DE1809262C3 - Walzgerüst - Google Patents
WalzgerüstInfo
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- B21B13/005—Cantilevered roll stands
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Description
Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung; sie
geht dabei von der DE-PS 8 75 035 aus.
Aus der US-PS 30 18 676 ist ein Walzgerüst bekannt, bei dem zwei Arbeitswalzen antreibbar in einem
Ständer gehaltert werden; weiterhin ist eine Meßwelle vorgesehen, welche die Belastung des Materials
ermittelt. Die Arbeitswalzen sind an beiden Enden in Lagern gehalten, so daß es sich nicht um eine
freitragende Konstruktion handelt Weiterhin ist die Meßwelle so angeordnet und ausgelegt, daß sie auf die
Gesamtbewegung der Arbeitswalze und ihrer Lager
s anspricht Da diese Bewegung jedoch nur gering ist,
lassen sich keine genauen Meßergebnisse erhalten.
Aus der US-PS 30 97 549 ist ein Walzwerkgerüst bekannt, bei dem Meßzellen vorgesehen sind, um die
Ablenkung der Walzen aufgrund der Walzbeiastung zu
ίο ermitteln. Da es sich hierbei um ein Reversierwalzwerk
handelt würde eine Messung der Materialspannung keine brauchbaren Ergebnisse liefern.
Aus der DE-PS 5 63 381 ist es bekannt, die Arbeitswalzenwelle zusätzlich um eine Achse schwenkbar
zu lagern, die senkrecht und versetzt zu der Walzlinie verläuft Dadurch sollen Beschädigungen
beim Bruch von Walzen verhindert werden.
Und schließlich ist aus der DE-PS 8 75 035 ein Walzgerüst der angegebenen Gattung bekannt Die
Verstellmöglichkeit dient einerseits zur Anpassung des Achsabstandes der Walzen an das herzustellende
Walzgut, gleichzeitig aber auch zur Bruchsicherung beim Auftreten von überhöhten Kräften. In diesem Fall
können die beiden Arbeitswalzen durch Vergrößern des Walzspaltes nachgeben.
Beim Walzen von Stäben, Stangen bzw. Drähten hängt die Breite und Höhe des das Endwalzenkaliber
verlassenden Stabes im bestimmten Umfang von der Spannung des Materials zwischen dem Endwalzenkaliber
und dem vorletzten Walzenkaliber und der Spannung zwischen dem vorletzten Walzenkaliber und
dem vorhergehenden Walzenkaliber, sowie, in bestimmten Fällen, von der Spannung hinter dem Endwalzenkaliber
ab. Sollen die Höhe und Breite des Materials, das das letzte Walzenkaliber verläßt, nur wenig um die
angestrebten Werte schwanken, so sollte die Spannung zwischen benachbarten Walzenkalibern und in be^
stimmten Fällen nach dem letzten Walzenkaliber genau eingeregelt werden. Dazu ist es erforderlich, die
Materialspannung an diesen Stellen zu messen und das Walzen so zu steuern, daß die Materialspannung
dauernd auf den vorherbestimmten, angestrebten Wert korrigiert wird.
Damit eine solche Einstellung die gewünschte Wirkung erzielt, ist es insbesondere bei den hohen
Walzgeschwindigkeiten, die beim Material mit kleinem Querschnitt auftreten, wichtig, daß die Einrichtung zur
Messung der Materialspannung mit hohem Frequenzgang anspricht; auch die Einrichtung, die zur Korrektur
der Materialspannung verwendet wird, sollte in gleicher Weise ansprechen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Walzgerüst der angegebenen Gattung zu schaffen,
bei dem die Materialspannung in der Nähe des Gerüstes sehr genau gemessen, die Materialspannung in Abhängigkeit
von festgestellten Abweichungen von einem vorherbestimmten Wert an einer Stelle in der Nähe des
Walzgerüstes fortlaufend korrigiert werden kann und der Meßvorgang den Walzprozeß weitgehend unbeeinflußt
läßt. Der ermittelte Meßwert soll auch bei sehr schnell laufenden Walzgerüsten dazu verwendet werden,
die Qualität des Endproduktes konstant zu halten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst, wobei Schutz für den Gegenstand des Hauptanspruchs nur im Rahmen der Gesamtkombinatiun
der Merkmale beansprucht wird.
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteran-
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den Unteran-
Sprüchen zusammengestellt
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen insbesondere darauf, daß sich die Arbeitswalzenwellen
um eine genau definierte Achse bewegen können, um von der Längsspannung des Walzgutes airhängende
Signale abzugeben. Obwohl die Bewegung der Arbeitswalzenwellen äußerst gering sein kann, epgibt sich eine
sehr exakte Messung der Längsspannung des Walzgutes, da diese Bewegung frei von Spannungen oder
Biegekräften in den Arbeitswalzenwellen oder dem Gerüstständer ist Im Gegensatz hierzu waren die
herkömmlichen Arbeitswalzenwellen an beiden Enden in einstellbaren Lagern befestigt, so daß die Gesamtbewegung
einer solchen Arbeitswalzenwelle nicht genau definiert und immer mit einem gewissen Spiel
verbunden ist
Weiterhin hat die Meßvorrichtung einen bestimmten, genau definierten Abstand von der Bewegungsachse der
Arbeitswalzenwelle, so daß die Meßergebnisse reproduzierbar und exakt sind und nicht von zufälligen
Schwankungen abhängen, wie sie bei allen bekannten, nicht frei tragend gehalterten Arbeitswalzenwellen
auftreten können.
Aufgrund der schwenkbaren Lagerung ist die Trägheit der Arbeitswalzenwelle gering so daß die
Ansprechgeschwindigkeit der Meßvorrichtung sehr hoch ist Da zur Messung der Längsspannung des
Walzgutes eine bestimmte Bewegungsachse festgelegt ist, können etwaige Änderungen der Längsspannung
von Schwankungen der Walzbelastung getrennt werden, so daß die größeren, von der Walzbelastung
herrührenden Kräfte die die Längsspannung anzeigenden Signale nicht überlagern und immer exakt
abgetrennt werden können.
Der Erfindung wird im folgenden in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine vertikale Schnittansicht eines Vierwalzen-Stab- oder Stangen-Walzwerks nach Linie A-B der
Fig. 2,
F i g. 2 eine vertikale Schnittansicht nach Linie C-C der Fig. 1,
Fig.3 eine Längsschnittansicht der Arbeitswalzenwelle
und des Wellenanbringungsaufbaus des Walzwerks nach den F i g. 1 und 2,
Die F i g. 1 und 2 zeigen ein Vierwalzen-Stab oder -Stangen-Walzwerk mit einem Paar Arbeitswalzen 10
und 11, welche durch die Stützwalzen 12 und 13 gestützt werden. Die Walzen 10 und 12 und die Walzen 11 und 13
sind jeweils an zwei gegenseitig schwenkbaren Walzwerkgerüstarmen 14 und 15 angebracht, die an dem
Walzwerkgerüst 16 angeordnet sind.
Die Arbeitswalzen 10 und 11 sind drehbar an der Arbeitswalzenwelle 17 gelagert und die Stützwalzen
oder Gegenwalzen 12 und 13 sind drehbar an den Stummelwalzen 18 gelagert. Die Art und Weise, in der
die Arbeitswalzen 10 und 11 an den Arbeitswalzenwellen
17 angeordnet und gelagert sind, ist in F i g. 3 näher
beschrieben. Die Arbeitswalzen wellen 17 werden durch Elektromotoren über ein Untersetzungsgetriebe und
über Universalgelenke angetrieben, welche schematisch bei 9 dargestellt sind.
Die Arbeitswalzenwellen 1/ sind jeweils an ihrem von
der zugeordneten Arbeitswalze entfernten Endteil in einem Lageraufbau 19 gelagert, der in F i g. 3 im
einzelnen dargestellt ist. Dieser Lageraufbau ist vorgespannt und selbsteinstellend und stellt die
Arbeitswalzenwellen 17 sowohl axial (d. h. für Schub) als auch radial in ihren Stellungen ein, während er eine
begrenzte Universalschwenkbewegung der Arbeitswalzenwelle
um den Schwenkpunkt 20 gestattet und außerdem eine begrenzte Einstellung der axialen
Stellung derselben in bezug auf den Walzwerkgerüstarm ermöglicht Die Art und Weise, in der der
Lageraufbau dieses ermöglicht, wird noch im einzelnen beschrieben.
Der mittlere Teil des Lageraufbaus 19 weist ein sphärisches Rollenlager 21 auf, welcher aus einem
Innenlaufring 22, tonnenförmigen Rollen 23 und einem Außenlaufring 24 besteht, der eine Innenfläche 23
aufweist, welche teilsphärisch um den Schwenkpunkt 20 ist Es ist zu ersehen, daß dieses sphärische Rollenlager
eine Universalschwenkbewegung der Arbeitswalzenwelle 17 um den Schwenkpunkt 20 ermöglicht und
außerdem eine radiale Einstellung oder Lagenordnung für die Arbeitswalzenwelle schafft
Zwei entgegengesetzte Ringschrägkugellager 30, 31 sind an der Arbeitswalzenwelle jeweils eines an jeder
Seite des sphärischen Rollenlagers 21 angeordnet. Jedes Ringschrägkugellager weist einen inneren Laufring 32,
die Kugeln 33 und einen Außenlaufring 34 auf. Die Innenlaufringe 32 sind im Abstand von dem sphärischen
Rollenlager 21 durch druck- oder schubübertragende Abstandsbünde 35 angeordnet. Die Außenlaufringe
34 haben einen freien Raum oder Spiel 36 von den Walzwerkgerüstarmen, um eine begrenzte Schwenkbewegung
um den Schwenkpunkt 20 zu ermöglichen. Es ist zu ersehen, daß die Ringschrägkugellager 30 und 31 eine
axiale Lageranordnung für die Arbeitswalzenwelle 17 schaffen.
Der Lageraufbau ist selbsteinstellend aufgrund eier entgegengesetzten Lagerböcke 40 und 41, die an den
axial äußeren Seiten der Ringschrägkugellager 30, 31 angeordnet sind. Die Böcke 40 und 41 haben
Lagerflächen 42 und 43, welche in einem gemeinsamen Kreis oder einer gemeinsamen Kugelfläche liegen, der
bzw. die um den Schwenkpunkt 20 zentriert ist Die Widerlager oder Böcke 40 und 41 sind axial von den
Außenlaufringen 34 der Ringschrägkugellager 30 und 31 beabstandet durch Lagerabstandsbünde 44 und 45,
deren Lagerflächen mit den Lagerflächen 42 und 43 in Eingriff stehen. Die axialen Längen der Abstandsbünde
44 und 45 und der Abstandsstücke 35 sind so gewählt, daß die Lagerflächen 42 und 43 genau in dem
gemeinsamen Kreis oder der gemeinsamen Kugel liegen, während die Kugeln 33 in einer druck- oder
schubübertragenden Weise zwischen ihren Laufringen 32 und 34 gehalten sind.
Die Lagerböcke oder Widerlager 40 und 41 sind gleitbar in Führungen 50 angeordnet, welche an dem
Walzwerkgerüstarm 14 befestigt sind oder vorzugsweise Teil dieses sind. Die Führungen 50 sind mit Endringen
51 und 52 versehen, welche an den Führungen 50 befestigt sind. Hydraulische Druckdosen oder Druckräume
53 und 54 sind zwischen den Endringen 51 und 52 und den Lagerböcken 40 bzw. 41 gebildet und sind an
jeder Seite durch O-Ringdichtungen 55, 56 und 57, 58 abgedichtet, wie es in Fig.3 gezeigt ist. Das
hydraulische Strömungsmittel wird unter Druck den Druckräumen 53 und 54 über nicht dargestellte Kanäle
zugeführt und folglich können die Lagerböcke 40 und 41 beaufschlagt und axial zueinander bewegt werden, um
den gesamten Lageraufbau 19 unter Vorspannung zu setzen, und außerdem kann der gesamte Lageraufbau 19
zusammen mit der Arbeitswalzenwelle 17 axial in der einen oder anderen Richtung bewegt werden, während
die Vorbelastung aufrechterhalten wird, wobei diese
Bewegung und die Vorspannung gesteuert wird durch den Zufluß des Strömungsmittels zu den Druckräumen
53 und 54 mittels Hydraulikventilen in einem Strömungsmittelversorgungssystem.
Die Arbeiv swalzenwellen 17 sind jeweils außerdem
drehbar nahe den Arbeitswalzenenden in Lagern in einem in sich geschlossenen Lagerbock 100 gelagert.
Der Lagerbock 100 trägt Lager in der Form eines zusammenpassenden Paares entgegengesetzter Kegelrollenlager
101,102 und 103,104. Der Lagerbock 100 ist durch Endringdichtungen 105, 106 abgedichtet. Eine
Abstandshülse 107 erstreckt sich axial an der Arbeitswalzenwelle 17 zwischen dem inneren Laufring 32 des
Ringschrägkugellagers 30 in dem Lageraufbau 19 und dem Innenlaufring 108 des Kegelrollenlager 104. Diese
Abstandshülse 107 hält den Lagerbock 100 auf der Arbeitswalzenwelle 17 fest.
Der Lagerbock 100 kann eine begrenzte Bewegung mit der Arbeitswalzenwelle 17 innenhalb des Walzgerüstarmes
14 in einer Richtung parallel zur Achse der Arbeitswalzenwelle 17 ausführen. Wie aus Fig.2 zu
ersehen ist, ist der Lagerbock außerdem gleitbar zur Bewegung senkrecht zu der Ebene angebracht, weiche
die Achse der Arbeitswalzenwelle 17 und die Materialdurchgangslinie einschließt. Diese vertikale Gleitbewegung
wird gesteuert und kann vorbelastet sein durch die hydraulische Zylinden-Kolben-Einrichtung 110 und 111,
welche zwischen den Lagerböcken 100 und ihren jeweiligen Walzwerkgerüstarmen 14 und 15 angeordnet
sind. Die Lagerböcke oder Widerlager können außerdem voneinander getrennt werden zum leichten Zugang
zu der Durchgangslinie durch Betätigung der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einrichtung 112 und 113 zwischen
den beiden Lagerböcken oder Widerlagern 100. Die Zylinder-Kolben-Einrichtungen 112 und 113 dienen
außerdem dazu, die Arbeitswalzen fest in einem vorgespannten Walzeingriff mit ihren jeweiligen Stützwalzen
12 und 13 zu halten. Die Zylinder-Kolben-Einrichtungen 110 bis 113 können außerdem benutzt
werden zur Einsteilung der relativen vertikalen Stellung
der Widerlager oder Lagerböcke 100 in Übereinstimmung oder gemäß dem Durchmesser der verwendeten
Arbeitswalzen, und dazu, um eine konstante Durchgangslinie aufrechtzuerhalten.
Jeder Lagerbock ist außerdem in einem sehr beschränkten Ausmaß gleitbar parallel zu der Materialdurchgangslinie.
Eine Meßvorrichtung 120 zur Messung der Längsspannung des Walzgutes ist in einer
Aussparung 121 in jedem Walzwerkgerüstarm 14 und 15 angeordnet und stützt den Lagerbock 100 gegen diese
Bewegung in der Bewegungsrichtung des Materials durch die Arbeitswalzen. Federn oder andere stoßbelastungsabsorbierende
Einrichtungen können an der Seite der Lagerböcke 100 gegenüber den Meßvorrichtungen
120 vorgesehen sein.
Es ist zu ersehen, daß eine Bewegung eines jeden
Lagerbockes 100 in drei zueinander senkrechten Richtungen gestattet ist durch den Lageraufbau 19, der
eine Universalschwenkbewegung der Arbeitswalzenwelle um den Schwenkpunkt 20 ermöglicht.
Da der Walzdruck von den Stützrollen 12 und 13 aufgenommen wird, ist die von den Meßvorrichtungen
120 aufgezeichnete Belastung der Längsspannung des Walzgutes proportional. Falls erwünscht, könnten
ίο Meßvorrichtungen auch an der entgegengesetzten Seite
der Lagerböcke 100 vorgesehen werden, um eine Messung der negativen Materialspannung durchzuführen.
Die Ausgangssignale, welche von den Meßvorrichtungen erzeugt werden, können auch zur Steuerung des
Walzvorganges bei Walzwerken mit Doppel- oder Mehrfachgerüsten benutzt werden.
Aus F i g. 2 ist zu ersehen, daß die Rotationsachsen
125 und 126 der beiden Stützwalzen 12 und 13 sehr geringfügig versetzt sind aus der Ebene, welche die
Arbeitswalzenachsen einschließt. Die obere Stützwalze ist nach rechts versetzt parallel zur Materialdurchgangslinie,
und die untere Stützwalze ist nach links um ein gleiches oder ähnliches Ausmaß versetzt. Falls die
Rotationsachsen der Arbeitswalzen und der Stützwalzen auf einer gemeinsamen vertikalen Linie liegen
würden, wie es üblich ist, dann würde, falls die Arbeitswalzen sich geringfügig nach links, gesehen in
Fig.2, bewegen würden, bei ansteigender Materialspannung,
der Walzenspalt zwischen den Arbeitswalzen 10 und 11 geringfügig erhöht oder vergrößert, da die
Arbeitswalztn dazu neigen würden, nach außen und oben um die Stützwalzen zu rollen.
Die beschriebene versetzte Anordnung überwindet diese Schwierigkeit, da, wenn sich die Arbeitswalzen
nach links, oder auch nach rechts bewegen, gesehen in F i g. 2, sie in Berührung mit den Stützwalzen bleiben
würden, da, falls beispielsweise die obere Arbeitswalze 10 nach unten von der oberen Stützwalze 12 rollen
würde, die untere Arbeitswalze 11 an der unteren Stützwalze 13 um denselben Betrag nach oben für eine
gegebene seitliche Bewegung rollen würde, und umgekehrt. Es ist folglich zu ersehen, daß die
Walzenstütze aufrechterhalten wird bei einem konstanten Walzenspalt, der bestimmt wird durch die
Walzgerüstarme 14 und 15.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Ausführungsform besteht darin, daß eine konsistente, bleibende
Gesamtwalzwerkstarrheit oder -Steifheit vorhanden ist
welche eine gleichbleibende Basis für die Messung und
so Übertragung der Längsspannung zur Folge hat
Außerdem stehen alle Flächen in der Walzbelastungsbahn unter Vorspannung einschließlich der Stützwalzenlager,
wodurch gewährleistet ist, daß das Walzen aul dem linearen Teil der Steifigkeitskurve stattfindet.
Claims (7)
1. Walzgerüst mit zwei angetriebenen Arbeitswalzen, die an freien Enden der Arbeitswalzenwellen
angeordnet sind, wobei wenigstens eine Arbeitswalzenwelle zur Einstellung des Walzspaltes. zwischen
den Arbeitswalzen in bezug auf die andere Arbeitswalzenwelle anstellbar ist, und wobei die
Arbeitswalzenwellen in Lagern innerhalb der Walzgerüstfenster gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eine Arbeitswalzenwelle (17) zusätzlich um eine Achse begrenzt schwenkbar gelagert ist, die senkrecht und versetzt
zu der Walzlinie verläuft, und daß zwischen der schwenkbaren Arbeitswalzenwelle (17) und dem
Walzwerkgerüst (16) — wie bekannt — eine Meßvorrichtung (129) zur Messung der Längsspannung
des Walzgutes im Gerüstbereich angeordnet ist, wobei die Meßvorrichtung (120) die Drehzahl der
Arbeitswalzen (10, 11) derart steuert, daß die Längsspannung im Walzgut auf dem gewünschten
Wert gehalten wird.
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Schwenkachse der Arbeitswalzenwelle (17) die Drehachse der Arbeitswalzenwelle
(17) in einem vorgegebenen, feststehenden Schwenkpunkt (20) schneidet.
3. Walzgerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalzenwelle (17) in jeder
Richtung schwenkbar gelagert ist
4. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkpunkt
(20) durch das im Walzwerkgerüst (16) angeordnete Lager (19) definiert ist, und daß sich die Meßvorrichtung
(120) zwischen diesem Lager (19) und der Walzlinie befindet.
5. Walzgerüst nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (19) vorgespannt und
selbsteinstellend ist und die entsprechende Arbeitswalzenwelle (17) sowohl axial als auch radial festlegt.
6. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitswalzenwelle
(17) zusätzlich auf einem weiteren Lagerbock (100) gelagert ist, der in dem Walzwerkgerüst (16) im
wesentlichen parallel zu der Walzrichtung verschiebbar ist, und daß sich die Meßvorrichtung (120)
zwischen diesem weiteren Lagerbock (100) und dem Walzwerkgerüst (16) befindet.
7. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit zwei Stützwalzen, bei dem beide Arbeitswalzen
auf schwenkbaren Arbeitswalzenwellen sitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsachsen
(125,126) der Stützwalzen (12,13) nach entgegengesetzten
Seiten von der Ebene, die durch die Achsen der Arbeitswalzen (10, U) definiert ist, gegeneinander
versetzt sind (F i g. 2).
Applications Claiming Priority (1)
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