DE19947255C2 - Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich - Google Patents

Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich

Info

Publication number
DE19947255C2
DE19947255C2 DE1999147255 DE19947255A DE19947255C2 DE 19947255 C2 DE19947255 C2 DE 19947255C2 DE 1999147255 DE1999147255 DE 1999147255 DE 19947255 A DE19947255 A DE 19947255A DE 19947255 C2 DE19947255 C2 DE 19947255C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tool
arrangement according
compressed air
housing
tool holder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE1999147255
Other languages
English (en)
Other versions
DE19947255A1 (de
Inventor
Herbert Heutle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dehn SE and Co KG
Original Assignee
Dehn and Soehne GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dehn and Soehne GmbH and Co KG filed Critical Dehn and Soehne GmbH and Co KG
Priority to DE1999147255 priority Critical patent/DE19947255C2/de
Priority to FR0012220A priority patent/FR2799315B1/fr
Publication of DE19947255A1 publication Critical patent/DE19947255A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19947255C2 publication Critical patent/DE19947255C2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02BBOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02B3/00Apparatus specially adapted for the manufacture, assembly, or maintenance of boards or switchgear
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B5/00Cleaning by methods involving the use of air flow or gas flow
    • B08B5/02Cleaning by the force of jets, e.g. blowing-out cavities
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G1/00Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich, insbe­ sondere von Schaltanlagen und Transformatorstationen gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei derartigen Anlagen muß in regelmäßigen Abständen eine Wartung durchgeführt werden, bei der neben einer generellen Reinigung aller Oberflächen insbesondere folgende Schritte durchzuführen sind: An Schaltern sind die Kontakte zu reinigen, mechanisch bewegliche Teile sind zu ölen, verharzte Fette sind zu entfernen und die Zugfedern des Schalters sind nachzustellen. Weiterhin sind im Bereich der gesamten Anlage sämtliche Schrauben zu überprüfen und gegebenenfalls nachzuziehen, die Ab­ brandspitze am Nacheilkontakt ist nachzupolieren und die Spannfeder am Nacheilkontakt zu ölen. Ein bekanntes Reinigungsgerät weist verschiedene, austauschbare Bür­ sten auf, mit denen lediglich eine Oberflächenreinigung vorgenommen werden kann. Für die darüber hinausgehenden Wartungsschritte muß die Anlage jedoch freigeschaltet werden, wodurch der Betrieb gestört wird und hohe Ko­ sten entstehen.
Aus der DE-PS 46 66 33 ist eine Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage bekannt, die aus einem Staubsauger mit aus verschiedenen Stücken zusammengesetzter Saugleitung besteht. Die elastische Leitung ist mit dem Druckstutzen des Staubsaugers verbunden, so daß im Betrieb der Schmutz nicht abgesaugt, sondern durch Abblasen entfernt wird. Ein am Ende eines Isolierrohres vorgesehenes Mundstück wirkt bei der bekannten Einrichtung als Blasdüse.
Eine ähnliche Einrichtung, welche allerdings im Saugbetrieb arbeitet, ist in der DE-PS 460 433 offenbart.
Zum gefahrlosen Benetzen elektrischer und mechanischer Bauteile von Schaltgeräten mit Schmierstoffen ist es aus der DE 38 41 172 A1 bekannt eine Betätigungsstange aus Kunststoff so weiter zu bilden, daß an dem dem Handgriff entgegen­ gesetzten Stangenende eine Isolierstoffkapsel angeordnet ist, in die eine handelsübliche Schmierstoff-Sprühdose eingelegt werden kann, wobei deren Sprühaktivität von dem Benutzer durch das Betätigen einer im Inneren der als Rohr ausgebildeten Betätigungsstange befindlichen Druckstange ausgelöst wird.
Bei dem Reinigungsgerät für elektrische Einrichtungen, wie Isolatoren, Sicherungen oder dergleichen nach DE 92 08 841 U1 ist ein Reinigungskopf vorgesehen, der mindestens eine dreh- und antreibbar gelagerte Rundbürste umfaßt. Der Bürstenantrieb umfaßt einen Motor am dem Reinigungskopf abgewandten Stielende und es ist innerhalb des hohlen Stiels eine verlaufende Antriebswelle mit Wellenkupplung vorhanden.
Alle genannten Geräteteile, außer dem Antriebsmotor, bestehen aus elektrisch nicht leitendem Material.
Bei dem Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung elektro­ technischer Innenraumanlagen unter Spannung nach DD-PS 113 280 sind Bürsten vorgesehen, deren Bürstenkörper aus einem Hohlraum mit Öffnungen zum Ansaugen des auf den zu reinigenden Anlagenteil befindlichen Staubes und einer Öffnung zum Absaugen des Staubes aus dem Hohlraum des Bürstenkörpers bestehen. Weiterhin können Düsen vorgesehen sein, die an das Saugrohr angeschlossen werden. Der Staub selbst wird mittels bekannter Industriestaubsauger entfernt.
Eine weitere Saugeinrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage nach DE-PS 510 339 umfaßt zusätzlich ein auswechselbares Staubfilter aus einem Isoliermaterial.
Ausgehend von dem Vorgenannten besteht die Aufgabe der Erfindung in der Schaffung einer weiterentwickelten Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich, welche verschiedene Reinigungs- und Wartungswerkzeuge aufweisen kann und die bei den üblichen Längen langgestreckter Werkzeughalter leicht zu handhaben ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteil­ hafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung geht vor allem von der Voraussetzung aus, daß das Reinigungsgerät aus Sicherheitsgründen keine stromleitenden, den Benutzer hierdurch gefährdenden Bauteile umfassen darf. Andererseits sind im Vergleich zum bloßen Reinigen von Oberflächen komplexe Arbeits­ schritte durchzuführen. Die Anordnung umfaßt einen langgestreckten Werkzeughalter, der an seinem einen Ende eine Kupplungspartie zur lös­ baren Aufnahme eines mit Druckluft beaufschlagbaren Reinigungs- und Wartungswerkzeugs und an seinem anderen Ende mindestens einen an eine Druckluftquelle an­ schließbaren Druckluftanschluß für die Druckluftversor­ gung des Werkzeugs aufweist. In bevorzugter Ausgestal­ tung ist der Werkzeughalter rohrförmig ausgebildet und das Werkzeug mittels mindestens einer vorzugsweise im Inneren des Werkzeughalters geführten Druckluftleitung mit der Druckluftquelle verbindbar. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn der Werkzeughalter über ein in der mindestens einen Druckluftleitung angeordnetes Druck­ luftventil mit der Druckluftquelle verbindbar ist, wo­ bei das Druckluftventil einen Fußschalter aufweisen kann. Die Bedienperson kann dann die Druckluftzufuhr zum Werkzeug durch Betätigung des Fußschalters steuern.
Eine einfache und zuverlässige Druckluftversorgung ist dann gewährleistet, wenn die Druckluftquelle als Kom­ pressoreinheit ausgebildet ist. Vorzugsweise weist der Kompressor druckseitig ein Feindruckregelventil auf, mit dem der das Werkzeug beaufschlagende Luftdruck ein­ stellbar ist.
Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, daß die verwen­ dete Druckluft sauber und trocken ist. Um dies zu ge­ währleisten, kann der Kompressor druckseitig einen Druckluftschmutzfilter, einen vorzugsweise automati­ schen Wasserabscheider sowie einen Membrantrockner auf­ weisen. Zur Verbesserung der Transportfähigkeit des Kompressors kann dieser ein mindestens zwei auf einer Achse angeordnete Räder aufweisendes Fahrgestell auf­ weisen.
Der Werkzeughalter sollte aus einem elektrisch isolie­ renden Material bestehen, um Spannungsüberschläge auf die Bedienperson zu verhindern. Vorzugsweise besteht der Werkzeughalter daher aus einem Kunststoff, bei­ spielsweise aus Polyvinylchlorid. Zweckmäßig weist der Werkzeughalter an seinem kompressorseitigen Ende eine mit Durchführungen für die mindestens eine Druckluft­ leitung sowie mindestens einer Entlüftungsöffnung ver­ sehene, lösbar befestigte Kappe auf. Um den Austausch verschiedener Werkzeugaufsätze zu erleichtern, kann der Werkzeughalter an seinem werkzeugseitigen Ende eine drehbar befestigte, mit dem Werkzeug koppelbare Über­ wurfmutter aufweisen.
Bei der Wartung von unter Spannung stehenden Anlagen muß die Bedienperson einen gewissen Mindestabstand zu spannungsführenden Teilen einhalten. Zweckmäßig weist der Werkzeughalter daher einen eine Griffpartie begren­ zenden, radial überstehenden Bund sowie an seinem werk­ zeugseitigen Endbereich eine vorzugsweise ringförmige Sicherheitsmarkierung auf, wobei der Abstand zwischen der Sicherheitsmarkierung und dem bezüglich dieser kom­ pressorseitig angeordneten Bund mindestens 560 mm be­ tragen sollte.
Das Werkzeug kann ein im wesentlichen hohlzylindrisches Gehäuse aufweisen, das ebenso wie der Werkzeughalter aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid be­ stehen sollte. Weiterhin weist das Gehäuse des Werk­ zeugs vorzugsweise an einem Endbereich eine mit der Überwurfmutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Au­ ßengewindepartie auf. Zum Anschluß an die durch den Werkzeughalter hindurchgeführten, vorzugsweise als fle­ xible Druckluftschläuche ausgebildeten Druckluftleitun­ gen sollte das Werkzeug mindestens eine Druckluftlei­ tung aufweisen. Die Verbindung zwischen den beidersei­ tigen Druckluftleitungen kann durch lösbar zusammen­ steckbare, Rückschlagventile aufweisende Kupplungsstüc­ ke erfolgen.
Ein erstes Werkzeug ist zum Ölen oder Fetten insbeson­ dere von Schaltern bestimmt. Dieses Werkzeug weist vor­ zugsweise einen doppelt wirkenden Pneumatikzylinder mit einem darin axial verschiebbaren Kolben auf, sowie zwei Druckluftleitungen, die jeweils mit einer Zylinderkam­ mer des doppelt wirkenden Pneumatikzylinders verbunden sind. Das Werkzeug kann weiterhin einen mit einem flüs­ sigen oder pastösen Schmiermittel befüllbaren weiteren Zylinder aufweisen. Vorzugsweise ist in dem weiteren Zylinder ein Kolben angeordnet, der über eine Kolbenstange mit dem Kolben des Pneumatikzylinders gekoppelt ist. Zweckmäßig weist der weitere Zylinder auf seiner dem Pneumatikzylinder abgewandten Seite eine Austritts­ öffnung für das Schmiermittel auf. Um ein Verkanten ei­ nes oder beider Kolben bei nicht exakt axial fluchtend angeordneten Zylindern zu verhindern, kann in der die Kolben verbindenden Kolbenstange ein axial starres Ge­ lenkstück angeordnet sein, das einen gegebenenfalls er­ forderlichen Spielausgleich ermöglicht. Zur punktgenau­ en Applikation des Schmiermittels an den teilweise schlecht zugänglichen Schmierstellen in der zu warten­ den Anlage kann das Werkzeug eine vorzugsweise als Schwanenhals ausgebildete, das Gehäuse axial überragen­ de Ausgabeleitung aufweisen, die lösbar mit dem Gehäuse des Werkzeugs verbindbar ist und an ihrem freien Ende eine vorzugsweise ein Feinsieb aufweisende Austrittsdü­ se aufweist. Indem die Ausgabeleitung lösbar mit dem Gehäuse verbunden ist, läßt sich der Schmiermittelzy­ linder auf einfache Art und Weise befüllen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind sowohl der Pneumatikzylinder als auch der weitere Zylinder axial unverschiebbar in dem Gehäuse des Werkzeugs ange­ ordnet, vorzugsweise mittels einer Kunstharzmasse in dieses eingegossen. Da sich hierbei die Zylinder nicht immer exakt axial zueinander ausrichten lassen, sorgt das in der Kolbenstange angeordnete Gelenkstück für den erforderlichen Spielausgleich.
Zur Ausgabe von Schmiermittel wird die kompressorseiti­ ge Zylinderkammer des doppelt wirkenden Pneumatikzylin­ ders über den Fußschalter mit Druckluft beaufschlagt, wodurch die miteinander gekoppelten Kolben in Ausgabe­ richtung verschoben werden. Sobald die erforderliche Menge an Schmiermittel ausgegeben worden ist, wird die Betätigung des ein Mehrwegeventil umfassenden Fußschal­ ters beendet, wodurch die Druckluftzufuhr zur kompres­ sorseitigen Zylinderkammer unterbrochen wird und gleichzeitig die ausgabeseitige Zylinderkammer des Pneumatikzylinders mit Druck beaufschlagt wird. Hier­ durch werden beide Kolben entgegen der Ausgaberichtung in ihre Ausgangslage zurückverschoben, wodurch gleich­ zeitig ein Nachtropfen an der Austrittsdüse wirksam verhindert wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Werk­ zeug als Sprühdose für Reinigungs- oder Schmiermittel oder Druckluft ausgebildet. Hierzu weist es zweckmäßig eine mit Druckluft beaufschlagbare, gegebenenfalls mit einem Sprühmittel befüllbare Kammer auf. Zur Ausgabe des Sprühmittels kann das Werkzeug ein pneumatisch betätigbares, mit der Kammer kommunizierendes und mittels eines Sprühknopfes betätigbares Sprühventil aufweisen.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung weist das Werkzeug an seinem freien Ende einen lösbar befestig­ ten, einen Pneumatikzylinder aufweisenden Betätigungs­ mechanismus für den Sprühknopf auf, wobei die Kammer und der Pneumatikzylinder jeweils mit einer Druckluft­ leitung verbunden sind, die mit je einer mit der Druck­ luftquelle verbindbaren Druckluftleitung lösbar ver­ bindbar sind. Das Sprühmittel läßt sich punktgenau an­ wenden, wenn das Sprühventil ein radial über das Gehäu­ se des Werkzeugs überstehendes Sprühröhrchen aufweist.
In weiterer alternativer Ausgestaltung der Erfindung kann das Werkzeug eine pneumatisch antreibbare Impuls­ schraubeinrichtung aufweisen, mit der Schrauben oder Muttern an Schaltern oder Sammelschienen angezogen wer­ den können. Das erforderliche Anzugmoment läßt sich bei Verwendung eines hochpräzisen, ölhydraulischen Wandler­ mechanismusses über das Feindruckregelventil am Kom­ pressor einstellen. Hierzu wird vor der Verwendung des Impulsschraubwerkzeuges das Verhältnis zwischen an­ triebsseitigen Luftdruckes und abtriebsseitigen Drehmo­ ments empirisch ermittelt.
Zweckmäßig weist der Wandlermechanismus einen axial oder radial über das freie Ende des Gehäuses des Werk­ zeugs überstehenden, als Mehrkantzapfen ausgebildeten Abtrieb für ein eine entsprechende Mehrkantöffnung auf­ weisendes Schraubwerkzeug auf. Damit können herkömmli­ che Stecknüsse als Schraubwerkzeuge verwendet werden.
Um die Gefahr von Überschlägen auf das teilweise aus Metall bestehende Werkzeug zu vermindern, kann an dem freien Ende des Gehäuses eine den Abtrieb übergreifen­ de, eine Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug aufweisende Abdeckkappe angeordnet sein, die ebenso wie das Werkzeuggehäuse und der Werkzeughalter aus einem Kunststoff, vorzugsweise aus Polyvinylchlorid bestehen sollte.
Die Impulsschraubeinrichtung weist zweckmäßig eine Druckluftleitung auf, die mit der mindestens einen mit der Druckluftquelle verbindbaren Druckluftleitung lös­ bar verbindbar ist.
In weiterer alternativer Ausgestaltung der Erfindung ist das Werkzeug als Schleifwerkzeug zum Nachschleifen oder Polieren von Schalterkontakten ausgebildet und weist hierzu eine pneumatisch antreibbare Dreheinrichtung für einen Schleif- oder Polierkörper auf. Um un­ terschiedliche Schleif- bzw. Polierkörper einsetzen zu können, weist die Dreheinrichtung zweckmäßig eine axial oder radial über das freie Ende des Gehäuses des Werk­ zeugs überstehende, vorzugsweise als Klemmfutter ausge­ bildete Werkzeugaufnahme auf. Die Dreheinrichtung weist zweckmäßig eine Druckluftleitung auf, die mit der min­ destens einen mit der Druckluftquelle verbindbaren Druckluftleitung lösbar verbindbar ist.
Um die unterschiedlichen Distanzen zu der jeweiligen Arbeitsstelle in der Schaltanlage überbrücken und gleichzeitig den erforderlichen Sicherheitsabstand ein­ halten zu können, kann der Werkzeughalter teleskopier­ bar ausgebildet sein oder es kann ein zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeug angeordnetes, im we­ sentlichen rohrförmiges Verlängerungsstück vorgesehen sein, das an seinem einen Ende eine mit der Überwurf­ mutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Außengewin­ departie und an seinem anderen Ende eine mit der Außen­ gewindepartie des Werkzeugs zusammenwirkende Überwurf­ mutter aufweist.
In vielen Fällen ist es nicht möglich, die Arbeitsstel­ le in der Schaltanlage mit dem geradlinig ausgebildeten Werkzeughalter direkt zu erreichen. Hierzu kann dann ein zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeug ange­ ordnetes Gelenkstück vorgesehen sein, das zwei jeweils an ihrem einen Ende gekröpfte Rohrabschnitte aufweist, die jeweils einen Flansch mit zueinander komplementä­ ren, gegeneinander arretierbaren Verzahnungspartien aufweisen. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Winkel zwischen dem Werkzeughalter und dem Werkzeug auf einfache Weise einstellen. Zweckmäßig weist der erste Rohrabschnitt im Bereich des Flansches eine Außengewin­ departie und der zweite Rohrabschnitt im Bereich des Flansches eine mit der Außengewindepartie des ersten Rohrabschnitts zusammenwirkende Überwurfmutter auf, so daß sich nach dem Lösen dieser Schraubverbindung die Verzahnungspartien auf einfache Weise gegeneinander verdrehen lassen, wobei nach dem Einstellen des ge­ wünschten Neigungswinkels die Schraubverbindung wieder angezogen wird. Zur Verbindung mit dem Werkzeughalter einerseits und dem Werkzeug andererseits weist das Ge­ lenkstück zweckmäßig an seinem einen Ende eine mit der Überwurfmutter des Werkzeughalters zusammenwirkende Au­ ßengewindepartie und an seinem anderen Ende eine mit der Außengewindepartie des Werkzeugs zusammenwirkende Überwurfmutter auf.
Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Druckluftquelle für die erfindungsgemäßen Werkzeuge;
Fig. 2 den erfindungsgemäßen Werkzeughalter in einer teilweise geschnittenen Seitenansicht;
Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des Werkzeug­ seitigen Endes des Werkzeughalters in teilwei­ se geschnittener Darstellung;
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei­ nes Werkzeuges, das zur Ausgabe eines Schmier­ mittels bestimmt ist;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei­ nes Werkzeuges, das als Sprühdose ausgebildet ist;
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht ei­ nes Werkzeuges, das ein Klemmfutter zur Auf­ nahme eines Schleif- oder Polierwerkzeuges aufweist;
Fig. 7 eine geschnittene Seitenansicht eines Werkzeu­ ges, das als Impulsschraubeinrichtung ausge­ bildet ist; und
Fig. 8 eine schematische Seitenansicht eines zwischen Werkzeughalter und Werkzeug anordbaren Winkel­ stücks.
Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Anordnung zum Reinigen und Warten von Schaltanlagen besteht im wesentlichen aus einer in Fig. 1 dargestellten Druck­ luftquelle, einem in Fig. 2 und 3 dargestellten Werk­ zeughalter sowie in den Fig. 4 bis 8 dargestellten Werkzeugen bzw. Zubehörteilen.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die insgesamt mit 10 bezeichnete Druckluftquelle. Diese besteht im wesentli­ chen aus einem Druckluftspeicher 12, der auf einem zwei Räder 14, 14' aufweisenden Fahrgestell angeordnet ist. Auf einer Montageplatte 16 ist ein nicht näher darge­ stellter, vorzugsweise elektrisch angetriebener Kom­ pressor angeordnet, der in an sich bekannter Weise den Druckluftspeicher 12 mit Druck beaufschlagt. Da die er­ zeugte Druckluft nicht nur zum Antrieb der Werkzeuge verwendet wird, sondern auch als Blasluft beispielsweise zum Entstauben von Oberflächen im spannungsführenden Bereich verwendet wird, ist es erforderlich, daß sie möglichst sauber und trocken ist. Zu diesem Zweck wird die Druckluft druckseitig über einen Druckschalter 18 durch einen Schmutzfilter 20 mit einem daran ange­ schlossenen, vorzugsweise automatischen Wasserabschei­ der geleitet. Um auch letzte Feuchtigkeitsreste zu ent­ fernen, wird die Druckluft danach durch einen Membran­ trockner 24 geleitet. Vor einem Verteilerstück 26 mit Anschlüssen für Druckluftleitungen ist ein Feindruck­ ventil 28 angeordnet, mittels dem beispielsweise das Drehmoment eines Schraubwerkzeuges (vgl. Fig. 7) präzi­ se eingestellt werden kann.
Fig. 2 zeigt einen im wesentlichen rohrförmigen, insge­ samt mit 30 bezeichneten Werkzeughalter, in dessen In­ neren drei Druckluftleitungen 32, 32', 32", vorzugs­ weise flexible Druckluftschläuche, angeordnet sind, die den Werkzeughalter beidseitig überragen und an ihren Enden jeweils ein mit einem Rückschlagventil versehenes Schnellkupplungsstück aufweisen. Das eine Ende 34 der Druckluftleitungen 32, 32', 32" wird über einen nicht näher dargestellten Fußschalter mit der Druckluftquelle 10 verbunden, während eine oder mehrere der Druckluft­ leitungen mit ihrem anderen Ende an entsprechende Druckluftleitungen des jeweils verwendeten Werkzeugs anschließbar sind. Die Kupplungsstücke an den Leitungs­ enden sind jeweils farblich gekennzeichnet, um eine Zu­ ordnung zu den jeweiligen Druckluftleitungen der Werk­ zeuge zu ermöglichen. Sowohl die Druckluftleitungen 32, 32', 32" als auch die Kupplungsstücke sind aus Kunst­ stoff gefertigt und daher nichtleitend. Das Gehäuse des Werkzeughalters 30 besteht ebenfalls aus Kunststoff, z. B. aus Polyvinylchlorid (PVC) und weist an seinem einen Ende eine Abschlußkappe 36 mit Durchtrittsöffnun­ gen für die Druckluftleitungen und an seinem anderen Ende eine Überwurfmutter 38 zur Befestigung des eine entsprechende Gewindepartie aufweisenden Werkzeugs auf (vgl. Fig. 3).
Der Werkzeughalter weist eine Griffpartie 40 auf, die sich bis zu einem radial über das Gehäuse überstehenden Bund 42 erstreckt. In einem Abstand, der aus Sicher­ heitsgründen nicht weniger als 560 mm betragen darf, von dem Bund 42 weist der Werkzeughalter 30 eine ring­ förmige Farbmarkierung 44 auf, die bei den Reinigungs- oder Wartungsarbeiten bis zu dem ersten spannungsfüh­ renden Teil, d. h. dem benutzernähesten Teil, in die zu wartende Anlage eingeführt werden darf. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der Benutzer zu jeder Zeit den erforderlichen Sicherheitsabstand zu spannungsführenden Teilen der Anlage einhält.
Fig. 4 zeigt ein insgesamt mit 46 bezeichnetes Werkzeug zum Ölen oder Fetten von beweglichen Teilen innerhalb einer Schaltanlage. Das Werkzeug 46 besteht im wesent­ lichen aus einem Gehäuse 48 aus Kunststoff, vorzugswei­ se aus Polyvinylchlorid, in dem ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder 50 sowie ein Schmiermittelzylinder 52 angeordnet sind, die jeweils mittels einer Kunststoff­ masse 54 in das im wesentlichen rohrförmige Gehäuse 48 eingegossen sind. Die Kolben 56, 58 des Pneumatikzylin­ ders 50 bzw. Schmierstoffzylinders 52 sind über eine Kolbenstange 60 miteinander verbunden. In der Kolben­ stange ist ein axial starres Gelenkstück 62 angeordnet, das für einen gewissen Spielausgleich sorgt, falls die Zylinder 50 und 52 nicht exakt axial fluchtend in das Gehäuse 48 eingegossen sind.
An seinem werkzeughalterseitigen Ende weist das Gehäuse eine Gewindepartie 64 auf, auf die die Überwurfmutter 38 des Werkzeughalters 30 zur Montage des Werkzeugs 46 aufgeschraubt wird.
Je eine Kammer des Pneumatikzylinders 50 ist mit einer Druckluftleitung 66, 66' verbunden, die mit zweien der Druckluftleitungen 32, 32', 32" des Werkzeughalters 30 verbunden werden. Zur Ausgabe von Schmiermittel aus dem Zylinder 52 wird die Kammer 68 des Pneumatikzylinders 50 durch Betätigung des Fußschalters über die Druck­ luftleitung 66 mit Druck beaufschlagt, während die Kam­ mer 70 des Pneumatikzylinders druckfrei gestellt ist, wodurch die Kolben 56, 58 in Ausgaberichtung verschoben werden. Sobald die gewünschte Menge an Schmiermittel appliziert worden ist, wird die Betätigung des Fuß­ schalters beendet, wodurch die Kammer 68 druckfrei ge­ stellt und die Kammer 70 automatisch mit Druck beauf­ schlagt wird, so daß die gekoppelten Kolben 56, 58 in ihre Ausgangslage zurückgezogen werden. Hierdurch wird gleichzeitig ein Nachtropfen wirksam verhindert.
Die Ausgabeleitung 72 ist als Schwanenhals ausgebildet, so daß auch schwer zugängliche Schmierstellen erreicht werden können, und läßt sich zur einfachen Befüllung des Zylinders 52 mit Schmiermittel von dem Gehäuse 48 des Werkzeugs 46 abschrauben. An ihrem ausgabeseitigen Ende weist die Ausgabeleitung 72 eine austauschbare Austrittsdüse 74 mit einem Feinsieb auf. Die Ausgabe­ leitung 72 ist wie das Gehäuse 48 komplett aus Kunst­ stoff gefertigt, um Überschläge von Spannungsführenden Teilen der zu wartenden Anlage zu verhindern.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Werkzeug 76, das als Sprühdo­ se für ein Reinigungs- oder Schmiermittel oder für Druckluft ausgebildet ist. Das Werkzeug weist ein Kunststoffgehäuse 78 auf, in dem ein Reservoir 80 für das Sprühmittel angeordnet ist, das über eine mit einer der Druckluftleitungen 32, 32', 32' des Werkzeughal­ ters 30 verbindbaren Druckluftleitung 82 und ein darin angeordnetes Rückschlagventil 84 ständig mit Druck be­ aufschlagt wird. Eine zweite Druckluftleitung 82' führt zu einem Pneumatikzylinder 86, in dem ein Kolben 88 mit einem Stößel 90 angeordnet ist, mittels dem ein mit dem Sprühmittelreservoir 80 verbundener Sprühknopf 92 betä­ tigbar ist, indem der Zylinder 86 durch Betätigung des Fußschalters mit Druck beaufschlagt wird. Eine punkt­ genaue Applikation wird durch ein Sprühröhrchen 94 er­ möglicht.
Sowohl der Pneumatikzylinder 86 als auch ein Verschluß­ teil des Sprühmittelreservoirs sind lösbar mit dem Gehäuse bzw. dem Reservoir verbunden und lassen sich zum Befüllen des Reservoirs entfernen. Die Verbindung zwischen dem Werkzeug 76 und dem Werkzeughalter 30 wird durch eine mit der Überwurfmutter 38 des Werkzeughal­ ters 30 zusammenwirkende Gewindepartie 98 des Gehäuses 78 geschaffen.
In Fig. 6 ist ein weiteres Werkzeug 100 dargestellt, das hauptsächlich zum Nachschleifen oder Polieren von Kontaktflächen bestimmt ist. Das Werkzeug weist ein im wesenlichen rohrförmiges Gehäuse 102 aus Kunststoff auf, in dessen Inneren eine pneumatisch angetriebene Dreheinrichtung 104 mit einem axial über das Gehäuseen­ de überstehenden Klemmfutter 106 zur Aufnahme eines Schleifwerkzeugs angeordnet ist.
Die Dreheinrichtung 104 wird über eine mit einer der Druckluftleitungen 32, 32', 32" des Werkzeughalters koppelbare Druckluftleitung 108 mit Druckluft beauf­ schlagt. Die Betätigung des Werkzeugs 100 erfolgt dabei ebenfalls über den Fußschalter. Die Dreheinrichtung 104 und das Klemmfutter 106 bestehen zumindest teilweise aus Metall. Zum Schutz vor Überschlägen ist daher eine auf das freie Gehäuseende aufsteck- oder aufschraubbare Schutzkappe aus Kunststoff vorgesehen (vgl. Fig. 7).
Die Verbindung des Werkzeugs 100 mit dem Werkzeughalter 30 erfolgt durch eine mit der Überwurfmutter 38 des Werkzeughalters 30 zusammenwirkende Gewindepartie 110 des Gehäuses 102. Die Antriebsdruckluft für die Dre­ heinrichtung 104 wird, nachdem sie einen Wandler der Dreheinrichtung durchlaufen hat, über eine Auslaßöff­ nung 111 in der Dreheinrichtung durch das Gehäuse 102 und den Werkzeughalter 30 abgeleitet.
Fig. 7 zeigt ein weiteres Werkzeug 114, das hauptsäch­ lich zum Nachziehen von Schrauben oder Muttern in der zu wartenden Anlage bestimmt ist und das im wesentli­ chen wie das Werkzeug 100 der Fig. 6 ausgebildet ist. Dieses Werkzeug 114 umfaßt jedoch einen hochpräzisen Drehantrieb 116, der einen mechanischen Pneumatikan­ trieb 118 und einen ölhydraulischen Wandler 120 auf­ weist. Mittels des Feindruckventils 28 der Druckluft­ quelle (vgl. Fig. 1) läßt sich die Dreheinrichtung über die Druckluftleitung 122 mit einem vorgebbaren Druck beaufschlagen, der in ein zuvor empirisch ermitteltes Drehmoment an dem als Mehrkantzapfen 124 ausgebildeten Abtrieb der Dreheinrichtung 116 umgesetzt wird. Auf den Mehrkantzapfen 124 lassen sich entsprechende Mehr­ kantöffnungen aufweisende, z. B. als Stecknüsse ausge­ bildete Schraubwerkzeuge aufstecken.
Das Gehäuse 126 des Werkzeugs 114 besteht aus Kunst­ stoff und weist eine Gewindepartie 128 auf, mittels der das Werkzeug mit dem Werkzeughalter 30 verbunden wird. Zur Vermeidung von Überschlägen ist eine auf das freie Ende des Gehäuses 126 aufsteck- oder aufschraubbare Ab­ deckkappe 130 aus Kunststoff vorgesehen, die eine Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug aufweist. Alternativ zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Abtrieb der Dreheinrichtung 116 auch radial seitlich aus dem Gehäuse herausgeführt sein. Bei ent­ sprechender Bemessung des Gehäusedurchmesser ist eine zusätzliche Abdeckkappe dann nicht erforderlich.
Oft lassen sich bestimmte Stellen der Anlage von dem Bediener nicht oder nur schwer mit einem gerade geführ­ ten Werkzeug erreichen. Mittels dem in Fig. 8 darge­ stellten Winkelstück 132 läßt sich ein vorgebbarer Nei­ gungswinkel zwischen dem Werkzeughalter 30 und dem ver­ wendeten Werkzeug einstellen. Zu diesem Zweck weist das Winkelstück 132 zwei gekröpfte Partien 134, 134' auf, die jeweils einen stirnseitig verzahnten Flansch 136, 136' aufweisen. Der eine Flansch 136' weist dabei eine Außengewindepartie 138 auf, auf die eine den anderen Flansch 136 übergreifende Überwurfmutter 140 auf­ schraubbar ist. Die axialen Verzahnungen greifen bei angezogener Überwurfmutter radial drehsicher ineinan­ der, so daß ein mit einer weiteren Überwurfmutter 142 an dem Winkelstück 132 befestigtes Werkzeug sicher in der gewählten Winkellage gehalten wird. Das Winkelstück selbst wird wie die Werkzeuge mittels einer Gewindepar­ tie 144 an dem Werkzeughalter 30 befestigt.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfin­ dung betrifft eine Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich, insbesondere von Schaltanlagen und Transformatorstationen. Um die erfor­ derlichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten ohne Frei­ schalten der Anlage vornehmen zu können, weist die An­ ordnung gemäß der Erfindung einen langgestreckten Werk­ zeughalter 30, der an seinem einen Ende eine Kupplungs­ partie 38 zur lösbaren Aufnahme eines mit Druckluft be­ aufschlagbaren Reinigungs- und Wartungswerkzeugs 46, 76, 100, 114 und an seinem anderen Ende mindestens ei­ nen an eine Druckluftquelle 10 anschließbaren Druck­ luftanschluß für die Druckluftversorgung des Werkzeugs auf.

Claims (30)

1. Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittel­ spannungsbereich, insbesondere von Schaltanlagen und Transfor­ matorstationen, umfassend einen langgestreckten Werkzeughalter (30), der an seinem einen Ende eine Kupplungspartie (38) zur lösbaren Aufnahme eines mit Druckluft beaufschlagbaren Reinigungs- und Wartungswerkzeuge (46, 76, 100, 114) und an seinem anderen Ende mindestens einen an eine Druckluftquelle (10) anschließbaren Druckluftanschluß für die Druckluftver­ sorgung des Werkzeugs aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftantrieb des jeweiligen Werkzeugs in einem Kunst­ stoffgehäuse (48, 78, 102) am zur Anlage gerichteten Ende des Werkzeughalters (30) angeordnet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (30) über ein in der mindestens einen Druckluftleitung (32, 32', 32") angeordnetes Druckluftventil mit der Druckluftquelle (10) verbindbar ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß das Druckluftventil einen Fußschalter aufweist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (30) aus einem Kunststoff, vorzugsweise Polyvinylchlorid besteht.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß daß der Werkzeughalter (30) an seinem druckluftzuführungs­ seitigen Ende eine mit Durchführungen für die mindestens eine Druckluftleitung (32, 32', 32") sowie mindestens einer Entlüftungsöffnung versehene, lösbar befestigte Kappe (36) aufweist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (30) an seinem werkzeugseitigen Ende eine drehbar befestigte, mit dem Werkzeug (46, 76, 100, 114) koppelbare Überwurfmutter (38) aufweist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (30) einen radial überstehenden Bund (42) aufweist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter an seinem werkzeugseitigen Endbereich eine vorzugsweise ringförmige Sicherheitsmarkierung (44) aufweist.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Sicherheitsmarkierung (44) und dem bezüglich dieser kompressorseitig angeordneten Bund (42) mindestens 560 mm beträgt.
10. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des Werkzeugs (46, 76, 100, 114) an einem Endbe­ reich eine mit der Überwurfmutter (38) des Werkzeughalters (30) zusammenwirkende Außengewindepartie (64, 98, 110, 128) auf­ weist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (46, 76, 100, 114) mindestens eine Druckluft­ leitung (66, 66'; 82, 82'; 108; 120) aufweist, die mit der mindestens einen mit der Druckluftquelle verbindbaren Druck­ luftleitung (32, 32', 32") lösbar verbindbar ist.
12. Anordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (46) einen doppelt wirkenden Pneumatikzylinder (50) mit einem darin axial verschiebbaren Kolben (56) aufweist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (46) zwei Druckluftleitungen (66, 66') aufweist, die jeweils mit einer Zylinderkammer (68, 70) des doppelt wirkenden Pneumatikzylinders (50) verbunden sind.
14. Anordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (46) einen mit einem flüssigen oder pastösen Schmiermittel befüllbaren weiteren Zylinder (52) aufweist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß in dem weiteren Zylinder (52) ein Kolben (58) angeordnet ist, der über eine Kolbenstange (60) mit dem Kolben (56) des Pneumatikzylinders (50) verbunden ist, und daß der weitere Zylinder (52) auf seiner dem Pneumatikzylinder (50) abgewandten Seite eine Austrittsöffnung für das Schmiermittel aufweist.
16. Anordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß in der die Kolben (56, 58) des Pneumatikzylinders (50) und des weiteren Zylinders (52) verbindenden Kolbenstange (60) ein axial starres Gelenkstück (62) angeordnet ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (46) eine vorzugsweise als Schwanenhals ausge­ bildete, das Gehäuse (48) axial überragende Ausgabeleitung (72) für das Schmiermittel aufweist.
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgabeleitung (72) lösbar mit dem Gehäuse (48) verbindbar ist und an ihrem freien Ende eine vorzugsweise ein Feinsieb aufweisende Austrittsdüse (74) aufweist.
19. Anordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Pneumatikzylinder (50) und der weitere Zylinder (52) axial unverschiebbar in dem Gehäuse (48) des Werkzeugs (46) ange­ ordnet, vorzusweise mittels einer Kunstharzmasse (54) in dieses eingegossen sind.
20. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (76) eine mit Druckluft beaufschlagbare, mit einem Sprühmittel befüllbare Kammer (80) aufweist.
21. Anordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (76) ein pneumatisch betätigbares, mit der Kammer (80) kommunizierendes und mittels eines Sprühkopfes (92) betätigbares Sprühventil aufweist.
22. Anordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (76) an seinem freien Ende einen lösbar befestig­ ten, einen Pneumatikzylinder (86) aufweisenden Betätigungs­ mechanismus für den Sprühkopf (92) aufweist.
23. Anordnung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (80) und der Pneumatikzylinder (86) jeweils mit einer Druckluftleitung (82, 82") verbunden sind, die mit je einer mit der Druckluftquelle (10) verbindbaren Druckluft­ leitung (32, 32', 32") lösbar verbindbar sind.
24. Anordnung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Sprühventil ein radial über das Gehäuse (78) des Werkzeugs (76) überstehendes Sprühröhrchen (94) aufweist.
25. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (114) eine pneumatisch antreibbare Impulsschraub­ einrichtung (116) aufweist.
26. Anordnung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsschraubeinrichtung (116) einen ölhydraulischen Wandlermechanismus (120) aufweist.
27. Anordnung nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandlermechanismus (120) einen axial oder radial über das freie Ende des Gehäuses (126) des Werkzeugs (114) über­ stehenden, als Mehrkantzapfen ausgebildeten Abtrieb (124) für eine entsprechende Mehrkantöffnung aufweisendes Schraubwerkzeug aufweist.
28. Anordnung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß an dem freien Ende des Gehäuses (126) eine den Abtrieb (124) übergreifende, eine Durchtrittsöffnung für das Schraubwerkzeug aufweisende Abdeckkappe (130) angeordnet ist.
29. Anordnung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckkappe (130) aus Kunststoff, vorzugsweise aus Poly­ vinylchlorid besteht.
30. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (100) eine pneumatisch antreibbare Dreheinrichtung (104) aufweist.
DE1999147255 1999-09-30 1999-09-30 Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich Expired - Fee Related DE19947255C2 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999147255 DE19947255C2 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich
FR0012220A FR2799315B1 (fr) 1999-09-30 2000-09-26 Agencement pour le nettoyage et la maintenance d'installation dans la gamme des moyennes tensions

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999147255 DE19947255C2 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE19947255A1 DE19947255A1 (de) 2001-05-03
DE19947255C2 true DE19947255C2 (de) 2001-08-16

Family

ID=7924115

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999147255 Expired - Fee Related DE19947255C2 (de) 1999-09-30 1999-09-30 Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE19947255C2 (de)
FR (1) FR2799315B1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10356887B3 (de) * 2003-10-30 2004-12-16 Dehn + Söhne Gmbh + Co. Kg Anordnung zur Reinigung und Wartung von elektrischen Anlagen im Mittelspannungsbereich
DE102008060131A1 (de) * 2008-12-03 2010-06-10 Herbert Heutle Schalterwartungsset
DE102008060130A1 (de) * 2008-12-03 2010-06-17 Herbert Heutle Handhabungsvorrichtung einer Reinigungsvorrichtung für elektrische Anlagen

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ES2200684B1 (es) * 2001-05-08 2005-03-01 Dehn + Sohne Gmbh + Co. Kg Dispositivo para realizar trabajos en instalaciones en el campo de tension media, en especial en instalaciones de distribucion, transformadores o similares.
DE10127658C1 (de) * 2001-05-08 2002-09-12 Dehn & Soehne Einrichtung zur Durchführung von Arbeiten an Anlagen im Mittelspannungsbereich, insbesondere Schaltanlagen, Transformatoren oder dergleichen
CN105772443B (zh) * 2016-05-18 2018-02-06 国家电网公司 变电站瓷瓶清雪专用操作工具
CN107983692B (zh) * 2017-11-30 2020-06-09 江西省一互电气有限公司 一种便于拆卸的配电柜表面清洗装置
CN111570398B (zh) * 2020-05-11 2022-06-10 国网新疆电力有限公司超高压分公司 用于变电设备瓷瓶上积雪和冰溜的清除装置

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE460433C (de) * 1928-05-29 Saechsische Werke Ag Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE466633C (de) * 1928-10-10 Saechsische Werke Ag Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE510339C (de) * 1930-10-18 Saechsische Werke Umspannwerke Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE3841172A1 (de) * 1988-12-07 1990-06-13 Paul Dipl Ing Lorsbach Isolierstange fuer die schmierstoffbenetzung elektro-mechanischer bauteile von schaltgeraeten in elektrischen schaltanlagen
DE9208841U1 (de) * 1991-07-09 1992-09-17 Dornstädter, Hermann, Wartberg Reinigungsgerät für elektrische Einrichtungen, wie Isolatoren, Sicherungen o.dgl.

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DD113286A1 (de) * 1974-07-22 1975-05-20
CH662406A5 (en) * 1984-12-28 1987-09-30 Manfred Becker Spraying device
DE8621404U1 (de) * 1986-08-08 1987-03-05 DUO-Gerätetechnik GmbH, 7750 Konstanz Vorrichtung zum Versprühen dünnflüssiger Medien

Patent Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE460433C (de) * 1928-05-29 Saechsische Werke Ag Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE466633C (de) * 1928-10-10 Saechsische Werke Ag Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE510339C (de) * 1930-10-18 Saechsische Werke Umspannwerke Einrichtung zur Reinigung von unter Spannung stehenden Teilen einer elektrischen Anlage
DE3841172A1 (de) * 1988-12-07 1990-06-13 Paul Dipl Ing Lorsbach Isolierstange fuer die schmierstoffbenetzung elektro-mechanischer bauteile von schaltgeraeten in elektrischen schaltanlagen
DE9208841U1 (de) * 1991-07-09 1992-09-17 Dornstädter, Hermann, Wartberg Reinigungsgerät für elektrische Einrichtungen, wie Isolatoren, Sicherungen o.dgl.

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10356887B3 (de) * 2003-10-30 2004-12-16 Dehn + Söhne Gmbh + Co. Kg Anordnung zur Reinigung und Wartung von elektrischen Anlagen im Mittelspannungsbereich
DE102008060131A1 (de) * 2008-12-03 2010-06-10 Herbert Heutle Schalterwartungsset
DE102008060130A1 (de) * 2008-12-03 2010-06-17 Herbert Heutle Handhabungsvorrichtung einer Reinigungsvorrichtung für elektrische Anlagen
DE102008060131B4 (de) * 2008-12-03 2011-08-25 Heutle, Herbert, 76473 Schalterwartungsset
DE102008060130B4 (de) * 2008-12-03 2014-12-31 Herbert Heutle Handhabungsvorrichtung einer Reinigungsvorrichtung für elektrische Anlagen

Also Published As

Publication number Publication date
DE19947255A1 (de) 2001-05-03
FR2799315B1 (fr) 2005-05-20
FR2799315A1 (fr) 2001-04-06

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004027789B4 (de) Austauschbare Lackiermittelleiteinrichtung und Spritzpistole
DE19610588B4 (de) Beschichtungsmaschine mit auswechselbarem Behälter
DE3440417C1 (de) Klebstoff-Auftragevorrichtung,insbesondere fuer die Lederwaren- und Schuhindustrie
DE19947255C2 (de) Anordnung zur Reinigung und Wartung von Anlagen im Mittelspannungsbereich
EP1104333A1 (de) Sprühpistole zum beschichten von objekten
DE4132381A1 (de) Hand-kraftwerkzeug zum befestigen von eckschienen mit unterschiedlichem profil
DE4417195A1 (de) Einstellvorrichtung für ein Bremsseil eines Fahrrades
DE10240994A1 (de) Befestigung für einen Tiefenanschlag
DE69506413T2 (de) Sprühpistole mit venturi im rohr
DE102020112668A1 (de) Schraubenspindelpumpe
EP0497307A2 (de) Stechbeitel
DE4428634C2 (de) Spritzpistole mit einem Griffstück und einem betätigbaren Ventilstößel
DE8412917U1 (de) Schwenkspruehvorrichtung
DE9313711U1 (de) Kraftschrauber
DE202006011224U1 (de) Drehschrauber
EP0765706B1 (de) Handwerkzeugmaschine
DE3929503C2 (de)
DE4323669A1 (de) Werkzeug
DE4213153A1 (de) Werkzeug zum anbringen von kleister an einer wandtafel-stossstelle
DE29623526U1 (de) Zusatzhandgriff für eine Elektrowerkzeugmaschine
EP0352369B1 (de) Handgeführtes, motorisch angetriebenes Elektrowerkzeug
DE4435194A1 (de) Ausgabeventil
DE19954914A1 (de) Sprühpistole zum elektrostatischen Sprühbeschichten
DE102006021981B4 (de) Spritzpistole
DD211505A1 (de) Vorrichtung zur reinigung von schutzgasschweissbrennern

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20110401