DE19825978A1 - Datenerfassungsgerät - Google Patents

Datenerfassungsgerät

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Abstract

Datenerfassungsgerät (1) zur dezentralen Eingabe von Daten und zur Übertragung der Daten an eine zentrale Auswertungseinheit, insbesondere zur Durchführung von Abstimmungen, mit einer Eingabeeinheit (10) zur Eingabe der Daten, einer Anzeigeeinheit (10) zur grafischen Benutzerführung, einer Sendeeinheit (15) zur Übertragung der eingegebenen Daten zu der Auswertungseinheit sowie mit einer Steuereinheit (7, 11, 13) zur Ansteuerung oder Abfrage der Eingabeeinheit (10), der Anzeigeeinheit (10) oder der Sendeeinheit (15), wobei eine bidirektionale Datenübertragung zwischen der Auswertungseinheit und dem Datenerfassungsgerät (1) möglich ist, um Steuerdaten zu dem Datenerfassungsgerät (1) zu übertragen, die dessen Betriebsverhalten bestimmen und beispielsweise aus Programmodulen, Grafikmodulen oder einer individuellen Kennung zur Identifizierung des Datenerfassungsgeräts (1) bestehen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Datenerfassungsgerät zur dezentralen Eingabe von Daten und zur Übertragung der Daten an eine zentrale Auswertungseinheit, ins­ besondere zur Durchführung von Abstimmungen, sowie ein Betriebsverfahren für ein Datenerfassungs- und Auswertungssystem mit einem derartigen Datenerfas­ sungsgerät.
Aus DE 40 00 133 A1 ist ein Datenerfassungs- und Auswertungssystem bekannt, das beispielsweise für elektronische Abstimmungen auf Aktionärsversammlun­ gen verwendet werden kann. Die einzelnen Aktionäre erhalten hierbei jeweils eine individuelle Magnetkarte, auf welcher der Name des Aktionärs gespeichert ist. Bei der Abstimmung führen die Aktionäre dann ihre Karten jeweils in ein Lesegerät eines mobilen Datenerfassungsgeräts ein, woraufhin das Lesegerät den Aktionär anhand des auf der Karte gespeicherten Namens identifiziert. Anschlie­ ßend kann der Aktionär über eine Tastatur des Datenerfassungsgeräts seine Stimme eingeben, die dann auf einer Anzeigeeinheit des Datenerfassungsgeräts dargestellt und per Funk zu einer zentralen Auswertungseinheit übertragen wird. Die Auswertungseinheit zählt daraufhin die von den mobilen Datenerfassungsge­ räten übermittelten Stimmen und gibt das Ergebnis auf einem Drucker und einem Großbildschirm aus.
Dieses bekannte System ermöglicht eine wesentlich schnellere Auszählung der Stimmen als bei der früher üblichen Abstimmung durch Handzeichen und ist dar­ über hinaus wesentlich genauer, da bei einer Abstimmung durch Handzeichen oftmals einzelne Stimmen übersehen werden. Darüber hinaus kann auf diese Weise die Anonymität der einzelnen Abstimmungsteilnehmer gewahrt werden, indem nur die Stimmen, nicht aber die Namen der Abstimmungsteilnehmer aus­ gegeben werden.
Nachteilig bei diesem System ist jedoch, daß die zentrale Auswertungseinheit keinen Einfluß auf das Betriebsverhalten der einzelnen mobilen Datenerfas­ sungsgeräte hat. So müssen die einzelnen Abstimmungspunkte jeweils über einen Großbildschirm angezeigt oder vorgelesen werden, damit die Abstimmungsteil­ nehmer hiervon Kenntnis nehmen und ihre Stimme abgeben können. Das bekann­ te System läßt dich deshalb nicht einsetzen, wenn die Abstimmungsteilnehmer in verschiedenen Räumen sitzen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Datenerfassungsgerät der vorstehend beschriebenen Art zu schaffen, bei dem die zentrale Auswertungsein­ heit das Betriebsverhalten der einzelnen Datenerfassungsgeräte beeinflussen kann.
Die Aufgabe wird, ausgehend von dem bekannten Datenerfassungsgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1, bzw. - hinsichtlich des Betriebsverfahrens - durch die Merkmale des Anspruchs 7 gelöst.
Das erfindungsgemäße Datenerfassungsgerät ermöglicht eine bidirektionale Kommunikation mit der Auswertungseinheit und weist hierzu neben einer Sen­ deeinheit zur Übertragung der eingegebenen Daten zu der Auswertungseinheit auch eine Empfängereinheit auf, um Steuerdaten für die Ansteuerung oder Ab­ frage der Eingabeeinheit, der Anzeigeeinheit oder der Sendeeinheit von der zen­ tralen Auswertungseinheit zu empfangen.
Sende- und Empfängereinheit können wahlweise getrennt ausgeführt sein, jedoch bietet sich zur Vereinfachung die Zusammenfassung zu einem Transceiver an, der sowohl senden als auch empfangen kann.
Als Anzeigeeinheit lassen sich bei dem erfindungsgemäßen Datenerfassungsgerät beispielsweise LCD- oder LED-Anzeigen oder herkömmliche Kleinbildschirme mit Kathodenstrahlröhren verwenden. Zur Eingabe der Daten kann eine Tastatur verwendet werden, die vorzugsweise als Folientastatur ausgeführt ist, um einen Betrieb auch ins einer verschmutzten Umgebung zu ermöglichen. In der bevorzug­ ten Ausführungsform der Erfindung wird jedoch ein berührungssensitiver Bild­ schirm (Touch-Screen) verwendet, der sowohl als Eingabeeinheit als auch als Anzeigeeinheit fungiert.
In einer Variante der Erfindung wird die bidirektionale Datenübertragung zwi­ schen der Auswertungseinheit und dem Datenerfassungsgerät ausgenutzt, um das Steuerprogramm des Datenerfassungsgeräts zu ändern. Das Datenerfassungsgerät weist deshalb in dieser Variante einen Programmspeicher auf, der vorzugsweise als FLASH-Speicher ausgebildet ist und von der Auswertungseinheit program­ miert werden kann. Auf diese Weise ist das erfindungsgemäße Datenerfassungs­ gerät nicht auf den eingangs beschriebenen Einsatz auf Aktionärsversammlungen beschränkt, sondern läßt sich mit einem geeigneten Steuerprogramm vielfältig verwenden.
Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung ermöglicht die bidirektionale Da­ tenübertragung zwischen der Auswertungseinheit und dem Datenerfassungsgerät die Übertragung von Grafikmodulen, die in dem Datenerfassungsgerät abgespei­ chert werden und deshalb während des eigentlichen Betriebs nur noch abgerufen werden müssen. So ist es beispielsweise möglich, vor einer Abstimmung eine Sequenz mehrerer Bildschirminhalte an alle Datenerfassungsgeräte zu übertragen und dort zu speichern. Die einzelnen Bildschirminhalte können beispielsweise einzelne Fragen vorgeben, über welche die Benutzer abstimmen sollen. Während des eigentlichen Betriebs müssen die einzelnen Bildschirmseiten dann nur noch nacheinander abgerufen werden.
Die von der Auswertungseinheit übertragenen Grafikmodule müssen jedoch nicht notwendigerweise komplette Bildschirminhalte enthalten, sondern können auch einzelne Grafikelemente definieren, wie beispielsweise Bildlaufleisten, Schalt­ flächen für den Touch-Screen oder Ausgabefelder für Text oder Grafik. Die Da­ tenerfassungsgeräte rufen die gespeicherten Grafikelemente dann während des eigentlichen Betriebs ab und geben sie über die Anzeigeeinheit aus.
Die Verbindung zwischen der Auswertungseinheit und den einzelnen Datenerfas­ sungsgeräten kann wahlweise drahtlos oder drahtgebunden erfolgen. Zur drahtlo­ sen Datenübertragung können beispielsweise Infrarot-, Ultraschall- oder Funk­ sender bzw. -empfänger verwendet werden, wobei eine Infrarotübertragung den Vorteil weitgehender Abhörsicherheit und fehlender Störstrahlung bietet, wäh­ rend eine Funkübertragung eine größere Reichweite ermöglicht. Bei der drahtge­ bundenen Datenübertragung werden die mobilen Datenerfassungsgeräte vor­ zugsweise über einen seriellen Datenbus mit der Auswertungseinheit verbunden.
Sowohl bei der drahtgebundenen als auch bei der drahtlosen Datenübertragung erfolgt die Kommunikation zwischen der Auswertungseinheit und den mobilen Datenerfassungsgeräten vorzugsweise nach dem sogenannten Master-Slave- Prinzip. Jedes Datenerfassungsgerät ist hierbei ein Slave und hat eine eindeutige Adresse, wohingegen die zentrale Auswertungseinheit den Master bildet und die einzelnen Datenerfassungsgeräte selektiv abfragen kann. Hierzu sendet die Aus­ wertungseinheit (Master) einen Befehl mit einer bestimmten Adreßkennung an alle Datenerfassungsgeräte (Slaves), welche die übertragene Adreßkennung mit ihrer individuell vorgegebenen Adreßkennung vergleichen und den übertragenen Befehl bei einer Übereinstimmung ausführen. Anschließend antwortet das ange­ sprochene Datenerfassungsgerät dann mit einer Rückmeldung, die an die Aus­ wertungseinheit adressiert ist und deshalb von den anderen Datenerfassungsgera­ ten ignoriert wird. Neben der vorstehend beschriebenen individuellen Adressie­ rung der einzelnen Datenerfassungsgeräte (Slaves) ist jedoch auch eine allgemei­ ne Adressierung (General Call) möglich, bei der alle Datenerfassungsgeräte er­ reicht werden. In diesem Fall erfolgt jedoch in der Regel keine Rückmeldung der einzelnen Datenerfassungsgeräte.
Die Festlegung der individuellen Adressen der einzelnen Datenerfassungsgeräte kann beispielsweise durch eine aus mehreren Schaltern bestehende Schalterbank vorgegeben werden. Es ist jedoch auch möglich, in den einzelnen Datenerfas­ sungsgeräten jeweils ein Speicherelement vorzusehen, dessen Inhalt die indivi­ duelle Adreßkennung des jeweiligen Datenerfassungsgeräts festlegt. Dies bietet auch die Möglichkeit, die Adreßkennungen der einzelnen Datenerfassungsgeräts durch die Auswertungseinheit individuell zu programmieren. Nach der Ausliefe­ rung enthält der Kennungsspeicher dann zunächst einen Standardwert (Default- Adresse). Zur Programmierung der Adreßkennung wird das Datenerfassungsgerät dann mit diesem Standardwert adressiert und die gewünschte Adreßkennung übertragen, wobei die gleichzeitige Programmierung anderer, ebenfalls auf den Standard-Adreßwert eingestellter Datenerfassungsgeräte beispielsweise durch einen Schalter verhindert werden kann, der vor der Programmierung betätigt wird, um das jeweilige Datenerfassungsgerät in den Programmiermodus zu brin­ gen. In einer anderen Variante der Erfindung muß der Benutzer über die Einga­ beeinheit eine bestimmte Eingabe vornehmen, um die Programmierung der Adreßkennung durch die Auswertungseinheit freizuschalten.
Bei der vorstehend beschriebenen Datenübertragung nach dem Master-Slave- Prinzip kann die Auswertungseinheit (Master) die einzelnen Datenerfassungsge­ räte (Slaves) dich Auswahl der jeweiligen Adreßkennung selektiv abfragen, so daß Mehrfachabstimmungen mit einer Verfälschung des Abstimmungsergebnis­ ses vermieden werden können, indem jedes Datenerfassungsgerät bei einem Abstimmungsvorgang nur einmal abgefragt wird.
In einer weiterbildenden Variante der Erfindung kann -das Datenerfassungsgerät als Auswertungseinheit für andere Datenerfassungsgeräte konfiguriert werden, so daß keine separate Auswertungseinheit erforderlich ist.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein Datenerfassungs- und Auswertungssystem mit einer zentralen Auswertungseinheit und mehreren mobilen Datenerfassungsgeräten gemäß der Erfindung,
Fig. 2 eines der in Fig. 1 dargestellten mobilen Datenerfassungsgeräte als Blockschaltbild sowie
Fig. 3 den Betriebsablauf des in Fig. 1 dargestellten Datenerfassungs- und Auswertungssystems als Flußdiagramm.
Die in Fig. 1 gezeigte Anordnung dient zur Durchführung von Abstimmungen, wobei jeder Abstimmungsteilnehmer über ein mobiles Datenerfassungsgerät 1.1 bis 1.5 verfügt, an dem er seine Stimme eingeben kann. Die einzelnen Stimmen werden dann von den Datenerfassungsgeräten 1.1 bis 1.5 per Funk zu einer Auswertungseinheit 2 übertragen, die im wesentlichen aus einem Arbeitsplatz­ rechner 3 besteht, der zur Datenausgabe mit einem Drucker 4.1 und einem Großbildschirm 4.2 verbunden ist, wobei an den Arbeitsplatzrechner 3 zur Da­ tenübertragung ein Transceiver 5 mit einer Antenne 6 angeschlossen ist. Die Auswertungseinheit 2 zählt dann die Stimmen der einzelnen Abstimmungsteil­ nehmer und gibt das Ergebnis über den Drucker 4.1 und den Großbild­ schirm 4.2 aus. Die rechnergesteuerte Stimmenauswertung ermöglicht eine so­ fortige Ausgabe des Ergebnisses und ggf. eine Neuabstimmung, wenn beispiels­ weise die Standardabweichung des Abstimmungsergebnisses besonders hoch ist, was auf einen unzureichenden Einigungsprozeß der Abstimmungsteilnehmers und eine entsprechend geringe Akzeptanz des Ergebnisses schließen läßt.
Der Aufbau der einzelnen Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 ist detailliert in Fig. 2 als Blockschaltbild dargestellt, wobei die Steuerleitungen und die Stromversor­ gungskomponenten zur Wahrung der Übersichtlichkeit weggelassen sind.
Die Steuerung des Betriebsablaufs erfolgt durch einen Mikrocomputer 7, der über einen Systembus mit Daten- und Adreßbus mit den restlichen Komponenten des Datenerfassungsgeräts 1 verbunden ist. Der Betriebsablauf wird hierbei durch ein Programm vorgegeben, dessen Kern in einem nicht-flüchtigen Speicher 8 (BIOS - basic input output system) gespeichert ist, während das eigentliche Betriebspro­ gramm in einem FLASH-Speicher 9 festgehalten wird.
Zur Eingabe der jeweiligen Stimmoptionen sowie zur Bedienung des Datenerfas­ sungsgeräts 1 ist ein berührungssensitiver Bildschirm (Touch-Screen) 10 mit ei­ ner Auflösung von z. B. 128 × 128 Rasterpunkten vorgesehen, der von einem Vi­ deo-Controller 11 mit einem Bildschirmspeicher 12 mit einer Speichergröße von z. B. 8 kByte angesteuert wird. Der Bildschirmspeicher 12 kann also vier kom­ plette Bildschirminhalte aufnehmen, so daß der Bildschirminhalt verzögerungs­ frei gewechselt werden kann, indem der Video-Controller 11 einen anderen Spei­ cherbereich des Bildschirmspeichers 12 adressiert. In der Regel enthalten die ein­ zelnen Bildschirminhalte jeweils einen erläuternden Text sowie mehrere Grafik­ elemente, die durch eine Berührung des Touch-Screens 10 die zugehörigen Be­ fehle aktivieren. Zur Erfassung der Benutzereingaben ist ein sogenannter Touch- Controller 13 vorgesehen, der laufend jeden Rasterpunkt des Touch-Screens 10 auf eine Berührung überprüft und die Zeilen- und Spalten-Koordinaten der Be­ rührungspunkte ausgibt.
Zur Übertragung der von dem Benutzer eingegebenen Stimmoptionen zu der Auswertungseinheit 2 sowie zur Programmierung des Datenerfassungsgeräts 1 durch die Auswertungseinheit 2 weist das Datenerfassungsgerät 1 einen Tran­ sceiver 15 mit einer Antenne 14 auf, wobei der Transceiver 15 über eine serielle RS232-Schnittstelle 16 mit dem Systembus verbunden ist. Die Datenübertragung erfolgt per Funk auf einer Frequenz von 433,92 MHz im Halb-Duplex-Betrieb mit einer Datenübertragungsrate von 9600 Baud gemäß dem sogenannten Master- Slave-Prinzip mit der Auswertungseinheit 2 als Master und den Datenerfassungs­ geräten 1.1 bis 1.5 als Slaves. Die Auswertungseinheit 2 kann hierbei die einzel­ nen Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 selektiv abfragen, indem eine entsprechen­ de Adreßkennung zu den Datenerfassungsgeräten 1.1 bis 1.5 übertragen wird, wobei nur das Datenerfassungsgerät mit derselben Adreßkennung angesprochen wird und mit einer Rückmeldung antwortet, wohingegen die anderen Datenerfas­ sungsgeräte mit anderen Adreßkennungen die Nachricht ignorieren. Die von der Auswertungseinheit 2 zu den Datenerfassungsgeräten 1.1 bis 1.5 übertragenen Datenblöcke weisen jeweils eine Länge von 30 Bytes auf, während die Rückmel­ dung der einzelnen Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 jeweils 10 Bytes lang ist, was bei einer Übertragungsrate von 9600 Baud zu einer Übertragungszeit von ca. 33 ms führt. Bei einer Bearbeitungszeit von 25 ms zwischen zwei Abfragen er­ gibt sich eine Zeit von ca. 58 ms für die Abfrage eines der Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5. Bei einem Datenerfassungs- und Auswertungssystem mit 20 Daten­ erfassungsgeräten dauert die Abfrage sämtlicher Datenerfassungsgeräte also ca. 1,2 s.
Weiterhin weist das Datenerfassungsgerät 1 einen I/O-Baustein 17 auf, der den Anschluß einer separaten Tastatur oder eines externen Bildschirms ermöglicht. Darüber hinaus ist der I/O-Baustein 17 mit einer aus 5 Kippschaltern bestehenden Schalterbank 18 verbunden, mit der eine individuelle Kennung des Datenerfas­ sungsgeräts 1 festgelegt werden kann, um eine selektive Abfrage des Datenerfas­ sungsgeräts 1 durch die Auswertungseinheit 2 zu ermöglichen, wie noch einge­ hend beschrieben wird.
Im folgenden wird der Betriebsablauf des vorstehend dargestellten Datenerfas­ sungs- und Auswertungssystems anhand des in Fig. 3 dargestellten Flußdia­ gramms beschrieben.
Vor dem eigentlichen Abstimmungsvorgang gibt die Auswertungseinheit 2 zu­ nächst das Betriebsprogramm vor, mit dem die einzelnen Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 während des Abstimmungsvorgangs dann selbständig arbeiten. Die Übertragung des Betriebsprogramms erfolgt drahtlos im Rahmen eines sogenann­ ten General-Calls der Auswertungseinheit 2, mit dem sämtliche Datenerfassungs­ geräte 1.1 bis 1.5 unabhängig von ihrer individuell vorgegebenen Kennung ange­ sprochen werden. Das Betriebsprogramm wird dann in den einzelnen Datenerfas­ sungsgeräten 1.1 bis 1.5 jeweils in dem FLASH-Speicher 9 gespeichert und von dem Mikrocomputer 7 ausgeführt.
In den nächsten Schritten erzeugt die Auswertungseinheit 2 dann weitere Gene­ ral-Calls, um Grafikmodule zu den Datenerfassungsgeräten 1.1 bis 1.5 zu über­ tragen. Die Grafikmodule werden dann jeweils in dem Bildschirmspeicher 12 der einzelnen Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 abgespeichert und während des ei­ gentlichen Abstimmungsvorgangs zur Darstellung auf dem Touch-Screen 10 ab­ gerufen, wobei die Wiedergabereihenfolge der einzelnen Grafikmodule von dem Betriebsprogramm vorgegeben und von dem Video-Controller 11 entsprechend dem Betriebsprogramm gesteuert wird.
Nach der Übertragung der einzelnen Grafikmodule sind die Datenerfassungsgera­ te 1.1 bis 1.5 für den eigentlichen Abstimmungsvorgang vorbereitet. Das Betrieb­ sprogramm steuert dann den Video-Controller 11 zur Darstellung des ersten Gra­ fikmoduls mit der ersten Abstimmungsfrage an. Neben den eigentlichen Fragen enthalten die einzelnen Grafikmodule auch Schaltflächen, die auf dem Touch- Screen 10 dargestellt und von dem Benutzer berührt werden können, um die ge­ wünschte Antwort einzugeben. Beim Berühren des Touch-Screens 10 erhält der Touch-Controller 13 dann die Spalten- und Zeilenkoordinaten der von dem Be­ nutzer berührten Rasterpunkte des Touch-Screens 10, woraus das Betriebs­ programm dann die berührte Schaltfläche und die zugehörige Antwort ermittelt, die dann in dem Datenerfassungsgerät 1 abgespeichert wird. Auf diese Weise werden nacheinander die in dem Bildschirmspeicher 12 gespeicherten Grafikmo­ dule dargestellt und die zugehörigen Stimmen eingegeben.
In den nächsten Schriften fragt die Auswertungseinheit 2 dann nacheinander die an den einzelnen Datenerfassungsgeräten 1.1 bis 1.5 eingegebenen Stimmen ab, um diese anschließend auswerten zu können. Die Auswertungseinheit 2 übertragt hierzu zunächst die Adreßkennung ADR=1 an sämtliche Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5, welche die übertragene Adreßkennung ADR mit der individuell vor­ gegebenen Adreßkennung vergleichen und bei einer Übereinstimmung mit einer Rückmeldung antworten, um die während der vorangegangenen Abstimmung eingegebenen Stimmen zu übertragen. Anschließend wird dann das nächste Da­ tenerfassungsgerät mit der Adreßkennung ADR=ADR+1 angesprochen, bis schließlich sämtliche Datenerfassungsgeräte 1.1 bis 1.5 abgefragt und alle einge­ gebenen Stimmen in der Auswertungseinheit 2 gespeichert sind. Die Festlegung der individuellen Kennung des Datenerfassungsgeräts 1 erfolgt hierbei durch die Schalterbank 18, die 5 Kippschalter aufweist und dementsprechend 25 = 32 ver­ schiedene Einstellungen ermöglicht.
In den letzten Schriften erfolgt dann die Auswertung der von den Datenerfas­ sungsgeräten 1.1 bis 1.5 zu der Auswertungseinheit 2 übertragenen Stimmen und die Ausgabe des Abstimmungsergebnisses über den Drucker 4.1 und den Groß­ bildschirm 4.2.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend an­ gegebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Va­ rianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich an­ ders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.

Claims (10)

1. Datenerfassungsgerät (1) zur dezentralen Eingabe von Daten und zur Übertragung der Daten an eine zentrale Auswertungseinheit (2), insbesondere zur Durchführung von Abstimmungen, mit
einer Eingabeeinheit (10) zur Eingabe der Daten, einer Anzeigeeinheit (10) zur grafischen Benutzerführung, einer Sendeeinheit (15) zur Übertragung der einge­ gebenen Daten zu der Auswertungseinheit (2) sowie einer Steuereinheit (7, 11 13) zur Ansteuerung oder Abfrage der Eingabeeinheit (10), der Anzeigeeinheit (10) oder der Sendeeinheit (15), gekennzeichnet durch eine Empfängereinheit (15) zum Empfang von Steuerdaten für die Ansteuerung oder Abfrage der Eingabeeinheit (10), der Anzeigeeinheit (10) oder der Sende­ einheit (15) von der Auswertungseinheit (2) sowie eine mit der Empfängereinheit (15) und der Steuereinheit (7, 11) verbundene Speicheranordnung (9, 12) zur Speicherung der von der Auswertungseinheit (2) empfangenen Steuerdaten.
2. Datenerfassungsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Auswertungseinheit (2) empfangenen Steuerdaten Programmodu­ le für die Steuerung des Betriebsablaufs enthalten und die Speicheranordnung zur Speicherung der Programmodule einen als Schreib-/Lesespeicher ausgebildeten Programmspeicher (9) aufweist, der mit der Steuereinheit (7) verbunden ist.
3. Datenerfassungsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Steuereinheit (7) eine Vergleichereinheit aufweist, um eine von der Auswertungseinheit (2) zur individuellen Adressierung übertragene Adreß­ kennung mit einer vorgegebenen individuellen Kennung zu vergleichen, wobei zur Festlegung der individuellen Kennung ein mit der Steuereinheit (7) verbun­ denes manuell einstellbares Schaltelement (18) oder ein Kennungsspeicher (9) in der Speicheranordnung vorgesehen ist, der über die Eingabeeinheit (10) oder durch die Auswertungseinheit (2) programmierbar ist.
4. Datenerfassungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die von der Auswertungseinheit (2) übertragenen Steuerdaten Grafikmodule für die Anzeigeeinheit (10) enthalten, wobei zur Spei­ cherung der von der Auswertungseinheit (2) empfangenen Grafikmodule ein mit der Anzeigeeinheit (10) verbundener Bildschirmspeicher (12) vorgesehen ist.
5. Datenerfassungsgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildschirmspeicher (12) mehrere Speicherbereiche zur Aufnahme jeweils eines kompletten Bildinhalts der Anzeigeeinheit (10) enthält und zur Auswahl eines dieser Speicherbereiche Adreßeingänge aufweist, die mit der Steuereinheit (11) verbunden sind.
6. Datenerfassungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß die Sendeeinheit (15) einen Funksender, einen Infra­ rotsender oder einen Ultraschallsender und die Empfängereinheit einen Funk­ empfänger, einen Infrarotempfänger oder einen Ultraschallempfänger aufweist.
7. Betriebsverfähren für ein Datenerfassungssystem mit mindestens einem Datenerfassungsgerät (1) und einer zentralen Auswertungseinheit (2) mit den fol­ genden Verfahrensschritten:
Eingabe der Daten über eine Eingabeeinheit (10) an dem Datenerfassungsgerät (1),
Übertragung der eingegebenen Daten zu der Auswertungseinheit (2) durch eine Sendeeinheit (15),
Auswertung der von dem Datenerfassungsgerät (1) übertragenen Daten in der Auswertungseinheit (2) und Ausgabe des Auswertungsergebnisses durch die Auswertungseinheit (2), gekennzeichnet durch die Übertragung von Steuerdaten zur Ansteuerung oder Abfrage der Eingabeein­ heit (10), der Sendeeinheit (15) oder einer weiteren Baugruppe von der Auswer­ tungseinheit (2) zu dem Datenerfassungsgerät (1) und die Speicherung der über­ tragenen Steuerdaten in einer Speicheranordnung (9, 12) des Datenerfassungsge­ räts (1).
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswer­ tungseinheit (2) ein Steuerprogramm zu dem Datenerfassungsgerät (1) überträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertungseinheit (2) Grafikdaten zur Ansteuerung einer Anzeigeeinheit (10) zu dem Datenerfassungsgerät (1) überträgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die an dem Datenerfassungsgerät (1) eingegebenen Daten bis zur Übertra­ gung zu der Auswertungseinheit (2) in einer Speicheranordnung (9) des Datener­ fassungsgeräts (1) zwischengespeichert werden,
daß die Auswertungseinheit (2) zur selektiven Abfrage eines bestimmten Daten­ erfassungsgerät (1) eine Adreßkennung zu dem Datenerfassungsgerät (1) über­ trägt,
daß die von der Auswertungseinheit (2) übertragene Adreßkennung in dem Da­ tenerfassungsgerät (1) mit einer vorgegebenen individuellen Kennung verglichen wird und
daß die von dem Benutzer eingegebenen und in der Speicheranordnung (9) des Datenerfassungsgeräts (1) zwischengespeicherten Daten an die Auswertungsein­ heit (2) übertragen werden, wenn die von der Auswertungseinheit (2) übertragene Adreßkennung mit der vorgegebenen individuellen Kennung übereinstimmt.
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