DE186C - Metallpatronen-Hülsen - Google Patents
Metallpatronen-HülsenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/26—Cartridge cases
- F42B5/28—Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal
- F42B5/295—Cartridge cases of metal, i.e. the cartridge-case tube is of metal coated
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Description
1877.
JAMES HERBERT BULLARD in SPRINFIELD (Mass. V. S. A.)
. : Metallpatronen-Hülsen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom II. August 1877 ab.
Diese Erfindung hat die Herstellung einer Metallpatronen-Hülse zum Gegenstande, welche
an ihrer Aufsenseite aus einem besonders zweckentsprechenden Metalle, wie Messing, besteht
und innen mit einem, dem besonderen Zwecke gleichfalls entsprechenden anderen Metalle, wie
Kupfer, jedoch vorzugsweise in dünnerer Lage, als aufsen, ausgelegt ist. .
Eine solche Patronen-Hülse kann wie folgt hergestellt werden: Man legt eine dünne Kupferplatte auf eine dickere Messingplatte, und verarbeitet
dann beide zusammen in eine Patronen-Hülse. Die hierbei gewöhnlich anzuwendende Methode würde die sein, die zusammengelegten
Platten unter eine doppelt wirkende Presse zu bringen, die mit einerBewegung die Platten in Scheibenform schneidet, wie sie Fig. 1 zeigt, nnd dann
mit einer zweiten Bewegung die Scheibe in die in Fig. 2 und 3 als Ober- und Seitenansicht
dargestellte Becherform stanzt. Vermittelst eines Satzes verschiedener Stanzen wird die Becherform
nach und nach in die Formen gezogen, wie sie durch Ober- und Seitenansichten in den
Figuren 4 und 5, 6 und 7, 8 und 9 und 10 und 11 dargestellt sind. Der Kopf befindet sich
an der. Basis der letztgezeichneten Hülse. Das Metall wird während dieser Procedur geglüht,
sobald es zum Bearbeiten zu. hart wird. Wenn die Patronen-Hülse die in Fig. 10 und 11 angegebene
Form erreicht hat, so ist sie fertig, ausgenommen, dafs üire Form dahin modificirt
werden kann, um in die Patronen-Kammern der verschiedenen Waffen zu passen.
Fig. 12 ist ein verticaler Durchschnitt der in
Fig. 11 von aufsen gezeigten Hülse. Die Hülse ist hier beträchtlich vergröfsert, um die zwei
Metalllagen, die diese eine Hülse bilden, deutlicher zu zeigen. α bezeichnet die äufsere
Messingumhüllung, b die inwendige Kupferauslage und c den Hülsenkopf. Gerade im Kopfe
ist die Kupferauslage gekrempt, um die Verstärkung ί>1 zu bilden, welche zu der Dauerhaftigkeit
der Hülse beiträgt und es verhindert, dafs die Kupferauslage von der Messingumhüllung
losgelöst wird.
Die vorstehend beschriebene Methode zur Anfertigung einer Patronen-Hülse läfst die beiden
Metalllagen ohne zusammen hängende Verbindung und die beiden Berührungsflächen derselben
sind nicht zusammen ausdehnbar vereinigt. Eine solche Verbindung kann aber, wenn erwünscht,
dadurch veranlafst werden, dafs man die Berührungsfläche eines oder beider Metalle verzinnt,
ehe man zur Herstellung der Patronen-Hülsen schreitet. Die Glühprocedur dient dann
gleichzeitig zum Zusammenlöthen des Messings und Kupfers, und auch ohne dieselbe wird die
durch den Gebrauch der Stanzen hervorgerufene Hitze und Pressung das Zusammenlöthen bewirken.
Eine andere Art, Patronen-Hülsen anzufertigen, die eine äufsere Messing-Umhüllung haben,
welche mit einer inwendigen Kupfer-Auslage eng verbunden ist, besteht darin, eine Scheibe erhitzten
Kupfers auf den Boden einer Giefsform zu legen und dann geschmolzenes Messing darüber zu giefsen. Die beiden Metalle vereinigen sich hierdurch eng auf der Oberfläche
des Kupfers infolge der Abschmelzüng öder Halbschmelzung.
Der so erhaltene, in Fig. 13 dargestellte Barren, bei der d das Kupfer und e das Messing andeutet,
wird dann in Platten gewalzt, die auf der einen Seite von Messing, auf der anderen von
Kupfer sind, und die Platten werden sodann zu Patronen-Hülsen verarbeitet.
Die innere Auslage der Patronen-Hülsen sollte aus einem Metalle bestehen, welches, wie Kupfer,
durch die lang andauernde Berührung mit Pulver nicht angefressen wird.
Wenn die oben beschriebene erste Methode angewendet wird, dann ist es nicht absolut
nöthig, dafs die beiden Metalle von Anfang an zusammen bearbeitet werden, da dieselben, wie
klar ist, einzeln in Scheiben geschnitten und vorher in die anfängliche Becherform geprefst
werden können, ehe die beiden Metalle endgültig zusammengesetzt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Methode, eine Metallplatte auf eine Platte von anderem Metalle zu legen und dann die beiden Platten, die nicht zusammen ausdehnbar vereinigt sind, in eine Patronen-Hülse zu verarbeiten, wie beschrieben.
- 2. Eine Patronen-Hülse, die aus zwei Lagen von verschiedenem und verschieden dickem Metalle, die nicht zusammen ausdehnbar vereinigt sind, besteht, wie beschrieben.Die Methode, eine Metallplatte auf eine Platte von anderem Metalle zu legen, von denen die Berührungsfläche von einer Platte oder beider, mit Loth überzogen ist, und dann das vereinigte Metall in eine Patronen-Hülse zu verarbeiten, wie beschrieben.
Eine Patronen-Hülse, die aus zwei Dicken von verschiedenen Metallen, die durch Loth zusammen ausdehnbar vereinigt sind, besteht, wie beschrieben.
Die Methode, das Kupfer und Messing in einer Giefsform durch Schmelzung zu vereinigen, dann das doppelte Metall in Platten zu walzen und endlich die Platten zu Patronen-Hülsen zu verarbeiten, wie beschrieben.
6. Eine Patronen-Hülse, die eine äufsere Umhüllung von Messing hat und bei der eine innere Kupfer-Auslage vermittelst Giefsens an das Messing geschmolzen ist, alles in den Anordnungen, wie es dargestellt und ausführlich beschrieben ist.Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE186T | 1877-08-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE186C true DE186C (de) |
Family
ID=70919293
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE186DA Expired - Lifetime DE186C (de) | 1877-08-10 | 1877-08-10 | Metallpatronen-Hülsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE186C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2098461A1 (de) * | 1970-07-16 | 1972-03-10 | Jury & Spiers Pty Ltd |
-
1877
- 1877-08-10 DE DE186DA patent/DE186C/de not_active Expired - Lifetime
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|---|---|---|---|---|
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