DE19808449A1 - Schlafliege in Nutzfahrzeug-Fahrerhäusern - Google Patents

Schlafliege in Nutzfahrzeug-Fahrerhäusern

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DE19808449A1
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Withdrawn
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DE19808449A
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English (en)
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Gerhard Watzek
Hartmut Haeberle
Helmut Radkohl
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MAN Truck and Bus SE
Original Assignee
MAN Nutzfahrzeuge AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D33/00Superstructures for load-carrying vehicles
    • B62D33/06Drivers' cabs
    • B62D33/0612Cabins with living accommodation, especially for long distance road vehicles, i.e. sleeping, cooking, or other facilities

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Body Structure For Vehicles (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schlafliege in einem Fahrerhaus eines Nutzfahrzeuges.
Insbesondere im Fahrzustand von Nutzfahrzeugen wirken die dabei im Fahrerhaus auftretenden, horizontalen Längs- und Querstöße sowie Vertikalstöße unmittelbar auf eine horizontal aufgeklappte Schlafliege und einen gegebenenfalls darauf be­ findlichen Ruhesuchenden. Dessen Wohlbefinden kann hierdurch in unangenehmer Weise beeinträchtigt sein. Zudem können bei einer unbenutzten, gegebenenfalls in vertikaler Verstauungsposition befindlichen Schlafliege im Fahrzeugbetrieb uner­ wünschte Klappergeräusche entstehen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, den Liegekomfort einer Schlafliege in einem Fahrerhaus eines Nutzfahrzeuges zu erhöhen sowie gegebenenfalls auftretende Klappergeräusche der Schlafliege bei Fahrzeugbetrieb zu unterbinden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Infolge der schwingungsmäßigen Entkoppelung der bislang starr an das Fahrerhaus angebundenen Schlafliege im Bereich hieran jeweils stirnseitig angeordneter Lage­ rungen sind die auf die Schlafliege wirkenden Schwingungen in allen drei Ebenen erheblich gedämpft. Dadurch kann das Wohlbefinden eines gegebenenfalls auf der Schlafliege befindlichen Ruhesuchenden wesentlich erhöht und an den Lagerungen der Schlafliege gegebenenfalls auftretende, störende Klappergeräusche wirksam unterbunden werden. Als Schlafliege kann eine starr im Fahrerhaus angeordnete Schlafliege oder eine verschwenkbare Schlafliege vorgesehen sein.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die schwingungsmäßige Entkoppelung von Schlafliege und Fahrerhaus durch im Bereich der Lagerungen angeordnete, gummielastische Feder-/Dämpfungselemente gegeben sein. Somit ist eine elastisch gedämpfte Aufhängung einer Schlafliege gegeben. Durch die Feder-/Dämpfungselemente können in vorteilhafter Weise gegenüber herkömmli­ chen, nicht immer spielfreien Lagerungen von Schlafliegen eventuell auftretende, metallische Klappergeräusche weitgehend vermieden werden.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Schlafliege um eine quer zur Fahrtrichtung liegende Achse von einer vertikalen Verstaulage in eine hori­ zontale Gebrauchslage klappbar sein, wobei die in Fahrtrichtung gesehen vorderen Lagerungen der Schlafliege vom Typ Stützlager und die hinteren Lagerungen der Schlafliege vom Typ Kippdrehlager sein können. Die solcherart verschwenkbare Schlafliege kann durch das Vorsehen vorderer und hinterer gummielastischer Fe­ der-/Dämpfungselemente sowohl in horizontaler Gebrauchslage als auch in vertika­ ler Verstauungsposition weitgehend von den im Fahrbetrieb des Fahrzeuges auftre­ tenden Schwingungen abgekoppelt werden, wodurch eine spürbare Geräuschminde­ rung erzielbar ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die Feder-/Däm­ pfungselemente entweder an fahrerhausfesten Kulissen angeordnete Gummiele­ mente oder an der Unterseite der Schlafliege angebrachte Gummielemente sein. Dabei können die an den vorderen Lagerungen angeordneten, vorderen Gummiele­ mente entweder zur bedarfsweisen Aufnahme von stirnseitig der Schlafliege abra­ gender Stützbolzen oder zur bedarfsweisen, abstützenden Umgreifung von an einer Innenwand des Fahrerhauses angeordneter Befestigungsbügel vorgesehen sein. Die an den hinteren Lagerungen angeordneten, hinteren Gummielemente können zur dauerhaften Aufnahme von stirnseitig der Schlafliege abragender Drehbolzen vorgesehen und durch Gummibuchsen realisiert sein. Bei nicht verschwenkbaren Schlafliegen können von deren Stirnseiten abragende Bolzen oder dergleichen dau­ erhaft in Gummibuchsen aufgenommen sein. Diese können innerhalb fahrerhausfe­ ster Kulissen angeordnet sein. Sämtliche Lagerungen einer nicht verschwenkbaren Schlafliege können vom Typ Auflager sein.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Schlafliege im Bereich der zur vertikalen Abstützung vorgesehenen, vorderen Lagerungen zusätzlich arre­ tierbar sein.
Nachfolgend ist die erfindungsgemäße Lösung an Hand in der Zeichnung dargestell­ ter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 je Zeichnungshälfte eine jeweils hälftig dargestellte Variante einer ver­ schwenkbaren Schlafliege in der Draufsicht,
Fig. 2 im Schnitt II-II gemäß Fig. 1 eine als Kippdrehlager ausgeführte hintere Lagerung einer verschwenkbaren Schlafliege,
Fig. 3 im Schnitt III-III gemäß Fig. 1 eine als Stützlager ausgeführte, vordere Lagerung einer verschwenkbaren Schlafliege und
Fig. 4 im Schnitt IV-IV gemäß Fig. 1 eine Variante einer als Stützlager ausge­ bildeten, vorderen Lagerung einer verschwenkbaren Schlafliege.
In Fig. 1 ist je Zeichnungshälfte eine unterschiedliche Variante einer jeweils hälftig dargestellten, verschwenkbaren Schlafliege 1 in einem Fahrerhaus 4 eines Nutz­ fahrzeuges in der Draufsicht gezeigt. Dabei ist die verschwenkbare Schlafliege 1 über je Fahrzeugseite eine in Fahrtrichtung gesehen vordere Lagerung 2/1, 2/2 und jeweils eine hintere Lagerung 3 mit einer Innenseite 4/1 des Fahrerhauses 4 ver­ bunden. Die jeweils hinteren Lagerungen 3 der Schlafliege 1 sind vom Typ Kipp­ drehlager. Als vordere Lagerungen 2/1, 2/2 sind je Zeichnungshälfte eine Variante einer Lagerung vom Typ Stützlager gezeigt.
Die schwingungsmäßige Entkoppelung von Schlafliege 1 und Fahrerhaus 4 ist durch an den vorderen und hinteren Lagerungen 2/1, 2/2, 3 angeordnete, gummielastische Feder-/Dämpfungselemente 5, 6, 18 erzielt (Fig. 2, 3, 4). Durch diese Feder-/Dämpfungselemente 5, 6, 18 ist die um die hinteren Lagerungen 3 verschwenkbare und hier in ihrer horizontalen Nutzstellung aufgeklappte Schlafliege in allen drei Ebenen schwingungsmäßig entkoppelt und erheblich gedämpft. Dadurch ist das Wohlbefinden eines gegebenenfalls auf der Schlafliege befindlichen Ruhesuchen­ den wesentlich erhöht. Des weiteren sind auch die bei einer unbenutzten, in Hori­ zontal- oder Vertikallage befindlichen Schlafliege 1 im Fahrzustand des Fahrzeuges auftretenden metallischen Klappergeräusche wirksam unterbunden. Die in horizonta­ ler Nutzstellung befindliche Schlafliege ist durch in diesen beiden Ausführungsbei­ spielen gezeigten, vorderen Lagerungen 2/1, 2/2 in vertikaler Richtung abgestützt. In einem anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsbeispiel können die vorderen Lage­ rungen zusätzlich zur vertikalen Abstützung verriegelbar sein. In einem weiteren hier nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann anstelle der verschwenkbaren Schlafliege eine starr innerhalb des Fahrerhauses angeordnete Schlafliege vorge­ sehen sein. Die diese abstützenden Lager können durch einfache Auflager gegeben sein, die von an fahrerhausfesten Kulissen befestigten Feder-/Dämpfungselementen aufgenommen sind. Die Feder-/Dämpfungselemente können in diesem Fall durch einfache Gummibuchsen gegeben sein.
In Fig. 2 ist in einem vergrößerten Ausschnitt gemäß eines Vertikalschnittes II-II nach Fig. 1 die als Kippdrehlager 3 ausgeführte, hintere Lagerung der verschwenk­ baren Schlafliege 1 dargestellt. Dabei ist ein mit der Schlafliege 1 über ein Winkel­ profil 12 fest verbundener, feststehender Drehbolzen 10 von einem hinteren Fe­ der-/Dämpfungselement 6 aufgenommen. Dieses ist innerhalb einer mit dem Fahrer­ haus 4 durch Befestigungselemente 14 fest verbundenen, hinteren Kulisse 8 ange­ ordnet. Das in dieser Kulisse 8 aufgenommene, hier als Gummibuchse ausgeführte hintere Feder-/Dämpfungselement 6 ist mit der Kulisse 8 kraft- und/oder formschlüs­ sig verbunden. Der Drehbolzen 10 ist innerhalb der Gummibuchse 6 spielfrei dreh­ bar. Gemäß einer hier nicht gezeigten Version kann die Gummibuchse 6 innenseitig und/oder außenseitig eine verbundartige Hülse aus Metall oder dergleichen aufwei­ sen.
In Fig. 3 ist in vergrößertem Ausschnitt eine hier als Stützlager ausgeführte, vordere Lagerung 2/1 einer innerhalb eines Fahrerhauses 4 verschwenkbaren Schlafliege 1 in einem Vertikalschnitt III-III gemäß Fig. 1 gezeigt. Dabei ist ein an der Unterseite der Schlafliege 1 angebrachter Halter 11 mit einem Stützbolzen 9 angeordnet. Der Halter 11 und der Stützbolzen 9 sind Bestandteil der vorderen Lagerung 2/1 der Schlafliege 1. Zur vertikalen Abstützung der aus ihrer vertikalen Verstauungsposition in ihre horizontale Nutzposition geschwenkte Schlafliege 1 kommt der hier­ an befestigte Stützbolzen 9 in ein hier als Gummihalbschale 5 ausgeführtes Feder-/Dämpfungselement abstützend zur Anlage. Die oberseitig geöffnet ausgebildete Gummihalbschale 5 ist formschlüssig von einer an einer Innenwandung des Fahrer­ hauses 4 fest angebrachten vorderen Kulisse 7 aufgenommen. Sowohl der Stützbol­ zen 9 als auch das diesen aufnehmende Feder-/Dämpfungselement 5 können in variierten, hier nicht gezeigten Konfigurationen ausgeführt sein.
In Fig. 4 ist in vergrößertem Ausschnitt eine weitere Variante einer hier als Stützla­ ger ausgeführten, vorderen Lagerung 2/2 einer innerhalb eines Fahrerhauses 4 ver­ schwenkbaren Schlafliege 1 in einem Vertikalschnitt IV-IV gemäß Fig. 1 gezeigt. Dabei ist ein unterhalb der Schlafliege 1 fest angebrachter Halter 19 unterseitig mit einem Feder-/Dämpfungselement 18 versehen. Dieses besteht aus einem etwa zan­ genförmig ausgebildeten Gummielement 18, das bei Aufklappung der Schlafliege 1 in ihre horizontale Nutzstellung einen etwa horizontalen Abschnitt eines an der In­ nenseite 4/1 des Fahrerhauses 4 fest angeordneten Befestigungsbügel 20 form- und kraftschlüssig oberseitig umgreift. Damit ist die verschwenkbare Schlafliege 1 in ih­ rer Nutzstellung vertikal abgestützt.

Claims (6)

1. Schlafliege in einem Fahrerhaus eines Nutzfahrzeuges, dadurch gekennzeich­ net, daß die Schlafliege (1) jeweils im Bereich ihrer stirnseitig angeordneten Lagerungen (2/1, 2/2, 3) schwingungsmäßig vom Fahrerhaus (4) entkoppelbar ist.
2. Schlafliege nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingungs­ mäßige Entkoppelung von Schlafliege (1) und Fahrerhaus (4) durch im Bereich der Lagerungen (2/1, 2/2, 3) angeordnete, gummielastische Feder-/Dämpfungs­ elemente (5, 6, 18) gegeben ist.
3. Schlafliege nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaf­ liege um eine quer zur Fahrtrichtung liegende Achse von einer vertikalen Ver­ staulage in eine horizontale Gebrauchslage klappbar ist, wobei die in Fahrtrich­ tung gesehen vorderen Lagerungen (2/1, 2/2) der Schlafliege (1) vom Typ Stützlager und die hinteren Lagerungen (3) der Schlafliege (1) vom Typ Kipp­ drehlager sind.
4. Schlafliege nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fe­ der-/Dämpfungselemente (5, 6, 18) entweder an fahrerhausfesten Kulissen (7, 8) angeordnete Gummielemente oder an der Unterseite der Schlafliege (1) an­ gebrachte Gummielemente sind, wobei die an den vorderen Lagerun­ gen (2/1, 2/2) angeordneten, vorderen Gummielemente (5, 18) entweder zur bedarfsweisen Aufnahme von stirnseitig der Schlafliege (1) abragender Stütz­ bolzen (9) oder zur bedarfsweisen, abstützenden Umgreifung von an einer In­ nenwand (4/1) des Fahrerhauses (4) angeordneter Befestigungsbügel (20) vorgesehen sind, und daß die an den hinteren Lagerungen (3) angeordneten, hinteren Gummielemente (6) zur dauerhaften Aufnahme von stirnseitig der Schlafliege (1) abragender Drehbolzen (10) vorgesehen sind.
5. Schlafliege nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlafliege (1) im Bereich der zur vertikalen Abstützung vorgesehenen vorderen Lagerungen (2/1, 2/2) zusätzlich arretierbar ist.
6. Schlafliege nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Lagerungen (2/1, 2/2, 3) der Schlafliege (1) vom Typ Auflager sind.
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