DE1791237C - Volumeneffekt Oszillator Ausscheidung aus 1466514 - Google Patents
Volumeneffekt Oszillator Ausscheidung aus 1466514Info
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einem Volumeneffekt-Oszillator,
bei dem ein Körper aus einem IH-V-Verbindungshalbleiter
vorgegebener Dimensionierung bei Überschreiten einer angelegten kritischen Feldstärke
zu Mikrowellenschwingungen angeregt wird.
Vor kurzem ist eine neue Methode zur Erzeugung elektromagnetischer Schwingungen bekanntgeworden,
die auf einem sogenannten Halbleitervolumeneffekt (»Gunnc-Effekt) beruht, wie dies beispielsweise in der
Literaturstelle Solid-State Commun., I (1963), S. 88
bis 91, »Microwave Oscillations of Current in HI-V-Semiconductors«
beschrieben wurde.
Wenn an einen Halbleiterkörper aus einem N-leitenden
III-V-Halbleiter geeigneter Abmessungen
(Dicke z. B. 10 bis 200 μνη) über ohmsche Kontakte
ein elektrisches Feld größer als ein bestimmter kritischer Wert gelegt wird, können im fließenden Strom
Instabilitäten auftreten, die die Form von Mikrowellenschwingungen haben. Für das Auftreten des
Effektes sind kein pn-Ubergang und kein externes Magnetfeld erforderlich.
Die Periodendauer der erregten Schwingungen steht in einem direkten Verhältnis zur Laufzeit der Ladungsträger
durch den Kristall. Bisher erzeugte Dauerstrichleistungen liegen in der Größenordnung von einigen
zehn Milliwatt.
Es konnte expr.nmentell nachgewiesen werden, daß
beim Erreichen des kritischen Spannungswertes sich an der Kathode des Halbldterkö.pers eine Zone überhöhten
elektrischen Feldes aufbaut, die beginnt, in Richtung zur Anode zu wandern. In der F i g. 1 ist
dieser Vorgang für den Fall konstanter Spannungsspeisung dargestellt. Zum Zeitpunkt t0 ist das kritische
Potential Φκ erreicht. Kurze Zeit später (zum Zeitpunkt
ι = /]) hat sich die Hochfeldzone ausgebildet
und wandert zur Anode. Dabei sinkt das Potential kathodenseitig vor der Wellenfront auf einen kleineren
Wert, als dies bei Anliegen der kritischen Spannung der Fall war. Es kann demnach keine neue Welle an
der Kathode ausgelöst werden, solange noch eine vorher ausgelöste Welle durch den Halbleiterköiper
läuft. Erst nach Ankunft der ersten Weile an der Anode kann sich der Vorgang periodisch wiederholen
und in dem im Außenkreis fließenden Strom in der beschriebenen Art als Mikrowellenschwingung bemerkbar
machen.
In der F i g. 2 ist die Stromspannungscharakteristik
eines derartigen Halbleiterkörper dargestellt. Mit zunehmender Spannung, ausgehend vom Wert 0 Volt
tritt zunächst ein linearer Stromspannungsverlauf auf. Kurz vor Erreichen der kritischen Spannung Uk wird
die Kennlinie durch Änderung der Beweglichkeit der Ladungsträger bei den vorliegenden Feldstärken nichtlinear. Bei der Spannung Uk (zugehöriger Arbeitspunkt A) setzen die Stromschwingungen ein, wobei
sich der Strom periodisch zwischen den Extremwerten Jmaz und 1min ändert.
Ziel der Erfindung ist es, einen Volumeneffekt-Oszillator
aufzuzeigen, dessen Schwingung so beeinflußbar ist, daß man eine Frequenzteilung erhält.
Ausgehend von einem Volumeneffekt-Oszillator, bei dem ein einkristalliner Halbleiterkörper vom
N-Leitungstyp, vorzugsweise ein lll-V-Verbindungshalbleiter
durch Anlegen einer einen kritischen Wert überschreitenden Gleichvorspannung an den ohmisch
kontaktierten Halbleiterkörper zu Mikrowellenschwin-51UHgCn
anregbar ist, wird deshalb erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Vorspannung, die Amplitude
einer auf den Halbleiterkörper einwirkenden HF-Schwingung und die Periodendauer T, dieser angelegten
HF-Schwingung so gewählt sind, daß die Periodendauer der dann entstehenden Mikrowellen-.'
schwingung größer ist als die Periodendauer Tpr der
unbeeinflußten Mikrowellenschwingung c*es Oszillators.
Wählt man beispielsweise den Arbeitspunkt A und hält die Bedingung
1,57,
< Tpr <2T„
-in, so ergibt sich die in der Fig. 3b dargestellte
Kurvenform des über der Zeit aufgetragenen Stromes. Der zugehörige Verlauf der Gesamtspannung ist in
der Fig. 3a aufgezeigt. Bei Einhaltung der obenerwähnten Bedingungen wird eine Schwingung mit
der halben Frequenz bzw. mit der doppelten Periodendauer der angelegten Schwingung erzeugt. Unter der
Voraussetzung, daß der Arbeitspunkt an der Stelle B
liegt (vgl. F i g. 2) und die Bedingung
Ts
Tpr
2TS
eingehalten wird, können je nach dtr Größe der Amplitude
der überlagerten HF-Schwingung bzw. je nach der Lage des Arbeitspunktes, die in den F i g. 4b
bzw. 4c dargestellten Kurvenformen erzielt werden. Der Verlauf der entsprechenden Gesamtspannung ist
in der Fig. 4a dargestellt, wobei die Spannung m»,
zu dem in der F i g. 4b dargestellten Stromverlauf und die Spannung uS2 zu dem in der F i g. 4c dargestellten
Stromverlauf gehört. Entsprechend der großen Amplitude der Wechselspannung uSi erhält
man die in der Fig. 4b dargestellte Verdreifachung der Periodendauer Ts, also eine Frequenzdrittelung,
während man mit der kleinere:. Wechselspannungsamplitude Mj2 die in der F i g. 4c dargestellte Periodenverdopplung,
also eine Frequenzhalbierung erzeugen kann.
Betra* .itet man den Vorgang der Frequenzteilung
nicht als Funktion der HF-Amplitude, sondern als Funktion des gewählten Arbeitspunktes mit der Bedingung
U < Uk, so ergibt sich folgender Sachverhalt: Bei konstanter HF-Amplitude der überlagerten
HF-Schwingung f.ritt für U -■-- Ub
< Uk eine Schwingung mit der Periodendauer 2Ts, also mit der Frequenz
/«/2 auf. In diesem Fall ergibt sich eine Frenuenzteilung,
wobei die erzeugte Frequenz von der Größe der gewählten Gleichspannung (U <
Uk) abhängig ist. In der F i g. 5 ist dieser Zusammenhang graphisch dargestellt. Bezüglich der Spannungsverteilung
der gestrichelt eingezeichneten Spannung m„, in
der Fig. 5a kann der zugehörige Stromverlauf der Fig. 5b entnommen werden. Hierbei tritt eine
Periodendauerverdreifachung bzw. eine Frequenzdrittelung auf. Der in Jer F i g. 5a ferner eingezeichnete
Spannungsverlauf gemäß der durchgezogenen Linie u,j mit gleicher HF-Amplitude jedoch kleinerer
Gleichspannung Uni bewirkt die in der F i g. 5c dargestellte Stromverteilung, die zu einer Periodendauer-
Verdopplung bzw. einer Fiequenzhalbierung führt.
Sowohl bei der Frequenzteilung mit Hilfe der veränderlichen HF-Überlagerungsamplitude als auch bei
der Frequenzteilung mit veränderlicher Oleichspannung Un sind solche Verhältnisse zu schaffen, daß für
die resultierende Periode T = 3Γ, die Hochfeldzone
dann die Anode erreicht, wenn dort ein Potential größer als das kritische Potential liegt, und daß für
T= IT, die Hochfeldzone dann die Anode erreicht,
I 791
wenn dort ein Potential kleiner als das kritische Potential
liegt.
Eine mögliche schaltungstechnische Anordnung zur Steuerung der Schwingung ist in der F i g. 6 dargestellt.
Der Halbleiterkörper Pr erhält seine deichvorspannung von der Spannungsquelle LJ über einen
vorgeschalteten Spannungsregler P und die erforderliche Steuerwechselspannung von dem Wechselspannungsgenerator
G über einen dreiarmigen Zirkulator Z, an dessen drittem Arm der Verbraucher Rl angeschlossen
ist. Zur Regelung der von dem Wechselspannungsgenerator G abgegebenen Schwingung ist
zwischen Generator und Zirkulator ein regelbares Dämpfungsglied eingefügt.
Ferner ist es möglich, den Halbleiterkörper direkt ig
in einem resonanzfähigen Gebilde anzuordnen.
Claims (5)
1. Volumeneffekt-Oszillator, bei dem ein einkristalliner Halbleiterkörper vom N-Leitungstyp,
vorzugsweise ein IH-V-Verbindungshalbleiter,
durch Anlegen einer einen kritischen Wert überschreitenden Gleichvorspannung an den ohmisch
kontaktierten Halbleiterkörper zu Mikrowellenschwingungen anregbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorspannung (U), die Amplitude einer auf den Halbleiterkörper (Pr)
einwirkenden HF-Schwingung und die Periodendauer (Tf) dieser angelegten HF-Schwingung so
gewählt sind, daß die Periodendauer der dann entstehenden Mikrowellenschwingung größer ist als
die Periodendauer (7» der unbeeinflußten Mikrowellenschwingung des Oszillators.
2. Oszillator nach Anspruch 1 mit Verdoppelung der Periodendauer bzw. mit Frequenzhalbierung,
dadurch gekennzeichnet, daß folgende Bedingungen eingehalten werden:
U= UK,
l,5Ts< Tpr<
27V.
wobei mit Uk die Gleichvorspannung bezeichnet
ist, bei welcher Mikrowellenschwingungen ausgelöst werden, wenn keine weitere Vorspannung
an den Halbleiterkörper anliegt.
3. Oszillator nach Anspruch 1 mit Verdreifachung der Periodendauer bzw. mit Frequenzdrittelung,
dadurch gekennzeichnet, daß feigende Bedingungen eingehalten werden:
U <UK,
Ts < Tpr < 27V
4. Oszillator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus
einem dreiarmigen Zirkulator (Z) besteht, der an einem Arm mit dem Verbraucher (Rl), an einem
weiteren Arm mit einem HF-Generator (G) verbunden ist und daß an den dritten Zirkulatorarm
der Halbleiterkörper (Pr) mit der zugehörigen Gleichspannungsquelle (U) angeschlossen ist.
5. Oszillatorschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Halbleiterkörper in einem Resonator angeordnet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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