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Füllhahn für Gegendruck-Flaschenfüllmaschinen
| Die Erfindung bezieht sich auf einen Kükenhahn für Flaschenfüllma- |
schinen mit völlig getrennten Wegen für Spann-und Rückgas, sowie Flüssigkeit, wobei
zusätzlich noch ein eigener Weg für das beim Entspannen der Flasche anfallende Abgas
vorgesehen sein kann.
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Die Vorteile solcher Kükenhühna bei Abfüllmaschinen, insbesondere
für gas-bezw. CO2-haltige Trinkflüssigkeiten, wie Bier und dgl., gegenüber anderen
Füllorgansystemen sind bekannt und hauptsächlich begründet in der einfachen, robusten,
im Inneren des Organs keinerlei leicht bewegliche, zylindrisch eingepaßte Teile,
Druckausgleichsräume mit verstopfenden Bohrungen oder locker werdenden Mein. branen,
Federn und dgl. ausweisenden Bauweise. Darüberhinaus sind keine komplizierte Einzelteile
nötig und zudem läßt sich der Kauenfüllhahn ohne jede Veränderung der Betriebseigenschaften
beliebig c oft dämpfen, was besonders bei der Abfüllung von Trinkflüssigkeiten von
Bedeutung ist. Schließlich ist auch noch die einfache, für jedermann leicht übersehbare
Funktion des Organes als Vorteil für die betriebliche Praxis zu erwähnen.
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Als Nachteil des Kükenhahns wird angesehen,daß mit ihm nur Flüssigkeit
mit relativ niedriger bis mittlerer Gassätigung abgefüllt werden kann. Sowohl bei
nach dem Abzug der Flasche mit Flüssigkeit gefüllt bleibendem, als auch bei sich
entleerendem FülTrohrverbleiben nämlich Flüssigkeitsreste im Füllrohr, die nach-erfolgter
Entspannung Gas entbinden und beim Füllen der nächsten Flasche gleichsam als Keime
wirken, von denen aus sich dann dieGasentbin-
| dung der in die nächste Flasche eingefüllten Flüssigkeitausbrei- |
| ausbrei- |
tet. Je höher die Sättigung der Flüssigkeit mit Gas getrieben wird, desto stärker
ist auch die Neigung der Flüssigkeit zum Oberschäu-
| 1 G ; üe |
| men infolge der vom vorherigen Füllvorgang in die neue Blassße |
| m |
hineingekommenen Gasentbindungskeime, so daß recht bald eine oberste Grenze der
Gassättigung erreicht wird, bei der eine Flüssigkeit noch mit Kükenhähnen abgefüllt
werden kann. Da auch die Abfülltemperatur nach unten hin begrenzt ist, läßt sich
somit der Kükenhahn nur zum Abfüllen von Flüssigkeit bis zu höchstens mittleren
Gasgehalten anwenden. Gasgehalten anwenden.
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Sollen, wie heute vielfach erforderlich, Trinkflüssigkeiten mit hohen
Gasgehalten abgefüllt werden, dann können mit gutem. Erfolg bekannte Füllorgane
Verwendung finden, die am unteren Ende des Füllrohres ein Füllrohrfußventil aufweisen.
Bei geschlossenem Füllrohrfußventil steht das Innere des Füllrohres und die ganzen
Flüssigkeitswege unter dem vollen Flüssigkeitsdruck, so daß gasentbindende Flüssigkeitsreste
während der gegendrucklosen Schaltstellungen nicht entstehen können und somit die
beim fußventillosen Füllrohr auftretenden Schwierigkeiten beim Abfüllen von mit
Gas hochge-oder sogar übersättigten Flüssigkeiten hier weitgehend vermieden werden.
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Zur mechanischen Betätigung des Füllrohrfußventils sind"bereita Füllorgane
mit einer Nockenwelle bekannt, bei denen durch die Nokken sowohl das Einströmen
der Spannluft und das Ausströmen der Rückluft durch Anheben federbelasteter Luftventile
bewirkt wird und das Öffnen des Flüssigkeitszuflusses durch Niederdrücken des mit
einer Stange mit dem Fußventil fest verbundenenfederbelasteten Ventilstößels erfolgt.
Ein solches Füllorgan hat-auch. in seiner Form und seiner Anordnung mit Ausnahme
des Steuersternes nichts ; mehr mit einem Kükenhahn gemeinsam und stellt ein Füllorgan
eigener Prägung dar, weshalb auch der konstruktive Aufbau. der zugehöringen Füllmaschine
ganz auf dieses Organ abgestellt sein muß.
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Zur mechanischen Betätigung des Füllrohrfußventils ist weiterhin ein
Füllorgan mit Kükensteuerung bekannt geworden, bei dem @@er Kükenbohrungen allein
die Luftwege gesteuert werden, der Flüssigkeitaweg jedoch über ein durch eine Feder
in der Schließstellung gehaltenes Füllrohrfußventil gesteuert wird, das durch einen
am Kükenende fest angeordneten Nocken beim Verdrehen des Kükens in die Füllstellung
von dem Nocken niedergedrückt wird. Ganz abgesehen davon, daß bei einer solchen
zusätzlichen mechanischen Funktion des Kükens bald eine einseitige Abnützung desselben
erfolgt und damit seine Dichtigkeit nach kurzer Betriebsdauer stark beeinträch.
tigt wird, benötigt die Steuerung des Füllrohrfußventils ein ganz auf das kükenbetätigte
Fußventil abgestelltes Füllhahngehäuse.
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Weiter sind neben diesen Füllorganen mit rein mechanisch gesteuerten
Füllrohrfußventilen auch solche mit selbsttätiger hydraulischpneumatischer Steuerung
bekannt. Bei solchen Vorrichtungen wird nur die Spannluft, meist durch ein einzelnes
Luftventil oder auch durch einen Lufthahn, in die zuvor an das Ventil angepreßte
Flasche eingeleitet, wonach selbsttätig bei erzieltem Druckausgleich durch Feder-oder
Gewichtskraft das Füllrohrfußventil abfällt und nach einer weiteren Luftateuerstellung
nach beendeter Füllung wieder schließt.
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Eigene Wege für jeweils Vor-und Rückluft, sowie Flüssigkeit sind hierbei
nicht zu verwirklichen, es sei denn über ein ganzes System von Rückschlagklappen
und ähnlichen Einwegventilen, die ihrerseits das Organ noch komplizierter und der
zahlreichen kleinen Teile wegen noch störanfälliger und teurer machen. Auch die
Dämpfbarkeit eines solchen Organes ist auf längere Zeit hinaus infolge der verwendeten
Dichtmaterialien nicht gewährleistet. Zudem reichen die bekanntgewordenen automatischen
Steuerorgane prinzipiell mit ihren empfindlichen Stellorganen, also zum Beispiel
mit den Membranstellungsvorrichtungen verhältnismäßig weit in den Füllerraum bezwc
FlüSHikeitöbehälter
hinein oder diese Stellorgane sind so innerhalb des Ventilgehäases angeordnet, daß
eine leichte Zugänglichkeit bei einem Versagen der Automatik nicht gegeben ist und
statt dessen der Füller stillgesetzt, völlig druckentlastet und entleert werden
muß, wonach erst das Füllorgan vom Füller abmontiert werde kann.
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Durch die Erfindung soll nun hauptsächlich ein Füllorgan mit Füllrohrfußventil
zur Abfüllung von weitgehend mit Gas gesättigter Flüssigkeit geschaffen werden,
das in Füllmaschinen mit völligvoneinander getrennten Luft-und Flüssigkeitskanälen
eingebaut werden kann, wobei mindestens bauliche Veränderungen an der Füllmaschine
selbst nicht erforderlich sein sollen.
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Gemäß der Lehre der Erfindung wird nun gezeigt, daß und wie im einzelnen
es möglich ist, allein durch Austausch des bisherigen Füllrohres samt Füllrohrkopf
gegen ein anderes Füllrohr mit Füllrohrkopf und durch einige zusätzliche Bohrungen
und Nutungen im bisher bekannten Küken bei weitgehender Beibehaltung der bisherigen
Füllhahngehäuseform diese Aufgabe zu lösen.
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Erfindungsgemäß wird ein Abfüllhahn vorgeschlagen, bei dem außer dem
hahnküken zur Steuerung der getrennten Gas-und Flüssigkeitswege eine zusätzliche
Steuervorrichtung für die Flüssigkeit in Form eines an sich bekannten Füllrohrfußventils
vorgesehen ist.
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Hierbei ist im leicht vom Füllhahngehãuse lösbaren Füllrohrkopf eine
pneumatisch-hydraulische Stellvorrichtung zur Betätigung des Pußventils angeordnet,
wobei zu deren Steuerung im Füllrohrkopf, im Füllhahngehäuse und in dessen Küken
eigene Luftwege vorgesehen sind. Gemäß der Erfindung wird also wie üblich für die
Luftwege Kükensteuerung, für die Flüssigkeitswege dagegen sowohl Kükensteuerung,
als auch Steuerung mittels Fußventils vorgesehen. Hierdurch wird die Unterbringung
der Stellvorrichtung für das Füllrohrfußventil
im Füllrohrkopf
ermöglicht und weiter wird hierdurch ermöglichte das Füllrohrfußventil mittelbar
durch Differenzdrdcke zu
| steuern, wobei der Zeitpunkt des Offnens de Fußventils nicht
al- |
lein vom in der Flasche erzielten Druckausgleich abhängig, sondern darüberhinaus
vom Weiterschalten des Kükens und daher von außen beeinflußbar ist. Im Gegensatz
zu der bereits erwähnten rein mechanischen Steuerung des Fußventils direkt durch
das Küken wird gemäß vorliegender Erfindung durch die mittelbare Steuerung des Fußventils
eine unerwünschte, das Küken einseitig abnützende mechanische Belastung vermieden.
Schließlich sind trotz völlig getrennter Gas-und Flüssigkeitswege besondere rückschlagartige
Luft. leitventile entbehrlich und bei leichter Dämpfbarkeit sind-sämtliche mittelbar
gesteuerten, beweglichen Teile im Füllrohr oder Füll. rohrkopf selbst angeordnet
und dieses ist leicht vom Füllhahngehäuse abnehmbar ausgebildet. Unter Umständen
an der Steuerung auftretende Störungen können selbst bei unter Druck stehenden gefüllten
Füllmaschinen leicht behoben werden. Außerdem ist jederzeit möglich, in kurzer Frist
das ganze Füllrohr samt Füllrohrkopf und Fußventilstellvorrichtung auszuwechseln.
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Im einzelnen wird vorgeschlagen, die erfindungsgemäße Vorrichtung
so auszubilden, daß im Füllrohrkopf koaxial zum Füller eine durch ein leicht verschiebliches
abdichtendes Stellelement in einen oberen und einen unteren Druckraum unterteilte
Ausnehmung angeordnet
| ist und der obere Druckraum nur mit einem zum Küken führenden
und |
| ".--"'- |
dort steuerbaren Gasweg, der untere Druckraum dagegen mit dem zum Füllrohr führenden
Flüssigkeitsweg des Füllrohrkopfes in Verbindung steht und mit der Stellvorrichtung
in an sich bekannter Weise eine feste, sich zentral durch das Füllrohr erstreckende
Stange vorgesehen ist, die an ihrem unteren Ende das Füllrohr-Fußventil aufweist.
Weiter wird vorgeschlagen, als Stellelement im Füllrohrkopf jeweils entweder einen
Kolben oder dgl., zum Beispiel
ein Wellrohr, oder eine Membrane
vorzusehen, die von oben her mit einer Druckfeder vorbelastet sein können. Die Erfindung
ist weiter gekennzeichnet erstens durch eine den Flüssigkeitszulauf unterbrechende
Stellung des Kükens beim Vorspannen der Flasche, wobei nur der Vorluftkanal zur
Flasche geöffnet ist und zweitens durch eine Füllstellung, in der im Hahnküken sowohl
der Flüssigkeits-als auch der Rückluftkanal geöffnet ist und auch gleichzeitig über
das Hahnküken eine Verbindung des Flascheninneren mit dem oberen'Druckraum des Füllrohrkopfes
hergestellt, die Spanngaazuleitung zur Flasche aber unterbrochen und dadurch auch
das Füllrohrfußventil geöffnet ist und drittens durch eine Kükenstellung, in der
der obere Druckraum des Füllrohrkopfes mit der Außenluft in Verbindung steht, während
auf den unteren Druckraum des Fällrohrkopfes der volle Flüssigkeitsdruck wirkt und
alle anderen Kanäle durch das Küken abgeschaltet sind, wodurch das Füllrohrfußventil
noch vor der folgenden Druckentlastung des Flascheninneren wieder geschlossen wird.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch
dargestellt. Abbildung 1 zeigt das Füllorgan in Füllstellung im Schnitt (Füllrohrkopf
gemäß Linie A-B, Abb. 2, geschnitten), Abb. 2 zeigt eine Draufsicht auf den abgenommenen
Füllrohrkopf und Abb.'2a einen Schnitt gemäß Linie C-D (Abb. 2) durch den Füllrohrkopf
und ein Teil des Hahngehäuses. In den Abbildungen III bis VI sind schematisch die
Stellungen der Schalthebel und jeweils drei Querschnitte durch das Küken in den
entsprechenden Schaltstellungen dargestellt.
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An den Ringbehälter 1 der Füllmaschine ist das Füllhahngehäuse 2 über
eine Dichtung 3 angeflanscht und hierbei mit der Flüssigkeit. zuleitung 4, der Rückluftableitung
5 und der Vorluftzuleitung 6
| verbunden. Die entsprechenden Vorluftbohrungen i"i Hahngehäuse
2 |
sind Eilt 6a und 6b, die Rückluftbohrungen mit 5a und 5b und die
Flüssigkeitswege mit 4a und 4b bezeichnet. Die entsprechenden Flüssigkeits- bezw.
Gaswege im leicht lösbaren, mit dem Füllhahngehäuse 2 durch die Überwurfmutter 7
verbundenen Füllrohrkopf 8 sind mit 4c (Flüssigkeit), 5c (Rückluft), 6c (Vorluft)
bezeichnet. Im Hahngehäuse 2 ist weiterhin das konische Hahnküken 9 angeordnet,
das durch die Feder 10 gegen seinen Sitz gezogen und über den Schalthebel 11 entsprechend
den Füllvorgängen verschwenkt wird. Die Bohrungen für den Flüssigkeitsdurchtritt
im Küken 9 sind mit 4'und 4", für den Rückluftdurchtritt mit 5'und für den Vorluftdurchtritt
mit 6'bezeichnet.
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Am Füllrohrkopf 8 ist das Fallrohr 12 fest angeordnet und weist an
seinem unteren Ende das Füllrohrfußventil 13 auf, das über eine Ventilstange 14
an dem durch Dichtring 15 abdichtend in der zylindrischen Ausnehmung 16 zentrisch
und koaxial zum Füllrohr bewegbar angeordneten Kolben 17 befestigt ist. Dieser Kolben
17 ist von oben her mit einer Ventilfeder 18 belastet und steht nach unten hin mit
dem Flüssigkeitskanal 4c und mit der Einmündung des Füllrohres 12 in den Füllkopf
8 in Verbindung. Im Füllhahngehäuse 2 kann koaxial zu der Ausnehmung 16 im Füllrohrkopf
8 eine entsprechende Gegenausnehmung 19 als Widerlager für die Ventilfeder 18 vorgesehen
sein, jedenfalls aber steht der Druckraum 16a oberhalb des Kolbens 17 durch die
Luftbohrung 20 mit dem Küken 9 und weiter (in der in Abb. 1 und Abb. IVc, d gezeichneten
Füllstellung) über die Kükenlängsnut 21 mit dem unterhalb des Kükens 9 gelegenen
Teil der Vorluftleitung 6b, 6c in Verbindung, so daß nach beendeter Flaschenspannung
ein Druckausgleich des oberen Druckraumes 16a mit dem Flascheninneren nach der Weiterschaltung
des Kükens 9 in die Füllstellung zustande kommt. In der Füllrohrschließstellung
(Abb.V c) steht die Luftbohrung 20 und damit der Druckraum
16a
über eine Umfangsnut 22 des Kükens 9 mit einer zur Augenluft führenden Bohrung 23
des Hahngehäuses 2 in Verbindung, wodurch unter der Druckwirkung der im unteren
Druckraum 16b befindlichen Flüssigkeit der Kolben 17 nach oben gedrückt und damit
auch das Füllrohr 12 am unteren Ende durch das Füllrohrfußventil 13 geschlossen
wird.
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Die Rückluftbohrung 5c im Füllrohrkopf 8weist eine Erweiterung 24
auf (Abb. 2, 2a), in der ein Schwimmkörper 25 vorgesehen ist, dessen Kopf gegen
einen im Füllhahngehäuse 2 angeordneten Ventilsitz 26 zur Anlage. kommt sobald Flüssigkeit
in der Erweiterung 24 der Rückluftbohrung 5c aufsteigt.
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Der Füllrohrkopf 8 weist außerdem die Flaschenentlastungsbohrung-27
(Abb. 2), die im Füllhahngehäuse 2 eine entsprechende Fortsetzung 28 (Abb. VId)
hat, auf und ist in der Schlußstellung des Hahnkükens 9 mit der Kükenbohrung 29
verbunden, die in die Außenluft mündet. Alle Luftbohrungen im Füllrohrkopf 8, also
die Rückluftbohrung 5c, die Vorluftbohrung 6c und die Flaschendruck-Entlastungsbohrung
27 beginnen, bezw. münden in den das Füllrohr 12 umgebenden Ringraum 30 des Füllrohrkopfes
8, der an seinem unteren Ende den Dichtring 31 aufweist, über den die Verbindung
dieses Ringraumes 30 über die Ringspalte 32 der Zentriertulpe 33 mit dem Inneren
der angepreßten Flasche 34 hergestellt wird.
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In Abb. IIIa, IVa, Va, VIa sind nacheinander die Schalthebel in Spannstellung,
Füllstellung, Füllrohrschließstellung und Schlußstellung dargestellt.
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In Abb. IIIb, IVb, Vb, VIb sind die zu den entsprechenden Schaltatel.
| lungen (lila, IVa, Va. VIa) gehörenden Schnitte E-F gemäß Abb.
1 |
durch den Flüssigkeitskanal, in Abb. IHc, IVc, Vc, VIo die entsprechenden Schnitte
G-H durch den Rückluftkanal und in Abb. IIId, IVd, Vd, VId die entsprechenden Schnitte
J - K durch den Vorluftkanal
schematisch dargestellt.
| Die su füllende Flasche ird zunächst gegen das in Sehlustellung |
(Abb. VIa bis VId) befindliche Füllorgan angehoben, wobei über die Zentriertulpe
33 und die Ringspalte 32 eine Verbindung mit dem Ringraum 30 des Füllrohrkopfes
8 erzielt wird. Das Fußventil 13 steht hierbei unter dem Druck der über die Kanäle
4, 4a, 4", 4b und 4o auf den unteren Druckraum 16b und damit auf den Kolben 17 wirkenden
Flüssigkeit und ist deshalb geschlossen.
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Durch äußeren Eingriff wird weiter in an sich bekannter Weise der
Schalthebel 11 des Kükens 9 in die Vorspannstellung, Abb. IIIa bis IIId gebracht,
wobei die Kanäle 6a, 6' und 6b (Abb. IIId) zur Dekkung kommen und über den weiteren
Kanal 6c (Abb. 1) und Ringraum 30 des Füllrohrkopfes 8, sowie die Ringspalte 31
der Zentriertulpe 33. das Innere der Flasche 34 mit Druckluft gefüllt wird, falls
die Flasche 34 unbeschädigt ist, bezw. kein Leck aufweist.
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Hierbei ist und bleibt das Füllrohrfußventil 13 noch geschlossen.
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Der Flüssigkeitszufluß ist in dieser Stellung sowohl durch das Küken
9, als auch durch das Fußventil 13 gesperrt. In dieser Stellung oder einer noch
wenig weiter nach links gedrehten Stellung des Kükens kann das Füllrohr samt Füllrohrkopf
ausgebaut werden.
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Auch ist diese doppelte Unterbrechung der Flüssigkeit unbedingt beim
Vollfüllen des Füllers erforderlich, denn in diesem Falle ist noch nicht von Anfang
an eine Druckwirkung über den unteren Druckraum 16b auf den Kolben 17 gegeben.
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Im Gegensatz zu anderen bekannten Füllorganen erfolgt das Öffnen des
Füllrohrfußventils 13 also nicht selbsttätig nach erzieltem Druckausgleich in der
Flasche, sondern erst nach Weiterschaltung des Schalthebels 11 in die Füllstellung
(Abb. 1 und IVa bis IVd) o Die abzufüllende Flüssigkeit strömt durch die Kanäle
4,4a, 4', 4b, 4o (Abb. ITb und Abb. 1) und über den unteren Druckraum 16b zum Füll-
| Gleichzeitig Mird beim Erreichen der Füllstellmig der obereDDr-k- |
raum 16a des Füllrohrkopfes 8 über die Luftbohrurs 20 und die Kükenlängsnut 21 (Abb.
IVc, IVd und 1) mit dem unterhalb des Kükens 9 gelegenen Vorluftwegen 6b, 6c, 30,32
und mit dem mit Luft gespannten Inneren der Flasche 34 durchverbunden, wodurch nun
im unteren Druckraum 16b und im oberen Druckraum 16a gleicher Druck erzielt wird.
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Das Füllrohrfußventil 13 wird alsdann über die Ventilstange 14, unterstützt
durch die Kraft der Ventilfeder 18, vom Gewicht der auf dem Füllrohrfußventil lastenden
Flüssigkeitssäule geöffnet, wodurch die Flüssigkeit nunmehr, nachdem also beide
Flüssigkeitsabsperrungen geöffnet sind, in die Flasche 34 einströmen kann. Hierbei
sind die Rückluftwege geöffnet, so daß Rückluft über die Ringspalte 32 der Zentriertulpe
33, den Ringraum 30 (Abb. 1) und die Rückluftkanäle 5c über das Schwimmerventil
24,25 im Füllrohrkopf 8 (Abb. 2, 2a) und die Rückluftbohrungen 5b, 5'. 5a (Abb.
IVc und Abb. 1) im Füllhahn 2 über die Rückluftableitung 5 (Abb. 1) zum nicht gezeichneten
Rückluftsammelbehälter der Füllmaschine zurückströmen kann. Im Rückluftkanal 5c
aufsteigende Flüssigkeit kann höchstens bis zum Rückluftschieberventil 25,26 (Abb.
2a) des Füllrohrkopfes 8 gelangen, so daß nur ganz geringe Rückspritzbiermengen
anfallen können.
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Nach beendeter Füllung gelangt der Füllhahn schließlich in die Füllrohrschlißstellung
(Abb. Va - Vd), wobei gemäß Abb. Vc der obere Druck-
| raum 16a über die Rückluftbohrung 20 und die Kükenumfangsnut
22 mit |
der zur Außenluft führenden Gehäusebohrung 23 verbunden ist. Der im unteren Druckraum
16h (Abb. 1) herrschende volle Flüssigkeitsdruck wird somit von der Oberseite des
Kolbens 17 (Druckraum 16a) her nicht mehr kompensiert und der Kolben 17 steigt unter
Überwindung auch der Kraft der Ventilfeder 18 nach oben und schließt hierbei das
Füllrohr-
| fußventil 13. Die Flüssigkeit strömt bezw. wirkt hierbei über
die Ka- |
| näle 4, 4a, 4', 4b, 4c, 16b und das Füllrohr 12 zum Füllrohrfußven- |
In der folgenden Flaschenentlastungs- und Schlußstellung (Abb.
VIa
| bi& VId) lastet, wie zuvor schon, die Flüssigkeit unter
ihrem vol. |
| uj & |
len Druck über die Kükenbohrung 4"und die übrigen Flüssigkeitskanäle unmittelbar
auf dem Püllrohrfußventil 13 (Abb. Vlb), so daß bei der Druckentlastung das Innere
der Flasche 34, die über die Kanäle 30,27,28,29 gemäß Abb. 2a und VId erfolgt, eine
CO2-Entbindung im Füllrohr 12 selbst und in den anderen Flüssigkeitskanälen, in
denen die Flüssigkeit in Füllrichtung strömt, nicht ent bunden wird und damit auch
eine Berührung der abzufüllenden Flüssigkeit mit zuvor schon entspannter Flüssigkeit
unterbleibt. Die Flasche 34 wird sodann in an sich bekannter Weise wieder vom Füll
organ abgezogen.
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Anstelle des Kolbens 17 kann in gleicher Weise auch eine Membrane
oder ein, zwischen FUllrohrkopf 8 und Hahngehäuse 2 mit einem Bördelrand abdichtend
eingespanntes Wellrohr Verwendung finden.
| Die bei Kükenfüllhähnen sonst stets erforderlichen, 8 besonderen |
| Schnellschlußventile zur Vermeidung von Flüssigkeitsverlusten |
| beim Platzen von Flaschen sind bei der erfindungsgemäßen Vorrich- |
tung völlig entbehrlich, da die jeweils im Füllrohrkopf eingeba7 ten Stellorgane
selbsttätig das Fußventil 13 schließen, sobald der Gegendruck aus dem Flascheninneren
nicht oder nicht mehr vorhanden ist.