DE179782C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE179782C DE179782C DENDAT179782D DE179782DA DE179782C DE 179782 C DE179782 C DE 179782C DE NDAT179782 D DENDAT179782 D DE NDAT179782D DE 179782D A DE179782D A DE 179782DA DE 179782 C DE179782 C DE 179782C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- oxygen
- cylinder
- gas
- liquid
- vacuum
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 22
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 12
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 10
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 10
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 9
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 5
- 238000011084 recovery Methods 0.000 claims description 3
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 12
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 description 6
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 5
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 3
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 3
- MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N Dioxygen Chemical compound O=O MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 1
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Chemical compound O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25J—LIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
- F25J3/00—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
- F25J3/02—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream
- F25J3/04—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream for air
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 17g. GRUPPE
RUDOLF MEWES in BERLIN.
der aufgewandten Arbeit.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1904 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verflüssigungs- und Ga strennungs verfahr en mit teilweiser
Wiedergewinnung der aufgewandten Kompressionsarbeit. Von älteren ähnlichen Verfahren unterscheidet sich dasselbe wesentlich
dadurch, daß zur Erhöhung des Druckabfalles hinter dem Expansionsraum im Auspuff der
Expansionsmaschinen (Kolbenmaschinen, Laval- oder Parsonsturbinen o. dgl.) die Expansionsgase
nicht vom Kompressor, sondern von einer besonderen Vorrichtung (Saugpumpe
o. dgl.) unter Herstellung eines Vakuums abgesaugt werden, um nicht kalte Expansionsgase wieder in den Kompressor zurückgelangen
zu lassen, sondern dieselben nach möglichst vollständiger Ausnutzung als Kühlmittel für
das Verfahren selbst nach außen auszustoßen und auf diese Weise ein sauerstoff reiches Flüssigkeitsgemisch
zu erhalten. Hierzu ist von wesentlichem Nutzen, daß die expandierten Gasmengen
nicht wieder in den Kreislauf zurückgeführt, sondern aus demselben nach fast vollständig
erfolgtem Wärmeaustausch ausgeschieden werden.
Die neuen technischen Wirkungen, welche hierdurch gegenüber älteren, die expandierten
Gase nach geleisteter Arbeit unter Atmosphärendruck abführenden Luftverflüssigungsverfahren
erzielt werden, bestehen erstlich darin, daß infolge des stärkeren Druckabfalles
"der Temperatursturz ein entsprechend höherer wird, daß zweitens die Kraftmaschine nicht
zum Stillstand kommen kann, wie dies bei anderen ähnlichen Vorrichtungen infolge stark
sinkender Temperatur geschehen muß, drittens aber auch darin, daß die verflüssigten Gase,
welche ja teilweise im Verfahren selbst wieder verdampfen, unter geeignetem Unterdruck unter
einer Atmosphäre, und zwar in demjenigen Mengenverhältnis abgedampft werden, welches
dem Verhältnis der Dampfspannungen der Bestandteile des Flüssigkeitsgemisches entspricht.
Beispielsweise hat nach Versuchen von Dewar, Estreicher, Baile, Olszewski
(vergl. Zeitschrift für komprimierte und flüssige Gase, II. Jahrg., Heft 12, S. 188) bei —1950
der Stickstoff eine Dampfspannung von 147 mm, der Sauerstoff eine solche von 142 mm. Durch
Schaffung von Unterdruck über einer Flüssigkeit wird nun aber, wenn nicht genügend
Wärme zur Verdampfung der abgesaugten Flüssigkeitsmengen zugeführt wird, alsbald die
Flüssigkeitstemperatur erniedrigt. Es leuchtet ein, daß nach vorliegendem Verfahren, da die
Temperaturerniedrigung durch Schaffung von Unterdruck mittels einer Saugpumpe leicht bis
— 200 ° oder noch weiter erniedrigt werden kann und bei diesen Temperaturen das Spannungsverhältnis
der Dämpfe beider Flüssigkeitsbestandteile größer als 740/142, also größer
als 5 ist, schon über fünfmal so viel Stickstoff als Sauerstoff verdampfen muß. Dies Verhältnis
wird mit sinkender Temperatur immer größer und ist nach Olszewski bei — 2140
gleich 60/3,8 gleich 16. Bei Schaffung eines Vakuums von 60 mm, was technisch leicht zu
erreichen ist, würde somit iömal so viel Stick- j
stoff als Sauerstoff abgedampft werden, also fast nur Stickstoff verdampfen.
Mittels dieses Verfahrens ist man also imstände,
unmittelbar fast reinen, flüssigen Sauerstoff und durch dessen Destillation entsprechend
reinen gasförmigen Sauerstoff zu gewinnen.
In der Zeichnung ist eine nach vorliegendem
ίο Verfahren arbeitende Luftverflüssigungsanlage
.schematisch dargestellt.
In dem Kompressionszylinder g wird die angesaugte gesamte, vorher vom Wasserdampf
befreite Gasmenge z. B. auf 5 Atmosphären unter möglichster Kühlung komprimiert und
in den Behälter b gedrückt. Aus dem Behälter b saugt der kleine, mit Kühlmantel e versehene
Kompressionszylinder c, dessen Größe passend zu wählen ist, einen Teil des Druckgases an,
komprimiert ihn auf 25 Atmosphären und drückt die noch gespannte kalte Gasmenge in den
Mantel f des Expansionszylinders d, welcher aus dem Behälter b gespeist wird und einen Teil
der auf 5 Atmosphären komprimierten Gasmenge unter Arbeitsleistung expandieren läßt.
Infolgedessen tritt eine starke Temperaturerniedrigung ein, wodurch die Zylinderwandungen
und auch die im Zylindermantel f enthaltenen hochgespannten Gase stark abgekühlt
werden. Die Auspuffgase des Expansionszylinders d gelangen in einen denselben
umschließenden isolierten Kasten, aus welchem sie mittels einer Saugpumpe ins Freie geschafft
werden, so daß hinter dem Auspuff des Zylinders d Unterdruck entsteht und der Druckabfall
und damit die Temperaturerniedrigung erhöht wird. Ein Teil der hochgespannten, im
Mantel / abgekühlten Gasmenge wird nunmehr durch Leitung i, welche durch den Kasten η
geführt und durch die kalten Auspuffgase des Zylinders d weiter abgekühlt wird, in den zweiten
Expansionszylinder k geleitet, während der andere Teil der in f stark abgekühlten hochgespannten
Gasmenge durch Leitung I in den Mantel m des Zylinders k und nach Abkühlung
hierselbst durch Leitung η in einen Nachkühler
p geleitet, durch welchen das Ableitungsrohr η in Schraubenwindungen s hindurchgeht.
Die abziehenden kalten Auspuffgase bewirken infolge dieser Vorrichtung noch eine weitere
Kühlung für das hochgespannte Gas und werden sodann in den Kasten q geleitet, welcher den
Nachkühler p und den zweiten Expansionszylinder k samt den Leitungen η und 0 einschließt;
aus diesem werden sie durch Saugpumpe r zugleich mit den Auspuffgasen des
ersten Expansionszylinders d abgesaugt, so daß auch hinter dem Auspuff des Zylinders k
Unterdruck entsteht, der Druckabfall also noch wesentlich größer als im ersten Falle und
damit die Temperaturerniedrigung eine noch erheblich höhere wird.
Die in dem Schraubenrohr s der Leitung η
sich verflüssigende hochgespannte Luft- bezw. Gasmenge läßt man durch einen Flüssigkeitsabscheider
in den Nachkühler p bezw. in einen den unteren Teil der Spirale s umschließenden,
mittels besonderer Saugpumpe auf Unterdruck zu erhaltenden Raum desselben, wenn man stickstoffreiches Gemisch getrennt gewinnen
will, eintreten, so daß durch die Verdampfung eines Teiles dieser Flüssigkeit infolge
des dort herrschenden Vakuums die Temperatur derselben und schließlich der in der Spirale befindlichen
flüssigen Luft sich auf die diesem Vakuum entsprechende Temperatur erniedrigt. Durch Bemessung des Vakuums hat man es
daher, wie oben gezeigt ist, bei dieser Arbeitsweise in der Hand, daß von der verflüssigten
Luft fast nur Stickstoff und nur sehr wenig Sauerstoff verdampfen kann, -die Kühlkraft
des verdampften Stickstoffes jedoch voll für die Erzeugung neuer frischer flüssiger Luft
ausgenutzt wird, so daß man unmittelbar fast reinen Sauerstoff oder doch ein an Sauerstoff
sehr reiches Flüssigkeitsgemisch erhält, das man als solches ohne weiteres verwenden oder noch
zur Gewinnung gasförmigen Sauerstoffs nach anderem Gastrennungsverfahren benutzen kann.
Claims (2)
1. Luftverflüssigungs- und Sauerstoffgewinnungsverfähren
mit teilweiser Wiedergewinnung der aufgewandten Arbeit, dadurch gekennzeichnet, daß die expandierten
Gase mittels einer Pumpe o. dgl., die das ■ Vakuum herstellte, nicht in den Kreislauf
zurückgeleitet, sondern nach außen gedrückt werden, um ein an Sauerstoff reiches Flüssigkeitsgemisch
zu erhalten.
2. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß' an die Auspuffleitung der Druckluftexpansionskraftmaschine eine
Saugpumpe o. dgl. angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE179782C true DE179782C (de) |
Family
ID=444084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT179782D Active DE179782C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE179782C (de) |
-
0
- DE DENDAT179782D patent/DE179782C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2800742C2 (de) | Vorrichtung zum Erzeugen von Kälte oder zum Verflüssigen von Gasen | |
| DE1112997B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gaszerlegung durch Rektifikation bei tiefer Temperatur | |
| DE830805C (de) | Verfahren zur Gas-, insbesondere zur Luftzerlegung | |
| DE1226616B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von gasfoermigem Drucksauerstoff mit gleichzeitiger Erzeugung fluessiger Zerlegungsprodukte durch Tieftemperatur-Luftzerlegung | |
| EP0383994A2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Luftzerlegung durch Rektifikation | |
| DE102010052545A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung eines gasförmigen Druckprodukts durch Tieftemperaturzerlegung von Luft | |
| DE69305317T2 (de) | Lufttrennungsverfahren und Anlage zur Herstellung von wenigstens einem Druckgasprodukt und von wenigstens einer Flüssigkeit | |
| DE102010052544A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung eines gasförmigen Druckprodukts durch Tieftemperaturzerlegung von Luft | |
| EP0316768A2 (de) | Verfahren zur Luftzerlegung durch Tieftemperaturrektifikation | |
| EP3059536A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung eines Druckstickstoffprodukts | |
| DE102011014678A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung eines kohlendioxidhaltigen Gasstroms | |
| WO2020164799A1 (de) | Verfahren und anlage zur bereitstellung eines oder mehrerer sauerstoffreicher, gasförmiger luftprodukte | |
| EP0108834B1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von flüssigem Para-Wasserstoff | |
| DE179782C (de) | ||
| DE3307181A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur zerlegung von luft | |
| DE1232174B (de) | Verfahren zum Verdampfen von fluessigem Methan unter Verfluessigung von gasfoermigem Stickstoff aus einer Luftzerlegungssaeule | |
| DE69410040T2 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von wenigstens einem durch Zerlegung von Luft gewonnenem Gas unter Druck | |
| EP3870916B1 (de) | Verfahren zur gewinnung eines oder mehrerer luftprodukte und luftzerlegungsanlage | |
| EP3870917B1 (de) | Verfahren und anlage zur tieftemperaturzerlegung von luft | |
| DE827364C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Sauerstoff | |
| WO2021190784A1 (de) | Verfahren und anlage zur tieftemperaturzerlegung von luft | |
| EP1134524A2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von gasförmigem Stickstoff | |
| DE251584C (de) | ||
| DE2553700C3 (de) | Verfahren zum Betreiben einer Gasturbinenanlage mit geschlossenem Kreislauf | |
| DE1250459B (de) | Verfahren zur Kaiteerzeugung bei tiefer Temperatur durch Verdampfung von flussigem Stickstoff |