DE197941C - - Google Patents
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- DE197941C DE197941C DENDAT197941D DE197941DA DE197941C DE 197941 C DE197941 C DE 197941C DE NDAT197941 D DENDAT197941 D DE NDAT197941D DE 197941D A DE197941D A DE 197941DA DE 197941 C DE197941 C DE 197941C
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02M—SUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
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Description
Ϊ i
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 197941 KLASSE 46 c. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Zuführung und Zerstäubung mehrerer Flüssigkeiten
für Karburatoren von Explosionskraftmaschinen.
Die Zerstäubung der Kohlenwasserstoffe in deiiKarburatoren vollzieht sich im allgemeinen
in nachteiliger Weise insofern, als die angesaugten Flüssigkeitsfäden unzureichend unterteilt
sind. Es ist außerdem wünschenswert,
ίο den Kohlenwasserstoffen eine gewisse Wassermenge
zuzufügen, welche vermöge ihrer . außerordentlich großen latenten Verdampfungswärme einer größeren Menge der durch die
Verbrennung entwickelten Wärme gestatten wird, sich in Arbeit umzusetzen. Ferner wird
die Verwendung der in richtiger Weise erzeugten1 und benutzten Preßluft eine hochgradige
Zerteilung der Flüssigkeiten herbeiführen. Es ist auch noch zu bemerken, daß man die Verdampfung nur im Explosionsraum
und nicht in der Zerstäubevorrichtung vor sich gehen zu lassen braucht.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung erfüllt sämtliche gestellten Bedingungen,
nämlich
1. außerordentlich feine Zerstäubung der Kohlenwasserstoffe,
2. Einführung einer gewissen Wassermenge in die Kraftmaschine und
3. Verwendung von Preßluft beim Ansaugen der Kraftmaschine.
Zu dem Karburator gelangen die verschiedenen tropfbaren und gasförmigen Flüssigkeiten
in voneinander isolierten Kanälen, welche mit gesonderten Speisebehältern verbunden
sind und in das Düsenstück münden, welches die Zerstäubung der · eigentlichen
Flüssigkeiten zustande bringt. Die Intensität dieser Zerstäubung wird beträchtlich durch
die Wirkung eines geeigneten, unter Druck stehenden Gases, z. B. Preßluft, gesteigert, mit
dem die Flüssigkeiten sich beim Eintritt in die Mischkammer mischen.
Auf den Zeichnungen veranschaulicht:
Fig. ι einen gemäß der Erfindung eingerichteten Karburator im aufrechtenAchsialschnitt,
Fig. 2 im größeren Maßstabe das Zerstäubungsdüsenstück
des Karburators in Ansicht, Fig. 3 das Düsenstück von unten gesehen,
Fig. 4 die Gesamtanordnung" des Karburators und seiner verschiedenen Zubehörteile.
Der Karburator besteht (Fig. 1) aus einer Grundplatte 1, welche zwei radiale Kanäle 2,3
enthält, von denen der eine, 2, durch ein Gefäß mit unveränderlichem Niveau 4 und eine
Röhre 5 (Fig. 4) mit dem Kohlenwasserstoffbehälter 6 und der andere, 3, durch ein Gefäß
mit unveränderlichem Flüssigkeitsstand 7 sowie eine Röhre 8 mit einem mit Wasser gefüllten
Behälter 9 in Verbindung steht. Ein dritter Kanal 10 führt nach der Mitte eines
unterhalb der Grundplatte 1 eingeschraubten kegelförmigen Stopfens 11 und steht durch
■ eine Röhre 12 mit einem Behälter, mit einer Pumpe 13 oder mit sonst einem Zuführungsorgan
für ein geeignetes, unter Druck stehendes Gas in Verbindung.
Die Grundplatte 1 trägt oben einen hohlzylindrischen Kern 25, auf welchen oben das
Düsenstück 15 geschraubt ist, durch dessen
Rinnenkanäle die verschiedenen verteilten Flüssigkeiten herausspritzen.
Der Stopfen ii legt sich mit seinem kegelsturnpfartigen
Teile dicht gegen einen entsprechend gestalteten Sitz in der Grundplatte
i. In der Verlängerung der zentralen Bohrung io des Stopfens ist ein Röhrchen 14
angeordnet, das mit seinem oberen Ende in eine Ausnehmung des Düsenstückes 15 mün-
10. det, so daß eine kleine Kammer 16 entsteht.
Rings um das Röhrchen 14 trägt der Stopfen 11 eine konzentrische Röhre 17, welche von
dem Röhrchen 14 durch einen ringförmigen Raum 18 getrennt ist; die genannte Röhre
Xg tritt in eine Ausnehmung des Düsenstückes 15
ein, so daß eine zweite kleine Kammer 19 gebildet wird, die mit der ersteren, 16, nicht in
Verbindung steht. Flügelrippen 20 an der Zentralröhre 14 ermöglichen eine dauernd
konzentrische Lage der Röhren 14 und 17 zueinander.
Der ringförmige Raum 18 stellt unten mit
einem oder mehreren radialen Kanälen 21 in Verbindung, die in eine in der Mitte des
Kegelstumpfteiles des Verschlusses 11 vorgesehene Ringnut 22 münden. Diese Ringnut
liegt so, daß der Kanal 3, durch welchen das Wasser Zutritt hat, auf. sie stößt.
An der kleinen Grundfläche des Kegelstumpfteiles
des Stopfens 11 befindet sich eine zweite Auskehlung 23, auf \velche der Kanal
für den Zutritt des flüssigen Kohlenwasserstoffes stößt. Von dieser Nut 23 gehen parallele
Kanäle 24 aus, die um den zylindrischen Ausläufer des Verschlusses 11 herum angeordnet
sind; genannter Ausläufer wird von dem zentralen Kern 25 der Grundplatte 1 umschlossen,
wobei er zwischen sich und einer Innenmuffe 26, in welche das Düsenstück 15
von oben eingeschraubt wird, einen ringförmigen Raum 27 beläßt, der in der Mitte
durch die Röhre 17 begrenzt wird und mit einer ringförmigen Kammer 28 in Verbindung
steht, welche zwischen der kleinen Grundfläche des Düsenstückes 15 und der Muffe 26
vorgesehen ist, und zwar wird die Verbindung durch enge, in dem Teil 26 vorhandene Kanäle
29 hergestellt.
Das Düsenstück 15 ist also mit drei Kamme.rn
16, 19, 28 ausgestattet, die untereinander
in keiner Verbindung stehen, und zu denen Flüssigkeiten verschiedener Eigenschaft Zutritt
haben.
Die kegelartige Umfangsfläche des Düsen-Stückes 15, die sich gegen den entsprechend gestalteten
Sitz im Kern 25 legt, besitzt schmale Rinnen 30, die nach Erzeugenden des Kegelumfanges.
gleichmäßig verteilt sind und die innere Kammer 28 mit einer ringförmigen
Mündung 31 in Verbindung setzen, welche zwischen dem oberen Kelch des Kernes 25 und
einem entsprechenden, am Düsenstück 15 seitlich seiner größeren Grundfläche ausgebildeten
zurückspringenden Teil freigelassen ist.
Einige der schmalen radialen Rinnen 30 haben mit der inneren Kammer 28 keine Verbindung,
setzen aber die Zwischenkammer 19 mit der ringförmigen Mündung 31 des Düsenstückes
15 durch innere radiale Kanäle 32 in Verbindung. -
Andere innere radiale Kanäle 33 stellen eine Verbindung der zentralen Kammer 16 des
Düsenstückes 15 mit der Auftreffstelle der schmalen schrägen Rinnen 34 her, welche, von
den Austrittsmündungen der Kanäle 33 ihren Ausgang nehmend, in die radialen Rinnen 30
am Ende münden, so daß sie mit diesen sich im Winkel begegnen.
Wie oben gesagt worden ist, steht die zentrale Bohrung" 10, welche für den Zutritt des
gasförmigen Druckmittels dient, mit einem Organ zur Versorgung mit unter Druck stehender Luft oder Gas in Verbindung; es ist
jedoch erforderlich,: daß dieses Organ die Preßluft oder -gas erst in dem Augenblick
verteilt, wo das Ansaugen der Kraftmaschine vor sich geht, und zwar zum Zwecke, das Herausspritzeii
der Flüssigkeit durch das Düsenstück mit jenem Ansaugen zusammenfallen zu lassen.
Die schematische Darstellung Fig. 4 zeigt. den Karburator im Zusammenhang mit seinen
Speisebehältern 6, 9, 13 sowie mit der Saugrohrleitung
48 ei$er beliebigen Explosionskraftmaschine, von deren Auspufftopf 49 eine
Heizleitung 50 für den Mantel 51 des Karburators abzweigt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Wenn das Ansaugen der Kraftmaschine stattfindet, wird flüssiger Kohlenwasserstoff
und Wasser durch die Rinnen 30 in den Zwischenraum 31 gesaugt, wo sie von den durch
die Bohrungen 10 und 33 eintretenden Luftstrahlen getroffen und gewissermaßen ausgebreitet
werden, so daß das Gemisch diesen Raum in Gestalt sehr fein zerstäubter Schleier
verläßt. Die in den Karburator durch das Rohr 35 eintretende Luft trifft oberhalb des
Düsenstückes 15 auf den. Kohlenwasserstoff-
und Wassernebel, mischt sich innig mit diesem und nimmt ihn in den Explosionsraum der
Kraftmaschine mit.
Das in das explosible Gemisch eintretende zerstäubte Wasser verwandelt sich bei seinem
Eintritt in die Maschine bzw. bei der Berührung mit deren überhitzten Wänden augenblicklich
in Dampf und übt im Augenblick der Explosion seinen Einfluß aus, um letztere weniger heftig zu machen, wobei gleichzeitig
die Wirkung seiner Ausdehnung hinzutritt.
In gewissen Anwendungsfällen wird es genügen, zur Zerstäubung angesaugte Luft zu
verwenden, in den meisten Fällen ist es jedoch besser, Preßluft zu verwenden, um eine intensivere
Zerstäubung zu erzielen.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Karburatordüse zum Mischen von Brennstoff, Wasser und (Druck-)Luft, gekennzeichnet durch einen mit einer Brennstoffzuleitung in Verbindung stehenden Raum ■ (28), von welchem Kanäle-(30) flüssigen Brennstoff in den zwischen Düsenkopf (15) und Düsensitz (25) befindlichen ringförmigen Spalt (31) führen, durch einen mit einem Wasserbehälter verbundenen Raum (19), von dem schräge Kanäle (32) in einige nicht bis zum Raum (28) reichende Kanäle (30) führen, und durch einen mit einem Druckluft- oder Druckgasbehälter verbundenen Raum (16) der durch Bohrungen (33) und schräge Nuten (34) an der Außenfläche des Düsenkopfes Druckluft oder Druckgas in schräger Richtung auf den in den Spalt (31) eintretenden Brennstoff leitet, um diesen zu zerstäuben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (2)
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1906
- 1906-11-10 FR FR371316A patent/FR371316A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR371316A (fr) | 1907-03-05 |
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