DE1802004C - Entwässerungsvorrichtung für Papiermaschinen - Google Patents
Entwässerungsvorrichtung für PapiermaschinenInfo
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Description
balken bereits festgelegte Entwässerungskurve als Ganzes bezüglich des Obersiebes verstellen.
Indem die Abstützbalken glattflächig aneinanderliegen
und gegeneinander verspannbar sind, läßt sich der durch Berechnung und Versuche ermittelte
optimale verlauf der Entwässerungskurve, nachdem
er einmal durch die individuelle Höhenverstellung der einzelnen Abstützbalken herbeigeführt worden
ist, für den nachfolgenden Betriebsablauf fixieren.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend
an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine teilweise abgebrochen dargestellte Seitenansicht einer Vorrichtung nach der
Erfindung und
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in
Fig. 1.
Entsprechend F i g. 1 ist an der Unterseite eines Gehäuses 10 eine biegsame Platte 11 befestigt, die
in Maschinenrichtung einem kon\xx gekrümmten
Verlauf folgt und zur Führung eines Obersiebes 12 dient, das auf der gesamten Unterseite der Platte 11
anliegt. Die Platte 11 führt das Obersieb 12 in einem konvergierenden Verlauf allmählich an das untere
Langsieb 13 heran.
Die synchron verlaufenden Siebe 12, 13 nehmen zwischen sich am Beginn des Konvergenzverlaufes F3
einen aus dem Stoffauflauf austretenden Suspensionsstrahl / auf, während sie am Ende des Kcnvetgenzbereiches
mit der dazwischen befindlichen noch feuchten Papierbahn W parallellaufen.
Am stromauf wältigen Ende des Konvergenzbereiches F2 hat das Obersieb 11 vom Untersieb 12
einen Abstand H, der gewöhnlich in einer Größenordnung zwischen 5 und 11 mm liegt, aber in manchen
Fällen bis zu 35 mm beträgt. Die Größe H kann als Ordinate Ho zu einer Abszisse Da betrachtet werden,
die eine mit dem Langsieb 13 zusammenfallende Linie bildet. Der Abstand des Obersiebes 12 von der
Abszisse Da entspricht der Veränderlichen W, die
sich stromabwärts von der Ordinate Ho für die einzelnen Abzissenwerte D allmählich verkleinert. Mit
diesen Bezugsgrößen ergibt sich für die natürliche Entwässerungskurve einer auf das Langsieb aufgebrachten
Papierstoffsuspension die Gleichung H = CDk, worin die Werte für H und D in Millimetern
gemessen gelten, C eine Konstante mit Werten ?wischen 0,1 bis 0,6 und k ebenfalls eine Konstante
zwischen den Werten - 0,2 und - 2, vorzugsweise im Bereich zwischen —1 bis —2 ist. Unter
Berücksichtigung dieser Werte ergibt sich eine parabolische Entwässerungskurve, deren Krümmungsradien
in Maschinenrichtung allmählich zunehmen. Im Ideal fall würde durch genaue Auswahl der Konstanten
Ck die Unterseite der Platte 11 zu einem Konvergenzverlauf des Obersiebes führen, in dem
über die gesamte Länge der innere Druck konstant bleibt. Da die Entwässerungskurven nicht für alle
Stoffarten verfügbar sind, müssen sie dann durch Versuche ermittelt werden. Auf Grund der nachfolgend
beschriebenen Verstellmöglichkeiten für die Platte Il können jedoch auch schon bei einer angenähertem
Forme, für die Entwässerungskurve durch direkte Nachstellung der Platte an der Maschine die
optimale Entwäy;erungsbedingungen erreicht werden. Die Ableitung dieser Gleichung auf Grund der
Entwässerungsbedingungen ist bekannt. Hierauf erstreckt sich die Erfindung nicht.
Die Platte Il besteht vorzugsweise aus dünnem rostfreiem Stahlblech (ζ. B. mit einer Stärke von
0,8 mm,· und einer im wesentlichen mit den Sieben übereinstimmenden Breite T entsprechend Fig. 2.
In der Vorrichtung nach Fig. 1 beträgt die Gesamt-
länge der Platteil etwa 635mm, von denen fur
den am vorderen Ende umgebogenen Abschnitt 11a und den sich daran anschließenden Kurventeil 11 ft
etwa 127 mm abgehen, so daß für die Bahnbildungszone Fz eine Länge zwischen 508 und 533 mm übrigbleiben
Das Gehäuse 10 besteht aus einer Deckwand 21. einer ' Vorderwand 22 sowie Seitenwänden 23, 24.
Auf einer an der Unterseite der Vorderwand befestigten Platte 22 ist ein Schuh 22 a befestigt, um
t5 den das abgebogene Ende Hfl der Platte 11 herumgelegt
ist. Die Seitenwände 23, 24 sind durch aufgeschweißte Flansche 23a. ?4a versteift und mi; Zugangsöffnungen
23 ft, 23c u.id 24c versehen. Auch in der in Fig. 1 nicht sichtbaren Rückwand 24 be-
findet sich eine weitere Öffnung 24 b. wobei die öffnungen
gegebenenfalls durch Deckel verschließbar •rind, nach dem die dahinter befindlichen Bauteile
verstellt worden sind. An der stromabwartigen Seite
des Gehäuses 10 ist ein Gehäuseteil 25 angeordnet.
»5 an dem über eine AbMeifungsschraube 25 h eine
Druckplatte 25a abgestützt -Aird. die ihrerseits an
einem Flansch 25 c befestigt ist Das t-c-.amte Gehäuse
10 ist an seintm hinteren l:nde um einen
Zapfen 26 senwenkbar, der in einem abgebrochen
eingezeichneten Lager 27 aufgenommen ist. In ähnlicher
Weise ist das vordere Ende des Gehäuses mit nach oben ragenden Ansalzen 30, 30a und Verstärkungsplatten
31, 31a an quer verlaufenden Zapfen 29, 29a aufgehängt, die ihrerseits in ortsfesten Ab-
Stützungen 28, 28a aufgenommen sine Die Schwenkzapfen
26, 29 sind möglichst weit von der Platte 11 entfernt angeordnet, damit das Gehäuse 10 bezüglich
des Obersiebes 12 und des Langsiebes 13 eine wirksame Schwenkbewegung ausführen kann. Zur Ver-
stellung dienen Hydraulikzylindei, Schraubspindeln
od. dgl.
Der Umriß der als Führungselement dienenden Platte 11 wird über die Länge des Konvergenzbereiches
F3 durch eine größere Anzahl von in
Längsrichtung nebeneinanderliegenden Abstützbalken 40, 50. 60 ... 130 gesteuert, die sich gegenüber
der dünnen Platte 11 im wesentlichen steif verhalten und gegebenenfalls aus Hohlprofilen bestehen können
und sich in jedem Fall über die gesamte Breite der
Platte 11 erstrecken. Die Abstützbalken 40, 50 usw. sind mit nach unten weisenden konvex gekrümmten
Abstützflächen 70fl. 80a usw. versehen, so daß sie an der Rückseite der Platte II mit einer schmalen
Fläche ar'iegen. Die Abstützbalken 40, 50 usw. sind
in ihren seitlichen aneinanderliegenden Flächen frei
verschiebbar und in der jeweils eingestellten Lage zwischen einem an der Platte 226 befestigten Distanzstück
sowie der rückwärtigen Platte 25 a befestigt. Die Bewegung der einzelnen Abstützbalken ist somit
im wesentlichen innerhalb einer Ebene beschränkt, die ungefähr senkrecht auf der Rückseite der Platte
11 steht und sich quer über die Maschinenbreitc erstreckt.
Die F i g. 2 ist die Aufhängung eines Abstützbal-
kens 50, im einzelnen gezeigt. An den Seitenwiiiulen
23, 24 sitzen in Lagermuffen 23/ Zapfen 51« bzw. 51 ft welche die verjüngten Enden einer quer verlaufenden
Welle 51 bilden. Auf einer WeIIeSl sin-1
Stcllspindeln 52, 152 gelagert. Die Stellspindel 52 ist
mit einem Ansatz 53 und einer daran befindlichen Querbohrung 53 a mit Gleitsitz auf die Welle 51 aufgeschoben. Am unteren Ende ist die Stellspindel 52
über eine Zapfenverbindung 54 an den Abstützbalken 50 angclenkt. Am Abstützbalken ist ein durchbohrtes Anschlußauge 54α befestigt, während das
untere Ende der Stellspindel einen Anschlußteil 54 b mit einem gegabelten Ende aufweist, in dem das
Anschlußauge 54a aufgenommen und durch einen Querzapfen 54c gehaltert ist. In Bohrungen der Anschlußteile 53 und 54 b sind Stellspindelabschnitte
55 b bzw. 55 c mittels Sicherungsmuttern 55 d bzw. 55 c befestigt. Die beiden Spindelteile 55 b und 55 c
sind nach Art eines Spannschlosses über eine ge-
meinsame Überwurfmuffe 55 verbunden. Die Einzelteile der Stellspindel 152 sind die gleichen wie für
die Stellspindel 52 und in Fig. 2 mit den gleichen Bezugszeichen, jedoch jeweils um 100 erhöht. Beide
Stellspindeln eines Abstützbalkens sind voneinander unabhängig verstellbar.
Die Zapfen 51 α, 516 sind bezüglich der Mittelachse der Welle exzentrisch angeordnet, wie dies aus
der Seitenansicht der Fig. 1 hervorgeht. Über den am Zapfenende 51a angeformten Vierkant 51c läßt
sich somit durch Drehung der Welle eine exzentrische Bewegung hervorrufen, bei der beide Stellspindeln
eines Abstützbalkens gemeinsam verstellt werden. Diese Anordnung ermöglicht eine sehr feinfühlige
Justierung der Platte 11.
Claims (5)
1. Entwässerungsvorrichtung für Papiermaschi- tikalverstellung des Saugkastens vorhandene Möglichnen,
bei der hinter dem Stoffauflauf ein Obersieb 5 keit der Veränderung der empfindlichen anfänglichen
unter einem einstellbaren Führungselement mit Bahnbildungszone ungenügend, um insbesondere bei
einer der natürlichen Entwässerungskurve für die schnellaufenden Papiermaschinen notwendig wer-Papierstoffsuspension
angenäherten Kontur an dende feinfühlige Korrekturen im Konvergenzverlauf das im wesentlichen waagerechte Langsieb heran- des Obersiebes zu erreichen.
geführt ist, dadurch gekennzeichnet, η Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine
daß das Führungselement eine biegsame Platte Entwässerungsvorrichtung zu schaffen, bei der die
(11) ist, an deren Rückseite quer zur Maschinen- beschriebenen Nachteile vermieden sind und bei der
richtung verlaufende, höhenverstellbare und un- über die Länge der zwangläufigen Führung des Obermittelbar
nebeneinanderKegende Abstützbalken slebes an jeder Stelle eine unabhängige Verstell-(40,
50 . . ) vorgesehen sind, die konvex ge- 15 möglichkeit des Obersiebverlaufes ermöglicht wird
krümmte Abstützflächen (70a, 80a ...) auf- Zur Lösung dieser Aufgabe wird für eine Entwässeweisen.
rungsvorrichtung der eingangs bezeichneten Art er-
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch findungsgemäß vorgeschlagen, daß das Führungsgekennzeichnet,
daß die Platte (11) mit einem element eine biegsame Platte ist. an deren Rückseite
vorderen aufwärts gekrümmten Ende (lib) an ao quer zur Maschinenrichtung verlaufende, höhenvereinem
Rahmen (21 bis 24) befestigt ist, während stellbare und unmittelbar nebeneinanderliegendc
ihr rückwärtiges Ende frei auf den Obersieb (12) Abstützbalken ,orgesehen sind, die konvex geaufliegt.
krümmte Abstützflächen aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, da- Auf Grund dieses Vorschlages wird der innere
durch gekennzeichnet, daß die Abstützbalken 25 Druck der unmittelbar hinter dem Austrittsspalt auf
(40, 50 .. .; jeweils am anderen Ende zweier dem Langsieb befindlichen Fasersuspension erhöh 1
Stellspindeln (55, 155) gelenkig gehaltert sind, und dadurch die Entwässerungsgeschwindigkeit verdie
iiirerseits an ihrem oberen Ende innerhalb größert. Indem das Obersieb von der für jeden
des Rahmens (23, 24) auf Wf "len (51) mit exzen- Papierstoff besonders zu bestimmenden Entwässetrischen
Zapfen (53 c) gelagert sind. 30 rungskurve aus in Richtung auf das untere Langsieh
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, mit feinfühligen Korrekturen an einzelnen Stellen der
dadurch geke; .!zeichnet, daß der Rahmen (21 Länge des Führungselementes versetzt werden kann,
bis 24) am vorderen und hinteren Ende auf Zap- läßt sich der die Entwässerung beschleunigende
fen (29 bzw. 26) mit quer zur Maschinenrich- Innendruck der Suspension erhöhen, ohne daß die
tung verlaufenden Achsen neigbar gelagert ist, 35 natürliche, allmählich vor sich gehende Verfilzung
die im Abstand von der Platte (11) oberhalb der der Fasern gestört wird.
Wellen (51) angeordnet sind. Die Erfindung ist dadurch weitergebildet, daß die
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, Platte mit einem vorderen aufwärts gekrümmten
dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützbalken Ende an einem Rahmen befestigt ist, während ihr
(40, 50...) glattflächig aneinanderliegen und 40 rückwärtiges Ende frei auf dem Obersieb aufliegt,
gegeneinander verspannbar (25a, 25b) sind. Somit wird die biegsame Platte an einer Stelle befestigt,
die für den die Entwässerungsbedingungen
steuernden kritischen Kurvenverlauf unmaßgeblich
ist, und auf Grund des nicht befestigten rückwärtigen 45 Endes kann die biegsame Platte sich den durch
Die Erfindung betrifft eine Entwässerungsvorrich- Höhenverstellung der Abstützbalken erzeugten unter-
tung für Papiermaschinen, bei der hinter dem Stoff- schiedlichen Kurvenformen unbehindert und span-
auflauf ein Obersieb unter einem einstellbaren Füh- nungsfrei anpassen.
rungselement mit einer der natürlichen Entwässe- Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin,
rungskurve für die Papierstoffsuspension angenäher- 50 daß die Abstützbalken jeweils am unteren Ende
ten Kontur an das im wesentlichen waagerechte Lang- zweier Stellspindeln gelenkig gehaltert sind, die
sieb herangeführt ist. ihrerseits an ihrem oberen Ende innerhalb des Rah-
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (fran- mens auf Wellen mit exzentrischen Zapfen gelagert
zösische Patentschrift 1498 270) besteht das Führungs- sind. Wenn somit die Höhenverstellung der Abstützelement
aus einem nach unten offenen Saugkasten, 55 balken über die am oberen Ende der Spindeln andessen
das Obersieb führender Umriß durch die greifenden Exzenterwellen erfolgt, sorgt die gelenkige
unteren Enden einer Folge von über die Siebbreite Verbindung am unteren Spindelende dafür, daß d;.e
verlaufenden und in Maschinenrichtung unter Ab- Abstützbalken einfach und auswechselbar aufgehängt
ständen angeordneten geneigten Platten gebildet sind und Höhenverstellungen leicht folgen, da sie
wird. Diese Platten sind in den Seitenwänden des 60 sich auf Grund der gelenkigen Aufhängung leicht
Saugkastens befestigt, der als Ganzes verstellbar so von den Anlageflächen der benachbarten Abstützaufgehängt
ist, daß durch Veränderung seiner Nei- balken lösen.
gung und seines Abstandes vom unteren Langsieb Vorzugsweise ist der Rahmen am vorderen und
der konvergierende Verlauf des Obersiebes in dem hinteren Ende auf Zapfen mit quer zur Maschinenfür
die Papierbahnbildung entscheidenden dem Stoff- 65 richtung verlaufenden Achsen neigbar gelagert, die
auflauf unmittelbar folgenden Bereich an die jeweils im Abstand von der Platte oberhalb der Wellen ancpi'malcn
Entwässerungsbedingungen angepaßt wer- " geordnet sind. Auf diese Weise läßt sich z. B. eine
den kann. Abgesehen von der starken Abnutzung des in ihrem Verlauf mit Hilfe der einzelnen Abstiitz-
Family
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