DE1919262B2 - Einrichtung zum spritzen von duroplastischen werkstoffen - Google Patents
Einrichtung zum spritzen von duroplastischen werkstoffenInfo
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Description
ι 2
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum sehr hohen spezifischen Einspritzdrücken gearbeitet
Spritzen von duroplastischen Werkstoffen mit einer werden.
in einem Zylinder drehbaren und axial verschiebbaren Der Einspritzdruck sowie der ebenfalls sehr hohe
Schnecke, die das Material in Richtung des Spritz- Nachdruck aber beaufschlagen gleichzeitig das in der
Werkzeuges transportiert und plastifiziert, wobei der 5 Plastifizierzone der Schnecke zurückbleibende Mate-
Plastifiziervorgang vom Einspritzvorgang getrennt ist. rial und versursachen in Verbindung mit der von
Bekannt ist eine Einrichtung zum Spritzgießen außen dem Plastifizierzylinder zugeführten Tempenach
dem bewährten Schneckenkolbenprinzip. Ent- ratur, daß sich dieses Material bereits vor seiner Verwickelt
wurde dieses Verfahren ursprünglich aus- spritzung sehr schnell dem Aushärtungspunkt nähert,
schließlich für die Verarbeitung von Thermoplasten. io Um trotz der aufgeführten nachteiligen Erschei-Hierfür
bietet das Spritzgießen nur Vorteile und stellt nungen eine Verarbeitung von Duroplasten durch
nach dem Stand der Technik das Optimum dar. Spritzgießen zu ermöglichen, müssen im allgemeinen
Seit etwa drei bis vier Jahren wird das Spritzgießen Formmassen mit extrem weicher Fließeinstellung und
auch für die Verarbeitung von Duroplasten einge- langsamer Aushärtungsgeschwindigkeit verwendet
setzt. 15 werden. Es handelt sich hierbei um speziell für das
Bei der Verarbeitung von Thermoplasten durch- Spritzgießen entwickelte Sondermassen, die gegenläuft
der Werkstoff bekanntlich einen rein physika- über den normalerweise verarbeiteten, mittel oder
lischen Prozeß. Durch Druck und Temperatur wird hart eingestellten Massen Nachteile mitbringen. Sie
das feste Material in einen plastischen Zustand über- benötigen eine längere Härtezeit und weisen am
führt, um verformt werden zu können, wonach es 20 Formteil eine höhere Schwindung sowie eine stärkere
nach der Verformung durch Erkalten erneut seinen Gasabspaltung auf, was sich auf die Maßhaltigkeit,
festen Zustand einnimmt. Dieser Vorgang läßt sich den Verzug und die allgemeine äußere Qualität der
ohne weiteres wiederholen. Formteile nachteilig auswirkt.
Duroplaste dagegen unterliegen jedoch darüber Trotz Verwendung dieser Sondermassen verbleiben
hinaus einer chemischen Umwandlung. Es erfolgt 25 noch Schwierigkeiten beim Einrichten der Maschine
durch Kondensation eine Vernetzung der Moleküle, auf einen bestimmten Artikel. Man stelle sich eine
d. h. das Material härtet aus und läßt sich nicht ein V-förmige Viskositätskurve vor, die den plastischen
zweites Mal in den plastischen Zustand versetzen. Zustand des Materials vor der Verspritzung wieder-
Hinzu kommt, daß der vor der Verformung erzeugte gibt. Die untere Spitze des V bzw. der Wendepunkt
plastische Zustand des Materials nur begrenzt lange 30 der Kurve stellt die niedrigste Viskosität, also den
aufrechterhalten werden kann, da der Kondensations- plastischen Zustand der Formmasse dar, während
prozeß unter Zufuhr von Druck und Temperatur un- der linke Schenkel des V den Übergang vom riesel-
aufhörlich weiter fortschreitet. fähigen zum plastischen und der rechte Schenkel den
Es ist daher sehr wichtig, duroplasisches Material Übergang vom plastischen zum ausgehärteten Zuhinsichtlich
Druck und Temperatur schonend zu be- 35 stand veranschaulicht. Der Verarbeiter muß nun verhandeln;
d. h., beide Faktoren sollten vor der Ver- suchen, diesen unteren Wendepunkt der Viskositätsformung nicht stärker als nötig auf die Formmasse kurve zu finden, denn sobald sich das Material in
einwirken. einem Stadium befindet, wie es dem linken oder
Unter Zugrundelegung dieser Erkenntnisse bein- rechten Schenkel der Kurve entspricht, treten Schwiehaltet
das Spritzgießverfahren für die Verarbeitung 40 rigkeiten beim Einspritzen des Materials insofern auf,
von Duroplasten zahlreiche ungünstige Voraus- als die zu geringe Fließfähigkeit ein Füllen bzw. Versetzungen,
dichten der Formteile in Frage stellt. Die niedrigste
Außer das Material in den für die Verformung er- Viskosität des Materials zu finden, ist an sich kein
forderlichen plastischen Zustand zu bringen, hat die ■ Problem, wenn man das Plastifizieren allein betrach-
Plastifizierschnecke in einer Spritzgießmaschine zu- 45 tet. Es erfolgt durch Variieren der Plastifizier-Fak-
sätzlich die Aufgabe, das Einspritzen der Formmasse toren Staudruck, Schneckendrehzahl und Plastifizier-
in die Formnester zu übernehmen. Danach muß eben- temperatur. Beim Spritzgießverfahren wird es jedoch
falls von der Schnecke für eine gewisse Dauer ein dadurch zum Kriterium, daß die Einspritz-Faktoren
Nachdruck aufrechterhalten werden. Spritzdruck, Nachdruck und Spritzgeschwindigkeit
Bedingt durch das Spritzgieß-Prinzip muß die 5° als echte Störgrößen in diesen Einregulierungsvor-
plastische Formmasse während des Einspritzvor- gang einwirken. Die auftretenden Temperaturspitzen
ganges zunächst durch die relativ kleine Austrittsöff- können nur dadurch kompensiert werden, daß eine
nung des Plastifizierzylinders gedrückt werden, um in relativ teure Flüssigkeitsheizung am Plastifizierzylin-
den Angußkanal des beheizten Werkzeuges zu ge- der zum Einsatz kommt.
langen. Von hier aus wird das Material in den meisten 55 Ein weiterer Nachteil ergibt sich dadurch, daß die
Fällen verteilt, und zwar erfolgt hierbei eine recht- hohen Einspritzdrücke an den Schneckengängen und
winklige Umlenkung in mehrere Richtungen. Nicht in den Angußkanälen des Werkzeuges einen erhebselten
werden auch diese Kanäle noch einmal verteilt. liehen Verschleiß verursachen. Am Anschnitt der
Bevor die Masse die Formnester erreicht, durchläuft Formnester wirkt sich das insofern aus, als der Ansie
am Anschnitt eines jeden Formnestes noch einmal 60 guß immer größer wird, wodurch sein Entfernen mehr
eine erhebliche Querschnittsverengung. Hierdurch Aufwand erfordert und die Bruchfläche, auch wenn
entstehen in den Angußkanälen durch Friktion ver- sie nachgearbeitet wird, die optische Wirkung des
ursachte, unkontrollierbare Temperaturspitzen, die Formteiles sehr störend beeinflußt,
sich schädlich auf das Fließverhalten der Formmasse In vielen Fällen führt das dazu, daß das Formteil auswirken. 65 nicht mehr verwendet werden kann. Dieser Umstand
sich schädlich auf das Fließverhalten der Formmasse In vielen Fällen führt das dazu, daß das Formteil auswirken. 65 nicht mehr verwendet werden kann. Dieser Umstand
Außerdem entsteht in den Angußkanälen natur- wirkt sich um so stärker, d. h. in relativ kurzer Zeit,
gemäß ein erheblicher Druckabfall. Es muß also, um aus, je härter und aggressiver die Füllstoffe in der
den erforderlichen Fülldruck noch zu erreichen, mit Formmasse sind.
Grundsätzlich hat es sich gezeigt, daß bei der Verarbeitung von Duroplasten eine Leistungssteigerung
zu erzielen ist, wenn das Material vor der Verformung mittels einer Schnecke plastifiziert wird.
Ausgehend von den bis hier aufgeführten Tatsachen gelangt man zu der Erkenntnis, daß es für
duroplastische Werkstoffe aus technologischen Gründen besser ist, den Plastifiziervorgang vom Einspritzvorgang
zu trennen, damit eine gegenseitige Beeinflussung ausgeschlossen ist.
Bekannt ist eine solche Anordnung bereits beim Spritzpreßverfahren. Zahlreiche Spritzpreßmaschinen,
unabhängig davon, ob sie nach dem Injektions- oder Transferprinzip arbeiten, werden beschickt von sogenannten
Vorplastifizierungseinheiten. Die aus den Ausführungen über das Spritzgießverfahren sich ergebenden
Nachteile werden bei Verwendung von Vorplastifizierungseinheiten weitgehendst ausgeschaltet.
Abgesehen davon, daß durch Trennung von Einspritz- und Plastifiziervorgang das Plastifizieren wesentlich
weniger Probleme in bezug auf das Ausbalancieren der Einstelldaten entstehen, daß eine
elektrische Beheizung völlig ausreichend ist, daß mittel oder hart eingestellte Formmassen ohne weiteres
zum Einsatz kommen können, daß die Plastifizierschnecke kaum einem Verschleiß unterliegt und daß
durch geringe Einspritzdrücke das Werkzeug mehr geschont wird, ergeben sich weitere Vorteile.
Nachdem das dosierte und plastifizierte Material dem Spritzkolben zugeführt wurde, kann bereits der
Plastifiziervorgang für den nächsten Schuß beginnen. Beim Spritzgießen kann dieses erst dann erfolgen, wenn
das Einspritzen beendet und die Nachdruckzeit abgelaufen ist. Daraus ergibt sich ein Zeitgewinn für
das Spritzpressen mit Vorplastifizierung, der sich zwar kaum auf den Gesamtzyklus auswirkt, aber den
entscheidenden Vorteil bringt, daß der Plastifiziervorgang bei geringerer Drehzahl durchgeführt werden
kann, d. h., das Material wird gleichmäßiger aufbereitet, da es besser durchtemperiert werden kann.
Dieser Faktor hat positiven Einfluß auf die Gleichmäßigkeit des Gefüges am fertigen Formteil, was zur
Folge hat, daß die Gefahr der Spannungsbildung und der damit verbundene Verzug wesentlich geringer ist.
Erfindungsgegenstand ist das Spritzpreßverfahren nach dem Injektionsprinzip. Gegenüber dem Transferprinzip
bietet dieses Prinzip Vorteile. Die Formteile werden hierbei bekanntlich durch konische
Düsen ausgepritzt. Durch geeignete Maßnahmen wird dafür gesorgt, daß der in der Düse verbleibende Anguß
zurückgezogen und direkt an der Oberfläche des Formteiles abgerissen wird. Daraus ergibt sich der
wesentliche Vorteil, daß die Formteile angußlos, also gratfrei, die Maschine verlassen. Wie bei jedem Verfahren
unterliegen auch beim Injektionsprinzip die Angüsse einem erhöhten Verschleiß, da die Querschnittsverengung
des Angusses zu einer sehr hohen Strömungsgeschwindigkeit führt. Beim Injektionsprinzip bietet es sich an, die Anspritzdüsen auswechselbar
zu gestalten, wodurch diese Hauptverschleißteile verhältnismäßig billig sind und sehr schnell und
reibungslos ausgetauscht werden können.
Durch die Direktanspritzung wird weiter erreicht, daß erstens das Material während des Einspritzvorganges
nicht umgelenkt wird und zweitens die Fließwege — es handelt sich lediglich um die Düsenlänge
— äußerst kurz sind, so daß der Druckabfall und die naturgemäß auftretende Friktionswärme nie
außer Kontrolle gerät, sondern mit einkalkuliert und ausgenutzt wird.
Beim Transferverfahren dagegen liegen hinsichtlich der Anspritzkanäle des Werkzeuges ähnliche
Verhältnisse wie beim Spritzgießen vor. Auch hier wird das Material häufig umgelenkt und über relativ
lange Fließwege dem Formnest zugeführt. Außerdem sind alle Formteile durch die Angüsse mit einem zentralen
Teller verbunden. Die Teile müssen also noch
ίο getrennt und je nach Größe des Anschnittes entgratet
werden. Diese Anschnitte müssen um so größer gewählt werden, je höher das Füllgewicht ist. Dieser
Nachteil läßt sich beim Injektionsverfahren dadurch ausräumen, daß mehrere Anspritzpunkte mit kleinem
Durchmesser gewählt werden.
Bei bisher bekannten Bauformen von Plastifiziereinrichtungen für Spritzpreßmaschinen ist die
Schnecke parallel, schräg oder rechtwinklig zur Spritzeinrichtung der Einspritzeinheit angeordnet.
Die Beschickung erfolgt entweder durch freien Fall eines plastischen Stranges über eine Schüttrinne
od. dgl. in den Spritzzylinder oder durch Koppelung des Plastifizierzylinders mit dem Spritzzylinder, wobei
der plastische Strang vom Spritzkolben abgeschnitten wird. Es handelt sich also immer um zwei
getrennte Aggregate.
Der Erfingung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten Gattung zu
schaffen, bei der die das Plastifizieren und das Einspritzen der duroplastischen Werkstoffe bewirkenden
Teile völlig unabhängig voneinander bewegt werden können, so daß die beiden Arbeitsvorgänge ohne gegenseitige
Beeinflussung zeitlich überlagert werden können.
Diese Aufgabe soll nach der Erfindung dadurch gelöst
werden, daß der vordere Teil des von der Schnecke unabhängig axial verschiebbaren Zylinders
als Spritzkolben dient, der in einen mit der die Masse-Zuführkanäle enthaltenden Werkzeughälfte verbundenen
Spritzpreßzylinder einführbar ist, und daß in dem Spritzpreßzylinder ein einen Ringraum bildendes
Glied vorgesehen ist, welches das von der Schnecke in Austragrichtung vorgeschobene Material in den
Ringraum ableitet, wo es von dem in diesem einfahrenden Zylinder erfaßt und nach Abscherung des
Massestranges durch Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Ringraum und dem Innenraum des
Zylinders in das Werkzeug gedrückt wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Glied ein Bolzen, der an dem der Schnecke zugekehrten
Ende kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Dabei kann der Bolzen als Anschlag für die Schnecke
beim Vorschieben des Materials dienen.
Bei der Einrichtung nach der Erfindung braucht der Druck der Schnecke gerade nur so groß zu sein,
daß der Massestrang an dem Bolzen geteilt wird. Die Schnecke ist also beim eigentlichen Spritzvorgang
vollständig entlastet. Auch kann bereits während des Einspritzvorganges mit der Plastifizierung begonnen
werden.
Dadurch, daß der Spritzpreßkolben als Teil des Plastifizierzylinders in seinem Querschnitt ringförmig
ausgebildet ist, ergibt sich noch folgender wesentlicher Vorteil:
Eine Ringfläche hat naturgemäß einen größeren Außendurchmesser als es dem Durchmesser eines
flächengleichen Kreises entspricht. Die direkt anzuspritzenden Formteile können daher im Werkzeug
auf einem größeren Düsenkreisdurchmesser angeordnet werden, wodurch zwangläufig eine größere Anzahl
von Formteilen untergebracht werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung für die Spritzpreßausführung ist an Hand
der Zeichnung erläutert. Es zeigt
F i g. 1 bis 5 schematische Ansichten, teilweise im Schnitt, einer Einrichtung nach der Erfindung in verschiedenen
Betriebsstellungen,
F i g. 6 die als Spritzgießmaschine umgebaute Einrichtung nach der Erfindung in einer Betriebsstellung.
Mit 1, la ist ein Zylinder bezeichnet, der eine drehbare und in axialer Richtung verschiebbar gelagerte
Schnecke 2 aufnimmt, die über einen geeigneten Antrieb 3 in Drehung versetzt wird. Die aus
der Schnecke 2 und dem Antrieb 3 bestehende Einheit steht unter der Einwirkung eines druckmittelgesteuerten,
z. B. hydraulisch gesteuerten Zylinders 4, der die axiale Verschiebung der Schnecke 2 sicherstellt.
Die Zylinder 1, la sind bei der in d&r Zeichnung dargestellten Ausführungsform zweiteilig, wobei die
beiden Teile miteinander lösbar verbunden sind.
Das Material wird über den Trichter 5 in den Zylinder 1,1a eingebracht.
Der Zylinder 1, la ist von der Bewegung der Schnecke 2 unabhängig und dient als Spritzkolben, der
mit einem Spritzpreßzylinder 6 zusammenarbeitet, d. h. in diesen einführbar ist. Dieser Spritzpreßzylinder 6
steht mit derjenigen Werkzeughälfte 7 & des Werkzeuges
7 in Verbindung, in der die Masse-Zuführkanäle Id in Form von Düsen eingearbeitet sind.
In dem Spritzpreßzylinder 6 ist ein vorzugsweise als Bolzen 7 c ausgebildetes Glied vorgesehen, das
an dem der Schnecke 2 zugekehrten Ende kegelstumpf förmig ausgebildet ist. Dieser Bolzen 7 c bildet
mit dem Spritzpreßzylinder 6 einen Ringraum 6 a, in den in der Betriebsstellung der Zylinder 1, la eingreift.
Der Spritzpreßzylinder 6 kann unabhängig von der Schnecke2 über druckmittelgesteuerte, z.B. hydraulisch
gesteuerte Zylinder 8, 9 in axialer Richtung verschoben werden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung ist die folgende:
Nach Beendigung des Einspritzvorganges nehmen die einzelnen Teile der Einrichtung die in F i g. 1 der
Zeichnung dargestellte Lage ein. In dieser besonderen Stellung beginnt auch der Härtevorgang.
Innerhalb der Härtezeit setzt nach Ablauf einer einstellbaren Verzögerungsperiode der Plastifiziervorgang
ein. Dabei wird die Schnecke 2 in die in Fig. 2 der Zeichnung dargestellte Lage überführt.
Die Plastifizienmg erfolgt dabei gegen den Bolzen 7 c, wobei die Dosierung der Schnecke 2 nach dem an
sich bekannten Schneckenkolbenprinzip erfolgt.
Nach Ablauf der Härtezeit bewegt sich der als Spritzkolben dienende Zylinder 1, la in die in F i g. 3
dargestellte Lage. Dabei wird der Teil Ta des Werkzeuges
7 in die Offenstellung überführt. In der hinteren Endstellung des Zylinders 1, la wird der an
seiner Stirnfläche beispielsweise mittels schwalbenschwanzförmigen Nuten festgehaltene Angußteller 10
abgestreift, während das Werkstück 11 in der Offenstellung des Werkzeuges 7 ausgestoßen wird.
Anschließend daran wird das Werkzeug 7 wieder geschlossen, während sich der Zylinder 1, la und die
Schnecke 2 in Richtung dieses Werkzeuges 7 bewegen. Während dieser Bewegung entsteht zwischen
dem kegelstumpfförmigen Ende des Bolzens 7 c und der Stirnfläche des Zylinders 1, la ein Ringspalt,
durch welchen die nicht rotierende, also als Kolben wirkende Schnecke 2 das plastische Material in den
Ringraum 6 a des Spritzpreßzylinders 6 hineinschiebt.
ίο Dabei spreizt sich der Massestrang an dem Bolzen 7 c
auf und verteilt sich gleichmäßig in dem Ringraum 6a (Fig. 4).
Im Zuge der Bewegung des Zylinders 1 nach vorne wird der Ringspalt immer kleiner, bis schließlich das
in dem Ringraum 6 α befindliche Material von dem in dem Zylinder 1,1a befindlichen Material vollständig
getrennt ist. In der Endstellung schlägt die Schnecke 2 gegen den Bolzen 7 c an.
Das abgescherte, plastische Material wird anschließend über Masse-Zuführkanäle 7 rf in Form von
Düsen der Werkzeughälfte 7 b in die Formnester durch den Zylinder 1, la eingespritzt.
Da die Austrittsöffnung des Zylinders 1, 1 α bereits
vor Beendigung des Einspritzvorganges von dem Bolzen 7 c verschlossen ist, kann bei entsprechend
vorverlegtem Einschaltimpuls das Plastifizieren bereits während des Einspritzens erfolgen, was vorteilhaft
ist.
Die F i g. 6 veranschaulicht, daß durch bloßes Austauschen des Teiles la des Zylinders 1, la gegen eine Spritzdüse 12 die Einrichtung in eine Spritzgießmaschine umgewandelt werden kann, die besonders für die Verarbeitung von Thermoplasten geeignet ist. Die Wirkungsweise des Spritzgießverfahrens braucht im einzelnen nicht erläutert zu werden, da es an sich bekannt ist.
Die F i g. 6 veranschaulicht, daß durch bloßes Austauschen des Teiles la des Zylinders 1, la gegen eine Spritzdüse 12 die Einrichtung in eine Spritzgießmaschine umgewandelt werden kann, die besonders für die Verarbeitung von Thermoplasten geeignet ist. Die Wirkungsweise des Spritzgießverfahrens braucht im einzelnen nicht erläutert zu werden, da es an sich bekannt ist.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Spritzen von duroplastischen Werkstoffen mit einer in einem Zylinder drehbaren
und axial verschiebbaren Schnecke, welche das Material in Richtung des Spritzwerkzeuges transportiert
und plastifiziert, wobei der Plastifiziervorgang vom Einspritzvorgang getrennt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zylinder (1) als Spritzkolben dient, welcher in einen mit
der die Masse-Zuführkanäle (7 d) enthaltenden Werkzeughälfte (7 b) verbundenen Spritzpreßzylinder
(6) einführbar ist, und daß in dem Spritzpreßzylinder (6) ein einen Ringraum (6 α) bildendes
Glied vorgesehen ist, welches das von der Schnecke (2) in Austragsrichtung vorgeschobene
Material in den Ringraum (6 α) ableitet, wo es von dem in diesen einfahrenden Zylinder (1) erfaßt
und nach Abscherung des Massestranges durch Unterbrechung der Verbindung zwischen dem
Ringraum (6 a) und dem Innenraum des Zylinders (1) in das Werkzeug (7) gedrückt wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glied ein Bolzen (7 c) ist,
der an dem der Schnecke (2) zugekehrten Ende kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (7 c) als
Anschlag für die Schnecke (2) beim Vorschieben des Materials dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|---|
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