DE1925508A1 - Elektrolytkondensatorgehaeuse - Google Patents
ElektrolytkondensatorgehaeuseInfo
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Description
σ to oo
Die Erfindung betrifft Elektrolytkondensatorem mit einem
rohrförmigen Gehäuseaufbau.
Elektrolytkondensatoren mit einem nassen Elektrolyten erfordern* normalerweise ein gegebenes ungefülltes Volumen in
ihrem Gehäuse im Hinblick auf die Ansammlung von Gasen, welche beim Betrieb des Kondensators erzeugt werden können. Da dieses
ungefüllte Volumen üblicherweise dadurch vorgesehen wird, daß man ein Gehäuse hat, welches größer ist als der darin
angeordnete Kondensatorteil, wird ein Stützteil verwendet, um den Kondensatorteil fest in dem Gehäuse zu lagern. Das Stützteil
kann eine asphaltartige Verbindung sein, welche eingegossen wird. Eine solche Verbindung muß sorgfältig zwecks
Verträglichkeit mit dem Elektrolyten und mit anderen Materialien in dem Gehäuse ausgewählt werden. Gleichzeitig muß
das Material unter sich ändernden Betriebsbedingungen den Kondensatorteil wirksam fest in seiner Lage halten. Andere
Stützteile in Form fester Abstandstücke können ebenfalls ver-
wendet werden. Wenn jedoch solche Kondensatoren mit einer
Anzahl verschiedener Gehäusegrößen hergestellt werden, muß entweder eine verschiedene Menge von -eingegossenem Material verwendet
werden oder "es müssen feste Abstandstücke mit verschiedenen oder leicht veränderbaren Dimensionen hergestellt werden.
In jedem Falle darf das Abstandstück nicht Teile des Gehäuses isolieren oder abschließen und damit den freien Austausch
zwischen Elektrolyt und angesammelten Gasen verhindern«.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Gehäuseaufbau für Elektrolytkondensatoren zu geben.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, einen verbesserten,
mit Einbuchtungen versehenen Gehäuseaufbau für Elektrolytkondensatoren zu liefern.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine durch Einbuchtungen im Gehäuse gegebene Halterungsstruktur für einen
Kondensatorteil zu geben, bei dem die Einbuchtungen nicht- einen Teil des Gehäusevolumens isolieren oder verschließen.
Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, in Längsrichtung verlaufende
Einbuchtungen in einem Kondensatorgehäuse als Mittel
zur Festlegung der Lage des Kondensatorteils zu liefern.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch einen Elektrolytkondensator
gelöst, der durch die Kombination folgender Elemente gekennzeichnet ist. In einem Elektrolyt enthaltenden
Gehäuse für den Elektrolytkondensator ist ein Kondensatorteil in einem Abstand von den Wänden angeordnet. In dem Gehäuse
befinden sich Einbuchtungen, die den Kondensatorteil Im Abstand von der Wand in dem Gehäuse stützen und einen ungehinderten
Zugang des Elektrolyten zu dem ganzen Volumen gestatten.
In bevorzugten Ausführungsformen enthält der Elektrolytkondensator
ein rohrförmiges Gehäuse aus einem Röhrenmetall,
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beispielsweise Aluminium. Das Gehäuse kann eine Becherform
haben oder an beiden Enden offen sein. Zwischen den Enden sind in dem Gehäuse durch ein geeignetes Metallverformungsverfahren,
beispielsweise durch ein Preßverfahren mit Stempel und Matrize, zwischen den Enden des Gehäuses drei gleichmäßig
über den Umfang verteilte längliche Einbuchtungen ausgebildet. Danach wird ein Kondensatorteil des Wickeltyps in das Gehäuse
eingesetzt und wird durch die Wände der Einbuchtungen fest in seiner Lage gehalten.
Figur 1 zeigt einen Schnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung.
Pgiur 2 ist eine Ansicht des Gehäuses der Figur 1.
Figur 3 ist eine Darstellung des Inneren des Gehäuses der Figur 1 vom oberen Ende gesehen.
Figur 4 ist eine Darstellung einer für die Ausbildung der
Einbuchtungen des erfindungsgemäßen Kondensators brauchbaren Vorrichtunp.
Die Figur 1 zeigt einen Elektrolytkondensator 10, welcher
ein rohrförmig^s Gehäuse 11 aus einem Röhrenmetall, wie
Aluminium, Tantal-, Titan oder ein anderes Röhrenmetall 3 enthält.
Das Gehäuse 11 kann auch aus einer Anzahl anderer Materialien bestehen, Vielehe mit dem Elektrolyten verträglich
sind, beispielsweise aus Silber, oder ein Gehäuse aus
einem Metall kann an den inneren Oberflächen eine weitere Metallschicht aufweisen- In einigen Fällen jedoch kann das
Gehäuse auch aus einem Nichtmetall, beispielsweise aus einem
Kunststoff, wie z.B. einem Polyolefin, bestehen.» In dem Gehäuse 11 ist ein Micke!kondensatorteil 12 enthalten, welcher
einen Wickel aus abwechselnden Streifen eines porösen Separators, wie Papier oder Textilien, und einer Röhrenmetallfolie]
wie Aluminium, enthält. Wie in der Figur 1 dargestellts ist
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der Wickelteil 12 in einem radialen Abstand zur Gehäusewand angeordnet, um ein freies Volumen 13 zu definieren. An einem
oder an beiden.Enden des Gehäuses 11 kann auch noch ein End volumen
14 vorgesehen sein. Diese Anordnung mit einem Abstand
ist aus einer Reihe von Gründen erforderlich. Hierzu gehört beispielsweise die Schaffung eines notwendigen Volumens für .
den Elektrolyten des Kondensators und die Berücksichtigung der Temperaturausdehnung und der Ansammlung von Gas.
fc Frühere Kondensatoren dieser Art wiesen ein zusätzliches Mate-
* rial in dem Gehäuse auf, um den Kondensatorwickelteil In seiner
Lage zu halten. Dieses Material besaß gewöhnlich die Form eines Abstandhalters aus Papier oder Kunststoffmaterialien oder ber
stand aus eingegossenen Materialien, beispielsweise Asphalt, , welcher in einem Ende des Gehäuses angebracht war. Der Wickelteil
12 war in diesem Falle In dem Gehäuse an einem Ende durch
das Asphaltmaterial und am anderen Ende durch die Kondensatorzuleitungen 15 oder durch den Dichtungsstopfen 16 festgelegt.
Die Verschiedenheit der Größen der Kondensatoren führte dort
zur Notwendigkeit, zahlreiche Gehäusegrößen zur Verfügung zu halten und auch zur Notwendigkeit,Abstandmaterialien ver-
J schledenster Größe auf Vorrat zu halten. Zusätzlich dazu müssen
diese Materialien wegen der potentiellen nachteiligen Reaktion mit den Elektrolytmaterialien sorgfältig ausgewählt
werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird nach dem Einbau
des Wickelteiles 12 in das Gehäuse 11 das Gehäuse geeignet radial nach innen eingebuchtet, um den Wickelteil 12 in einem
Abstand von den Wänden darin zu halten. Die Verformung des Gehäuses 11 muß mit genügender Sorgfalt vorgenommen werden, um
eine Beschädigung der Oxydschicht auf der Anodenfolie des Wickelteils 12 auf ein Minimum zu halten. Die am weitesten naöh
innen hineinragenden Teile der Einbuchtungen 17 verursachen kein bedeutendes Zusammenpressen des Kondensatorwickels 12 und
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die verformten Teile sind gut abgerundet und relativ groß, so daß die scharfen Ecken und Biegungsstellen vermieden werden,
Vielehe-gewöhnlich zu einem Reißen des Oxids führen«
Wie in den Figuren is 2 und 3 abgebildet, werden in dem Gehäuse
11 drei in gleichem Abstand längs des Umfangs angeordnete axiale Einbuchtungen oder Vertiefungen 17 gebildets- um den
Kondensatorwickelteil 12 in seiner Lage zu halten» Jede Einbuchtung 17 ist gut abgerundet, um eine im allgemeinen ü-förmige
Querschnittsform zu geben.
In einem Beispiel enthält ein Gehäuserohrteil mit einem Außendurchmesser
von etwa 3>4 cm (1 3/8 Zoll) Einbuchtungen, die
eine Tiefe von etwa 0,-3 cm (1/8 ZoIl)5 eine Länge von etwa
3,8 cm (1,5 Zoll) und eine Breite von etwa 1,3 cm (0,5 Zoll)
am breitesten Teil der Einbuchtung aufweisen.
Figur 2 stellte einen vollständig zusammengebauten Kondensator
gemäß der Erfindung dar und zeigt zwei der drei am Umfang mit gleichem Abstand angeordneten Einbuchtungen 17. In dieser
Ausführungsform erstrecken sich die Einbuchtungen 17 fast über
die gesamte Länge des Kondensatorwickelteils 12.
Figur 3 ist eine Darstellung des Inneren eines Gehäuses 11, gesehen
von dem offenen Ende her. Die Einbuchtungen 17 sind als gut abgerundete Erhebungen dargestellt, welche leicht den
gestrichelt gezeichneten Ibndensatorteil 12 an seinem Umfang
eindrücken. Die Einbuchtungen 17 definieren außerdem ein nicht-unterbrochenes oder freies Volumen 13 in dem Gehäuse 12,
obwohl ein solches freies Volumen 13 nicht nur, wie dargestellt, einen geraden, sondern auch einen gewundenen Verlauf aufweisen
kann. ,. -
-Die Einbuchtungen 17 legen nicht nur den Kondensatorwickelteil 12 dem Gehäuseteil 11 fest, sondern dienen auch als zusätzliches
wärmeleitendes Mittel, um die innere Wärme auf das
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-Gehäuse 11 zu übertragen» Die Verwendung von größeren
und Einbuchtungen in diesen Gehäusen ergibt ebenso ein susäts*=
liches Wärmeabstrahlungsvermögen für den Kondensator. Die
Anzahl der Einbuchtungen 17 kann variiert werden3 im versohle=·
dene Kondensatorwickelteile 12 zu verwenden. Für viele verschiedenste Anwendungen kann eine Einbuchtung ausreichend
sein; die Anzahl der Einbuchtungen kann Jedoch vergrößert werden, bis zu Gehäusen aus einer wsllblechartig geformten
Wand mit einer relativ großen Zahl von Wellen»
Es ist ein wichtiger Gesichtspunkt, daß die Einbuchtungen 17
das innere Volumen des Kondensators nicht in zwei oder mehr
relativ voneinander getrennte Abschnitte unterteilen, wie es bei Verwendung von längs des Umfang© verlaufenden Einbuchtungen geschehen kann. Es müssen Vorkehrungen getroffen \-j®ruens
um den freien Fluß des Elektrolyten längs des Gehäuses aufrecht zu erhalten und um nicht irgendein Volumen in dem Gehäuse
abzuschließen, so daß eine schnelle Ausdehnung des Materials unter Verhältnissen hoher Temperatur oder die Bildung von
Gasen nicht aufgefangen werden können.
Andere Formen der Einbuchtungen können vorgesehen werden und
können aus einer oder mehreren regelmäßig oder wahllos angeordneten Vertiefungen oder kurzen Einbuchtungen bestehen.
Diese Einbuchtungen können entweder in einer axialen oder einer peripheralen Beziehung angeordnet werden oder in Kombinationen
davon. Es können auch spiralförmige oder wendeiförmige kontinuierliche oder unterbrochene Einbuchtungen verwendet
werden. Die beschriebene erfindungsgemäße Einbuchtungskonfiguration
kann weiterhin noch in Form von Knickstellen oder abgeplatteten Teilen des Gehäuses vorhanden sein, beispielsweise
dadurch, daß das Gehäuse gleichzeitig in zwei entgegengesetzten Richtungen zusammengedrückt wird. Die vorzugsweise
Form der Einbuchtung ist so beschaffen, daß die ursprünglichen, gewöhnlich kreisförmigen, Endteile des Gehäuses erhalten
bleiben und auch die im allgemeinen kreisförmige Gestalt des
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Gehäuses. Die Einbuchtungen sind dann so definiert, daß sie eich von einem bestimmten Kreis aus nach innen erstrecken.
Wenn die Einbuchtungen oder Kerben in einer vorbestimmten Weise so angeordnet werden, daß sie eine visuelle oder
physische Orientierung des Kondensators ergeben, dann werden sie zu nützlichen Arizeigemltteln zur Lokalisierung des Kondensators
entweder bei dem anschließenden Zusammenbau oder der Prüfung des Kondensators oder bei dem darauffolgenden Einbau
des Kondensators in der zugehörigen Schaltung. Solche Anzeigemittel
können beispielsweise dazu verwendet werden, den Ort gewisser Leitungen oder Anschlußpunkte des Kondensators zu
identifizieren.
Die Einbuchtungen in dem Gehäuse können auch als elektrische
Verbindung for den Wickelteil dienen. Beispielsweise kann
der Wickelteil 12 so gewiekelt werden, daß der Folienstreifen
für die Kathode länger ist als der Anodenstreifen. In dem fertigen Wickel erscheint dann der längere Folienstreifen an
der äußeren Peripherie des Wickels. Demgemäß bringt eine Einbuchtung des Gehäuses den eingebuchteten Teil in Eingriff
mit der Folie des Wickels und das Gehäuse wird zu einem Ansehlußpunkt
für eine dieser Folien. Geeignete Vorkehrungen müssen getroffen werden, um die Oxydation der zu vereinigenden
Teile zu verhindern oder auszuschließen oder bei der Herstellung der Iferbindung wirksam zu entfernen. Zur Verbindung der
oxydierten Teile kann Ultraschallschweißung verwendet werden.
Ebenso kann ein kräftiges Drehen des Gehäuses gegenüber dem Wickel verwendet werden, um die Oxydschicht an allen Berührungspunkten
mit den Einbuchtungen zu entfernen. Vorzugsweise
können das Gehäuse unä die Elektrodenfolie aus einem ähnlichen
oder dem gleichen Metall seins beispielsweise aus Aluminium.
In einer Vorzugsweisen Form der Erfindung werden die Einbuchtungen
hergestellt, nachdem der Kondensatorteil 12 in das Gehäuse ein^efüitt wurde und gewöhnlich erst-nach dem vollständigen
Zusammenbau des Kondensators 10. Die Tiefe der
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Einbuchtungen 17 wird so eingestellt, daß sie den Kondensator-,
- teil 12 mit der richtigen Haltekraft berühren. Eine Anzahl
von Verfahren kann angewendet werden, um geeignete Einbuchtungen zu lieffern. Ein geeignetes Gerät für ein Verfahren wird
in Figur 1I gezeigt.
Figur 4 zeigt einen Hohlzylinder 18 mit drei Öffnungenl98
welche den Einbuchtungen 17 der Abbildungen 1, 2 und 3 entsprechen. Dieser Zylinder 18 ist so ausgebildet, daß er öen
Kondensator in seinem Inneren festlegt, während die Einbuchtungsmittel
in Form der Stempelelemente 20 das Kondensatorgehäuse 11 eindrücken. Der Zylinder 18 hält nicht nur den Kondensatorteil
fest, sondern bewahrt auch die kreisförmig© Gestalt des Gehäuses 11 und der Enden des Gehäuses. Wenn das Gehäuse 11
aus einem Kunststoff oder aus einem plastischen Material be-· steht, wie aus Polypropylen, kann die Einbuchtung durch Wärmeverformung
des Gehäuses nach dem Einbau oder vor dem Einbau des Kondensators vorgenommen werden. Bei einem nicht-leitenden
Gehäuse muß eine gesonderte Zuleitung für die Kathodenfolie verwendet werden.
Nach der^Herstellung der Einbuchtungen kann der Kondensator
weiterverarbeitet werden, gewöhnlich als Teil des Prüfverfahrens, welcher dazu dient, die Anodenfolie weiter zu oxydieren, in dem Falle, in dem in der Oxydschicht währert des Einprägungsvorganges
ein Riß aufgetreten ist.
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Claims (1)
1.4. Verfahren zum Zusammenbau eines Elektrolytkondensators
dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Elektrolyt Imprägnierter Kondensatorwickelteil (12) in ein Gehäuse
(11) eingebaut wird, der Kondensator verschlossen wird und anschließend das Gehäuse (11) so eingebuchtet wird, daß der
Kondensatorteil (12) in dem Gehäuse (11) in einem Abstand
turn Gehäuse zwecks eines zusammenhängenden, von Hindernissen freien Volumens, gehalten wird.
15· Verfahren zum Zusammenbau eines Elektrolytkondensators,
d arjd urch gekennzeichnet, daß ein Kondensatorwickelteil
(12) in ein Gehäuse (11) eingebaut wird, das Kondensatorgehäuse verschlossen wird und der Kondensator in
eine zylindrische Hülse (18) eingeführt wird, worauf das Kondensatorgehäuse (11) durch definierte Öffnungen (19) in der
Hülse hindurch mit Einbuchtungen (17) versehen wird und der Kondensator aus der Hülse (18) herausgenommen wird.
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