gehäuseen
de überstehenden Klemmfutter 106 zur Aufnahme eines
Schleifwerkzeugs angeordnet ist.
Die Dreheinrichtung 104 wird über eine mit einer der
Druckluftleitungen 32, 32', 32" des Werkzeughalters
koppelbare Druckluftleitung 108 mit Druckluft beauf
schlagt. Die Betätigung des Werkzeugs 100 erfolgt dabei
ebenfalls über den Fußschalter. Die Dreheinrichtung 104
und das Klemmfutter 106 bestehen zumindest teilweise
aus Metall. Zum Schutz vor Überschlägen ist daher eine
auf das freie Gehäuseende aufsteck- oder aufschraubbare
Schutzkappe aus Kunststoff vorgesehen (vgl. Fig. 7).
Die Verbindung des Werkzeugs 100 mit dem Werkzeughalter
30 erfolgt durch eine mit der Überwurfmutter 38 des
Werkzeughalters 30 zusammenwirkende Gewindepartie 110
des Gehäuses 102. Die Antriebsdruckluft für die Dre
heinrichtung 104 wird, nachdem sie einen Wandler der
Dreheinrichtung durchlaufen hat, über eine Auslaßöff
nung 111 in der Dreheinrichtung durch das Gehäuse 102
und den Werkzeughalter 30 abgeleitet.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Werkzeug 114, das hauptsäch
lich zum Nachziehen von Schrauben oder Muttern in der
zu wartenden Anlage bestimmt ist und das im wesentli
chen wie das Werkzeug 100 der Fig. 6 ausgebildet ist.
Dieses Werkzeug 114 umfaßt jedoch einen hochpräzisen
Drehantrieb 116, der einen mechanischen Pneumatikan
trieb 118 und einen ölhydraulischen Wandler 120 auf
weist. Mittels des Feindruckventils 28 der Druckluft
quelle (vgl. Fig. 1) läßt sich die Dreheinrichtung über
die Druckluftleitung 122 mit einem vorgebbaren Druck
beaufschlagen, der in ein zuvor empirisch ermitteltes
Drehmoment an dem als Mehrkantzapfen 124 ausgebildeten
Abtrieb der Dreheinrichtung 116 umgesetzt wird. Auf den
Mehrkantzapfen 124 lassen sich entsprechende Mehr
kantöffnungen aufweisende, z. B. als Stecknüsse ausge
bildete Schraubwerkzeuge aufstecken.
Das Gehäuse 126 des Werkzeugs 114 besteht aus Kunst
stoff und weist eine Gewindepartie 128 auf, mittels der
das Werkzeug mit dem Werkzeughalter 30 verbunden wird.
Zur Vermeidung von Überschlägen ist eine auf das freie
Ende des Gehäuses 126 aufsteck- oder aufschraubbare Ab
deckkappe 130 aus Kunststoff vorgesehen, die eine
Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug aufweist.
Alternativ zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel
kann der Abtrieb der Dreheinrichtung 116 auch radial
seitlich aus dem Gehäuse herausgeführt sein. Bei ent
sprechender Bemessung des Gehäusedurchmesser ist eine
zusätzliche Abdeckkappe dann nicht erforderlich.
Oft lassen sich bestimmte Stellen der Anlage von dem
Bediener nicht oder nur schwer mit einem gerade geführ
ten Werkzeug erreichen. Mittels dem in Fig. 8 darge
stellten Winkelstück 132 läßt sich ein vorgebbarer Nei
gungswinkel zwischen dem Werkzeughalter 30 und dem ver
wendeten Werkzeug einstellen. Zu diesem Zweck weist das
Winkelstück 132 zwei gekröpfte Partien 134, 134' auf,
die jeweils einen stirnseitig verzahnten Flansch 136,
136' aufweisen. Der eine Flansch 136' weist dabei eine
Außengewindepartie 138 auf, auf die eine den anderen
Flansch 136 übergreifende Überwurfmutter 140 auf
schraubbar ist. Die axialen Verzahnungen greifen bei
angezogener Überwurfmutter radial drehsicher ineinan
der, so daß ein mit einer weiteren Überwurfmutter 142
an dem Winkelstück 132 befestigtes Werkzeug sicher in
der gewählten Winkellage gehalten wird. Das Winkelstück
selbst wird wie die Werkzeuge mittels einer Gewindepar
tie 144 an dem Werkzeughalter 30 befestigt.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfin
dung betrifft eine Anordnung zur Reinigung und Wartung
von Anlagen im Mittelspannungsbereich, insbesondere von
Schaltanlagen und Transformatorstationen. Um die erfor
derlichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten ohne Frei
schalten der Anlage vornehmen zu können, weist die An
ordnung gemäß der Erfindung einen langgestreckten Werk
zeughalter 30, der an seinem einen Ende eine Kupplungs
partie 38 zur lösbaren Aufnahme eines mit Druckluft be
aufschlagbaren Reinigungs- und Wartungswerkzeugs 46,
76, 100, 114 und an seinem anderen Ende mindestens ei
nen an eine Druckluftquelle 10 anschließbaren Druck
luftanschluß für die Druckluftversorgung des Werkzeugs
auf.
Claims (30)
1. Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittel
spannungsbereich, insbesondere von Schaltanlagen und Transfor
matorstationen, umfassend einen langgestreckten Werkzeughalter
(30), der an seinem einen Ende eine Kupplungspartie (38) zur
lösbaren Aufnahme eines mit Druckluft beaufschlagbaren
Reinigungs- und Wartungswerkzeuge (46, 76, 100, 114) und an
seinem anderen Ende mindestens einen an eine Druckluftquelle
(10) anschließbaren Druckluftanschluß für die Druckluftver
sorgung des Werkzeugs aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Druckluftantrieb des jeweiligen Werkzeugs in einem Kunst
stoffgehäuse (48, 78, 102) am zur Anlage gerichteten Ende des
Werkzeughalters (30) angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter (30) über ein in der mindestens einen
Druckluftleitung (32, 32', 32") angeordnetes Druckluftventil
mit der Druckluftquelle (10) verbindbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet, daß
das Druckluftventil einen Fußschalter aufweist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter (30) aus einem Kunststoff, vorzugsweise
Polyvinylchlorid besteht.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
daß der Werkzeughalter (30) an seinem druckluftzuführungs
seitigen Ende eine mit Durchführungen für die mindestens eine
Druckluftleitung (32, 32', 32") sowie mindestens einer
Entlüftungsöffnung versehene, lösbar befestigte Kappe (36)
aufweist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter (30) an seinem werkzeugseitigen Ende eine
drehbar befestigte, mit dem Werkzeug (46, 76, 100, 114)
koppelbare Überwurfmutter (38) aufweist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter (30) einen radial überstehenden Bund (42)
aufweist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Werkzeughalter an seinem werkzeugseitigen Endbereich eine
vorzugsweise ringförmige Sicherheitsmarkierung (44) aufweist.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand zwischen der Sicherheitsmarkierung (44) und dem
bezüglich dieser kompressorseitig angeordneten Bund (42)
mindestens 560 mm beträgt.
10. Anordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Gehäuse des Werkzeugs (46, 76, 100, 114) an einem Endbe
reich eine mit der Überwurfmutter (38) des Werkzeughalters (30)
zusammenwirkende Außengewindepartie (64, 98, 110, 128) auf
weist.
11. Anordnung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (46, 76, 100, 114) mindestens eine Druckluft
leitung (66, 66'; 82, 82'; 108; 120) aufweist, die mit der
mindestens einen mit der Druckluftquelle verbindbaren Druck
luftleitung (32, 32', 32") lösbar verbindbar ist.
12. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (46) einen doppelt wirkenden Pneumatikzylinder
(50) mit einem darin axial verschiebbaren Kolben (56) aufweist.
13. Anordnung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (46) zwei Druckluftleitungen (66, 66') aufweist,
die jeweils mit einer Zylinderkammer (68, 70) des doppelt
wirkenden Pneumatikzylinders (50) verbunden sind.
14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (46) einen mit einem flüssigen oder pastösen
Schmiermittel befüllbaren weiteren Zylinder (52) aufweist.
15. Anordnung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem weiteren Zylinder (52) ein Kolben (58) angeordnet ist,
der über eine Kolbenstange (60) mit dem Kolben (56) des
Pneumatikzylinders (50) verbunden ist, und daß der weitere
Zylinder (52) auf seiner dem Pneumatikzylinder (50) abgewandten
Seite eine Austrittsöffnung für das Schmiermittel aufweist.
16. Anordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
in der die Kolben (56, 58) des Pneumatikzylinders (50) und des
weiteren Zylinders (52) verbindenden Kolbenstange (60) ein
axial starres Gelenkstück (62) angeordnet ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (46) eine vorzugsweise als Schwanenhals ausge
bildete, das Gehäuse (48) axial überragende Ausgabeleitung (72)
für das Schmiermittel aufweist.
18. Anordnung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeleitung (72) lösbar mit
dem Gehäuse (48) verbindbar ist und an ihrem freien Ende eine
vorzugsweise ein Feinsieb aufweisende Austrittsdüse (74)
aufweist.
19. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Pneumatikzylinder (50) und der weitere Zylinder (52) axial
unverschiebbar in dem Gehäuse (48) des Werkzeugs (46) ange
ordnet, vorzusweise mittels einer Kunstharzmasse (54) in dieses
eingegossen sind.
20. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (76) eine mit Druckluft beaufschlagbare, mit einem
Sprühmittel befüllbare Kammer (80) aufweist.
21. Anordnung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (76) ein pneumatisch betätigbares, mit der Kammer
(80) kommunizierendes und mittels eines Sprühkopfes (92)
betätigbares Sprühventil aufweist.
22. Anordnung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (76) an seinem freien Ende einen lösbar befestig
ten, einen Pneumatikzylinder (86) aufweisenden Betätigungs
mechanismus für den Sprühkopf (92) aufweist.
23. Anordnung nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kammer (80) und der Pneumatikzylinder (86) jeweils mit
einer Druckluftleitung (82, 82") verbunden sind, die mit je
einer mit der Druckluftquelle (10) verbindbaren Druckluft
leitung (32, 32', 32") lösbar verbindbar sind.
24. Anordnung nach einem der Ansprüche 21 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Sprühventil ein radial über das Gehäuse (78) des Werkzeugs
(76) überstehendes Sprühröhrchen (94) aufweist.
25. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (114) eine pneumatisch antreibbare Impulsschraub
einrichtung (116) aufweist.
26. Anordnung nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Impulsschraubeinrichtung (116) einen ölhydraulischen
Wandlermechanismus (120) aufweist.
27. Anordnung nach Anspruch 26,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Wandlermechanismus (120) einen axial oder radial über das
freie Ende des Gehäuses (126) des Werkzeugs (114) über
stehenden, als Mehrkantzapfen ausgebildeten Abtrieb (124) für
eine entsprechende Mehrkantöffnung aufweisendes Schraubwerkzeug
aufweist.
28. Anordnung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, daß
an dem freien Ende des Gehäuses (126) eine den Abtrieb (124)
übergreifende, eine Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug
aufweisende Abdeckkappe (130) angeordnet ist.
29. Anordnung nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckkappe (130) aus Kunststoff, vorzugsweise aus Poly
vinylchlorid besteht.
30. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Werkzeug (100) eine pneumatisch antreibbare Dreheinrichtung
(104) aufweist.
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