DE19637244A1 - Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Stoßabsorptionsvorrichtung für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 30 40 518 A1 ist bereits eine Stoßauffangvorrichtung für Kraftfahr
zeuge bekannt, bei der zwischen einem Stoßfänger und zwei voneinander beab
standeten Längsträgern Stoßdämpfer in einem vorderen, dem Stoßfänger nahelie
genden Abschnitt des Längsträgers angeordnet sind. Der jeweilige vordere Ab
schnitt der Längsträger ist plastisch verformbar ausgebildet. Die direkte Anordnung
der Stoßdämpfer in den Längsträgern hat den Nachteil, daß die Stoßdämpfer
durch die Wandung des Längsträgers bei einem Aufprall dringen können, wenn die
Längsachse des Stoßdämpfers entsprechend unterschiedlich zur Längsachse des
Längsträgers ausgerichtet ist. Tritt der Stoßdämpfer durch die Längsträgerwand,
so wird dadurch der Faltvorgang des Längsträgers behindert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge
zu schaffen, bei der der Faltvorgang der dazugehörigen Längsträger nicht durch
die Anordnung der in den Längsträgern angeordneten Stoßdämpfer behindert ist.
Dies wird bei einer erfindungsgemäßen Stoßabsorptionsvorrichtung durch die
Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
Durch die erfindungsgemäße Führung des Stoß- oder Pralldämpfers durch eine
Längsführung in dem dazugehörigen Längsträger, bleibt der vorgesehene Faltvor
gang des jeweiligen Längsträgers aufrechterhalten, unabhängig davon, ob der
Pralldämpfer achsparallel zum dazugehörigen Längsträger ausgerichtet ist oder
nicht. Die erfindungsgemäße Längsführung des Pralldämpfers gewährleistet somit
den gewünschten Faltvorgang des jeweiligen Längsträgers auch in dem Fall, daß
der Pralldämpfer schräg zu dem Längsträger vor oder während eines Aufpralles
ausgerichtet ist. Durch die Verwendung von leichten Materialien, wie beispiels
weise Leichtmetall, ist die durch die erfindungsgemäße Längsführung bedingte
Gewichtserhöhung gering. Von Vorteil ist auch, daß die erfindungsgemäße
Längsführung in bereits bestehenden Stoßabsorptionsvorrichtungen eingesetzt
werden kann, ohne daß konstruktive Änderungen erforderlich sind.
Ausführungsformen der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen
beispielshalber beschrieben. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer bereits bekannten Stoßabsorptionsvorrichtung, bei
der ein Pralldämpfer direkt in einem Längsträger angeordnet ist,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Stoßabsorptionsvorrichtung, bei der ein
Pralldämpfer durch eine Längsführung innerhalb eines vorderen Abschnit
tes eines Längsträgers geführt ist,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine prinzipielle Darstellung eines teilweise dargestellten
Vorderbaus oder Hecks eines Kraftfahrzeuges, bei dem die jeweilige
Längsachse eines Pralldämpfers nicht parallel zur Längsachse eines dazu
gehörigen Längsträgers verläuft,
Fig. 4 einen Längsschnitt einer Stoßabsorptionsvorrichtung in einer Ansicht von
oben, bei der sich ein Pralldämpfer während des Faltvorganges in der
Wandung eines Längsträgers verkeilt und dadurch den optimalen Faltvor
gang behindert und
Fig. 5 einen Längsschnitt einer Stoßabsorptionsvorrichtung in einer Ansicht von
oben, mit einem geführten Pralldämpfer nach oder während eines Faltvor
ganges eines Längsträgers.
Die Fig. 1 zeigt eine bekannte Stoßabsorptionsvorrichtung 1′ mit einem Stoßfänger
2′ mit mindestens einem Pralldämpfer 3′ und mit einem dazugehörigen Längsträger
4′. Der Pralldämpfer 3′ weist einen Flansch 5′ auf, der an einer Stirnfläche 6′ des
Längsträgers 4′ befestigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise über eine
Schraub- oder Nietverbindung 7′ erfolgen. Der Pralldämpfer 3′ ragt mit einem Ab
schnitt 8′ durch eine in der Stirnfläche 6′ ausgebildete Öffnung 9′ in einen durch
Seitenwände 10′ begrenzten Innenraum 11′ des Längsträgers 4′. Der Abschnitt 8′
erstreckt sich vom Flansch 5′ bis zu einem einem Fahrzeug F zugewandten Ende
12′.
In der Fig. 2 ist eine Stoßabsorptionsvorrichtung 1 gezeigt, deren Bauteile bis auf
eine Längsführung 13 mit den Bauteilen der Stoßabsorptionsvorrichtung 1′ der
Fig. 1 übereinstimmen. Die gleichen Bauteile sind mit den gleichen Bezugszeichen
unter Weglassung des Apostroph bezeichnet.
Die Längsführung 13 ist als ein Hohlprofil 14 ausgebildet, das beispielsweise rohr
förmig ist, und dessen Querschnitt dem Querschnitt des Pralldämpfers 3 angepaßt
ist. An ihrem fahrzeugabgewandten Ende 15 ist die Längsführung 13 mit einem
Flansch 16 versehen. Der Querschnitt der Längsführung 13 ist so bemessen, daß
der in den Längsträger 4 ragende Abschnitt 8 des Pralldämpfers 3 mit Spiel ein
schiebbar ist. Von Vorteil ist, daß die Befestigung der Längsführung 13 an ihrem
Flansch 16 über die gleiche Schraub- oder Nietverbindung 7 wie für den Flansch 5
des Pralldämpfers 3 erfolgen kann. Dadurch müssen keine neuen Öffnungen in
der Stirnfläche 6 des Längsträgers 4 vorgesehen sein.
Das Hohlprofil 14 der Längsführung 13 kann statt einem geschlossenen Quer
schnitt einen offenen Querschnitt aufweisen, der die Außenoberfläche 17 des
Pralldämpfer 3 nur teilweise umschließt. Die Länge der Längsführung 13 ist so
bemessen, daß das dem Fahrzeug zugewandte Ende 18 der Längsführung 13
stets im Bereich vor der Faltung, d. h. im ebenen oder glatten Bereich der Seiten
wände 10 des Längsträgers 4 liegt. Die Längsführung 13 ist so im Längsträger 4
gehaltert, daß sich die Längsführung 13 ständig den Verformungen des Längsträ
gers 4 anpassen kann, so daß die Längsführung 13 die Wände 10 des Längsträ
gers 4 nicht durchdringt.
Die Fig. 3 zeigt zwei nicht parallel zueinander verlaufende Längsträger 4a und 4b.
An den vorderen Enden 21a und 21b der Längsträger 4 ist jeweils ein Pralldämpfer
3a und 3b angeordnet, wobei die Längsachsen 22 der Pralldämpfer 3 parallel zu
einander verlaufen. Somit verlaufen die Längsachsen 22 der Pralldämpfer 3 unter
einem Winkel α zu den Längsachsen 23 der Längsträger 4.
Die Fig. 4 zeigt die Stoßabsorptionsvorrichtung 1′ der Fig. 1 bei einem Aufprall. Die
Längsachse 22′ des Pralldämpfers 3′ verläuft aufgrund der Anordnung der Längs
träger 4′ entsprechend der Fig. 3 oder aufgrund der Stoßrichtung beim Aufprall
schräg zur Längsachse 23′ des Längsträgers 4. Aufgrund der Nichtparallelität der
beiden Längsachsen 22′ und 23′, die auch durch eine ungünstige Bildung der Fal
ten 24′ bedingt sein kann, kommt das vordere Ende 12′ des Pralldämpfers 3′ in
Anlage an eine Seitenwand 10′ des Längsträgers 4′. Der Pralldämpfer 3′ verkantet
oder verkeilt sich an der Seitenwand 10′ oder durchstößt diese Seitenwand 10′
ganz oder teilweise. Dadurch wird der noch nicht abgeschlossene Faltvorgang be
hindert und der vordere Abschnitt 19′ des Längsträgers 4′ kann sich nicht in der
vorgesehenen Länge zusammenfalten und damit Energie aufnehmen.
Bei der in der Fig. 5 gezeigten Stoßabsorptionsvorrichtung 1 ist der Pralldämpfer 3
in der Längsführung 13 so geführt, daß die Spitze bzw. das vordere Ende 18 der
Längsführung 13 stets im Bereich vor den sich bildenden Falten 24 liegt. Dadurch
wird verhindert, daß die Längsführung 13 und damit der in der Längsführung 13
geführte Pralldämpfer 3 sich in der Seitenwand 10 des Längsträgers 4 verkeilt oder
die Seitenwand 10 durchdringt, so daß sich der vordere Abschnitt 19 des Längs
trägers 4 in seiner gesamten, dafür vorgesehenen Länge plastisch verformen
kann.
Claims (6)
1. Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge, bei dem Stoßfänger an ent
sprechenden Längsträgern angeordnet sind, wobei die Verbindung zwi
schen den Längsträgern und dem jeweiligen Stoßfänger über ein Prallele
ment erfolgt, wobei ein Abschnitt des Prallelementes in einem Hohlraum
des dazugehörigen Längsträgers angeordnet ist, gekennzeichnet, daß der
in dem jeweiligen Längsträger (4; 4a, 4b) angeordnete Abschnitt (8) des
Prallelementes (3; 3a, 3b) in einer Längsführung (13) geführt ist, wobei die
Längsführung (13) von den Seitenwänden (10) des Längsträgers (4) so weit
beabstandet ist und/oder eine solche Länge aufweist, daß sich zur Absorp
tion einer Aufprallenergie ungehindert Falten (24) in den Seitenwänden (10)
des Längsträgers (4) bilden können.
2. Stoßabsorptionsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung des Prallelementes (3) und
der Längsführung (13) an einem fahrzeugabgewandten Ende (6) des
Längsträgers (4) erfolgt.
3. Stoßabsorptionsvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Längsführung (13) so bemes
sen ist, daß sich das im Längsträger (4) befindliche Ende (18) der Längs
führung (13) bei einer Faltung des Längsträgers (4) stets im nicht gefalteten
Bereich des Längsträgers (4) befindet.
4. Stoßabsorptionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsführung (13) einen geschlossenen
Querschnitt oder einen offenen Querschnitt aufweist.
5. Stoßabsorptionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Prallelement (3) mit einem Flansch (5)
versehen ist und daß an einem fahrzeugabgewandten Ende (15) der
Längsführung (13) ein Flansch (16) ausgebildet ist und daß die beiden
Flansche (5, 16) an einer Stirnfläche (6) des Längsträgers (4) befestigt sind.
6. Stoßabsorptionsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zwischenraum zwischen der Außen
oberfläche der Längsführung (13) und der Innenoberfläche der Seiten
wände (10) ein elastisch und/oder plastisch verformbarer Werkstoff vorge
sehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996137244 DE19637244A1 (de) | 1996-09-13 | 1996-09-13 | Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996137244 DE19637244A1 (de) | 1996-09-13 | 1996-09-13 | Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19637244A1 true DE19637244A1 (de) | 1998-03-19 |
Family
ID=7805475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996137244 Withdrawn DE19637244A1 (de) | 1996-09-13 | 1996-09-13 | Stoßabsorptionsvorrichtung für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
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