DE19645952C2 - Steueranordnung für ein Rückhaltemittel in einem Kraftfahrzeug - Google Patents
Steueranordnung für ein Rückhaltemittel in einem KraftfahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steueranordnung gemäß Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Aus der EP 0 419 455 B1 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Rückhaltemittels in einem Kraftfahrzeug bekannt, bei
der eine Sensoreinrichtung ein Längsbeschleunigungssignal und
ein Querbeschleunigungssignal liefert. In Abhängigkeit von
Längs- und des Querbeschleunigungssignal wird von einer Aus
werteeinrichtung der Steueranordnung ein Auslösesignal für
das Rückhaltemittel zum Frontaufprallschutz erzeugt.
Aus der DE 37 17 427 A1 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Rückhaltemittels in einem Kraftfahrzeug bekannt mit
zwei um einen Winkel versetzt zur Fahrzeuglängsachse ausge
richteten Beschleunigungssensoren, wobei das Rückhaltemittel
nur dann ausgelöst wird, wenn beide Beschleunigungssensoren
einen Aufprall erkennen.
Aus der DE 40 16 644 A1 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Rückhaltemittels in einem Kraftfahrzeug bekannt mit
gleich ausgerichteten Beschleunigungssensoren zum Erkennen
eines Frontaufpralls. Das Rückhaltemittel wird nur dann aus
gelöst, wenn beide Beschleunigungssensoren - das eine Signal
wird in einem Mikroprozessor, das andere Signal in einer Ana
logschaltung ausgewertet - einen Aufprall erkennen.
Aus der DE 42 22 595 A1 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Rückhaltemittels in einem Kraftfahrzeug bekannt mit ei
nem Beschleunigungssensor parallel zur Fahrzeuglängsachse und
einem Beschleunigungssensor quer zur Fahrzeuglängsachse. Aus
den beiden Sensorsignalen wird ein Aufprallvektor enthaltend
Aufprallstärke und Aufprallwinkel ermittelt. Abhängig vom
Aufprallvektor wird ein Rückhaltemittel ausgewählt und ausge
löst.
Aus der DE 44 25 846 A1 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Seitenairbags in einem Kraftfahrzeug bekannt mit zwei
Beschleunigungssensoren für Querbeschleunigungen in den Fahr
zeugtüren und einem Beschleunigungssensor für Querbeschleuni
gungen im Fahrzeugzentrum. Abhängig von den Signalen der Be
schleunigungssensoren werden die Seitenairbags ausgelöst.
Bei einer Steueranordnung für den Insassenschutz nach der
WO89/09146 sind Aufprallsensoren über einen Bus mit einer
zentralen Steuereinheit verbunden. Die Sensoren werden durch
die Steuereinheit zyklisch abgefragt. Wird durch die Steuer
einheit erkannt, daß einer der Sensoren funktionsuntüchtig
ist, so wird eine Fehleranzeige aktiviert.
Aus der US 4 933 570 ist eine Steueranordnung zum Auslösen
eines Rückhaltemittels in einem Kraftfahrzeug bekannt, bei
der ein Auslösesignal für das Rückhaltemittel in Abhängigkeit
eines von einem Beschleunigungssensor gelieferten Signals und
eines Schaltsignals eines mechanischen Beschleunigungsschal
ters erzeugt wird. Solche als Beschleunigungsschalter ausge
bildete sogenannte Safing-Sensoren dienen dazu, das Auslösen
eines Rückhaltemittels zu verhindern, wenn Beschleunigungs
sensor oder Auswerteeinrichtung fehlerhaft arbeiten und ein
Auslösesignal liefern. Ein solcher Beschleunigungsschalter im
Zündkreis weist gewöhnlich eine niedrige Ansprechschwelle auf
und liefert damit ein Zeitfenster, innerhalb dessen eine Aus
lösung aufgrund einer Bewertung der von dem Beschleunigungs
sensor gelieferten Signale erfolgen kann.
Bei sogenannten mehrkanaligen Steueranordnungen zum Insassen
schutz, d. h. bei Steueranordnungen, die mehrere unterschied
lich ausgerichtete Beschleunigungssensoren aufweisen, kann
jedem einzelnen Sensor ein redundanter Sensor mit den Eigen
schaften eines Safing-Sensors - also z. B. ein mechanischer
Beschleunigungsschalter - zugeordnet werden. Bei einer Steu
eranordnung mit zwei Kanälen wären demzufolge vier Beschleu
nigungssensoren/-schalter erforderlich, um den Ausfall eines
Kanals feststellen zu können. Eine solche Steueranordnung mit
vier Beschleunigungssensoren ist bauteilintensiv und bean
sprucht aufgrund der nach wie vor sehr großen Abmessungen von
Safing-Sensoren großen Bauraum.
Aus der GE 2 252 414 A ist eine Steueranordnung gemäß Oberbe
griff von Patentanspruch 1 bekannt. Diese Steueranordnung für
ein Rückhaltemittel in einem Kraftfahrzeug weist eine Sen
soreinrichtung mit mindestens drei Beschleunigungssensoren
auf, die unterschiedlich gerichtete Empfindlichkeitsachsen in
einer in etwa durch die Fahrzeuglängsachse und die Fahr
zeugquerachse festgelegten Ebene aufweisen. Eine Auswerteein
richtung wertet die von den Beschleunigungssensoren geliefer
ten Beschleunigungssignale aus und gibt in Abhängigkeit davon
ein Auslösesignal an das Rückhaltemittel ab. Eine solche
Steueranordnung ist insbesondere zum Steuern eines Insassen
schutzsystems vorteilhaft, das mit Fahrer-, Beifahrer- und
Seitenairbags als Rückhaltemittel ausgerüstet ist, da auf
grund der gemessenen Beschleunigungssignale die Richtung ei
nes Aufpralls ermittelt werden kann und richtungsabhängig das
geeignete Rückhaltemittel aus den zur Verfügung stehenden
Rückhaltemitteln ausgewählt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer mehrkanaligen Steuer
anordnung zum Insassenschutz eine Fehlfunktion mit geringem
Aufwand feststellen zu können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un
teransprüchen gekennzeichnet.
Vorteile der Erfindung und ihre Weiterbildungen finden sich
in der Figurenbeschreibung.
Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden anhand von Aus
führungsbeispielen in der Zeichnung näher erläutert. Es zei
gen:
Fig. 1: Ein symbolisch angedeutetes Fahrzeug mit einer Sen
soreinrichtung der erfindungsgemäßen Steueranord
nung,
Fig. 2: Eine zu Fig. 1 alternative Anordnung der Sensorein
richtung,
Fig. 3: Ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Steueran
ordnung, und
Fig. 4: Ein Diagramm, das bei einer gemäß Fig. 1 angeordne
ten Sensoreinrichtung und einer auf das Fahrzeug
einwirkenden Beschleunigung X mit maximaler Amplitu
de 1 die Ausgangssignale der Beschleunigungssensoren
11, 12 und 13 in Abhängigkeit von dem Aufprallwinkel
α zur Fahrzeuglängsachse FL liefert.
Gleiche Elemente bzw. Signale sind figurenübergreifend durch
die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
Fig. 1 zeigt ein symbolisch angedeutetes Fahrzeug mit der
Fahrzeuglängsachse FL und der Fahrzeugquerachse FQ. Zentral
im Fahrzeug ist eine Sensoreinrichtung 1 mit drei analogen
Beschleunigungssensoren 11, 12 und 13 angeordnet, welche zu
einander 120°-winkelig ausgerichtet und zentral im Fahrzeug
angeordnet sind. Die Empfindlichkeitsachsen der Beschleuni
gungssensoren 11 bis 13 sind mit AA, BB, CC gekennzeichnet.
Der Beschleunigungssensor 11 liefert das Beschleunigungs
signal A, der Beschleunigungssensor 12 das Beschleunigungs
signal B und der Beschleunigungssensor 13 das Beschleuni
gungssignal C. Alternativ können die drei Beschleunigungssen
soren 11, 12 und 13 gemäß Fig. 2 ausgerichtet sein. In jedem
Fall sind die Beschleunigungssensoren 11 bis 13 für die Auf
nahme von Beschleunigungen in der durch die Fahrzeuglängsach
se FL und die Fahrzeugquerachse FQ festgelegten Ebene geeig
net und weisen unterschiedliche Empfindlichkeitsrichtungen
auf, so daß bereits aus zwei der drei Beschleunigungssignale
A, B, C Stärke X und Richtung α einer auf das Fahrzeug einwir
kenden Beschleunigung berechnet werden können, wobei im fol
genden die Richtung α der einwirkenden Beschleunigung durch
den Winkel α in vordefinierter Ebene zur Fahrzeuglängsachse
gekennzeichnet ist. Ist eine genauere Erfassung der auf das
Fahrzeug einwirkenden Beschleunigung erforderlich, so können
durchaus mehr als drei Beschleunigungssensoren in der Sen
soreinrichtung 1 angeordnet sein.
Eine vorzugsweise als Mikroprozessor ausgebildete Auswerte
einrichtung 2 (Fig. 3) dient zum Auswerten der von den Be
schleunigungssensoren 11 bis 13 gelieferten Signale A, B, C
und zum Ausgeben eines Auslösesignals Z an das Rückhaltemit
tel 3 in Abhängigkeit von den Beschleunigungssignalen A, B,
C. Das Rückhaltemittel 3 kann dabei z. B. als Airbag oder als
Gurtstraffer ausgebildet sein. Ferner kann bei einem Vorhan
densein mehrerer Rückhaltemittel im Kraftfahrzeug das jeweils
auszulösende Rückhaltemittel von der Auswerteeinrichtung 2
ausgewählt werden. Die Auswerteeinrichtung 2 kann zusammen
mit der Sensoreinrichtung 1 in einem etwa im Fahrzeugschwer
punkt angeordneten Steuergerät angeordnet sein, oder aber
räumlich getrennt von der Sensoreinrichtung 1.
Erfindungsgemäß werden aus zwei Sensorsignalen, beispielswei
se aus den Beschleunigungssignalen A und B, die Richtung α
und Stärke X einer auf das Fahrzeug einwirkenden Beschleuni
gung berechnet. So lauten beispielsweise die Gleichungen, die
die gemessenen Beschleunigungssignale A, B und C der gemäß
Fig. 1 angeordneten Beschleunigungsensoren 11, 12 und 13 mit
der Stärke X und der Richtung α der einwirkenden Beschleuni
gung (relativ zur Fahrzeuglängsachse FL) in Beziehung setz
ten, wie folgt:
A = X . cos(α) (1.0)
B = X . cos(α + 120°) (2.0)
C = X . cos(α + 240°) (3.0)
Durch mathematische Umformung kann die Richtung α der ein
wirkenden Beschleunigung nach folgender Gleichung aus nur
zwei Beschleunigungssignalen - beispielsweise den Beschleuni
gungssignalen A und B - berechnet werden:
Aus Gleichung (1.0) kann damit die Stärke X der Beschleuni
gung wie folgt berechnet werden:
Nach dieser Berechnungsmethode werden also allein mit Hilfe
der gemessenen Beschleunigungssignale A und B einer nach
Fig. 1 angeordneten Sensoreinrichtung die Stärke X und die
Richtung α der einfallenden Beschleunigung berechnet.
Es ist vorteilhaft, vor Beginn der Berechnung zu überprüfen,
daß die beiden zur Berechnung der Richtung α und der Stärke
X herangezogenen Beschleunigungssignale Werte ungleich Null
aufweisen, um eine Division durch Null zu verhindern. Weist
eines der Beschleunigungssignale den Wert 0 auf, ist zur Be
rechnung der Richtung α und der Stärke X eine andere Kombi
nation von Beschleunigungssignalen heranzuziehen.
Diese Berechnungen z. B. werden in einer Bewertungsschaltung
21 der Auswerteeinrichtung 2 durchgeführt. Anhand der berech
neten Richtung α und der berechneten Stärke X wird von der
Bewertungsschaltung 21 entschieden, ob eines der Rückhalte
mittel 3 ausgelöst werden soll und welches der Rückhaltemit
tel 3 ausgelöst werden soll. Ein entsprechendes Auslösesignal
Z wird gemäß Fig. 2 an ein UND-Gatter 24 der Auswerteein
richtung 2 abgesetzt.
In einer Vergleichsschaltung 22 der Auswerteeinrichtung 2
wird nun entweder die Stärke X, die Richtung α oder beide
Größen α, X der auf das Fahrzeug einwirkenden Beschleunigung
mittels des bislang nicht zur Berechnung der Richtung α und
der Stärke X herangezogenen gemessenen Beschleunigungssignals
- in diesem Fall des dritten Beschleunigungssignals C - über
prüft. Die Überprüfung zumindest einer der berechneten Größen
α oder X dient dazu, eine Auslösung des Rückhaltemittels 3
zuverlässiger zu gestalten und dabei insbesondere die Aus
gangssignale der Beschleunigungssensoren 11 bis 13 überprüfen
zu können. Dabei wird beispielsweise eine weitere Richtungs
größe α' ähnlich der Gleichung (4.0) aus zwei Beschleuni
gungssignalen gewonnen, die in dieser Kombination nicht zur
Berechnung der Richtung α gemäß Gleichung (4.0) herangezogen
wurden. Beispielsweise wird die weitere Richtungsgröße α'
aus den Beschleunigungssignalen B und C oder A und C ermit
telt. In der Vergleichsschaltung 22 wird daraufhin die weite
re Richtungsgröße α' mit der Richtung α verglichen. Weichen
die beiden berechneten Richtungsgrößen α' und α erheblich
voneinander ab, liegt höchstwahrscheinlich ein Störfall in
der Sensoreinrichtung 1 oder der Auswerteeinrichtung 2 vor,
so daß von einer Störfallschaltung 23 der Auswerteeinrichtung
2 ein Störfallsignal S erzeugt wird. Das Störfallsignal S
kann eine Warneinrichtung 4 betätigen, durch die ein Insasse
des Fahrzeugs auf einen Fehler im Insassenschutzsystem hinge
wiesen wird. Das Störfallsignal S verhindert vorzugsweise
auch eine Weitergabe eines von der Bewertungsschaltung 21 er
zeugten Auslösesignals Z an das Rückhaltemittel 3 und damit
ein Auslösen des Rückhaltemittels 3. Dazu sind Auslösesignal
Z und Störfallsignal S derart belegt, daß über das UND-Gatter
24 nur dann das Auslösesignal Z an das Rückhaltemittel 3 ge
liefert wird, wenn ein Auslösewunsch seitens der Bewertungs
schaltung 21 vorliegt und gleichzeitig kein Störfall durch
die Störfallschaltung 23 erkannt wird.
Alternativ zur Berechnung einer weiteren Richtungsgröße α'
kann in gleicher Weise eine weitere Stärke X' mit Hilfe einer
bei der Berechnung der Stärke X nicht berücksichtigten Kombi
nation von Beschleunigungssignalen ermittelt werden. Stimmen
weitere Stärke X' und Stärke X nicht überein, wird von der
Störfallschaltung 23 das Störfallsignal S erzeugt.
Alternativ kann in der Vergleichsschaltung 22 mit Hilfe der
in Abhängigkeit von den Beschleunigungssignalen A und B be
rechneten Größen X und α ein weiteres drittes Beschleuni
gungssignal C' berechnet werden - indem X und α in Gleichung
(3.0) eingesetzt werden und ein weiteres drittes Beschleuni
gungssignal C' als Resultat liefern - so daß das berechnete
dritte Beschleunigungssignal C' mit dem gemessenen dritten
Beschleunigungssignal C verglichen werden kann und bei Abwei
chung das Störfallsignal S erzeugt wird.
Wenn nur geringe Rechenleistung zur Verfügung steht, bzw.
kurze Rechenzeiten zur Überprüfung der Sensorsignale erzielt
werden sollen, ist insbesondere folgendes Vorgehen zum Umset
zen einer Safing-Funktion vorteilhaft: Anhand der Vorzeichen
der gelieferten Sensorsignale A, B, C - beispielsweise liefert
der Sensor 11 in Fig. 1 bei einem Frontaufprall ein Be
schleunigungssignal A mit einem positiven Vorzeichen und bei
einem Heckaufprall ein Beschleunigungssignal A mit einem ne
gativen Vorzeichen - wird ein Winkelsegment α_i ermittelt.
Fällt die exakt berechnete Richtung α in das abgeschätzte
Winkelsegment α_i, so wird auf die Ausgabe des Störfallsi
gnals S verzichtet. Andernfalls wird das Störfallsignal S
ausgegeben. Eine Zuordnung aller Vorzeichenkombination zu
Winkelsegmenten kann aus nachfolgender Tabelle entnommen wer
den:
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_1: -30° bis +30°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_2: -30° bis -90°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_3: -90° bis -150°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_4: -150° bis +150°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_5: +150° bis +90°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_6: + 90° bis +30°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_1: -30° bis +30°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_2: -30° bis -90°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_3: -90° bis -150°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_4: -150° bis +150°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_5: +150° bis +90°
A < 0; B < 0; C < 0 ⇒ α_6: + 90° bis +30°
Diese Zuordnung kann auch dem Diagramm der Fig. 4 entnommen
werden. Dabei sind die Beschleunigungssignale A, B, C über der
Richtung α der einwirkenden Beschleunigung relativ zur Fahr
zeuglängsachse FL eingezeichnet. In jedem Fall wird ein Auf
prall mit maximaler Stärke |X| = 1 angenommen.
Alternativ oder zusätzlich kann mit einem einfachen Rechen
schritt eine geschätzte Stärke X_ allein aus den Beträgen der
gelieferten Beschleunigungssignale A, B und C ermittelt wer
den. Die geschätzte Stärke X_ ergibt sich dabei aus:
Die geschätzte Stärke X_ darf ca. bis zu Δ = 13% von der auf
das Fahrzeug einwirkenden berechneten Stärke X der Beschleu
nigung abweichen. Liegt die geschätzte Stärke X_ außerhalb
des Toleranzbereiches X ± Δ, so wird das Störfallsignal S er
zeugt. Aus Fig. 4 ist das Summensignal aus den jeweiligen
Beträgen der Beschleunigungssignale A, B und C über dem Auf
prallwinkel α bei maximal einwirkender Beschleunigungsstärke
|X| = 1 ersichtlich.
Zwei Beschleunigungssensoren sind mindestens erforderlich, um
Richtung und Stärke einer einwirkenden Beschleunigung zu er
mitteln. Die bislang übliche redundante Ausbildung von Senso
ren als Safingfunktion würde vier Sensoren erfordern. Erfin
dungsgemäß sind jedoch nur drei Sensoren zum Erstellen einer
Schutzfunktion für das Auslösesystem erforderlich. Bei der
erfindungsgemäßen Steueranordnung mit drei Sensoren kann dem
nach zumindest ein Sensor eingespart werden.
Claims (9)
1. Steueranordnung für ein Rückhaltemittel in einem Kraft
fahrzeug, mit einer Sensoreinrichtung (1) mit mindestens drei
Beschleunigungssensoren (11, 12, 13), die unterschiedlich ge
richtete Empfindlichkeitsachsen (AA, BB, CC) in einer in etwa
durch die Fahrzeuglängsachse (FL) und die Fahrzeugquerachse
(FQ) festgelegten Ebene aufweisen, und mit einer Auswerteein
richtung (2) zum Auswerten der von den Beschleunigungssenso
ren (11, 12, 13) gelieferten Beschleunigungssignale (A, B, C),
dadurch gekennzeichnet, daß in der Auswerteeinrichtung (2)
aus mindestens zwei Beschleunigungssignalen (A, B) die Rich
tung (α) und die Stärke (X) einer auf das Fahrzeug einwir
kenden Beschleunigung ermittelt werden, daß in der Auswerte
einrichtung (2) die Richtung (α) oder die Stärke (X) unter
Verwendung zumindest des dritten Beschleunigungssignals (C)
überprüft wird, und daß von der Auswerteeinrichtung (2) ein
Störfallsignal (S) erzeugt wird, wenn die Richtung (α) oder
die Stärke (X) nicht durch zumindest das dritte Beschleuni
gungssignal (C) bestätigt wird.
2. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Auswerteeinrichtung (2) eine weitere Richtungsgröße
(α') aus dem dritten (C) und einem anderen Beschleunigungs
signal (A, B) ermittelt wird, und daß das Störfallsignal (S)
erzeugt wird, wenn die Richtung (α) und die weitere Rich
tungsgröße (α') nicht in etwa übereinstimmen.
3. Steueranordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß in einer Vergleichseinrichtung (22) eine weitere
Stärke (X') aus dem dritten (C) und einem anderen Beschleuni
gungssignal (A, B) ermittelt wird, und daß das Störfallsignal
(S) erzeugt wird, wenn die weitere Stärke (X') und Stärke (X)
nicht in etwa übereinstimmen.
4. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein weiteres drittes Beschleunigungssignal (C') aus der
Richtung (α) und der Stärke (X) ermittelt wird, und daß das
Störfallsignal (S) geliefert wird, wenn das weitere dritte
Beschleunigungssignal (C') nicht in etwa mit dem gemessenen
dritten Beschleunigungssignal (C) übereinstimmt.
5. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß von der Auswerteschaltung (2) ein in Abhängigkeit von den
Vorzeichen der Beschleunigungssignale (A, B, C) bestimmtes Win
kelsegment (α_i) der auf das Fahrzeug einwirkenden Beschleu
nigung zugeordnet wird, und daß das Störfallsignal (S) gelie
fert wird, wenn die Richtung (α) nicht in das ermittelte
Winkelsegment (α_i) fällt.
6. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Auswerteeinrichtung (2) in Abhängigkeit von den
Beträgen der Beschleunigungssignale (A, B, C) eine geschätzte
Stärke (X_) der Beschleunigung bestimmt wird, und daß das
Störfallsignal (S) geliefert wird, wenn die Stärke (X) um
mehr als einen festgelegten Toleranzwert (Δ) von der ge
schätzten Stärke (X_) abweicht.
7. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sensoranordnung (1) genau drei Sensoren (11, 12, 13)
aufweist, die in etwa im 120 Grad-Winkel zueinander angeord
net sind.
8. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Störfallsignal (S) die Ausgabe eines Auslösesi
gnals (Z) zum Auslösen des Rückhaltemittels verhindert wird.
9. Steueranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Störfallsignal (S) eine Warneinrichtung (4) des
Insassenschutzsystems betätigt wird.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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