DE19903168C2 - Spiralwärmetauscher - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Spiralwärmetauscher gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der EP 0 214 589 A1 ist ein Spiralwärmetauscher bekannt,
bei welchem zwei im Wärmeaustausch stehende Fluide zwischen den
Windungen von spiralförmig ineinander gewickelten Band
materialien gebildeten Strömungskanälen geführt werden, die
sich in radialer Richtung des Gesamtkörpers jeweils abwechseln.
Die Strömungskanäle werden durch randnahes Verbinden jeweils
benachbarter Bandmaterialien ausgebildet. Die Zu- und Abführung
der Fluide erfolgt über Zu- und Abführungen, die sich in
axialer Richtung des zylindrischen Gesamtkörpers erstrecken und
im Zentrum beziehungsweise am Umfang des Spiralkörpers
angeordnet sind.
Weiterhin ist aus der DE 36 01 073 A1 ein Spiralwärmetauscher
zur Durchführung chemischer Reaktionen bekannt, bei dem eine
Wärmetauscherspirale spiralförmig von einem Wärmeträgermedium
und in axialer Richtung durch die offenen Stirnseiten der
Wärmetauscherspirale von dem zu behandelnden Medium durchströmt
wird. Der von dem zu behandelnden Medium durchströmte Raum ist
zumindest teilweise mit einem geeigneten Katalysatormaterial
gefüllt.
Wäremtauscher für den Einsatz in Brennstoffzellensystemen sind
zum Beispiel aus der DE 197 16 470 C1, DE 196 08 738 C1 und der
DE 44 46 841 A1 bekannt.
Ein gattungsgemäßer Spiralwärmetauscher ist aus der WO 95/24602 A1
bekannt. Dabei handelt es sich um einen Fahrzeugkühler, bei
dem der vom Kühlwasser durchströmte Raum ebenfalls durch rand
nahes Verbinden jeweils benachbarter Bandmaterialien ausge
bildet wird, während die Kühlluft den Spiralwärmetauscher axial
durchströmt. Zusätzlich wird der Raum für das Kühlwasser durch
ein zentrales Trennelement derart in zwei Teilräume unterteilt,
daß das Kühlwasser den ersten Teilraum von innen nach außen und
anschließend den zweiten Teilraum von außen nach innen durch
strömt. Die Zu- und Abfuhr des Kühlwassers erfolgt wiederum
über axiale Zu- und Abführleitungen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen einfach herzustellenden
und hinsichtlich der Temperaturverteilung im Hinblick auf den
Einsatz in einem Brennstoffzellensystem verbesserten Wärme
tauscher zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch einen Spiralwärmetauscher mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Der spiralförmig aufgebaute Wärmetauscher zeichnet sich durch
einen vereinfachten Aufbau, durch eine Verringerung der be
nötigten Teile und dadurch auch durch eine günstige Herstellung
aus. Im einfachsten Fall wird ein einziges Bandmaterial um eine
rohrförmige Zu- und Abführleitung geschlungen, durch umlaufende
Schweißnähte miteinander verbunden, durch eine weitere Schweiß
naht in zwei Teilräume getrennt und nach dem Aufwickeln in ein
Gehäuse eingebracht. Die Spiralform führt im Vergleich zu plat
tenförmigen Verdampfern zu einer Verringerung der Thermo
spannungen.
Durch den gewählten Aufbau wird auf ganz einfache Weise ein
zweistufiger Aufbau realisiert, ohne daß eine zweite Dosierung
für die Fluide notwendig ist. Durch das Vorsehen einer mit
Katalysator befüllten Ausnehmung zwischen zwei Teilräumen kann
ein günstigeres Temperaturprofil im Wärmetauscher realisiert
werden. Dadurch muß nicht die gesamte benötigte Wärmeenergie
über den Eingang zugeführt werden, sondern ein Teil der
benötigten thermischen Energie wird direkt im Wärmetauscher
erzeugt. Somit wird die Temperatur begrenzt, was hinsichtlich
der Lebensdauer vorteilhaft ist.
Ein Brennstoffzellensystem mit einem mittels des Anodenabgases
beheizten Verdampfer weist den Vorteil auf, daß durch die
Verdampfung der flüssigen Edukte für die Gaserzeugungsstufe
gleichzeitig das Anodenabgas gekühlt wird. Dadurch kann auf
einen separaten Abgaskühler verzichtet werden. Durch die
Integration einer Abgasnachbehandlungsstufe in den Verdampfer
kann auf eine separate Abgasnachbehandlungsstufe verzichtet
oder diese zumindest kleiner ausgeführt werden. Im zweiten Fall
kann die Temperaturverteilung in den beiden Teilstufen des
Verdampfers allerdings besser beeinflußt werden.
Weiter Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchen und der Beschreibung hervor. Die Erfindung ist
nachstehend anhand einer Zeichnung näher beschrieben, wobei
Fig. 1 den prinzipiellen Aufbau eines Spiralwärmetauschers
gemäß dem Stand der Technik,
Fig. 2 den Spiralwärmetauscher aus Fig. 1 in abgerollten
Zustand,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Lagen des Spiralwärmetauschers,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine Zuführleitung des Spiralwärme
tauschers,
Fig. 5 ein Brennstoffzellensystem mit einem Spiralwärme
tauscher nach dem Stand der Technik
Fig. 6 den prinzipiellen Aufbau eines erfindungsgemäßen
Spiralwärmetauschers,
Fig. 7 den Spiralwärmetauscher aus Fig. 5 in abgerollten
Zustand,
Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Brennstoff
zellensystem mit einem Spiralwärmetauscher gemäß Fig. 6
zeigt.
Der in den Fig. 1 bis 4 insgesamt mit 1 bezeichnete Spiral
wärmetauscher nach dem Stand der Technik besteht aus einem
Gehäuse 2 und einem darin angeordneten Gesamtkörper 3. Das
Gehäuse 2 weist Zu- und Abführungsleitungen 4, 5 für ein erstes
Fluid auf. Im Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse 2 zylinder
förmig ausgeführt, wobei die Zu- und Abführleitungen 4, 5 an
den gegenüberliegenden Stirnflächen angeordnet sind. Prinzi
piell ist es jedoch auch möglich, andere Gehäuseformen zu
verwenden beziehungsweise die Zu- und/oder Abführleitungen 4, 5
an anderen Stellen des Gehäuses 2 anzuordnen.
Der Gesamtkörper 3 besteht aus einer spiralförmig aufge
wickelten Struktur und weist insgesamt ebenfalls eine im
wesentlichen zylinderförmige Form auf. An den Stirnflächen 6, 7
des Gesamtkörpers 3 sind Zu- und Abführleitungen 8, 9 für ein
zweites Fluid vorgesehen. Die Zu- und Abführleitungen 8, 9 sind
jeweils durch die Mantelfläche des Gehäuses 2 nach außen
geführt. Prinzipiell können diese aber ebenfalls durch die
Stirnflächen geführt werden.
Der Gesamtkörper 3 besteht aus zwei spiralförmig ineinander
gewickelten Bandmaterialien 11. Durch randnahes Verbinden der
beiden Bandmaterialien 11, beispielsweise durch Löten oder mit
Hilfe einer Schweißnaht 17, wird ein Verbundkörper 10 mit einem
darin integrierten Raum 12 gebildet, welcher mit den Zu- und
Abführleitungen 8, 9 in Strömungsverbindung steht, so daß der
Raum 12 vom zweiten Fluid durchströmt wird. Der Raum 20
zwischen den Windungen des Verbundkörpers 10 wird vom ersten
Fluid in axialer Richtung durchströmt. Somit wird ein Wärme
tauscher ausgebildet, bei welchem mindestens zwei im Wärme
austausch stehende Fluide durch sich in radialer Richtung des
Gesamtkörpers 3 abwechselnde Räume 12, 20 strömen, wobei die
Wärmeübertragung in radialer Richtung durch das Bandmaterial 11
des spiralförmigen Gesamtkörpers 3 erfolgt.
Im Ausführungsbeispiel sind die Bandmaterialien 11 rechteck
förmig ausgebildet, wobei an einer Längsseite 13 der Band
materialien 11 die Zu- und Abführleitungen 8, 9 für das zweite
Fluid angeordnet sind. Die Bandmaterialien 11 können durch eine
weitere Schweißnaht mit den Zu- und Abführleitungen 8, 9
verbunden werden. Vorzugsweise wird jedoch nur ein durch
gehendes Bandmaterial 11 verwendet, welches um die Zu- und
Abführleitungen 8, 9 geschlungen wird, wobei dann die beiden
Enden 11a, 11b mit Hilfe der Schweißnaht 17 zur Ausbildung des
Raumes 12 randnah verbunden werden. Alternativ können zwei
Bandmaterialien 11 verwendet werden, die zuerst an einer
Längsseite 13 mit einer Schweißnaht verbunden werden und
anschließend wiederum um die Zu- und Abführleitungen 8, 9
geschlungen werden.
Der Raum 12 im Verbundkörper 10 steht über Öffnungen 14a, 14b
mit den Zu- und Abführleitungen 8, 9 in Strömungsverbindung.
Die Zu- und Abführleitungen 8, 9 können durch ein durchgehendes
Rohr gebildet werden. Im Bereich zwischen den beiden Querseiten
15 ist eine Schweißnaht 16 vorgesehen, die sich ausgehend von
den Zu- und Abführleitungen 8, 9 im wesentlichen quer zu den
Zu- und Abführleitungen 8, 9 über einen Teil der Band
materialien 11 erstreckt. Durch diese Schweißnaht 16 wird zum
einen die Zuführleitung 8 von der Abführleitung 9 strömungs
technisch getrennt. Zum anderen wird der Raum 12 in zwei
Teilräume 12a und 12b getrennt, die lediglich über eine im
Bereich der Längsseite 18 angeordnete Öffnung 19 verbunden
sind. Dadurch wird die Strömungsführung in dem Spiralwärme
tauscher 1 festgelegt. Das zweite Fluid wird über die Zuführ
leitung 8 und die Öffnungen 14a in den Teilraum 12a geführt.
Dieser wird parallel zu den Querscheiten 15 durchströmt, bevor
das zweite Fluid über die Öffnung 19 in den zweiten Teilraum
12b strömen kann. Im zweiten Teilraum 12b strömt dann das
zweite Fluid wieder im wesentlichen parallel zu den Quer
scheiten 15, jedoch in umgekehrter Strömungsrichtung. Über die
Öffnungen 14b gelangt das zweite Fluid schließlich in die
Abführleitung 9. Die Dimensionierung der beiden Teilräume 12a,
12b und der Öffnung 19 hängt von der Betriebsweise des
Spiralwärmetauschers 1 und von den Verwendeten Fluiden ab.
Der Gesamtkörper 3 wird nach dem Aufwickeln der Bandmaterialien
11 in das Gehäuse 2 eingebracht. Im Betrieb wird der Gesamt
körper 3 in axialer Richtung vom ersten Fluid durchströmt. Um
einen ausreichenden Wärmeübertrag zwischen den beiden Fluiden
zu gewährleisten sind entweder Form und Größe des Gesamtkörpers
3 und des Gehäuses 2 so aufeinander abgestimmt, daß es nur ein
geringer Teil des ersten Fluids außen am Gesamtkörper 3
vorbeiströmen kann. Alternativ kann der Gesamtkörper 3 aber
auch gegenüber dem Gehäuse 2 abgedichtet oder fest mit diesem
verbunden werden. Insgesamt werden die beiden Fluide im
Spiralwärmetauscher 1 so geführt, daß die beiden Räume 12, 20
von den Fluiden im wesentlichen quer zueinander durchströmt
werden.
Damit die Räume 12, 20 nach dem Zusammenbau des Gesamtkörpers 3
die gewünschten Querschnitte und Strömungsverhältnisse auf
weisen, können verschiedene Maßnahmen vorgesehen werden. In
Fig. 3 ist beispielsweise ein Ausführungsbeispiel für den
Aufbau der Räume 12, 20 dargestellt. Hierbei werden als
Bandmaterial 11 sogenannte Strukturfolien eingesetzt. Die
Strukturen in diesen Folien haben mehrere Funktionen. Zum einen
dienen sie zur definierten Strömungsführung innerhalb der Räume
12, 20. Weiterhin dienen sie zur Turbulenzerzeugung und damit
zur Verbesserung der Wärmeübertragung. Schließlich dienen sie
dazu, beim Zusammenbau einen definierten Abstand zwischen den
einzelnen Folien zu gewährleisten. Als Strukturfolien können
beispielsweise Kugelkalottenbleche oder Bleche mit Kornprägung
oder beliebige andere dem Fachmann geläufige Strukturfolien
verwendet werden.
Im Ausführungsbeispiel wird der Raum 20 durch Folien 21, 22
gebildet, die jeweils zueinander hinweisende Erhebungen 23
aufweisen. Beim Zusammenbau kommen die Erhebungen 23 der Folien
21, 22 jeweils an den Grundflächen der gegenüberliegenden Folie
22, 21 zur Anlage und definieren somit den Abstand zwischen den
beiden Folien 21, 22. Die Rückseiten aufeinander folgender
Folien 21, 22, die jeweils keine Erhebung aufweisen, begrenzen
dann den Raum 12. Um auch im Raum 12 einen definierten Abstand
einzuhalten, ist dort beispielsweise ein Abstandshalter in Form
eines Drahtgitters 24 vorgesehen. Es können jedoch auch
gewellte Lochstrukturen oder andere dem Fachmann geläufige
Abstandshalter eingesetzt werden. Möglich ist auch Folien
einzusetzen, die auf beiden Seiten gleiche, unterschiedliche
oder keine Strukturen aufweisen. Um Bauteile einzusparen ist es
weiterhin möglich, für die Folien 21, 22 identische Bauteile zu
verwenden, wobei dann die Folien 21, 22 jeweils spiegelbildlich
angeordnet werden.
Die Fluidversorgung für die Räume 12 wird im folgenden anhand
eines Schnittes durch die Zuführleitung 8 für das zweite Fluid
anhand Fig. 4 erläutert. Um die Zuführleitung 8 ist ein
Bandmaterialien 11 geschlungen, wobei das Bandmaterial 11 auf
dem größten Teil des Außenumfanges an der Zuführleitung 8
anliegt. Die beiden Enden 11a, 11b des Bandmaterials 11 werden
aufeinander gelegt und anschließend spiralförmig um die
Zuführleitung 8 gewickelt. Damit sich zwischen benachbarten
Enden 11a, 11b jeweils Räume 12, 20 ausbilden können sind nicht
dargestellte Strukturen beziehungsweise Abstandshalter
vorgesehen. Lediglich in dem Teil des Außenumfanges der
Zuführleitung 8, in dem die beiden Enden 11a, 11b sich treffen,
kommt das Bandmaterial 11a nicht direkt am Außenumfang der
Zuführleitung 8 zur Anlage. Bedingt durch die Strukturen im
Bandmaterial 11 und durch die extreme Umlenkung des zweiten
Endes 11b entsteht eine Art Vorkammer 25 für den Raum 12. In
diesem Bereich ist in der Zuführleitung 8 eine Öffnung 14a
vorgesehen, so daß das zweite Fluid von der Zuführleitung 8
über die Öffnung 14a und die Vorkammer 25 in den Raum 12
gelangen kann.
Eine bevorzugte Anwendung für einen solchen Spiralwärmetauscher
1 ist die Verdampfung von Medien in Brennstoffzellensystemen,
bei denen Wasserstoff aus einem Rohkraftstoff hergestellt wird.
Eine Prinzipdarstellung eines solchen Brennstoffzellensystems
zeigt Fig. 5. Das Brennstoffzellensystem enthält im wesent
lichen eine Gaserzeugungsstufe 30, optional eine Gasreinigungs
stufe 31, eine Brennstoffzelle 32 und eine Abgasnachbehand
lungsstufe 33. In diesem Brennstoffzellensystem kann der
Spiralwärmetauscher 1 als gasbeheizter Verdampfer verwendet
werden.
Vor dem Eintritt in die Gaserzeugungsstufe 30 werden die
Edukte, beispielsweise ein flüssiger Rohkraftstoff und
gegebenenfalls Wasser oder auch ein Kraftstoff/Wassergemisch,
verdampft. Als Rohkraftstoff kann vorzugsweise Methanol ver
wendet werden. In der Gaserzeugungsstufe 30 wird dann aus den
gasförmigen Edukten ein wasserstoffhaltiges Gasgemisch erzeugt,
welches anschließend gegebenenfalls in der Gasreinigungsstufe
31 aufgearbeitet wird, bevor es in den Anodenraum A der Brenn
stoffzelle 32 geführt wird. Einem Kathodenraum K der Brenn
stoffzelle 32 wird außerdem Luft oder Sauerstoff zugeführt. Das
Anoden- und Kathodenabgas wird anschließend gemischt und der
Abgasnachbehandlungsstufe 33 zugeführt. Dort werden die brenn
baren Bestandteile des Anodenabgases mit dem Sauerstoff aus dem
Kathodenabgas mit Hilfe eines geeigneten Katalysatormaterials
vollständig oxidiert. Anstelle des Kathodenabgases kann auch
direkt Sauerstoff oder Umgebungsluft zugeführt werden. Durch
die Oxidation in der Abgasnachbehandlungsstufe 33 wird dem
Abgas thermische Energie zugeführt. Das Abgas wird dann
anschließend über die Zuführleitung 4 dem Spiralwärmetauscher 1
zugeführt, wo es den Gesamtkörper 3 in axialer Richtung durch
strömt und anschließend über die Abführleitung 5 an die
Umgebung abgeführt wird. Das zu verdampfende Medium, also
Wasser und/oder Methanol wird über die Zuführleitung 8 zuge
führt, durchströmt anschließend den Gesamtkörper 3 und wird
schließlich über die Abführleitung 9 der Gaserzeugungsstufe 30
gasförmig zugeführt. Somit dient der Spiralwärmetauscher 1
gleichzeitig als gasbeheizter Verdampfer und als Abgaskühler
für das Brennstoffzellensystem. Als erstes Fluid wird somit das
in der Abgasnachbehandlungsstufe 33 vollständig umgesetzte
Abgas aus der Brennstoffzelle 32 durch die Räume 20 geführt.
Als zweites Fluid werden die flüssigen Edukte für die Gas
erzeugungsstufe 30 durch die Räume 12 des Spiralwärmetauschers
1 geführt und durch den Wärmeaustausch mit den Räumen 20
verdampft.
In den Fig. 6 und 7 ist ein erfindungsgemäßer Spiralwärmetauscher 1
gezeigt, wobei gegenüber dem Spiralwärmetauscher 1 aus den Fig.
1-5 gleiche Teile mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet
sind. Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform werden hier die
beiden Teilräume 12a, 12b nicht durch eine einfache Schweißnaht
16 getrennt, sondern in diesem Fall weisen die Bandmaterialien
11 anstelle der Schweißnaht 16 eine Ausnehmung 26 auf, die
umlaufend mit einer entsprechenden Schweißnaht 16 umgeben ist.
Für die Zu- und Abführleitungen 8, 9 kann wiederum ein durch
gehendes Rohr verwendet werden, wobei die beiden Enden des
Rohres strömungstechnisch getrennt sind, wie es in Fig. 6 durch
die gestrichelten Linien angedeutet ist. Nach dem Zusammen
rollen weist somit der Gesamtkörper 3 insgesamt eine Ausnehmung
26 auf, die mit einem Katalysatormaterial 27 gefüllt wird. In
Fig. 6 ist dies symbolisch durch einzelne Katalysatorpellets
dargestellt. Das Katalysatormaterial 27 kann jedoch in belie
biger Form, beispielsweise durch eine Schüttung, durch Pellets,
durch beschichtete Strukturen oder durch ein beschichtetes
Vlies, in die Ausnehmung 26 eingebracht werden. Als Katalysator
können beispielsweise Edelmetalle, vorzugsweise Platin,
verwendet werden.
Zusätzlich oder anstelle der mit einem Katalysatormaterial 27
gefüllten Ausnehmung 26 können auch die dem Raum 20 für das
erste Fluid zugewandte Oberfläche der Bandmaterialien 11
und/oder die Innenfläche des Gehäuses 2 zumindest teilweise mit
einem Katalysatormaterial 27 zur Oxidation des ersten Fluids
beschichtet werden.
Die Strömungsführung für das zweite Fluid bleibt gegenüber dem
Spiralwärmetauscher 1 aus Fig. 1 unverändert. Lediglich das
erste Fluid kommt nach dem Durchströmen des Teiles von Raum 20,
welches in Wärmeaustausch mit Raum 12b steht, in Kontakt mit
dem Katalysatormaterial 27. Erst nach dem Durchströmen der
Ausnehmung 26 wird dann der Teil des Raumes 20 durchströmt, der
in Wärmekontakt mit Raum 12a steht. Als erstes Fluid wird
hierbei ein gasförmiges Medium verwendet, welches bevorzugt
sowohl oxidierbare Bestandteile als auch ein Oxidationsmittel
enthält. Die oxidierbaren Bestandteile des ersten Fluids werden
beim Durchströmen der Ausnehmung 26 am Katalysatormaterial 27
oxidiert. Hierbei wird thermische Energie frei, so daß die
Temperatur des ersten Fluids vor dem Durchströmen des Teiles
des Raumes 20, welcher in Wärmeaustausch zum Raum 12b steht,
nochmals erhöht wird. Dies weist den Vorteil auf, daß der
Temperaturgradient über die Lauflänge nicht zu hoch ist.
Außerdem muß nicht die gesamte thermische Energie über den
Eingang des Spiralwärmetauscher 1 geführt werden, so daß
zumindest dort die Temperatur begrenzt wird. Dies hat geringere
Thermospannungen und damit eine höhere Lebensdauer zur Folge.
Durch dieses Konzept kann auf einfache Art und Weise ein zwei-
oder mehrstufiges Konzept realisiert werden, ohne für jede
Stufe eine separate Dosierung vorsehen zu müssen.
Obwohl in den Ausführungsbeispielen die beiden Fluide in bezug
auf die Hauptströmungsrichtung im Gegenstrom geführt werden,
ist es ebenfalls möglich, andere Strömungsführungen zu
realisieren. Ebenfalls ist es möglich, die Teilräume 12a, 12b
in Abhängigkeit von der Reaktionsführung und dem gewünschten
Temperaturprofil unterschiedlich zu dimensionieren.
Ein Brennstoffzellensystem mit einem Spiralwärmetauscher 1
gemäß den Fig. 6 und 7 ist in Fig. 8 dargestellt, wobei
wiederum gegenüber Fig. 5 gleiche Teile mit gleichen Bezugs
zeichen gekennzeichnet sind. Im Gegensatz zum Brennstoffzellen
system gemäß Fig. 5 kann bei Verwendung dieses erfindungsge
mäßen Spiralwärmetauschers 1 auf eine separate Abgasnachbe
handlungsstufe 33 verzichtet werden, weil das Anodenabgas im
Verdampfer 1 vollständig umgesetzt werden kann. Auf der anderen
Seite kann aber weiterhin eine zusätzliche Abgasnachbehand
lungsstufe 33 stromauf des Verdichters 1 vorgesehen werden, in
dem ein Teilumsatz des oxidierbaren Gases erfolgt. Dadurch wird
die Temperatur in der ersten Stufe 12a erhöht und im Gegenzug
die Temperatur in der zweiten Stufe 12b verringert. Insgesamt
ist zwar ein weiteres Bauteil notwendig. Dies weist jedoch den
Vorteil auf, daß die Temperatur in den beiden Stufe besser
beeinflußt werden kann.
Claims (3)
1. Wärmetauscher (1) mit einem aus spiralförmig ineinander
gewickelten Bandmaterialien (11) gebildeten Gesamtkörper (3),
bei welchem zwei im Wärmeaustausch stehende Fluide in Räumen
(12, 20) geführt werden, wobei
- - durch randnahes Verbinden benachbarter Bandmaterialien (11) ein Verbundkörper (10) mit einem darin enthaltenem Raum (12) für das zweite Fluid ausgebildet ist, der axiale Zu- und Abführleitungen (8, 9) für das zweite Fluid aufweist,
- - der Raum (20) für das erste Fluid zwischen den Windungen des Verbundkörpers (10) ausgebildet ist,
- - der Gesamtkörper (3) in ein mit Zu- und Abführungsleitungen (4, 5) für das erste Fluid versehenes Gehäuse (2) integriert ist und in axialer Richtung vom ersten Fluid durchströmt wird,
- - sich die Räume (12, 20) in radialer Richtung des Gesamt körpers (3) jeweils abwechseln und die Wärmeübertragung in radialer Richtung durch das Bandmaterial (11) des spiral förmigen Gesamtkörpers (3) erfolgt
- - der Raum (12) für das zweite Fluid in axialer Richtung des Gesamtkörpers (3) in zwei Teilräume (12a, 12b) abgetrennt ist und die beiden Teilräume (12a, 12b) lediglich im den axialen Zu- und Abführleitungen (8, 9) gegenüberliegenden Randbereich (19) des Gesamtkörpers (3) in Strömungs verbindung stehen,
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die dem Raum (20) für das erste Fluid zugewandte Oberfläche
der Wandmaterialien (11) und/oder die Innenfläche des Gehäuses
(2) zumindest teilweise mit einem Katalysatormaterial (27) zur
Oxidation des ersten Fluids beschichtet ist.
3. Verwendung eines Spiralwärmetauschers nach Anspruch 1 als
mit Hilfe des Anodenabgases und/oder Kathodenabgases beheizter
Verdampfer in einem Brennstoffzellensystem, wobei das
Anodenabgas und/oder Kathodenabgas als erstes Fluid und die der
Gaserzeugungsstufe (30) zuzuführenden flüssigen Edukte als
zweites Fluid dem Spiralwärmetauscher (1) über die Zu- und
Abführleitungen (4, 5, 8, 9) zugeführt werden.
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