DE1805110C - Vorrichtung zur getrennten Aufnahme von zwei Stoffen, mittels der sich die beiden Stoffe vor ihrer Anwendung vermischen und anschließend ausgeben lassen - Google Patents
Vorrichtung zur getrennten Aufnahme von zwei Stoffen, mittels der sich die beiden Stoffe vor ihrer Anwendung vermischen und anschließend ausgeben lassenInfo
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Description
45
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur getrennten Aufnahme von zwei Stoffen, mittels
der sich die beiden Stolfe vor ihrer Anwendung vermischen und anschließend ausgeben lassen, bestehend
aus einem rohrförmigen Behälter, der an seinem einen Ende eine Ausgabeöffnung und an
seinem anderen Ende einen die Stoffüllung stirnseitig abschließenden, in dem rohrförmigen Behälter
bewegbaren Auspreßkolben aufweist, und einer membranartigen Trennwand, die den Behaltcrinnenraum
in zwei Abteile für die beiden Stoffe unterteilt, und ferner einem in dem einen Abteil befindlichen
Mischkolben, der mit einer axial verschiebbaren Betätigungsstange verschraubbar ist, wobei mittels
des Mischkolbens die membranartige Trennwand aus ihrer durch ein äußeres Klemmband gehaltenen
Lage losreißbar und gegen den Auspreßkolben aniiegend verschiebbar ist.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung (USA.-Patentschrift 3 153 531) ist der Mischkolben vor
Benutzung der Vorrichtung etwa in der Mitte des rohrförmigen Behälters angeordnet und durch einen
fine membranartige Trennwand bildenden Folienbo«en
überspannt, der den Behältermncnraum in die
zwei Abteile für die beiden Stoffe unterteilt. ! ,,, entfernbares äußeres Klemmband schnürt den rohrförmigen
Behälter etwas ein, um den Folienboger,
sowie'den Mischkolben in ihren Ausgangsposition.-·:-,
zu halten. Die axial verschiebbare Betätigungsstange ist mit ihrem inneren Ende mit dem Mischkolhen
lösbar verschraubt, erstreckt sich durch die Ausgabeöffnung des Behälters und dient zunächst λ,·
Abdichtuni: der Ausgabeölfnung.
Nach Entfernuni; dos äußeren Klemmbandcs kau
π πι den MischkoTben zur Vermischung der beide,'
Stolle über die Betätigungsstange in dem rohrförmi »en Behälter hin- und herbewegen, wobei der Folie:!
honen aus der Bewegungsbahn des Misrhkolbe:·-
«eüeii die Innenseite des Auspreßkolbens gedrück =
wird, der das andere Ende des Behälters verschlief Wenn die Vermischung der beiden Stoffe abgeschlissen
ist. wird die Betätigungsstange aus dem Misch kolben herausgeschraubt und durch die AusgaK
ölfnuim au<
dem Behälter herausgezogen, um nie Öffnung zum Auspressen der vermischten Stoffe freizugeben.
Bevor jedoch das Auspressen beginnt, wird arf der Ausgabeöffnung eine Verteilerdüse ode;
Mundstück angebracht, woraufhin die Rückseite des Auspreßkolbens mit Druckluft beaufschlagt wird, um
die \ermischten Stolfe auszupressen. Die Anwendung dieser Vorrichtung erfordert demzufolge nicht nur
eine Druckluftquelle, sondern auch die vollständige Entfernung der Betätigungsstange aus dem Behälter
sowie dic~ anschließende Befestigung eines Mundstücks
an der Ausgabeöffnung des Behälters.
Bei einer ähnlichen bekannten Vorrichtung (USA.-Patentsehrift
3 144 966) ist die mit dem Mischkolben verschraubbare, axial verschieLlwre Betätigungsstange
hohl ausgebildet, um einen der beiden zu vermischenden Stoffe aufzunehmen. Zu diesem
Zweck ist die hohle Betätigungsstange an einem Ende durch einen mittels eines Stößels verschiebbaren
Kolben und am anderen Ende durch eine aufreißbare Membrane verschlossen, die durch eine
an der Innenseite des Auspreßkolbens angebrachte kegeiförmige Spitze aufreißbar ist. Der Auspreßkolben
wird auch hier durch Druckluft betätigt, wobei jedoch vorher die Betätigungsstange zu entfernen
und an der Ausgabeöffnung ein Mundstück anzubringen ist. Dieser Ausführung haften demzufolge
die gleichen bereits oben angedeuteten Mängel an.
Ferner sind zahlreiche Vorrichtungen zum Vermischen zweier Stoffe und anschließendem Ausgeben
derselben bekannt (USA.-Patentschriften 3188 056, 3 188 057, 3 197 067 und 3 376 999), die einen Behälter
aufweisen, der am einen Ende eine Ausgabeöffnung und am anderen Ende einen manuell zu
betätigenden Auspreßkolben enthält. Zum Mischen und Ausgeben der gemischten Stoffe ist hier jedoch
ein Umbau der Betätigungsstange erforderlich, bzw. man benutzt hier zwei verschiedene Betätigungseicmentc
für den Misch- und Auspreßkolben. Diese bekannten Vorrichtungen sind daher umständlich zu
bedienen.
Eine weitere bekannte Vorrichtung (USA.-Patentschrift 3 140 078) verwendet zum Mischen und
Ausgeben einen zweiteiligen Kolben, der durch eine in der rückwärtigen Stirnseite des Behälteis verschiebbar
gelagerte Betätigungsstange in dem Be-
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3 4
halter hin- und herbewegbar ist, dessen Einzelteile artigen Trennwand, die über die rückwärtige Seit·:
jedoch für den Ausgabevorgang relativ zueinander des Mischkolbens aufgezogen ist,
gedreht werden müssen, um eine geschlossene KoI- Fig. 4 einen Schnitt des vorderen Teils des Be-
benstirnfläche zu erhalten, was jedoch durch die hälters, der die Ausgabeöffnung zeigt, in der ein
vermischten Stoffe behindert wird, die sich bei der .ί Ventil enthalten ist,
Relativdrehung zwischen die Kolbenteile schieben. Fig. 5 eine vergrößerte perspektivische Ansicht
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung zur ge- einer entfernbaren Verriegclungsklammer, durch die
trennten Aufnahme von zwei Stoffen und anschfie- das Ventil in seiner vorderen geschlossenen Stellung
ßendem Vermischen und Ausgeben derselben wird bis zum Zeitpunkt der Verwendung der Vorrichtung
zwar auch nur ein Betätigungskolben verwendet, der io gehalten wird,
jedoch durch einen einzigen Hub die Vermischung Fig. 6 einen Teil-Längsschnitt, der zeigt, wie der
der Stoffe und ihr Ausgeben bewirkt, wobei jedoch Mischkolben zurückgezogen werden kann, um die
eine gründliche Vermischung der beiden Stoffe prak- aufgerissene Trennwand gegen den zurückgezogenen
tisch nicht möglich ist. Auspreßkolben zu bewegen,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine 15 Fig. 7 eine ähnliche Ansicht, die andeutet, wie
Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art dahin- der Mischkolben zum Mischen der beiden Stoffe hingehend
zu verbessern, daß das Auspressen mittels und herbewegt werden kann,
der die Mischung bewirkenden Betätigungsstange Fig. 8 eine ähnliche A^ xht. die den Mischkol-
von Hand und ohne Umbau der Betätigungsstange ' ben gegen den Ausprcßkol!n:n zurückgezogen und
bewirkt werden kann. " io die Betätigungsstange mit dem Auspreßkolben ver-
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch bundcn zeigt und
gelöst, daß die Betätigungsstange für die Ausführung F i g. 9 eine der Fig. 4 ähnliche Teilansicht eines
des Mischvorganges in dem ALspreßkolben diesen abgeänderten Ventils.
durchdringend, geführt und mit einem axial ver- Die Zeichnungen zeigen das zur Zeit bevorzugte
schiebbaren hülsenförmigen Verbindungselement 25 Ausführungsbeispiel in der Form einer wegwerfbaren
versehen ist, das zur Verbindung des Mischkolbens Vorrichtung 10, die z. B. ein Dichtungsmittel oder
mit dem Auspreßkolben in einem solchen axialen Isoliermittel enthält, das zum Zeitpunkt der Vcrwen-Abstand
von dem der Durchstoßung der membran- dung zusammengesetzt wird, und zwar durch Verartigen
Trennwand und der Verbindung mit dem mischen eines Grundmaterials mit einem Katalysator
Mischkolben dienendem Ende der Betätigungsstange 30 oder Beschleuniger. Ein solches Dichtungs- oder
federnd mit dieser verriegclbar ist, daß der Auspreß- Isoliermittel ist im Handel unter der Warenbezeichkolben
zwischen dem zugeordneten Stirnrand des nung »Thiokol« erhältlich. Es ist jedoch verständ-Verbindungselements
und der Innenseite des Misch- lieh, daß die Vorrichtung auch zum Vermischen ankolbens
unter Zwischenschaltung der durchstoßen- ■ derer Stoffe für andere Zwecke verwendet werden
den membranartigen Trennwand angeordnet ist. 35 kann.
Dadurch ist der Umbau der Betätigungsstange Die Hauptteile der Vorrichtung sind ein diinniibeiflüs
.ig, so daß die Vermischung der beiden wandiger rohrförmiger Behälter 12, der vorzugsweise
Stoffe und ihre Auspressung in einer sehr kurzen aus einem KunststofTmaterial, etwa Polyäthylen, hcr-Zeitspanne
erfolgen kann. Bei Benutzung der Vor- gestellt ist, wobei der Behälter am einen Ende offen
richtung erfüllt die Betätigungsstange vier aufein- 40 und am anderen Ende mit einem Halsabschnitt 14
anderfolgende Funktionen. Zunächst wird die Beta- versehen ist. der eine vordere Ausgabeöffnung biltigungsstange
in den Behälter eingeschoben, um die det, eine bewegbare Stirnwand oder ein Auspreß-Trennwand
aufzureißen. Dann wird das innere Ende kolben 15 zum Auspressen des Behälter-Inhalts
det Betätigungsstange mit dem Mischkolbcn verbun- durch die Ausgabeöffnung, ein passendes Ventil Hi.
ilen, damit man den Mischkolben zurückziehen kann, 45 durch das die Mischung auszubringen ist, ein Mischum
die aufgerissene Trennwand aus der Bewegiings- kolben 18 zum Vermischen der zwei Stoffe unmittelbahn
des Mischkolbens heraus gegen den zurück- bar vor dem Ausbringen, eine zerreißbare membrangezoge'ien
Auspreßkolben zu drücken. Hierauf wird artige Trennwand 20, die schalenförmig ausgebildet
die Betätigungsstange hin- und herbewegt, damit der ist, den Mischkolben 18 umfaßt und den Behälter-Mischkolben
die zwei Stoffe gründlich vermischt. 5° innenraum in ein erstes vorderes Abteil 22 zur Auf-Schließlich
wird die Betätigungsstange zuriickgezo- nähme eines der Stoffe, z. B. eines Ausgangsgen,
so daß die aufgerissene Trennwand zwischen materials, und ein rückwärtiges Abteil 24 umerteilt,
dem Mischkolben und dem Verdrängerkolben eingc- das einen zweiten Stoff, z. B. einen Katalysator oder
klemmt wird. Hierauf wird die zurückgezogene Betäti- Beschleuniger für das Ausgangsmaterial enthält, und
gungsstange mit dem Auspreßkolben zum Auspres- 55 schließlich eine Betätigungsstange 26, die dazu dient,
»en der Mischung verbunden, die niembranartige Trennwand 20 aufzureißen, den
Zweckmäßig weist das hülsenförmige Verbindungs- Mischkolben 18 für einen Mischvorgang hin- und
element wenigstens einen radial nach innen vorge- herzubewegen und den Auspreßkolben 15 zu betäti-
spannten Finger zum Eingriff in eine Ringnut der gen, damit die Mischung durch das Ventil 16 aus-
Betätigungsstange auf. 60 gepreßt werden kann.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen Das hintere offene Ende des rohrförmigen Behäl-
eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigt ters 12 ist mit einem Ring 28 versehen, der eine
Fig. 1 eine Längsansicht der Vorrichtung mit dem axiale öffnung30 zur Durchführung der Betätigungs-
rohrförmigen Behälter für die beiden Stoffe, teilweise Stange 26 mit seillichem Spiel aufweist. Der Zweck
im Schnitt, ' 65 des Ringes 28 besteht darin, den rückwärtigen Rand
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Misch- des Behälters zu verstärken und einen Anschlag zu
kolbcns ohne die membranartige Trennwand, bilden, um ein unbeabsichtigtes Herausziehen des
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht mit der membran- Auspreßkolbens 15 zu verhindern. Die Betätigungs-
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stange 26, die mit einem Knopf 32 versehen ist, befindet sich anfänglich während des Versands und
der Handhabung der Vorrichtung vor dem Zeitpunkt ihres tatsächlichen Umsatzes in einer zurückgezogenen
Stellung, wie sie in Fig. I gezeigt ist. Wie
weiter in Fig. I gezeigt ist, umgibt anfänglieh vorzugsweise
ein in Längsrichtung geteiltes Papperohr 34 die Betätigungsstange 26. wobei das eine linde
des geleilten Papperohres am Ausprcßkolben 15 und das andere linde am Knopf 32 anliegt, um eine vorzeitige
unbeabsichtigte Vorwärtsbewegung des Betätigungsknopfes zu verhindern. F.in solches Papperoh
r kann zum Zeitpunkt des Hinsalzes der Vorrichtung leicht entfernt werden.
Die Ausgabeöffnung, welche mit dem Ventil 16 versehen ist. kann durch letzteres geschlossen werden.
Das Ventil 16 ist zwischen der in Fig. 1 gezeigten
geschlossenen Stellung und einer zurückgezogenen geöffneten Stellung bewegbar, die in
Fig. 4 in gestrichelten Linien gezeigt ist. Das Ventil 16 kann mit einem biegsamen Vcrleilerschlauch
oder -rohr (nicht gezeigt) verbunden werden und zu diesem Zweck mit einer Reihe von
abgeschrägten scharfen Rippen 35 versehen sein.
Wie in Fig. I gezeigt ist. ist das Ventil 16, wenn
die Vorrichtung vor dem Gebrauch gehandhabt, aufbewahrt und versandt wird, in seiner vorderen
geschlossenen Sk-Huni', durch eine Verriegelungsklammer 45 verriegelt, wobei die Verriegelungsklammer
zwischen einer Schulter 44 des Ventils und dem vorderen Rand der Ausgabeöffnung eingeschaltet
ist. Wie am besten in F i g. 5 gezeigt ist. besteht die Verricgelungsklammer 45 aus einem gebogenen
Körper 46, der so bemessen ist. daß er sich um mehr als die Hälfte rund um das Ventil 16 erstreckt. Die
Verriegelungsklammer 45 ist aus einem solchen elastischen Kunststoffmatcrial hergestellt, daß sie das
Ventil nachgiebig und lösbar erfaßt. Fun gerippter lappen 48 dient als bequemer Handgriff zur Entfernung
der Klammer.
Wie am besten in Fig. 2 gezeigt ist. weist der Mischkolbcn 18 einen zentralen Nabenteil 50, einen
zylindrischen Umfangsteil 52 und zwei öffnungen 54 in zwei seiner Quadranten auf, wobei die übrige
Hälfte des Mischkolbcns voll ist. Der Mischkolbcn 18 kann mit der Betätigungsstange 26 lösbar verbunden
werden. Zu diesem Zweck kann der Nabenteil 50 des Mischkolbens mit einem Innengewinde 56
zur Zusammenarbeit mit einem Außengewinde 58 am vorderen Ende der Betätigungsstange versehen
sein.
Im Ausführungsbeispiel ist die zerrcißbarc mcmbranartigc
Trennwand 20, die aus einem kreisrunden Aluminiumfolienbogen besteht, über die hintere Seite
des Mischkolbcns 18 aufgezogen. Das heißt, die Trennwand überspannt die Rückseite des Mischkolbcns
und ist mit einem zylindrischen Umfangsflansch
oder Randteil 60 versehen, der den zylindrischen Umfangstcil52 des Mischkolbens enganliegend umfaßt.
Der Mischkolben 18 dient somit anfänglich, während er in Eingriff mit der Trennwand 20 steht,
als Halterung für die Trennwand, und er wirkt mit dem umgebenden Behälter 12 zusammen, um den
Umfangsflansch 60 der Trennwand flüssigkeitsdicht einzuklemmen.
Es wird bemerkt, daß geeignete Vorrichtungen vorgesehen werden, um den mit einer Trennwand
h Mischkolben 18 anfänglich mit einer
mittleren oder Zwischenslelliing festzulegen, in der
er den Behälterinnenraum in die bereits erwähnten vorderen und hinteren Abteile 22 und 24 unterteilt,
um die zwei Stoffe getrennt zu speichern. Im Ausführungsbeispiel wird ein passendes Stück Klemmband
in Form eines Klebestreifens 62 genügend fest rund um den Behälter 12 gewickelt, damit der Mischkolben
18 in der Zwischenstellung sicher eingeklemmt und der Umfangsflansch 60 der Trennwand
ίο 20 IHissigkeilsdicht festgelegt ist.
Wenn sich die Betätigungsstange 26 in der normalen zurückgezogenen Lage befindet und durch das
geschlitzte Papperohr 34 gesichert ist (Fig. I) und ferner der Klebestreifen 62 den Mischkolbcn in der
Zwischenstellung blockiert, kann zum Zeitpunkt der Verwendung das geschlitzte Papperohr 34 entfernt
werden, damit man die Betätigungsstange für den doppellen Zweck vorwärtsschieben kann, nämlich
die Trennwand 20 zu zerreißen und eine Verbindung
ao mit dem Mischkolben 18 herzustellen. Das Durchdringen
der Trennwand wird vorzugsweise dadurch erleichtert, daß man das vordere Ende der Betätigungsstange
mit einer scharfen Spitze 64 versieht. Die Spitz- 64 der Betätigungsstange wird durch die
Trennwand gestoßen, um letztere aufzureißen, und dann wird die Betätigungsstange weiter vorwärts
bewegt und gedreht, um sie in d'Mi Nabenteil 50 des
Mischkolbens 18 einzuschrauben.
An diesem Punkt kann der Klebstreifen 62 enifernt werden, um den Mischkolbcn freizugeben und
die Betätigungsstange kann man dann zurückziehen, um die aufgerissene Trennwand nach hinten gegv-n
den Ausprcßkolben 15 zu legen, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Diese Zurückziehung des Mischkolbcns ist
möglich, da der nüssige Stoff im Abteil 24 ungehindert durch die aufgerissene Trennwand und durch
die zwei Öffnungen 54 des Mischkolbcns hindurchslrömcn kann.
Wenn die Trennwand 20 völlig gegen den Auspreßkolbcn
15 zurückgezogen ist, kann der Mischkolben nach vorne bewegt werden, um denselben von
der Trennwand zu lösen, und hierauf kann der Mischkolben mittels der Betätigungsstange hin- und
herbewegt werden, wie dies in Fig. 7 angedeutet ist, um die zwei Stoffe miteinander zu vermischen.
Sofern die Trennwand anfänglich an dem Kischkolbcn anhaften sollte, wird sie schließlich bei einer
der Bewegungen des Mischko'.bcns nach hinten abgelöst.
Wenngleich die Betätigungsstange 26 zunächst im Auspreßkolben 15 verschiebbar gelagert ist, damit
man den Mischvorgang ausführen kann, so kann die Betätigungsstange doch anschließend mit dem Auspreßkolben
verbunden werden, so daß sich der Auspreßkolben nach vorne bewegen läßt, um die Mischung durch die Ausgabeöffnung auszupressen.
Damit man die Betätigungsstange 26 mit dem Ausprcßkolben verbinden kann, ist das vordere Ende
der Betätigungsstange mit einem radialen Flansch 65 verschen, und an der Betätigungsstange ist ferner
eine Ringnut 66 zur Zusammenarbeit mit einem hülsenförmigen
Verbindungselement 68 ausgearbeitet, das anfänglich gegen das äußere Ende der Betätigungsstange
zurückgezogen ist, wie in F i g. 1 gezeigt
ist. Das Verbindungselement 68 kann aus einem nachgiebigen Kunststoff hergestellt sein, und es ist
mit einem inneren radialen Flansch 70 an seinem vorderen Ende versehen, der in Eingriff mit der
7 8
Ringnut 66 gebracht werden kann. Wie in Fig. 1 Trennwand wirksam festzulegen bzw. einzuklemmen
angedeutet ist, itt das vordere Hndcs des Verbin- und zu verhindern, daß sie das Ventil 16 erreicht
dungsclcments'68 mit einer Reihe von Schlitzen ver- und das Auspressen stören könnte,
seilen, die biegsame, radial nach innen vorgespannte Während des Mischvorgangs ist das Ventil 16 mit-
Fini»er72 bilden. 5 tels der Verriegclungsklammer 45 in seiner normalen
Nac·· Jem das Mischen der beiden Stoffe in der in vorderen geschlossenen Stellung festgelegt, wie dies
Fig. 7 angedeuteten Art und Weise ausgeführt wor- in Fig. 1 gezeigt ist. Nach dem Mischvorgang und
den ist, kann die Betätigungsstange zurückgezogen nachdem der Ausprcßkolben mit der Bctäligungs-
werdenl um die aufgerissene Trennwand 20 gegen stange 26 vermittels des Vcrbindungsclements 68
den Auspreßkolbcn 15 festzulegen und den Flansch io gekuppelt worden ist, kann die Verricgclungsklam-
65 der Betätigungsstange in Anlage mit der vorderen mcr 45 entfernt werden, damit man das Ventil
Seite des Auspreßkolbcns zu bringen. In dieser rcla- manuell in seine offene Stellung zurückschieben
tivcn Lage der Betätigungsstange zum Auspreßkol- kann, so daß der Inhalt des Behälters ausgcprcßl
ben ist die Ringnut 66 hinter einem Nabenteil 74 des werden kann, indem der Auspreßkolbcn manuell
Auspreßkolbens freigelegt, so daß das hülscnförmige 15 vorgeschoben wird.
Verbindungselement 68 vorgeschoben und in Eingriff Für gewisse Anwendungsfälle kann es erwünscht
mit der Ringnut gebracht werden kann. Wenn der sein, das Ventil 16 in seiner zurückgezogenen offenen
innere Flansch 70 des Vcrbindungselements 68 in Stellung lösbar zu halten. Eine solche Vorkehrung
die Ringnut 66 eingerastet ist, wie F i g. 8 zeigt, ist kann z. B. erwünscht sein, wenn die auszubringende
der Auspreßkolbcn 15 zwischen dem Vcrbindungs- ao Mischung eine hohe Viskosität aufweist und die
element und dem vorderen Flansch 65 eier Betäti- Neigung zeigt, während des Auspresscns das Ventil
Rungsstange eingeklemmt und der Auspreßkolben nach vorn zu verschieben. F i g. 9 zeigt, wie man ein
kann mittels der Betätigungsstange manuell vorgc- Ventil 16 ο mit einem Außengewinde 75 versehen
schoben werden, um die Mischung aus dem Behälter kann, das mit einem Innengewinde 76 der Ausgabc-
auszupn'ssen ' a5 öffnung zusammenarbeitet. Wenn man das Ventil
Es wird darauf hingewiesen, daß während des zu öffnen wünscht, wird es einfach von Hand in die
Auspressens der Mischkolben 18 mit dem Auspreß- Ausgabeöffnung eingeschraubt und in seine offene
kolbe.. 15 zusammenarbeitet, um die aufgerissene Stellung gebracht, die in F i g. 9 gezeigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zur getrennten Aufnahme von zwei Stoffen, mittels der sich die beiden Stoffe
vor ihrer Anwendung vermischen und anschlie-Bend ausgeben lassen, bestehend aus einem rohrförmigen
Behälter, der an seinem einen Ende eine Ausgabeöffnung und an seinem anderen Ende einen die Stoffüllung stirnseitig abschließenden,
in dem rohrförmigen Behälter bewegbaren Auspreßkolben aufweist, und einer membranartigen
Trennwand, die den Behälterinnenraum in zwei Abteile für die beiden Stoffe unterteilt, und ferner einem in dem einen Abteil
befindlichen Mischkolben, der mit einer axial verschiebbaren Betätigungsstange verschraubbar
ist. wobei mittels des Mischkolbens die membranartige Trennwand aus ihrer durch ein äußeres
Klemmband gehaltenen Lage losreißbar und gegen den Auspreßkolben anliegend verschiebbar
ist, dadurch g e k e η η η ζ e i c h η e t, daß
die Betätigungsstange (26) für die Ausführung des Mischvorganges in dem Auspreßkolben (15).
diesen durchdringend, geführt und mit einem axial verschiebbaren hülsenförmigen Verbindungselement
(68) versehen ist, das zur Verbindung des Mischkolbens (18) mit dem Auspreßkolben
(15) in einem solchen axialen Abstand von dem der Durchstoßung der membranartigen
Trennwand (20) und der Veinindung mit dem Mischkolben (18) dienenden Ende (64. 58) der
Betätigungsstange federnd mit dieser verriegelbar ist, daß der Auspreßkolben (15) zwischen dem
zugeordneten Stirnrand des Verbindungselements (68) und der Innenseite des Mischkolbens (18)
unter Zwischenschaltung der durchstoßenen membranartigen Trennwand (20) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hülsenförniige Verbindungselement
(68) wenigstens einen radial nach innen vorgespannten Finger (72) zum Eingriff in
eine Ringnut (66) der Betätigungsstange (26) aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US72373868A | 1968-04-24 | 1968-04-24 | |
| US72373868 | 1968-04-24 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1805110A1 DE1805110A1 (de) | 1969-11-06 |
| DE1805110C true DE1805110C (de) | 1973-04-05 |
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