DE19829796A1 - Verbundtragwerk mit räumlichem Strebenwerk - Google Patents
Verbundtragwerk mit räumlichem StrebenwerkInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D6/00—Truss-type bridges
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D2/00—Bridges characterised by the cross-section of their bearing spanning structure
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01D—CONSTRUCTION OF BRIDGES, ELEVATED ROADWAYS OR VIADUCTS; ASSEMBLY OF BRIDGES
- E01D2101/00—Material constitution of bridges
- E01D2101/20—Concrete, stone or stone-like material
- E01D2101/24—Concrete
- E01D2101/26—Concrete reinforced
- E01D2101/268—Composite concrete-metal
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Abstract
Verbundtragwerk mit räumlichen Strebenwerk, bestehend aus einem flächigen Stahlbetongurt, einem gegenüberliegenden Gurt aus Profilstäben sowie einem die beiden Gurte verbindenden räumlichen Strebenwerk, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragwerk aus vorgefertigten Segmenten (2/3) und Gurtprofilen (1) zusammengesetzt ist, wobei die vorgefertigten Segmente so gewählt sind, daß sie jeweils einen polygonalen Ausschnitt des flächigen Stahlbetongurtes (3) und die darunter liegenden räumlich gerichteten Streben (2) beinhalten, wobei die freien Strebenenden benachbarter Segmente sich jeweils in einem Punkt am gegenüberliegenden Profilstahlgurt (1) treffen.
Description
Ebene oder gekrümmte Verbundtragwerke mit räumlichen Strebenwerk sind bekannt.
Hierbei handelt es sich meist um eine Stahlbetonplatte die als Obergurt dient und einem
darunter angeordneten Stahlstrebenwerk mit in einer Richtung durchgehenden Untergurt
aus Stahlprofilen. Solche Tragwerke werden im Brückenbau eingesetzt (vergl. Viadukt von
Lully, Autobahnbrücke Kanton Freiburg Schweiz). Für Streben und Untergurte werden dabei
häufig Stahlrohre oder andere Profilstähle verwandt. Tragwerke solcher Art haben bei großer
Tragkapazität einen günstigen Materialverbrauch und ein geringes Eigengewicht.
Solche Tragwerke, auch mit unten oder innen liegendem Stahlbetongurt, lassen sich auch
als Flächentragwerke in gekrümmter Form als Tonnengewölbe, als Kalottengewölbe oder
sonstigen Schalenformen herstellen.
Allerdings verursacht das Lehrgerüst unter dem Strebenwerk und die Schalung der
Betonplatte zwischen den Streben hohe Kosten. Bei hohen Talbrücken z. B. oder Brücken
über Gewässern, sind Lehrgerüste gar nicht möglich oder derart aufwendig, daß eine solche
Bauart wirtschaftlich nicht in Frage kommt. Verschiedentlich wird deshalb das Stahlfachwerk
als selbsttragender Träger ausgebildet worauf sich die Schalung der Stahlbetonplatte
abstützt. Hierbei muß freilich ein vorübergehender Stahlobergurt geschaffen werden, der die
Gurtkräfte aus der Biegung des Stahlfachwerks übernimmt. Dieser Stahlobergurt ist nach
der Herstellung des endgültigen Tragwerks überflüssig, da die Gurtkräfte (meist Druck)
durch den Stahlbetonobergurt übernommen werden.
Bekannt ist ferner im Spannbetonbau die Segmentbauweise (vergl. DIN 4227 T3 Bauteile in
Segmentbauart oder Patentschrift DE 42 03 881 C2. Hierbei werden in der meist geklebten
Segmentfugen nicht nur die Momente übertragen, sondern auch die Querkräfte. Deshalb
muß entweder eine Verzahnung der Segmentstirnflächen vorhanden sein, oder eine hohe
Vorspannkraft, quer zur Fuge aufgebracht werden, die ein Abgleiten des Segments durch
die so erzeugte Reibungskraft verhindert.
Die Herstellung der Verzahnung oder die Erzeugung der Vorspannung für die erforderlichen
Reibungskräfte stellen auch bei der Segmentbauart einen beachtlichen Kostenfaktor dar.
Der Erfindung nach Patentanspruch 1 liegt das Problem zugrunde, ein Tragwerk zu
schaffen, das weder Lehrgerüst noch Schalung auf der Baustelle benötigt und die
Übertragung der primären Querkräfte des Tragwerks (Querkräfte des Haupttragwerks) am
Stahluntergurt ohne Materialmehrverbrauch oder Zusatzkosten erlaubt.
Dieses Problem wird mit einem Tragwerk mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten
Merkmalen gelöst.
Der erste wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß mittels Vorfertigung des
Stahlbetongurtes in Segmenten die Schalung auf der Baustelle entfällt und durch eine
Vorfertigung in Umkehrlage die Schalung sehr einfach wird und für die einzelnen Segmente
gleich ist. Hierbei kommt die spätere Oberseite des Segmentes auf den Schalungsboden zu
liegen. Die untereinander bereits verbundenen Streben werden von oben in den Beton
eingesetzt. Danach wird der Beton abgezogen oder eben gerüttelt.
Der zweite wesentliche Vorteil besteht im Wegfall des Lehrgerüstes. Die Stahluntergurte
werden verlegt und können vermöge ihrer I- oder - Ausbildung und nur der Eigengewichts
belastung über große Spannweiten verlegt werden. Bei größeren Spannweiten werden diese
Untergurte zwischengestützt durch Abstützungen vom Baugrund aus oder durch
Schrägabspannungen. Ein Segment oder eine Segmentreihe kann nun auf dem Untergurt
verlegt und mit diesem sofort verschweißt oder verschraubt werden. Wird auch der
Stahlbetonobergurt durch Einschubbewehrung, Vorspannung oder Verschraubung mit dem
Obergurt des vorangehenden Segments kraftschlüssig verbunden, entsteht die beabsichtigte
Gesamttragwirkung die bei Mehrfeldsystemen den freien Vorbau erlaubt. Die bei freiem
Vorbau fortschreitende Gesamttragwirkung verstärkt jeweils den biegeweichen noch
unverbundenen Untergurt. Durch diesen Effekt bedarf der Untergurt keiner Überbemessung
für den Montagelastfall.
Der dritte Vorteil besteht darin, daß die Querkräfte des Haupttragwerkes am unteren
Fachwerkknoten des Untergurtes übertragen werden. Die Segmentfuge des Obergurtes liegt
nicht im Fachwerkknoten, sondern dazwischen und muß daher keine Querkräfte des
Haupttragwerkes übertragen.
Weitere Vorteile sind das geringe Montagegewicht der Einzelsegmente das bei
herkömmlicher Segmentbauweise wesentlich höher ist, die hohe Betonqualität der
Segmente und ihre große Präzision durch die Werksfertigung.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung z. B. für eine Brücke ist im Patentanspruch 2
erfaßt und in den Zeichnungen Fig. 1, 2, 3 und 4 dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 Brückenquerschnitt
aus drei Segmenten zusammengesetzt mit drei Profilstahluntergurten (1). Jedes Segment (2/3) besteht aus einer werksgefertigten Stahlbetonplatte (3) mit Bewehrungskanälen (6) und 4 Streben bzw. einer Strebenraute (2). Die Strebenrauten sind oben durch eine Stahlplatte (5) mit aufgeschweißten Stegen verbunden. Auf den Stahlbetonplatten der Segmente befindet sich eine durchgehende Ortbetonschicht (4). Der Untergurt in Brückenquerrichtung besteht aus aufgeschweißten Profilstählen (7).
aus drei Segmenten zusammengesetzt mit drei Profilstahluntergurten (1). Jedes Segment (2/3) besteht aus einer werksgefertigten Stahlbetonplatte (3) mit Bewehrungskanälen (6) und 4 Streben bzw. einer Strebenraute (2). Die Strebenrauten sind oben durch eine Stahlplatte (5) mit aufgeschweißten Stegen verbunden. Auf den Stahlbetonplatten der Segmente befindet sich eine durchgehende Ortbetonschicht (4). Der Untergurt in Brückenquerrichtung besteht aus aufgeschweißten Profilstählen (7).
Fig. 2 Brückenlängsschnitt, Teilausschnitt
mit Untergurt (1), drei Segmenten in Längsrichtung (2/3), Ortbetonschicht (4), Verbindungsplatten (5) und Untergurtprofilen in Querrichtung (7).
mit Untergurt (1), drei Segmenten in Längsrichtung (2/3), Ortbetonschicht (4), Verbindungsplatten (5) und Untergurtprofilen in Querrichtung (7).
Fig. 3 Strebenraute vor dem Einbau in perspektivischer Ansicht,
mit vier zu einer Raute zusammengeschweißten Streben (2) und den Verbindungsplatten (5) am Obergurt.
mit vier zu einer Raute zusammengeschweißten Streben (2) und den Verbindungsplatten (5) am Obergurt.
Fig. 4 Freier Vorbau
mit Widerlager (8), Pfeilern (7), Zwischenabstützung des ersten Feldes (13) Verlegekran (12), teilweise verlegtem Untergurt (1), bereits mehreren verlegten Segmenten (2/3), Montagepylon (10) und Abspannseilen (11).
mit Widerlager (8), Pfeilern (7), Zwischenabstützung des ersten Feldes (13) Verlegekran (12), teilweise verlegtem Untergurt (1), bereits mehreren verlegten Segmenten (2/3), Montagepylon (10) und Abspannseilen (11).
Hierbei sind je Segment vier Rohrstreben (2) serienmäßig so verschweißt, daß sie in der
Draufsicht eine Raute bilden, die jeweils gegenüberliegenden Knoten aber in verschiedenen
Ebenen liegen (Fig. 3). Eine Strebenraute (2) bildet mit der vorgefertigten Stahlbetonplatte
(3) jeweils ein Segment. Die Segmente werden werksmäßig in Umkehrlage hergestellt, so
daß die Plattenoberseite auf dem Schalungsboden liegt und die Unterseite frei abgezogen
oder eben gerüttelt werden kann.
Die Strebenrauten können für ein Brückenbauwerk völlig gleich, lediglich mit
unterschiedlichen Wanddicken der Rohre ausgebildet werden. Sie sind nach dem Einbau
dicht verschweißt und bedürfen deshalb nur eines äußeren Korrosionsschutzes.
Die Strebenknoten werden am Stahlbetongurt mit Knotenplatten (5) versehen, die auf die
schräg geschnittenen Streben aufgeschweißt sind. Diese Knotenplatten haben zu
Kraftübertragung Verstärkungsstege und sind in die Stahlbetonplatte (3) einbetoniert.
Der Untergurt im Beispiel besteht aus selbsttragenden geschweißten Kastenprofilen (1). Er
kann auch aus anderen geschweißten Profilen oder aus Walzprofilen bestehen. Er wird
vorher verlegt.
Die Segmente mit dem Strebenwerk werden vor Ort auf die Untergurtprofile (1) gesetzt und
mit diesen verschweißt.
Der Obergurt wird mit Spannstählen, die in Bewehrungskanälen (6) verlegt sind an die
benachbarten Segmente angepresst und verklebt. Weitere Bewehrungskanäle erhalten eine
schlaffe oder vorgespannte Bewehrung mit einer nachträglichen Auspressung mit
Zementmörtel. Der Untergurt in Querrichtung (7) wird in Form einzelner Profilstäbe zwischen
die Längsuntergurte (1) geschweißt oder geschraubt.
Nach der Montage der Segmente auf den Pfeilern (9) und den Widerlagern (8) mittels
Abspannpylon (10), Abspannseilen (11) und Montagekran (12), wird in diesem Beispiel eine
durchgehende ergänzende Ortbetonplatte (4) mit entsprechender Bewehrung aufbetoniert.
Die Segmente können aber auch die gesamte Dicke der Stahlbetonplatte, ohne
Ortbetonergänzung enthalten.
Mittels einer Zwischenunterstützung (13) wird das erste Feld montiert. Dabei wird der
Untergurt vom Widerlager (8) über die Zwischenunterstützung (13) verlegt. Sodann werden
die Segmente vom Widerlager aus montiert, wobei die Segmente voranschreitend jeweils
fest mit den Untergurtprofilen (1) und untereinander verbunden werden. Diese feste
Verbindung ergibt jeweils eine Gesamttragwirkung. Sie wirkt sich für den restlichen freien
Untergurt (1) verstärkend aus, da am letzten montierten Segment (2/3) für den Untergurt (1)
statisch eine Einspannung entsteht. Hierdurch wird der Untergurt befähigt, die Belastung
durch das aufgelegte Folgesegment besser aufnehmen zu können.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Verbundtragwerke mit räumlichen Strebenwerk,
nach Anspruch 3 oder 4 bei denen die Streben alle an einem Punkt verschweißt und dort im
Feldbereich des Segmentes einbetoniert sind. Das können bei Brücken mit nur einem
Untergurt und zwei Segmenten in Querrichtung jeweils zwei Streben sein, oder bei Sechs
eck-Segmenten mit Untergurten in drei Richtungen jeweils drei Streben.
Claims (4)
1. Verbundtragwerk mit räumlichen Strebenwerk, bestehend aus einem flächigen
Stahlbetongurt, einem gegenüberliegenden Gurt aus Profilstäben sowie einem die beiden
Gurte verbindenden räumlichen Strebenwerk, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tragwerk aus vorgefertigten Segmenten (2/3) und Gurtprofilen (1) zusammengesetzt ist,
wobei die vorgefertigten Segmente (2/ 3) so gewählt sind, daß sie jeweils einen polygonalen
Ausschnitt des flächigen Stahlbetongurtes (3) und die darunter liegenden räumlich
gerichteten Streben (2) beinhalten, wobei die freien Strebenenden benachbarter Segmente
sich jeweils in einem Punkt am gegenüberliegenden Profilstahlgurt (1) treffen.
2. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente jeweils vier
Streben enthalten die ein geschlossenes Viereck mit vier Knoten bilden wobei jeweils zwei
gegenüberliegende Knoten in den beiden Gurtebenen liegen.
3. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente jeweils vier
Streben enthalten, wobei die vier Streben an einem einzigen Knoten untereinander
verschweißt und dort im Feldbereich der Segmentplatte einbetoniert sind (pyramidenförmige
Anordnung).
4. Tragwerk nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß Segmente nur zwei oder drei
Streben enthalten, die in einem Knoten untereinander verschweißt und dort im Feldbereich
der Segmentplatte einbetoniert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129796 DE19829796A1 (de) | 1998-06-20 | 1998-06-20 | Verbundtragwerk mit räumlichem Strebenwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998129796 DE19829796A1 (de) | 1998-06-20 | 1998-06-20 | Verbundtragwerk mit räumlichem Strebenwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19829796A1 true DE19829796A1 (de) | 2000-02-17 |
Family
ID=7872904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998129796 Withdrawn DE19829796A1 (de) | 1998-06-20 | 1998-06-20 | Verbundtragwerk mit räumlichem Strebenwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19829796A1 (de) |
-
1998
- 1998-06-20 DE DE1998129796 patent/DE19829796A1/de not_active Withdrawn
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