DE1696110C - Verfahren zur Herstellung von glasigen Schichten auf Substratmateriaüen durch Vakuumaufdampfen mittels Elektronenstrahlen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von glasigen Schichten auf Substratmateriaüen durch Vakuumaufdampfen mittels Elektronenstrahlen

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DE1696110C
DE1696110C DE1696110C DE 1696110 C DE1696110 C DE 1696110C DE 1696110 C DE1696110 C DE 1696110C
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Inventor
Hans-Otto Dipl.-Chem. Dr.; Dutz Hubert Dipl.-Chem. Dr.; Krolla Hans-Georg; 6500 Mainz Mulfinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schott AG
Original Assignee
Jenaer Glaswerk Schott and Gen
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Description

1
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von glasigen Schichten auf beliebigen Substralmateriulien mittels Elektronenstrahlofen im Hochvakuum.
Es sind mehrere Verfahren bekannt, um glasige Schichten durch Aufdampfen auf Subsfrate herzustellen.
Das eine beruht darauf, daß leicht oxydierbare Metalle oder Metall-Legierungen, vie ζ. D. Blei—SiIizium, Blei—Tellur, Aluminium—Silizium, in einer Sauerstuff-Argon-Atmosphäre unter einem Gesamtdruck von etwa 2,5· 10~2Torr in Form einer Elektrode versprüht und als Oxid auf dem Substrat niedergeschlagen werden. Diese Methode ist auf Metalle als Ausgangsmaterial und außerdem auf die Festkörperzerstäubung als Aufdampf verfahren beschränkt. Sie benötigt außerdem einen relativ hohen Sauerstoffpartialdruck von etwa 1,2 · 10"2 Torr, weswegen sie für die Verdampfung mittels Elektronenstrahlen, die bei Drücken kleiner IO~' Torr ablaufen, nicht geeignet ist. Über die Qualität der aufgedampften Filme wird nichts gesagt. Die Methode ist auf die herstellbaren Legierungen beschränkt, sie erlaubt demzufolge nicht, die Netzwerkwandler, wie Lithium, Natrium, Kalium usw., in die erzeugte Glasschicht einzuführen.
Eine andere Methode geht von mehreren Metalloxiden aus, ilie getrennt im Schiffchen erhitzt und bei IO5 Torr verdampft werden. Der Nachteil dieser Methode ist, daß sich aus gelrennt verdampften Oxiden nur sehr schwer homogene Gläser erhalten lassen.
Es ist weiter bekanntgeworden, glasige, einkomponentige Schichten mittels Elektronenstrahlofen im Hochvakuum aufzudampfen. Die^e ar; Quarz bestehenden Schichten erwiesen sich aber als aus vielen Einzelpartikeln bestehend und deshalb als nicht dicht und rissig, so daß ihre Aiiweiidiingsmöglichkciten beschrankt waren.
Auch ist es bekanntgeworden, als zu verdampfendes Material ein niedrigschmelzendes Bleilotglas zu verwenden. Diese Gläser enthalten in der Regel Zink-Blei-Itorale mit Mengen von 50 bis H0°/0 PbO. Alkali ist in diesen Gläsern nicht enthalten, so daß schwer flüchtige Oxide nicht verdampft werden.
Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Her-Mclliiiig von glasigen Schichten auf beliebigen Substratniaterialicn mittels Elektronenstrahlofen im Hochvakuum, bei dem Schichten erhalten werden, die homogen sind, keine Risse bilden und die weiteren Nachlcile der bekannten Methoden nicht aufweisen, insbesonderc auch die Verdampfung von schwer fliichligcn Oxiden ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgcinäßdadurchgclöst, daß ein alkalihalliges, höchstens IO Gewichtsprozent Alkn!io\id aufweisendes Mehrkomponcntenglas aufgedampft wird, das vorher unter Vakuum weitgehend entgast oder unter einer Schutzgasatmosphäre er-Ithmolzcn worden ist.
Je nach Herstellungsbedingungen und Verwendung*- zweck können diese Schichten eine oder mehrere der «o folgenden Eigenschaften besitzen: Sie können dicht, hart, biegsam, entweder elektrisch nichtleitend oder halbleitend, antistatisch, hydrolytisch gut bestandig, transparent, von hohem oder niedrigem Brechungsindex »ein, sie können sowohl farblos als auch farbig win, wärmeisolierend und von großer elektrischer Durchschlagfcstigkcit. Für spezielle Zwecke lassen sie sich, ausgehend von verschiedenen Mehrkomponenten-
gläsern, in mehreren Schichten übereinander aufdampfen.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird also eine Vielzahl neuer Verwendungsgebiete erschlossen.
Es ist darauf zu achten, daß der Wassergehalt durch Einlegen trockner Rohstoffe möglichst gering gehalten wird. Ferner sind Glaszusammensetzungen wenig geeignet, die zur Abgabe größerer Mengen an Sauerstoff neigen.
Beim Schmelzvorgang eignen sich als Schutzgas beispielsweise getrocknete Luft, Stickstoff oder Edelgase.
Ferner hat es sich als ungünstig ergeben, Gläser mit großen Gehalten an Bestandteilen zu verwenden, deren Danipfdruck viel größer als der Druck im Rezipienten bei Behandlung im Vakuum ist. Daher sollen erfindungsgemäß die Mehrkomponentengläser zwar Alkali enthalten, jedoch höchstens 10 Gewichtsprozent Alkalioxid aufweisen.
Als besonders vorteilhaft hat sich Alkaliborosilikatglas erwiesen, dessen Borsäuregehalt nicht mehr als 25 Gewichtsprozent beträgt.
Auch können erfindungsgemäß zum Teil kristallisierte ode: entmischte Mehrkomponentengläser verdampft und niedergeschlagen werden. Hierdurch gelingt es, Gläser für άί i Verfahren nutzbar zu machen, die bei einer Wärmebehandlung das für andere Fälle nachteilige Auskristallisieren oder Entmischen zeigen.
Es wurde gefunden, daß sich zur Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung Mehrkomponentenglaser besonders eignen, die folgende Komponenten einzeln oder gemischt enthalten: Oxide der L1 IL, III., IV. und V. Hauptgruppe sowie Oxide der L, IL, HL, IV., V., VL, VIL und VIII. Nebengruppe des Periodischen Systems der Elemente, insbesondere aber die von Lithium, Natrium. Kalium, Barium, Titan, Vanadin, Niob, Tantal, Bor, Aluminium, Gallium, Silicium, Germanium und Phosphor.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auch in der Weise durchgeführt werden, daß ein schwer schmelzbares, aber gut verdampfbares Alkaliborosilikatglas in einem leicht schmelzbaren, aber sehr schwer verdampfbaren Glas gelöst oder mit diesem innig vermischt wird und diese Lösung bzw. Mischung als zu verdampfendes Mehrkomponcntenglas dient. Hierdurch wird die Anzahl der in Betracht kommenden Mehrkomponentengläser mit ihren speziellen Eigenschäften beträchtlich vermehrt.
Zweckmäßig weisen die erfindungsgemäß verwendcten Mchrkomponenienglüser folgende Zusainmcn-Setzung auf:
SiO .15 bis 85 Gewichtsprozent
'^s 5 bis 25 Gewichtsprozent
1·'ι° ° nis 5 Gewichtsprozent
Na1O 0,5 bis H) Gewichtsprozent
Kj° 0,5 bis 10 Gewichtsprozent
AI1O1 3 bis 40 Gewichtsprozent
CaO 0 bis 25 Gewichtsprozent
BaO 0 bis 25 Gewichtsprozent
TiO, O bis 20 Gewichtsprozent
vi°» 0 bis 50 Gewichtsprozent
Um dicke Schichten oder Schichtpakete zu erhalten, können erfindungsgemäß ein oder mehrere Mehrkomponentengläser simultan oder abwechselnd aufgedampft werden.
3 4
Da hei Anwendung von Elektronenstrahlofen dus portionsweise eingeschmolzen. Der IMatintiegel be-
Mchrkomponentenglas sehr schnell auf hohe Tempe- findet sich in einem evakuierbaren und induktiv beheiz-
raturen gebracht wird und einen Wiirmeschock erleidet, ten Ofen. Das aufgeschmolzene Glas wird zur Läute-
Si)II der thermische Ausdehnungskoeffizient Vorzugs- rung bis auf 1620"C erhitzt. Nun wird vorsichtig
weise ■ ;40 · 10 '/15C im Bereich von 20 bis 3000C sein. 5 evakuiert bis ein Druck von kleiner als 10 Torr erreicht
Lim auch andere Mehrkomponentengläser für das ist. Dies wird in eiwa 12 Stunden erreicht. Danach
Verfahren nutzbar zu machen, wird das Mehrkompo- wird das Glas in üblicher Weise gegossen und gekühlt,
nentenglas zweckmäßig vor Beginn der Verdampfung Die Evakuierungszeit wird vorteilhaft durch Rühren
durch eine Aufheizvorrichtung auf eine Temperatur verkürzt. Das auf diese Weise hergestellte Glas hat
oberhalb der unteren Kühltemperatur erhitzt. io folgende Zusammensetzung:
Während die bisher bekannten aufgedampften ^q ^ 3 Gewichtsprozent
Schichten, insbesondere solche von kristalliner Struk- Q q n'7 Gewichtsprozent
tnr, meist mehr oder minder starke Zugspannungen A] q Vo Gewichtsprozent
aufweisen, welche mitunter schon bei Dicken oberhalb tsh Ό 271 Gewichtsprozent
0,1 μηι zu Rißbildung oder Abblättern von der Unter- 15 ^0 04 Gewichtsprozent
lage führen können, sind die nach dem beschriebenen *
Verfahren hergestellten glasigen Schichten weitgehend Es hat folgende Eigenschaften:
frei von Zugspannungen und wegen ihrer vorzüglichen Λ __. ^i 0 · 10' ITC
Haftfähigkeit auf den gebräuchlichen Substratmateri- j„ _ 555'11C
tuen selbst bei relativ großen Dicken noch stabil, ao yA __ 14121C
Auf Grund dieser Eigenschaften isi es darüber hinaus Dichte = ' 20 g/cm3
möglich, den Schichten noch eine festigke:tssteigernde j^ ^, iqq _ 254° C
Wirkung zu verleihen, indem man bei geeigneter Stoff- hydrolytische Klasse 1
ttuswahl die Kondensation des verdampften Glases so π — I 4670
durchführt, daß sich permanente Druckspannungen 25 v r- 6541
in der Schicht bilden. Dies gelingt vorzugsweise auf
Unterlagen von gutem Haftvermögen, wie z. B. Glas- Eine Scheibe aus diesem Glas wird in einen Elek-
oberflächen, wenn ein Mehrkomponentenglas, dessen tronenstrahlofen üblicher Bauart so eingesetzt, daß
thermischer Ausdehnungskoeffizient vor und/oder sie während des Bedampfen* gedreht werden kann,
tuch der Verdampfung und Kondensation auf das 30 Der Elektronenstrahl wird um IKOC abgelenkt, so
Substrat niedriger ist als der des Substratmateria's, daß das Glas ungehindert auf das Substrat aufdampfen
verdampft und auf dem Substrat niedergeschlagen kann. Bevor der Elektronenstrahl eingeschaltet wird,
wird, während sich dieses auf einer gegenüber der wird die Probe abgeglirnmt. Bei diesem Glas kann der
normalen Gebrauchstemperatur erhöhten Temperatur Elektronenstrahl sofort voll eingeschaltet werden,
befindet. Nach der Abkühlung auf normale Temperatur 35 ohne daß die thermischen Spannungen das Glas zer-
entstehen dann gemäß einem bekannten Prinzip in der stören. Es kann auf beliebige Substratiiiaterialien mit
kondensierten Schicht tangential Druckspannungen, beliebiger Form aufgedampft werden. Körper mit
welche eine Erhöhung der mechanischen Festigkeit dreidimensionaler Ausdehnung müssen in zwei Ebenen
und Oberliächenhärte der Unterlage bewirken. Die gedreht werden.
Schichtdicke wird hierzu zweckmäßig auf mindestens 40 Die aufgedampfte Schicht hat folgende F.igenschaf-
mehrere μηι bemessen. Für das bisher ungelöste ten, sie ist: dicht, transparent, in engem Radius biegbar,
Problem, eine wirksame Oberflächenhärtung von antistatisch, ritzfest, elektrisch isolierend, thermisch
Gläsern oder keramischen Stoffen durch aufgedampfte isolierend, hydrolytisch sehr gut beständig.
Überzüge ohne Anwendung von Diffusionsprozessen
zu erzielen, werden somit durch das neue Verfahren 45 B e i s ρ i e 1 2
Möglichkeiten für eine einfache technische Realisierung erschlossen. Ein Glas mit folgender Zusammensetzung
tiic kompakte Struktur der erfindungsgemäß erhal- SjOj 8()90 G,;Wjc|ltsprozent
tcnen Schichten, welche einen Volumfaktor sehr nach BO 12^8 Gewichtsprozent
1 aufwehen, verleiht diesen gleichzeitig einen hohen 50 aI O 22 Gewichtsprozent
Grad an Schlitzwirkung gegen atmosphärische und NaO 5Gewichtsprozent
chemische Einllüsse, welche meist schon bei geringen j^"q 0 6 Gewichtsprozent
Schichtdicke!) erreicht wird. Auf diese Weise können
z. B. auf optischen Gläsern oder Kristallen optisch wird in einer Por/.ellaiimühlc mit iVrzellankugeln so einwandfreie .Schutzüberzüge erzielt werden. Auch 55 lange gemahlen, so daß 91°/0 < 10 μ und 46°/,, <5 μ Metall- und Kunststoffoberflächen können nach dem sind. 1000 g dieses Pulvers werden in einen Platintiegel neuen Verfahren verglast werden. Ebenso eignen sich gefüllt, der sch in einem induktiv beheizten Vakuumdie Schichten zur Schutzabdeckung und Abkapselung ofen befindet. Das Glaspulver wird zur Entfernung des von mechanisch empfindlichen Oberflächen, wie z. B. Oberflächenwassers auf 580°C erhitzt und gleichzeitig Dünnfilmschaltungen oder Oberflächenspiegel, sowie 60 der Druck auf 0,1 Torr erniedrigt. Bei dieser Temperazur Abdichtung und Isolierung von inhomogenen tür wird das Glas 4 Stunden belassen. Danach wird Oberflächen, z. B. von faseroptischen Platten. die Temperatur auf 700 bis 72O°C erhöht, gleichzeitig
wird der Druck auf 0,05 Torr erniedrigt. Diese Tempe-
Beispiel 1 ratuf wird 2o Stunden gehalten. Dabei entweicht das
Ein Gemenge von 808Og SiO1, 224Og Borsäure, 63 im Glas gebundene Wasser. Anschließend wird das
232 g Al1O3, 628 g Natriumcarbonat, 150 g Natrium- Glas in kurzer Zeit auf 110O0C aufgeheizt. Diese
chlorid, 91 g Kaliumcarbonat wurden in einem Platin- Temperatur wird 2 Stunden gehalten. Nun wird das
tiegel bei Temperaturen zwischen 1550 und 16000C Glas auf 15000C erhitzt und 1 Stunde bei dieser Tem-
5 6
peratur belassen. Danach wird das Glas wie üblich Die Verdampfungseigenschaften des Glases sind gegossen und gekühlt. wegen der geringen Gehalte an Alkalioxid und des Das auf diese Weise erschmolzene Glas hat folgende angewendeten Schmelzverfahrens niedrigen Wasser-Zusammensetzung: gehaltes sehr gut.
SiO2 81,9 Gewichtsprozent 5 B e i s ρ i e 1 5
A&:::::::::::::::: i:! Sachses Ein G™^ m* folgender zusammensetzung
Na2O 2,0 Gewichtsprozent SiO1 7330 g
K5O 0,5 Gewichtsprozent B1O1, (entwässert) 181Og
, , 10 AI1O3 775 g
Weitere Eigenschaften: Na1O 143 g
λ = 29 · 10"' 1/0C. wird in einem Platin-Iridium-Tiegel in einem elektrisch
beheizten Ofen bei 15500C aufgeschmolzen, während-
Die Eigenschaften dieses Glases sind weitgehend 15 dessen der Ofen mit scharf getrockneter Luft gespült identisch mit den unter Beispiel 1 genannten. Auch wird. Nach dem Aufschmelzen wird die Temperatur die Zusammensetzung und die Eigenschaften der auf- in 2 Stunden auf 17000C gesteigert. Zur Läuterung gedampften Schicht weisen kaum Unterschiede zu der wird die Temperatur während 8 Stunden belassen, unter Beispiel 1 genannten auf. Hiernach wird die Temperatur unter fortdauerndem
ao Spülen mit trockener Luft auf 16000C gesenkt und das
Beispiel 3 Glas wie ubl'cn gegossen und gekühlt. Durch eine
Temperbehandlung bei 12000C wird das Glas in einen
Ein Gemenge der Zusammensetzung teilkristallinen Zustand überführt werden. Dieses Glas
zeigt beim Verdampfen im Elektronenstrahlofen, wie
SiO2 ,rr ε »5 unter Beispiel 1 beschrieben, ausgezeichnete Eigen-
B2O3 (entwässert) 400 g schäften.
AI2O3 200g
Li2CO3 100g Beispiel 6
Na2CO3 172 g Ejn Gemenge der Zusammensetzung
LiF . 70 g B1O1 (entwässert) 1770 g
,". . . . Al1O1 400 g
v/ird in einen Platintiegel in einem elektrisch beheizten BaCO3 1300 g
Ofen bei einer Temperatur von 15000C eingelegt. CaCO 360 ε
Nach dem Aufschmelzen des Gemenges wird die 35 Na1CO3 520 ε
Temperatur in 2 Stunden auf 1650°C erhöht. Zum yp* "'" 175 *
Läutern wird dasGIasbeidieserTemperaturlO Stunden
lang belassen. Danach wird die Temperatur auf ISOO0C wird bei 140O0C in einem Platintiegel in einem elek-
in einer V2 Stunde gesenkt und das Glas wie üblich trisch beheizten Ofen aufgeschmolzen, währenddesser
gegossen und gekühlt. Während des Einlege- und 40 wird der Ofen mit scharf getrockneter Luft gespült
Schmelzvorganges wird der Ofen mit scharf getrock- Nach dem Aufschmelzen wird das Glas unter Rührer
neter Luft gespült. auf 1600°C erhitzt und zum Läutern 3 Stunden be
Auf Grund der niedrigen Gehalte an Alkalioxid und dieser Temperatur belassen. Unter fortdauernden-
des nach dieser Methode erhaltenen niedrigen Wasser- Spülen mit trockener Luft wird das Glas unter Rührer
gehaltes zeigt das Glas ausgezeichnete Verdampfungs- 45 auf 14000C abgekühlt, wie üblich gegossen und ge
eigenschaften. kühlt. Wegen der aufgetretenen Entmischung isi
dieses Glas weiß-opak.
Beispiel 4 Die Verdampfungseigenschaften dieses Glases sine
sehr gut.
Ein Gemenge der Zusammensetzung 50 Das Verfahren gemäß der Erfindung wird in einen
r- ~ "" 4610 g Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung, in we!
B θ' (entwässern 1500 g cher eine Vorrichtung zur Durchführung des Vw
B2U, (entwassert) B fahrens ^^^^ und schematisch dargestellt ist
I?'2"' IJjJJ & näher erläutert.
C3CO 3 3160 g 55 Auf der drehbaren Halterung 1, die vom Motor 2
N (-Λ 516 g öber die Welle 4 angetrieben wird, liegt das Mehr
LiF 2 3 l76g komponentenglas 2. Zum Aufheizen wird der am Hebel
arm 7 befestigte Ofen bzw. Strahler 6 mittels eine:
wird in einem Platintiegel und in einem elektrisch Drehdurchführung 8 über die Probe geschwenkt. Jetr
beheizten Ofen üblicher Bauart bei 14500C eingelegt 60 wird das Mehrkomponentenglas auf die gewünscht«
und aufgeschmolzen, währenddessen wird der Ofen Temperatur erhitzt. 1st diese erreicht, so wird dei
mit scharf getrockneter Luft gespült. Die Temperatur Ofen durch Drehung der Durchführung 8 aus den
wird nun auf 1500°C erhöht und währenddessen die Dampfstrahlbereich des Glases herausgeschwenkt unc
Schmelze zur Beschleunigung des Läuterns gerührt. arretiert. Nun wird die Elektronenkanone 5 einge
Die Temperatur wird 3 Stunden bei 1500° C belassen 65 schaltet, so daß das Glas verdampft und sich auf dei
und die Spülung ständig fortgesetzt. Danach wird die zu bedampfenden Substraten 9 niederschlägt. Dai
Temperatur unter Rühren auf 140O0C gesenkt und Sysiem wird gegen die Außenatmosphäre durch dei
das Glas wie üblich gegossen und gekühlt. Rezipierten 10 abgeschlossen.
r τ ρ

Claims (7)

7 8 Patentansprüche: SiO2 35 bis 85 Gewichtsprozent
1. Verfahren zur Herstellung von glasigen BjO3 5 bis 25 Gewichtsprozent
Schichten auf bdiebigen Substratmaterialien durch Li8O O bis 5 Gewichtsprozent
Vakuumaufdampfen mittels Elektronenstrahlen. Na8O 0,5 bis iO Gewichtsprozent
d a d u r c Ii g e k e η η ζ e i c h η e t. daßein alka- 5 K2O 0,5 bis 10 Gewichtsprozent
lihaltiges. höchstens 10 Gewichtsprozent Alkali- AI2On 3 bis 40 Gewichtsprozent
oxid aufweisendes Mehrkomponentenglas aufge- CaO O bis 25 Gewichtsprozent
dampft v,ird. das vorher unter Vakuum weitgehend HaO O bis 25 Gewichtsprozent
entgast oder unter einer Schutzgasatmosphäre er- TiO2 O bis 20 Gewichtspr^cznt
schmolzen worden ist. io V2Oft O bis 50 Gewichtsprozent
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mehrkomponentenglas ein Alkali- 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7. daborosilikatfjlas aufgedampft wird. durch gekennzeichnet, daß ein schwer schmelzbares.
3. Verfahren nach Anspruch 2. dadurch gekenn- aber gut verdampfbares Glas in einem leicht zeichnet, daß ein Alkaliborosilikatglas aufgedampft 15 schmelzbaren, aber selbst schwer <>erdampfbaren wird, dessen Borsäuregehalt nicht mehr als 25 Ge- Glas gelöst oder mit diesem innin vermischt wird wirchtsprozent beträgt. und diese Lösung bzw. Mischung als aufzudamp-
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, da- fendes Mehrkomponentenglas verwendet wird, durch gekennzeichnet, daß zum Teil kristallisiertes 9. Verfahren nach den Ansprüchen 6 und 7, da· Mchrkomponentenglas aufgedampft wird. ao durch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Mehr-
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, da- komponentengläser simultan oder abwechselnd zui durch gekennzeichnet, daß entmischtes Mehrkom- Erzeugung einer Schicht oder von Schichtpaketen ponentcnglas aufgedampft wird. aufgedampft werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5. da- 10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß Mehrkomponenten- 35 durch gekennzeichnet, daß das Mchrkomponenten· (.KiM.i diiigcUiunplt werden, die Oxide der I.. II., glas vor Beginn der Aufdampfiinc auf eine Tcnipe III.. IV. und V. Hauptgruppe sowie Oxide der I., ratur oberhalb der unteren Kühltcmpeiatur erhitzt I!.. III., IV.. V.. VI.. VII. und VIII. Nebengruppe wird.
des Persischen Systems der Elemente, insbeson- 11. Verfahren nach den Ansprüchen ; bis 10. da
derc aber die Oxide von Lithium. Natrium, 30 durch gekennzeichnet, daß ein Mehl komponenten·
Kalium. Barium.Titan. Vanadin. Niob. Tantal. Bor, glas, dessen thermischer Ausdchnungskoeffizieni
Aluminium, Gallium. Silicium, Germanium und vor und/oder nach der Aufdampfung auf das Sub
Phosphor einzeln oder gemischt enthalten. strat niedriger ist als der des SubstrafmE terials. auf
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekenn- gedampft wird, während das Substrat auf einei zeichnet, daß Mehrkomponentengläser folgender 35 gegenüber der normalen Gebrauchsteniperatur er Zusammensetzung aufgedampft werden: höhten Temperatur gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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