DE19649468A1 - Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden - Google Patents
Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werdenInfo
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Description
Viele motorisch angetriebene Handwerkzeuge, die entweder besonders schwer oder
deren Handhabung besonders gefährlich sind, werden mit zwei voneinander
getrennten Handgriffen versehen. Dies erleichtert dem Benutzer die Handhabung
des Handwerkzeuges und erhöht seine Sicherheit gegen Unfall. Wenn während des
eventuell gefährlichen Arbeitsvorganges beide Hände in Kontakt mit den Handgriffen
sind, ist sichergestellt, daß sie sich außerhalb der Gefahrenzone befinden.
Diese Anwesenheit der beiden Hände an den Handgriffen wird häufig dadurch
erzwungen, daß der erste Handgriff die Schalt- oder Steuerfunktion beinhaltet und
der zweite Handgriff ein Betätigungselement enthält, welches zuerst mit der zweiten
Hand betätigt sein muß, bevor die Schalt- oder Steuerfunktion des ersten
Handgriffes wirksam werden kann. Ein typisches Beispiel dafür sind
elektromotorisch angetriebene Kettensägen.
Abgesehen von obigen Ausnahmen übernimmt von den beiden Handgriffen in der
Regel einer die Funktion, Anfügen des Arbeitswerkzeuges an das Werkstück,
Führen desselben in die gewünschte Vorschubrichtung und Übertragen der
entsprechend dazu notwendigen Vorschubkräfte der Hand auf das Handwerkzeug.
In folgendem wird dieser Handgriff "Führungshandgriff" genannt. Die Regel ist, daß
der Führungshandgriff auch den Schalter und den Schaltknopf enthält. Die führende
Hand muß also zusätzlich die Schalt- oder Steuerfunktion mit übernehmen.
Der andere Handgriff, in folgendem "Hilfshandgriff" genannt, überträgt die Kräfte
der mithelfenden Hand auf das Handwerkzeug und erleichtert so dem Benutzer die
Kontrolle über dasselbe.
Bis auf wenige Ausnahmen ist beispielsweise bei motorisch angetriebenen
Kreissägen der Führungshandgriff parallel zur Wirkebene des Kreissägeblattes am
Antriebsmotor oder in unmittelbarer Nähe desselben, am Getriebegehäuse,
angebracht. Der Grund dafür ist, daß das Schalt- oder Steuersignal, das im
Führungshandgriff durch die Hand ausgelöst wird, mit wenig Aufwand zum
naheliegenden Antriebsmotor geleitet werden kann. Dies ist mechanisch oder
elektrisch möglich.
Gravierend nachteilig bei dieser Plazierung des Führungshandgriffes in der Nähe
des Antriebsmotors ist aber, daß er von der Wirkebene des Kreissägeblattes einen
seitlichen Abstand von etwa Handbreite hat. Die Vorschubkraft der Hand am
Führungshandgriff wirkt nicht direkt in der Wirkebene des Kreissägeblattes, sondern
in obigem Abstand daneben. Auf die Hand wirkt also nicht nur die Vorschubkraft,
sondern ein Moment aus dieser Kraft und dem seitlichen Abstand des
Führungshandgriffes von der Wirkebene des Kreissägeblattes. Dies wirkt sich
nachteilig auf die Handhabung des Handwerkzeuges und auf die Genauigkeit des
Arbeitsergebnisses aus.
Vermieden werden kann dieser Nachteil durch Verlagerung des
Führungshandgriffes direkt in die Wirkebene des Kreissägeblattes. Dies kann
dadurch erfolgen, daß er, weg von der Nähe des Antriebsmotors; an geeigneter
Stelle in die Abdeckhaube des Kreissägeblattes integriert wird. Nachteilig dabei ist
aber, daß die dadurch eingehandelte große Entfernung zum Antriebsmotor einen
deutlich höheren Aufwand für die Übertragung des Schalt- oder Steuersignals vom
Führungshandgriff zum Antriebsmotor erfordert. Diese Bauweise hat sich daher nur
bei wenigen großen und komfortablen Kreissägen durchgesetzt.
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung von motorisch angetriebenen
Handwerkzeugen, die mit zwei voneinander getrennten Handgriffen gehalten
werden, wird der beschriebene Nachteil beseitigt. Dies geschieht dadurch, daß der
Führungshandgriff, wie beschrieben, an geeigneter Stelle in die Abdeckhaube des
Kreissägeblattes integriert und von der Schalt- und Steuerfunktion entlastet wird.
Damit entfällt die aufwendige Notwendigkeit, das entsprechende Signal zum weit
entfernten Antriebsmotor zu übertragen. Statt dessen wird die Schalt- oder
Steuerfunktion dem Hilfshandgriff zugeordnet, der an geeigneter Stelle direkt am
Antriebsmotor oder in dessen Nähe plaziert ist. Von dort kann das entsprechende
Signal mit vergleichsweise geringem Aufwand zum Antriebsmotor übertragen
werden.
Der Führungshandgriff kann somit optimal funktionsgerecht in die Abdeckhaube des
Kreissägeblattes integriert werden und liegt damit in der Wirkebene desselben. Die
Führungshand kann, ungehindert durch die Schalt- oder Steuerfunktion, das
Anfügen des Arbeitswerkzeuges an das Werkstück kontrollieren und die
Vorschubkraft direkt in der Wirkebene des Arbeitswerkzeuges momentfrei auf den
Führungshandgriff übertragen.
Durch diese Änderung der Funktionsverteilung und Anbringung des Hilfshandgriffes
am oder in der Nähe des Antriebsmotors wird erreicht, daß auch bei billigeren
Handwerkzeugen der Führungshandgriff wirtschaftlich funktionsgerecht in der
Wirkebene des Arbeitswerkzeuges untergebracht werden kann. Die Anwendung
dieses Prinzips ist nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt.
Im Bild oben links ist als Beispiel eine Kreissäge in Seitenansicht, unten links in
Draufsicht und oben rechts entgegen der Vorschubrichtung von vorne dargestellt.
Im Bild ist am Beispiel einer motorisch angetriebenen Kreissäge die
erfindungsgemäße Anordnung der beiden Handgriffe gezeigt. Der ergonomisch
gestaltete Führungshandgriff 1 ist so in die Abdeckhaube 2 des Kreissägeblattes 3
integriert, daß die Vorschubkraft der Hand direkt in Vorschubrichtung 4 und der
Wirkebene 5 des Kreissägeblattes 3 wirkt. Der ergonomisch gestaltete
Hilfshandgriff 6, der den Schalter 7 mit dem Schaltknopf 8 enthält, ist durch
mindestens einen Steg 9 mit dem Antriebsmotor 10 verbunden. Durch diesen Steg
9, der eine entsprechende Durchgangsöffnung hat, werden die Schalt- oder
Steuersignale vom Schalter 7 zum Antriebsmotor 10 übertragen. Im Bild sind zwei
Stege 9 dargestellt, die beide mit dem Antriebsmotor 10 verbunden sind. Dies kann
dann besonders vorteilhaft sein, wenn das Gehäuse des Antriebsmotors 10 durch
zwei Halbschalen gebildet wird, deren Trennlinie auch durch den Hilfshandgriff 6
hindurch geht. In diesem Fall sind die beiden Hälften des dadurch ebenfalls
geteilten Hilfshandgriffes 6 jeweils einstückig Teil der beiden Halbschalen des
Antriebsmotors 10 und können wirtschaftlich mit diesen zusammen beispielsweise
im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Dies ist aber nicht zwingend. Wenn
Gründe dafür sprechen, kann der zweite Steg 9 auch am Getriebegehäuse 11 oder
an der Abdeckhaube 2 angebracht werden.
Claims (5)
1. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit
zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden dadurch
gekennzeichnet, daß der ergonomisch gestaltete Führungshandgriff 1, der im
wesentlichen die Kräfte der Hand etwa in Vorschubrichtung 4 und in der
Wirkebene 5 des Arbeitswerkzeuges 3 auf das Handwerkzeug überträgt,
entlastet ist von der Schalt- oder Steuerfunktion für den Antriebsmotor 10, die
statt dessen dem ergonomisch gestalteten Hilfshandgriff 6 zugeordnet wird, der
somit die unterstützenden Kräfte der zweiten Hand auf das Handwerkzeug
überträgt und zusätzlich die Schalt- oder Steuerfunktion übernimmt.
2. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß der Hilfshandgriff 6 mit ein oder zwei Stegen 9 direkt am
Antriebsmotor 10 angebracht ist.
3. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß nur einer der Stege 9 am Antriebsmotor 10 und der andere
entweder am Getriebe 11, der Abdeckhaube 2 oder anderweitig sinnvoll
angebracht ist.
4. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß der am Antriebsmotor 10 angebrachte Steg 9 eine
Durchgangsöffnung hat, durch die das Schalt- oder Steuersignal vom
Hilfshandgriff 6 zum Antriebsmotor 10 hindurch geführt wird.
5. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch
gekennzeichnet, daß der Schalter 7 nicht im Hilfshandgriff 6, sondern im
Gehäuse des Antriebsmotors 10 untergebracht ist und die durch den Druckknopf
8 mit dem Finger eingebrachte mechanische Schalt- oder Steuerbewegung durch
die Durchgangsöffnung im Steg 9 hindurch mit entsprechenden
Übertragungselementen zum Schalter 7 geleitet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996149468 DE19649468A1 (de) | 1996-11-29 | 1996-11-29 | Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1996149468 DE19649468A1 (de) | 1996-11-29 | 1996-11-29 | Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19649468A1 true DE19649468A1 (de) | 1998-06-04 |
Family
ID=7813106
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996149468 Withdrawn DE19649468A1 (de) | 1996-11-29 | 1996-11-29 | Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19649468A1 (de) |
-
1996
- 1996-11-29 DE DE1996149468 patent/DE19649468A1/de not_active Withdrawn
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