DE183660C - - Google Patents

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DE183660C
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mosaic
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F11/00Designs imitating artistic work
    • B44F11/04Imitation of mosaic or tarsia-work patterns

Landscapes

  • Toys (AREA)
  • Road Signs Or Road Markings (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSGHRIFT
- JVIl83660 -KLASSE 754, GRUPPE
EMIL NIEDERHÄUSER in CÖLN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1906 ab.
Echte Glas- und Steinmosaiken, insbesondere solche, die in größeren Flächen zur Ausschmückung der Wände von kirchlichen und Profanbauten Verwendung finden, sind bekanntlich äußerst kostspielig herstellbar und geben nach ihrer Anbringung oft garnicht oder nur in bedeutend geringerem Maße, als erwartet werden durfte, die gewünschte Wirkung ab. Der Grund dieser Erscheinung liegt
ίο zunächst darin, daß sich der Lichteinfall, dessen Stärke und die hiermit verbundenen Reflexerscheinungen selten so genau vorherbestimmen lassen, um ein diesen und den örtlichen Verhältnissen durchaus angepaßtes Verteilungs- und Farbenspiel in den Mosaikflächen treffen zu können. So läßt nämlich die etwa als Grundfarbe getroffene ausgedehnte Verwendung von Goldmosaik bei parallel mit seiner Lage oder nur in geringer
ao Winkelstellung zu ihr gerichtetem Blick durchaus den eigentümlichen Charakter des Mosaiks vermissen; in breiten Flächen betrachtet, wirkt Goldmosaik direkt blechern oder unschön.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun ein Verfahren, welches nicht nur einen täuschenden -und schnell herstellbaren Ersatz von Glas- und Steinmosaiken bei solchen Fällen und Gelegenheiten bieten soll, bei welchen es auf große Billigkeit der Dekoration, wie z. B. bei der vorläufigen Ausprobierung der Wirkungen von später anzulegenden echten Mosaiken oder bei der Ausschmückung nur kürzere Zeit dauernder Bauten, wie Ausstellungs-, Festräume usw. ankommt, sondern selbst echte Mosaikbeläge an effektvoller Wirkung ganz bedeutend übertrifft.
Das Verfahren geht von der bekannten Kinderbeschäftigung aus, Gold-, Silber- bezw. Buntpapiere, wie sie im Handel überall kauflieh sind, in kleine Schnitzel zu schneiden und auf Unterlagen aufzukleben. Und zwar erfolgt dieses Ankleben nach der vorliegenden Erfindung nicht derart, daß die Papierstückchen sich ganz glatt, d. h. also ringsum fest an ihre Unterlage anlegen, sondern so, daß nur einzelne Stellen, wie etwa die unteren Ecken und Kanten Klebstoff erhalten, während die anderen Teile etwas von der Unterlage abstehen, also sich selbsttätig etwas vornüber biegen oder auch nach der Seite krümmen sollen. Hierdurch werden nämlich Reflex erscheinuhgen hervorgerufen, die gegenüber den Effekten echter Mosaikbeläge von ganz unvergleichlich schöner Wirkung sind; denn da die einzelnen Steinchen der letzteren ja doch nicht völlig ebene Flächen bilden, kommen sie, um es zu wiederholen, von manchen Standpunkten aus betrachtet, nicht zur Entfaltung ihres Glanzes und ihrer Farbe, während dies bei den nach den verschiedensten Richtungen hin sich werfenden oder biegenden Papierschnitzeln vorliegenden Mosaikersatzes in hohem Maße der Fall ist.
Um die Dauerhaftigkeit der Papierschnitzel und deren Glanz zu erhöhen, empfiehlt es sich, dieselben vor dem Aufkleben auf beiden Seiten mit einem gegen Feuchtigkeit schützenden Lack zu versehen; derselbe muß natürlich auf der Vorderseite durchsichtig sein.
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Statt einseitig bunter bezw. bronzierter Papiere lassen sich auch doppelseitig wirkende Papiere anwenden. Ebenso lassen sich selbstverständlich an Stelle von Papieren dauerhaftere Stoffe, wie Leinwand, dünne Metallplättchen und dergl. in Anwendung bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Mosaikersatz durch Ankleben von Schnitzeln aus Papier, Leinwand, Metallblech usw. auf eine Unterlage, wie Wandflächen oder Decken, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitzel nicht mit ihrer ganzen Fläche, sondern wahllos bald mit diesem, bald mit jenem Teil ihrer Fläche, z.B. den Ecken, Rändern und dergl. angeklebt werden, um ein Werfen oder Abheben der nicht angeklebten Stellen von der Unterlage zu ermöglichen. '
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