DE19534262A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines FM-Freuqenzhubs - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Messung eines FM-FreuqenzhubsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine dieses verwendende Vorrichtung
zur Messung des Frequenzhubs eines FM-Signals, das von einem Sender ausgegeben wird.
Genauer bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung des
FM-Frequenzhubs, bei denen unter Einsatz einer digitalen Signalverarbeitungstechnik thermische
Eigenschaften und zeitbedingte Änderungseigenschaften verbessert sind.
Ein Augenblicks-Träger ist beispielsweise durch die Formel
Vc=A sin (2πfst)
gegeben, wobei A die Amplitude des Trägers und fs seine Augenblicksfrequenz sind. Wenn die
Mittenfrequenz des Träger fc ist und die Frequenz eines Basisband-Modulationssignals (z. B.
eines Sprachsignals) fa ist, dann ist die Augenblicksfrequenz fs gegeben durch:
fs=fc+Δfc sin (2πfat)
wobei Δfc als von dem Modulationssignal hervorgerufener Frequenzhub bezeichnet wird.
Eine herkömmliche Vorrichtung zur Messung des FM-Frequenzhubs ist gemäß Darstellung in
Fig. 1 als analoge Schaltung aufgebaut. Ein RF-Signal SRF (ein radio- oder hochfrequentes
Signal), das einem Eingangsanschluß IN von einem FM-Sender geliefert wird, wird mit einem
Überlagerungssignal von einem Überlagerungsoszillator 12 in einen Mischer 11 gemischt, und
nur eine Differenzkomponente zwischen den beiden Signalen, das heißt ein Zwischenfrequenz-
(ZF)-Signal SIF wird selektiv ausgegeben. Das ZF-Signal SIF wird von einem ZF-Verstärker/
Filterteil 13 verstärkt und von einem FM-Demodulator 14 zum Erhalt eines demodulierten
Signals e(t) in eine der Frequenz entsprechende Spannung umgesetzt (F/V-Umsetzung). Durch
Messen des positiven Spitzenwerts und des negativen Spitzenwerts des demodulierten Signals
e(t) über eine vorbestimmte Zeitspanne unter Verwendung eines Digitalvoltmeters 15 erhält man
einen positiven Frequenzhub-Spitzenwert P+ und einen negativen Frequenzhub-Spitzenwert P-,
aus denen dann als Frequenzhub Δfc der Mittelwert (P++P-)/2 ermittelt werden kann. Bei
einer herkömmlichen FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung mit analogem Schaltungsaufbau enthält
der FM-Demodulator 14 Induktivitäten, Kapazitäten, Widerstände, Dioden, etc. wie in einer CR-
Differentialschaltung (HPF) oder Foster-Seely-Schaltung. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß die
F/V-Umsetzungskennlinie abhängig von Änderungen der Umgebungstemperatur und Änderungen
der Komponenten mit der Zeit variiert, so daß auch der gemessene Wert des Frequenzhubs
variiert.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Messung eines FM-Frequenzhubs zu schaffen, die hinsichtlich des Temperaturverhaltens und
des Einflusses zeitbedingter bzw. alterungsbedingter Änderungen verbessert sind.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein FM-Eingangssignal V(t) mittels
einer A/D-Umsetzungseinrichtung in ein digitales Signal umgesetzt, durch eine Quadraturdetektoreinrichtung
eine Berechnung zum Erhalt einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-
Komponente (90° phasenverschobenen Komponente) Q des FM-Eingangssignals V(t) durch
geführt, mittels einer Phasen-Berechnungseinrichtung die Augenblicksphase Θ des FM-
Eingangssignals V(t) anhand der Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q
berechnet, zeitserielle Werte der Augenblicksphase Θ mittels einer Differential-Berechnungseinrichtung
zur Berechnung der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals des FM-
Eingangssignals V(t) differenziert und dann der Maximalwert des Frequenzhubs aus der Augenblicksfrequenz
fa(t) des modulierten Signals erhalten.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird, statt die Phasen-Berechnungseinrichtung
und die Differential-Berechnungseinrichtung vorzusehen, die Augenblicksfrequenz
fa(t) des modulierten Signals des FM-Eingangssignals V(t) anhand der Inphasen-Komponente I
und der Quadratur-Komponente Q sowie ihrer Änderungsraten (dl/dt und dQ/dt) berechnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Blockdiagramm einer bekannten FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung mit analoger
Schaltung,
Fig. 2 ein Blockdiagramm eines Ausführungsbeispiels einer Frequenzhub-Meßvorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3A ein Beispiel eines Frequenzspektrums eines Eingangssignals zu einem A/D-Umsetzer
17 ohne TPF 16 in Fig. 2,
Fig. 3B ein Beispiel eines Frequenzspektrums eines Ausgangssignals von dem A/D-Umsetzer
17 ohne TPF 16 in Fig. 2,
Fig. 4A ein Beispiel eines Frequenzbandes eines Eingangssignals zu einem Quadratur-Detektorteil
19 in Fig. 2,
Fig. 4B ein Beispiel jeweils des Summenfrequenzbandes und des Differenzfrequenzbandes
zwischen einem Zwischenfrequenzband FIF, von dem Quadratur-Detektorteil 19 in Fig. 2
erzeugt, und einer Referenzfrequenz fm,
Fig. 4C ein Basisband, erhalten durch Entfernen des Summenfrequenzbandes in dem Quadratur-
Detektorteil 19 von Fig. 2,
Fig. 5 eine Wellenform einer Augenblicksfrequenz des modulierten Signals fa(t),
Fig. 6A den Zusammenhang zwischen fa(t) und Abtastzeitpunkten im einzelnen,
Fig. 6B ein Beispiel eines Frequenzbandes von fa(t),
Fig. 6C ein Beispiel je des Summenfrequenzbandes und des Differenzfrequenzbandes
zwischen fa(t), in dem Quadratur-Detektorteil 27 von Fig. 2 erzeugt, und einer Referenzfrequenz
f₀,
Fig. 7 eine Ausgangswellenform eines Hüllkurven-Berechnungsteils 18 in Fig. 2, und
Fig. 8 Beispiele eingegebener und interner Frequenzbänder des Quadratur-Detektorteils 19
für die Fälle fsp=2fm, 3fm, 5fm bzw. 6fm des Zusammenhangs zwischen einer
Abtastfrequenz fsp und einer Mittenfrequenz fm eines FM-Eingangssignals V(t) in Fig. 2.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert.
In Fig. 2 sind Teile, die solchen in Fig. 1 entsprechen, mit gleichen Bezugszahlen versehen. Die
Vorrichtung der vorliegenden Erfindung dient der Messung des Frequenzhubs eines FM-Signals,
wobei ein Eingangsanschluß IN beispielsweise mit einem Antennenanschluß eines Senders über
ein Koaxialkabel zur Eingabe eines zu messenden FM-Signals SRF verbunden ist. Wie in Verbindung
mit Fig. 1 erläutert, wird das Eingangssignal SRF einem Mischer 11 geliefert und hier mit
einem Überlagerungssignal der Frequenz fL von einem Überlagerungsoszillator 12 gemischt. Die
Differenzfrequenzkomponente wird als FM-ZF-Signal SIF ausgegeben. Das Signal SIF wird mittels
eines Tiefpaßfilters (TPF) 16 zum Anti-Aliasing band-begrenzt und wird zu einem FM-Eingangssignal
V(t), welches einem A/D-Umsetzer 17 eingegeben wird. Hier wird es mit der Abtastfrequenz
fsp von einem Oszillator 18 abgetastet und ein digitales Signal umgesetzt.
Wenn das FM-ZF-Signal SIF mit der Abtastfrequenz fsp A/D-umgesetzt wird, werden Summenkomponenten
und Differenzkomponenten zwischen dem ganzzahligen Vielfachen der Abtastfrequenz
fsp und einer Frequenzkomponente Xa des Signals SIF, das heißt, fsp±Xa, 2fsp±Xa,
3fsp±Xa, . . . erzeugt, wie in dem Fall, wo das Signal SIF mit einem Signal der Frequenz fsp
gemischt wird. Die Abtastfrequenz fsp ist nach Maßgabe des Abtasttheorems so gewählt, daß
sie über dem Doppelten der Frequenz des Signals SIF liegt. Wenn jedoch, wie in Fig. 3A gezeigt,
eine Rauschkomponente Na eines über der Nyquistfrequenz fN=fsp/2 liegenden Frequenzspektrums
in dem Signal SIF enthalten ist, dann kann das Frequenzspektrum des A/D-umgesetzten
digitalen Signals, das heißt eines diskreten Zeitsignals V(nT) (T ist die Abtastperiode, n ist die
laufende Abtastnummer und nachfolgend ist t=nT) nicht exakt gemessen werden, da gemäß
Darstellung in Fig. 3B fsp-Xa, 2fsp-Xa, 3fsp-Xa, . . . mit Xa, fsp+Xa bzw. 2fsp+Xa, . . ., überlappt
ist. Diese Überlappung wird als "Aliasing" bezeichnet. Zur Ausschaltung dieses Aliasing erfolgt
eine Bandbegrenzung zur Unterdrückung von Frequenzkomponenten oberhalb der Nyquistfrequenz
fN in dem Tiefpaßfilter 16. In diesem Sinn wird das Tiefpaßfilter 16 manchmal als Anti-
Aliasing-Tiefpaßfilter bezeichnet.
Das A/D-umgesetzte FM-Eingangssignal V(t) wird dem Quadratur-Detektorteil 19 zur Berechnung
seiner Inphase-Komponente I und Quadratur-Komponente Q durch eine sogenannte
"Quadraturdetektion" eingegeben. Eine dieser zueinander orthogonalen Komponenten I und Q
ist eine Hilbert-Transformation der anderen, und I und Q werden als Hilbert-Transformationspaar
bezeichnet. Die Produkte Ib und Qb zwischen dem FM-Eingangssignal V(t) (Fig. 4A) der
Zwischenfrequenz, deren Mittenfrequenz eine vorbestimmte feste Frequenz fm ist, und den
Referenzsignalen cos(2πfmt) bzw. sin(2πfmt) erhält man aus den folgenden Gleichungen:
Ib=V(t)cos(2πfmt) (1)
Qb=V(t)sin(2πfmt) (2)
Diese Signale Ib und Qb enthalten, wie in Fig. 4B gezeigt, die Differenzfrequenzkomponente B1
(das heißt FIF-fm) und die Summenfrequenzkomponente B2 (das heißt FIF+fm) zwischen dem
Frequenzband FIF (Zwischenfrequenzband) und der Mittenfrequenz fm). Jedes der Signale Ib und
Qb wird gefiltert, damit nur die Differenzfrequenzkomponente B1 übrigbleibt, wie in Fig. 4C
gezeigt, womit man die Inphasen-Komponente I und die Quadratur-Komponente Q erhält, die
zueinander orthogonal sind. In diesem Fall ist die Mittenfrequenz der Differenzfrequenzkomponente
0 Hz. Das heißt, die Mittenfrequenz des Hilbert-Transformationspaares I und Q ist 0 Hz.
Nebenbei bemerkt zeigen die Fig. 4A, 4B und 4C Beispiele, wo die ZF-Mittenfrequenz fm auf
252 kHz und die Abtastfrequenz fsp auf fsp=4fm=1008 kHz gesetzt sind.
Das Hilbert-Transformationspaar I und Q wird einem Phasen-Berechnungsteil 20 eingegeben,
und die Augenblicksphase Θ(t) anhand folgender Gleichung berechnet:
Θ(t)=tan-1 (Q/I) (3)
Die zeitseriellen Werte (Daten) der Augenblicksphase Θ(t) werden dem Differential-Berechnungsteil
21 eingegeben, und die Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals des FM-Eingangssignals
V(t) wird aus nachstehender Gleichung berechnet:
Die Frequenz fa(t) ist in Fig. 5 beispielhaft in analoger Form dargestellt. Die erhaltene fa(t) wird
dem Frequenzhub-Berechnungsteil 25 zum Erhalt eines positiven Spitzenwerts P+ und eines
negativen Spitzenwerts P- (Absolutwert) während einer konstanten Zeitspanne TM der Augenblicksfrequenz
fa(t) des modulierten Signals eingegeben, und der Mittelwert (P++P-)/2 wird
als Frequenzhub Δfc gewonnen und kann an einem Anzeigeteil 26 angezeigt werden.
Wie in Fig. 2 gestrichelt gezeigt, kann anstelle des Phasen-Berechnungsteils 20 und des Differential-
Berechnungsteils 21 ein Augenblicksfrequenz-Berechnungsteil 30 vorgesehen werden,
um direkt die Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals aus dem Hilbert-Transformationspaar
I und Q nach folgender Gleichung zu berechnen:
fa(t)=(IdQ/dt-QdI/dt)/{2π(I²+Q²)} (5)
Der Beweis für die Gleichung (5) ist wie folgt:
fa(t)=(1/2π)dΘ/dt (6)
Θ(t)=tan-1(Q/I) (7)
Setzt man Q/I=z, wird aus den Gleichungen (6) und (7):
Θ(t)=tan-1z (8)
fa(t)=(1/2π)dΘ/dt=(1/2π)(dΘ/dz)(dz/dt) (9)
wobei
dΘ/dz=d(tan-1z)/dz=1/(1+z²)=I²/(I²+Q²) (10)
(1/2π)dz/dt=(1/2π)d(Q/I)/dt=(IdQ/dt-QdI/dt)/(2πI²) (11)
Setzt man Gleichungen (10) und (11) in Gleichung (9) ein, ergibt sich die Gleichung (5):
fa(t)={I²/(I²+Q²)}(IdQ/dt-QdI/dt)/(2πI²)
=(IdQ/dt-QdI/dt)/{2π(I²+Q²)}
Wenn die Augenblicksfrequenz fa
(t) des modulierten Signals direkt anhand von Gleichung (5)
berechnet wird, ergibt sich der Vorteil, daß die Rechenzeit verglichen mit dem Fall der Verwendung
der Gleichungen (3) und (4) deutlich reduziert werden kann, da die Berechnung von tan-1
(Q/I), die viele Operationsschritte erfordert, nicht nötig ist.
Wie oben beschrieben, basiert die vorliegende Erfindung auf der Erkenntnis, daß die Augenblicksfrequenz
fa(t) des modulierten Signals anhand derGleichungen (3), (4) oder (5) aus der
Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q gewonnen werden kann, die durch
die Schritte des A/D-Umsetzens eines FM-Eingangssignals und Quadraturdetektion des digitalen
Signals unter Verwendung eines Referenzsignals der gleichen Frequenz wie die Mittenfrequenz
fm der Zwischenfrequenz erhalten werden. Die auf diesem Prinzip beruhende Vorrichtung liefert
einen stabilen Betrieb mit geringerem Enfluß von Temperaturänderungen, da der analoge FM-
Demodulator 14 von Fig. 14 nicht verwendet wird.
Zur Untersuchung der Eigenschaften eines Senders wird bei tatsächlichen Messungen oft nicht
nur der Frequenzhub, sondern auch ein Trägerfrequenzfehler gemessen. Daher ist dieses
Ausführungsbeispiel in unten beschriebener Weise ausgestaltet, so daß der Trägerfrequenzfehler
εf ermittelt werden kann.
Die zeitseriellen Werte der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals von dem Differential-
Berechnungsteil 21 oder dem Augenblicksfrequenz-Berechnungsteils 30 werden einem
Frequenzfehler-Detektorteil 22 eingegeben, worin ein Verschiebungsbetrag der Trägerfrequenz
ermittelt wird. Anders ausgedrückt, der Frequenzfehler-Detektorteil 22 integriert gemäß nachfolgender
Gleichung (12) die Augenblicksfrequenz des modulierten Signals für eine Zeitspanne
W, die sehr viel länger ist als die Periode eines Modulationssignals (z. B. eine Tonlagenperiode
eines Sprachsignals), beispielsweise etwa 10mal soviel.
Dieser integrierte Wert ΔF wird von dem Frequenzfehler εf des Trägers des eingegebenen ZF-
Signals SIF verursacht. Da die Frequenzgenauigkeit des Überlagerungsoszillators 12 im allgemeinen
gut genug ist, ist der Trägerfrequenzfehler εf des ZF-Signals SIF gleich dem Trägerfrequenzfehler
des in den Mischer 11 eingegebenen RF-Signals. Daher erhält man εf durch die folgende
Gleichung:
εf=ΔF/W (13)
Dieser Meßwert wird an den Anzeigeteil 26 geliefert und zusammen mit dem Frequenzhub Δfc
angezeigt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Schalter SW vorgesehen, und die Augenblicksfrequenz
fa(t) des modulierten Signals gelangt durch Betätigen des Schalters SW wenn das Modulationssignal
ein Sprachsignal ist, an ein Deemphasisteil 23. Dann kann der Spitzenwert auch nach
Entfernen einer Preemphasis erhalten werden, der das Signal fa(t) unterzogen wurde. Anders
ausgedrückt, wenn ein Träger zur Übertragung mittels eines Sprachsignals frequenzmoduliert
wird, wird das ursprüngliche Basisbandsignal vor Umsetzung zu einem RF-Signal SRF oder einem
ZF-Signal SIF einer Preemphasis unterzogen, so daß höhere Frequenzkomponenten in dem Signal
hervorgehoben werden. Das RF-Signal, dessen Träger mit diesem Basisbandsignal frequenzmoduliert
wurde, wird dem Anschluß IN geliefert. Durch F/V-Umsetzen, wie ein FM-Empfänger, der
Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals von dem Differential-Berechnungsteil 21 zum
Erhalt des demodulierten ursprünglichen Basisbandsignals und durch Durchleiten dieses Signals
durch eine Deemphasis-Schaltung mit einem gegenüber der Preemphasis-Schaltung entgegengesetzten
Frequenzgang kann der flache Frequenzgang des Basisbandsignals wiedergewonnen
werden. Bei der Vorrichtung dieser Ausführungsform wird die Augenblicksfrequenz fa(t) des
modulierten Signals über den Schalter SW in den Deemphasisteil 23 eingegeben und nach
Maßgabe der Deemphasis-Kennlinie gewichtet, um den Einfluß der Preemphasis zu entfernen.
Das Ausgangssignal des Deemphasisteils wird einem Bandpaßfilter (BPF) 24 eingegeben, das als
ein digitales Filter ausgebildet ist, um Rauschkomponenten zu entfernen und die höherfrequente
Seite auf beispielsweise 3 kHz, 15 kHz, etc. zu begrenzen. Das Ausgangssignal fa(t) des Bandpaßfilters
24 wird einem Frequenzhub-Berechnungsteil 25 zur Berechnung des positiven Spitzenwerts
P+ und des negativen Spitzenwerts P- (Absolutwert) eingegeben. Das Mittel des positiven
und des negativen Spitzenwerts (P++P-)/2 wird als Frequenzhub ausgegeben. Dem
Frequenzhub entsprechende Daten werden dem Anzeigeteil 26 eingegeben und an einem Sichtschirm
angezeigt.
Der Frequenzfehler-Berechnungsteil 22, der Deemphasisteil 23 und das Bandpaßfilter 24 können
bei Bedarf entfallen.
Die Wellenform von fa(t) in Fig. 5 entspricht einer Spannungswellenform des Modulationssignals,
wenn man sich auf der Ordinate statt der Frequenz die Spannung aufgetragen denkt. Wenn das
Modulationssignal ein Sprachsignal ist, ändert sich der Hub von fa(t). Wie in Fig. 5 gezeigt,
ändert sich daher die Hüllkurve der Spitzenwerte der Augenblicksfrequenz. Da der digitale Wert
der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals fa(t), der sich aus den Gleichungen (4) oder
(5) ergibt, ein Wert jeweils für eine Abtastperiode T=1/fsp ist, kann, wenn die Abtastfrequenz
fsp verglichen mit der Schwankung von fa(t) hoch genug ist, jeder Spitzenwert der Frequenzhübe
erfaßt werden. Wenn jedoch die Abtastperiode T länger ist, kann der Abtastzeitpunkt
deutlich gegenüber der Spitzenposition verschoben sein, wie durch Punkte auf der Wellenform
von fa(t) in Fig. 6A dargestellt. In diesem Fall kann der Frequenzhub nicht genau gemessen
werden. Wenn in diesem Fall die Wellenform von fa(t) als eine oszillierende Spannungswellenform
angenommen wird und fa(t) quadratur-detektiert wird und die Quadratwurzel der Summe
der Quadrate der Inphase-Komponente IF und der Quadratur-Komponente QF ermittelt wird,
kann die Hüllkurve der Spitzenwerte der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals
erhalten werden. Selbst wenn also der Abtastzeitpunkt nicht mit der Frequenzspitzenposition
zusammenfällt, tritt kein großer Fehler auf. Das heißt, der Spitzenwert kann unter der Annahme,
daß der Amplitude der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals konstant ist, wie folgt
erhalten werden.
Die Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals von dem Differential-Berechnungsteil 21
oder dem Augenblicksfrequenz-Berechnungsteil 30 wird in einem zweiten Quadratur-Detektorteil
27 quadratur-detektiert, das heißt es werden die Inphasen-Komponente IF und die Quadratur-
Komponente QF als ein Hilbert-Transformationspaar ermittelt. Zuerst werden das Produkt der I₀
der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals mit dem Referenzsignal cos(2πf₀t) und
das Produkt Q₀ von fa(t) mit dem Referenzsignal sin(2πf₀t) gebildet:
I₀=fa(t)cos(2πf₀t) (14)
Q₀=fa(t)sin(2πf₀t) (15)
Nimmt man an, daß fa(t) ein Signal einer einzigen Frequenz ist, würde das Signal mit zwei
zueinander orthoghonalen Referenzsignalen cos(2πf₀t) und sin(2πf₀t) quadratur-detektiert zum
Erhalt der Inphasen-Komponente IF und der Quadratur-Komponente QF, wonach man
(IF²+QF²)1/2 erhalten würde. Da dies das gleiche wie die Amplitude (Hüllkurve) von fa(t) ist,
kann der Maximalwert von fa(t) unabhängig von dem Abtastzeitpunkt erhalten werden. Wenn
daher fa(t) gemäß nachstehender Formel in eine Fourier-Reihe zerlegt wird,
gilt das gleiche wie oben für die Komponente xicos(2πifat) jeder Frequenz i · fa. Dabei ist k ein
Wert, der von der oberen Grenze des Durchlaßbandes bestimmt wird, auf das das Signal V(t)
begrenzt wurde. Die i-te Frequenzkomponente wird beispielsweise von fai(t) repräsentiert, und
die folgenden Vereinbarungen getroffen:
fai(t)=xicos(2πifat)=xicosαi (17)
2πf₀t=β (18)
Zum Erhalt des Hilbert-Transformationspaares IFi und QFi für die i-te Termkomponente fai(t) in
der Gleichung (17) ergeben sich das Produkt von fai(t) mit dem Referenzsignal cos(2πf₀t) und
das Produkt von fai(t) mit dem Referenzsignal sin(2πf₀t) wie folgt:
IOi=fai(t)cos(2πf₀t)=xicosαicosβ
=xi{cos(αi+β)+cos(αi-β)} (19)
Q0i=fai(t)sin(2πf₀t)=xicosαisinβ
=xi{sin(αi+β)-sin(αi-β)} (20)
=xi{sin(αi+β)-sin(αi-β)} (20)
Die Differenzkomponenten xicos(αi-β) und xisin(αi-β) in den Gleichungen (19) und (20) können
als das Hilbert-Transformationspaar IFi und QFi erhalten werden. Übrigens sind die Summe der
Inphase-Komponenten IF1+IF2 . . . +IFk und die Summe der Quadratur-Komponenten QF1+QF2 . . . +QFk
der jeweiligen Frequenzkomponenten des Signals fa(t) gleich der Inphasen-
Komponente IF bzw. der Quadratur-Komponente QF, das heißt es gelten die folgenden Gleichungen:
Dies bedeutet, daß die Gleichungen (21) und (22) gleich den Gleichungen (14) bzw. (15) sind
und also die Hüllkurve von fa(t) dadurch erhalten werden kann, daß man I₀ und Q₀ anhand der
Gleichungen (14) und (15) ermittelt und diese zum Erhalt des Hilbert-Transformationspaares IF
und QF filtriert, und dann (IF²+QF²)1/2 berechnet. Da jedoch, wie in Fig. 6A gezeigt, fa(t) von 0 Hz
aus in positiver und in negativer Richtung auslenkt, ist das Frequenzband auf 0 Hz zentriert,
wie beispielsweise in Fig. 6B gezeigt. Wenn fa(t), wie oben beschrieben, weiter mit der Sinuswelle
der Frequenz f₀ quadratur-detektiert wird, werden die Summenkomponenten und die
Differenzkomponenten zwischen den Frequenzen αi und β erzeugt, wie in den Gleichungen (19)
und (20). Dies sind die Spektren, zu denen fa(t) in positiver und negativer Richtung durch f₀
verschoben wird, wie in Fig. 6C gezeigt. Was daher die Berechnungsergebnisse I₀ und Q₀ der
Gleichungen (14) und (15) angeht, führt der Quadratur-Detektorteil 27 einen Filterungsprozeß
an I₀ und Q₀ aus, so daß nur die Summenkomponente oder die Differenzkomponente entnommen
und als das Hilbert-Transformationspaar ausgegeben wird. Ein Hüllkurven-Berechnungsteil
28 berechnet die Gleichung (23) zum Erhalt von
En(t)=(IF²+QF²)1/2 (23)
als einen Abtastwert En(nT) für jeden Abtastzeitpunkt (Periode T=1/fsp) der Hüllkurve der
Augenblicksfrequenz des modulierten Signals fa(t). Nebenbei bemerkt kann für die Referenzfrequenz
f₀ ein beliebiger Wert gewählt werden, jedoch ist f₀=fsp/4 günstig. Da die Phase 2πf₀t
des Kosinus und des Sinus in den Gleichungen (14) und (15) für jede Abtastperiode T=1/fsp
um 90° zunimmt und sowohl der Kosinus als auch der Sinus einen der Werte 0, 1 und -1
annimmt, werden die Berechnungen der Gleichungen (14) und (15) vereinfacht. Fig. 6C zeigt
den Fall von f₀=fsp/4=63 kHz.
Die Abtastwerte der Hüllkurve En(nT) werden dem zweiten Frequenzhub-Berechnungsteil 29 zur
Feststellung des Maximalwerts P während jeder vorbestimmten Periode TM eingegeben, die
ausreichend länger ist als die Schwankungsbreite der Hüllkurve En(nT). Wenn eine genauere
Messung nötig ist, wird der maximale Hüllkurvenwert zwischen Abtastzeitpunkten des Zeitintervalls
T als der Maximalwert des Frequenzhubs durch eine Interpolation oder funktionale
Näherung von dem ermittelten Maximalwert P und den benachbarten Abtastwerten gewonnen
und an den Anzeigeteil 26 geliefert. In diesem Fall ist daher der Frequenzhub-Berechnungsteil
25 nicht erforderlich.
Bei der tatsächlichen Messung wird ein Träger mit einem Signal einer konstanten Frequenz und
einer konstanten Amplitude im Bereich von z. B. 1 bis 10 kHz anstelle eines Sprachsignals
moduliert. Der Frequenzhub dieses modulierten Trägers wird oft gemessen. Da in diesem Fall
die Schwankungsbreite der Augenblicksfrequenz fa(t) in positive und negative Richtung konstant
ist, und die Werte P+ und P- betragen, kann der Mittelwert der Hüllkurvenabtastwerte En(nT),
der sich aus Gleichung (24) innerhalb der vorbestimmten Zeitperiode (könnte kürzer sein als TM)
ergibt, als der Frequenzhub verwendet werden.
Der zweite Quadratur-Detektorteil 27, der Hüllkurven-Berechnungsteil 28 und der Spitzenhub-
Berechnungsteil 29 können bei einer einfachen Vorrichtung entfallen.
Gemäß der obigen Beschreibung ist es günstig, die Abtastfrequenz fsp auf das Vierfache der
Mittenfrequenz fm des FM-Eingangssignals V(t) zu setzen, wie dies bei den in den Fig. 4A, 4B
und 4C gezeigten Beispielen der Fall ist. Der Grund dafür wird nachfolgend beschrieben.
Das Abtasttheorem fordert, daß die Abtastfrequenz höher als das Doppelte der maximalen
Frequenz eines Eingangssignals V(t) gesetzt wird. Im Fall von fsp=2fm muß, da Komponenten
oberhalb der Nyquist-Frequenz fN=fsp/2 in dem Frequenzband (Zwischenfrequenzband) FIF des
Eingangssignals V(t) enthalten sind, wie in Reihe A von Fig. 8 gezeigt, fsp zu fsp<2fm gesetzt
werden.
Wie in Reihe B-1 von Fig. 8 gezeigt, ist das Frequenzband FIF des Eingangssignals V(t) niedriger
als die Nyquist-Frequenz fN. Ib und Qb der Gleichungen (1) und (2), die durch die Signalverarbeitung
des Quadratur-Detektorteils 19 erhalten werden, enthalten ein Frequenzband B1 der Differenzfrequenz
(FIF-fm), ein Frequenzband B2 der Summenfrequenz (FIF+fm) und ein Frequenzband
B3 von -(FIF+Fm) (Reihe B-2 von Fig. 8). Da B2 und B3 die positive bzw. die negative
Nyquist-Frequenz fN bzw. -fN überschreiten, werden die diskreten Daten von Ib und Qb zu fN
und -fN gefaltet, wodurch Aliasing-Komponenten B2′ bzw. B3′ erzeugt werden. Die Mittenfrequenzen
der Aliasing-Komponenten B2′ und B3′ sind ±fsp/3. In der Fällen der Fig. 4A, 4B und
4C wo fsp=4fm eingestellt ist, sind die Mittenfrequenzen der Frequenzbänder B2 und B3 von
±(FIF+fm)±fsp/2, womit der Frequenzabstand zwischen B1 und B2 oder B3 größer ist als im
Fall (B). Daher erfordert die Filterung zur Trennung von B1 und B2′ oder B3′ einen Filterungsprozeß
höherer Ordnung, das heißt einen komplexen Prozeß aufgrund des verringerten
Frequenzabstands verglichen mit dem Filterungsprozeß im Fall der Fig. 4A, 4B und 4C, wo fsp=4fm
gesetzt ist.
Das in Reihe C-1 von Fig. 8 gezeigte ZF-Band FIF ist das Frequenzband B2 der Summenfrequenz,
dessen Mittenfrequenz 2fsp/5 beträgt, wie in Reihe C-2 von Fig. 8. In diesem Fall ist der
Trennungsabstand zwischen B1 und B2 kleiner als in den Fällen der Fig. 4A, 4B und 4C, wo fsp=4fm
beträgt, so daß der Filterungsprozeß zur Trennung komplexer wird.
Das in Reihe D-1 von Fig. 8 gezeichnete ZF-Band FIF ist das Frequenzband B2 der Summenfrequenz,
dessen Mittenfrequenz fsp/3 beträgt, wie in Reihe D-2 von Fig. 8. In diesem Fall hat B2
die Mittenfrequenz der Aliasing-Komponente B2′ des Falles (B), auch hier ist deshalb der Filterungsprozeß
zur Trennung des Differenzfrequenzbandes B1 von dem Summenfrequenzband B2
komplex.
Wie oben erwähnt, ist in den Fällen der Fig. 4A, 4B und 4C, wo fsp=4fm gesetzt ist, der
Abstand zwischen dem Differenzfrequenzband B1 und dem Summenfrequenzband B2 größer als
in den anderen Fällen. Daher ist der Filterungsprozeß zum Trennen dieser Frequenzbänder
einfach. Darüber hinaus kann die Breite des Frequenzbandes B1 des Signals V(t) breiter gemacht
werden. Im Gegensatz kann eine niedrigere Abtastfrequenz fsp gewählt werden, womit
verschiedene digitale Verarbeitungen einfach werden.
Übrigens kann die zuvor erwähnte digitale Signalverarbeitung nach dem A/D-Umsetzer 17
mittels eines DSP (digitalen Signalprozessors) implementiert werden.
Wie oben erläutert, führt eine analoge FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung eine FM-Demodulation
mittels einer analogen Schaltung aus, die L-, C-, R-Komponenten und Halbleiterkomponenten
enthält. Daher besteht ein Nachteil, daß der Meßwert des Frequenzhubs entsprechend dem
thermischen Verhalten und zeitlicher Änderungen dieser Komponenten variiert. Weil andererseits
die FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung der vorliegenden Erfindung eine A/D-Umsetzung und eine
digitale Verarbeitung (das heißt einen Rechenprozeß) zum Erhalt des Frequenzhubs ausführt,
wird die Vorrichtung nicht von den Eigenschaftsänderungen der Komponenten beeinflußt und
kann das thermische Verhalten und das zeitabhängige (alterungsbedingte) Verhalten deutlich
verbessern.
Da die FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung der vorliegenden Erfindung ein digitales System ist,
kann sie als LSI-Schaltung ausgeführt werden, so daß die Vorrichtung beachtliche Vorteile
kompakter Größe und geringen Gewichts bietet.
Claims (18)
1. FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung, umfassend:
eine A/D-Umsetzeinrichtung (17) zum Umsetzen eines FM-Eingangssignals zu einem digitalen Signal,
eine Quadratur-Detektoreinrichtung (19) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals anhand des digitalen Signals,
eine Phasen-Berechnungseinrichtung (20) zur Berechnung einer Augenblicksphase Θ(t)=tan-1(Q/I) des FM-Eingangssignals aus der Inphasen-Komponente I und der Quadratur- Komponente Q,
eine Differential-Berechnungseinrichtung (21) zur Berechnung einer Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals des FM-Eingangssignals durch Differenzieren zeitserieller Daten der Augenblicksphase Θ(t), und
eine Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (25; 27, 28, 29) zum Erhalt der Frequenzschwankungsbreite von der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
eine A/D-Umsetzeinrichtung (17) zum Umsetzen eines FM-Eingangssignals zu einem digitalen Signal,
eine Quadratur-Detektoreinrichtung (19) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals anhand des digitalen Signals,
eine Phasen-Berechnungseinrichtung (20) zur Berechnung einer Augenblicksphase Θ(t)=tan-1(Q/I) des FM-Eingangssignals aus der Inphasen-Komponente I und der Quadratur- Komponente Q,
eine Differential-Berechnungseinrichtung (21) zur Berechnung einer Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals des FM-Eingangssignals durch Differenzieren zeitserieller Daten der Augenblicksphase Θ(t), und
eine Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (25; 27, 28, 29) zum Erhalt der Frequenzschwankungsbreite von der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
2. FM-Frequenzhub-Meßvorrichtung, umfassend:
eine A/D-Umsetzeinrichtung (17) zum Umsetzen eines FM-Eingangssignals zu einem digitalen Signal,
eine Quadratur-Detektoreinrichtung (19) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals anhand des digitalen Signals,
eine Einrichtung (30) zum Erhalt von Differentialen nach der Zeit t, dI/dt und dQ/dt, der Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q zur Berechnung einer Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals nach der Formel fa(t)=(IdQ/dt-QdI/dt)/{2π(I²+Q²)}, undeine Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (25; 27, 28, 29) zum Erhalt der Frequenzschwankungsbreite aus der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
eine A/D-Umsetzeinrichtung (17) zum Umsetzen eines FM-Eingangssignals zu einem digitalen Signal,
eine Quadratur-Detektoreinrichtung (19) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals anhand des digitalen Signals,
eine Einrichtung (30) zum Erhalt von Differentialen nach der Zeit t, dI/dt und dQ/dt, der Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q zur Berechnung einer Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals nach der Formel fa(t)=(IdQ/dt-QdI/dt)/{2π(I²+Q²)}, undeine Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (25; 27, 28, 29) zum Erhalt der Frequenzschwankungsbreite aus der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzhub-
Berechnungseinrichtung (25) eine Einrichtung zum Erhalt eines positiven Spitzenwerts und
eines negativen Spitzenwerts der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals und zur
Berechnung des Mittelwerts dieser Werte als den Frequenzhub ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzhub-
Berechnungseinrichtung (27, 28, 29) umfaßt:
eine I/Q-Berechnungseinrichtung (27) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente IF und einer Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals,
eine Hüllkurven-Berechnungseinrichtung (28) zur Berechnung einer Hüllkurve En(t)=(IF²+QF²)1/2 der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals aus der Inphasen-Komponente IF und der Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals, und
eine Einrichtung (29) zum Erhalt des maximalen Frequenzhubs aus der Hüllkurve.
eine I/Q-Berechnungseinrichtung (27) zur Berechnung einer Inphasen-Komponente IF und einer Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals,
eine Hüllkurven-Berechnungseinrichtung (28) zur Berechnung einer Hüllkurve En(t)=(IF²+QF²)1/2 der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals aus der Inphasen-Komponente IF und der Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals, und
eine Einrichtung (29) zum Erhalt des maximalen Frequenzhubs aus der Hüllkurve.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (29)
zum Erhalt des maximalen Frequenzhubs enthält:
eine Einrichtung zur Interpolation zwischen zeitseriellen Daten der Hüllkurve der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zum Erhalt des Maximalwerts der Hüllkurve als den Frequenzhub.
eine Einrichtung zur Interpolation zwischen zeitseriellen Daten der Hüllkurve der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zum Erhalt des Maximalwerts der Hüllkurve als den Frequenzhub.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die I/Q-Berechnungseinrichtung
(27) eine Einrichtung zur Quadratur-Detektierung der Augenblicksfrequenz fa(t)
des modulierten Signals mittels eines Referenzsignals mit einer Frequenz gleich einem Viertel der
Frequenz der Abtastfrequenz fsp der A/D-Umsetzeinrichtung (17) ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Deemphasis-Einrichtung (23) für die Augenblicksfrequenz des modulierten Signals des
FM-Eingangssignals zwischen der Differential-Berechnungseinrichtung (21) oder einer Modulationsfrequenz-
Berechnungseinrichtung (30) und der Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (26;
27, 28, 29) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Filtereinrichtung (24) zur Unterdrückung niederfrequenten und hochfrequenten
Rauschens, das in der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals des FM-Eingangssignals
enthalten ist, zwischen der Differential-Berechnungseinrichtung (21) oder einer Modulationsfrequenz-
Berechnungseinrichtung (30) und der Frequenzhub-Berechnungseinrichtung (26; 27, 28,
29) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß, wenn die Mittenfrequenz des FM-Eingangssignals fm ist, die Abtastfrequenz fsp der A/D-
Umsetzeinrichtung (17) fsp=4fm beträgt.
10. Verfahren zur Messung des Frequenzhubs eines FM-Eingangssignals, umfassend
die Schritte:
- (a) Umsetzen des FM-Eingangssignals in ein digitales Signal,
- (b) Berechnen einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals durch Quadratur-Detektierung aus dem digitalen Signal,
- (c) Berechnen einer Augenblicksphase Θ(t)=tan-1(Q/I) des FM-Eingangssignals aus der Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q,
- (d) Differenzieren zeitserieller Daten der Augenblicksphase Θ(t) zur Berechnung der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals des FM-Eingangssignals, und
- (e) Ermitteln einer Frequenzschwankungsbreite von der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
11. Verfahren zur Messung des Frequenzhubs eines FM-Eingangssignals, umfassend
die Schritte:
- (a) Umsetzen des FM-Eingangssignals in ein digitales Signal,
- (b) Berechnen einer Inphasen-Komponente I und einer Quadratur-Komponente Q des FM-Eingangssignals durch Quadratur-Detektierung aus dem digitalen Signal,
- (c) Ermitteln von Differentialen nach der Zeit t, dI/dt und dQ/dt, der Inphasen-Komponente I und der Quadratur-Komponente Q und Berechnen der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals aufgrund der Formel fa(t)=(IdQ/dt-QdI/dt)/{2π(I²+Q²)}, und
- (d) Ermitteln der Frequenzschwankungsbreite aus der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals zur Berechnung des maximalen Frequenzhubs.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (d)
umfaßt:
Ermitteln eines positiven Spitzenwerts und eines negativen Spitzenwerts der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals zur Berechnung eines Mittelwerts dieser Werte als den Frequenzhub.
Ermitteln eines positiven Spitzenwerts und eines negativen Spitzenwerts der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals zur Berechnung eines Mittelwerts dieser Werte als den Frequenzhub.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (d) die
weiteren Schritte enthält:
- (d1) Berechnen einer Inphasen-Komponente IF und einer Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals,
- (d2) Berechnen einer Hüllkurve En(t)=(IF²+QF²)1/2 der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals aus der Inphasen-Komponente IF und der Quadratur-Komponente QF der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals, und
- (d3) Ermitteln des maximalen Frequenzhubs aus der Hüllkurve.
14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem Schritt (d) den weiteren Schritt enthält:
Interpolieren zwischen zeitseriellen Daten der Hüllkurve der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zum Erhalt des Maximalwerts der Hüllkurve als den Frequenzhub.
Interpolieren zwischen zeitseriellen Daten der Hüllkurve der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals zum Erhalt des Maximalwerts der Hüllkurve als den Frequenzhub.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (d1)
das Quadratur-Detektieren der Augenblicksfrequenz fa(t) des modulierten Signals mittels eines
Referenzsignals umfaßt, dessen Frequenz ein Viertel der Abtastfrequenz fsp der A/D-Umsetzung
beträgt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß
Schritt (d) umfaßt, die Augenblicksfrequenz des modulierten Signals des FM-Eingangssignals
einer Deemphasis zu unterziehen.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
Schritt (d) einen Filterungsschritt zur Unterdrückung niederfrequenten und hochfrequenten
Rauschens einschließt, das in der Augenblicksfrequenz des modulierten Signals des FM-
Eingangssignals enthalten ist.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß,
wenn die Mittenfrequenz des FM-Eingangssignals fm ist, die Abtastfrequenz fsp der A/D-Umsetzung
fsp=4fm beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19549600A DE19549600C2 (de) | 1994-09-19 | 1995-09-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Frequenzhubs eines FM-Eingangssignals |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6223069A JPH0888515A (ja) | 1994-09-19 | 1994-09-19 | Fm偏移量測定器 |
| DE19549600A DE19549600C2 (de) | 1994-09-19 | 1995-09-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Frequenzhubs eines FM-Eingangssignals |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19534262A1 true DE19534262A1 (de) | 1996-03-28 |
| DE19534262C2 DE19534262C2 (de) | 1999-09-02 |
Family
ID=26021828
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995134262 Expired - Fee Related DE19534262C2 (de) | 1994-09-19 | 1995-09-15 | Verfahren und Vorrichtung zur Messung des Frequenzbereichs eines FM-Signals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19534262C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1083433A2 (de) | 1999-09-10 | 2001-03-14 | Deutsche Telekom AG | Verfahren zur Messung der Aussteuerung von Frequenzmodulierten Sendern |
| DE10033575A1 (de) * | 2000-07-11 | 2002-01-24 | Rohde & Schwarz | Verfahren und Vorrichtung zur Abschätzung der Frequenz eines digitalen Signals |
| US6671333B1 (en) | 1998-11-25 | 2003-12-30 | Siemens Aktiengesellschaft | Method and apparatus for recovering a payload signal from a signal that has been modulated by frequency shift keying |
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- 1995-09-15 DE DE1995134262 patent/DE19534262C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19534262C2 (de) | 1999-09-02 |
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