DE19905197A1 - Ein Behältnis mit einem dichteren und wiederverschließbaren Rollverschluß und sein Herstellungsverfahren - Google Patents

Ein Behältnis mit einem dichteren und wiederverschließbaren Rollverschluß und sein Herstellungsverfahren

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DE19905197A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft einerseits die Gestaltung eines Rollverschlusses an einem Behältnis in Form von Beuteln, Tüten, Blockpackungen oder gleichartigem, mit einer wesentlich höheren Dichte, andererseits seine Wiederverschließbarkeit, die mittels eines so veränderten Rollverschlusses gegeben ist, sowie das Verfahren zu seiner Herstellung, wobei es bei Behältnissen, die für eine portionsweise Aufnahme von verkaufsgerechten Haushaltsmengen oder für einen gewerblichen Bedarf an Handelswaren Anwendung findet. DOLLAR A Die Bildung des dichteren und mehrfach anwendbaren Wiederverschlusses erfolgt mittels Bildung der Auffangbereiche, die an einem Rollverschluß eines Behältnisses vorgefertigt (vorgeknickt) sein können oder in sein Verschließverfahren integriert werden. DOLLAR A Inhalt dieser Erfindung ist auch ein Verfahren und die Form der dazu notwendigen Knicklinien - in Abhängigkeit vom Behältnismaterial -, entlang denen sowohl eine zusätzliche Abdichtung erfolgt als auch stets ein sicheres Wiederverschließen der beschriebenen Behältnisse gewährleistet ist, indem erfindungsgemäße Abdichtungsfelder aus Abschnitten eines Rollverschlusses bildbar sind.

Description

Die Erfindung betrifft einerseits die Gestaltung eines Rollverschluß an einem Behältnis in Form von Beutel, Tüte, Blockpackung oder gleichartige, mit einer wesentlich höheren Dichte, andererseits seine Wiederverschließbarkeit die mittels eines so veränderten Rollverschlusses gegeben ist, sowie das Verfahren zur seiner Herstellung, wobei es bei Behältnissen die für eine portionsweise Aufnahme von verkaufsgerechten Haushaltsmengen oder für einen gewerblichen Bedarf an Handelswaren Anwendung findet.
Die Bildung eines solchen Rollverschlusses kann nur an Behältnissen erfolgen, die im Bereich seiner späteren Bildung forminstabil und plastisch verformbar sind, insbeson­ dere aus Papier, Verbundmaterial, Kunststoff oder dergleichen.
Die Bildung des dichteren und mehrfach anwendbaren Wiederverschlusses erfolgt mittels Bildung der Auffangsbereiche, die an einem Rollverschluß eines Behältnisses vorgefertigt (vorgeknickt) sein können, oder in sein Verschließverfahren integriert werden.
Solche Produkte wie beispielsweise Mehl, Zucker, Tee, Kaffee, Nudeln, Waschpulver oder medizinische Präparate, werden in forminstabile Beutel, oder in Beutel mit einer Hartschale im Bodenbereich abgepackt. Insbesondere beim Verpacken von Mehl und Zucker werden die Papierbeutel in Form von einem Seitenfaltenbeutel derart knapp in der Länge zugeschnitten, daß dieser Zuschnitt meistens nur einen einzelnen Knick des freien Abschnittes zu einem Rollverschluß erlaubt. Dies erfolgt bevor dieser umgelegt und mittels z. B. einer Klebestelle, mit einer Verpackung dauerhaft verbunden wird.
Auch bei doppelt geknicktem Rollverschluß, kann ein Heraustreten eines Spendengutes, vor allem während des Transportes, nicht verhindern werden, da durch ständige Bewegungen und/oder Erschütterungen der Behältnisse das Spendegut nach außen heraufbefördert wird, was z. B. als Staub auf Paletten sichtbar ist.
In der Regel werden die in den Beuteln befindlichen Produkte nach dem ersten Öffnen nicht sofort vollständig verbraucht, so daß die darin befindliche Ware umgefüllt, oder in diesem Beutel weiter aufbewahrt werden kann, jedoch sicher verschlossen werden muß. Dies erfolgt üblicherweise mit separat erhältlichen Clips oder Gummiringen, die jedoch nicht immer und zu jederzeit vorhanden sind oder verlorengehen, sodaß es oft zu Qualitäts­ verlusten der Ware kommt.
Wird die Verpackung an ihrem offenen Ende durch Rollen oder Falten verschlossen und nicht zusätzlich gesichert, ist ein Produktverlust bei umgefallener Verpackung zu erwarten, was ebenfalls ein Nachteil ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
  • - Erhöhung der Dichte eines Rollverschlusses;
  • - Ergänzung des Rollverschlusses um eine Wiederverschließbarkeit-Funktion;
  • - Reduzierung der Klebstoffmenge für seine sichere Befestigung am Behältnis;
  • - Steigerung der Anwenderfreundlichkeit eines z. B. Seitentfaltenbeutels, in dem er staub- und insektensicher wiederverschließbar ist;
  • - Verbesserung der Umweltfreundlichkeit des Behältnisses, in dem ein ungewolltes Ausschütten des Spendengutes z. B. durch ein Umkippen des Behältnisses verhindert wird;
  • - verbesserte Erstöffnungsmöglichkeit, da ein Hohlraum zwischen dem befestigen Rollverschluß und der Behältniswand gebildet werden kann.
Dies kann schon bei einem gleich langen z. B. Seitenfaltenbeutel wie beim Stand der Technik, erreicht werden, in dem zwischen zwei erfindungsgemäßen Knicklinien, an mindestens einer Seite, - links oder rechts -, Auffangsbereich (Auffangsfeld) für ein heraustretendes Spendegut gebildet ist.
Dieser erfindungsgemäße Auffangsbereich, der an zwei gegenüberliegenden Seiten eines Rollverschlusses mittels einer links außen angeordneten Knicklinie und einer links innen angeordneten Knickline, und/oder mittels einer rechts außen angeordneten Knicklinie und einer rechts innen angeordneten Knickline seitlich begrenzt ist und nur im Bereich eines Rollverschlusses gebildet ist, oder über den Verschluß hinausragt, dient gleichzeitig als ein Wiederverschluß, in dem er zu einem Z-förmigen Querschnitt, entlang der oben genannten Knicklinien geknickt wird. Somit ist nach einem Erstöffnen eines Behältnisses, eine Möglichkeit gegeben, ihn staub- und insektensicher mehrmals wiederzuverschließen.
Inhalt dieser Erfindung ist auch ein Verfahren und die Form der dazu notwendigen Knicklinien - in Abhängigkeit vom Behältnismaterial - entlang denen sowohl eine zusätzliche Abdichtung erfolgt, als auch stets ein sicheres Wiederverschließen der beschriebenen Behältnisse gewährleistet ist, in dem erfindungsgemäße Abdichtungs­ felder aus Abschnitten eines Rollverschlusses bildbar sind.
Erfindungsgemäß sind auch folgende Anforderungen an einen Beutelverschluß, wie
  • - er sollte keine Fremdmaterialien enthalten;
  • - er darf nicht verloren gehen;
  • - er muß vom Kunden direkt verstanden werden, ohne aufwendige Anleitung;
  • - er darf den Öffnungsvorgang nicht behindern;
  • - er sollte mit minimalen Umbaukosten realisiert werden
berücksichtigt worden, und als Ausgangsbasis für diese Erfindung dienen.
Die aus dem Stand der Technik bekannte Rollverschlüsse bitten keine ausreichende Sicherheit gegen Heraustreten eines Spendengutes z. B. beim Transport, was insbesondere an den Ecken eines Rollverschlusses erfolgt. Weiterhin bietet ein Rollverschluß nach seinem Erstöffnen keine Wiederverschluß-Möglichkeit, da ein Spendengut beim Umkippen in aufrollt, da es auf der ganzen Länge des Verschlusses eine Angrifffläche hat. Auch durch ein einfaches Umknicken der Ecken ist die Sicherung des Spendengutes nicht gegeben, da durch seine Wucht, z. B. beim Umkippen wird der einzelne Knick, der manuell und nicht scharfkantig genug gestaltet ist, begradigt und somit sein Heraustreten erfolgen kann, was schon bei einer Schräglage der Behältnisses - der Verschluß liegt tiefer als der Boden - sichtbar ist. Es ist oft der Fall, daß so verschlossener z. B. Seitenfaltenbeutel, sich nach einiger Zeit selbst wieder öffnet. Um dies zu verhindern werden verschiedene Hilfsmittel angewendet wie z. B. Klammer, Verschlußclip, usw. was die Umwelt unnötig belastet und dem Anwender Kosten verursacht.
Dagegen bei einem erfindungsgemäß gestaltetem Rollverschluß, der ohne Zusatz- oder Hilfsmittel auskommt und mehrfaches staub- und insektensicheres Wiederverschliessen garantiert, wird ein innerer Knick (Knicklinie) mittels eines ihm gegenüber versetzten äußeren Knicks stabilisiert, sodaß zu seinem Öffnen wesentlich größere Kraft notwendig ist. Wird der innere Knick überwunden, verfängt sich das Spendengut in einem Auffangsbereich (Auffangsfeld), der mittels eines äußeren Knicks immer noch verschlossen bleibt. Zwischenzeitlich wird die Bewegung des Spendengutes zum Stillstand gebracht.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einem aus dem Stand der Technik bekannten Rollverschluß, nach seinem ein- oder mehrfachen Falten, mindestens eine außen und eine innen angeordnete Knicklinie, an der linken oder rechten Seite, oder beiderseitig und im Bereich einer Seitenfalte eines Behältnisses angebracht werden, wobei wenn eine äußere Knicklinie auf der vorderen Seite des Rollverschlusses liegt, muß eine innere Knicklinie auf der hinteren Seite des Rollverschlusses angebracht werden, und umgekehrt.
Durch ein erfindungsgemäßes Z-förmiges Knicken mindestens eines seitlichen Bereiches eines Rollverschluß wird einerseits ein Auffangsfeld gebildet, andererseits wird ein sicheres Wiederverschließen eines Behältnisses gegeben, in dem nach dem unverändertem Öffnungs­ vorgang eines Rollverschlusses, der seitliche Rollverschluß-Bereich wieder in die Z-förmige Lage mittels der Fixierung einer linken und/oder rechten Lasche gebracht wird.
Das Versehen eines wiederverschließbaren Rollverschlusses mit einer höheren Dichte, erfolgt nach einem vorherigen Umlegen (Knicken) seines oberen Bereiches zu mindestens einer Falte, mittels der Verlagerung der linken und/oder rechten Lasche in ihre Sperrposi­ tion, in dem sie am Rollverschluß mittels eines aktivierten Auffangsbereiches (Auffangfel­ des), in einem Abstand vom Rollverschluß in einer Sperrposition fixiert ist (Z-förmige Verlauflinie).
Soll die höhere Dichte des Rollverschlusses beim Originalverschliessen erreicht werden, müssen an beiden Seiten des Rollverschlusses Auffangsbereiche mittels links und rechts angeordneten Knicklinien gebildet und aktiviert werden, in dem die linke und rechte Lasche in ihrer Sperrposition (Fig. 5) fixiert werden. In dieser Position müssen die Laschen gehalten werden, an ein Behältnis angelegt und mittels z. B. zwei Klebestellen, an dem Behältnis zweckmäßig und dauerhaft befestigt werden.
Dabei ist zu beachten, daß die unveränderte Abschnittlänge eines Rollverschlusses (b) so klein wie möglich gehalten wird.
Die Form und Größe eines erfindungsgemäßen Auffangsbereiches (Auffangsfeldes), der zwischen einer außen und einer innen angeordneten Knicklinie liegt, kann beliebig gestaltet werden, wobei die Knicklinien können parallel oder unter einem Winkel, zueinander verlaufen.
Erfahrungsgemäß ist die Bildung zweier Auffangsbereiche zu empfehlen, wobei die Länge eines unveränderten Abschnittes eines Rollverschlusses (b) auf Minimum zu reduzieren ist. Bei Bildung dieser ist jede Beschädigung des Materials zu vermeiden. Das notwendige Verschließen einer Entnahmeöffnung eines Behältnisses erfolgt unverändert mittels einer Lasche und vor der Bildung des erfindungsgemäßen Rollverschlusses.
Der kleinste Abstand zwischen einer links außen und einer links innen angeordneten Knicklinie ist von der Dicke des zusammengefalteten freien Abschnittes abhängig, und muß mindestens doppelt so groß sein wie diese Dicke. Es wird ein Mindestabstand von ca. 4 mm empfohlen, um einen wirksamen Auffangsbereich (Auffangsfeld) bilden zu können. Das Gleiche betrifft die Anordnung einer rechts außen und einer rechts innen angeordnete Knicklinie. Auch diese Merkmale sind Inhalt dieser Erfindung.
Die Laschen eines erfindungsgemäßen Rollverschlusses, die an einem aus dem Stand der Technik bekannten Behältnis geformt werden können, ohne diesen vorher verändern zu müssen, können nach vorne oder nach hinten an einem Behältnis umgelegt werden, unabhängig von der Lage eines Rollverschlußknicks.
Es kann auch eine Lasche nach vorne und eine nach hinten umlegbar sein, was jedoch nur bei Wiederverschließbarkeit anzuwenden ist, jedoch nicht bei der Erhöhung der Dichte eines Rollverschlusses.
Wird einmal eine Knickrichtung einer Lasche - nach vorne oder nach hinten - festgelegt, sollte sie nicht geändert werden, sonst wird die Knicklinie geschwächt und die Dichte des Wiederverschlusses läßt nach.
Der Winkel (α, β, γ oder δ) kann 20 bis 85° betragen wobei jeder linke und/oder rechte Bereich gleiche oder unterschiedliche Winkelgrößen haben kann.
Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Rollverschlusses mit einer erhöhten Dichte und einer späteren Wiederverschließbarkeit, besteht aus folgenden Phasen:
  • - Verschließen einer Entnahmeöffnung durch Knicken des oberen Bereiches des freien Abschnittes (Stand der Technik).
  • - Das Vorknicken der außen und innen angeordneten Knicklinien.
  • - Die Bildung der Auffangsbereiche (Auffangsbereiche), in dem die Laschen soweit verlagert werden, bis sie in der Sicht, parallel zu mindestens einer Knickline, und samt der Auffangsbereiche und freier Abschnitt, einen Z-förmigen Verlauf aufweisen.
  • - So gehalten, werden die Laschen und wenn notwendig der unveränderter Teil eines Rollverschlusses, nach ihrem vorherigen Anlegen ans Behältnis mittels z. B. Klebestellen dauerhaft am Behältnis befestigt.
Das Öffnen eines solchen Verschlusses kann schon durch eine einfache Abhebung der Lasche(n) erfolgen, während dessen die Auffangsbereiche aufgehoben werden.
Das Verfahren zur Bildung eines dichteren Rollverschlusses mit einer Wiederverschließ­ barkeit-Funktion ist Gegenstand dieser Erfindung, wobei diese in der Abhängigkeit vom Materialart, Abstand zwischen den Knicklinien, Breite des unveränderten Teils eines Rollverschlusses, so zu bestimmen sind, daß die Funktionstüchtigkeit in beiden Fällen beibehalten bleibt.
Das Herstellungsverfahren eines solchen Verschlusses kann in einen aus dem Stand der Technik bekannten Verschlußverfahren integriert werden, in dem nach Verschließen einer Entnahmeöffnung z. B. durch Knicken des oberen Bereiches des freien Abschnittes, wie beim Stand der Technik, an seinen seitlichen Teilbereichen zwei außen und zwei innen angeordneten Knicklinien vorgeknickt werden. Dabei ist zu beachten, daß wenn z. B. die äußeren Knicklinien auf der Vorderseite eines Rollverschlusses zu bilden sind, müssen die inneren Knicklinien auf der Hinterseite des Rollverschlusses angebracht werden.
Anschließend werden die linke und rechte Lasche in Richtung der Längsachse eines Behältnisses zuerst um seine innen angeordnete Knicklinie nach Innen geknickt und dann um seine nach Außen angeordnete Knicklinie verlagert (Z-förmiger Querschnitt).
Jetzt werden die Laschen in der zusammengelegten Lage gehalten, mit Klebestellen versehen, dann wird der freier Abschnitt gespannt, geknickt und mit den geleimten Flächen an den Behältnis gedrückt, bis eine dauerhafte Verbindung besteht.
Wird die Länge eines unveränderten Abschnittes eines Rollverschlusses fast auf Minimum reduziert, sind nur zwei Klebestellen notwendig um die beiden Laschen an einem z. B. Seitenfaltenbeutel dauerhaft zu befestigen.
Die gesamte Länge (L) eines fertigen, dichteren, wiederverschließbaren Rollver­ schlusses ist immer kleiner als die Breite eines Behältnisses.
Wird ein unveränderter Abschnitt eines Rollverschlusses länger als 1 cm, sollte er mit einer zusätzlichen Klebestelle versehen werden und mittel dessen an dem Behältnis zusätzlich befestigt werden.
Ansonsten sind die zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Zeichnungen geben besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung wieder.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Sicht auf ein Fragment eines zusammengelegten freien Abschnittes eines Seitenfaltenbeutels mit vorgeknickten, links und rechts angeordneten Knicklinien,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Fig. 1 aus der Richtung "A",
Fig. 3 eine Sicht auf einen zusammengelegten freien Abschnitt eines wiederverschlossenen Seitenfaltenbeutels an dem die Auffangsbereiche gebildet sind und die Laschen in Sperrlage sich befinden,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Fig. 3 aus der Richtung "B",
Fig. 5 eine Sicht auf einen zusammengelegten freien Abschnitt eines Seitenfaltenbeutels in dem die Auffangsbereiche gebildet und die Laschen in einer zusammengedrückten Position gehalten sind. Mittels Klebestellen kann der freier Abschnitt samt Rollverschluß, nach seinem Umlegen, an einem Behältnis dauerhaft befestigt werden,
Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Seitenfaltenbeutel der mittels eines Rollverschlusses mit höheren Dichte verschlossen ist, und der nach seinem Erstöffnen eine Wiederverschluß-Möglichkeit bietet,
Fig. 7 eine Sicht ähnlich Fig. 5, mit dem Unterschied, daß der unveränderte Knickabschnitt bis auf einem Punkt reduziert wurde, wodurch nur zwei Klebestellen zu einer Befestigung eines dichteren Rollverschlusses ausreichend sind,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Fig. 7 von oben.
Die Fig. 1 zeigt eine Sicht auf ein Fragment eines zusammengelegten freien Abschnittes (1) eines Seitenfaltenbeutels (2) mit vorgeknickten links außen angeordneten Knicklinie (6), links innen angeordneten Knicklinie (7), rechts außen angeordneten Knicklinie (8) und rechts innen angeordneten Knicklinie (9). Die Knicklinien (6 und 8) sind auf der Vorder- Seite eines Seitenfaltenbeutels (16) gebildet - durchgezogene Linie -, während die Knicklinien (7 und 9) sind auf seiner Hinterseite vorgeknickt worden - unterbrochene Linie. In diesem Beispiel sind die Knicklinien (6 und 7) und die Knicklinien (8 und 9) jeweils parallel zueinander angebracht, das heißt, der Winkel (α) und der Winkel (β), oder der Winkel (γ) und der Winkel (δ) sind gleich groß, was jedoch keine Bedingung ist. Die jeweilige Winkelgröße kann zwischen 20 und 85° liegen. Wichtig dabei ist, daß die Knicklinien (6 und 7), oder die Knicklinien (8 und 9), sich nicht kreuzen. Dies kann durch einen Mindestabstand, der von der Winkelgröße abhängig ist, zwischen diesen Knicklinien verhindert werden. Mit (4 und 5) sind jeweilige später bildbare Auffangsbereiche angedeutet. Mit (a und c) sind die Ausgangsabstände zwischen den jeweiligen Knicklinien (6 und 7) und (8 und 9) dargestellt, während mit (b) die Länge eines unveränderten Knickes (2) eines Rollverschlusses dargestellt ist. In diesem Beispiel ist sichtbar, daß der Verlauf der Knicklinien (6 und 8) nur im Bereich des Rollverschlusses (18) angeordnet ist, während die Knicklinien (7 und 9) den Rollverschluß (18) ganz durchqueren und teilweise an dem freien Abschnitt (1) verlaufen. Es können aber alle Knicklinien (6 bis 9) teilweise über den freien Abschnitt verlaufen.
In der Fig. 2 die eine Draufsicht auf die Fig. 1 aus der Richtung "A" zeigt, sind die Positionen der Knicklinien (6 bis 9) deutlich sichtbar. Die Knicklinien (6 und 8) sind auf der Vorderseite des freien Abschnittes (1) angebracht, während die Knicklinien (7 und 9) auf seiner Hinterseite plaziert sind. Mit (12) sind hier genauso wie in der Fig. 1 die Seitenfalten gekennzeichnet.
Fig. 3 zeigt eine Sicht auf einen zusammengelegten freien Abschnitt (1) eines wiederverschlossenen Seitenfaltenbeutels (16), an dem die Auffangsbereiche (4 und 5) gebildet sind und die Laschen (10 und 11) in Sperrlage sich befinden. Auch der unveränderter Teil eines Rollverschlusses (3) ist hier deutlich sichtbar. Bei einer Sicht entlang der Knicklinie (7 oder 9) ist durch ein Umlegen des Auffangsbereiches (4 oder 5), der Lasche (10 oder 11) und des unveränderten Teils (3), ein Z-förmiger Querschnitt deutlich erkennbar.
In der Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Fig. 3 aus der Richtung "B" dargestellt. Das Hervorheben der Laschen (6 und 8), im Vergleich zu einem unveränderten Teil eines Rollverschlusses (3) sowie zu den Knicklinien (7 und 9) ist deutlich erkennbar. Ebenfalls erkennbar sind die Auffangsbereiche (4 und 5), die hier zwischen parallelen Knicklinien (7 und 6) und (9 und 8) gebildet sind.
Fig. 5 zeigt eine Sicht auf einen zusammengelegten freien Abschnitt (1) eines Seiten­ faltenbeutels (16), an dem die Auffangsbereiche (4 und 5) gebildet und die Laschen (10 und 11), in einer zusammengedrückten Position gehalten sind. Mittels Klebestellen (13 bis 15) kann der freier Abschnitt (1) samt Rollverschluß, nach seinem Umlegen, an einem Behältnis (16) dauerhaft befestigt werden. Da die Länge des unveränderten Knickabschnittes (2) einen Zentimeter übersteigt, ist eine Klebestelle (13) auch auf dem unveränderten Teil des Rollverschlusses (3) angebracht. Der Pfeil zeigt eine bevorzugte Knickrichtung des freien Abschnittes (1), in Abhängigkeit von der Lage des unveränderten Teils eines Rollverschlusses (3), um ihn auf einem Seitenfaltenbeutel (16) dauerhaft zu befestigen. Diese Lage ist in der Fig. 6 - Sicht drauf - deutlich dargestellt. Auch die Klebestellen (13, 14, 15) und die Lage der Laschen (10, 11) sind hier deutlich dargestellt. Der so gestaltete und verschlossene Rollverschluß eines Seitenfaltenbeutels (16) garantiert eine wesentlich höhere Dichte als bei einem vergleichbaren, aus dem Stand der Technik bekannten Rollverschluß. Auch die spätere Wiederverschließbarkeit mittels eines so gestalteten Rollverschlusses ist ebenfalls garantiert. In der Fig. 6 ist ebenfalls deutlich erkennbar, daß ein fertiger dichterer, wiederverschließbarer Rollverschluß (18) eine kleinere Länge (L) aufweist, als die Breite des Behältnisses (16).
Die Fig. 7 ist mit der Fig. 5 vergleichbar, mit dem Unterschied, daß der unveränderte Knickabschnitt (3) bis auf einem Punkt (17) reduziert wurde, wodurch schon mittels zwei Klebestellen (14, 15) eine sichere Befestigung eines dichteren Rollverschlusses nach einem Abfüllen garantiert ist.
Fig. 8 zeigt eine Draufsicht auf die Fig. 7 von oben, wo das Zusammendrücken der Laschen (10, 11) an den unveränderten Teil eines Rollverschlusses (3) sichtbar ist. Auch die angebrachten Klebestellen (14, 15) sind deutlich erkennbar.
Bezugszeichenliste
1
freier Abschnitt - plastisch verformbar
2
unveränderter Knickabschnitt
3
unveränderter Teil eines Rollverschlusses
4
linker Auffangsbereich/Auffangsfeld
5
rechter Auffangsbereich/Auffangsfeld
6
links außen angeordnete Knicklinie
7
links innen angeordnete Knicklinie
8
rechts außen angeordnete Knicklinie
9
rechts innen angeordnete Knicklinie
10
linke Lasche
11
rechte Lasche
12
Seitenfalte eines Behältnisses
13
mittlere Klebestelle
14
linke Klebestelle
15
rechte Klebestelle
16
Behältnis/Seitenfaltenbeutel
17
unveränderter Knickabschnitt als Punkt
18
Rollverschluß
19
Längsachse
L Länge eines fertigen Rollverschlusses
a Abstand zwischen den Ausgangspunkten der links angeordneten Knicklinien (
6
und
7
)
b Länge eines unveränderten Abschnittes eines Rollverschlusses
c Abstand zwischen den Ausgangspunkten der rechts angeordneten Knicklinien (
6
und
7
)
α Winkel zwischen Knicklinie (
6
) und unterem Rand eines Rollverschlusses
β Winkel zwischen Knicklinie (
7
) und unterem Rand eines Rollverschlusses
γ Winkel zwischen Knicklinie (
8
) und unterem Rand eines Rollverschlusses
δ Winkel zwischen Knicklinie (
9
) und unterem Rand eines Rollverschlusses

Claims (12)

1. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß in Form von Beutel, Seitenfaltenbeutel, Tüte oder gleichartigen, das mindestens im Bereich der Rollverschluß­ bildung forminstabil und plastisch verformbar ist und als eine Verpackung oder Nachfüll­ packung aus Papier, Kunststoff, Folie, Verbundmaterial usw., für portionsweise Aufnahme von verkaufsgerechten Haushaltsmengen, oder für einen gewerblichen Bedarf an Handels­ waren gedacht ist, und eine Entnahmeöffnung aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Rollverschluß (18), vor seinem dauerhaften Befestigen am Behältnis (16), mindestens ein Auffangsbereich/Auffangsfeld (4 und/oder 5) und mindestens eine Lasche (10 und/oder 11), bildbar sind, in dem der Rollverschluß (18) entlang der Knicklinien (6 und 7) und/oder (8 und 9) geknickt ist.
2. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß in Form von Beutel, Seitenfaltenbeutel, Tüte oder gleichartigen, das mindestens im Bereich der Rollverschluß­ bildung forminstabil und plastisch verformbar ist und als eine Verpackung oder Nachfüll­ packung aus Papier, Kunststoff, Folie, Verbundmaterial usw., für portionsweise Aufnahme von verkaufsgerechten Haushaltsmengen, oder für einen gewerblichen Bedarf an Handels­ waren gedacht ist, und eine Entnahmeöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rollverschluß (18) mindestens eine außen angeordnete Knicklinie (6 und/oder 8) und mindestens eine innen angeordnete Knicklinie (7 und/oder 9) angebracht sind, wobei diese unter einem Winkel (α, β, γ, δ) angeordnet und in verschiedenen Ebenen angebracht sind, - Vorderseite und Rückseite des Rollverschlusses (18).
3. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß in Form von Beutel, Seitenfaltenbeutel, Tüte oder gleichartigen, das mindestens im Bereich der Rollverschluß­ bildung forminstabil und plastisch verformbar ist und als eine Verpackung oder Nachfüll­ packung aus Papier, Kunststoff, Folie, Verbundmaterial usw., für portionsweise Aufnahme von verkaufsgerechten Haushaltsmengen, oder für einen gewerblichen Bedarf an Handels­ waren gedacht ist, und eine Entnahmeöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß nach einem Umknicken mindestens einer außen angeordneten Knicklinie (6 und/oder 8) und mindestens einer innen angeordneten Knicklinie (7 und/oder 9), ein Auffangsbereich (4 und/oder 5) gestaltet ist und somit ein dichteres, wiederverschließbares Rollverschluß bildbar ist.
4. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Knicklinien (6 und 7) und/oder (8 und 9) jeweils parallel zueinander verlaufen.
5. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Knicklinien (6 und 7) und/oder (8 und 9) jeweils den Rollverschluß ganz durch­ queren und teilweise den freien Abschnitt (1).
6. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Knickrichtung entlang der Knicklinie (7 und/oder 9) in Richtung einer Längsachse (19) erfolgt, während die Knickrichtung entlang der Knicklinie (6 und/oder 8) in einer entgegengesetzten Richtung erfolgt.
7. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (b) eines unveränderten Knickabschnittes (2) beliebig groß ist.
8. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge eines Rollverschlusses (L) kleiner ist als die Breite eines Behältnisses (16).
9. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung eines dichteren, wiederverschließbaren Rollverschlusses mittels mindestens einer Klebestelle (13, 14, 15), nach dem Abfüllen des Behältnisses (16), erfolgt.
10. Ein Behältnis mit einem wiederverschließbaren Rollverschluß nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zum Wiederverschließen des Rollverschlusses (18), die Auffangsbereiche (4 und 5) gebildet werden, in dem die Laschen (10 und 11) in Richtung der Längsachse (19) verlagert werden.
11. Verfahren zur Bildung eines dichteren, wiederverschließbaren Rollverschlusses an einem Behältnis der mindestens im Bereich der Rollverschlußbildung forminstabil und plastisch verformbar ist und eine Entnahmeöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß nach Umknicken eines unveränderten Teils eines Rollverschlusses (3), die Bildung der Knicklinien (6 und 7 und/oder 8 und 9) vorwiegend in Querrichtung zum Rollverschluss­ verlauf erfolgt und anschließend die Verlagerung der durch die Knicklinien (6 bis 9) begrenzten Abschnitte in zwei entgegengesetzte Richtungen.
12. Verfahren zur Bildung eines dichteren, wiederverschließbaren Rollverschlusses nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem dauerhaften Verschließen eines Behältnisses (16) müssen die Auffangsbereiche (4 und 5) gebildet werden und die Laschen (10 und 11) in ihrer Endpositon gehalten werden.
DE19905197A 1999-02-09 1999-02-09 Ein Behältnis mit einem dichteren und wiederverschließbaren Rollverschluß und sein Herstellungsverfahren Withdrawn DE19905197A1 (de)

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