DE166141C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A25/00—Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
- F41A25/02—Fluid-operated systems
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei Flüssigkeitsbremsen für Rohrrücklaufgeschütze die Regelung der Rücklauflänge
zu ermöglichen, ist bei bereits bekannten Einrichtungen im Bremszylinder eine längliche Rille angeordnet, welche eine von
außen drehbare Stange aufnimmt, in deren Außenseite eine lange und eine kurze Nut
eingeschnitten sind. Je nach der Lage, in welche die Stange gedreht worden ist, sind
ίο entweder die beiden Nuten oder nur die kurze Nut gegen das Innere des Zylinders
gekehrt. Im ersten Falle erhält man einen langen, im zweiten Falle einen kurzen Rohrrücklauf.
Die Erfindung verfolgt den Zweck, eine mit einer Einrichtung zum Regeln der Rücklauflänge
versehene Flüssigkeitsbremse zu schaffen, welche sich gegenüber den bekannten Bremsen durch eine besonders gedrängte An-Ordnung
auszeichnet.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und
zwar zeigt
Fig. ι die Flüssigkeitsbremse in Verbindung mit den in Betracht kommenden Teilen des
Geschützes zum Teil in Seitenansicht, zum Teil im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt der Flüssigkeitsbremse in größerem Maßstabe,
Fig. 3 einen anderen Längsschnitt der Flüssigkeitsbremse, ebenfalls in größerem
Maßstabe,
Fig. 4 einen Schnitt nach 4-4 der Fig. 2 und
Fig. 5 einen Schnitt nach 5-5 der Fig. 2, von rechts gesehen.
Mit dem Horn αλ des Schlittens A (Fig. 1),
welcher das Geschützrohr trägt und auf der Oberlafette (Wiege) B verschiebbar angeordnet
ist, steht der Bremszylinder C in starrer Verbindung. Die Kolbenstange F, die
den Kolben F1 trägt, ist mit einem Zapfen f2
(Fig. 1) in der die Oberlafette abschließenden Kappe bl drehbar, aber unverschiebbar gelagert.
Die Kolbenstange F und der KoI-ben F1 sind mit einer zentralen Bohrung fs
(s. besonders Fig. 1 und 2) versehen, welche sich von der Stirnfläche des Kolbens F1 bis
an den Zapfen f- erstreckt. In diese Bohrung ragt eine Drosselstange G hinein,
welche denselben Durchmesser wie die Bohrung fs besitzt und mit einem Gewindezapfen
gl (Fig. 2) in dem nach dem Horn al
hin gelegenen Abschluß D des Bremszylinders starr befestigt ist.
In die Mantelfläche der Drosselstange G sind zwei Paare von Nuten g1 gz eingeschnitten,
deren gegenseitige Anordnung aus Fig. 5 der Zeichnung ersichtlich ist. Diese Nuten verlaufen parallel zur Längsachse der
Drosselstange und beginnen in unmittelbarer Nähe des Gewindezapfens gl. Die Nuten g2
(s. besonders Fig. 3) erstrecken sich nur über einen kleinen Teil der Länge der Drosselstange,
während die Nuten gs (s. besonders Fig. 2) nahezu bis an das freie (vordere)
Ende der Drosselstange reichen. Die Breite der Nuten g2 g3 ist konstant, ihre Tiefe
nimmt jedoch in der Richtung des Pfeiles χ (Fig. i) ab. Zur Verbindung der Nuten g2 g3
mit den Flüssigkeitsräumen vor und hinter dem Bremskolben dienen zwei Durchbrechungen
/4 des Kolbens F1 und eine Erweiterung
/5 (Fig. 2 und 3) der im Kolben F] vorgesehenen Bohrung für die
Drosselstange G. Die Anordnung der Durchbrechungen /4 in bezug auf die Nuten g2 g3
ist aus der Zeichnung ersichtlich. Es sei aber besonders hervorgehoben, daß die zwischen
den Durchbrechungen f* liegenden vollen Teile des Kolbens F1 breiter als die
Nuten g3 sind.
Die bisher beschriebene Einrichtung dient der Regelung der Rücklauflänge. Es möge
zunächst die Wirkungsweise dieser Einrichtung beschrieben werden.
Wenn die Teile die in der Zeichnung dargestellte Lage einnehmen, und es erfolgt der
Rücklauf des Geschützrohres, des Bremszylinders und der Drosselstange, so tritt Flüssigkeit von der Kolbenstangenseite des
Bremszylinders durch die Durchbrechungen/* des Kolbens, die Nuten g2 g3 der Drosselstange
und die Erweiterung /5 der Kolbenbohrung auf die andere Kolbenseite. Da
hierbei immer flachere Teile der Nuten g2 g3
an die Übertrittsstelle gelangen, so wird die Flüssigkeit in zunehmendem Maße gedrosselt.
Sind die am wenigsten tiefen Enden der Nuten g2 über die Durchbrechungen /* hinausgekommen,
so stehen für den Übertritt der Flüssigkeit nur noch die allmählich abnehmenden Querschnitte der Nuten g3 zur
Verfügung, bis auch deren Enden über die Durchbrechungen/4 hinwegegangen sind. Da
dann ein Übertritt für die Flüssigkeit nicht mehr möglich ist, so tritt Stillstand der zurücklaufenden
Teile ein. Dies geschieht aber infolge der Abmessungen der Nuten gs erst,
nachdem der Bremskolben seinen vollen Hub ausgeführt hat.
Soll der Rücklauf sehr kurz ausfallen, so wird die Kolbenstange von Hand oder selbsttätig
so weit gedreht, daß die Nuten g3 unter dem vollen Teil des Kolbens F1 verschwinden.
Es stehen dann für den Übertritt der Flüssigkeit von einer auf die andere Kolbenseite
nur die Nuten g2 zur Verfügung. Da diese schon nach einem sehr kurzen Rücklauf
über die Durchbrechungen /4 hinweggelangen , ein Übertritt für die Flüssigkeit
also dann nicht mehr möglich ist, so tritt Stillstand der bewegten Teile ein.
Zwischen den beiden soeben erörterten Grenzstellungen des Kolbens gegenüber den
Nuten g2 g3 liegen andere Stellungen, die
Rückläufe ergeben, welche zwischen den kürzesten und längsten liegen.
Um bei jeder Rücklauflänge auch einen sanften Vorlauf zu erzielen, ist folgende Anordnung
vorgesehen.
An ihrem vorderen Ende stehen die Nuteng-2
durch je einen Kanal g·5 (Fig. 1 und 3) mit
dem Teil H einer in der Drosselstange vorgesehenen zentralen Bohrung HH1H2 in
Verbindung. Letztere erstreckt sich von den Kanälen g5 bis an das vordere Ende der
Drosselstange und ist an der Stelle, an weleher ihr Teil H in den weiteren Teil H1
übergeht, mit einem Rückschlagventil / versehen, welches unter dem Druck einer Feder z'1
steht. In die Wand der Bohrung H1 ist eine hohlzylindrische Büchse K eingeschraubt,
deren nach dem vorderen Ende der Drosselstange hin gelegener Teil kl einen kleineren
äußeren Durchmesser als die dort beginnende Bohrung H2 besitzt, so daß zwischen der
Wandung der letzteren und der Außenwand des Teiles k1 der Büchse K ein ringförmiger
Hohlraum h3 vorhanden ist. Dieser Hohlraum steht durch je einen Kanal gß mit dem
vorderen Ende der Nuten g3 in Verbindung. Das freie Ende des Teiles k1 der Büchse K
ist kegelförmig abgedreht und bildet den Sitz für ein ringförmiges, an der Wandung
der Bohrung H'2 anliegendes Rückschlagventil M. Letzteres steht unter der Wirkung
einer Feder m1.
Infolge der soeben beschriebenen Anordnung kann beim Rücklaufe die Bremsflüssigkeit,
indem sie die Ventile J und M entgegen der Wirkung der Federn P und ml
von ihren Sitzen abhebt, aus dem auf der Kolbenstangenseite befindlichen Flüssigkeitsraume
des Bremszylinders C durch die Nuten g2 g3, die Kanäle g5 g6 usw. nach dem Hohlräume/3
der Kolbenstange überströmen. Dagegen kann die Bremsflüssigkeit beim Vorlaufe nicht auf demselben Wege wie beim
Rücklaufe aus dem Hohlräume der Kolbenstange nach dem Flüssigkeitsraume des Bremszylinders
übertreten, da die Ventile J M als Rückschlagventile wirken. Dieser Übertritt
der Bremsflüssigkeit wird durch zwei weitere, in die Außenwandung der Drosselstange eingeschnittene
Nuten g* (Fig. I, 4 und 5) vermittelt, welche sich bis an das vordere Ende
der Drosselstange erstrecken. Der Durchflußquerschnitt der Nuten g* ist im Vergleich
zu dem Duchflußquerschnitte der Nuten g2 g3 klein gehalten, um einen sanften Vorlauf zu
erzielen.
Zum Vorbringen des Rohres in die Feuerstellung dient eine Vorholfeder R (Fig. 1) bekannter
Anordnung.
Wenn die soeben beschriebene Vorrichtung zum Regeln des Vorlaufs mit der in erster
Linie erläuterten Vorrichtung zum Regeln der Rücklauflänge verbunden ist, wie es in
der Zeichnung dargestellt ist, so wird dadurch
die Wirkung der Vorrichtung zum Regeln der Rücklauflänge etwas beeinflußt. Eine
wesentliche Änderung dieser Wirkung tritt aber nicht ein.
Selbstverständlich könnte unter Umständen die Vorrichtung zum Regeln des Vorlaufs
weggelassen oder durch eine andersartige ersetzt werden, ohne daß dadurch das Wesen
der Erfindung, insoweit sie die Regelung der ίο Rücklauflänge betrifft, berührt wird.
Claims (2)
- Pate nt-An Sprüche:I. MitEinrichtung zum Regeln derRücklauflänge versehene Flüssigkeitsbremse für - Rohrrücklaufgeschütze, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits zwischen einer in die hohle Kolbenstange hineinragenden Drosselstange ■ und der Innenwand der Kolbenstange verschieden lange Kanäle (g1 gsj, andererseits im Kolben Durchbrechungen ff4-) angeordnet sind, welche letzteren von der Innenwand der Kolbenstange nach der Kolbenstangenseite des Bremszylinders führen, wobei die relative Winkeleinstellung der Drosselstangenkanäle und der Kolbendurchbrechungen geändert werden kann.
- 2. Ausführungsform der Flüssigkeitsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschieden langen Kanäle (g2 g3) an ihrem beim Rücklauf zuletzt an den Kolben gelangenden Ende in einen in der Drosselstange vorgesehenen , nach dem Innern der Kolbenstange zu offenen Kanal (H H1 H2) münden, welcher derart mit Rückschlagventilen versehen ist, daß letztere beim Vorlauf den Übertritt der Flüssigkeit aus dem Hohlraum der Kolbenstange nach den verschieden langen Kanälen (g2 gs) verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT23973D AT23973B (de) | 1904-12-27 | 1905-09-25 | Mit Einrichtung zum Regeln der Rücklauflänge versehene Flüssigkeitsbremse für Rohrrücklaufgeschütze. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE166141T | 1904-12-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166141C true DE166141C (de) |
Family
ID=5685719
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904166141D Expired - Lifetime DE166141C (de) | 1904-12-27 | 1904-12-27 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166141C (de) |
| FR (1) | FR358025A (de) |
-
1904
- 1904-12-27 DE DE1904166141D patent/DE166141C/de not_active Expired - Lifetime
-
1905
- 1905-09-25 FR FR358025A patent/FR358025A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR358025A (fr) | 1906-01-24 |
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