DE196816A - - Google Patents
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4S^. GRUPPE
ί*
FRITZ HILDEBRAND in DT-WILMERSDORF.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zum Betrieb von Expansionskraftmaschinen
mittels verflüssigter Gase, insbesondere flüssiger Kohlensäure und flüssiger
Luft. Dasselbe besteht darin, daß die beim Eintritt des verflüssigten Gases in einen mit
heißer Druckluft gefüllten Raum entstehenden Dämpfe mit Druckluft vermischt werden.
Nach der Mischung der heißen Druckluft mit
ίο den aus dem verflüssigten Gase entstehenden
Dämpfen findet eine starke Expansion statt. Bei der Expansion des Gemisches wird die
Auspufftemperatur nicht unter Null herabsinken und eine Vereisung der Maschine herbeiführen, wenn das Mischungsverhältnis
der beiden Medien richtig gewählt und ihr Druck bzw. ihre Temperatur vor der Mischung
berücksichtigt ist. Das expandierende Gemisch läßt man vorteilhaft unmittelbar auf
den Kolben der Expansionskraftmaschine einwirken, und zwar wird jedesmal nur so viel
an Gemisch erzeugt, als für einen Arbeitshub erforderlich ist.
Man hat zwar bereits ein Gemisch von Kohlensäure und Druckluft als Betriebsmittel
für Kraftmaschinen vorgeschlagen. Bei diesen Maschinen wird jedoch die Kohlensäure im
Entstehen, also ohne nennenswerten Druck, und auch ohne Abkühlung mit der Druckluft
in einem Kessel vermischt, so daß die Kohlensäure eine besondere Expansionswirkung
und einen unmittelbaren Einfluß auf den Gang der Kraftmaschine nicht ausüben kann.
Eine praktische Ausführungsform des Verfahrens wird dadurch erzielt, daß man zunächst
die erforderliche Druckluft in bekannter Weise durch die Expansionskraftmaschine selbst erzeugt,
indem durch den Kolben atmosphärische Luft in den Arbeitszylinder angesaugt und in diesem verdichtet wird; in diese verdichtete
Luft wird etwa im Augenblick der stärksten Verdichtung das verflüssigte Gas unter Bildung von Dämpfen in den Arbeitszylinder
eingeführt. Das expandierende Gemisch treibt den Kolben vorwärts. Hierbei kann die Expansionskraftmaschine sowohl im
Zweitakt als auch im Viertakt oder auch im Sechstakt arbeiten.
Es kann sich als nützlich erweisen, die atmospärische Luft vor ihrem Eintritt in den
Arbeitszylinder vorzuwärmen, einerseits, um den letzteren, wenn nötig, warm zu halten,
andererseits, um entweder die Verdichtung der Luft oder das Mischungsverhältnis des
Gemisches oder seine Auspufftemperatur zu verändern.
Besonders praktisch ist es, zu diesem Zweck die vorgewärmte Luft durch " einen den
Arbeitszylinder umgebenden hohlen Mantel anzusaugen. Wird andererseits durch den
letzteren frische Luft angesaugt, so wärmt sich diese an den durch die Verdichtungswärme erhitzten Wänden des Arbeitszylinders
vor.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:I. Verfahren zur Erzeugung eines Treibmittels für Expansionskraftmaschinen, da-durch gekennzeichnet, daß verflüssigtes Gas mit erhitzter Druckluft zusammengebracht wird, wobei sich die aus dem verflüssigten Gas entstehenden hochgespannten Dämpfe mit der Druckluft vermischen.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das verflüssigte Gas in die durch den zurückkehrenden Kolben verdichtete und hierdurch erhitzte Luft etwa im Augenblicke deren höchster Verdichtung eingeführt wird.
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