DE1761103C - Vorrichtung zur Herstellung von wenig stens einseitig gedeckter Wickelpappe - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von wenig stens einseitig gedeckter WickelpappeInfo
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Description
Die llrlindung bezieht sich auf eine Vorrichtung
zur Herstellung von wenigstens einseitig gedeckter Wickel|Hippe, bei der ein Abnahmefilz stetig gegen
wenigstens ein den Stoff für die Trägerschicht abgebendes Rundsieb niillels einer Gaulsehwalze angedrückt
wird und, gesteuert durch eine laktweise \L-islellhare Gautschwalze, intermittierend mit einem
weiteren den Stoff für die Deckschicht abgebenden Rundsieb zusammenarbeitet.
U'.'i den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird
durch die steuerbare Gautschwalze der Ahnahmefilz zur Aufnahme und Übertragung des die Deckschicht
bildenden Stoffes jeweils vorübergehend gegen das in die die Deckschicht liefernde Stoffsuspension tau
chende Rundsieb angelegt, wenn die Deckschicht auf die Formatwalze zu bringen, also z. B. eine ausreichende
Dicke des Erzeugnisses erreicht ist. Die Ergebnisse dieser Arbeitsweise befriedigen insofern
nicht, als erfahrungsgemäß insbesondere auf Grund der nicht vermeidbaren Unregelmäßigkeiten im Oberflächen
erlauf d.; die die Deckschicht liefernde
Stoffsuspension zuführenden Rundf.iebes bei der übertragung auf den Abriahmefilz insbesondere in
tlen Randhereichen Fehlstellen anfallen, die verhältnismäßig breite Randstreifen des Erzeugnisses unbrauchbar
machen.
Bekannt sind Maschinen zur Herstellung von Faserbahnen, bei denen die Faserschicht ausschließlich
auf Walzen geführt wird. Dabei ist dem Rundsieb eine Gautschwalze nachgeschaltet, die die Faserschicht
verdichtet, teilweise entwässert und vom Rundsieb übernimmt, um sie an eine weitere Walze
abzugeben. Solche Maschinen weisen keinen Abnahmefilz auf. Vielmehr wira die F'iscrbahn bis zur
Fertigstellung bzw. bei der Herstellung von Wickclpappc bis zu einer Formatwalze allein über Rollen
bzw. Walzen geführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Vorrichtungen der eingangs umschriebenen Art die eine
Deckschicht bildende Stoffsuspension von dem zugeordneten Rundsieb auf die gesamte Arbeitsbreite
<les Abnahmefilzes zuverlässig zu übertragen. Dies wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht,
daß zwischen den Abnahmefilz und das die Deckschicht, liefernde Rundsieb eine Abnahmewalze
init gegenüber dem Rundsieb geringcrem Durchmes-
:;er eiimcschaltet ist. Der hierbei vorgesehenen Ergänzung
der bekannten Vorrichtung durch eine Abnahmcwalzc liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die
Übertragung des Stoffes von dem Rundsieb auf den Abnahmefilz um so unsicherer wird, je langer sich
in der Durchlaufrichtung die Zone erstreckt, in der der Abnahmefilz sich von dem Rundsieb abhebt bzw.
ie spitzer der Winkel zwischen der Mantelfläche des kundsiebes und dem Abnahmefilz ist. Der funktionshcdingt
große Durchmesser der übljclu-n Rundsicbc
in Verbinduni! mit dem gestreckten Verlauf des Abnahmcfil/cs
fiihrt in diesen Hinsichten zu recht ungünstigen Verhältnissen. Diesen Sachverhalt berücksichtipt
die erfindungsgemäße Ausgestaltung, da die erfindiingsgemäß den die Deckschicht bildenden
Stoff an den Abnahmefilz abgebende Abnahmewalzc einen gegenüber dem Rundsieb geringeren Durchmcv.er
aufweist, womit die Erstreckung der Abhebezone verringert wird. Die Krümmung der Mantelfläche
der gegen das Rundsieb anliegenden Abnahme» walze hält auch hier die Erstreckung der Abhebezone
klein. Durchgeführte Versuche haben bestätigt, daß bei einem etwa einem Drittel des Rundsiebdurchmessurs
entsprechenden Durchmesser der Ahnahmewalze, der hierbei unter Berücksichtigung der üblichen
Rimdsiebdurchmesser bei etwa maximal 400 mm liegen mag, eine weitgehend saubere Übertragung de·;
dio Deckschicht bildenden Stoffes auf den Abnahmefilz
unfälll, so daß das Erzeugnis im wesentlichen in seiner gesamten I lerstellungsbreiie vollwertig brauchbar
ist.
ίο Die erfinclungsgemäß vorgesehene Abnifhmewalze
läßt sich der Vorrichtung verschiedenartig eingliedern. Besonders zweckdienlich ist es, den Abnahmefilz
im Wechsel mit einem Schaber intermittierend gegen eine stetig am Rundsieb anliegende Abnahmcwalze
anzudrücken. Der während der Pausen zwischen dem Aufbringen von Deckschichten durch die
Abnahmewalze übernommene Stoff wird dann unier Vermittlung des Schabers in die Rundsiebanordnung
zurückgeführt. Während des Übertragene des eine Deckschicht bildenden Stoffes auf den Abnahmefilz
bleibt dagegen der Schaber unwirksam.
Die Ei findung läßt sich auch verwirklichen, wenn
beide Seiten der Pappbahn spezielle Deckschichten erhalten sollen, wobei neben den den Stoff für die
Trägerschicht abgebenden Rundsieben zwei Rundsiebe benötigt werden, die den Stoff für die beiden
Deckschichten intermittierend an den Abnahmefiiz abgeben.
Auf der Zeichnung ist der Erfindunjsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 als Seitenansicht das Schema einer erfindungsgemäß ausgestalteten Wickelpappenmaschine,
Fig. 2 in der Fig. 1 gleichender Darstellung eine
Einzelheit in größcrem Maßstabe.
Die dem Ausführungsbeispiel zugrunde gelegte Wickelpappenmaschine umfaßt ein den Stoff für die
Trägerschicht des Erzeugnisses lieferndes Rundsieb 10, ein den Stoff für die Deckschicht des Erzeugnisses
lieferndes Rundsieb il, einen über Leit- und
Umlenkwalzen 12, 14, 15, 16 sowie eine Brustwalze 13 geführten Abnahmefilz 17 und eine Formatwalze
18. Jedem Rundsieb 10 und 11 ist neben dem Behäker für die Stoffsuspension eine Gautschwalze 19
bzw. 20 zugeordnet. Die Gautschwalze 20 ist steuerbar, um die die Deckschicht liefernde Rundsiebanordnung
11 intermittierend wirksam zu machen. Wickelpappenmaschinen dieser Ausgestaltung sind
bekannt.
Zwischen dem die Deckschicht liefernden Rundsieb 11 und dem Abnahmefilz 17 ist eine Abnahmewaize
21 angeordnet, die einen gegenüber dem Rundsieb 11 geringeren Durchmesser aufweist, der zweckmäßigerweise
bei einem Drittel des Rundsiebdurchmessers liegt und 400 mm nicht übersteigen sollte.
Die Abnahmewalze 21 liegt stetig gegen das Rundsieb 11 an und übernimmt daher fortlaufend den von diesem
zugebrachten Stoff. Da dieser nur dann auf den Abnahmefilz 17 zu übertragen ist, wenn eine Deckschicht gebildet werden soll, ist der Abnahmcwalze
21 ein verstellbarer Schaber 22 zugeordnet, der in Wirkstellung den Stoff abstreift und in eine Rinne
23 bringt, aus der er dem Stoffkreislauf wieder zufließt. Bei der dargestellten Ausführung ist die
Gautschwalze 20 an einem um eine Achse 24 hebel-
«5 artigen schwenkbaren Rahmen 25 drehbar gelagert,
dessen Schwenklage durch eine Kurbel 26 bzw. ein anderes, beispielsweise hydraulisch bzw. pneumatisch gesteuertes Stellglied wählbar ist. Der Rahmen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Herstellung von wenigstens einseitig gedeckter Wickelpappe, bei der ein Abnahmefilz
stetig gegen wenigstens ein den Stoff
ao für die Trägerschicht abgebendes Rundsieb mitteis einer Gautschwalze angedrückt wird und, gesteuert
durch eine taktwei.se verstellbare Gautschwalze intermittierend mit einem weiteren den
Stoff für eine Deckschicht abgebenden Rundsieb
as zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abnahmefilz (17) und
das die Deckschicht liefernde Rundsieb (11) eine Abnahmewaize (21) mit gegenüber dem Rundsieb
(11) geringerem Durchmesser eingeschaltet ist.
2 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichne·,
daß der Durchmesser der Abnahmewalze (21) etwa einem Drittel des Rundsiebdurchmesser
entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmefilz (17)
im Wechsel mit einem Schaber (22) intermittierend gegen eine stetig gegen das Rundsieb (11)
anliegende Abnahmewalze (21) andrückbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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