DE19601401C1 - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten

Info

Publication number
DE19601401C1
DE19601401C1 DE19601401A DE19601401A DE19601401C1 DE 19601401 C1 DE19601401 C1 DE 19601401C1 DE 19601401 A DE19601401 A DE 19601401A DE 19601401 A DE19601401 A DE 19601401A DE 19601401 C1 DE19601401 C1 DE 19601401C1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
suspension
talc
chipboard
release agent
pressing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19601401A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Dr Remme
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Glunz AG
Original Assignee
Glunz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Glunz AG filed Critical Glunz AG
Priority to DE19601401A priority Critical patent/DE19601401C1/de
Priority to DE59709532T priority patent/DE59709532D1/de
Priority to EP97200068A priority patent/EP0785053B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE19601401C1 publication Critical patent/DE19601401C1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing
    • B27N3/083Agents for facilitating separation of moulds from articles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Her­ stellung von Span- oder Faserplatten aus lignocellulosehaltigen Rohstoffen, wobei die Rohstoffe in Span- und/oder Faserform mit einem NCO-Gruppen aufweisenden Bindemittel beleimt, zu einer Matte geformt und unter Einwirkung von Wärme zu der Span- oder Faserplatte verpreßt werden, wobei ein äußeres Trennmittel insbesondere auf den Preßzulagen vor der Verpressung aufgebracht wird. Unter einem äußeren Trennmittel wird ein Trennmittel ver­ standen, welches entweder auf die Preßzulagen, also die Bänder, Preßbleche u. dgl., vor dem Verpressen aufgebracht wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dieses äußere Trennmittel auf die beiden Oberflächen der gestreuten und ggfs. vorgedichteten Matte aufzubringen. Innere Trennmittel sind dagegen Trennmittel, die in das Innere der Matte eingebracht werden, also dem gesamten Späne- und/oder Fasermaterial z. B. im Anschluß an die Beleimung hinzugefügt werden. Die Verwendung dieser beiden Trennmittelarten ist aus Deppe/Ernst "Taschenbuch der Span­ plattentechnik", 3. Auflage 1991, S. 60, bekannt.
Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist aus der GB 1,148,016 bekannt. Die Preßzulagen werden mit einem äußeren Trennmittel behandelt. Als Trennmittel werden organische Substanzen, die freie Hydroxylgruppen enthalten, eingesetzt, beispielsweise Glycerin, Ethylenglykol, Polyester und Polyether.
Aus der DE-OS 26 47 488 ist ein Verfahren zur Verbesserung des Entformungsvorganges bei der Herstellung von Spanplatten oder - formteilen durch Verpressen der Rohstoffe mit einem NCO-Gruppen aufweisenden Bindemittel bekannt, wobei auf die Preßzulagen vor dem Einbringen bzw. Aufbringen der beleimten Späne eine bei Preßtemperatur im wesentlichen nicht fluchtige Substanz, ggfs. in Form einer Lösung oder Dispersion, aufgebracht wird, die bei der Preßtemperatur eine aus diskreten Partikeln bestehende haft­ fähige Schicht hinterläßt. Dieses äußere Trennmittel, welches eine aus diskreten Partikeln bestehende, haftfähige Schicht hinterläßt, besteht mindestens aus zwei Bestandteilen, nämlich einer nicht-flüchtigen, oberflächenaktiven Substanz und einem feinteiligen Fullstoff. Hinzu kommt im allgemeinen ein Lösungs- bzw. Dispergiermittel, falls die oberflächenaktive Substanz nicht ohnehin flüssig ist. Als oberflächenaktive Substanz kommen Seifen, insbesondere Schmierseife, in Betracht. Als feinteilige Fullstoffe sind Oxide, Carbonate, Silikate, Sulfate, feinteilige Minerale, z. B. auch Talkum, Tone, Blähglimmer, Kieselgur usw. geeignet. Wesentlich ist jedoch die Verwendung der oberflächen­ aktiven Substanz. Die gewünschte körnige Struktur des Trenn­ mittels läßt sich auch ohne Verwendung eines Fullstoffes erzielen. Dieser Hinweis sowie die gegebenen Beispiele haben bewirkt, daß in der Praxis auf die Verwendung eines Füllstoffes verzichtet wurde und die oberflächenaktive Substanz, insbeson­ dere Schmierseife, als eigentlicher Wirkstoff allein eingesetzt wurde. Dies geht auch aus Deppe/Ernst, S. 60, hervor.
Aus dem WKI-Bericht Nr. 14, März 1982, E. Schriever "Diisocya­ nat- und Polyurethanklebstoffe für Holz und Holzwerkstoffe", Seiten 30 bis 32, ist es auch bekannt, bei der Herstellung isocyanatgebundener Span- und Faserplatten Trennmittel in Form von Lösungen bzw. Dispersionen auf die Preßzulagen bzw. Späne­ kuchenoberfläche aufzusprühen. Als Trennmittel wird Schmier­ seife, auch in Kombination mit anderen Stoffen und Stoffkombi­ nationen, erwähnt, wobei verschiedene inerte, feindisperse anorganische Stoffe, wie z. B. Talkum, Kieselsäure u.ä. zum eigentlichen Trennmittel bzw. Trennmittel-Lösungsmittel-Gemisch zugesetzt werden. Dies soll bewirken, daß das Trennmittel gleichmäßig auf den Oberflächen verteilt bleibt und sich nicht nach dem Besprühen zu Pfützen und Tröpfchen zusammenzieht.
Aus International Particleboard Symposium FESYP ′78 - Dokumen­ tation, DRW-Verlag 1979, Seite 127, ist es bekannt, als Trenn­ mittel PBA 1069 in Form einer wäßrigen Suspension aufzusprühen.
Die Verwendung von Schmierseife als äußeres Trennmittel ist bei relativ niedrigen Preßtemperaturen unter etwa 200°C anwendbar. Bei höheren Preßtemperaturen bis in den Bereich von etwa 250°C findet jedoch eine Zersetzung statt, wobei sich auf den Preßzu­ lagen ein gut haftender, jedoch schwierig entfernbarer Belag bildet, der insbesondere bei kontinuierlich arbeitenden Pressen in unangenehmer Weise anwächst, da er sich kontinuierlich mechanisch nicht entfernen läßt. Dieser Belag verschlechtert den Wärmedurchgang in das beleimte Spanmaterial, was in nachteiliger Weise längere Preßzeiten erfordert. Betriebsunterbrechungen zum mechanischen Entfernen des Belages sind eine notwendige Folge. Da die Dicke des Belages mit der Zeit zunimmt, also die Belags­ dicke nicht konstant ist, ist es weiterhin erforderlich, größere Schleifzulagen zu berücksichtigen, worunter nicht nur die Wirt­ schaftlichkeit der Herstellung leidet, sondern sich auch die nachfolgenden Bearbeitungsschritte verkomplizieren. Der Belags­ aufbau kann schließlich dazu führen, zwangsweise niedrigere Preßtemperaturen und damit verlängerte Preßzyklen anwenden zu müssen.
Die Verwendung geeigneter Trennmittel auf dem hier angesproche­ nen Gebiet ist insbesondere in Verwendung mit Isocyanat als Bindemittel ein seit langer Zeit bekanntes und anstehendes Problem. Man hat nicht nur erhebliche Anstrengungen gemacht, innere Trennmittel (DE 31 08 537 A1) zu entwickeln, sondern auch nach anderen Wegen gesucht. So ist es aus der DE 38 20 376 C2 bekannt, bei der Herstellung einer mehrschichtigen Spanplatte in der Kernschicht und in den Deckschichten Isocyanat als Binde­ mittel zu verwenden und zusätzlich außen Trenndeckschichten, die mit Phenolharz gebunden sind, aufzubringen und nach dem Aushär­ ten wieder zu entfernen. Durch diese Trenndeckschichten wurde verhindert, daß das Isocyanat mit den Preßzulagen in Kontakt kommt. Die Entfernung der Trenndeckschichten und die teilweise Entfernung der Deckschichten erfolgt durch einen Schleifvorgang.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein äußeres Trenn­ mittel in Verbindung mit dem eingangs beschriebenen Verfahren aufzuzeigen, welches nicht nur geeignet ist, eine saubere Trenn­ wirkung herbeizuführen, sondern auch bei höheren Preßtempera­ turen bis in den Bereich von 250°C oder darüber einsetzbar ist, ohne daß Zersetzungserscheinungen eintreten oder ein störender Belagsaufbau auf den Preßzulagen resultiert.
Erfindungsgemäß wird dies bei dem Verfahren der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß als Trennmittel eine wäßrige Suspension von Talkum in einem Anteil von etwa 5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Suspension, aufge­ bracht wird, und daß die Suspension ohne Verwendung oberflächen­ aktiver Substanzen das Talkum als ausschließlichen Wirkstoff enthält.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß der im Stand der Technik bei der Herstellung von Spanplatten bekannte Füllstoff Talkum in seiner alleinigen Verwendung, also ohne oberflächen­ aktive Subtanzen, zum Wirkstoff wird und so überraschenderweise Zersetzungserscheinungen sowie der Aufbau schwer entfernbarer Beläge auch dann vermieden werden, wenn mit vergleichsweise erhöhten Preßtemperaturen gearbeitet wird. Die Erfindung ver­ meidet weiterhin die Verwendung eines organischen Trennmittels und nutzt in wirtschaftlicher Weise das preiswerte Mineral Talkum als Wirkstoff. Die Suspension von Talkum in Wasser ermöglicht ein problemloses Aufbereiten und Handhaben der Suspension. Talkum ist in seiner Anwendung auch unter Umweltgesichtspunkten unproblematisch. Es läßt sogar seinen kontinuierlichen Einsatz zu, ohne daß der Aufbau eines Belages auftritt. Bei kontinuierlichen Pressen findet auch eine konti­ nuierliche Reinigung der Preßzulagen statt. Diese bekannte kontinuierliche Reinigung, die ohnehin vorhanden ist, genügt völlig, um die Preßzulagen sauber zu halten. Damit ergibt sich ein gleichmäßiger Wärmeübergang, und die Preßeinrichtung kann mit hoher Leistung und gleichbleibender Geschwindigkeit betrie­ ben werden. Die Produktion muß nicht zu gesonderten Reinigungs­ zyklen unterbrochen werden. Die zu berücksichtigenden Dicken­ toleranzen der Platten können vorteilhaft klein gehalten werden, da auch im kontinuierlichen Betrieb immer konstante, reprodu­ zierbare Verhältnisse vorliegen. Das Aufbringen des Talkums kann in üblicher Weise geschehen, beispielsweise durch Aufstreuen, Aufsprühen, Aufrollen o. dgl. Das Talkum gelangt so auf die Preßzulagen, worunter einerseits die verschiedenen Preßwerk­ zeuge, wie Bleche, Platten, Bänder o. dgl. und andererseits auch die Transportmittel für den beleimten Rohstoff, insbesondere die Bänder, Walzen, Rollen u. dgl. verstanden werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Talkum in Form einer wäßrigen Suspension auf die Preßzulagen aufgebracht wird. Die Vorteile liegen in einem sparsamen Verbrauch, wobei gleichzeitig eine gleichmäßige Bedeckung der Preßzulagen erfolgt. Bei der Anwendung wird jegliche Staubentwicklung vermieden. Es entsteht eine hinreichende Haftung an den Preßzulagen. Durch die Tempera­ tureinwirkung verdampft das Wasser während der Verpressung, wobei vorteilhaft die Haftung des Talkums an den Preßzulagen verringert wird und gleichzeitig die Trennwirkung beibehalten bleibt. Infolgedessen ist es möglich, die Preßzulagen mit den üblichen bekannten Reinigungseinrichtungen zu reinigen, ohne daß sich ein Belag auf den Preßzulagen aufbaut. Die Verwendung von Talkum in Form der Suspension wirkt sich in keiner Richtung nachteilig auf die sonstigen Verfahrensschritte bei der Herstel­ lung solcher Span- oder Faserplatten aus. Die sonstigen Bedin­ gungen des Herstellverfahrens können unverändert beibehalten bleiben. Auch die bekannten NCO-Gruppen aufweisenden Binde­ mittel, insbesondere polymeres Diphenylmethan-Diisocyanat (PMDI) in Alleinanwendung oder in Abmischung mit Polyolen kann unver­ ändert vorteilhaft benutzt werden. Solche Bindemittel werden aufgrund der Reaktion mit den Hydroxylgruppen des Holzes auch als Polyurethan-Bindemittel (PUR) bezeichnet.
Das Talkum wird in einem Anteil von etwa 5 bis 40 Gew.-% - vor­ zugsweise etwa 20 Gew.-% -, bezogen auf das Gesamtgewicht der Suspension, eingesetzt. Damit ist zugleich eine sparsame Verwen­ dung sichergestellt, was sich bezüglich des ohnehin preiswerten Trennmittels doppelt auswirkt. Eine mit diesen Anteilen defi­ nierte Suspension weist eine hinreichende Stabilität auf, läßt sich gut hantieren und erbringt eine ausgezeichnete Trennwir­ kung. Bei hohen Beleimungsgraden wird man auch einen vergleichs­ weise höheren Gewichtsanteil von Talkum in der Suspension wählen.
Die Suspension wird während des Auftragens in Bewegung gehalten und damit ein Schaum gebildet, der einen gleichmäßigen Auftrag des Talkums auf die Preßzulagen ermöglicht. Damit werden nicht nur Absetzerscheinungen vermieden, sondern der Schaum wird als Transportmittel und als Verteiler genutzt, um den gleichmäßigen Auftrag auf die Preßzulagen zu erreichen. Die Schaumbildung auf der Suspension wird durch einen Rühr- oder Pumpvorgang erreicht.
Besonders gute Ergebnisse wurden erzielt, wenn das Talkum mit einer mittleren Korngröße von etwa 10 µm eingesetzt wird. Dies bedeutet, daß ein wesentlicher Anteil des Talkums in diesem Korngrößenbereich liegen sollte, wobei feinere Bestandteile nicht stören. Bei Verwendung von groberem Talkum - etwa in einer Korngröße von <= 100 µm - gehen die Eigenschaften der Suspen­ sion, insbesondere die Fähigkeit, den Schaum zu bilden zunehmend verloren; auch wird die Suspension zunehmend instabiler, so daß sich die Gleichmäßigkeit der auf den Preßzulagen entstehenden Schutzschicht verschlechtert.
Es ist auch sinnvoll, der Suspension während des Aufbringens Wasser hinzuzufügen. Dies kann in Schritten oder auch konti­ nuierlich erfolgen, um Verdunstungsverluste auszugleichen und die Aufbringung einer gleichmäßigen Schichtdicke zu begünstigen.
Besonders vorteilhaft ist es, Talkum als äußeres Trennmittel in Verbindung mit einer kontinuierlichen Verpressung einer mit einem NCO-Gruppen aufweisenden Bindemittel gebundenen Span- oder Faserplatte einzusetzen. Dann ist es möglich, die Suspension auch kontinuierlich auf die Preßzulagen aufzutragen und die Preßzulagen kontinuierlich mit bekannten Einigungseinrichtungen abzureinigen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die nachfolgenden Beispiele weiter erläutert und verdeutlicht:
Beispiel 1
Es wird eine wäßrige Suspension von Talkum hergestellt, indem mehrere Ansätze zu einer Charge vereinigt werden. Für jeden Ansatz werden 40 kg Wasser mit einer Temperatur von etwa 20°C vorgelegt und 10 kg Talkum hinzugefügt. Die Hinzufügung des Talkums erfolgt in 5 Portionen à 2 kg nacheinander. Das Talkum besitzt eine Korngröße von 30 µm. Die Portionen werden unter Verwendung eines schnell laufend angetriebenen Rührgerätes in das Wasser eingebracht. Danach werden 20 solche Ansätze à 50 kg zu der Charge vereinigt.
Beispiel 2
Es wird eine wäßrige Suspension von Talkum hergestellt, indem mehrere Ansätze zu einer Charge vereinigt werden. Für jeden Ansatz werden 160 kg Wasser mit einer Temperatur von etwa 25°C vorgelegt und 40 kg Talkum hinzugefügt. Die Hinzufügung des Talkums erfolgt in 5 Portionen à 8 kg nacheinander. Das Talkum besitzt eine Korngröße von 20 µm. Die Portionen werden unter Verwendung eines schnell laufend angetriebenen Rührgerätes in das Wasser eingebracht. Danach werden 5 solche Ansätze à 200 kg zu der Charge vereinigt.
Beispiel 3
Es wird eine wäßrige Suspension von Talkum in einer Charge hergestellt, indem 700 kg Wasser mit einer Temperatur von etwa 50°C vorgelegt und 300 kg Talkum hinzugefügt wird. Die Hinzu­ fügung des Talkums erfolgt in 6 Portionen a 50 kg nacheinander. Das Talkum besitzt eine Korngröße von 10 µm. Die Portionen werden unter Verwendung eines Paddelrührers in das Wasser einge­ bracht. Der Paddelrührer wird mit höchst möglicher Geschwindig­ keit angetrieben.

Claims (6)

1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten aus lignocellulosehaltigen Rohstoffen, wobei die Rohstoffe in Span- und/oder Faserform mit einem NCO-Gruppen aufweisenden Bindemittel beleimt, zu einer Matte geformt und unter Einwirkung von Wärme zu der Span- oder Faserplatte verpreßt werden, wobei ein äußeres Trennmittel insbesondere auf den Preßzulagen vor der Verpressung aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennmittel eine wäßrige Suspension von Talkum in einem Anteil von etwa 5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Suspension, aufgebracht wird, und daß die Suspension ohne Verwendung oberflächenaktiver Substanzen das Talkum als ausschließlichen Wirkstoff enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Talkum in einem Anteil von etwa 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Suspension, eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspension während des Auftragens in Bewegung gehalten und damit ein Schaum gebildet wird, der einen gleichmäßigen Auftrag des Talkums auf die Preßzulagen ermöglicht.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Talkum mit einer mittleren Korngröße von etwa 10 µm einge­ setzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Suspension während des Aufbringens Wasser hinzugefügt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Suspension auf die Preßzulagen kontinuierlich aufgetragen wird, und daß die Span- oder Faserplatte kontinuierlich verpreßt wird.
DE19601401A 1996-01-16 1996-01-16 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten Expired - Fee Related DE19601401C1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19601401A DE19601401C1 (de) 1996-01-16 1996-01-16 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten
DE59709532T DE59709532D1 (de) 1996-01-16 1997-01-10 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten
EP97200068A EP0785053B1 (de) 1996-01-16 1997-01-10 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19601401A DE19601401C1 (de) 1996-01-16 1996-01-16 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19601401C1 true DE19601401C1 (de) 1997-05-28

Family

ID=7782901

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19601401A Expired - Fee Related DE19601401C1 (de) 1996-01-16 1996-01-16 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten
DE59709532T Expired - Lifetime DE59709532D1 (de) 1996-01-16 1997-01-10 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE59709532T Expired - Lifetime DE59709532D1 (de) 1996-01-16 1997-01-10 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP0785053B1 (de)
DE (2) DE19601401C1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2332946A1 (de) 2009-12-10 2011-06-15 Evonik Goldschmidt GmbH Trennmittel und Verwendung zur Herstellung von Kompositformkörpern
WO2023161307A3 (en) * 2022-02-22 2023-10-19 Ekoligens Ab Moulded products, systems and methods for making such moulded products from cellulose fibres and moulding agents used in such systems and methods

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007012691B4 (de) * 2007-03-13 2016-05-12 SWISS KRONO Tec AG Verfahren zur Herstellung von Platten aus Holzfasern und nach diesem Verfahren hergestellte LDF-, MDF- und HDF-Platten
AT509199B1 (de) 2010-02-22 2011-07-15 Mikowitsch Herbert Verfahren zur herstellung einer pressstoffplatte
WO2024098154A1 (en) * 2022-11-11 2024-05-16 Guardian Chemicals Inc. Polymerization terminating layer for isocyanates utilized during manufacturing of cellulose-based products

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB665673A (en) * 1944-08-09 1952-01-30 Arthur Ray Welch Method of and apparatus for making improved wood products
AT270189B (de) 1966-03-17 1969-04-25 Novopan Gmbh Verfahren zur Herstellung von Platten oder Formkörpern durch Verpressen, vorzugsweise Heißpressen einer mit Bindemittel versetzten Masse aus Holzspänen, Holzfasern oder aus verholzten Rohstoffen
DE2647488A1 (de) 1976-10-21 1978-04-27 Basf Ag Verfahren zur herstellung von spanplatten
US4131662A (en) * 1978-01-03 1978-12-26 Mobay Chemical Corporation Talc-based external mold release agent for polyurethane foams
DE3108537A1 (de) 1981-03-06 1982-11-04 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Waessrige isocyanat-emulsionen sowie deren verwendung als bindemittel in einem verfahren zur herstellung von formkoerpern
DE3820376A1 (de) 1988-06-15 1989-12-21 Novopan Gmbh Verfahren zur herstellung von mehrschichtigen spanplatten
US5302330A (en) * 1993-06-08 1994-04-12 Harold Umansky Method for the manufacture of waferboard

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
International Particleboard Symposium FESYP `78 - Documantation, DRW-Verlag Stuttgart 1979, S.127 *
WKI-Bericht Nr.14, März 1982, E.Schriever: "Diisocyanat- und Polyurethanklebstoffe für Holz und Holzwerkstoffe", S.30-32 *

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2332946A1 (de) 2009-12-10 2011-06-15 Evonik Goldschmidt GmbH Trennmittel und Verwendung zur Herstellung von Kompositformkörpern
DE102009047764A1 (de) 2009-12-10 2011-06-16 Evonik Goldschmidt Gmbh Trennmittel und Verwendung zur Herstellung von Kompositformkörpern
US9120827B2 (en) 2009-12-10 2015-09-01 Evonik Degussa Gmbh Release agent and use for the production of composite mouldings
WO2023161307A3 (en) * 2022-02-22 2023-10-19 Ekoligens Ab Moulded products, systems and methods for making such moulded products from cellulose fibres and moulding agents used in such systems and methods
CN118829530A (zh) * 2022-02-22 2024-10-22 埃科利根斯公司 模制产品、用于使用纤维素纤维生产这种模制产品的系统和方法,以及这种系统和方法中使用的模塑剂

Also Published As

Publication number Publication date
EP0785053A2 (de) 1997-07-23
EP0785053B1 (de) 2003-03-19
DE59709532D1 (de) 2003-04-24
EP0785053A3 (de) 1999-03-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3150626C2 (de)
DE69502614T2 (de) Selbsttrennendes bindemittelsystem
EP0234459B1 (de) Wässrige, Polyisocyanat-haltige Leimflottendispersionen, deren Herstellung und deren Verwendung
DE1295180B (de) Verfahren zur Herstellung von Spanplatten mit mindestens einer Feinstdeckschicht
DE2715467A1 (de) Verfahren zur herstellung von zusammengesetzten koerpern oder platten
EP3322596B1 (de) Verfahren zur herstellung eines laminates bestehend aus trägerplatte und dekorpapier
DE2534741C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines delaminierbeständigen Schichtstoffes
DE3128808A1 (de) Klebstoffmasse und ihre verwendung
EP4010158B1 (de) Werkstoffplatte und verfahren zur herstellung einer werkstoffplatte
DE19601401C1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Span- oder Faserplatten
DE2804139C3 (de) Bahnenmaterials auf der Grundlage von mit Füllstoffen versehenem Polyvinylacetat
EP0969977A1 (de) Mit melaminharz beschichtete festkörperpartikel und deren verwendung zur herstellung von dekorativen gegenständen
DE2461714B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer schwer entflammbaren Spanplatte
DE19524017C2 (de) Verfahren zum Veredeln eines Bretts mit einer dicken Harzschicht, um die Unterschicht unsichtbar zu machen
DE19604575A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Span- oder Faserplatten
EP0548758B1 (de) Platte und Verfahren zu deren Herstellung
DE2929243A1 (de) Holzspanplatte sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE19751326C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen unter Verwertung von Gebraucht-, Rest- und Abfallholzwerkstoffen
EP2567798A1 (de) Verwendung von Polyamin in Holzwerkstoffen zur Reduzierung der Emission von Aldehyden und/oder Säuren
EP0056935A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoff-Formkörpern
AT509199B1 (de) Verfahren zur herstellung einer pressstoffplatte
DE102005023476B4 (de) Verfahren zum Herstellen einer Platte aus Polyurethan
EP4279518B1 (de) Verfahren zur herstellung einer osb-holzwerkstoffplatte
AT204765B (de) Verfahren zur Herstellung eines geschichteten blatt- oder plattenförmigen Materials
EP0642905B1 (de) Verfahren zum rückstandsfreien Ablösen von Isocyanat-Holzgemisch-Formkörpern von den Pressplatten einer Pressvorrichtung und hierfür geeignetes Formtrennmittel

Legal Events

Date Code Title Description
8100 Publication of the examined application without publication of unexamined application
D1 Grant (no unexamined application published) patent law 81
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: GLUNZ AG, 49716 MEPPEN, DE

8339 Ceased/non-payment of the annual fee