DE197871C - - Google Patents

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DE197871C
DE197871C DE1906197871D DE197871DA DE197871C DE 197871 C DE197871 C DE 197871C DE 1906197871 D DE1906197871 D DE 1906197871D DE 197871D A DE197871D A DE 197871DA DE 197871 C DE197871 C DE 197871C
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DE
Germany
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liquid
packing
plates
gas
gases
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Expired - Lifetime
Application number
DE1906197871D
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English (en)
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Publication of DE197871C publication Critical patent/DE197871C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/30Loose or shaped packing elements, e.g. Raschig rings or Berl saddles, for pouring into the apparatus for mass or heat transfer
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2219/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J2219/30Details relating to random packing elements
    • B01J2219/302Basic shape of the elements
    • B01J2219/30296Other shapes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
'■- M 197871 -KLASSE 12e. GRUPPE.
ähnliche Zwecke.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1906 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Füllung für Reaktionsräume, Absorption sräume o. dgl., welche es ermöglicht, eine außerordentlich vollkommene Durchdringung der in dem betreffenden Raum miteinander in Berührung zu bringenden Gase bzw. Dämpfe und Flüssigkeiten, und dadurch eine erhöhte Wirkungsweise der betreffenden Reagentien gegenüber den bekannten Füllungen
ίο unter möglichstem Ausschluß des Verstopfens durch Flugstaub u. dgl. zu erzielen.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Füllung beruht auf dem Prinzip der Verwendung von dachförmig gestalteten Füllkörpern. Diese Form von Füllkörpern ist von Lunge für die Behandlung der Kammersäure mit Schwefelwasserstoff zwecks Reinigung der Kammersäure vorgeschlagen worden. Von diesen, der Lungesehen Angabe nach aus Blei bestehenden Körpern unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand wesentlich dadurch, daß er einerseits sowohl aus fest miteinander verbundenen, als auch aus lose aneinander gelehnten plattenförmigen Seitenwänden bestehen kann und andererseits dadurch, daß die. plattenförmigen Seitenwände, die bei den oben erwähnten Lunge sehen Bleidächern überhaupt nicht durchbohrt sind, derartige Durchbohrungen besitzen, daß die Gas- und Flüssigkeitsströme gleichmäßig sowohl auf die Innenseite als auf die Außenseite der Seitenwände gelangen können und die Gasströme gezwungen werden, der auf der Oberfläche und Innenfläche jeder Platte hinfließenden Flüssigkeit entgegenzuströmen, statt von ihr fortzufließen. Dieser Erfolg wird dadurch erreicht, daß die Bohrungen der Seitenwände derart angeordnet sind, daß sie beim Einbau wagerecht bzw. parallel zu der von den Seitenflächen gebildeten Firstkante und parallel zu deren Basisflächen zu liegen kommen. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Lunge sehen Bleidächern kann auf diese Weise sowohl Flüssigkeit als Gas auf beide Flächen jeder Platte gleichmäßig gelangen, während bei den Bleidächern nur die Außenfläche ausgenutzt wurde; und im Gegensatz zu schräg gestellten Lunge-Rohrmann sehen Platten, deren Bohrung schräg zur senkrechten Achse verlaufen, wird die auflaufende Flüssigkeit gezwungen, sich sowohl außen als innen auch über die unterhalb der Bohrungen belegenen Teile der Oberfläche auszubreiten, wodurch das Ansetzen von Flugstaub, das bei der Schrägstellung der Lungesehen Platten in den von der Flüssigkeit nicht benetzten bzw. durchströmten Löchern stattfinden kann, und die dadurch bedingten Zugstörungen vermieden werden. Wegen der dabei im Gegensatz zu schrägen Durchbohrungen bewirkten Verlangsamähg der Gasbewegung ist auch nicht zu befürchten, daß die sich entgegenfließenden Ströme von Gas und Flüssigkeit, wie dies bei schrägen Bohrungen möglich ist, einander in der Fortbewegung behindern. Gegenüber den bekannten, mit der
zusammenstoßenden Kante senkrecht aufgestellten, im allgemeinen überhaupt nicht dachförmig zueinander geneigten Füllkörpern zeichnet sich der vorliegende dadurch aus, daß die Stabilität eine außerordentlich größere ist, Leisten und Träger für den Aufbau der Füllkörper fortfallen und den Gasen bzw. Dämpfen und Flüssigkeiten -vielfach Prallflächen und Widerstände geboten werden, so
ίο daß ein unbehindertes Hindurchfließen ausgeschlossen ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. ι in der Vorderansicht und in Fig. 2 in der Seitenansicht verdeutlicht. Wie schon bemerkt, kann die Verbindung der das dachförmige Gebilde bildenden schräg gestellten Platten α untereinander entweder durch Nebeneinanderstellen bzw. Nebeneinanderlehnen geschehen, oder es können je zwei Platten fest miteinander in dieser Weise vereinigt sein, oder man kann.auch mehrere solcher dachförmigen Gebilde, wie dies bei Füllkörpern .anderer Art geschieht, derart fest rniteinander verbinden, daß die Füllkörper der einen Schicht auf einmal herausgehoben und eingesetzt werden können. Die möglichst genau wagerecht anzubringenden Durchbohrungen der' seitlichen Platten sind mit b bezeichnet. Außer den oben angegebenen Vorteilen wird durch diese Art der Anbringung der Durchbohrungen bewirkt, daß die auf die eine Seite einer einzelnen Platte auflaufende Flüssigkeit leicht, durch die Löcher hindurchfließend, auf die andere Seite gelangen kann, und es wird auch den Gasen Gelegenheit geboten, alle Seiten der Füllkörper zu bestreichen. Denn die Gase werden durch die schräge Lagerung der Platten gezwungen, durch die engen Löcher der Platten hindurchzutreten und sich dadurch innig mit der Flüssigkeit zu mischen. Die Gase werden durch das Aufprallen gegen die schrägen Platten durch die Lochungen derselben in eine große Zahl feiner, gegeneinander gerichteter dünner Gasstrahlen zerlegt und dadurch eine innige Wiedervereinigung der einzelnen Gas-
• teilchen bewirkt und die Mischung mit der Flüssigkeit vervollständigt. Ein großer Teil der auflaufenden Flüssigkeit wird verspritzt. Die aufsteigenden Gase, werden ferner durch die dachförmige Gestaltung des Füllkörpers zum Teil zurückgeworfen, und zwar derart, daß sie von der einen Fläche abprallend gegen die andere stoßen, so daß sie denselben Raum häufig durchströmen müssen und dann in heftigem Wirbel durch die Löcher hindurchströmen, und es wird'auf diese Weise auch eine Durchwirbelung der Gase einerseits und eine innige Mischung von Gas und zerstäubter Flüssigkeit sowie eine große Oberflächenwirkung erzielt. Etwa mitgerissener Flugstaub wird an den schrägen Flächen teils abgestoßen, teils heruntergleiten müssen und sich daher nirgends in schädlicher Weise festsetzen können. Eine Zugbehinderung ist daher auch nicht zu befürchten. Gegenüber den gewöhnlichen Lunge- Platten bietet der Körper folgende Vorteile:
1. Die Herstellung der neuen Körper ist eine leichtere.
2. Es sind für den Aufbau keine besonderen Plattenträger nötig.
3. Der Aufbau im Turm ist stabiler. Er erfolgt netzförmig.
4. Die Körper geben einen über doppelt so großen Durchlaßquerschnitt wie die Platten.
5. Der gleiche Turmraum gibt die dreifache Reaktionsoberfläche. Hierbei ist die Entfernung der Plattenlagen beim Plattenturm von Lunge mit nur 10 cm angenommen.
6. Die Flüssigkeit verbleibt erheblich langer im Turm, da das Abtropfen von einer gewissen Höhe, ein Übelständ bei den Lunge- Platten, fortfällt. Hierdurch wird eine längere Ein-Wirkungsdauer der Gase auf die Flüssigkeit erwirkt.
7. Der Gasstrom geht nicht senkrecht in die Höhe, sondern wird stets seitlich abgelenkt, wodurch eine längere Reaktionsdauer für die g0 Gase geschaffen wird.
8. Bei den Lunge- Platten steht auf der Oberseite der Platten die meiste Flüssigkeit, also da, wo die geringste Menge Gas hinkommt, und auf der unteren Seite, wo das Gas heftig anprallt, findet sich die geringste Menge Flüssigkeit. Bei dem neuen Körper sind beide Seiten gleichmäßig benetzt.
9. Die einzelnen Strahlen des Gasstromes sind bei den Lunge- Platten parallel zueinander nach oben gerichtet, bei den neuen Körpern gegeneinander, wodurch eine energischere Mischung und bessere gegenseitige Einwirkung erzielt wird.
Man kann die Füllkörper in beliebiger Entfernung voneinander anbringen, ohne daß die Stabilität des Aufbaues leidet, und man ist daher imstande, in ein und demselben Reaktions- ' raum in verschiedenen Teilen desselben den gegenseitigen Abstand der Füllkörper zu ver- no ändern, ohne daß selbst bei sehr großem Abstand der einzelnen Füllkörper voneinander die oberen Schichten herunterfallen oder umbrechen können. Selbst wenn .sich Flüssigkeit an der unteren Begrenzung^- kante ansammeln sollte, wird der abfließende Strahl an den darunterliegenden Füllkörperschichten zurückgeworfen und zerstäubt. Um das Ansammeln von Flüssigkeit an der unteren Begrenzungskante noch weiter einzuschränken, kann man dieselbe mit von oben nach unten verlaufenden Einschnitten
versehen. Die Ränder der Durchlochungen werden zweckmäßigerweise abgerundet, um das Durchfließen der Flüssigkeit zu erleichtern. Die Oberfläche, der Platten kann, wie bei der vorliegenden beispielsweisen Ausführungsform gezeigt ist, mit Rillen versehen sein, um das Überziehen mit Flüssigkeit zu erleichtern und um den Flüssigkeitsstrom mehrfach zu teilen und wieder zu vereinigen.
ίο Solche Füllkörper lassen sich in beliebiger Länge ausführen und wegen ihrer statisch günstigen Gestaltung in Schichten, die zweckmäßigerweise versetzt zueinander oder netzförmig angeordnet werden, übereinander aufbauen, ohne daß es notwendig ist, besondere Träger oder Trägersteine oder Leisten und Stege anzubringen. Ein direktes Durchlaufen der Flüssigkeit oder der Gase bzw. der Dämpfe ist bei Füllkörpern dieser Art nicht möglich, und die von der einen Füllkörperschicht ablaufende Flüssigkeit wird im Gegenteil in der nächsteh Schicht ganz oder zum Teil zerstäubt werden müssen. Gegenüber den üblichen L u η g e - R ο h r m a η η sehen Platten zeigt der Füllkörper den Vorteil häufiger Bewegungsrichtung der Agentien, einer gleichmäßigen Benetzung beider Seiten der Platten und einer längeren Einwirkungsdauer der Agentien aufeinander. Selbstverständlich kann man den Füllkörper auch für Gaswäscher und für ähnliche Zwecke anwenden. Man gibt den Platten zweckmäßig eine solche Neigung, daß die Flüssigkeit in gleicher Weise sowohl außen wie innen langsam herunterrieselt.

Claims (1)

  1. 35 Patent-Anspruch:
    Aus winklig zusammenstoßenden, dttrchlochten Platten hergestellte Füllung für Reaktions- und Absorptionsräume, Gasreiniger oder Vorrichtungen' für ähnliche Zwecke, bestehend aus zu dachförmigen Gebilden mit wagerecht verlaufender Firstkante zusammengestellten oder zu solchen Gebilden in bekannter Weise fest verbundenen Platten, die mit nach Aufstellung der Füllkörper wagerecht verlaufenden Durchbohrungen versehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdkuckerei.
DE1906197871D 1906-09-27 1906-09-27 Expired - Lifetime DE197871C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT36795D AT36795B (de) 1906-09-27 1907-09-26 Aus winklig zusammenstoßenden, durchlochten Platten hergestellte Füllung für Reaktions-oder Absorptionsräume, Gasreiniger oder Vorrichtungen für ähnliche Zwecke.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE197871C true DE197871C (de)

Family

ID=460721

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1906197871D Expired - Lifetime DE197871C (de) 1906-09-27 1906-09-27

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DE (1) DE197871C (de)

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