DE19600933C2 - Personenkraftfahrzeug - Google Patents
PersonenkraftfahrzeugInfo
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- B60R19/26—Arrangements for mounting bumpers on vehicles comprising yieldable mounting means
- B60R19/34—Arrangements for mounting bumpers on vehicles comprising yieldable mounting means destroyed upon impact, e.g. one-shot type
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
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Description
Die Erfindung betrifft ein Personenkraftfahrzeug mit einer Fahrgastzelle und einem vorderen sowie einem
heckseitigen Rahmenverbund mit den nachfolgend beschriebenen,
im Stand der Technik bekannten Merkmalen.
Bei Personenkraftfahrzeugen lassen sich - in Längsrichtung des
Fahrzeuges gesehen - drei räumliche Bereiche unterscheiden:
ein mittlerer Bereich, der die sogenannte Fahrgastzelle um
faßt, und zwei sich daran anschließende Bereiche, die als
Vorderwagen bzw. Hinterwagen bezeichnet werden. Die Karos
serieteile des Vorder- und des Hinterwagens setzen sich je
weils zu einem Rahmenverbund zusammen, der an der Fahrgast
zelle befestigt ist, und an dem das Fahrwerk sowie der An
trieb anordbar sind. Zum Abfangen eines Frontaufpralles sind
außerdem Aufprallträger (Querträger, gegebenenfalls mit Auf
pralldämpfern) vorgesehen, die an Längsträgern des jeweiligen
Rahmenverbundes befestigt sind.
Es ist bekannt, die mit den Aufprallträgern verbundenen
Längsträger des vorderen und/oder heckseitigen Rahmenver
bundes derart auszubilden, daß sie durch Verformung Längs
stöße aufnehmen, so daß die Fahrzeuginsassen bis zu einer
vorgegebenen maximalen Aufprallgeschwindigkeit geschützt
sind. Dabei wird das Deformationsverhalten der Längsträger
durch Aussteifungen oder Sicken definiert.
Nachteilig ist bei bekannten Fahrzeugen allerdings, daß sie
zwar innerhalb eines vorgebbaren Geschwindigkeitsbereiches
bei Längsstößen einen Aufprallschutz gewährleisten, daß es
aber auch innerhalb dieses Geschwindigkeitsbereiches zu Ver
formungen der Fahrgastzelle kommen kann. Eine Beseitigung
dieser Verformungen ist außerordentlich aufwendig. Außerdem
sind die bei dem Aufprall jeweils verformten Träger des vor
deren und/oder heckseitigen Rahmenverbundes ebenfalls nur
aufwendig austauschbar. Üblicherweise müssen die Träger hier
zu aus dem Rahmenverbund bzw. von der Fahrgastzelle herausge
schweißt oder mittels Trennscheiben herausgeschnitten werden.
Nach dem Austausch dieser Teile müssen dann die neuen Teile
wieder aufwendig an den Rahmenverbund und der Fahrgastzelle
angeschweißt werden.
Aus der US 3,915,486 ist ferner ein Personenkraftfahrzeug
bekannt, bei dem der front- oder heckseitige Rahmenverbund,
einschließlich der Längsträger und der jeweiligen Stoßstange,
an dem Rahmen der Fahrgastzelle anschraubbar und daher nach
einem Crash relativ einfach auswechselbar ist.
Nachteilig ist bei dem Aufbau dieses bekannten Fahrzeuges
allerdings, daß bereits bei einem Aufprall im unteren Ge
schwindigkeitsbereich, bei dem es lediglich zu einer Beschä
digung der zwischen den Längsträgern und der Stoßstange an
geordneten Aufpralldämpfern kommt, eine Demontage des ge
samten entsprechenden Rahmenverbundes erforderlich ist.
Außerdem besitzt dieses Fährzeug den Nachteil, daß die er
forderliche Stabilität des jeweiligen Rahmenverbundes durch
relativ aufwendige plattenförmige Montageteile vorgenommen
werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Personenkraft
fahrzeug anzugeben, bei dem einerseits innerhalb des vorgeb
baren Geschwindigkeitsbereiches, bei dem die Längsträger
einen Aufprallschutz gewährleisten sollen, keine Verformung
der Fahrgastzelle auftritt. Andererseits sollen die bei dem
jeweiligen Aufprall verformten Längsträger sowie die gegebe
nenfalls ebenfalls verformten weiteren Träger des vorder-
und/oder heckseitigen Rahmenverbundes auf einfache und
kostengünstige Weise ausgewechselt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Gegenstand mit den im Patentanspruch 1
genannten Merkmalen gelöst. Weitere, beson
ders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren
die Unteransprüche.
Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, daß
der vordere und/oder heckseitige Rahmenverbund des Fahrzeuges
über Schraub- oder Nietverbindungen an der Fahrgastzelle be
festigt ist, so daß der jeweilige Rahmenverbund nach einem
Unfall auf einfache Weise von der Fahrgastzelle abgeschraubt
oder durch Ausbohren der Nieten entfernt werden kann. Je nach
Schadbild kann dann der alte Rahmenverbund durch einen neuen
ersetzt oder es können lediglich die schadhaften Teile ausge
wechselt werden. Der jeweilige Rahmenverbund muß dabei derart
ausgestaltet und an solchen Bereichen der Fahrgastzelle be
festigt sein, daß die mit den Aufprallträgern verbundenen
Längsträger unter genau definierten Bedingungen (z. B. Längs
stoß eines Rammblockes vorgegebener Masse) bis zu einer maxi
malen Aufprallgeschwindigkeit (z. B. 56 km/h) durch Verformung
den Aufprall abfangen, ohne daß es dabei zu einer Verformung
der Fahrgastzelle kommen kann.
Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die der Fahrgast
zelle zugewandten Enden der Träger des vorderen und/oder
hinteren Rahmenverbundes in den Bereichen der Fahrgastzelle
befestigt werden, in denen auch die Längsträger der Fahrgast
zelle angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, daß Kräfte, die
eine seitliche Verformung der Fahrgastzellen bewirken könn
ten, gering bleiben.
Als Verbindungsbereiche zwischen der Fahrgastzelle und den
Trägern des vorderen und/oder hinteren Rahmenverbundes haben
sich vor allem die boden- oder dachträgerseitigen Bereiche
der dem Rahmenverbund zugewandten Seitensäulen (A- bzw. C-
Säulen) der Fahrgastzelle in der Praxis bewährt.
Hinsichtlich einer schnellen Austauschbarkeit des vorderen
und/oder hinteren Rahmenverbundes ist es vorteilhaft, wenn
zur Verbindung der Träger des jeweiligen Rahmenverbundes mit
der Fahrgastzelle Flansche an den entsprechend gegenüber
liegenden Teilen vorgesehen sind, so daß diese Flansche
miteinander verschraubt oder vernietet werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus dem folgenden anhand einer Figur erläuterten Ausführungs
beispiel.
Die Figur gibt eine räumliche Darstellung einer mit 1 bezeich
neten erfindungsgemäßen Karosserie vor dem Zusammenbau einer
Fahrgastzelle 2 mit einem vorderen und einem heckseitigen
Rahmenverbund 3, 4 wieder.
Die Fahrgastzelle 2 setzt sich im wesentlichen aus vier
bodenseitigen Längsträgern 5-8, zwei Dachlängsträgern (Dach
seitenholmen) 9, 10 sowie drei bodenseitigen Querträgern 11-
13 und zwei dachseitigen Querträgern 14, 15 zusammen. Außer
dem enthält die Fahrgastzelle seitlich jeweils drei mit 16-21
bezeichnete Säulen (A-, B-, C-Säulen).
Der vordere Rahmenverbund 3 weist zwei Längsträger 22, 23
auf, die auf ihrer der Fahrgastzelle 2 abgewandten Seite über
Flansche 24, 25 mit einem aus Aufpralldämpfern 26, 27 und
Querträger 28 bestehenden Aufprallträger 29, z. B. mittels
Schraubverbindungen, verbunden sind. Dabei fangen die
Aufpralldämpfer 26, 27 einen Frontaufprall im unteren
Geschwindigkeitsbereich (z. B. bis 15 km/h) ab, ohne daß dabei
eine Verformung der Längsträger 22, 23 erfolgt.
Die Befestigung des vorderen Rahmenverbundes 3 an der Fahr
gastzelle 2 erfolgt erfindungsgemäß ebenfalls über Flansche
30-33. Diese sind einerseits an den Längsträgern 22, 23 und
dem gegenüberliegenden Querträger 11 der Fahrgastzelle 2
sowie andererseits an diagonalen Stützträgern 34, 35 des
Rahmenverbundes 3 und an den A-Säulen 16, 19 der Fahrgast
zelle 2 angeordnet. Dabei sind die an der Fahrgastzelle 2
angeordneten Flansche 30-33 in solchen Bereichen befestigt,
die durch entsprechende Längsträger 6, 7, 9, 10 der Fahr
gastzelle abgestützt werden.
Die Befestigung des heckseitigen Rahmenverbundes 4 an der
Fahrgastzelle 2 entspricht im wesentlichen der vorstehend
beschriebenen Befestigung des vorderen Rahmenverbundes 3.
Auch in diesem Fall wirkt ein Aufprallträger 36 über Flansche
37, 38 auf Längsträger 39, 40, die ihrerseits über Flansche
41, 42 an der Fahrgastzelle 2 befestigt sind, und zwar wie
derum in Bereichen, an denen die Längsträger 6, 7 der Fahr
gastzelle 2 angeordnet sind. Die in diesem Ausführungsbei
spiel vorgesehenen zusätzlichen Dachseitenträger 43, 44 sind
über Flansche 45, 46 mit den beiden C-Säulen 18, 21 der Fahr
gastzelle 2 im Bereich der Anbindungspunkte der Dachlängs
träger 9, 10 befestigt.
1
Karosserie
2
Fahrgastzelle
3
vorderer Rahmenverbund
4
heckseitige Rahmenverbund
5-8
Längsträger
9
,
10
Dachlängsträger (Dachseitenholme)
11-13
Querträger
14
,
15
Querträger
16-21
Säulen
22
,
23
Längsträger
24
,
25
Flansche
26
,
27
Aufpralldämpfer
28
Querträger
29
Aufprallträger
30-33
Flansche
34
,
35
Stützträger
36
Aufprallträger
37
,
38
Flansche
39
,
40
Längsträger
41
,
42
Flansche
43
,
44
Dachseitenträger
45
,
46
Flansche
Claims (5)
1. Personenkraftfahrzeug mit einer Fahrgastzelle (2) und
einem vorderen sowie einem heckseitigen Rahmenverbund
(3, 4) mit den Merkmalen:
- a) in dem vorderen sowie in dem heckseitigen Rahmen verbund (3, 4) sind jeweils Längsträger (22, 23, 39, 40) angeordnet, die die Fahrgastzelle (2) vorder- und heckseitig mit Aufprallträgern (29, 36) verbin den,
- b) die Längsträger (22, 23, 39, 40) sind derart ausgebil det und in solchen Bereichen an der Fahrgastzelle (2) befestigt, daß sie unter genau definierten Be dingungen (Längsstoß eines Rammblockes vorgegebe ner Masse) bis zu einer vorgebbaren maximalen Auf prallgeschwindigkeit durch Verformung den Aufprall abfangen, ohne daß es dabei zu einer Verformung der Fahrgastzelle (2) kommt,
- c) die Verbindung der Träger (22, 23, 34, 35, 39, 40, 43, 44) des vorderen und/oder des heckseitigen Rahmenver bundes (3, 4) mit der Fahrgastzelle (2) und mit den Aufprallträgern (29, 36) erfolgt jeweils über Schraub- und/oder Nietverbindungen, so daß der gesamte vordere und/oder heckseitige Rahmenverbund (3, 4) im Bedarfsfall leicht auswechselbar ist und
- d) der jeweilige Scheibenträger (47, 48) für die Front- und/oder die Heckscheibe des Fahrzeuges bildet einen Querträger des vorderen und/oder des hecksei tigen Rahmenverbundes (3, 4).
2. Personenkraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die der Fahrgastzelle (2) zugewandten En
den der Träger (22, 23, 34, 35, 39, 40, 43, 44) des vorderen
und/oder hinteren Rahmenverbundes (3, 4) in den Bereichen
der Fahrgastzelle (2) befestigt sind, in denen auch
Längsträger (5-10) der Fahrgastzelle (2) angeordnet
sind.
3. Personenkraftfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der der Fahr
gastzelle (2) zugewandten Träger (34, 35, 43, 44) des vor
deren und/oder heckseitigen Rahmenverbundes (3, 4) an den
dem jeweiligen Verbund (3, 4) zugewandten Seitensäulen
(A- bzw. C-Säulen) (16, 18, 19, 21) der Fahrgastzelle (2)
befestigt ist.
4. Personenkraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung der Träger
(22, 23, 34, 35, 39, 40, 43, 44) des vorderen und/oder des
heckseitigen Rahmenverbundes (3, 4) mit der Fahrgastzelle
(2) und mit den Aufprallträgern (29, 36) jeweils Flansche
(24, 25, 30-33, 37, 38, 41, 42, 45, 46) an den entsprechend ge
genüberliegenden Teilen vorgesehen und daß diese Flan
sche (24, 25, 30-33, 37, 38, 41, 42, 45, 46) jeweils miteinander
verschraubt oder vernietet sind.
5. Personenkraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufprallträger (29, 36)
über Aufpralldämpfer (26, 27) mit den entsprechenden
Längsträgern (22, 23, 39, 40) des vorderen und/oder des
heckseitigen Rahmenverbundes (3, 4) verbunden sind.
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|---|---|---|---|
| DE1996100933 DE19600933C2 (de) | 1996-01-12 | 1996-01-12 | Personenkraftfahrzeug |
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