DE19540671A1 - Ferndiagnosevorrichtung und Verfahren zur Ferndiagnose für Spannungsversorgungseinrichtungen eines elektrotechnischen Gerätes - Google Patents

Ferndiagnosevorrichtung und Verfahren zur Ferndiagnose für Spannungsversorgungseinrichtungen eines elektrotechnischen Gerätes

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Description

Spannungsversorgungsgeräte werden in verschiedene technische Geräte eingebaut. Beispielsweise werden Spannungsversorgungs­ geräte in elektrografische Druck- oder Kopiergeräte einge­ baut. In solchen oder ähnlichen großen und damit unübersicht­ lichen technischen Geräten ist es bei Störungen der Versor­ gungsspannung schwierig, die Fehlerquelle zu analysieren. Spannungsversorgungsgeräte können deshalb Selbstdiagnosevor­ richtung enthalten, die einen Ausfallgrund ermitteln und bei­ spielsweise ein Anzeigeelement an ihrer Gehäuseaußenseite an­ steuern.
Solche Diagnoseeinrichtungen erleichtern zwar die Fehlerana­ lyse, bedingen jedoch einen unmittelbaren Zugriff auf das Spannungsversorgungsgerät. Fällt ein Spannungsversorgungsge­ rät während des Betriebs des elektrotechnischen Gerätes aus, dann muß dessen Gehäuse geöffnet und ein häufig nicht einfach durchführbarer Zugriff auf das Spannungsversorgungsgerät er­ folgen. Elektrotechnische Geräte müssen vor dem Öffnen jedoch spannungsfrei geschaltet werden, so daß im elektrotechnischen Gerät enthaltene Aggregate außer Betrieb genommen werden müs­ sen. Bei einem Wiedereinschalten muß danach abgewartet wer­ den, bis alle Aggregate wieder betriebsbereit sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ferndiagnose­ vorrichtung und Verfahren zur Ferndiagnose für Spannungsver­ sorgungseinrichtungen eines elektrotechnischen Gerätes auf zu­ zeigen, die eine Fehlerdiagnose der Spannungsversorgungsein­ richtung auch außerhalb des elektrotechnischen Gerätes ermög­ licht.
Diese Aufgabe wird durch die Patentansprüche 1 und 6 gelöst. Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in Un­ teransprüchen angegeben.
Durch Ausstatten der Spannungsversorgungseinrichtungen mit einer Datenschnittstelle, kann die Fehleranalyseeinheit der Spannungsversorgungseinrichtung Fehleranalysedaten unmittel­ bar in diese einschreiben. Diese Datenschnittstelle kann Änderungen der in ihr eingetragenen Daten unter Verwendung ei­ ner geeigneten Datenübertragungseinrichtung an eine Ferndia­ gnoseeinheit übertragen. Damit kann beim Auftreten eines Feh­ lers die mögliche Ursache von außen oder im Falle einer Fern­ diagnose von einem entfernten Ort erfolgen. Vor Abschalten des elektrotechnischen Gerätes kann erkannt werden, ob ein Weiterbetrieb des elektrotechnischen Gerätes trotz des aufge­ tretenen Fehlers möglich ist. Darüber hinaus können benötigte Ersatzteile vor Betriebsunterbrechung beschafft werden. Eine Instandsetzung kann zum richtigen Zeitpunkt in kürzest mögli­ cher Zeit erfolgen.
Gemäß einer Ausgestaltung und Weiterbildung der Erfindung ist der Datenschnittstelle eine Notstromversorgung zugeordnet, die bei Ausfall der Spannungsversorgungseinrichtung eine si­ chere Übertragung der Fehleranalysedaten an die fehlende Dia­ gnoseeinheit gewährleistet. Damit wird es der Datenschnitt­ stelle ermöglicht, beim Auftreten eines Fehlers die mögliche Ursache noch als Nachricht über das Datenübertragungssystem abzusetzen. Der Ferndiagnoseeinheit steht somit in jedem Fall die aktuelle Information zur Verfügung.
Im folgenden wird ein Beispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 ein Blockschaltbild mit Ferndiagnoseeinheit, Daten­ übertragungsweg und Spannungsversorgungseinrichtungen und
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer Spannungsversorgungsein­ richtung mit Spannungswandler, Kontrolleinrichtung und Datenschnittstelle.
In einem elektrografischen Druck- oder Kopiergerät sind eine Mehrzahl von Funktionseinheiten, wie eine Fixierstation, ein Zeichengenerator, eine Papiertransporteinrichtung, enthalten. Diese benötigen eine Vielzahl von unterschiedlichen Versor­ gungsspannungen. Diese Versorgungsspannungen werden durch ei­ ne entsprechende Anzahl von Spannungsversorgungseinrichtungen N1 . . Nn, wie sie in Fig. 1 gezeigt sind, zur Verfügung ge­ stellt. Jeder Spannungsversorgungseinheit N1 . . Nn, ist eine Datenschnittstelle CAN1 . . CANn zugeordnet. Die Datenschnitt­ stellen CAN1 . . CANn sind über ein Bussystem CANBUS miteinander gekoppelt. Über das gleiche Bussystem CANBUS ist eine Fern­ diagnoseeinheit DM, die ebenfalls eine Datenschnittstelle CAN4 enthält. Die Ferndiagnoseeinheit DM empfängt die Daten und legt sie in einem Systemspeicher des Druck- oder Kopier­ geräts ab. Sie liefert Daten an das druckereigene Bedienfeld BF und/oder an ein Datenmodem MO, auf das von einem beliebi­ gen Ort über öffentliche oder private Kommunikationsnetze zu­ gegriffen werden kann.
Wie in Fig. 2 dargestellt, enthält eine Spannungsversor­ gungseinrichtung N den eigentlichen Spannungswandler WA, eine Kontrolleinrichtung TW zur Steuerung und Analyse des Span­ nungswandlers WA und eine Datenschnittstelle CAN. Der Daten­ schnittstelle CAN ist darüber hinaus eine Notstromversorgung UN zugeordnet. Mittels dieser Notstromversorgung UN kann bei einem Ausfall der Versorgungsspannung der Datenschnittstelle CAN noch genügend Energie zur Verfügung gestellt werden, da­ mit sie das zuletzt aufgetretene Fehlerereignis in der Span­ nungsversorgungseinrichtung noch an die Ferndiagnoseeinheit DM übertragen kann.
Zur Übertragung der Daten zwischen den Datenschnittstellen CAN1 . . CANn, wird ein Controller-Area-Network-(CAN)-Bus einge­ setzt. Dieser CAN-Bus ist in der CAN-Busspezifikation 2.0, Teil A und B vom April 1994 der Firma Philips genauer be­ schrieben. Der CAN-Bus arbeitet nach einem seriellen Kommuni­ kationsprotokoll und ist nachrichtengesteuert. Tritt in einer der miteinander gekoppelten Datenschnittstellen CAN1 . . CANn eine Datenänderung auf, wird diese unverzüglich den anderen Datenschnittstellen CAN1 . . CANn mitgeteilt. Dieser Vorgang wird durch das Kommunikationsprotokoll des CAN-Busses automa­ tisch unterstützt.
Ein weiterer Vorteil der Verbindung der Stromversorgungsein­ richtungen des Druck- oder Kopiergeräts mittels des CAN- Busses ist, daß Statusinformationen der Spannungsversorgungs­ einrichtungen N1 . . Nn stets verfügbar sind. Beispielsweise kann stets festgestellt werden, daß bestimmte Spannungen vor­ liegen oder nicht vorliegen. Darüber hinaus können die Span­ nungsversorgungsgeräte N1 . . Nn ferngesteuert aktiviert und de­ aktiviert werden.

Claims (9)

1. Ferndiagnosevorrichtung für Spannungsversorgungseinrich­ tungen (N1 . . Nn) eines elektrotechnischen Gerätes, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsversorgungseinrich­ tungen (N1 . . Nn)
  • - Funktionselemente (CW) zur Fehleranalyse enthalten,
  • - eine Datenschnittstelle (CAN) enthalten, in die die Feh­ leranalysedaten einschreibbar sind, und
  • - über die Datenschnittstelle (CAN) mit einer Ferndiagnose­ einheit (DM) gekoppelt sind.
2. Ferndiagnosevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Datenschnittstelle (CAN) eine Notstromversorgung (UN) zugeordnet ist, die bei Ausfall der Spannungsversorgungseinrichtung (N1 . . Nn) eine sichere Über­ tragung der Fehleranalysedaten an die Ferndiagnoseeinheit (DM) gewährleistet.
3. Ferndiagnosevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehleranalysedaten mittels eines Bussystems (CANBUS) mit seriellem Kommunikati­ onsprotokoll übertragbar sind.
4. Ferndiagnosevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Datenschnitt­ stelle (CAN) der Spannungsversorgungseinrichtung (N1 . . Nn) Zu­ standsinformationen der Spannungsversorgungseinrichtung (N1 . . Nn) hinterlegbar sind, die bei Bedarf abrufbar sind.
5. Ferndiagnosevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, die bei einem Ausfall einer Spannungsversorgungseinrichtung (N1 . . Nn) das Senden der Fehleranalysedaten an die Ferndiagno­ seeinheit (DM) veranlassen.
6. Verfahren zur Ferndiagnose von Spannungsversorgungsein­ richtungen (N1 . . Nn) eines elektrotechnischen Gerätes, da­ durch gekennzeichnet, daß in den Spannungsversor­ gungseinrichtungen (N1 . . Nn) enthaltene Funktionselemente (CW) zur Fehleranalyse in eine Datenschnittstelle (CAN) des Gerä­ tes Fehleranalysedaten einschreiben und die Datenschnittstel­ le (CAN) die Fehleranalysedaten zu einer Ferndiagnoseeinheit (DM) überträgt.
7. Verfahren zur Ferndiagnose nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenschnittstelle (CAN) für den Fall, daß ein Ausfall der Spannungsversorgungseinrichtung (N1 . . Nn) auftritt, von einer Notstromversorgung (UN) die be­ nötigte Energie zur sicheren Übertragung der Fehleranalyseda­ ten an die Ferndiagnoseeinheit (DM) erhält.
8. Verfahren zur Ferndiagnose nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehleranalyseda­ ten mittels eines Bussystems (CANBUS) mit seriellem Kommuni­ kationsprotokoll von der Datenschnittstelle (CAN) zur Fern­ diagnoseeinheit (DM) übertragen werden.
9. Verwendung der Ferndiagnosevorrichtung oder des Verfah­ rens zur Ferndiagnose in einem elektrografischen Druck- oder Kopiergerät.
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