DE19915469B4 - Armlehne für eine Fahrzeugmittelkonsole - Google Patents

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Armlehne für eine Fahrzeug-Mittelkonsole, mit einer Basiseinrichtung (14), die mit der Armlehne um eine konsolenfeste erste Schwenkachse (16) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiseinrichtung (14) ein Zahnsegment (38) aufweist, durch das innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches mehrere Neigungsstellungen der Armlehne (10) einstellbar sind, wobei das Zahnsegment (38) von der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) einen radialen Abstand (R1) besitzt, der dem radialen Abstand zwischen einem mittleren Abschnitt der Armlehne und der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) nahe kommt, und daß in das Zahnsegment (38) in der jeweiligen Armlehnen-Stellung ein um eine konsolenfeste zweite Schwenkachse (42) verschwenkbares Ratschenorgan (44) federunterstützt eingreift.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Armlehne für eine Fahrzeugmittelkonsole gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 2.
  • Eine derartige Armlehne ist bspw. aus der EP 0 854 064 A2 bekannt. Bei dieser bekannten Armlehne ist die Basiseinrichtung von einem Plattenelement gebildet, das mit der Fahrzeugmittelkonsole, die Schwenkachse bildend, scharnierartig verbunden ist. Die Armlehne ist um die Schwenkachse zwischen einer einen Stauraum der Mittelkonsole verschließenden Armauflage-Stellung und einer den Stauraum freigebenden geöffneten Stellung verschwenkbar. Außerdem ist diese bekannte Armlehne von der Schwenkachse weg und zur Schwenkachse hin in Fahrzeug-Längsrichtung linear verstellbar.
  • Aus der DE 28 07 023 A1 ist eine Armlehne für einen Sitz bekannt, die an einer Basiseinrichtung vorgesehen und um eine sitzfeste Schwenkachse verschwenkbar ist. Die Basiseinrichtung weist ein Zahnsegment auf, durch das innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches Armauflage-Stellungen der Armlehne unterschiedlichen Neigungswinkels bestimmt sind. In das Zahnsegment greift in der jeweiligen Armauflage-Stellung ein um eine Schwenkachse verschwenkbares Ratschenorgan federnd ein.
  • Bei dieser bekannten Armlehne weist das Zahnsegment von der Schwenkachse der Armlehne einen radialen Abstand (R1) auf, der wesentlich kleiner ist als der in einem mittleren Abschnitt der Armlehne befindliche Armauflagebereich. Eine z.B. beim kräftigen Abstützen im mittleren Armlehnenabschnitt in die Armlehne eingeleitete Kraft (K) ergibt um die Schwenkachse ein Drehmoment, das von dem in das Zahnsegment eingreifenden Ratschenorgan aufgenommen werden muß. Das heißt, die Kraft am Ratschenorgan ist größer als die in die Armlehne eingeleitete Kraft (K).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Armlehne der eingangs genannten Art zu schaffen, wobei auch relativ große auf die Armlehne einwirkende Kräfte zuverlässig aufgenommen werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder durch die Merkmale des Anspruches 2 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Dadurch, daß erfindungsgemäß das Zahnsegment von der konsolenfesten ersten Schwenkachse einen radialen Abstand besitzt, der dem radialen Abstand zwischen einem mittleren Abschnitt der Armlehne und der konsolenfesten ersten Schwenkachse nahe kommt, ergibt sich der Vorteil, daß auf die Armlehne in jeder beliebigen Armauflage-Stellung einwirkende Kräfte zu einem Drehmoment um die Schwenkachse führen, das vom Zahnsegment und von dem in dieses federnd eingreifenden Ratschenorgan sicher und zuverlässig aufgenommen wird. Das ist unter Sicherheitsgesichtspunkten vorteilhaft. Durch den großen Wirkradius des Zahnsegmentes zur ersten Schwenkachse ergibt sich außerdem der Vorteil, daß die Zahnteilung des Zahnsegmentes relativ klein sein kann, so daß die erfindungsgemäße Armlehne in Armauflage-Stellungen einstellbar ist, die sich bspw. schrittweise um drei Winkelgrad oder noch feiner, bspw. um zwei Winkelgrad, ändern.
  • Das Zahnsegment der Basiseinrichtung kann von zwei voneinander seitlich beabstandeten und zueinander parallel orientierten Segmentplatten gebildet sein.
  • Die erfindungsgemäße Armlehne kann zwischen einer Anzahl unterschiedlich geneigten Armauflage-Stellungen und einer auf- bzw. hochgeklappten Stellung verschwenkbar sein, erfindungsgemäß ist es jedoch auch möglich, daß die Armlehne nicht nur verschwenkbar sondern auch in ihrer Längsrichtung verstellbar ist. Zu diesem Zwecke weist die Basiseinrichtung vorzugsweise eine Linearführung auf, entlang welcher die Armlehne zwischen einer vorverlagerten Stellung und der jeweiligen rückwärtigen Armauflage-Stellung verstellbar ist. Bei einer derartigen Ausbildung der zuletzt genannten Art hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Linearführung ein Paar Führungsstangen aufweist, die voneinander beabstandet zueinander parallel vorgesehen sind, und wenn die Armlehne zwei Buchsen aufweist, welche die Lagerstelle der Armlehne an der Basiseinrichtung bilden und durch welche sich die Führungsstangen mit einer Gleitsitztoleranz hindurcherstrecken.
  • Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Schwenkachse des Ratschenorganes entlang einer zur Schwenkachse der Basiseinrichtung konzentrischen konsolenfesten Bogenführung begrenzt federnd beweglich ist. Durch diese an die Zahnteilung des Zahnsegmentes angepaßte, begrenzt federnde Beweglichkeit ergibt sich der Vorteil, daß die Armlehne bei einer entsprechend großen Druckbelastung definiert nachgibt, d.h. um die Schwenkachse nach unten verschwenkt wird und nach Beendigung der besagten Druckbelastung die Armlehne wieder in ihre ursprüngliche Ausgangs-Armauflage-Stellung federnd zurückschwenkt.
  • Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Armlehne beträgt die Belastung der Komponenten der Armlehne bspw. nur größenordnungsmäßig 300 N anstelle von 800 N bekannter Armlehnen der gattungsgemäßen Art. Aus dieser reduzierten Komponenten-Belastung resultiert in vorteilhafter Weise eine Reduktion der Bauhöhe und insbesondere eine Gewichtsreduktion der Armlehne. Eine solche Gewichtsreduktion ist insbesondere bei einer Armlehne für einen Fahrzeugsitz von Bedeutung.
  • Bevorzugt ist es, wenn die Fahrzeug-Mittelkonsole einen Stauraum für diverse Utensilien aufweist.
  • Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Armlehne ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
  • Die Figur zeigt eine Armlehne 10 an einer Fahrzeug-Mittelkonsole 12. Die Armlehne 10 ist an einer Basiseinrichtung 14 vorgesehen, die um eine konsolenfeste erste Schwenkachse 16 verschwenkbar ist. Die Basiseinrichtung 14 weist ein Plattenelement 18 auf, von welchem eine Konsole 20 nach oben und ein Element 22 nach unten steht, das zwei Segmentplatten aufweist, die zueinander parallel angeordnet sind. An der Konsole 20 sind zwei voneinander beabstandete und zueinander parallele Führungsstangen 24 befestigt, die für die Armlehne 10 eine Linearführung 26 bilden.
  • Die Armlehne 10 weist ein formstabiles Innenteil 28 auf, das außenseitig mit einer Polsterung 30 bedeckt ist. An der Innenseite des Innenteiles 28 der Armlehne 10 ist eine Armlehnen-Konsole 32 befestigt, die – den beiden Führungsstangen 24 entsprechend – mit zwei Führungsbuchsen 34 versehen ist, durch die sich die Führungsstangen 24 mit einer Gleitsitztoleranz hindurcherstrecken.
  • Durch diese Ausbildung ist die Armlehne 10 relativ zur Fahrzeug-Mittelkonsole 12 zwischen einer (nicht dargestellten) vorverlagerten Stellung und einer rückwärtigen Armauflage-Stellung hin- und herverstellbar. Das ist durch den Doppelpfeil 36 verdeutlicht. In der Zeichnung ist die Armlehne 10 in einer rückwärtigen Armauflage-Stellung gezeichnet, in welcher die Armlehnenkonsole 32 an der Konsole 20 der Basiseinrichtung 14 ansteht.
  • Das Element 22 der Basiseinrichtung 14 bzw. die jeweilige Segmentplatte ist als Zahnsegment 38 ausgebildet, durch das eine Anzahl Armauflage-Stellungen der Armlehne 10 mit der Zahnteilung der beiden parallelen Zahnsegmente 38 entsprechender Winkelneigung relativ zur Schwenkachse 16 bestimmt sind.
  • Das Zahnsegment 38 weist von der konsolenfesten ersten Schwenkachse 16 einen radialen Abstand R1 auf, der nur geringfügig kleiner ist als der radiale Abstand R2 zwischen der ersten Schwenkachse 16 und einer durch die Führungsbuchsen 34 in einer der Armauflage-Stellungen der Armlehne 10 bestimmten Lagerstelle 40 der Armlehne 10 an der Basiseinrichtung 14.
  • In der jeweiligen Armauflage-Stellung greift in die Segmentzahnung 38 bzw. in das Zahnsegment 38 ein um eine zugehörige zweite Schwenkachse 42 verschwenkbares Ratschenorgan 44 federnd ein. Die Federung des Ratschenorganes 44 ist durch das schematisch verdeutlichte Federelement 46 angedeutet.
  • Die Schwenkachse 42 des Ratschenorganes 44 ist entlang einer konsolenfesten, zur ersten Schwenkachse 16 konzentrischen Bogenführung 48 begrenzt federnd beweglich. Diese Federung ist durch ein Federelement 50 schematisch angedeutet.
  • Die Armlehne 10 ist um die Schwenkachse 16 problemlos von jeder beliebigen Armauflage-Stellung in eine hochgeschwenkte Stellung verschwenkbar, was durch den bogenförmigen Pfeil 52 angedeutet ist. Dabei wird das Ratschenorgan 44 um seine zugehörige Schwenkachse 42 durch die Keilflächen des Ratschenorganes 44 und die Keilflächen der Zahnlücken des Zahnsegmentes 38 jeweils aus der Segmentzahnung 38 federnd herausbewegt. Entsprechend ist die schrittweise Verstellung der Armlehne 10 um die Schwenkachse 16 in kleinen Neigungswinkel-Schritten nur in Richtung des bogenförmigen Pfeiles 52 nach oben möglich. Von der Armauflage-Stellung größten Neigungswinkels bis zur Armauflage-Stellung kleinsten Neigungswinkels, in welchem die Armlehne 10 an der Fahrzeug-Mittelkonsole 12 anliegt, ist es notwendig, das Ratschenorgan 44 von der Segmentzahnung 38 zu beabstanden. Das kann beispielsweise durch ein an der Armlehne 10 vorgesehenes Betätigungsorgan erfolgen, das z.B. mittels eines (nicht gezeichneten) Verbindungselementes mit dem Ratschenorgan 44 verbunden ist, oder das Ratschenorgan 44 kann bspw. mit einer am Element 22 vorgesehenen Kulisseneinrichtung – ähnlich wie mit dem erwähnten Betätigungsorgan – geeignet betätigt und von der Segmentzahnung 38 beabstandet werden.
  • 10
    Armlehne
    12
    Fahrzeug-Mittelkonsole
    14
    Basiseinrichtung (von 10)
    16
    Schwenkachse (für 14)
    18
    Plattenelement (von 16)
    20
    Konsole (an 18)
    22
    Element (an 18)
    24
    Führungsstangen (an 20)
    26
    Linearführung (für 10)
    28
    Innenteil (von 10)
    30
    Polsterung (an 28)
    32
    Armlehnenkonsole (an 28)
    34
    Führungsbuchsen (in 32)
    36
    Doppelpfeil
    38
    Zahnsegment (an 22)
    40
    Lagerstelle (von 10 an 14)
    42
    Schwenkachse (von 44)
    44
    Ratschenorgan (für 38)
    46
    Federelement (an 44)
    48
    Bogenführung (für 42)
    50
    Federelement (an 42)
    52
    bogenförmiger Pfeil

Claims (5)

  1. Armlehne für eine Fahrzeug-Mittelkonsole, mit einer Basiseinrichtung (14), die mit der Armlehne um eine konsolenfeste erste Schwenkachse (16) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiseinrichtung (14) ein Zahnsegment (38) aufweist, durch das innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches mehrere Neigungsstellungen der Armlehne (10) einstellbar sind, wobei das Zahnsegment (38) von der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) einen radialen Abstand (R1) besitzt, der dem radialen Abstand zwischen einem mittleren Abschnitt der Armlehne und der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) nahe kommt, und daß in das Zahnsegment (38) in der jeweiligen Armlehnen-Stellung ein um eine konsolenfeste zweite Schwenkachse (42) verschwenkbares Ratschenorgan (44) federunterstützt eingreift.
  2. Armlehne für eine Fahrzeug-Mittelkonsole, mit einer Basiseinrichtung (14), die mit der Armlehne um eine konsolenfeste erste Schwenkachse (16) verschwenkbar ist, wobei die Armlehne auf der Basiseinrichtung (14) längs einer Linearführung (26) gelagert und zwischen einer vorverlagerten Stellung und der rückwärtigen Grundstellung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstelle (40) der Armlehne auf der Basiseinrichtung in einem mittleren Abschnitt der Armlehne vorgesehen ist und die Basiseinrichtung (14) ein Zahnsegment (38) aufweist, durch das innerhalb eines bestimmten Winkelbereiches mehrere Neigungsstellungen der Armlehne (10) einstellbar sind, wobei das Zahnsegment (38) von der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) einen radialen Abstand (R1) besitzt, der dem radialen Abstand (R1) zwischen der Lagerstelle der Armlehne auf der Basiseinrichtung (14) und der konsolenfesten ersten Schwenkachse (16) in der rückwärtigen Grundstellung nahe kommt, und daß in das Zahnsegment (38) in der jeweiligen Neigungsstellung der Armlehne (10) ein um eine konsolenfeste zweite Schwenkachse (42) verschwenkbares Ratschenorgan (44) federunterstützt eingreift.
  3. Armlehne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Linearführung (26) ein Paar Führungsstangen (24) aufweist, die voneinander beabstandet zueinander parallel vorgesehen sind, und daß die Armlehne (10) zwei Buchsen (34) aufweist, welche die Lagerstelle (40) der Armlehne (10) an der Basiseinrichtung (14) bilden und durch welche sich die Führungsstangen (24) mit einer Gleitsitztoleranz hindurcherstrecken.
  4. Armlehne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (42) des Ratschenorganes (44) entlang einer zur Schwenkachse (16) der Basiseinrichtung (14) konzentrischen konsolenfesten Bogenführung (48) begrenzt federnd beweglich ist.
  5. Armlehne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeug-Mittelkonsole (12) einen Stauraum aufweist.
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