Spannungsversorgungsgeräte werden in verschiedene technische
Geräte eingebaut. Beispielsweise werden Spannungsversorgungs
geräte in elektrografische Druck- oder Kopiergeräte einge
baut. In solchen oder ähnlichen großen und damit unübersicht
lichen technischen Geräten ist es bei Störungen der Versor
gungsspannung schwierig, die Fehlerquelle zu analysieren.
Spannungsversorgungsgeräte können deshalb Selbstdiagnosevor
richtung enthalten, die einen Ausfallgrund ermitteln und bei
spielsweise ein Anzeigeelement an ihrer Gehäuseaußenseite an
steuern.
Solche Diagnoseeinrichtungen erleichtern zwar die Fehlerana
lyse, bedingen jedoch einen unmittelbaren Zugriff auf das
Spannungsversorgungsgerät. Fällt ein Spannungsversorgungsge
rät während des Betriebs des elektrotechnischen Gerätes aus,
dann muß dessen Gehäuse geöffnet und ein häufig nicht einfach
durchführbarer Zugriff auf das Spannungsversorgungsgerät er
folgen. Elektrotechnische Geräte müssen vor dem Öffnen jedoch
spannungsfrei geschaltet werden, so daß im elektrotechnischen
Gerät enthaltene Aggregate außer Betrieb genommen werden müs
sen. Bei einem Wiedereinschalten muß danach abgewartet wer
den, bis alle Aggregate wieder betriebsbereit sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ferndiagnose
vorrichtung und Verfahren zur Ferndiagnose für Spannungsver
sorgungseinrichtungen eines elektrotechnischen Gerätes auf zu
zeigen, die eine Fehlerdiagnose der Spannungsversorgungsein
richtung auch außerhalb des elektrotechnischen Gerätes ermög
licht.
Diese Aufgabe wird durch die Patentansprüche 1 und 6 gelöst.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in Un
teransprüchen angegeben.
Durch Ausstatten der Spannungsversorgungseinrichtungen mit
einer Datenschnittstelle, kann die Fehleranalyseeinheit der
Spannungsversorgungseinrichtung Fehleranalysedaten unmittel
bar in diese einschreiben. Diese Datenschnittstelle kann Änderungen
der in ihr eingetragenen Daten unter Verwendung ei
ner geeigneten Datenübertragungseinrichtung an eine Ferndia
gnoseeinheit übertragen. Damit kann beim Auftreten eines Feh
lers die mögliche Ursache von außen oder im Falle einer Fern
diagnose von einem entfernten Ort erfolgen. Vor Abschalten
des elektrotechnischen Gerätes kann erkannt werden, ob ein
Weiterbetrieb des elektrotechnischen Gerätes trotz des aufge
tretenen Fehlers möglich ist. Darüber hinaus können benötigte
Ersatzteile vor Betriebsunterbrechung beschafft werden. Eine
Instandsetzung kann zum richtigen Zeitpunkt in kürzest mögli
cher Zeit erfolgen.
Gemäß einer Ausgestaltung und Weiterbildung der Erfindung ist
der Datenschnittstelle eine Notstromversorgung zugeordnet,
die bei Ausfall der Spannungsversorgungseinrichtung eine si
chere Übertragung der Fehleranalysedaten an die fehlende Dia
gnoseeinheit gewährleistet. Damit wird es der Datenschnitt
stelle ermöglicht, beim Auftreten eines Fehlers die mögliche
Ursache noch als Nachricht über das Datenübertragungssystem
abzusetzen. Der Ferndiagnoseeinheit steht somit in jedem Fall
die aktuelle Information zur Verfügung.
Im folgenden wird ein Beispiel der Erfindung anhand der
Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild mit Ferndiagnoseeinheit, Daten
übertragungsweg und Spannungsversorgungseinrichtungen
und
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Spannungsversorgungsein
richtung mit Spannungswandler, Kontrolleinrichtung
und Datenschnittstelle.
In einem elektrografischen Druck- oder Kopiergerät sind eine
Mehrzahl von Funktionseinheiten, wie eine Fixierstation, ein
Zeichengenerator, eine Papiertransporteinrichtung, enthalten.
Diese benötigen eine Vielzahl von unterschiedlichen Versor
gungsspannungen. Diese Versorgungsspannungen werden durch ei
ne entsprechende Anzahl von Spannungsversorgungseinrichtungen
N1 . . Nn, wie sie in Fig. 1 gezeigt sind, zur Verfügung ge
stellt. Jeder Spannungsversorgungseinheit N1 . . Nn, ist eine
Datenschnittstelle CAN1 . . CANn zugeordnet. Die Datenschnitt
stellen CAN1 . . CANn sind über ein Bussystem CANBUS miteinander
gekoppelt. Über das gleiche Bussystem CANBUS ist eine Fern
diagnoseeinheit DM, die ebenfalls eine Datenschnittstelle
CAN4 enthält. Die Ferndiagnoseeinheit DM empfängt die Daten
und legt sie in einem Systemspeicher des Druck- oder Kopier
geräts ab. Sie liefert Daten an das druckereigene Bedienfeld
BF und/oder an ein Datenmodem MO, auf das von einem beliebi
gen Ort über öffentliche oder private Kommunikationsnetze zu
gegriffen werden kann.
Wie in Fig. 2 dargestellt, enthält eine Spannungsversor
gungseinrichtung N den eigentlichen Spannungswandler WA, eine
Kontrolleinrichtung TW zur Steuerung und Analyse des Span
nungswandlers WA und eine Datenschnittstelle CAN. Der Daten
schnittstelle CAN ist darüber hinaus eine Notstromversorgung
UN zugeordnet. Mittels dieser Notstromversorgung UN kann bei
einem Ausfall der Versorgungsspannung der Datenschnittstelle
CAN noch genügend Energie zur Verfügung gestellt werden, da
mit sie das zuletzt aufgetretene Fehlerereignis in der Span
nungsversorgungseinrichtung noch an die Ferndiagnoseeinheit
DM übertragen kann.
Zur Übertragung der Daten zwischen den Datenschnittstellen
CAN1 . . CANn, wird ein Controller-Area-Network-(CAN)-Bus einge
setzt. Dieser CAN-Bus ist in der CAN-Busspezifikation 2.0,
Teil A und B vom April 1994 der Firma Philips genauer be
schrieben. Der CAN-Bus arbeitet nach einem seriellen Kommuni
kationsprotokoll und ist nachrichtengesteuert. Tritt in einer
der miteinander gekoppelten Datenschnittstellen CAN1 . . CANn
eine Datenänderung auf, wird diese unverzüglich den anderen
Datenschnittstellen CAN1 . . CANn mitgeteilt. Dieser Vorgang
wird durch das Kommunikationsprotokoll des CAN-Busses automa
tisch unterstützt.
Ein weiterer Vorteil der Verbindung der Stromversorgungsein
richtungen des Druck- oder Kopiergeräts mittels des CAN-
Busses ist, daß Statusinformationen der Spannungsversorgungs
einrichtungen N1 . . Nn stets verfügbar sind. Beispielsweise
kann stets festgestellt werden, daß bestimmte Spannungen vor
liegen oder nicht vorliegen. Darüber hinaus können die Span
nungsversorgungsgeräte N1 . . Nn ferngesteuert aktiviert und de
aktiviert werden.