DE19829352A1 - Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen Formkörpers - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen FormkörpersInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen Formkörpers aus flachem, gewebeverstärktem Kunststoff beschrieben, welches mit Hilfe einer speziellen, beim Ausführungsbeispiel näher beschriebenen und im Rahmen der Erfindungsoffenbarung auch wichtigen Vorrichtung erzeugt wird. Der flache, als Ausgangswerkstoff dienende Kunststoff besitzt zunächst eine Formstabilität, die durch Erwärmen mittels einer Heizung leicht aufgehoben wird. Nach Vorformen mittels eines Formstempels bei gleichzeitigem Niederhalten des Randbereichs durch einen Spannrahmen, wird nach Schaffung eines luftdichten oberen Hohlraums und unteren Hohlraums eine Druckdifferenz angelegt aufgrund derer das noch warme und flexible Kunststoff-Ausgangsmaterial in die Höhlung eines Formwerkzeugs hineingezogen bzw. gepreßt wird, um dessen Gestalt anzunehmen. Beim Vorformen mittels des Formstempels und des Spannrahmens wird der Randbereich lediglich niedergehalten, jedoch nicht festgespannt, so daß er zwischen dem Formwerkzeug und dem Spannrahmen weitgehend reibungsfrei und vor allen Dingen auch faltenfrei hindurchgleiten kann.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
dreidimensionalen Formkörpers aus flachem gewebeverstärktem
Kunststoff in einem verschließbaren mit einem mit einer
zustellbaren Heizeinrichtung versehenen Formwerkzeug, mit einem
Formstempel, mindestens einem Fluidanschluss, einem Spannrahmen
für den Rand des Kunststoffs und einem zustellbaren Formtisch
mit einem eine Urform für den Formkörper aufweisenden
Formwerkzeug, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Verfahren geht bspw. aus der EP 017 452 hervor.
Derartige Formkörper werden heute auf vielen Gebieten der
Technik verwendet. Bspw. dienen sie in der Automobilindustrie
als Verkleidungen, Armaturenhalterungen, Hutablagen u. dgl.
Dabei werden an die Genauigkeit hohe Anforderungen gestellt und
sie müssen hinsichtlich ihrer Oberfläche ebenfalls den
verschiedensten Forderungen gerecht werden. Nicht zuletzt wird
auch eine gewisse Steifigkeit verlangt, so dass sie unter ggf.
auftretenden Belastungen ihre Form beibehalten.
Beim vorbekannten Verfahren wird jeder Formkörper in eine
eigens für ihn hergestellte Hülle eingeschweißt, die luftdicht
ist und bspw. mittels einer Injektionsspritze evakuiert wird.
Diese Hülle wird aus zwei Folien gefertigt, die sich zunächst
oberhalb und unterhalb des flachen gewebeverstärkten
Kunststoffs bzw. dessen Komponenten befinden.
Nach der Endverformung wird die Hülle abgenommen und muss
entsorgt werden. Zuvor wird aber der vorgeformte, in der Hülle
befindliche Formkörper aus der ersten Form herausgenommen und
in eine Halteform gebracht. Dort erfolgt eine Erhitzung und
eine Druckbeaufschlagung sowie nachfolgend eine Abkühlung. Nach
diesen Arbeitsgängen wird die Hülle aufgeschlitzt und vom
fertigen Formkörper abgenommen.
Diese Herstellungsweise ist sehr aufwendig und erfordert einen
hohen Geräteaufwand. Außerdem ist sie mit viel Handarbeit
verbunden und kann deshalb nicht automatisiert werden. Sie ist
infolgedessen sehr kostenintensiv.
Ein anderes Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers ergibt
sich aus der DE-OS 20 56 477. Der Geräteaufwand ist hierbei
zwar geringer, jedoch ist das Beschicken eines Spannrahmens mit
einem Sandwich aus zwei Folien, einer dazwischenliegenden
Armierungsschicht und dem letztere tränkenden flüssigen
Kunstharz insofern sehr aufwendig, als auf Luftblasenfreiheit
geachtet und die Armierungsschicht gegenüber den beiden
größeren Folien exakt ausgerichtet in den Spannrahmen
eingebracht werden muss. Es muss nämlich verhindert werden,
dass durch den Spannrahmen die Armierungsschicht während des
Spannvorgangs und auch während des Verformungsvorgangs
festgehalten wird und dadurch eine freischwimmende Verlagerung
beim Aushärten nicht stattfinden kann.
Für eine automatische Fertigung ist dieses Verfahren deshalb
weniger geeignet. Im übrigen ist es sehr zeitaufwendig und
schon allein dadurch teuer.
Ein weiteres Verfahren gemäß DE-AS 11 31 871 ist insofern sehr
aufwendig als zunächst eine imprägnierte Fasermatte beidseits
mit einer Folie bedeckt wird und nach dem Verformen in einer
Vakuumzieheinrichtung eine der beiden Folien wieder abgenommen
werden muss. Es muss sich also um eine Folie handeln, die sich
mit der Fasermatte nicht verbinden kann. Nach dem Abnehmen der
Folie wird flüssiges, aushärtbares Harz aufgebracht und das
Ganze mit einer weiteren Folie wieder abgedeckt. Nun erfolgt
das endgültige Formen und Aushärten.
Man erkennt, dass auch dieses Verfahren kompliziert und
aufwendig und dadurch teuer sowie für eine Serienfertigung
wenig geeignet ist.
Es liegt infolgedessen die Aufgabe vor, ein Verfahren der
gattungsgemäßen Art so weiterzubilden, dass damit
dreidimensionale Formkörper aus flachem gewebeverstärktem
Kunststoff problemlos und, wenn man von physikalisch oder
chemisch bedingten Wartezeiten absieht, auch rasch sowie
preiswert und vor allen Dingen in ein und derselben Vorrichtung
ohne Umsetzen hergestellt werden können, wobei sich dieses
Verfahren insbesondere auch für eine automatische Fertigung
eignen sollte.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Verfahren
vorgeschlagen, das die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
aufweist.
Bei diesem Verfahren gibt es keinen Abfall in Form von während
der Fertigung benutzten Hüllen, kein Umsetzen von einer
Vorrichtung in eine andere und es ist auch nicht notwendig,
während eines Teils der Verfahrensschritte eine Folie
abzunehmen und später durch eine andere wieder zu ersetzen.
Wenn eine oder zwei Folien - für beidseitige Beschichtung -
Verwendung finden, so sollen diese später am Formkörper
verbleiben, d. h. Teil desselben bilden. Insofern handelt es
sich bei den Folien nicht um ein Hilfsmittel für die
Herstellung, sondern bspw. um ein Mittel für die ästhetische
Ausgestaltung der Oberfläche des Formkörpers auf zumindest
seiner Gebrauchsseite bzw. nach dem Einbau zu sehenden Seite.
Es erfolgt bei diesem Verfahren weder ein Verformen in den
freien Raum hinein, was der Genauigkeit des Formkörpers
abträglich ist, noch ein Verformen mittels Matrize und Patrize,
was infolge der besonderen Verformungsmechanismen
gewebeverstärkter Kunststoffe die Gefahr von lokal
unterschiedlichen Anpressdrücken beinhaltet.
Die endgültige Formgebung geschieht mit Hilfe eines
Differenzdrucks zu beiden Seiten des mechanisch vorgeformten
Formkörpers. Die Belastung beim mechanischen Vorformen ist
gering, weil das Material für den Formkörper am Randbereich nur
niedergehalten, nicht aber gegen Verschieben festgehalten wird.
In dem Maße in dem das Material vorgeformt wird, kann das
Material vom Rand her gewissermaßen "nachgleiten" so dass es
zur gewünschten Scherverformung zwischen den Kett- und
Schussfäden der Gewebe kommt und somit unzulässige Belastungen
des gewebeverstärkten Kunststoffs vermieden werden. Bei der
fluidischen Endverformung kann durch entsprechende Druckaufgabe
für ein langsames Andrücken an die Urform des Formwerkzeugs
gesorgt werden. Andererseits ermöglicht aber die
Druckverformung eine kompliziertere Formgebung als dies mit
Matrize und Patrize bei geringem Aufwand möglich ist.
Druckverformung bedeutet z. B. die Evakuierung oder
Teilevakuierung des auf der einen Seite gelegenen Raums, wobei
dann im Raum auf der anderen Seite Atmosphärendruck oder
bevorzugterweise ein positiver Druck herrscht. Als Fluid kommt
in erster Linie Luft in Frage.
Bevorzugte Varianten dieses Verfahrens ergeben sich aus den
Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung der
Herstellung eines Ausführungsbeispiels.
Die in den Ansprüchen 4 bis 6 erwähnte Lackfolie übernimmt
dabei mehrere Aufgaben, nämlich sorgt sie erstens für eine
ansprechende Oberfläche auf zumindest einer Seite des
Formkörpers und zweitens verhindert sie, weil sie gemäß
Anspruch 6 dem höheren Druck ausgesetzt ist, auch das
Eindringen von Luft in den glasfaserverstärkten Kunststoff, so
dass Porenbildung vermieden wird. Die wesentliche Aufgabe der
Folie besteht jedoch darin, durch eine Trennung der mit Druck
beaufschlagten, bzw. evakuierten Räume zum Aufbau eines für die
Formgebung notwendigen Druckdifferenz beizutragen. Im Gegensatz
zu der eingangs erwähnten Hülle, welche ebenfalls der
Vermeidung von Luftblasen dient und die nach dem Aushärten
nicht mehr benötigt wird, schmückt die Lackfolie das
Fertigprodukt und sorgt gleichzeitig auch für eine sehr glatte
Oberfläche. Sie wird Bestandteil des Endprodukts.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher
erläutert.
Die Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens bzw. zur Herstellung eines dreidimensionalen
Formkörpers gemäß der vorstehenden Beschreibung.
Ein flacher, tafelartiger, gewebeverstärkter Kunststoff 1 wird
im Sinne des Pfeils 2 in geeigneter Weise in die Vorrichtung
eingebracht. Sobald der in Fig. 2 gezeigte Zustand erreicht
ist, wird eine beim Ausführungsbeispiel zweiteilige Heizung mit
einem oberen Heizelement 3 sowie einem unteren Heizelement 4 im
Sinne der Pfeile 5 eingebracht, wobei sich dann gemäß Fig. 3
das obere Heizelement 3 oberhalb und das untere Heizelement 5
unterhalb des Kunststoffs 1 befindet. Symbolisch ist in Fig. 3
angedeutet, dass daraufhin die Heizung eingeschaltet wird, um
den Kunststoff 1 zu erwärmen und flexibel zu machen.
Sobald er warm genug ist, werden die Heizelemente 3, 4 gemäß
Fig. 4 in Pfeilrichtung 6 wieder herausgebracht.
Gemäß Fig. 5 wird nunmehr ein Formtisch 7 mit einem eine
Urform für den Formkörper aufweisenden Formwerkzeug 8 im Sinne
der Pfeile 9 hochgefahren. Zugleich wird in Gegenrichtung, also
im Sinne der Pfeile 10, ein Spannrahmen gegen den Formtisch 7
hin abgesenkt, bis auf dem Randbereich 12 des Kunststoffs 1
aufliegt. Er wird dann allerdings nicht angepresst, sondern
hält den Kunststoff lediglich derart nieder, dass zwischen dem
Spannrahmen 11 und dem gegenüberliegenden, nach außen weisenden
Randbereich 13 des Formwerkzeugs 8 hindurchgleiten kann.
Daraufhin wird ein Formstempel 14 im Sinne des Pfeils 15 gegen
den erwärmten und infolgedessen flexiblen Kunststoff 15 hin
zugestellt, wobei er allerdings nur auf diesen zentralen
Bereich einwirkt. Insgesamt erfolgt aber eine Ausbeulung gegen
das Innere des Formwerkzeugs 8 hin.
Sobald eine vorgegebene Ausbeulung des Kunststoffs 1 erreicht
ist, die faltenfrei infolge des reibungsbehafteten
Hindurchgleitens unter dem Spannrahmen 11 hindurch erzielt
wird, stellt man gemäß Fig. 7 eine Druckglocke 16 in
Pfeilrichtung 17 zu, bis deren freier Rand außerhalb des
Spannrahmens 11 fest auf dem Randbereich 12 des Kunststoffs 1
aufliegt. Gleichzeitig wird dann auch der Anpressdruck des
Spannrahmens 11 verstärkt, was durch Zusammendrücken der
symbolhaft gezeichneten Federn 17 verdeutlicht wird. Auf diese
Weise entstehen luftdichte Hohlräume 18 oberhalb und 19
unterhalb des vorverformten Kunststoffs 1. Der Kunststoff 1 ist
nunmehr gleitfrei festgehalten, so dass weitere Verformungen
nicht mehr durch Nachrücken des Randbereichs, sondern durch
elastische Verformung erfolgen.
Fig. 8 verdeutlicht, dass man diese weitere Verformung bzw.
Endverformung mit Hilfe eines Fluids, insbesondere von
Druckluft, bewirkt. Hierzu kann man bspw. den unteren Hohlraum
19 evakuieren, was durch den Pfeil 20 versinnbildlicht ist.
Alternativ oder, wie beim Ausführungsbeispiel vorgesehen,
zusätzlich wird der obere Hohlraum 18 mit Druckluft
beaufschlagt, was der Pfeil 21 verdeutlichen soll. Man erkennt
in Fig. 8, dass sich nunmehr der vorgeformte Kunststoff 1 vom
Vordehnstempel abhebt und er in die Höhlung 22 des
Formwerkzeugs 8 hineingezogen wird (Fig. 5). Bei ausreichendem
Druck und genügender Dehnfähigkeit des Kunststoffs legt sich
letzterer schließlich gemäß Fig. 9 vollständig an die
Innenwandung des Formwerkzeugs 8 an und nimmt dessen Gestalt
an. Er muss sich allerdings noch verfestigen. Hierzu bleibt der
obere Hohlraum 18 zunächst noch unter Druck bis eine
ausreichende Abkühlung des Kunststoffs 1 erreicht ist. Sobald
dies geschehen ist öffnet man die Luftzufuhr zu den Hohlräumen
18 und 19, was die Pfeile 23 und 24 versinnbildlichen. Jetzt
kann man gemäß Fig. 11 den Formtisch 7 absenken sowie den
Spannrahmen 11, den Formstempel 14 und die Druckglocke 16
jeweils wieder in die Ausgangsstellung zurückführen, was die
Fig. 11 und 12 sowie die entsprechenden Pfeile in Fig. 11
verdeutlichen. Das Formwerkzeug kann nunmehr geöffnet und der
Formkörper 26 gemäß Pfeil 25 entnommen werden.
Auch in der symbolischen Darstellung des Verfahrens wurde nicht
gezeigt, dass gemäß dem letzten Kennzeichnungsmerkmal des
Anspruchs 1 vor der fluidischen bzw. pneumatischen Verformung
des Kunststoffs 1 auf wenigstens eine Seite des letzteren eine
Folie aufgelegt wird. Sie übernimmt zweierlei Aufgaben, nämlich
einerseits bildet sie beim fertigen Produkt die Sichtseite und
zum anderen hat sie zumindest drosselnde Eigenschaften, so dass
sich die in den oberen Hohlraum einströmende Druckluft nicht
oder möglichst nicht in den Kunststoff hineinflüchten kann und
folglich die zur Umformung nötige Druckdifferenz zwischen
oberen und unterem Hohlraum erhalten bleibt. Wenn anstatt einer
zumindest drosselnde Folie eine luftdichte Folie verwendet
wird, so besteht eine Gefahr des Eindringens von Luft oder
Luftblasen in den Kunststoff 1 nicht.
An der gegenüberliegenden Unterseite des Kunststoffs 1 ist das
Anbringen einer Folie aus technischen Gründen nicht notwendig,
sondern allenfalls aus anderen Gründen bspw. um am fertigen
Produkt eine bessere Oberfläche auch an der Unterseite bzw. der
im Gebrauch nicht sichtbaren Fläche zu erhalten.
Eine besonders schöne Oberfläche des Fertigprodukts erreicht
man bspw. bei Verwendung einer Lackfolie. Im Fall der
Verwendung lediglich einer einzigen Folie befindet sich diese
beim Ausführungsbeispiel selbstverständlich auch an der
Oberseite, also gegen den oberen Druckraum oder Hohlraum 18 hin
weisend bzw. diesen abgrenzend.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen
Formkörpers (26) aus flachem, gewebeverstärktem Kunststoff
(1) in einem verschließbaren, mit einer zustellbaren
Heizeinrichtung (3, 4) versehenen Formwerkzeug (8) mit
einem Formstempel (14), mindestens einem Fluidanschluss,
einem Spannrahmen (11) für den Rand (12) des Kunststoffs
(1) und einem zustellbaren Formtisch (7) mit einem eine
Urform für den Formkörper (26) aufweisenden Formwerkzeug
(8), bei dem
- (a) der gewebeverstärkte Kunststoff (1) im Formwerkzeug (8) erwärmt und dadurch flexibel gemacht wird,
- (b) der flexible Kunststoff durch Einwirken eines der Urform annähernd ausgebildeten Verformstupels vorgeformt und
- (c) durch Einwirken unterschiedlichen Drucks auf beiden Seiten des randseitig gehaltenen Kunststoffs (1) eine Verformung gegen das Formwerkzeug (8) hin erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
- (d) das Kunststoffteil (1) nach dem Erwärmen randseitig durch den Spannrahmen (11) derart festgehalten wird, dass der Randbereich (12) beim Vorformen weitgehend reibungsfrei durch die Einspannstelle gleiten kann, wobei
- (e) mittels einer etwa gleichbleibenden, der Verformung entgegenwirkenden Zugspannung weitgehend faltenfrei verformt wird,
- (f) wobei das Kunststoffteil (1) nach dem Erwärmen mechanisch mittels des Formstempels (14) vorgeformt wird,
- (g) dass nach dem Vorformen der Randbereich (12) des vorgeformten Kunststoffteils (1) mittels einer zustellbaren Druckglocke (16) abgedichtet wird,
- (h) dass anschließend der Hohlraum (19) zwischen dem vorgeformten Kunststoff (1) und dem Formwerkzeug (8) evakuiert und der auf der anderen Seite des Kunststoffs (1) gelegene Hohlraum (18) mittels eines Fluids, insbesondere Druckluft, unter Überdruck gesetzt wird, wodurch der vorgeformte Kunststoff (1) zur endgültigen Verformung an das Formwerkzeug (8) angedrückt und dadurch der Formkörper (26) geschaffen wird, wobei die Verformung insgesamt innerhalb der elastischen Grenzen des Materials vorgenommen wird,
- (i) und dass vor der fluidischen Verformung wenigstens eine Seite des Kunststoffs (1) mit einer das Fluid zumindest drosselnden Folie belegt wird,
- (j) und, dass der endgeformte Formkörper (26) bei anstehender Druckdifferenz abgekühlt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Folie oder eine der beiden Folien
für das die Druckdifferenz bewirkende Medium zumindest
weitgehend druckdicht ist.
3. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff (1) vor der
fluidischen Verformung auf wenigstens einer Oberfläche mit
einer Lackfolie versehen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Lackfolie der späteren Sichtseite des Formkörpers (26)
zugeordnet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass bei der fluidischen Verformung des Kunststoffs (1)
die Lackfolie dem höheren Druck ausgesetzt wird.
Priority Applications (1)
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| DE19829352A DE19829352C2 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen Formkörpers |
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| DE19829352C2 DE19829352C2 (de) | 2002-10-24 |
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| DE19829352A Expired - Fee Related DE19829352C2 (de) | 1998-07-01 | 1998-07-01 | Verfahren zur Herstellung eines dreidimensionalen Formkörpers |
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