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"Einrichtung zur Lochkartensteuerung von Schleifmaschinen".
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Die Erfindung bezieht sich auf Schleifmaschinen, insbesondere Rundschleifmaschinen,
bei denen eine neue Art der Anordnung der Schalt-und Steuerglieder für das Antriebsmittel
die Bedienung der Maschine, das Überwachen und Einstellen der Steuerglieder vereinfacht.
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Es sind Rundschleifmaschinen bekannt, bei denen die Bedienungshebel
über die gesamte Maschine verstreu angeordnet sind. Eine solche Anordnung ist für
den Bedienungsmann verwirrend und ermüdend.
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Es ist auch bekannt, die Steuerglieder für das Antriebsmittel an
einer von außen zugänglichen Stelle einer Seitenwand des Maschinengestelle und die
Schaltglieder an einem Schaltpult an der Vorderseite des Maschinengestells anzuordnen,
wodurch bereits eine Vereinfachung und Erleichterung der Bedienung erreicht wird.
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Die Hauptbetriebsschalter für den Antrieb des Werkstückes, der Schleifscheibe
und der hydraulischen Pumpe sind dabei zweckmäßig von einem an der anderen Seitenwand
des Maschinengestells angeordneten Schaltschrank aufgenommen. Damit sind die dem
Versetzen der Maschine in die Arbeitsbereitschaft dienenden Schaltglieder von den
Schaltgliedern für den Arbeitsbetrieb getrennt untergebracht. Die Steuerglieder
für das hydraulische Mittel sind übersichtlich und von einer Stelle aus zugänglich
untergebracht und können somit leicht überwacht werden.
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Nach der Erfindung wird eine vollautomatische Steuerung des Arbeitsablaufs
einer elektrO-hydraulisehen Schleifmaschine, insbesondere einer Rundschleifmaschine,
dadurch erreichte daß allen Schaltgliedern ein zweites Schaltglied in einem besonderen
Steuerpult parallel geschaltet ist, wobei diese Schaltglieder von einer Lochkarte
gesteuert sind. Bei Einstellung der Steuerung auf dieses parallel geschaltete Steuerpult,
das auch auf die Erfassung der von der Bedienungsperson nicht zu beeinflussbaren
Schaltglieder beschränkt sein kann, ist der Arbeitsablauf durch die Lochkarte bestimmt.
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Er kann von der Bedienungsperson nicht mehr beeinflußt werden, wobei
Gewähr für die Einhaltung des festgeleg-
| tenBearbeitungsplanes gegeben ist. Die Lochkarte ist |
dabei in dem zweiten, parallel geschalteten Steuerpult verriegelbar.
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Die neue Ausführung ist mit weiteren Merkmalen nachstehend an Hand
des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Im einzelnen zeigt : Fig. 1 eine Vorderansicht der Maschine ohne Lochkarteneinstellung,
| Fig. 2 einen Sockelquerschnitt nach Linie II-II |
| der Fig. 1, |
| Fig. 3 einen Sockelquerschnitt nach Linie III-III |
| der Fig. 1, |
Fig. 4 eine Vorderansicht der Maschine mit Lochkarteneinstellung, Fig. 5 eine Vorderansicht
des Lochkarteneinstellpultes,
| Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie IV-IV der |
| Fig.5. |
| Fig. 7 einen vergrößerten Ausschnitt der Loch- |
| vorrichtung mit aufgelegter Lochkarte, |
Fig. 8 einen Querschnitt nach Linie V-V der Fig. 7, Fig. 9 eine Draufsicht auf die
Lochvorrichtung mit aufgelegter Lochkarte, Pig. 10 eine Seitenansicht der Loohvorrichtung.
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Auf dem Maschinensockel 1 ist verschiebbar der Schlitten 2 mit dem
darauf angeordneten Tisch 3 gelagert. Der Tisch 3 trägt den Reitstock 4 und den
Werkstttckspindelstock 5. Auf dem Schleifspindelstock 6 ist die Kopierabrichtvorrichtung
7 zum Profilieren der Schleifscheiben 8 und 9 befestigt. Ein Schalter 10 der Kopierabrichtvorrichtung
7 dient zum Einstellen der Zahl
der Abrichthübe und ein Schalter
11 als Wahlschalter für
| dieZustellung"automatiseh","venBand"oder"automa- |
| tisch mit Kompensation der Schleifsoheibenbeistellung". |
| Das Handrad 12 dient zur Bestellung der Schleifscheibe |
und das Handrad 13 zum Verschieben des Tisches 2 von Band. Ein Hebel 14 dient zum
Umsteuern bei hydraulisch betätigtem Tischselbstgang. Zwischer den Handrädern 12
und 13 ist ein Schaltpult 15 vorgesehen, das den Schalter 16 für die hydraulische
Tischbewegung, den Schalter 17 für das Einschalten der Kopierabrichtvorrichtung
und den Schalter 18 für den Tischhalt bei der Tischumsteuerung aufnimmt. Diesen
Schaltern sind die Stellglieder 19, 20, 21 zum Einstellen der Tischgeschwindigkeit,
der Abrichtgeschwindigkeit bzw. der Tischhaltezeit zugeordnet. Zwei weitere Schalter
22 und 23 dienen zum Zu-bzw. Abschalten der selbsttätigen Zustellung bei der Tischumsteuerung
bzw. zum Ein-und Abschalten für das selbsttätige Einstechschleifen. Zwei Druckknöpfe
24, 25 steuern die Vorwärts-bzw. Rückwärtsbewegung des Schleifspindelstockes 6,
während Stellglieder 26, 27 die Regelung der Einstechgesohwindigkeit bzw. der Fein-Einstechgeschwindigkeit
ermöglichen.
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Es sind somit alle der Steuerung der Maschine dienenden Schaltglieder
in übersichtlicher Weise am Bedienungsplatz der Maschine zusammengefaßt. An der
linken Seite des Sockels 1 ist ein Schaltkasten 28 angeordnet, der den Hauptschalter
29 für den Werkstückspindelstockmotor, den Schalter 30 für die Ölpumpe, den Schalter
31 für den Antrieb der Schleifscheibe sowie den Wahlschalter 32 für Außen-oder Innenschleifen
aufnimmt.
| Ester der rechten Stirnwand 33 des Sockels |
| ist eine KastBter 34 vorgesehen die über einen mit einem |
| Deckel 35 oder einer Tür verschließbaren Wandungsaus- |
| schnitt 36 zuganglich ist. In der Kammer 34 sind alle |
| für die Betätigung der verschiedenen Antriebe der Ma- |
schine auf hydraulischem Wege erforderlichen Steuerglieder leicht zugänglich und
übersichtlich untergebracht. Diese Steuerglieder sind zu einzelnen Gruppen zusammengefaßt,
wobei je nach dem vorgesehenen Arbeitsbereich der Maschine auch einzelne Gruppen
wegfallen bzw. hinzukommen können. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nimmt
die Kammer 34 eine erste Gruppe 37 für den Tischantrieb, eine zweite Gruppe 38 für
das Feinschleifen, eine dritte Gruppe 39 für die Reitstockbetltigung, eine Tierte
Gruppe 40 für das Maßschleifen und eine fünfte Gruppe 41 für das Kopierabrichten
sowie eine sechste Gruppe 42 für die Schnellverstellung mit Einstechen auf.
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Die Ausbildung dieser Steueraggregate und ihre Ein- bzw. Umstellung
über die Schaltglieder sowie deren Anordnung in die Förderleitung der Ölpumpe und
der Anschluß an die Rückleitung des Drucköls ist bekannt und daher nicht naher dargestellt.
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In Fig. 4 ist die vorstehend beschriebene Maschine mit einem zusätzlichen
Steuerpult 43 für eine Lochkarteneinstellung dargestellt. Das Steuerpult 43 ist
auf einem Standrohr 44. das gleichzeitig die Schaltleitungen aufnimmt, auf den Schaltkasten
28 montiert.
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In Fig. 5 und 6 ist das Steuerpult 43 näher dargestellt. In einem
Schaltergehäuse ist der Schalter 46 für die Art der Steuerung Anschlag-Schleifen
oder Meßgerät-gesteuert, die Stellglieder 47,48 für die Einstellung der Einstechgeschwindigkeit
bzw. Fein-Einstechgeschwindigkeit,
ein Stellglied 49 für die Abbrichtgeschwindigkeit,
ein Wahlschalter 50 für die Anzahl der Abrichthübe und die Wählschalter 51, 52 für
die Anzahl der Werkstücke bis zum Abrichten untergebracht.
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Ein weiterer Schalter 53, dessen Stellung durch ein Sicherheitsschloß
verriegelbar ist, dient zum Abschalten von parallel zum Steuerpult 15 geschalteten
Schaltern gleicher Funktionen. Die auf dem Steuerpult 43
| angeordneten Schalter 46, 47, 48, 49, 50, 5, 52, be- |
| sitzen besonders ausgebildete Bedienungsknopfe 55, 56, |
57, die vertieft in dem Schaltergehäuse 45 angeordnet sind und einen Arretierstift
58, 59, 60, besitzen.
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Eine mit den Steuersymbolen und Schaltdaten versehene Lochkarte 61
ist auf dem Steuerpult 43 durch Haltenasen 62 befestigt.
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In Fig. 7 und 8 ist ein Ausschnitt aus der Lochvorrichtung 63 und
ein Querschnitt durch diesen Ausschnitt dargestellt. Die entsprechend der Schalteranordnung
auf dem Schaltpult 43 in einer Platte 64 drehbar gelagerten Bolzen 65 sind durch
eine andere Platte 66 axial gehalten. Ein Locher 67 kann auf den Zapfen 65 aufgesetzt
werden und wird dann durch einen Stift 68 in einer Nute 69 des Zapfens 65 arretiert.
In einem Gehäuse 70 des Lochers 67 ist der Lochstempel 71 gelagert. Der Lochstempel
71 besitzt eine Nute 72 und ist durch einen Stift 73 in Ruhestellung durch eine
Feder 74 gehalten. Ein Zeiger 75 dient zur Einstellung des Lochers 67 auf die Sohaltdaten.
Ein Deckel 76 dient zur Aufnahme des Materialabfall beim Lochen.
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Fig. 9 zeigt eine Draufsicht auf die Lochvorrichtung 63 mit aufgelegter
Lochkarte 61 und Fig. 10 eine Seitenansicht derselben.
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Die Einstellung der Maschine mittels Lochkarte wird wie folgt vorgenommen:
Die Lochkarte 61 wird auf der Lochvorrichtung 63 mit dem Locher 67 entsprechend
den Bearbeitungdaten des Werkstückes gelocht. Das Lochen der Lochkarte 61 wird zweckmäßig
in der Arbeitsvorbereitung beim Ausstellen der Arbeitspapiere vorgenommen. Die so
vorbereitete Lochkarte wird nun auf das Lochkartensteuerpult 43 aufgesetzt, indem
man die Bedienungsknopfe 55, 56 und 57 so verdreht, daß ihre Arretierstifte 58,
59, 60 in
| die gestanzten Locher der Lochkarte 61 passen. Nun wird |
die Karte mit den Haltenasen 62 befestigt. Der Schalter 53 wird auf Lochkarteneinstellung"Ein"gestellt
und diese Stellung durch das Sicherheitsschloß 54 verriegelt. Der Bedienungamann
kann dann die Maschine nur mit den für das Werkstück festgelegten Bearbeitungsdaten
bedienen, so daß die Bearbeitungszeiten nicht beeinflußbar sind und somit eine gleichbleibende
Bearbeitungqualität gewährleistet ist.
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Schutzansprüche: