DE1761103C - Vorrichtung zur Herstellung von wenig stens einseitig gedeckter Wickelpappe - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von wenig stens einseitig gedeckter Wickelpappe

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DE1761103C
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English (en)
Inventor
Wilhelm 5608 Krebsoge Ernst
Original Assignee
Fa Wilhelm Ernst, 5608 Krebsoge
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Description

Die llrlindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung von wenigstens einseitig gedeckter Wickel|Hippe, bei der ein Abnahmefilz stetig gegen wenigstens ein den Stoff für die Trägerschicht abgebendes Rundsieb niillels einer Gaulsehwalze angedrückt wird und, gesteuert durch eine laktweise \L-islellhare Gautschwalze, intermittierend mit einem weiteren den Stoff für die Deckschicht abgebenden Rundsieb zusammenarbeitet.
U'.'i den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird durch die steuerbare Gautschwalze der Ahnahmefilz zur Aufnahme und Übertragung des die Deckschicht bildenden Stoffes jeweils vorübergehend gegen das in die die Deckschicht liefernde Stoffsuspension tau chende Rundsieb angelegt, wenn die Deckschicht auf die Formatwalze zu bringen, also z. B. eine ausreichende Dicke des Erzeugnisses erreicht ist. Die Ergebnisse dieser Arbeitsweise befriedigen insofern nicht, als erfahrungsgemäß insbesondere auf Grund der nicht vermeidbaren Unregelmäßigkeiten im Oberflächen erlauf d.; die die Deckschicht liefernde Stoffsuspension zuführenden Rundf.iebes bei der übertragung auf den Abriahmefilz insbesondere in tlen Randhereichen Fehlstellen anfallen, die verhältnismäßig breite Randstreifen des Erzeugnisses unbrauchbar machen.
Bekannt sind Maschinen zur Herstellung von Faserbahnen, bei denen die Faserschicht ausschließlich auf Walzen geführt wird. Dabei ist dem Rundsieb eine Gautschwalze nachgeschaltet, die die Faserschicht verdichtet, teilweise entwässert und vom Rundsieb übernimmt, um sie an eine weitere Walze abzugeben. Solche Maschinen weisen keinen Abnahmefilz auf. Vielmehr wira die F'iscrbahn bis zur Fertigstellung bzw. bei der Herstellung von Wickclpappc bis zu einer Formatwalze allein über Rollen bzw. Walzen geführt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Vorrichtungen der eingangs umschriebenen Art die eine Deckschicht bildende Stoffsuspension von dem zugeordneten Rundsieb auf die gesamte Arbeitsbreite <les Abnahmefilzes zuverlässig zu übertragen. Dies wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch erreicht, daß zwischen den Abnahmefilz und das die Deckschicht, liefernde Rundsieb eine Abnahmewalze init gegenüber dem Rundsieb geringcrem Durchmes- :;er eiimcschaltet ist. Der hierbei vorgesehenen Ergänzung der bekannten Vorrichtung durch eine Abnahmcwalzc liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Übertragung des Stoffes von dem Rundsieb auf den Abnahmefilz um so unsicherer wird, je langer sich in der Durchlaufrichtung die Zone erstreckt, in der der Abnahmefilz sich von dem Rundsieb abhebt bzw. ie spitzer der Winkel zwischen der Mantelfläche des kundsiebes und dem Abnahmefilz ist. Der funktionshcdingt große Durchmesser der übljclu-n Rundsicbc in Verbinduni! mit dem gestreckten Verlauf des Abnahmcfil/cs fiihrt in diesen Hinsichten zu recht ungünstigen Verhältnissen. Diesen Sachverhalt berücksichtipt die erfindungsgemäße Ausgestaltung, da die erfindiingsgemäß den die Deckschicht bildenden Stoff an den Abnahmefilz abgebende Abnahmewalzc einen gegenüber dem Rundsieb geringeren Durchmcv.er aufweist, womit die Erstreckung der Abhebezone verringert wird. Die Krümmung der Mantelfläche der gegen das Rundsieb anliegenden Abnahme» walze hält auch hier die Erstreckung der Abhebezone klein. Durchgeführte Versuche haben bestätigt, daß bei einem etwa einem Drittel des Rundsiebdurchmessurs entsprechenden Durchmesser der Ahnahmewalze, der hierbei unter Berücksichtigung der üblichen Rimdsiebdurchmesser bei etwa maximal 400 mm liegen mag, eine weitgehend saubere Übertragung de·; dio Deckschicht bildenden Stoffes auf den Abnahmefilz unfälll, so daß das Erzeugnis im wesentlichen in seiner gesamten I lerstellungsbreiie vollwertig brauchbar ist.
ίο Die erfinclungsgemäß vorgesehene Abnifhmewalze läßt sich der Vorrichtung verschiedenartig eingliedern. Besonders zweckdienlich ist es, den Abnahmefilz im Wechsel mit einem Schaber intermittierend gegen eine stetig am Rundsieb anliegende Abnahmcwalze anzudrücken. Der während der Pausen zwischen dem Aufbringen von Deckschichten durch die Abnahmewalze übernommene Stoff wird dann unier Vermittlung des Schabers in die Rundsiebanordnung zurückgeführt. Während des Übertragene des eine Deckschicht bildenden Stoffes auf den Abnahmefilz bleibt dagegen der Schaber unwirksam.
Die Ei findung läßt sich auch verwirklichen, wenn beide Seiten der Pappbahn spezielle Deckschichten erhalten sollen, wobei neben den den Stoff für die Trägerschicht abgebenden Rundsieben zwei Rundsiebe benötigt werden, die den Stoff für die beiden Deckschichten intermittierend an den Abnahmefiiz abgeben.
Auf der Zeichnung ist der Erfindunjsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 als Seitenansicht das Schema einer erfindungsgemäß ausgestalteten Wickelpappenmaschine, Fig. 2 in der Fig. 1 gleichender Darstellung eine Einzelheit in größcrem Maßstabe.
Die dem Ausführungsbeispiel zugrunde gelegte Wickelpappenmaschine umfaßt ein den Stoff für die Trägerschicht des Erzeugnisses lieferndes Rundsieb 10, ein den Stoff für die Deckschicht des Erzeugnisses lieferndes Rundsieb il, einen über Leit- und Umlenkwalzen 12, 14, 15, 16 sowie eine Brustwalze 13 geführten Abnahmefilz 17 und eine Formatwalze 18. Jedem Rundsieb 10 und 11 ist neben dem Behäker für die Stoffsuspension eine Gautschwalze 19 bzw. 20 zugeordnet. Die Gautschwalze 20 ist steuerbar, um die die Deckschicht liefernde Rundsiebanordnung 11 intermittierend wirksam zu machen. Wickelpappenmaschinen dieser Ausgestaltung sind bekannt.
Zwischen dem die Deckschicht liefernden Rundsieb 11 und dem Abnahmefilz 17 ist eine Abnahmewaize 21 angeordnet, die einen gegenüber dem Rundsieb 11 geringeren Durchmesser aufweist, der zweckmäßigerweise bei einem Drittel des Rundsiebdurchmessers liegt und 400 mm nicht übersteigen sollte.
Die Abnahmewalze 21 liegt stetig gegen das Rundsieb 11 an und übernimmt daher fortlaufend den von diesem zugebrachten Stoff. Da dieser nur dann auf den Abnahmefilz 17 zu übertragen ist, wenn eine Deckschicht gebildet werden soll, ist der Abnahmcwalze 21 ein verstellbarer Schaber 22 zugeordnet, der in Wirkstellung den Stoff abstreift und in eine Rinne 23 bringt, aus der er dem Stoffkreislauf wieder zufließt. Bei der dargestellten Ausführung ist die Gautschwalze 20 an einem um eine Achse 24 hebel-
«5 artigen schwenkbaren Rahmen 25 drehbar gelagert, dessen Schwenklage durch eine Kurbel 26 bzw. ein anderes, beispielsweise hydraulisch bzw. pneumatisch gesteuertes Stellglied wählbar ist. Der Rahmen

Claims (3)

%5 steuert überdies über einen Stelllvbel 2H (Jen um fine Achse 2!) schwenkbaren Schuber 22 in dem finne, daU dieser wirksam wird, wenn die Gautschwalze 20 in die in F i g. 2 gestrichelt dargestellte obere l~uge überführt ist, in der sie den Abnahmefilz 17 mit freiem Abstand von der Abnahmewalze 21 durchlaufen läßt. Während des Betriebes der Vorrichtung wird der Stoff für die Trägerschicht von dem Rundsieb 10 mit Hilfe der Gautschwalze 19 auf den Abnahmefilz 17 Übernommen und an die Formatwalze 18 abgegeben, bis dort die vorgesehene Dicke des Erzeugnisses erreicht ist. Während dieser Zeit befindet sich der Rahmen 25 in seiner oberen Lage, so daß der Abnahmefilz 17 frei über der Abnahmewalze 21 durchlauft, während der Schaber 22 den von ihr übernommenen Stoff abstreift und über die Rinnen 23 zurückführt. Nach dem Aufbau der Trägerschicht wird für eine gemäß dem Umfang der Formatwabe 18 begrenzte Strecke der Abnahmefilz 17 durch die Gautschwalze 20 gegen die Abnahmewalze 21 angelegt, während gleichzeitig der Schaber 22 abgehoben wird. Daher übernimmt nun der Abnahmefilz 17 den die Deckschicht bildenden Stoff von der Abnahmcwalze 21. Dies geschieht auch in den Randbereichen, da die Abnahmewalze 21 einen gegenüber dem Rundsieb verhältnismäßig kleinen Durchmesser bat, so daß die Abhebezone nicht ungünstig lang ist. Der von dem Rundsieb 11 übernommene Stoff für die Deckschicht wird durch das Rundsieb 10 noch mit einer Stoffschicht versehen und dann auf die Formatwalze 18 übertragen. Er bildet dort die abdeckende Außenschicht. Anschließend wird der Rahmen 25 erneut gehoben. Danach wiederholt sich das Arbeitsspiel. Wenn das Erzeugnis doppelseitig gedeckt werden soll, ist in der Durchlaufrichtung des Abnahmefilzes 17 dem Rundsieb für die Trägerschicht folgend eine weitere hteimittierend einschaltbare Rundsiebanordnung erforderlich, die im eingeschalieien Zustund den zur Bildung der Trägerschicht dienenden, auf dem Abnahmefilz befindlichen Stoff mit einer Deckschicht abdeckt und auf die Formatwalze 18 bringt, worauf nach dem Ausschalten dieses Rundsiebes miilels des Rundsiebes 110 die Trägerschicht gebildet wird und schließlich mit dem Rundsieb 11 der für die äußere Deckschicht erforderliche Stoff auf den Ahnahmcfil/ und die Formatwalze gebracht wird. ίο Zur Bildung der Trägerschicht können auch mehrere Rundsiebanordnungen 10 hintereinanderguschaltct sein, die stetig mit dem Abnahmefilz 17 zusammenwirken. J5 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von wenigstens einseitig gedeckter Wickelpappe, bei der ein Abnahmefilz stetig gegen wenigstens ein den Stoff
ao für die Trägerschicht abgebendes Rundsieb mitteis einer Gautschwalze angedrückt wird und, gesteuert durch eine taktwei.se verstellbare Gautschwalze intermittierend mit einem weiteren den Stoff für eine Deckschicht abgebenden Rundsieb
as zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Abnahmefilz (17) und das die Deckschicht liefernde Rundsieb (11) eine Abnahmewaize (21) mit gegenüber dem Rundsieb (11) geringerem Durchmesser eingeschaltet ist.
2 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichne·, daß der Durchmesser der Abnahmewalze (21) etwa einem Drittel des Rundsiebdurchmesser entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abnahmefilz (17) im Wechsel mit einem Schaber (22) intermittierend gegen eine stetig gegen das Rundsieb (11) anliegende Abnahmewalze (21) andrückbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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