DE1925186C - Verfahren und Vorrichtung zum Aus fördern des Strangendes aus einer ge teilten Stranggießkokille, insbesondere mit ausgesparten Querschnitten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aus fördern des Strangendes aus einer ge teilten Stranggießkokille, insbesondere mit ausgesparten QuerschnittenInfo
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- DE1925186C DE1925186C DE19691925186 DE1925186A DE1925186C DE 1925186 C DE1925186 C DE 1925186C DE 19691925186 DE19691925186 DE 19691925186 DE 1925186 A DE1925186 A DE 1925186A DE 1925186 C DE1925186 C DE 1925186C
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Description
30
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auffordern
des Strangendes aus einer geteilten Stranggießkokille, insbesondere mit ausgesparten Querschnitten
bei dem nach dem Ende des Gießens die Stranggeschwindigkeit zur Bildung eines das weitere Ausziehen
erlaubenden Deckels am Strangende mindestens reduziert und anschließend das Strangende ausgezogen
wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei Stranggießanlagen wird nach Gießende, wenn die Metallzufuhr unterbrochen ist, das Strangende so
lange in der Kokille gekühlt, bis sich ein sogenannter Deckel gebildet hat. Die Stranggeschwindigkeit wird
zu diesem Zweck reduziert oder für eine bestimmte
Zeit auf Null gesetzt. Während der Erstarrung und Deckelbildung des Strangendes in der Kokille schwindet
der Strang unter Bildung eines Luftspaltes von der Kokillenwandung ab. Dieser Luftspalt ist für das Ausziehen
des Strangendes aus der Kokille dann vorteilhaft, wenn er nicht durch nachfließende Schlacke oder
durch ausfließenden Stahl durch Risse in der Strangkruste am Strangende mit Schlacke bzw. Stahl teilweise
ausgefüllt wird. Es hat sich aber gezeigt« daß bei ungenügendem Abschlacken nach dem Gießende
Schlacke in diesen Spalt fließen kann. Auch können sich, bedingt durch die Isolationswirkung von
Schlacke, am Strangende Risse in der Strangkruste bilden, durch die Schmelze in den Luftspalt eintritt
und diesen stellenweise auszufüllen vermag.
Beim Gießen mit unberuhigtem Stahl kann sich durch die CO-Bildung im Strangende unter dem erstarrten
Deckel ein gewisser Druck aufbauen, welcher die Strangoberfläche wieder aufbrechen kann und dadurch
Stahl mit einem gewissen Druck zum Ausfließen bringt. Dieser flüssige Stahl kann entweder teilweise
in den Luftspalt eindringen oder sich am Rand des bereits stark abgescriwundenen Deckels mit einem
Absatz außen an der Strangkruste anschweißen. Beim Ausfördern eines solchem Strangendes aus der Kokille
können Kratzer an der Kokillenwand nicht verhindert werden, wodurch der Kokillenverschleiß stark erhöht
Bei ausgesparten Strangquerschnitten, wie beispielsweise bei Schienen-, Doppel-T-, U-Profilen usw.
schrumpft sich das Strängende während der Deckelbildung
an die die Aussparung bildenden Kokillenteile fest und verklemmt dar, Strangende in der Kokille.
Das Ausziehen wird dadurch erschwert und die Lebensdauer der Kokille wird durch Verschleiß stark ,
beeinträchtigt.
Das Stranggießen von Profilen war aus den genannten Gründen mit starkem Kokillenverschleiß verbunden.
Anderseits stellt die Herstellung geeigneter Pro File mit dem Stranggießverfahren durch Einsparung
von Walzarbeit einen großen wirtschaftlichen Vorteil
Teilbare Gießformen und Kokillen zum Entformen von Gußstücken sind in der allgemeinen Gießereitecr·
nik bekannt. Bis heute sind jedoch noch keine Verfah ren oder Vorrichtungen bekannt geworden, Kokille·
in Stranggießanlagen zum Ausfördern des Stranger· des zu öffnen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, da· Sirangende ohne Beschädigung der Kokille auszufor
dem und damit den Kokillenverschleiß zu reduzierer Nach der Erfindung wird dies dadurch gelöst, dan
nach dem Ende des Gießens während der Erstarrum, des Strangendes in der Stranggießkokille die Kokillen
hälften von der Strangoberfläche quer zur Strang längsachse wegbewegt werden und anschließend Os*
Strangende ausgezoger wird.
Um die Kokillenteile bei der Vorbereitung des folgenden Gusses gegenüber der nachfolgenden Strangführung,
weiche den aus der Kokille austretenden Strang führt, beim Zusammenfahren rasch und genau
auszurichten und zur Verbesserung und Erhaltung der Positionierungsgenauigkeit sowohl während des Gießens
als auch für die nachfolgenden Abgüsse sind auf die nachfolgende Strangführung ausgerichtete Anschläge
zur Begrenzung der Schließbewegung einer Kokillenhälfte der in Strangabzugrichtung geteilten
Stranggießkokille und ein Kraftelement zum Anpressen dieser Kokillenhälfte gegen die Anschläge sowie
ein mit kleinerer Kraft arbeitendes Kraftelement zum Anpressen der anderen Kokillenhälfte gegen die erste
Kokillenhälfte vorhanden.
Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann ein Verklemmen des Strangendes in der Kokille
während der Deckelbildung bei Strängen mit ausgesparten Querschnitten verhindert werden.
Ebenfalls ist aber auch ein Zerkratzen der Kokille beim Ausziehen eines abgedeckelten Strangendes mit
vorstehenden Schlacken- oder Metallaufziehzungen ausgeschlossen. Daraus ergibt sich eine längere Kokillenlebensdauer.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
hervor, welches durch eine Figur näher dargelegt wird.
Die Figur zeigt einen horizontalen Schnitt durch eine Kokille 12 zum Gießen eines Doppel-T-Trägers.
Kolbenzylindereinheiten 18, 18' für Kokillenhälften 12' und 12" sind in einem Rahmen 22 befestigt, wel-
eher die Kokille umgibt. Zwischen den Kokillenhälften
12 und 12" und dem Rahmen 22 ist genügend Spielraum vorhanden, um eine gewünschte Kokillenoffnung
zu erhalten. Kolbenstangen 19,19' der KoI-benzylindereinheiten
18, 18' sind mit den Kokillennalften 12, 12" verbunden. Die Kokillenhälften haben
Trennungsflächen entlang einer Mittelachse des Formhohlraumes 11. Diese Trennungsflächen werden
in Abhängigkeit des zu gießenden Querschnittes so festgelegt, daß durch das Auseinanderfahren der Kokillenhalfte
- ;ch das schrumpfende Strangende in der
Kokille nie. verklemmen kann. Bei symetrischen Querschnitten fällt die Trennungsebene vorteilhaft
mit der Symmetrieebene zusammen, wie in der Figur dargestellt ist.
Wenn die Kokille geschlossen ist, stößt eine Fläche 23 der Kokillenhälfte 12' gegen eine Räche 24 der
Kokillenhälfte 12" und bildet die Trennungsfläche. Wird die Kokille durch die Kolbenzylindereinheiten
18, 18' geschlossen, so bewegt sich die FormKilfte 12'
bis zu Anschlägen 25, welche entsprechend auf die nachfolgende Strangführung eingestellt sind. Zu diescm
Zweck weist die Kokillenhälfte 12' Schultern 26 auf, welche mit den Anschlägen 25 des Rahmens 22
zusammenwirken. Die andere Kokillenhälfte 12" bewegt
sich gegen die Kokillenhälfte 12' und stößt mit ihren Flächen 24 gegen die Flächen 23. Der Kokillenteil
12' wird durch die Kolbenzyiindereinheiten 18 eines Durchmessers 30 mit vorbestimmter größerer
Kraft gegen die Anschläge 25 gepreßt als der Kokillenteil 12", welcher durch die Kolbenzylmdereiniioi-
ten 18' mit Durchmesser 31 angedrückt wird, wöbe,
der Durchmesser 31 kleiner ist als der Durchmesser 30.
Diese verschieden große Anpreßkraft kann sowohl durch unterschiedliche Größe der Kolbenzylindereinheiten
als auch durch Beaufschlagung mit Medien von verschiedenen Drücken erfolgen.
Unter dem Begriff Kokülenhälften sind nicht nur halbe Kokillen zu verstehen. Es ist beispielsweise auch
möglich, an Stelle der in der Figur uargestellten Kokil-
lenhälften 12' und 12" nur die die Aussparung bildenden
Kokillenteile quer zur Stranglängsachse wegzubewegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Ausfördern des Strangendes
aus einer geteilten Stranggießkokille, insbesondere mit ausgesparten Querschnitten, bei dem
nach dem Ende des Gießens die Stranggeschwindigkeit zur Bildung eines das weitere Ausziehen
erlaubenden Deckels am Strangende mindestens reduziert und anschließend das Strangende ausgezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ende des Gießens während der Erstarrung
des Strangendes in der Stranggießkokille die Kokillenhälften von der Strangoberfläche
quer zur Stranglängsachse wegbewegt werden und anschließend das Strangende ausgefördert wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspru.l' 1, gekennzeichnet durch auf
die nachfolgende Strangführung ausgerichtete Anschläge (25) zur Begrenzung der Schließbewegung ao
einer Kokillenhälfte (12') der in Strangabzugrichtung geteilten Stranggießkokille (12) und durch
ein Kraftelement (18) zum Anpressen dieser Kokillenhälfte (12') gegen die Anschläge (25) sowie
durch ein mit kleinerer Kraft arbeitendes Kraftele- as
ment (18') zum Anpressen der anderen Kokillenh.ilfte (12") gegen die erste Kokillenhälfte (12').
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US73049068A | 1968-05-20 | 1968-05-20 | |
| US73049068 | 1968-05-20 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925186A1 DE1925186A1 (de) | 1970-03-26 |
| DE1925186C true DE1925186C (de) | 1973-05-24 |
Family
ID=
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