DE19650565C2 - Reinigungsmaschine mit einer Scheuereinheit - Google Patents
Reinigungsmaschine mit einer ScheuereinheitInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsmaschine mit einer
Scheuereinheit mit einer angetriebenen Walzenbürste, die in einem
Gehäuse untergebracht ist, das die Walzenbürste allseitig bis auf
den in Anlage an den Boden kommenden unteren Abschnitt der
Walzenbürste umgibt, und einem in dem Gehäuse angeordneten
Verteilerrohr, das sich entlang der Länge der Walzenbürste er
streckt, um Reinigungsflüssigkeit auf die Walzenbürste auf
zubringen.
Aus DE 23 61 894 A1 ist eine Reinigungsmaschine mit zwei
rotierenden Bürsten bekannt, zwischen denen ein Wasserbehälter
mit einer Wassersäule angeordnet ist, die in einer Öffnung am
Fußboden endet und über die, unterstützt durch Ultraschallein
wirkung auf die Wassersäule, Wasser auf den Boden zwischen den
beiden rotierenden Bürsten aufgebracht wird. Die zweite Bürste
reinigt den angefeuchteten Boden, wobei überschüssige Feuchtig
keit durch eine hinter der zweiten Bürste angeordnete Saugleiste
teilweise wieder aufgenommen wird. Eine direkte und ganzflächige
Anfeuchtung der Reinigungsbürste ist bei dieser Art von Reini
gungsmaschinen nicht vorgesehen.
US Patent Nr. 4 586 213 betrifft eine Maschine zum Entfernen von
Beschichtungen von Fußböden. In einer Ausführungsform befindet
sich am Vorderteil der Maschine ein Verteilerrohr mit einer
Mehrzahl von Öffnungen, aus denen Lösungsmittel in mehreren
Strahlen auf das Beschichtungsmaterial am Boden gesprüht wird.
Die Maschine weist zwei hintereinander liegende Bürsten auf, die
das teilweise gelöste Beschichtungsmaterial abreiben, wobei das
Gemisch aus Wasser, Lösungsmittel und abgeriebenen und gelösten
Bestandteilen der Beschichtung schließlich durch Saugeinrichtun
gen aufgenommen wird. Zwischen den rotierenden Bürsten befindet
sich ein Verteilerrohr, mit dem Wasser in mehreren Strahlen auf
den Fußboden gestrahlt wird.
WO 800222 A1 betrifft eine Maschine zum Einschneiden von Rillen
in Fahrbahnbeläge. Die Maschine weist einen im Betrieb rotieren
den Zylinder mit Schneidwerkzeugen an der Oberfläche auf, mit
dessen Hilfe die gewünschten Rillen in den Fahrbahnbelag
eingebracht werden. Um den rotierenden Zylinder ist eine Ab
saugkammer angeordnet, aus der das Gemisch aus abgeriebenem
Fahrbahnbelag und Wasser abgesaugt werden soll, wobei das Wasser
mittels eines Verteilerrohrs auf das rotierende Werkzeug
gespritzt wird, einerseits um das rotierende Werkzeug zu kühlen
und andererseits um ein leichter aufnehmbares Gemisch aus Abrieb
und Wasser zu bilden.
Bei Reinigungsmaschinen mit einer Scheuereinheit wird eine
Reinigungsflüssigkeit auf die routierende Walzenbürste aufge
bracht, wobei die Walzenbürste zur Rotation angetrieben wird und
mit ihrem unteren Bereich im Betrieb in Anlage am zu reinigenden
Fußboden ist. Zum Aufbringen der Reinigungsflüssigkeit wird zum
Beispiel ein Verteilerrohr verwendet, das sich im wesentlichen
parallel zur und entlang der Länge der Walzenbürste erstreckt und
eine Vielzahl von Öffnungen aufweist, um Reinigungsflüssigkeit
auf die rotierende Walzenbürste zu spritzen. Die Walzenbürste ist
von einem Gehäuse allseitig umgeben, so daß nur ein unterer
Abschnitt frei bleibt, der beim Scheuern in Anlage an den zu
reinigenden Fußboden kommen soll. Aufgrund der Rotation der
Walzenbürste kann die Reinigungsflüssigkeit wieder von der Bürste
fortgeschleudert und gegen das Gehäuseinnere geschleudert werden,
wobei sie von der Gehäusewand wieder auf die Bürste zurücktropfen
kann. Schließlich wird die Reinigungsflüssigkeit teilweise vom
unteren Endbereich des Gehäuses abtropfend und teilweise in der
Walzenbürste gehalten auf den Boden aufgebracht.
Ein Problem, das sich beim Aufbringen der Reinigungsflüssigkeit
in solchen Reinigungsmaschinen ergibt, besteht darin, daß das
Verteilerrohr die Walzenbürste nicht gleichmäßig mit Reinigungs
flüssigkeit bespritzt, sondern in einer Vielzahl von Einzel
strahlen entlang der Länge des Verteilerrohrs. Es kommt dadurch
häufig zu einer ungenügenden Verteilung der Reinigungsflüssigkeit
an der Walzenbürste und schließlich am Fußboden, so daß sich die
Einzelstrahlen des Verteilerrohrs in einer Streifenstruktur der
aufgebrachten Reinigungsflüssigkeit am Fußboden wiederfindet. Ein
weiteres Problem einer ungleichmäßigen Verteilung stellt sich
insbesondere bei kleinen Fördermengen von Reinigungsflüssigkeit,
da bei geringem Druck der Reinigungsflüssigkeit im Verteilerrohr
nur eine ungenügende Verteilung der Reinigungsflüssigkeit entlang
der Länge des Verteilerrohrs stattfindet und daher die meiste
Reinigungsflüssigkeit im Bereich der Zufuhr in das Verteilerrohr
austritt.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigungs
maschine mit einer Scheuereinheit mit einer angetriebenen
Walzenbürste zu schaffen, bei der eine gleichmäßige Verteilung
der Reinigungsflüssigkeit entlang der Länge der Walzenbürste
erreicht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruchs 1 in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbe
griffs. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen aufgeführt.
Erfindungsgemäß ist an einem von dem Verteilerrohr in Rotations
richtung der Walzenbürste entfernt liegenden Endbereich des
Gehäuses ein Abstreifer befestigt, der sich entlang der gesamten
Länge der Walzenbürste und bis an die Walzenbürste heran
erstreckt, so daß sich vor dem Abstreifer ein Rückstau von
Reinigungsflüssigkeit in dem Gehäuse bilden kann. Dadurch wird
für eine gleichmäßige Verteilung der Reinigungsflüssigkeit
entlang der Länge der Walzenbürste gesorgt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
in den Zeichnungen erläutert, in denen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Reinigungsmaschine
zeigt; und
Fig. 2 eine Querschnittsansicht der Scheuereinheit der Reini
gungsmaschine aus Fig. 1 zeigt.
Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer fahrbaren
Reinigungsmaschine, die neben nicht bezeichneten Reinigungs
werkzeugen eine Scheuereinheit 1 aufweist. Die Scheuereinheit ist
vergrößert und im Querschnitt in Fig. 2 dargestellt. In der
Darstellung von Fig. 2 ist die Bewegungsrichtung, met der die
Schereinheit über den Boden bewegt wird, von rechts nach links.
Die Scheuereinheit 1 weist ein Gehäuse 2 auf, das drei im
wesentlichen rechtwinklig zueinander stehende Wandabschnitte
aufweist und an der unteren Seite offen ist. In dem Gehäuse 2 ist
die Walzenbürste 20 so gelagert, daß ihr unterer Abschnitt aus
der offenen Seite des Gehäuses 2 hervorragt und in Anlage an den
zu reinigenden Fußboden kommen kann. Die Walzenbürste 20 ist
drehbar gelagert und wird von einem Antrieb in Rotation versetzt.
In das Gehäuse 2 führt eine Zufuhrleitung 8 für Reinigungs
flüssigkeit. Die Zufuhrleitung 8 ist mit einem Verteilerrohr 10
verbunden, das sich in dem Gehäuse 2 entlang der Länge der
Walzenbürste 20 erstreckt. Das Verteilerrohr 10 weist eine
Vielzahl von Bohrungen auf, aus denen Reinigungsflüssigkeit
austreten und auf die rotierende Walzenbürste 20 gespritzt werden
kann. Grundsätzlich besteht das Problem, daß durch das strahlwei
se Austreten der Reinigungsflüssigkeit aus den einzelnen
Öffnungen eine Streifenstruktur der Reinigungsflüssigkeit am
Fußboden, insbesondere bei kleinen Mengen zugefügter Reinigungs
flüssigkeit, resultieren kann.
Die Reinigungsflüssigkeit tritt aus dem Verteilerrohr 10 unter
einem Winkel von ca. 5 bis 6° von der Vertikalen aus auf die
Walzenbürste 20. Die Walzenbürste 20 rotiert in Uhrzeigersinn und
reißt die Reinigungsflüssigkeit durch ihre Rotation mit. Bedingt
durch Zentrifugalkräfte wird die Reinigungsflüssigkeit teilweise
von der Bürste fortgeschleudert und trifft auf die Gehäus
einnenwand. An der Gehäuseinnenwand kann ein Abtropfblech 6
vorgesehen sein, von dem die fortgeschleuderte Reinigungs
flüssigkeit wieder auf die Walzenbürste 20 tropft. Aufgrund der
Zentrifugalkräfte kann die Reinigungsflüssigkeit hinter dem
Abtropfblech 6 wieder von der Walzenbürste 20 fortgeschleudert
und auf die Gehäuseinnenwand geworfen werden. An dem in Rota
tionsrichtung der Walzenbürste 20 stromabwärts liegenden
Endbereich des Gehäuses 2 ist ein Abstreifer 30 befestigt, der
sich entlang der gesamten Länge der Walzenbürste 20 und bis zu
der Walzenbürste erstreckt. Das Gehäuse 2 wird durch den
Abstreifer 30 dadurch in diesem Bereich geschlossen, so daß es
zu einem Rückstau von Reinigungsflüssigkeit in dem Gehäuse 2 vor
dem Abstreifer 30 kommt.
Da es an dieser Position zu einem Rückstau von Reinigungs
flüssigkeit kommt, findet eine Verteilung der Reinigungsflüssig
keit entlang der Länge der Walzenbürste 20 statt. Die einzelnen
Strahlen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Verteilerrohr 10
werden erst in diesem Bereich aufgelöst, und es kommt zu einer
gleichmäßigen und flächigen Reinigungsflüssigkeitsverteilung.
Der Abstreifer 30 kann sich bis in Anlage an den nachgiebigen
Walzenkörper der Walzenbürste 20 erstrecken, es kann aber auch
ein kleiner spaltförmiger Abstand zwischen dem äußeren Umfang der
Walzenbürste 20 und der vorderen Kante des Abstreifers 30
verbleiben, solange es zu einem Stau von Reinigungsflüssigkeit
im Bereich des Abstreifers 30 kommt.
Vom Abstreifer 30 wird die Reinigungsflüssigkeit von der
Walzenbürste 20 über den Fußboden gefördert und nach vorne an
eine Dichtungsleiste 18 geschleudert, die die Bereiche trocken
und naß an der Reinigungsmaschine trennt. Die Dichtungsleiste 18
besteht aus elastischem Material und wird in Anlage am Fußboden
geführt. Zwischen Dichtungsleiste 18 und Walzenbürste 20 entsteht
ein erneuter Rückstau von Reinigungsflüssigkeit. Dadurch ist die
Reinigungsmaschine des weiteren in der Lage mit relativ geringen
Mengen von Reinigungsflüssigkeit sehr effektiv mit nur einer
Walzenbürste zu arbeiten.
Claims (7)
1. Reinigungsmaschine mit einer Scheuereinheit mit einer
angetriebenen Walzenbürste, welche in einem Gehäuse unterge
bracht ist, das die Walzenbürste allseitig bis auf einen in
Anlage an den Boden kommenden unteren Abschnitt der Walzen
bürste umgibt, und einem in dem Gehäuse angeordneten
Verteilerrohr, das sich entlang der Länge der Walzenbürste
erstreckt, um Reinigungsflüssigkeit auf die Walzenbürste
aufzubringen, dadurch gekennzeichnet, daß an einem in
Rotationsrichtung der Walzenbürste (20) von dem Verteil
errohr (10) entfernt liegendem Endbereich des Gehäuses (2)
ein Abstreifer (30) entlang der gesamten Länge an die
Walzenbürste (20) gehalten ist, so daß sich vor dem Ab
streifer (30) ein Rückstau von Reinigungsflüssigkeit in dem
Gehäuse (2) bilden kann.
2. Reinigungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verteilerrohr (10) und der Abstreifer (30) bezüglich
der Walzenbürste diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
3. Reinigungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (2) in Ansicht quer
zur Längsachse der Walzenbürste drei die Walzenbürste
umschließende Wände hat und daß der Abstreifer (30) am
unteren Ende der vom Verteilerrohr (10) entfernt liegenden
Wand befestigt ist.
4. Reinigungsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstreifer (30) im Querschnitt zur Längsachse der
Walzenbürste zwei winklig zueinander stehende Schenkel hat,
wobei ein Schenkel an der von dem Verteilerrohr (10)
entfernt liegenden Wand des Gehäuses (2) befestigt ist und
der andere Schenkel zur Walzenbürste (20) hervorragt und im
wesentlichen tangential an deren Oberfläche liegt.
5. Reinigungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (30) aus einem
elastischen Material hergestellt ist.
6. Reinigungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Abstreifer (30)
gegenüberliegenden Endbereich des Gehäuses (2) eine Dich
tungsleiste (18) angebracht ist, die sich entlang der Länge
der Walzenbürste (20) erstreckt und im Betrieb der Scheuer
einheit in Anlage am Boden ist.
7. Reinigungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verteilerrohr (10)
und dem Abstreifer (30) in dem Gehäuse (2) ein Abtropf
blech (6) angebracht ist, das sich entlang der Länge der
Walzenbürste und von der Gehäusewand im wesentlichen radial
zur Walzenbürste (20) erstreckt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1996150565 DE19650565C2 (de) | 1996-12-05 | 1996-12-05 | Reinigungsmaschine mit einer Scheuereinheit |
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Publications (2)
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| DE19650565C2 true DE19650565C2 (de) | 1999-04-01 |
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| DE1996150565 Expired - Fee Related DE19650565C2 (de) | 1996-12-05 | 1996-12-05 | Reinigungsmaschine mit einer Scheuereinheit |
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Families Citing this family (4)
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Also Published As
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