DE1931334U - Formkoerper zur ausbildung von hohlraeumen in betonbauten. - Google Patents
Formkoerper zur ausbildung von hohlraeumen in betonbauten.Info
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- Building Environments (AREA)
Description
RA..489179*17."9.65 4/
GRÜNZWEIG & HARTMANN AKTIENGESELLSCHAPT
- 67 Ludwigshafen/Rhein, den 15.Sept. 1965
ACP/Rb/Bck P II B 4 /264
Formkörper zur Ausbildung von Hohlräumen in Betonbauten.
Die Neuerung betrifft einen Formkörper aus Kunstschäumstoff
zur Ausbildung von Fohlräumen, Aussparungen u.dgl. in Betonbauten,
Es ist bekannt, zur Herstellung von Hohlräumen in gießfähigen Werkstoffen, insbesondere in Beton entsprechend geformte Körper
an den Stellen in die Gießform bzw. Schalung einzubringen, an denen später Hohlräume u.dgl. entstehen sollen.
Da es im allgemeinen recht schwierig oder überhaupt unmöglich ist, derartige Formkörper nach der Verfestigung des Gießmaterials,
wieder zu entfernen, wurde zwecks Schaffung von Befestigungsmöglichkeiten
in Betondecken bereits eine Vorrichtung bekannt, die aus einem aufgeschäumten Kunstharzkörper besteht,
in welchem-ein Befestigungsanker angebracht ist, der an mindestens
einem Ende aus dem Schaumstoffkörper herausragt und somit in ·
den Beton eingegossen werden kann« Nach Aus -
■ füllung der Verschalung mit Betonmaterial wird diese nach
Aushärtung des Betons mit dem Schaumstoff entfernt, so daß nur der Befestigungsanker, an der vorgesehenen Stelle im Betonwerk
verbleibt.
Mit dieser Vorrichtung können somit auf verhältnismäßig einfache.
Weise Aufhängemöglichkeiten in Betonbauten geschaffen werden.
Über diesen Anwendungszweck hinausgehend ist es jedoch nicht
möglich, mittels derartiger Vorrichtungen durchgehende Hohlräumeoder
beliebig geformte Aussparungen insbesondere in Unterzügen von Betondeckenkonstruktionen, wie sie beispielsweise
zur Aufnahme von Beleuchtungseinrichtungen, Lautsprecheranlage^ Ventilatoren u.a.m. verlangt werden, herzustellen.
Die Ausbildung solcher Aushöhlungen erfordert eine genaue räumliche. Arretierung der entsprechenden Vorrichtung in der
Schalungsform des Unterzuges vor Einfüllung der Betonmischung, was in diesem Falle durch die bekannt ,gewordene Ausführungsform nicht zu erreichen ist.
Ferner ist es daher infolge der häufig stark schwankenden '
Abmessungen der. Verschalungsformen für Betonunterzüge sehr schwierig, teilweise sogar unmöglich, derartige Vorrichtungen
ohne Beschädigung ihrer Außenwandungen in die Form einzuführen.
' -
Aufgabe der Neue'rung ist es daher, eine Vorrichtung aus aufgeschäumtem
Kunstharz zu schaffen, mit der Durchführungen, Hohlräume od.dgl. in Deckenunterzügen von Betonbauten hergestellt
werden können, ohne daß die erläuterten Nachteile auftreten.. s
Neuerungsgemäß wird das durch einen Formkörper aus Kunstharzschaumstoff
erreicht, der aus v/enigstens zwei an ihren Längsflächen mit Ausnehmungen bzw. Rippen versehenen Körpern aus
Hartschaumstoff besteht, die mittels einer weichfedeinden
Trennwand verbunden sind. In einer bevorzugten Ausführungsform soll hierbei der Hartschaumstoffkörper aus Polystyrol gebildet
sein, während die· Trennwand, die den Formkörper in ggf. zwei
symmetrische Stücke teilt, aus einem weicheingestellten Schaumstoff auf Polyurethan-, PVC-Basis od.dgl. bestehen kann.
Wie Belastungsprüfungen an Probekörpern aus aufgeschäumtem
Polystyrol ergaben, steigt die Steifigkeit des Schaumstoff-Materials
mit abnehmenden Querschnittsabmessungen der Körper stark an. So wurden beispielsweise aus Vergleichsmessungen
zweier Prüfkörper unterschiedlicher Abmessungen (Körper I Preßfläche = obere Fläche F = 200 x 200 mm , Körper II
P ='10 x 10 m ) zur' Erzielung einer 5 $igen Zusammendrückung Unterschiede
im Preßdruck von etwa 400 $ festgestellt (Belastung des Körpers I mit 0,679 kp/cm , des Körpers II mit 2,467
.kp/cm ,· Raumgewicht Körper I und II 17 kg/m ).
,«splinter Zugrundelegung dieser Erkenntnisse' wurde durch die —
neuerungsgemäße Ausgestaltung der Längsflächen der "beiden
äußeren Schaumstoffteile mit'Rippen, Ausnehmungen u.dgl. eine
erhöhte Festigkeit des gesamten Formkörpers erreicht. Gleichzeitig ergibt sich durch die Verringerung der wirksamen Preßflächen zwischen Rippen und weichfedernder Trennwand eine wesentlich
leichtere Zusammendrückung und damit Arretierung des. Formkörpers in der. Schalung. Weitere, im wesentlichen fertigungstechnische
Vorteile ergeben sich durch die dünnwandige Ausbildung des Torzugsweise aus Polystyrolschaumstoff bestehenden Formkörpers·bei dessen Herstellung. Durch die nur geringen
Materiälmengen, die in der Schäumform expandiert werden müssen,
erfolgt die Abkühlung des Schaumstoffmaterials verhältnismäßig
schnell und gewährleistet somit einen raschen Produktionsablauf.
Nach der Arretierung des Formkörpers und der Ausfüllung der
restlichen Schalungsteile mit Beton wird nach dessen Äbblndung die Schalung entfernt. Zur besseren Fixierung des Formkörpers
in der Schalung während des Einformens kann der Schaumstoff vorzugsweise senkrecht zur Ebene seiner elastischen Trennwand mit
ggf. durchgehenden Bohrungen, Aussparungen od.dgl. ausgestattet
sein. Auf diese Weise- können u.a. Halteteile durch in
der Formwandung entsprechend angeordnete Durchführungen in den Formkörper geführt werden und diesen somit festlegen.
Um ein Eindringen der Betonmischung zwischen Formwandung und
Formkörper bei Ausfüllung der Form zu verhindern, sind in Weiterführung der Neuerung die im Abstand zur elastischen Trennwand
des Formkörpers befindlichen Wandflächen an ihren Kanten mit überstehenden Randabdichtungen, die vorzugsweise aus dem Wandmaterial ausgearbeitet.sein sollen, versehen.
Ferner können zur Erhöhung der mechanischen Festigkeit sowohl die· äußere wie die innere Oberfläche des Sehaumstoffmaterials
ggf. nur teilweise mit einem festen Überzug verkleidet sein.
Schließlich ist es auch möglich, daß die elastische Trennwand aus mehreren Schichten aufgebaut ist, die unterschiedliche
Federungseigenschaften besitzen, in einer bevorzugten Ausführungsform derart, daß die Außenflächen der Trennwand aus
festen Schichten bestehen, während die Kernschicht weichfedernd ausgebildet ist. Prinzipiell ist es auch möglich, den inneren
Hohlraum des Formkörpers aus Schaumstoff auszubilden, doch liegt hierzu in den meisten Fällen keine Veranlassung vor
und erschwert nur unnötigerweise die Herausnahme der im allgemeinen
nicht wieder verwendbaren Teile.
V/eitere Einzelheiten der feuerung ergeben sich aus der nachfolgenden
Be1B ehr ei bung und zeichnerischen 'Darstellung einiger
•bevorzugter AusführungsbeispMe. ΰ
Es zeigt: ■
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Formkörpers im Schnitt
Fig0 2 eine Ansicht der Innenseite eines Formkörpers
Fig» 3 eine Draufsicht eines Formkörpers
Fig» 4 eine perspektivische Darstellung einer Decke mit einem Unterzug.
In !Jig. 1 "besteht der Formkörper aus zwei Hohlteilen 1 aus
Hartschaumstoff, die über eine weichfedernde Trennschicht 2
miteinander verbunden sind und im Querschnitt C- förmige
Ausnehmungen 1' aufweisen. Ferner sind die seitlichen Außenflächen des Formkörpers an. den Kanten mit Randabdichtungen
3 ausgestattet, die aus dem Hartschaummaterial ausgearbeitet sein können und nach dem Einbringen des Formkörpers in die zügehörige
Verschalung einen verstärkten Preßdruck auf die Formwandung ausüben und somit das Eindringen der Betonmischung
zwischen Formwandung und Formkörper verhindern« Zur besseren Arretierung des Formkörpers' in der Form während des Einformvorganges
sind in diesem im wesentlichen senkrecht zur Trennschichtebene Durchführungen 4 angebracht. die mit entsprechenden
.Halteteilen in der Form befestigt werden können.
In den Fig. 2 und 3 sind zwei Ansichten des Formkörpers mit den bereits angegebenen Ausnehmungen 1' und Durchführungen 4
dargestellt.
In Fig, 4 sind ein Betonunterzug 6, eine Betondecke 5 und eine ents.prech.end ausgebildete Schalungsform 7, die in der
Zeichnung nur zur Hälfte dargestellt wurde, im eingeformten Zustand abgebildet. Wach Aushärtung des Betons kann die gesamte
Schalung entfernt und jeder einzelne Formkörper 1 aus dem Betonwerk herausgestoßen werden. In den auf diese
Welse gebildeten Aussparungen, Hohlräumen od.dgl. lassen
sich Beleuchtungskörper, Übertragunsanlagen, Klimageräte
u.dgl. auf einfache Art anzubringen. Um möglichst glat'twandige Aussparungen zu erhalten, ist es mitunter vorteilhaft,
die Außenflächen des Pormkörpers mit einem Überzugsmaterial,
beispielsweise mit einer Kunststoff-Folie zu versehen, das sich ggf. bei Entfernung des Formkörpers von
diesem löst und als Verkleidung in dem entsprechendem Hohlraum verbleibt.
Claims (9)
1) Formkörper aus Kunstschäumstoff zur Ausbildung von Hohl-
räumen, Aussparungen u.dgl. in Betonbauten, dadurch •gekennzeichnet , daß dieser aus wenigstens
zwei an ihren Längsflächen mit Ausnehmungen bzw. Rippen ~~
versehenen Körpern aus Hartschaumstoff besteht, die mittels einer weich-federnden Trennwand zu einem Hohlkörper ver- bunden
sind.
2) Formkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß dessen Hartschaums toffkörp.er aus Polystyrol bestehen.
3) Formkörper nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Trennwand aus einem weich eingestellten
Schaumstoff auf Polyurethan-, PYC-Basis od.dgl.
besteht.
4) Formkörper nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet-, daß dieser keilförmig gestaltet ist.
5) Formkörper nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß dieser durch' die Trennwand symmetrisch
geteilt ist. * , ■
6) Formkörper nach Anspruch 1 bis 5, dadurch g e k e η η ζ
ei c h η e t , daß dieser' senkrecht zur Trennwand mit
ggf. durchgehenden Bohrungen, Aussparungen u.dgl. versehen ist.
7) Formkörper nach Anspruch 1 "bis 6, dadurch g e k e η η - .
zeichnet, daß dessen im Abstand parallel "bzw. im
Winkel zur Trennwandebene angeordnete Wandflächen an den Kanten mit Randabdichtungen, vorzugsweise aus dem Material
des Hohlkörpers versehen sind.
8) Formkörper nach Anspruch 1 "bis 7, dadurch g e k e η η ~
zei-chnet, daß dessen äußere und ggf. innere Oberflächen
wenigstens teilweise mit einem festen Überzug versehen sind.
9) Formkörper nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwand an ,ihren Außenflächen
aus einer festen Schicht besteht bzw. mit einey solchen verkleidet ist.
Ludwigshafen/Rhein, den 14. September 1965
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1965G0033078 DE1931334U (de) | 1965-09-17 | 1965-09-17 | Formkoerper zur ausbildung von hohlraeumen in betonbauten. |
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|---|---|
| DE1931334U true DE1931334U (de) | 1966-01-20 |
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1965
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