DE19708029C1 - Verfahren zum Herstellen einer zugfesten Verbindung an einem Drahtseil durch Befestigen eines Anschlussstückes an einem Drahtseilende - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer zugfesten Verbindung an einem Drahtseil durch Befestigen eines Anschlussstückes an einem DrahtseilendeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Be
festigungstechnik für Drahtseile. Sie betrifft ein Verfahren
zum Herstellen einer zugfesten Verbindung an einem Drahtseil
gemäss den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Drahtseile aus nichtrostendem Edelstahl werden nicht nur in
den klassischen Gebieten der Hebetechnik, der Bootstechnik
oder allgemein als Abspannung eingesetzt, sondern finden auch
zunehmend im Architekturbereich Anwendung, so z. B. beim Bau
von Geländern oder als Begrünungshilfe an Gebäudefassaden.
Die Drahtseile müssen dabei nicht nur sicher an den dafür
vorgesehenen Befestigungspunkten befestigt werden, sondern
die Befestigungstechnik muss auch erhöhten ästhetischen An
sprüchen gerecht werden.
Für die sichere und zugfeste lösbare Befestigung von Draht
seilenden an bestimmten Befestigungspunkten haben sich ver
schiedene Methoden bewährt, bei denen das Seilende zunächst
fest mit einem geeigneten Anschlussteil dauerhaft verbunden
wird, und dass Anschlussteil dann am Befestigungspunkt ange
schraubt oder anderweitig lösbar befestigt wird. Weit ver
breitet ist es (siehe dazu den Katalog "Inox Line" 1996 der
Anmelderin), Anschlussteile zu verwenden, die einen Gewinde
bolzen, eine geschmiedete Gabel, eine Oese oder dgl. umfas
sen, an deren einem Ende ein hülsenartiger Aufnahmeteil ange
formt ist. In die Sackbohrung des Hülsenteils wird ein Seil
ende des Drahtseiles eingeführt und im Hülsenteil dauerhaft
befestigt. Dies kann einerseits durch Hartlöten oder Verkle
ben erreicht werden, oder dadurch, dass der Hülsenteil durch
eine plastische Deformation mit dem eingeführten Seilende
verpresst wird. Das Verpressen kann dadurch geschehen, dass
mittels eines Spezialwerkzeugs (einer Zange) der Hülsenteil
in bestimmten Bereichen lokal eingedrückt wird (Querpressen).
Eine andere seit langem bekannte Technik besteht darin, den
Hülsenteil durch Rundhämmern bzw. Rundkneten im Durchmesser
gleichmässig und rotationssymmetrisch zu reduzieren und so
die Wand des Hülsenteils auf der gesamten Innenfläche mit dem
Seilende innig zu verbinden (siehe Klaus Feyrer, Drahtseile,
Springer-Verlag, 1994, S. 322-326). Der Vorteil der letztge
nannten Methode besteht vor allem darin, dass hier die ge
samte Hülseninnenfläche für den Reibschluss zwischen Seil und
Hülse verwendet wird und so sehr hohe Bruchkräfte erzielt
werden können. Die Reduzierung des Aussendurchmessers kann
auch dazu vorteilhaft eingesetzt werden, um sehr schlanke Be
festigungsanschlüsse an Seilenden zu erreichen (siehe dazu
das Europäische Patent EP 0 619 443 B1).
Der Einsatz von derartigen Anschlussteilen mit hülsenartigem
Ansatz hat jedoch auch verschiedene Nachteile: Zum einen lie
gen bei einem Anschlussteil, welchen einen Gewindebolzen mit
Aussengewinde aufweist, Hülsenteil und Gewindebolzen in Ach
senrichtung des Anschlussteils hintereinander. Da für den
Hülsenteil eine gewisse Mindestlänge nicht unterschritten
werden kann und sich die Längen von Hülsenteil und Gewinde
bolzen addieren, ergibt sich insgesamt ein vergleichsweise
langes Anschlussteil, welches bei bestimmten Anwendungen den
ästhetischen Anforderungen nur bedingt gerecht wird. Zum an
deren wird bei derartigen Anschlussteilen in der Regel von
einem Werkstück aus Vollmaterial ausgegangen, bei welchem
durch eine Reihe von spanenden und nicht-spanenden Bearbei
tungsvorgängen das Gewinde bzw. die Gabel oder die Oese er
zeugt und durch Einbringen eines Sackloches der Hülsenteil
angefertigt wird. Diese Art der Herstellung ist nicht nur
aufwendig, sondern macht es auch erforderlich, für jede Seil
endverbindung das zugehörige Anschlussteil vorher speziell
anzufertigen und ggf. auf Lager zu halten.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Her
stellung einer zugfesten Verbindung an einem Drahtseil durch
Befestigen eines Anschlussstückes an einem Drahtseilende anzu
geben, welches sehr einfach durchgeführt werden kann und mit
wenigen Schritten auskommt, sich flexibel an verschieden An
wendungsfälle anpassen lässt, die Lagerhaltung massgeblich
vereinfacht und sich durch deutlich reduzierte Kosten aus
zeichnet.
Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass als Anschlussstück eine rohrfömige
Hülse verwendet wird, welche eine dem Aussendurchmesser des
Drahtseiles angepasste Durchgangsbohrung aufweist, und zu
mindest mit einem Teilabschnitt der Durchgangsbohrung über
ein Seilende des Drahtseiles geschoben wird, dass die rohr
förmige Hülse zumindest in dem Teilabschnitt, mit welchem sie
über das Seilende geschoben ist, durch eine um die Hül
senachse rotationssymmetrische plastische Verformung im
Aussendurchmesser reduziert und gleichzeitig mit dem Draht
seilende verpresst wird, und dass die rohrförmige Hülse
gleichzeitig mit oder nach ihrer Befestigung an dem
Drahtseilende im durchmesserreduzierten Bereich mit Verbin
dungsmitteln versehen wird, welche eine lösbare Verbindung
zwischen dem Anschlussstück und einem Befestigungsmittel er
lauben. Der Vorteil der erfindungsgemässen Lösung besteht
darin, dass für die Verbindung einfache Hülsenteile ohne
weitere Vorbearbeitung verwendet werden können, dass sich die
Verbindung flexibel an die verschiedensten Anwendungsfälle
anpassen lässt, und dass sich gleichzeitig eine kompakte,
ästhetisch ansprechende und mechanisch hoch belastbare Ver
bindung ergibt.
Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen
Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass die Hülse mit der
vollen Länge der Durchgangsbohrung über das Seilende gescho
ben wird, dass die Verbindungsmittel ein Aussengewinde umfas
sen, welches in die verpresste Hülse eingebracht wird, und
dass die Hülse soweit über das Seilende geschoben wird, dass
die Hülse an ihrem einen Ende mit dem Seilende abschliesst.
Hierdurch wird erreicht, dass die Hülse über der gesamten
Länge mit dem Seil verpresst ist, ohne dass für das Aussenge
winde eine zusätzliche Länge des Bauteils vorgesehen werden
muss, so dass sich insgesamt eine extrem kurze Seilendverbin
dung ergibt.
Gemäss einer besonders bevorzugten Weiterbildung dieser Aus
führungsform ist die Hülse in ihrem Aussendurchmesser so aus
gewählt und wird beim plastischen Verformen auf dem Drahtseil
soweit im Aussendurchmesser reduziert, dass der reduzierte
Aussendurchmesser ungefähr gleich dem oder kleiner als der
Aussendurchmesser des Drahtseiles ist. Damit erhält man eine
Seilendverbindung, die nicht nur sehr kurz ist, sondern im
Durchmesser auch nicht über das Seil hinaussteht, so dass
eine Bohrung für den Seilanschluss nicht grösser ausgeführt
werden muss, als nach dem Seildurchmesser ohnehin notwendig
ist.
Besonders einfach gestaltet sich diese Ausführungsform des
Verfahrens, wenn das Aussengewinde gleichzeitig mit der Redu
zierung des Aussendurchmessers durch plastisches Verformen in
die Hülse eingebracht wird.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens nach
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse so
weit über das Seilende geschoben wird, dass das Drahtseil auf
beiden Seiten aus der Hülse herausragt, und dass die Hülse in
ihrem Aussendurchmesser so ausgewählt und beim plastischen
Verformen auf dem Drahtseil soweit im Aussendurchmesser redu
ziert wird, dass der reduzierte Aussendurchmesser grösser als
der Aussendurchmesser des Drahtseiles ist. Hierdurch lässt
sich auf einfache Weise eine Seilverbindung realisieren, bei
welcher mitten auf dem Seil eine Verschraubung durchgeführt
werden kann.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, dass die Hülse nur mit einem Teilabschnitt
ihrer Durchgangsbohrung über das Seilende des Drahtseiles ge
schoben wird, und dass der verbleibende Teilabschnitt zum An
bringen der Verbindungsmittel verwendet wird. Hierdurch las
sen sich sehr flexibel und mit geringem Aufwand auch andere
Verbindungsarten als ein Aussengewinde realisieren.
Dies kann insbesondere dadurch geschehen, dass in dem ver
bleibenden Teilabschnitt in die Durchgangsbohrung der Hülse
ein Innengewinde eingebracht wird, oder dass in dem verblei
benden Teilabschnitt in die Durchgangsbohrung der Hülse ein
Anschlussteil eingeführt und mit der Hülse verpresst wird,
oder dass in dem verbleibenden Teilabschnitt der Hülse die
Hülse zu einer flachen Anschlusslasche gepresst und im Be
reich der Anschlusslasche mit einem Befestigungsloch versehen
wird.
Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den
abhängigen Unteransprüchen.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispie
len im Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden.
Es zeigen
Fig. 1a-d verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner kurzen, dünnen Seilendverbindung mit Aus
sengewinde gemäss einem ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2a-d verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner kurzen, dickeren Seilendverbindung mit
Aussengewinde gemäss einem zweiten bevorzug
ten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 3a-d verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner Seilendverbindung mit Innengewinde gemäss
einem dritten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Fig. 4a-d verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner Seilzwischenverbindung mit Aussengewinde
gemäss einem vierten bevorzugten Ausführungs
beispiel der Erfindung;
Fig. 5a-c verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner Seilendverbindung mit zusätzlichem An
schlussteil gemäss einem fünften bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Fig. 6a-d verschiedene Schritte bei der Herstellung ei
ner Seilendverbindung mit Befestigungsloch
gemäss einem sechsten bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung.
In Fig. 1a-d sind verschiedene Schritte bei der Herstellung
einer kurzen, dünnen Seilendverbindung mit Aussengewinde ge
mäss einem ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfin
dung wiedergegeben. In Fig. 1a ist der Endabschnitt eines
Drahtseiles 10 mit dem Aussendurchmesser D1 gezeigt. Das
Drahtseil 10 besteht vorzugsweise aus einem rostfreien Edel
stahl. Auf das Seilende 10 des Drahtseiles 10 wird eine rohr
förmige, zylindrische Hülse 11 geschoben, die eine (konzen
trische) Durchgangsbohrung 12 aufweist, deren Innendurchmes
ser an den Aussendurchmesser D1 des Drahtseiles angepasst
ist, also etwas oder auch deutlich grösser ist als der
Aussendurchmesser D1 des Drahtseiles 10. Die Hülse 11 hat ei
nen Aussendurchmesser D2 und besteht vorzugsweise ebenfalls
aus einem rostfreien Edelstahl, der sich ausreichend pla
stisch verformen lässt.
Gemäss Fig. 1b wird die Hülse 11 - nachdem das Seilende 13 in
an sich bekannter Weise von Fett und dgl. gereinigt worden
ist - mit ihrer vollen Länge über das Seilende 13 geschoben,
so dass das hinteren Ende der Hülse 11 mit dem Seilende 13
abschliesst bzw. fluchtet. Das mit der aufgeschobenen Hülse
11 versehene Seilende 13 wird dann wird dann einem Rundknet-
bzw. Rundhämmerprozess unterzogen, bei welchem der Aussen
durchmesser D2 der Hülse 11 durch gleichmässige rotationssym
metrische plastische Verformung soweit reduziert wird, dass
der reduzierte Aussendurchmesser ungefähr gleich dem oder
kleiner als der Aussendurchmesser D1 des Drahtseiles 10 ist
(in Fig. 1c angedeutet durch die Pfeile). Durch die plasti
sche Verformung der Hülse 11 wird zugleich das Seilende 13
kompaktiert und eine innige vollflächige Verbindung zwischen
der Innenwand der Hülse 11 und dem Seilende erzielt. Die ur
sprüngliche Wandstärke der Hülse 11 wird dabei so gewählt,
dass sich nach der Reduzierung des Aussendurchmessers (D2)
der Hülse 11 noch ausreichend Wandstärke ergibt, um auf der
durchmesser-reduzierten Hülse 11 ein genormtes Aussengewinde
(14 in Fig. 1d) anzubringen. Grundsätzlich kann das Aussenge
winde 14 in einem separaten Schritt (Fig. 1d) in die aufge
presste Hülse 11 eingeformt bzw. eingeschnitten werden. Be
sonders einfach und kostengünstig ist es jedoch, wenn das
Aussengewinde 14 gleichzeitig mit der Reduzierung des Aussen
durchmessers D2 durch plastisches Verformen in die Hülse 11
eingebracht wird. Die fertige Seilendverbindung zeichnet sich
dadurch aus, dass sie extrem schlank und kurz und damit äs
thetisch sehr ansprechend ist, und über die gesamte Länge des
Anschlusses (der Hülse 11) mit dem Seil verpresst ist, so
dass sich trotz der kurzen Ausführung eine hohe Bruchkraft
ergibt.
Das erfindungsgemässe Verfahren bringt jedoch nicht nur we
sentliche Vereinfachungen bei der Herstellung von kurzen und
schlanken Seilendverbindungen, wie sie in Fig. 1 gezeigt
sind, sondern auch bei Seilendverbindungen, bei denen das
Aussengewinde auf der Hülse einen deutlich grösseren Aussen
durchmesser aufweist als das Drahtseil. Die Fig. 1 entspre
chenden Schritte bei der Herstellung einer solchen Verbindung
sind in Fig. 2a-d wiedergegeben. Auf das Drahtseil 20 mit dem
Seilende 23 wird hier eine Hülse 21 aufgeschoben, die ebenso
wie die Hülse 11 aus Fig. 1 zylindrisch und rohrförmig ausge
bildet ist und eine konzentrische Durchgangsbohrung 22 auf
weist, jedoch einen deutlich grösseren Aussendurchmesser auf
weist (Fig. 2a). Die Hülse 21 wird in gleicher Weise auf das
Seilende 23 aufgeschoben, bis das hintere Ende mit dem Seil
ende 23 fluchtet (Fig. 2b) und anschliessend durch Rundkneten
bzw. Rundhämmern durch plastische Verformung im Aussendurch
messer über die gesamte Hülsenlänge reduziert (Fig. 2c).
Gleichzeitig mit der Reduktion des Aussendurchmessers oder im
Anschluss daran wird auf die Hülse 24 ein Aussengewinde 24
aufgebracht, welches im Durchmesser nicht vom Aussendurchmes
ser des Drahtseiles 20 begrenzt ist, sondern über ihn hinaus
reicht. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass es zweckmäs
sig ist, das Aussengewinde 24 (wie auch 14 in Fig. 1) nicht
über die gesamte Länge der Hülse 21 (bzw. 11) auszubilden,
sondern auf einem gewindefreien Abschnitt der Hülse 21 (bzw.
11) Ansätze oder einen Sechskant anzuformen, an denen beim
Verschrauben der Seilendverbindung mit einem Schraubschlüssel
angesetzt und gekontert werden kann. Auch diese Ansätze bzw.
dieser Sechskant können vorteilhafterweise durch Hämmern er
zeugt werden.
Eine Abwandlung des in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiels
ist in Fig. 4 wiedergegeben: Hier wird die Hülse 41 mit der
Durchgangsbohrung 42 soweit über das Seilende 43 des Draht
seiles 40 geschoben, dass das Drahtseil 40 auf beiden Seiten
aus der Hülse 41 herausragt (Fig. 4a, b). Nach dem Reduzieren
des Aussendurchmessers der Hülse 41 durch Rundkneten bzw.
Rundhämmern (Fig. 4c) wird auf die Hülse 41 ein durchgehendes
Aussengewinde 44 aufgebracht (Fig. 4d), mittels dessen das
Drahtseil 40 an einem Durchgangsloch oder dgl. verschraubt
werden kann. Es versteht sich von selbst, dass in diesem Fall
der Aussendurchmesser des Aussengewindes 44 deutlich grösser
ist als der Aussendurchmesser des Drahtseiles 40, damit die
entsprechenden Muttern über das Drahtseil 40 geschoben werden
können.
Eine weitere Möglichkeit der Seilendverbindung nach dem er
findungsgemässen Verfahren ist in Fig. 3 dargestellt. Zum
Drüberschieben über das Drahtseil 30 mit dem Seilende 33 wird
hier eine Hülse 31 mit Durchgangsbohrung 32 verwendet, die
insgesamt länger sind als die Hülsen 11 und 21 aus Fig. 1
bzw. Fig. 2. (Fig. 3a). Die Hülse 31 wird in diesem Fall nur
mit einem Teilabschnitt ihrer Durchgangsbohrung 32 über das
Seilende 33 des Drahtseiles 30 geschoben (Fig. 3b). Der ver
bleibende Teilabschnitt der Durchgangsbohrung 32 wird dann
zum Anbringen von Verbindungsmitteln verwendet. Im vorliegen
den Fall umfassen die Verbindungsmittel ein Innengewinde 34
(Fig. 3d), welches in den verbleibenden Teilabschnitt der
Hülse 31 eingebracht ist. Wenn die Hülse 31 bei Rundkneten
bzw. Rundhämmern über die gesamte Länge im Durchmesser redu
ziert wird, wie dies in Fig. 3c durch die Pfeile angedeutet
ist, wird das Innengewinde 34 nachträglich in die Hülse 31
eingebracht. Wird dagegen die Hülse 31 nur in dem Bereich
verformt, in welchem das Seilende 33 eingeschoben ist, kann
das Innengewinde 34 (anders als in Fig. 3 dargestellt) auch
bereits vorher in die Hülse 31 eingebracht werden.
Eine andere Art von Verbindungsmitteln, welche mit Vorteil an
dem verbleibenden Teilabschnitt einer nicht ganz auf das
Seilende 53 eines Drahtseiles 50 geschobenen Hülse 51 mit
Durchgangsbohrung 52 angebracht werden können, ist im Ausfüh
rungsbeispiel der Fig. 5 wiedergegeben: Zusätzlich zur Hülse
51 wird in diesem Fall ein ösenförmiges Anschlussteil 54 ver
wendet (Fig. 5a), welches beispielsweise mit einem eine Ver
engung 57 aufweisenden Schaft 56 in den nicht vom Drahtseil
50 eingenommenen Teilabschnitt der Durchgangsbohrung 52 ein
geführt wird (Fig. 5b). beim anschliessenden Rundkneten bzw.
Rundhämmern wird die Hülse 51 gleichzeitig (oder auch nach
einander) mit dem Seilende 53 und dem Schaft 56 des An
schlussteils 54 verpresst (Fig. 5c). Durch die Verwendung der
Hülse kann dies Art der Seilendverbindung sehr flexibel ge
staltet werden.
Eine weitere Art der Verbindungsmittel sind im Ausführungs
beispiel der Fig. 6 wiedergegeben. Auch hier wird eine Hülse
61 nur mit einem Teilabschnitt ihrer Durchgangsbohrung 62
über das Seilende 63 eines Drahtseiles 60 geschoben (Fig.
6a, b). Die Hülse 61 wird dann durch Rundkneten bzw. Rundhäm
mern mit dem Seilende verpresst. Der verbleibende Teilab
schnitt der Hülse 61 wird gleichzeitig oder anschliessend zu
einer Anschlusslasche 64 flach gehämmert oder -gedrückt (Fig.
6c), und die Anschlusslasche 64 schliesslich mit einem Befe
stigungsloch 65 versehen (in Fig. 6d in der Draufsicht darge
stellt). Auf diese Weise lässt sich sehr einfach mittels eine
Hülse, die von einem rohrförmigen Halbzeug abgesägt werden
kann, eine zugfeste, ästhetisch ansprechende Seilendverbin
dung schaffen.
Insgesamt ergibt sich mit der Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung von Verbindungen für Drahtseile, welches sich
durch folgende Vorteile auszeichnet:
- - einfache Herstellung (durch Rundkneten bzw. Rundhämmern einer Hülse)
- - flexible Anwendung für unterschiedliche Befestigungsarten (Innengewinde, Aussengewinde)
- - vereinfachte Lagerhaltung (rohrförmiges Halbzeug mit un terschiedlichen Durchmessern)
- - nur wenig aufwendige und kostspielige Verfahrensschritte wie Drehen, Bohren, Fräsen
- - Herstellung extrem kompakter und schlanker Endverbindun gen möglich.
10
,
20
Drahtseil
11
,
21
Hülse (rohrförmig)
12
,
22
Durchgangsbohrung (Hülse)
13
,
23
Seilende
14
,
24
Aussengewinde
30
,
40
Drahtseil
31
,
41
Hülse
32
,
42
Durchgangsbohrung
33
,
43
Seilende
34
Innengewinde
44
Aussengewinde
50
,
60
Drahtseil
51
,
61
Hülse
52
,
62
Durchgangsbohrung
53
,
63
Seilende
54
Anschlussteil (Oese)
55
,
65
Befestigungsloch
56
Schaft
57
Verengung (Schaft)
64
Anschlusslasche
D1Aussendurchmesser (Drahtseil)
D2Aussendurchmesser (Hülse)
D1Aussendurchmesser (Drahtseil)
D2Aussendurchmesser (Hülse)
Claims (16)
1. Verfahren zum Herstellen einer zugfesten Verbindung
an einem Drahtseil (10, 20, 30, 40, 50, 60) durch Befestigen
eines Anschlussstückes an einem Drahtseilende (13, 23, 33,
43, 53, 63), wobei als Anschlussstück eine rohrfömige Hülse
(11, 21, 31, 41, 51, 61) verwendet wird, welche eine dem
Aussendurchmesser (D1) des Drahtseiles (10, 20, 30, 40, 50,
60) angepasste Durchgangsbohrung (12, 22, 32, 42, 52, 62)
aufweist, und zumindest mit einem Teilabschnitt der Durch
gangsbohrung (12, 22, 32, 42, 52, 62) über ein Seilende (13,
23, 33, 43, 53, 63) des Drahtseiles (10, 20, 30, 40, 50, 60)
geschoben wird, und wobei die rohrförmige Hülse (11, 21, 31,
41, 51, 61) zumindest in dem Teilabschnitt, mit welchem sie
über das Drahtseilende (13, 23, 33, 43, 53, 63) geschoben
ist, durch eine um die Hülsenachse rotationssymmetrische pla
stische Verformung im Aussendurchmesser (D2) reduziert und
gleichzeitig mit dem Drahtseilende (13, 23, 33, 43, 53, 63)
verpresst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die rohrförmige
Hülse (11, 21, 31, 41, 51, 61) gleichzeitig mit oder nach ih
rer Befestigung an dem Drahtseilende (13, 23, 33, 43, 53, 63)
im durchmesserreduzierten Bereich mit Verbindungsmitteln (14;
24; 34; 44; 54, . . ., 57; 64, 65) versehen wird, welche eine lös
bare Verbindung zwischen dem Anschlussstück und einem Befe
stigungsmittel ermöglichen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass für das Drahtseil (10, 20, 30, 40, 50, 60) und die rohr
förmige Hülse (11, 21, 31, 41, 51, 61) rostfreier Edelstahl
verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, dass eine rohrförmige Hülse (11, 21, 31, 41,
51, 61) verwendet wird, welche einen konstanten Aussendurch
messer (D2) und einen konstanten Innendurchmesser der Durch
gangsbohrung (12, 22, 32, 42, 52, 62) aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die rohrförmige Hülse (11, 21, 41) mit
der vollen Länge der Durchgangsbohrung (12, 22, 42) über das
Seilende (13, 23, 43) geschoben wird, und dass die Verbin
dungsmittel ein Aussengewinde (14, 24, 44) umfassen, welches
in die verpresste Hülse (11, 21, 41) eingebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die rohrförmige Hülse (11, 21) soweit über das Seilende
(13, 23) geschoben wird, dass die Hülse (11, 21) an ihrem
einen Ende mit dem Seilende (13, 23) abschliesst.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die rohrförmige Hülse (11) in ihrem Aussendurchmesser
(D2) so ausgewählt und beim plastischen Verformen auf dem
Drahtseil (10) soweit im Aussendurchmesser reduziert wird,
dass der reduzierte Aussendurchmesser ungefähr gleich dem
oder kleiner als der Aussendurchmesser (D1) des Drahtseiles
(10) ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die rohrförmige Hülse (21) in ihrem Aussendurchmesser
(D2) so ausgewählt und beim plastischen Verformen auf dem
Drahtseil (20) soweit im Aussendurchmesser reduziert wird,
dass der reduzierte Aussendurchmesser grösser als der
Aussendurchmesser (D1) des Drahtseiles (20) ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Aussengewinde (14, 24, 44) gleich
zeitig mit der Reduzierung des Aussendurchmessers (D2) durch
plastisches Verformen in die rohrförmige Hülse (11, 21, 41)
eingebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die rohrförmige Hülse (41) soweit über das Seilende (43)
geschoben wird, dass das Drahtseil (40) auf beiden Seiten aus
der Hülse (41) herausragt, und dass die Hülse (41) in ihrem
Aussendurchmesser (D2) so ausgewählt und beim plastischen
Verformen auf dem Drahtseil (40) soweit im Aussendurchmesser
reduziert wird, dass der reduzierte Aussendurchmesser grösser
als der Aussendurchmesser (D1) des Drahtseiles (40) ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die rohrförmige Hülse (31, 51, 61) nur
mit einem Teilabschnitt ihrer Durchgangsbohrung (32, 52, 62)
über das Seilende (33, 53, 63) des Drahtseiles (30, 50, 60)
geschoben wird, und dass der verbleibende Teilabschnitt zum
Anbringen der Verbindungsmittel (34; 54, 64, 65) verwendet
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem verbleibenden Teilabschnitt in die Durchgangsboh
rung (32) der Hülse (31) ein Innengewinde (34) eingebracht
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem verbleibenden Teilabschnitt in die Durchgangsboh
rung (52) der Hülse (51) ein Anschlussteil (54) eingeführt
und mit der Hülse (51) verpresst wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem verbleibenden Teilabschnitt der Hülse (61) die
Hülse (61) zu einer flachen Anschlusslasche (64) gepresst und
im Bereich der Anschlusslasche (64) mit einem Befestigungs
loch (65) versehen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass das Aussengewinde (14, 24) nur über eine Teillänge der
Hülse (11, 21) ausgebildet wird, und dass auf dem
gewindefreien Abschnitt der Hülse (11, 21) Hilfsmittel zum
Verschrauben der Seilendverbindung angeformt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hilfsmittel Ansätze oder einen Sechskant umfassen,
an denen beim Verschrauben der Seilendverbindung mit einem
Schraubschlüssel angesetzt und gekontert werden kann.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ansätze bzw. der Sechskant durch Hämmern erzeugt
werden.
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| DE1997108029 DE19708029C1 (de) | 1997-02-27 | 1997-02-27 | Verfahren zum Herstellen einer zugfesten Verbindung an einem Drahtseil durch Befestigen eines Anschlussstückes an einem Drahtseilende |
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