DE1908594C3 - Vorrichtung zur Wärmehandlung entspannter synthetischer Fäden - Google Patents
Vorrichtung zur Wärmehandlung entspannter synthetischer FädenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung entspannter, insbesondere multifiler
synthetischer Fäden mit einem hohlen Heizzylinder, an dessen einem Ende ein Fadeneinlaß, der mit einem
Primärgasstrom aus einem Heizgas bzw. -dampf betriebener Injektor ausgebildet ist sowie im Bereich
des Fadeneinlasses ein zusätzlicher Einlaß für einen Sekundärgasstrom bzw. -dampfstrom vorgesehen sind,
und im Bereich dessen anderen Endes ein Fadenauslaß sowie ein Gas- bzw. Dampfauslaß vorgesehen sind.
Derartige Vorrichtungen werden beispielsweise zur Bildung von Kräuselungen in einem synthetischen
Fasergarn, zur Nachbehandlung eines durch Falschzwirnen gekräuselten Garnes, zur Wärmeschrumpfung eines
aus Fäden mit verschiedenen Wärmeschrumpfeigenschaften bestehenden Garnes oder Mehrfachfadens zur
Erzeugung eines voluminösen Garnes oder zum Heißfixieren eines spannungslosen verstreckten Fadens
zur Verbesserung der Formbeständigkeit eingesetzt. Die gattungsgemäßen Vorrichtungen arbeiten kontinuierlich
und erbringen dadurch eine hohe Produktionsleistung. Im allgemeinen werden die zu behandelnden
Fäden der Vorrichtung mittels einer Zuführwalze zugeführt und mit einer unter der Zuführgeschwindigkeit
liegenden Geschwindigkeit aus der Vorrichtung abgezogen. Da der Primärgasstrom jedoch mit relativ
hoher Geschwindigkeit in den Heizzylinder eintritt, wo er sich verlangsamt, besteht die Gefahr, daß sich
insbesondere in der Nähe der Heizzylinderwandung Wirbel bilden, wodurch sich die Fäden verwirren oder
sogar Fadenbündel im Heizzylinder zurückbleiben können. Als Folge ergeben sich minderwertige Qualität,
ungeordnetes Aussehen oder bei kräuselfähigen Fäden ungleichmäßige Kräuselungen der behandelten Fäden.
Bei einer derartigen bekannten Vorrichtung (GB-PS 6 89 175) enthält der mit dem Primärgasstrom betriebene
Injektor einen zusätzlichen Einlaß für einen Sekundärgasstrom, der von oben konzentrisch um den
zu behandelnden Faden in den Fadenkanal des Injektors eintritt und daher den Faden bereits umgibt, ehe dieser
mit dem Primärgasstrom zusammentrifft Der Sekundärgasstrom gemäß der in der GB-PS 6 89 175
beschriebenen Vorrichtung dient jedoch lediglich der Verbesserung des Wärmehaushalts der Vorrichtung und
ändert nichts an den Strömungsverhältnissen im Raum hinter der Injektormündung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bildung ^on Wirbeln im Heizzylinder zu vermeiden und
somit eine wesentliche Voraussetzung für eine Verbesserung der Qualität der behandelten Fäden zu schaffen.'
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der zusätzliche Einlaß in der fadeneinlaßseitigen
Stirnwand des Heizzylinders bzw. in dessen Umfangswand derart angeordnet ist daß der Sekundärgasstrom
bzw. -dampfstrom in Bewegungsrichtung des synthetischen Fadens gesehen hinter der Injektormündung
in dem Heizzylinder mit dem Primärgasstrom zusammentrifft.
Es hat sich gezeigt daß durch diese Maßnahmen die nachteiligen Wirbel im Heizzylinder so weitgehend
vermieden werden, daß Verwirrungen, ungleichmäßige Kräuselungen u. dgl. der Fäden nicht mehr auftreten.
Der Sekundärgasstrom bzw. -dampfstrom kann dem zusätzlichen Einlaß unter normalem oder unter
erhöhtem Druck aus einer hierfür vorgesehenen Sekundärstrom-Zuführeinrichtung bzw einem Sekundärgas-Vorratsbehälter
zugeführt werden.
Vorzugsweise ist über die Gesamtlänge der Vorrichtung ein enger Schlitz vorgesehen, der im Betrieb
zumindest nahe dem Fadeneinlaß offen ist
Um die Wärme des Primärgasstromes, der den Heizzylinder durchströmt hat besser auszunutzen, ist in
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Heizzylinder von einem Mantel umgeben ist daß der
zusätzliche Einlaß das Innere des Heizzylinders mit dem Mantelraum zwischen Mantel und Heizzylinder verbindet,
und daß an einer im Abstand zum Fadeneinlaß liegenden Stelle eine Gasdurchtrittsöffnung zwischen
dem Innenraum des Heizzylinders und dem Mantelraum vorgesehen ist Auf diese Weise wird also der
Sekunda! strom von dem sonst ungenutzt unten aus der
Vorrichtung austretenden Primärstrom abgezweigt Vorzugsweise wird dabei der Strömungsquerschnitt der
Gasdurchtrittsöffnung regelbar ausgebildet.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schemattscher Darstellungen an mehreren Ausführungsbeispielen
noch näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der der Sekundärstrom vom Umfang des Heizzylinders her
in diesen eintritt,
Fig. 2 und 3 ähnliche Vorrichtungen wie in Fig. 1,
jedoch mit etwas ande~er Ausbildung des Injektors bzw.
des oberen Endes des Heizzylinders,
Fig.4 und 5 erfindungsgemäße Vorrichtungen mit
einem den Heizzylinder umgebenden Mantel,
Fig.6 eine erfindungsgemäße Vorrichtung ähnlich denen der F i g. 1 bis 3, die einem längs verlaufenden
Schlitz versehen ist,
Fig.7 eine erfindungsgemäße, mit einem den Heizzylinder umgebenden Mantel versehene Vorrichtung,
die ebenfalls einen längs verlaufenden Schlitz aufweist, ι ο
F i g. ti einen Querschnitt längs A-A' in Fig. 6,
F i g. 9 einen Querschnitt längs B-B in F i g. 6 und
F i g. 10 einen Querschnitt längs C-C 'in F i g. 7.
In allen Figuren bezeichnet 1 den Faden vor der Wärmebehandlung, 2 eine Faden-Zuführöffnung, 3 eine
Zuführleitung für einen erhitzten Primärgasstrom, 4 einen Fadeneinlaß, der gleichzeitig den Einlaß für den
Primärgasstrom bildet, 5 eine Zuführleitung für einen Sekundärgasstrom. 6 einen Heizzjlinder, 7 zwei
Zuführwalzen, 8 eine Piatte, 9 eine Faden-Austrittsöffnung,
10 zwei Abzugswalzen, 11 einen Mantel, 12 einen Sekundärgas-Ansaugkanal, 13 einen Umlaufbereich, 14
eine Zuführöffnung für einen zurückgeführten Sekundärgasstrom, 15 eine Gasstrom-Regelplatte und 16
einen Schlitz.
Dem in F i g. 1 dargestellten Heizzylinder 6 ist an dessen Innenoberfläche ein nicht dargestellter Erhitzer
zugeordnet. Der Faden 1 wird über die Zuführwalzen 7 der Faden-Zuführöffnung 2 zugeführt Der Primärgasstrom
wird durch die Zuführleitung 3 eingeführt, trifft in einem Bereich A des Injektors auf den Faden 1,
transportiert dann den Faden von einem Fadeneinlaßbereich B des Injektors in Richtung zu einem
Fadenauslaßbereich C des Injektors hin und wird durch den Fadeneinlaß 4 in den Heizzylinder 6 geführt. Der
Faden 1 bewegt sich also in dem von einer Seite des Einführteils eingeführten Primärgasstrom. Im Bereich C
wird der Faden 1 durch den Primärgasstrom in den Heizzylinder 6 hineingedrückt. Im Heizzylinder 6 mischt
sich der Primärgasstrom mit dem Sekundärgasstrom und transportiert den Faden 1 gleichmäßig. Währenddessen
wird die Wärmebehandlung des entspannten Fadens 1 durchgeführt Der Faden 1, der kontinuierlich
in den Heizzylinder 6 eingeführt wird, wird nach der Wärmebehandlung mittels der Abzugswalzen 10 durch
die Austrittsöffnung 9 herausgezogen. Der Warmgasstrom tritt ebenfalls durch die Austrittsöffnung 9 aus.
Die Ausführungsformen gemäß F i g. 2 und 3 weisen ebenfalls ein Kopfteil mit einer Faden-Zuführöffnung 2,
einer Zuführleitung 3 für den erhitzten Primärgasstrom und einer Zuführleitung 5 für den Sekundärgasstrom
auf. Diese Teile sind in entsprechender Weise wie in F i g. 1 gezeigt angeordnet Der erhitzte Primärgasstrom
strömt also den Faden 1 umgebend in den Zylinder.
Die Fig.4 und 5 zeigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei denen ein selbsttätig
umlaufender Gasstrom als Sekundärgasstrom verwendet wird. Hierbei läuft der Faden 1 wie in F i g. 1
gezeigt. Der erhitzte Primärgasstrom wird über die Zuführleitung 3 eingeführt, trifft auf den Faden 1 und
wird dann dem Heizzylinder 6 zugeleitet. Der Primärgasstrom strömt in Faden-Laufrichtung nach
unten und tritt teilweise durch die Austrittsöffnung 9 aus. Der restliche Teil des Primärgasstromes wird von
dem Sekundär-Ansaugkanal 12 für Warmgas angesaugt, strömt durch den Umlaufbereich 13 zwischen dem
Heizzylinder 6 und dem Mantel 11 und wird als Sekundärgasstrom aus der in der Nähe des Fadeneinias
ses 4 offenen Zuführleitung 14 für selbsttätig umlaufendes Gas in den Heizzylinder 6 zurückgeführt An derr
Sekundärgas-Ansaugkanal 12 ist eine Gasstrom-Regelplatte
15 zur konstanten Regelung der Strömungsmenge des Sekundärgasstromes vorgesehen. Der Heizzylinder
weist also in dem Faden-Einlaßabschnitt in der Nähe des Fadeneinlasses einen oberen Durchströmungskanai
und an einer geeigneten, tiefer als der FadeneinlaC liegenden Stelle einen unteren Durchströmungskanai
auf, wobei Warmgas durch einen tiefer a!s der Fadeneinlaß gelegenen Abschnitt des Heizzylinders in
den Mantel eingeführt und über den oberen Durchströmungskanai in dem Heizzylinder in Umlauf gebracht
wird. Der Mantel kann auch in anderer Form ausgebildet sein, sofern der selbsttätig aus dem unteren
Teil des Heizzylinders gesaugte Sekundärgasstrom in der Nähe der Faden-Einlaßöffnung zum Umlaufen in
den Heizzylinder eingebracht wird.
Die Fig.6 und 7 zeigen Ausführungsformen der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei welchen der gesamte Sekundärgasstrom oder ein Teil desselben
durch einen Schlitz eingeführt wird. Der Faden läuft wie in F i g. 1 gezeigt Der erhitzte Primärgasstrom wird aus
der Zuführleitung 3 eingeführt trifft auf den Faden 1 und wird dann dem Heizzylinder 6 zugeführt. Der gesamte
Sekundärgasstrom oder ein Teil desselben wird durch den Schlitz 16 eingeführt der zweckmäßigerweise für
das Einführen des Fadens in die Vorrichtung bestimmt ist Der Schlitz kann über die gesamte Länge der
Vorrichtung bzw. des Fadeneinlaßteils und des Heizzylinders gehen. Der Schlitz kann eng sein und hat z. B. für
die Behandlung von Fäden von 150 den vorzugsweise
eine Breite von 0,1 bis 1,0 mm.
Auch der mit einem Schlitz versehene Zylinder kann an einer geeigneten, tiefer als der Fadeneinlaß
gelegenen Stelle mit einem Gasstrom-Ansaugkanal versehen sein, wobei der Einlaß für ein selbsttätig
umlaufendes Gas mit dem um den Faden vorgesehenen Ansaugkanal in Verbindung steht (vgl. F i g. 7).
Der Umlaufbereich 13 in der Fig.7 erfüllt genau
dieselbe Aufgabe wie der in den F i g. 4 und 5 dargestellte. Bei den Ausführungsformen mit einem
Längsschlitz kann dieser geöffnet werden, wenn ein Faden eingeführt wird, und dann durch einen Verschluß
geschlossen werden, wobei die Stelle nahe dem Fadeneiiilaß während des Betriebes der Vorrichtung
offengelassen wird.
Der Sekundärgasstrom-Einlaß kann auch die Form eines oder mehrerer Schlitze oder ringförmiger bzw.
kreisförmiger Öffnungen od. dgl. besitzen.
Bei den beschriebenen Vorrichtungen ist der Querschnitt des Heizzylinders größer als der der Primärgas-Zuführleitung,
und die Strömungsmengen des Sekundärgasstromes und des Primärgasstromes werden so
gesteuert, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Gasstromes im Zylinder reduziert wird, so daß der
Faden in entspanntem Zustand bleibt. Ohne Sekundärgasstrom ist es hingegen außerordentlich schwierig, den
Faden gleichmäßig durch den Zylinder zu führen. Im in F i g. 1 gezeigten Bereich D könnten nämlich dann
zeitweilige Druckverminderungen auf Grund der Einwirkung des Primärgasstromes eintreten, wobei sich
im Bereich E in der Nähe der Innenumfangswand des Zylinders Luftwirbel bilden. Diese Bildung von Luftwirbeln
kann eine Rückwärtsbewegung des Fadens und einen Stau an einem Ende des Faden-Zuführeinlasses
bewirken, so daß der Faden nicht eleichmäßie durch den
Zylinder transportiert wird. Wenn jedoch ein Sekundärgasstrom genügend großer Strömungsmenge vorhanden ist wird der Faden gleichmäßig durch den Zylinder
transportiert Um den Faden in entspanntem Zustand zu halten, müssen allerdings die Strömungsmengen der
Primär· und Sekundärgasströme in geeigneter Weise geregelt werden. Da der Sekundärgasstrom zur
Verbesserung der Wärmewirkung auf dem Faden vorgesehen ist um Ungleichmäßigkeiten in der
Heizwirkung zu beseitigen, wird der Sekundärgasstrom zweckmäßig im wesentlichen auf die Temperatur des
Primärgasstromes oder der Umfangswand des Zylinders erwärmt ehe der Vorgang stattfindet Daher kann
der Sekundärgasstrom praktisch fortgesetzt so durch den Zylinder umlaufen, daß das eingeführte Warmgas
an einer beliebigen Stelle an einem Ende des Zylinders aus demselben gesaugt wird (vgl. F i g. 4,5,7). In diesem
Falle setzt sich der durch den Heizzylinder strömende Warmgasstrom aus dem Umlaufgasstrom und einem
zusammen mit dem Faden einzuführenden Gas zusammen.
Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt der Druck des Primärgases normalerweise unter
2 kg/cm2 (Überdruck), vorzugsweise unter 0,5 kg/cm2.
Die Strommenge des Primärgases pro Faden liegt gewöhnlich über 10 ml/sec, vorzugsweise 50 ml/sec, und
unter 4000 ml/sec.
Die Temperatur des Heizzylinders ist je nach der Art
des der Wärmebehandlung zu unterwerfenden Fadens sehr verschieden und liegt gewöhnlich zwischen etwa 70
und etwa 25O0C Die Temperaturen des Primärgasstromes und des Sekundärgasstromes liegen gewöhnlich
zwischen etwa 70 und etwa 2500C bzw. zwischen Raumtemperatur und etwa 2500C
Der Querschnitt des Heizzylinders sollte im Durchmesser oder in der Seitenlänge größer sein als der des
Einführteiles sowohl für den Faden als auch das Primär-Warmgas, vorzugsweise mindestens viermal
und insbesondere mehr als zehnmal und weniger als zweihundertmal so groß. Man kann aber auch den
Querschnitt des Heizzylinders zwischen vier- und zweihundertma) so groß wie denjenigen des Einlaßteiles
für den Faden und das Primärgas wählen.
Die Länge des Zylinders richtet sich nach der gewünschten Dauer, während der der Faden in ihm
verbleiben soll, und nach der Intensität der Wärmebehandlung auf den Faden in Abhängigkeit von dessen
Wärmeschrumpfung, wobei diese Dauer länger bemessen wird als die Dauer der Wärmebehandlung. In der
Praxis hat die Zylinderlänge eine Größe von mindestens 15 cm, vorzugsweise mehr als 30 cm und weniger als
2m.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung findet bei verschiedenen Verfahren für die Wärmebehandlung in der
Textilindustrie Verwendung, z.B. bei Verfahren zum
Nachfixieren von texturierten Mehrfachfäden, bei Heißfixierverfahren zum Zwecke der Schrumpningsreduzierungin Fäden, bei Verfahren zum Vergrößern des
Volumens von gesponnenem Garnoder Mehrfachfäden, die aas Fasern mit verschiedenen Wänneschrumpfeigens Mafien bestehen, durch Wänneschrumpfen oder
bei Verfahren zur Kräuselbikfang bei Fasergarnen, wie
z.B. ans zwei Komponenten bestehendem Fadengarn
der Einlaßöffnung für den Primärgasstrom und des Heizzylinders vorteilhaft als Rechteck ausgebildet.
Im folgenden werden einige Beispiele der wärmebehandlung mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung
beschrieben.
Kristallines Polypropylen wurde schmelzgesponnen, und von einer Seite wurde Kühlluft zugeführt, so daß
man einen unverstreckten Faden mit einer in Längsrichtung deutlich asymmetrischen inneren Struktur erhielt.
Der unverstreckte Faden wurde bei 6O0C auf einem heißen Stift auf die dreifache Länge verstreckt so daß
man ein aus 36 Fäden bestehendes verstrecktes Fadenbündel mit starker Kräuselung und mit einem
Titer von 158 den erhielt Das verstreckte Fadenbündel
wurde mittels der in F i g. 1 gezeigten Vorrichtung unter den folgenden Bedingungen wärmebehandelt:
3°
35
40
Als erfmdungsgemäß zu verwendendes Wanngas
kann Luft,- Dampf oder eine Mischung aas Luft and Dampf eingesetzt werden. Wenn eine Vielzahl von
Fäden gleichzeitig behandelt wird, ist der Querschnitt
| Zuführgeschwindigkeit | 400 m/min |
| Abziehgeschwindigkeit | 200 m/min |
| Primär-Warmgasstrom | Luft |
| Luftdruck | 0,08 |
| kg/cm2 | |
| (Über | |
| druck) | |
| Strommenge | 200 ml/sec |
| Temperatur | 1400C |
| Zuführleitung | |
| Durchmesser des Fadeneinlasses | 2 mm |
| Heizzylinder | |
| Durchmesser | 25 mm |
| Länge | 400 mm |
| Innentemperatur | 1400C |
| Sekundär-Warmgasstrom | Luft |
| Temperatur | 1400C |
| StroHimenge | 300 ml/sec |
Das so erhaltene Fadenbündel hatte die Kräuselzahl 31 und einen Kräuselindex von 35%.
Die Kräuselzahl bezeichnet die Anzahl der Kräuselungen pro 254 mm bei einer Spannung von 2 mg/den.
Der Kräuselindex wird nach der Gleichung
45
50
h-a
■ 100 (%)
berechnet wobei b die Länge des Musters bei einer Spannung von 100 mg/den und a die Länge des Musters
bei einer Spannung von 2 mg/den ist
Ein aus Polyäthylen-terephthalat bestehendes Fadenbündel mit 24 Fäden «nd 50 den wurde falschgezwant
und aufgerollt Das Fadenbündel wurde in entspanntem Zustand unter den folgenden Bedingungen mittels einer
den Kopfteil von Fig.2 aufweisenden Vorrichtung
warmebehandelt: /
Zuführgeschwindigkeit
Abziehgeschwindigkeit
Primar-Warmgasstrom
Luftdruck. -
Strommenge
Temperatur
600m/mnH f§
420m/nnriy
Loft --.
l50iÜ/sec
iss**; „,*
¥i
Zuführleitung
Durchmesser des Fadeneinlasses
Heizzylinder
Heizzylinder
Durchmesser
Länge
Innentemperatur
Sekundär-Warmgasstrom
Sekundär-Warmgasstrom
Temperatur
Strommenge
1,5 mm
25 mm 500 mm 155° C Luft
155° C 300 ml/sec
155° C 300 ml/sec
Es wurde ein Fadenbündel mit einem Kräuselindex von 40% erhalten, das keinen Drall mehr aufwies.
Ein aus 24 Fäden bestehendes Fadenbündel aus Polyäthylenterephthalat-isophthalat-9 : !-Mischpolymerisat
mit 50 den, das nach 30minutiger Behandlung mit kochendem Wasser einen Schrumpfgrad von 12,5%
aufwies, wurde in entspanntem Zustand mittels der in F i g. 4 dargestellten Vorrichtung unter den folgenden
Bedingungen wärmebehandelt:
Zuführgeschwindigkeit
Abziehgeschwindigkeit
Warmgasstrom
Luftdruck
Abziehgeschwindigkeit
Warmgasstrom
Luftdruck
Strommenge
Temperatur
Zuführleitung
Zuführleitung
Durchmesser des Fadeneinlasses
Heizzylinder
Heizzylinder
Durchmesser
Länge
Innentemperatur
Rückgeführter Gasstrom
Rückgeführter Gasstrom
Temperatur
Strommenge
400 m/min 330 m/min Luft 0,15
kg/cm2 (Überdruck) 400 ml/sec 1750C
kg/cm2 (Überdruck) 400 ml/sec 1750C
2,0 mm
25 mm 500 mm 175° C Luft
175° C 800 ml/sec
175° C 800 ml/sec
Es wurde ein Fadenbündel mit ausgezeichneter Formbeständigkeit erhalten, das nach der Behandlung
mit kochendem Wasser einen Schrumpfgrad von 3,7% aufwies.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
«9648/121
¥1537
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Wärmebehandlung entspannter,
insbesondere multiGier synthetischer Fäden mit einem hohlen Heizzylinder, an dessen einem Ende
ein Fadeneinlaß, der als mit einem Primärgasstrom aus einem Heizgas bzw. -dampf betriebener Injektor
ausgebildet ist, sowie im Bereich des Fadeneinlasses ein zusätzlicher Einlaß für einen Sekundärgasstrom
bzw. -dampfstrom vorgesehen sind, und im Bereich dessen anderen Endes ein Fadenauslaß sowie ein
Gas- bzw. Dampfauslaß vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß der zusätzliche
Einlaß (5; 14; 16) in der fadeneinlaSseitigen Stirnwand des Heizzylinders (6) bzw. in dessen
Umfangswand derart angeordnet ist, daß der Sekundärgasstrom bzw. -dampfstrom in Bewegungsrichtung
des synthetischen Fadens (1) gesehen hinter der Injektormündung in dem Heizzylinder mit
dem Primärgasstrom zusammentrifft
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß über die Gesamtlänge der Vorrichtung (2,4,6; 2,4,6,11) ein enger Schlitz (16) vorgesehen
ist, der im Betrieb zumindest nahe dem Fadeneinlaß offen ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizzylinder (6) von einem
Mantel ill) umgeben ist, daß der zusätzliche Einlaß
(14) das Innere des Heizzylinders (6) mit dem Mantelraum (13) zwischen Mantel (11) und Heizzylinder
(6) verbindet, und daß an einer im Abstand zum Fadeneinlaß (4) liegenden Stelle eine Gasdurchtrittsöffnung
(12) zwischen dem Innenraum des Heizzylinders (6) und dem Mantelraum (13) vorgesehen
ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsquerschnitt der Gasdurchtrittsöffnung
(12) regelbar ist.
40
Applications Claiming Priority (6)
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|---|---|---|---|
| JP1100168 | 1968-02-20 | ||
| JP1100168 | 1968-02-20 | ||
| JP1245468 | 1968-02-26 | ||
| JP1245468 | 1968-02-26 | ||
| JP5784768 | 1968-08-13 | ||
| JP5784768 | 1968-08-13 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908594A1 DE1908594A1 (de) | 1969-09-04 |
| DE1908594B2 DE1908594B2 (de) | 1976-04-08 |
| DE1908594C3 true DE1908594C3 (de) | 1976-11-25 |
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