DE19649468A1 - Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden - Google Patents

Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden

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DE19649468A1
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Inventor
Karl Schweikert
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Robert Bosch GmbH
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25F—COMBINATION OR MULTI-PURPOSE TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; DETAILS OR COMPONENTS OF PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS NOT PARTICULARLY RELATED TO THE OPERATIONS PERFORMED AND NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B25F5/00—Details or components of portable power-driven tools not particularly related to the operations performed and not otherwise provided for
    • B25F5/02—Construction of casings, bodies or handles
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27B—SAWS FOR WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COMPONENTS OR ACCESSORIES THEREFOR
    • B27B9/00—Portable power-driven circular saws for manual operation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Sawing (AREA)

Description

Stand der Technik
Viele motorisch angetriebene Handwerkzeuge, die entweder besonders schwer oder deren Handhabung besonders gefährlich sind, werden mit zwei voneinander getrennten Handgriffen versehen. Dies erleichtert dem Benutzer die Handhabung des Handwerkzeuges und erhöht seine Sicherheit gegen Unfall. Wenn während des eventuell gefährlichen Arbeitsvorganges beide Hände in Kontakt mit den Handgriffen sind, ist sichergestellt, daß sie sich außerhalb der Gefahrenzone befinden.
Diese Anwesenheit der beiden Hände an den Handgriffen wird häufig dadurch erzwungen, daß der erste Handgriff die Schalt- oder Steuerfunktion beinhaltet und der zweite Handgriff ein Betätigungselement enthält, welches zuerst mit der zweiten Hand betätigt sein muß, bevor die Schalt- oder Steuerfunktion des ersten Handgriffes wirksam werden kann. Ein typisches Beispiel dafür sind elektromotorisch angetriebene Kettensägen.
Abgesehen von obigen Ausnahmen übernimmt von den beiden Handgriffen in der Regel einer die Funktion, Anfügen des Arbeitswerkzeuges an das Werkstück, Führen desselben in die gewünschte Vorschubrichtung und Übertragen der entsprechend dazu notwendigen Vorschubkräfte der Hand auf das Handwerkzeug. In folgendem wird dieser Handgriff "Führungshandgriff" genannt. Die Regel ist, daß der Führungshandgriff auch den Schalter und den Schaltknopf enthält. Die führende Hand muß also zusätzlich die Schalt- oder Steuerfunktion mit übernehmen.
Der andere Handgriff, in folgendem "Hilfshandgriff" genannt, überträgt die Kräfte der mithelfenden Hand auf das Handwerkzeug und erleichtert so dem Benutzer die Kontrolle über dasselbe.
Bis auf wenige Ausnahmen ist beispielsweise bei motorisch angetriebenen Kreissägen der Führungshandgriff parallel zur Wirkebene des Kreissägeblattes am Antriebsmotor oder in unmittelbarer Nähe desselben, am Getriebegehäuse, angebracht. Der Grund dafür ist, daß das Schalt- oder Steuersignal, das im Führungshandgriff durch die Hand ausgelöst wird, mit wenig Aufwand zum naheliegenden Antriebsmotor geleitet werden kann. Dies ist mechanisch oder elektrisch möglich.
Gravierend nachteilig bei dieser Plazierung des Führungshandgriffes in der Nähe des Antriebsmotors ist aber, daß er von der Wirkebene des Kreissägeblattes einen seitlichen Abstand von etwa Handbreite hat. Die Vorschubkraft der Hand am Führungshandgriff wirkt nicht direkt in der Wirkebene des Kreissägeblattes, sondern in obigem Abstand daneben. Auf die Hand wirkt also nicht nur die Vorschubkraft, sondern ein Moment aus dieser Kraft und dem seitlichen Abstand des Führungshandgriffes von der Wirkebene des Kreissägeblattes. Dies wirkt sich nachteilig auf die Handhabung des Handwerkzeuges und auf die Genauigkeit des Arbeitsergebnisses aus.
Vermieden werden kann dieser Nachteil durch Verlagerung des Führungshandgriffes direkt in die Wirkebene des Kreissägeblattes. Dies kann dadurch erfolgen, daß er, weg von der Nähe des Antriebsmotors; an geeigneter Stelle in die Abdeckhaube des Kreissägeblattes integriert wird. Nachteilig dabei ist aber, daß die dadurch eingehandelte große Entfernung zum Antriebsmotor einen deutlich höheren Aufwand für die Übertragung des Schalt- oder Steuersignals vom Führungshandgriff zum Antriebsmotor erfordert. Diese Bauweise hat sich daher nur bei wenigen großen und komfortablen Kreissägen durchgesetzt.
Vorteil der Erfindung
Durch die erfindungsgemäße Gestaltung von motorisch angetriebenen Handwerkzeugen, die mit zwei voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden, wird der beschriebene Nachteil beseitigt. Dies geschieht dadurch, daß der Führungshandgriff, wie beschrieben, an geeigneter Stelle in die Abdeckhaube des Kreissägeblattes integriert und von der Schalt- und Steuerfunktion entlastet wird. Damit entfällt die aufwendige Notwendigkeit, das entsprechende Signal zum weit entfernten Antriebsmotor zu übertragen. Statt dessen wird die Schalt- oder Steuerfunktion dem Hilfshandgriff zugeordnet, der an geeigneter Stelle direkt am Antriebsmotor oder in dessen Nähe plaziert ist. Von dort kann das entsprechende Signal mit vergleichsweise geringem Aufwand zum Antriebsmotor übertragen werden.
Der Führungshandgriff kann somit optimal funktionsgerecht in die Abdeckhaube des Kreissägeblattes integriert werden und liegt damit in der Wirkebene desselben. Die Führungshand kann, ungehindert durch die Schalt- oder Steuerfunktion, das Anfügen des Arbeitswerkzeuges an das Werkstück kontrollieren und die Vorschubkraft direkt in der Wirkebene des Arbeitswerkzeuges momentfrei auf den Führungshandgriff übertragen.
Durch diese Änderung der Funktionsverteilung und Anbringung des Hilfshandgriffes am oder in der Nähe des Antriebsmotors wird erreicht, daß auch bei billigeren Handwerkzeugen der Führungshandgriff wirtschaftlich funktionsgerecht in der Wirkebene des Arbeitswerkzeuges untergebracht werden kann. Die Anwendung dieses Prinzips ist nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt.
Im Bild oben links ist als Beispiel eine Kreissäge in Seitenansicht, unten links in Draufsicht und oben rechts entgegen der Vorschubrichtung von vorne dargestellt.
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
Im Bild ist am Beispiel einer motorisch angetriebenen Kreissäge die erfindungsgemäße Anordnung der beiden Handgriffe gezeigt. Der ergonomisch gestaltete Führungshandgriff 1 ist so in die Abdeckhaube 2 des Kreissägeblattes 3 integriert, daß die Vorschubkraft der Hand direkt in Vorschubrichtung 4 und der Wirkebene 5 des Kreissägeblattes 3 wirkt. Der ergonomisch gestaltete Hilfshandgriff 6, der den Schalter 7 mit dem Schaltknopf 8 enthält, ist durch mindestens einen Steg 9 mit dem Antriebsmotor 10 verbunden. Durch diesen Steg 9, der eine entsprechende Durchgangsöffnung hat, werden die Schalt- oder Steuersignale vom Schalter 7 zum Antriebsmotor 10 übertragen. Im Bild sind zwei Stege 9 dargestellt, die beide mit dem Antriebsmotor 10 verbunden sind. Dies kann dann besonders vorteilhaft sein, wenn das Gehäuse des Antriebsmotors 10 durch zwei Halbschalen gebildet wird, deren Trennlinie auch durch den Hilfshandgriff 6 hindurch geht. In diesem Fall sind die beiden Hälften des dadurch ebenfalls geteilten Hilfshandgriffes 6 jeweils einstückig Teil der beiden Halbschalen des Antriebsmotors 10 und können wirtschaftlich mit diesen zusammen beispielsweise im Spritzgießverfahren hergestellt werden. Dies ist aber nicht zwingend. Wenn Gründe dafür sprechen, kann der zweite Steg 9 auch am Getriebegehäuse 11 oder an der Abdeckhaube 2 angebracht werden.

Claims (5)

1. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge zum Bearbeiten von Werkstoffen, die mit zwei Händen an voneinander getrennten Handgriffen gehalten werden dadurch gekennzeichnet, daß der ergonomisch gestaltete Führungshandgriff 1, der im wesentlichen die Kräfte der Hand etwa in Vorschubrichtung 4 und in der Wirkebene 5 des Arbeitswerkzeuges 3 auf das Handwerkzeug überträgt, entlastet ist von der Schalt- oder Steuerfunktion für den Antriebsmotor 10, die statt dessen dem ergonomisch gestalteten Hilfshandgriff 6 zugeordnet wird, der somit die unterstützenden Kräfte der zweiten Hand auf das Handwerkzeug überträgt und zusätzlich die Schalt- oder Steuerfunktion übernimmt.
2. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfshandgriff 6 mit ein oder zwei Stegen 9 direkt am Antriebsmotor 10 angebracht ist.
3. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß nur einer der Stege 9 am Antriebsmotor 10 und der andere entweder am Getriebe 11, der Abdeckhaube 2 oder anderweitig sinnvoll angebracht ist.
4. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der am Antriebsmotor 10 angebrachte Steg 9 eine Durchgangsöffnung hat, durch die das Schalt- oder Steuersignal vom Hilfshandgriff 6 zum Antriebsmotor 10 hindurch geführt wird.
5. Motorisch angetriebene Handwerkzeuge nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter 7 nicht im Hilfshandgriff 6, sondern im Gehäuse des Antriebsmotors 10 untergebracht ist und die durch den Druckknopf 8 mit dem Finger eingebrachte mechanische Schalt- oder Steuerbewegung durch die Durchgangsöffnung im Steg 9 hindurch mit entsprechenden Übertragungselementen zum Schalter 7 geleitet wird.
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