DE17931C - Galvanisches Element - Google Patents

Galvanisches Element

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DE17931C
DE17931C DENDAT17931D DE17931DA DE17931C DE 17931 C DE17931 C DE 17931C DE NDAT17931 D DENDAT17931 D DE NDAT17931D DE 17931D A DE17931D A DE 17931DA DE 17931 C DE17931 C DE 17931C
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DE
Germany
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zinc
chloride
mass
plate
depolarizing
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Active
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DENDAT17931D
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English (en)
Original Assignee
G. SCRI-VANOW in Paris
Publication of DE17931C publication Critical patent/DE17931C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte
    • H01M6/06Dry cells, i.e. cells wherein the electrolyte is rendered non-fluid

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  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
GREGOR SCRIVANOW in PARIS. Galvanisches Element.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. August 1881 ab.
Das vorliegende galvanische Element gehört in die Kategorie der trockenen Elemente und besitzt den bekannten Elementen dieser Klasse gegenüber den Vortheil, dafs es, ohne viel Platz einnehmen zu brauchen, einen. constanten und energischen Strom erzeugt, wodurch es geeignet wird, in allen denjenigen Fällen Anwendung zu finden, wo bisher gewöhnliche galvanische Elemente benutzt wurden.
Dieses Element besteht aus drei Theilen: einer Platte aus geprefster Kohle oder Graphit, einer sorgfältig ämalgamirten Zinkplatte, einer auf der Kohlenplatte angebrachten depolarisirenden Masseplatte; die Anwendung dieser letzteren Platte bildet den wesentlichen Punkt der Erfindung. Die Zusammensetzung der zur Herstellung dieser Platte dienenden Masse ist die folgende:
10 Gewichtstheile Ammonium - Quecksilberchlorid Hg Cl2 JVIT4, Cl,
3 Gewichtstheile Chlornatrium,
1Ii Gewichtstheil Chlorsilber.
Zur Herstellung des Ammonium-Quecksilberchlorids läfst man in Porcellanschalen eine concentrirte Lösung von reinem Chlorammonium mit Quecksilberoxyd (Y4 des Gewichts Chlorammonium) und einer Minimalmenge von Chlorzink 5 Stunden· lang kochen, bis dafs ein weifser, schwach gräulicher Niederschlag entsteht. Dieser Niederschlag wird auf ein Filter gebracht, reichlich ausgewaschen, getrocknet, geschmolzen und grob zerkleinert. Man erhält auf diese Weise ein vollkommen beständiges Salz, das sich weder bei feuchter noch trockener Luft verändert und im allgemeinen sich sehr leicht aufbewahren läfst. Man setzt nun eine schwach saure Lösung von Zinkchlorür von 500 hinzu, bis dafs sich ein consistenter Teig bildet. Es ist nöthig,' das Ganze in Porcellanmörsern sorgfältig zu zerkleinern, damit das Ganze eine innige Mischung erhält.
Die vorher paraffinirte Kohlenplatte wird nun ganz mit einer gleichmäfsigen Schicht der depolarisirenden Masse in einer Stärke von 1 bis 2 mm überzogen. Dann bedeckt man diese Schicht mit fünf oder sechs Lagen schwedischen Filtrirpapieres, das mit einer Lösung getränkt wird, die aus gleichen Theilen Chlorzink (500) und Chlornatrium hergestellt ist. Die Kanten des Papiers Werden mit der Kohlenplatte mittelst Paraffins vereinigt..
Verbindet man nun die Zinkplatte mit der so präparirten Kohlenplatte, so erhält man ein sehr constantes galvanisches Element von ungefähr 1,3 Volt. Potentialdifferenz und höchst schwachem inneren Widerstand.
Die in diesem Element auftretenden chemischen Reactionen sind sehr verschiedener Art. Vor allem herrscht die Zersetzung durch das im Ammonium - Quecksilberchlorid enthaltene Zink vor, infolge deren sich doppelt Chlorzinkammonium und kleine Quantitäten Zinkoxychlorid bilden. Das freie Quecksilber findet sich nebst Spuren von Silber theilweise auf der Kohlen- und theilweise auf der Zinkplatte unter Bildung von Amalgamen wieder vor.
Das in der depolarisirenden Masse enthaltene Chlornatrium und Chlorsilber spielt die Rolle eines Chlormittels und verhindert die Bildung von Quecksilberchlorür.
Das auf diese Weise zusammengesetzte galvanische Element kann je nach seiner Anwen-
dungsart verschiedene Constructioneh erhalten. Als Beispiele sind auf beiliegender Zeichnung vier verschiedene Modificationen dargestellt. Fig. ι zeigt die Anordnung eines Elementes für telegraphische und telephonische Zwecke. Jedes Element besteht aus einem Rohr C aus Kohle, in welches ein Zinkstab Z eingesetzt ist. Der Raum zwischen Zinkstab Z und Rohr C wird mit der depolarisirenden Masse gefüllt. Diese Elemente können auf Spannung oder Quantität mit einander verbunden werden.
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein Element für medicinische Zwecke; Kohle und Zink sind hier plattenförmig gestaltet.
Fig. 4 zeigt die Anordnung eines Doppelelements. Die Kohlenplatte C ist auf beiden Seiten mit der depolarisirenden Masse bedeckt. ZZ1 sind die mit einander durch eine Zwinge verbundenen Zinkplatten.
Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen, wie das Element in einem Läütekasten für elektrische Klingelwerke untergebracht ist.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . In einem galvanischen Element die Anwendung einer depolarisirenden Masse, gebildet durch Ammonium-Quecksilberchlorid mit Chlornatrium und -Chlorsilber.
  2. 2. Die Einschaltung dieser depolarisirenden Masse zwischen Kohle und Zink.
  3. 3. Die Bedeckung der Masse mit mehreren Schichten mit Chlorzink getränkten Filtrirpapieres.
  4. 4. Die verschiedenen dargestellten Constructionen der galvanischen Elemente, gebildet aus Kohle, Zink und der depolarisirenden Masse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT17931D Galvanisches Element Active DE17931C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1180811B (de) * 1961-07-07 1964-11-05 Philips Nv Galvanisches Element

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