DE1963546B2 - Verfahren und vorrichtung zum reibungsschweissen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum reibungsschweissenInfo
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- B23K20/00—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
- B23K20/12—Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating the heat being generated by friction; Friction welding
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Description
Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtun- Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein ohne
ien zum Reibungsschweißen für Schweißflächen be- Rotation der Werkstücke arbeitendes Reibschweißiiebiger
Umrandung, bei denen zwei zu ver- verfahren zu schaffen, das sich durch zusätzliche
schweißende Werkstücke in der Schweißfläche anein- Vorteile, insbesondere universellere Anwendbarkeit,
andergelegt und unter einem Anpreßdruck durch eine 5 für eine praktische Anwendung im größeren Maßin
der Schweißfläche verlaufende, kreisförmige rela- stab anbietet. Ferner erstrebt die Erfindung die
tive Umlaufbe'i.-egung ohne Eigendrehung auf die Schaffung einfacher und praktisch brauchbarer Vor-Schweißtemperatur
erwärmt werden, wobei die richtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Werkstücke parallel zu sich selbst bleiben. Verfahrens.
Ein Reibungsschweißverfahren dieser Art ist aus io Nach der Erfindung dient zur Lösung dieser Aufder
deutschen Patentschrift 807 848 bekannt. Es bie- gäbe zunächst ein Verfahren der eingangs angegebetet
zunächst den grundsätzlichen Vorteil, daß wegen nen Art, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der
des Fortfalls der Eigendrehung der Werkstücke "die Radius der relativen Umlaufbewegung zur Anpasrelative
Bewegungsgeschwindigkeit in der Reibfläche sung an vorliegende geometrische und schweißtechan
allen Stellen der Werkstücke gleich groß ist. Fer- 15 nische Forderungen während des Schweißvorganges
ner gilt bei einer zirkulären Umlaufbewegung der verändert wird.
zusätzliche Vorteil, daß die relative Bewegungsge- Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist die Vor-
schwindigkeit während des ganzen Umlaufs konstant aussetzung dafür geschaffen, d?n man in weiten Be
bleibt. Eine an allen Stellen der Werkstücke gleich reichen verschiedener Werkstückformen und Werkgroße relative Bewegungsgeschwindigkeit ist auch in 20 Stückmaterialien stets optimale Verhältnisse herbeidem
ebenfalls bekannten Fall einer relativen linearen führen kann. Dabei ist es von Bedeutung, daß bei
Schwingungsbewegnung der beiden Werkstücke vor- Anwendung einer Umlaufbewegung eine größere
handen (vgl. USA.-Patentschriften 3 420 428, Freiheit in der Wahl der Frequenz besteht als bei
3 469 300, deutsche Offenlegungsschrift 1 910 531), Anwendung einer linearen Hin- und Herbewegung,
doch ändert sich innerhalb einer vollständigen Hin- 25 bei der Resonanz- und Festigkeitsprobleme eine
und Herschwingung die relative Bewegungsgeschwin- gravierende Rolle spielen. Diese Freiheit in der Wahl
digkeit zwischen Null (in den Umkehrpunkten der der Verfahrensparameter, verbunden mit den dem
Schwingungsbewegung) und zwei Maximalwerten Umlaufverfahren eigenen Vorteilen, daß die relative
mit entgegengesetzten Richtungen. Die dabei zu lei- Bahngeschwindigkeit an allen Stellen der Reibfläche
stenden Beschleunigungs- und Bremsarbeiten können 30 gleich groß und im wesentlichen konstant ist, macht
eine im Vergleich zur Reibungsarbeit merkliche es möglich, durch entsprechende Wahl bzw. zeitliche
Größe annehmen und eine entsprechend stärkere Veränderungen dieser Größen den Schweißvorgang
Auslegung der Antriebsvorrichtungen bedingen. Bei sehr weitgehend zu beeinflussen, so daß man nach
Anwendung relativ hoher Frequenzen von beispiels- dem erfindungsgemäßen Verfahren beliebig umweise
einigen tausend Hz treten zwar diese Schwierig- 35 randete Schweißflächen auch sehr großer Abmessunkeiten
nicht so stark in Erscheinung, doch können gen mit hoher Gleichmäßigkeit, Reproduzierbarkeit
derart hohe Frequenzen nur bei verhältnismäßig klei- und Betriebssicherheit schweißen kann,
nen Werkstücken angewendet werden, und es ist Es ist zwar beim Reibungsschweißen mit linear
dabei im allgemeinen nur in sehr beschränktem Um- hin- und hergehender Bewegung schon bekannt
fang möglich, die Schwingungsfrequenz und die 40 (deutsche Offenlegungsschrift 1 910 531), die Ampli-Schwingungsamplitude
frei zu wählen, so daß man tude der Schwingungsbewegung zu verändern, insoft nicht unter optimalen Bedingungen arbeiten kann. besondere gegen Ende des Schweißvorganges konti-Werden
verhältnismäßig niedrige Schwingungsire- nuierlich nach Null gehen zu lassen, doch ist diese
quenzen, wie es insbesondere bei großen und schwe- Maßnahme nicht ohne weiteres mit der erfindungsren
Werkstücken notwendig ist, so macht sich die 45 gemäßen Veränderung des Umlaufradius bei einer
Ungleichförmigkeit der relativen Bewegungsgeschwin- Umlaufbewegung vergleichbar, und das bekannte
digkeit der beiden Werkstücke störend bemerkbar, Verfahren führt auch keineswegs zu der Fülle von
und es kann insbesondere vorkommen, daß in den technischen Vorteilen, die das vorliegende erfin-Umkehrpunkten
der Schwingung, wo die relative Be- dungsgemäße Verfahren bietet,
wegungsgeschvindigkeit Null wird, ein ungewolltes 50 Entsprechend den vorstehenden Ausführungen
Verschweißen in gewissen Teilbereichen der Schweiß- wird das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise
fläche eintritt, so daß der Schweißvorgang gestört, ja so ausgestaltet, daß zusätzlich die Frequenz der
sogar ganz unterbrochen wird. Die beschriebenen relativen Umlaufbewegung verändert wird; (Unter
Schwierigkeiten beim Reibungsschweißen mit linearer Frequenz wird hier die Anzahl der Umläufe pro
Schwingungsbewegung mögen ein Grund dafür sein, 55 Zeiteinheit erstanden.) Dies ist bei dem erfindungsdaß
sich dieses Verfahren nicht allgemein in der gemäßen Verfahren in einem sehr weiten Frequenz-Praxis
einführen konnte, obwohl es seit langem be- bereich ohne weiteres möglich, da es sich um ein
kannt ist. Aber auch das eingangs beschriebene, rein rotierendes System handelt, bei dem die bei hinebenfalls
seit langem bekannte Verfahren mit rela- und hergehenden Systemen schwierig zu beherrschentiver
Umlaufbewegung hat bisher nicht in bekannt- 60 den starken Änderungen der Massenkräfte und
gewordenem Ausmaß in die Praxis Eingang gefun- Resonanzerscheinungen grundsätzlich nicht auftreden.
Dies mag dau.n liegen, daß für die Erzeugung ten. So kann man beispielsweise in weiterer Ausgeder
Umlaufbewegung und die Führung der Werk- staltung der Erfindung den Radius der relativen Umstücke
ein gewisser Aufwand erforderlich ist, ins- laufbewegungen in Abhängigkeit von vorliegenden
besondere im Hinblick auf die zu beherrschenden 65 geometrischen Bedingungen und die Frequenz der
Kräfte und Unwuchtprobleme. Insgesamt ist somit relativen Umlaufbewegung entsprechend einer in Abbisher
das Reibungsschweißen mit nicht rotierenden hängigkeit von vorliegenden schweißtcchnischen Be-Werkstückcn
kaum praktisch angewendet worden. dingungen gewünschten relativen Bahngeschwindig-
keit verändern. Man kann ζ. B. in an sich bekannter Weise den Umlaufradius zu Beginn und/oder gegen
Ende des Schweißvorgangs verhältnismäßig klein oder sogar auf Null einstellen, um die zu verschweißenden
Werkstücke mit der gewünschten Genauigkeit positionieren zu können, und kann in dem dazwischenliegenden Verfahrensabschnitt durch
Vergrößern des Umlaufradius eine bessere Egalisierung der Werkstückoberflächen erzielen und dadurch
für einen gleichmäßigeren Schweißvorgang sorgen, wobei man es stets völlig in der Hand hat,
durch entsprechende Veränderungen der Frequenz bestimmte Bahngeschwindigkeiten der Reibungsbewegung
einzustellen. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht demgemäß
darin, daß die Frequenz der relativen Umlaufbcwegung in Abhängigkeit von der Änderung
des Radius der Umlaufbewegung verändert wird, vorzugsweise gegensinnig derart, daß die relative
Bewegungsgeschwindigkeit der Werkstücke in einem vorgegebenen Bereich gehalten wird, vorzugsweise
konstant bleibt. Auf diese Weise kann man beispielsweise gegen Ende eines Schweißvorganges durch Verringern
des Umlaufradius und entsprechendes Vergrößern der Frequenz die relative Bewegungsgeschwindigkeit
bis kurz vor Ende des Schweißvorganges praktisch konstant halten, wobei sich vorteilhaft
auswirkt, daß bei der Wahl der Frequenz kaum Beschränkungen bestehen und bei Verringern desUmlaufradius
der bekannte Effekt auftritt, daö der Drehimpuls der umlaufenden Masse die Umlaufgeschwindigkeit
zu erhöhen versucht.
Die große Anpassungsfähigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens, zu der auch die Maßnahme
gehören kann, daß zusätzlich der Anpreßdruck geändert wird, macht es möglich, auf den Zustand der
Schweißflächc weitgehend Rücksicht zu nehmen. So können die Verfahrensparameter in Abhängigkeit
vom Zustand der Werkstücke in der Reibfläche und/ oder von der Größe der Reibfläche einzeln oder zu
mehreren verändert werden. Man kann auf diese Weise die zeitliche Wärmeproduktion pro Einheit
der Schweißfläche in weiten Grenzen beliebig steuern, und zwar auch dann, wenn sich die Größe der Reibfläche
ändert, z. B. beim stirnseitigen Verschweißen relativ dünnwandiger Hohlkörper, die sich ab einer
bestimmten Größe der relativen Umlaufbewegung nur noch in einem Teil ihrer Stirnflächen reibend
berühren, wobei dieser Teil im Verlauf der Umlaufbewegung über die Stirnfläche wandert.
Die Veränderung der Verfahrensparameter, insbesondere die voneinander abhängige Steuerung oder
Regelung von Frequenz und Umlaufradius, ist auch von Vorteil, wenn vor dem eigentlichen Schweißvorgang die zu verbindenden Flächen der Werkstücke
geglättet werden sollen oder wenn die Werkstücke zunächst auf ein bestimmtes Maß abgearbeitet werden
sollen; derartige Vorgänge, bei denen eine Materialabtragung erwünscht ist, können bei hoher Frequenz,
aber kleinem Umlaufradius ausgeführt werden. Es ist natürlich möglieb, derartige Vorgänge
auch vollautomatisch ablaufen zu lassen.
Eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des erfmdungsgemäßen Verfahrens, bei osr wenigstens
ein Werkstück an einer parallel zu sich selbst ohne Eigendrehung in einer Umlaufbahn bewegbaren
und antreibbaren Halterung befestigbar ist, die auf einer kreisförmigen Führungsbahn eines um eine
feststehende Drehachse antreibbaren Exzenters geführt ist, ist gekennzeichnet durch eine während der
Drehung des Exzenters stufenlos betätigbare Stelleinrichtung zur Einstellung der dem Radius der relativen
Umlaufbewegung der beiden Werkstücke entsprechenden Exzentrizität des Exzenters.
Zum Einstellen oder Verstellen der Exzentrizität des Exzenters sind zahlreiche Vorrichtungen brauchbar,
die im wesentlichen darauf beruhen, daß der
ίο Exzenterkörper mit der darauf fest orientierten Umlaufbahn
relativ zu der Drehachse verstellt wird. Dem Fachmann sind zahlreiche Möglichkeiten bekannt,
um an rotierenden Teilen Verstellungen Vorzunehmen; es sei nur auf die zahlreichen bekannten Möglichkeiten
zur Einstellung von Turbinenschaufeln, Luftschraubenblättern u. dgl. erinnert. Bei einer besonders
einfachen Ausgestaltung der erflndungsgemäßen Vorrichtung weist der Exzenter einen auf
ihm verschiebbar gelagerten Nabenkörper auf, der
to mit einer die Drehachse bestimmenden Antriebswelle
verbunden und mittels der Stelleinrichtung auf dem Exzenter positionierbar ist.
Eine besonders kompakte, hoch belastbare und !eicht auswuchtbare Ausführungsform der erfindungs-
a5 gptiäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Exzenter einen ersten, am Außenumfang die Führungsbahn der Halterung aufweisenden Exzenterkörper
besitzt, der mit «iner inneren zylindrischen Lagerfläche mit fester Exzentrizität auf einer äußeren
zylindrischen Lagoriiäche eines zweiten Exzenterkörpers
mit unveränderbarer Exzentrizität gelagert ist, wobei die Führungsbahn und die zylindrischen
Lagerflächen achsparallel zur Drehachse liegen, und daß eine eine stufenlosc Einstellung der gegenseitigen
Drehtagen der beiden Exzenterkörper zulassende Koppelungseinrichtung vorgesehen ist. Auf diese
Weise ist die von der gegenseitigen Drehlage der Exzenterkörper abhängige resultierende Exzentrizität
der Führungsbahn bezüglich der Achse stufenlos verstellbar. Damit die relative Bahngeschwindigkeit von
Null aus veränderbar ist, ist vorzugsweise die Exzentrizität der Führungsbahn bezüglich der inneren
Lagerfläche gleich der Exzentrizität der äußeren Lagerfläche bezüglich der Drehachse. Diese Ausfiihrungsform
ermöglicht eine Einstellung auf die Exzentrizität Null einfach dadurch, daß die beiden Exzenterkörper
um 180° versetzt eingestellt werden. Für
die Sicherung der Halterung für das daran befestigte Werkstück gegen Eigendrehung, um das Werkstück
so in der erforderlichen Weise parallel zu sich selbst zu
führen, kann in weiterer Ausgestaltung der Brfindunjj
die Halterung mittels eines Parallelogrammgestänge« an einem senkrecht zur Drehachse verschiebbarer
Schlitten angelenkt sein.
SS Die sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
aus der jeweils eingestellten resultierenden Exzentrizität ergebende Unwucht des Exzenters bezüglich dei
Drehachse soll bei allen einstellbaren Werten dei resultierenden Exentrizität im wesentlichen ausge
glichen sein. Bei der Ausfübningsform mit zwe
Exzenterkörpern kann dies entsprechend einer weite ren Ausgestaltung der Erfindung dadurch erfolgen
daß mit den beiden Exzenterkorpern je eine mit vor gegebenen Abstand von der Drehachse angeordnet*
Ausgleichsmasse drehfest verbunden ist, wobei ü jedem Paar aus Exzenterkörper und zugehörige
Ausgleichsmasse die Schwerpunkte des Exzenter körpers und der Ausgleichsmasse in gleichen Axial
7 8
ebenen, jedoch zu entgegengesetzten Seiten der Achse 20, 28 entspricht. Dies wird bei der dargestellten
liegen, und daß die Größen der beiden Ausgleichs- Ausführungsform dadurch erreicht, daß entsprechend
massen derart bestimmt sind, daß die Vorrichtung der Darstellung in Fig. 2 der Ring 16 über ein aus
bei zwei verschiedenen Exzentrizitäten ausgewuchtet den Stangen 30, 32 bestehendes Parallelogrammist,
beispielsweise sowohl bei der resultierenden Ex- 5 gestänge an einem Schlitten 34 angelenkt ist, der auf
zer'.rizität Null als auch bei maximaler resultierender einer Führung 36 senkrecht zur Achse 6 verschieb-Exzentrizität.
Bei einer derartigen Ausbildung der bar ist. Die Stangen 30, 32 sind mit Gelenken 38, 40
Auswuchteinrichtung ergibt sich bei allen einstell- am Ring 16 und mit Gelenken 42, 44 am Schlitten
baren resultierenden ExzcntrizitäteT ein Massenaus- 34 angelenkt,
gleich. ίο Die beiden Exzenterkörper 2 und 8 sind mittels
gleich. ίο Die beiden Exzenterkörper 2 und 8 sind mittels
Vorzugsweise sind die Ausgleichsmasscn axial einer Koppelungscinrichtung drehfest miteinander
und/oder radial verstellbar; die axiale Vcrstcllbarkeit verbunden und gemeinsam um die Drehachse 6 drehdient
insbesondere dazu, die Radialebcne der Schwer- bar; die Koppelungseinrichtung ist jedoch auf verpunktc
der Ausgleichsmasscn entsprechend der Be- schicdcnc relative Drehlagen der Exzenterkörper 2, 8
schaffcnheit des an der Halterung befestigten Werk- 15 einstellbar. Zu diesem Zweck ist ein um die Drehstücks
einzustellen. achse 6 drehbares Stellglied in Form einer Hülse 46
Ausführungsbcispiele der Erfindung werden im vorgesehen. Die Hülse 46 ist auf einer mit dem zwei-
folgendcn an Hand der Figuren beschrieben. ten Exzenterkörper 8 fest verbundenen, zur Dreh-
F i g. 1 erläutert ein erfindungsgemäßes Beispiel achse 6 koaxialen Welle 48 drehverstellbar, jedoch
an Hand einer schematisch dargestellten Vorrichtung 20 axial unvcrschiebbar gelagert und hat einen Ansatz
im Axialschnitt; 50 mit einem Radialschlitz 52. In den Radialschlitz
Fig. 2 ist ein schematischcr Radialschnitt nach der 52 greift ein vom ersten Exzenterkörper 2 abgehen-
Linie H-II der Fig. 1; der Finger 54 ein. Diese Schlitzführung 52, 54 ver-
F i g. 3 erläutert in einer ähnlichen Schnittdar- bindet somit die Hülse 46 und den ersten Exzenterstellung
wie Fig.2 eine andere beispielsweise Aus- 25 körper 2 zu gemeinsamer Drehbarkeit relativ zum
fiihrungsform der Erfindung. zweiten Exzenterkörper 8. Zur Einstellung und Fcst-
Dic in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung legung der relativen Drchlage zwischen der Hülse 46
c-thält einen Exzenterkörper 2 mit einer kreis- und der Welle 48, d. h. also zur Einstellung und
förmigen Führungsbahn 4 in Form einer Zylinder- Festlegung des Radius der relativen Umlaufbewefidciiü.
Der i^xzcnicrkörpcr *<
ist üin Cine Drehachse 6 30 güng der beiden r.ÄÄcnterkörpcr 2. 8 sowie der
antreibbar. Der Abstand zwischen der Drehachse 6 Werkstücke 20. 28 und damit ihrer an der Halterung
und der Achse der Führungsbahn 4, d. h. die dem 14 zur Wirkung kommenden resultierenden Exzcn-Radius
der relativen Umlaufbewcgung der beiden trizität Er. sind in der Hülse 46 und in der Welle 48
Achsen entsprechende resultierende Exzentrizität E, im gleichen Axialbereich Schlitze 56 bzw. 58 vordes
Exzenterkörpers 2, ist stufenlos veränderbar. Zu 35 gesehen, die gegensinnig schräg zur achsparallelcn
diesem Zweck ist am Exzenterkörper 2 eine innere. Richtung verlaufen; die Koppelung zwischen der
zylindrische Lagerfläche 10 definiert. Die Führungs- Hülse 46 und der Welle 48 erfolgt durch einen beide
bahn 4 und die Lagerfläche 10 umschließen sich in- Schlitze 56, 58 passend durchsetzenden radialen
folge einer exzentrischen Anordnung der Lager- Stift 60. der an einer im Hohlraum der Welle 48
fläche 10 mit einer festen Exzentrizität E1. Mit der 40 verschiebbaren Stange 62 befestigt ist. Die Stange 62
Lagerfiäche 10 ist der erste Exzenterkörper 2 auf ist mit der Welle 48 zusätzlich durch eine Keilnutderäußeren,
zylindrischen Lagerfläche 12 eines zwei- verzahnung 64 in Drehrichtung \crbundcn. Gcgcnten
Exzenterkörpers 8, der ebenfalls eine unver- scitigc Axialbewegungen der Hülse 46 und der Welle
änderbare Exzentrizität aufweist, gelagert, wobei die 48 werden durch einen von der Welle 48 abgehenden
Führungsbahn 4 und die zylindrischen Lagerflächen 45 Ansatz 66 und einen Sicherungsring 68. der in einer
10 und 12 achsparallel zur Drehachse liegen. Die l'mfangsnut der Welle 48 cinsit/t. verhindert.
Exzentrizität Δ", der Führungsbahn 4 in bezug auf Man erkennt, daß die Axiallager der Stange 62 die innere Lagerfiäche 10 ist gleich der Exzentrizität die relative Drchlage der beiden Exzenterkörper 2 E2 der äußeren Lagerfiäche 12 in bezug auf die und 8 und damit ihre resultierende Exzentrizität E, Drehachse 6. 50 bestimmt. Wenn t der Winkel ist, den die Exzen-
Exzentrizität Δ", der Führungsbahn 4 in bezug auf Man erkennt, daß die Axiallager der Stange 62 die innere Lagerfiäche 10 ist gleich der Exzentrizität die relative Drchlage der beiden Exzenterkörper 2 E2 der äußeren Lagerfiäche 12 in bezug auf die und 8 und damit ihre resultierende Exzentrizität E, Drehachse 6. 50 bestimmt. Wenn t der Winkel ist, den die Exzen-
pers 2 ist eine Halterung 14 geführt, und zwar be- ander bilden, ergibt sich die dem Radius der relativen
steht bei der dargestellten Ausführungsform die Umlaufbewegung entsprechende, resultierende Ex-
gleitend gelagerten Ring 16 und einer daran be- 55
festigten Platte 18. an der das eine Werkstück 20 so *
mit den dargestellten Schrauben 22, 24 befestigt ist, E1. = 2E-cos-,
daß die gewünschte Schweißfläche 26, in der das
Werkstück 20 mit einem anderen Werkstück 28 verbunden werden soll, senkrecht zur Drehachse 6 60 Die resultierende Exzentrizität E1 ist also maximal
liegt Das andere Werkstück 28 soll im vorliegenden im Bereich zwischen Null und 2 E einstellbar. In
Beispiel in irgendeiner, nicht dargestellten Weise Fig. 1 und in den ausgezogenen Linien der Fig. 2
stationär gehalten sein. Die Halterung 14 ist parallel ist der Zustand Er gleich Null dargestellt Der Zuzu sich selbst und zur Drehachse 6 verschiebbar, je- stand E1. gleich 2 E (maximale resnlir«^?^de Exzendoch infolge einer Drehmomentenstütze undrehbar, 65 trizität) ist τι Fig.2 in punktierten Linien dargeso daß der Radius der relativen Umlaufbewegung stellt wobei gegenüber dem Zustand mit Er gleich
zwischen Drehachse 6 und Führungsbahnachse dem Nuü der erste Fxzenterkörper 2 entsprechend dem
Radius der Umlaufbewegung der beiden Werkstücke Pfeil 72 um 90° im Gegenuhrzeigersain und der
ίο
der Schweißfläche 26 die zum Schweißen crtorderlichc
Temperatur erreicht ist (was beispielsweise durch Abfall der Leistungsaufnahme des Antriebsmotors 80 erkennbar ist), wird durch entsprechende
5 Verschiebung der Stange 62 die resultierende Exzentrizität ET kontinuierlich bis auf Null vermindert, so
daß schließlich die Werkstücke in einer exakt der Ausgangsposition entsprechenden gegenseitigen Lage
miteinander verschweißt sind. Die Stetigkeit und
zweite Exzenterkörper 8 entsprechend dem Pfeil 70 um 90° im Uhrzeigersinn verdreht ist.
Hält man eine von der Axiallage der Stange 62 bestimmte relative Drehlage der Exzenterkörper 2
und 8 fest Mtid läßt die Exzenterkörper um die Drehachse
6 rclicren, so führen alle Stellen der Halterung 14 und des damit verbundenen Werkstücks 20
parallel zu sich selbst und normal zur Achse 6 gleich große Umlaufbewcgungen in Kreisbahnen aus. Die
Größe der Umlaufbew*egungcn ist durch die resul- io Gleichmäßigkeit des ganzen Vorganges sichern eine
tierendc Exzentrizität Er bestimmt, die während der optimale Qualität der erhaltenen Schweißverbindung.
Zur Beseitigung der Unwucht des rotierenden Systems sind bei der Ausführungsform nach den F i g. 1
und 2 zwei Ausgleichsmassen 98 und 100 vorgesehen, 15 die mit den Exzenterkörpern 8 bzw. 2 drehiest verbunden
sind. Die Ausgleichsmasse 98 ist an dem von der Welle 48 ausgehenden Ansatz 66 in einer darin
vorgesehenen axialen Führung axial verstellbar befestigt; zur Festlegung der axialen Position dient eine
griff steht. Zur Erzeugung und Aufnahme der beim ao Feststellschraube 99. Die Ausgleichsmasse 100 ist
Schweißen angewandten Axialkräfte ist ein Kugel- an dem Ansatz 50 der Hülse 46 in entsprechender
Weise axial verstellbar befestigt, zur Festlegung der axialen Position dient wieder eine Feststellschraube
101. Die radialen Abmessungen der Ansätze 50 und
as 66 müssen natürlich so groß sein, daß die F.instellung
auf maximale resultierende Exzentrizität E, ohne
Behinderung durch die Ausgleichsmassen 100 Ivw.
98 möglich ist. Dies ist in den Fig. 1 und 2 angedeutet. Bei der in Fig. 2 punktiert dargestellten F.in-Gabel
88 greift über den Flansch 84 und steht unter 3° stellung maximaler resultierende Exzentrizität Kt
Zwischenschaltung von Kugellagern 90 spielarm mit vernachlässigbar, daß sich dabei die beiden Ausgleichsmassen
gegenseitig behindern wurden. Dies kann konstruktiv leicht vermieden werden; man
kann aber auch im praktischen Betrieb auf diese Ein-
und damit der resultierenden Exzentrizität E, bzw. 35 stellung verzichten.
des Radius der relativen Umlaufbewegung. Zum An- Man erkennt, daß die Ausgleichsmassen 98 und
100 in der üblichen Weise den Schwerpunkten ihrer zugehörigen Exzenterkörper 8 bzw. 2 radial gegenüberliegen
und beide einen vorgegebenen radialen
über eine Steuereinrichtung 96 so miteinander ver- 40 Abstand von der Drehachse 6 haben. Dies bedeutet
bunden, daß eine bestimmte, vorzugsweise veränder- insbesondere, daß sich bei einer relativen Verdrebare
Abhängigkeit zwischen der Drehzahl des An- hung der Exzenterkörper 2 und 8 die Ausgleich*-
triebsmotors und der resultierenden Exzentrizität E1. massen 100 bzw. 98 ebenfalls nur in Umfangsrichvorgegeben
ist. tung relativ zueinander bewegen, jedoch keine Be-
Mit der als Beispiel dargestellten Vorrichtung ist 45 wegung in Radialrichtung ausführen, obwohl sich der
es möglich, einen Schweißvorgang zunächst mit der mit der Ausgleichsmasse 100 drehfest verbundene
resultierenden Exzentrizität bzw. mit dem Radius der Exzenterkörper 2 dabei in Radialrichtung verla^n.
relativen Umlavfbewegung Null zu beginnen; dabei Die Größen der Ausgleichsmassen 98 und 100 werbleibt bei sich drehenden Exzenterkörpern 2 und 8 den durch die Forderung bestimmt, daß bei zwei
das Werkstück 20 in Ruhe, so daß die Werkstücke 50 verschiedenen Werten der resultierenden Exzentrizi-20,28 genau zueinander positioniert werden können. tat die Unwucht behoben ist, beispielsweise für
Sodann wird durch entsprechende Verstellung der Er — 0 und £, = 2 E. Dann ist die Unwucht auch bei
Schubstange 62 die resultierende Exzentrizität £r allen anderen Werten von E, behoben,
von Null aus allmählich gesteigert, so daß das Werk- Die Ausgleichsmassen können bei der dargestellstück 20 relativ zu dem anderen Werkstück 28 eine 55 ten Ausführungsform nicht nur axial verschober
an allen Stellen gleich große und mit gleicher Bahn- werden, sondern natürlich auch ausgewechselt wergeschwindigkeit erfolgende kreisförmige Umlauf- den. Dadurch ist es möglich, Größe und Lage dei
bewegung ausführt. Dabei wird die zum Schweißen Ausgleichsmassen an die Beschaffenheit de· jeweil:
erfordert!»' Reibungswärme erzeugt. Die Wärme- an der Halterung 14 befestigten Werkstücks anzu
leistung hä.«gt wesentlich von der Drehzahl der P.x- 60 passen. Dabei dient insbesondere üie axiale Verstell
zenterkörper 2, 8 und der resultierenden Exzentrizi- barkeit der Ausgleichsmassen 98, 100 dem Zweck
tat E ab, und es ist ohne weiteres möglich, beispiels- die Ausgleichsmassen möglichst in demjenigen Axial
wehe' automatisch mit Hilfe der Steuereinrichtung bereich wirken zu lassen, in dem auch die von dei
96, dafür zu sorgen, daß die relative Bahngeschwin- Exzenterkörpem und dem an der Halterung 14 be
digkeit der Werkstücke 20, 28 innerhalb eines be- 65 festigten Werkstück hervorgerufenen Unwuchtkraft
stimmten Variationsbereiches der resultierenden wirken. Dadurch werden die resultierenden Kraft
Exzentrizität E, konstant bleibt oder sich in einer quer zur Achse 6 klrin gehalten,
gewünschten, vorgegebenen Weise ändert. Sobald in F'g. 3 zeigt scfcematisch ein Beispiel einer ande
gemeinsamen Rotation der beiden Exzenterkörper 2 und 8 durch Axialverschiebung der Stange 62 kontinuierlich
und beliebig zwischen Er gleich Null und einem Maximahvcit verändert werden kann.
Der Drehantrieb der Exzenterkörper 2 und 8 erfolgt derart, daß die in einem Lager 74 gelagerte
Hülse 46 mit einem Zahnkranz 76 versehen ist, der mit einem Ritzel 78 eines Antriebsmotors 80 im Ein-
lager 82 zwischen den einander zugewandten Stirnflächen des zweiten Exzenterkörpers 8 und der Halterung
14 und ein (nicht dargestelltes) Axialdrucklager am freien Ende der Welle 48 vorgesehen.
Zur Einstellung der Stange 62 in Axialrichtung hat die Stange 62 außerhalb der Welle 40 einen
Flansch 84 mit beiderseitigen Laufflächen, und eine
den Laufflächen des Flansches 84 in Berührung.
Zum Getriebemotor 86 gehört ein Regler 92 zur wählbaren Einstellung der Axiallage der Stange 62
triebsmotor 80 gehört ein Regler 94 zur wählbaren Einstellung der Drehzahl des Antriebsmotors 80. Die
Regler 92 und 94 sind, wie in Fig. 1 dargestellt.
ren möglichen Ausführungsform, bei der die Verschiebung des ersten Exzenterkörpers 102 relativ zur
Drehachse 6 nicht mit einem zweiten Exzenterkörper, sondern mit einem nach Art einer Schlittenführung
verstellbaren Nabenkörper erfolgt. Der erste Exzenterkörper 102 besteht hier aus einer Kreisscheibe,
auf der am Außenumfang die erste Umfangsbahn 10 in Form einer kreiszylindrischen Ringfläche
angebracht ist. In der Scheibe 102 ist ein Schlitten 104 in einer Führung 106 entlang einem
Durchmesser der Scheibe verschiebbar. Der Schlitten ist an einer zur Drehachse 6 konzentrischen hohlen
Welle 48 befestigt. Wie bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 und 2 ist auf der Hohlwelle 48 ein
Stellglied in Form einer Hülse 46 verdrehbar, aber axial unverschiebbar gelagert. Die Hülse 46 hat einen
Flansch 108 mit einer Verzahnung 110, das mit einer an der Kreisscheibe 102 befestigten Zahnstange
112 kämmt. Somit kann durch Drehen der Hülse 46 relativ zur Welle 48 der Exzenterkörper 2 in der
durch die Schlittenführung 108 gegebenen Richtung relativ zur Drehachse 6 kontinuierlich auf verschiedene
resultierende Exzentrizitäten bzw. verschiedene Radien der relativen Umlaufbewegung verstellt werden.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform können zur Koppelung und relativen Verdrehung
von Hülse 46 und 48 analoge Mittel wie bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 und 2 verwendet
werden. Im Hohlraum der Welle 48 ist wieder eine Schubstange 62 axial verschiebbar gelagert.
Ein an der Stange 62 befestigter Stift 60 tritt durch (nicht dargestellte) Schrägschlitze, die in der Welle
46 bzw. der Hülse 48 ausgebildet sind, :·: daß sich wie bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 und 2
ίο bei einer Axialverschiebung der Stange 62 relativ zur
Welle 48 eine Drehung der Hülse 46 relativ zur Welle 48 und damit eine entsprechende Verstellung
der resultierenden Exzentrizität Et ergibt. Die Halterung
14 ist hier mittels Rollen 114 auf der Um-
IS fangsbahn des Exzenterkörpers 102 geführt und
ebenfalls parallel zu sich selbst senkrecht zur Drehachse 6 zweidimensional bewegbar, so daß sich bei
Drehung der Welle 48 und des damit über die Schlittenführung 106 drehfest verbundenen Exzenterkörpers
2 die gewünschte relative Umlaufbewegung mit dem Radius ET an allen Stellen der Halterung 14
ergibt, ebenso wie bei der Ausführungsform nach den F i g. 1 und 2. Zur Gewichtersparnis und zur
Verminderung der Unwuchtkräfte ist die Scheibe 102
as mit Löchern 116 versehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (16)
1. Verfahren zum Reibungsschweißen für Schweißflächen beliebiger Umrandung, bei dem
zwei zu verschweißende Werkstücke in der Schweißfläche aneinandergelegt und unter einem
Anpreßdruck durch eine in der Schweißfläche verlaufende, kreisförmige relative Umlaufbewegung
ohne Eigendrehung auf die Schweißtemperatur erwärmt werden, wobei die Werkstücke
parallel zu sich selbst bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der relativen
Umlaufbewegung zur Anpassung an vorliegende geometrische und schweißtechnische Forderungen
während des Schweißvorganges verändert wird.
2. Ve ί ihren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich die Frequenz der relativen Umlaufbewegung verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der relativen Umlaufbewegung
in Abhängigkeit von vorliegenden geometrischen Bedingungen und die Frequenz der relativen Umlaufbewegung entsprechend einer
in Abhängigkeit von vorliegenden schweißtechnischen Bedingungen gewünschten relativen
Bahngeschwindigkeit verändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, ds.3 die "requenz der relativen
Umlaufbewegung in Abhängigkeit von der Änderung des Radius der Un aufbewegung verändert
wird, vorzugsweise gegensinnig derart, daß die relative Bewegungsgeschwindigkeit der Werkstücke
in einem vorgegebenen Bereich gehalten wird, vorzugsweise konstant bleibt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
der Anpreßdruck geändert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verfahrensparameter in Abhängigkeit vom Zustand der Werkstücke in de." Reibfläche und/oder
von der Größe der Reibfläche einzeln oder zu mehreren verändert werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da!?>
die Veränderung des Radius der relativen Umlaufbewegung kontinuierlich erfolgt.
8. Vorrichtung zum Reibungsschweißen zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 6, bei der wenigstens ein Werkstück an einer parallel zu sich selbst ohne Eigendrehung
in einer Umlaufbahn bewegbaren und antreibbaren Halterung befestigbar ist, die auf
einer kreisförmigen Führungsbahn eines um eine feststehende Drehachse antreibbaren Exzenters
geführt ist, gekennzeichnet durch eine während der Drehung des Exzenters (2, 8; 102) stufenlos
betätigbare Sielleinrichtung (84 bis 90; 108 bis 112) zur Einstellung der dem Radius der relativen
Umlaufbewegung der beiden Werkstücke (20, 28) entsprechenden Exzentrizität des Exzenters.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (102) einen auf
ihm verschiebbar gelagerten Nabenkörper (104) aufweist, der mit einer die Drehachse (6) bestimmenden
Antriebswelle verbunden und mittels der Stelleinrichtung (108 bis 112) auf dem Exzenter
(102) positionierbar ist (F i g. 3).
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (2, 8) einen
ersten, am Außenumfang die Führungsbahn (4) der Halterung aufweisenden Exzenterkörper (2)
besitzt, der mit einer inneren zylindrischen Lagerfläche (10) mit fester Exzentrizität auf
einer äußeren zylindrischen Lagerfläche (12) eines zweiten Exzenterkörpers (8) mit unveränderbaren
Exzentrizität (E) gelagert ist, wobei die Führungsbahn (4) und die zylindrischen
Lagerflächen (10, 12) achsparallel zur Drehachse (6) liegen, und daß eine eine stufenlose
Einstellung der gegenseitigen Drehlagen der beiden Exzenterkörper (2, 8) zulassende Koppelungseinrichtung
(46 bis 52) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Ansp>ruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Exzentrizität der Führungsbahn (4) bezüglich der inneren Lagerfläche (10)
gleich der Exzentrizität (E) der äußeren Lagerfläche
(12) bezüglich der Drehachse (6) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelungseinrichtung (46 bis 52) eine Hülse (46) aufweist,
die auf einer mit dem zweiten Exzenterkörper (8) fest verbundenen, zur Drehachse (6) koaxialen
hohlen Welle (48) verdrehbar, aber axial unverschiebbar angeordnet ist, daß in der Hülse (46)
und in der Welle (48) im gleichen Axialbereich Schlitze (56, 58) vorgesehen sind, die geger.-sirnig
schräg zur achsparallelen Richtung verlaufen, und daß im Hohlraum der Welle (48)
eine Stange (62) axial verschiebbar ist, an der ein durch beide Schlitze tretender, die Breite der
Schlitz ausfüllender Stift (6Q) befestigt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung
der Halterung (14) für das Werkstück (20) gegen Eigendrehung mittels eines Parallelogrammgestänges
(30, 32) erfolgt, das an einem senkrecht zu der Drehachse (6) verschiebbaren Schlitten
(34) angelenkt ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mit den beiden
Exzenterkörpern (2, 8) je nne mit vorgegebenem
Abstand von der Drehachse (6) angeordnete Ausgleichsmasse (100 bzw. 98) drehfest verbunden
ist, wobei in jedem Paar aus Exzenterkörper (2, 100) und zugehöriger Auslgeichsmasse
(8, 98) die Schwerpunkte des Exzenterkörpers und der Ausgleichsmasse in gleichen Axialebenen,
jedoch zu entgegengesetzten Seiten der Drehachse (6) liegen, und daß die Größen der beiden
Ausgleichmassen (98, 100) derart bestimmt sind, daß die Vorrichtung bei zwei verschiedenen resultierenden
Exzentrizitäten ausgewuchtet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsmassen (98,
100) axial und/oder radial verstellbar sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 in Verbindung mit Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die zum ersten Exzenterkörper (2) gehörige Ausgleichsmasse (100) an der mit dem
ersten Exzenterkörper in Drehantriebsverbindung stehenden Hülse (46) befestigt ist.
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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Owner name: MESSER GRIESHEIM GMBH, 6000 FRANKFURT, DE |
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