DE276383C - - Google Patents

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DE276383C
DE276383C DE1913276383D DE276383DA DE276383C DE 276383 C DE276383 C DE 276383C DE 1913276383 D DE1913276383 D DE 1913276383D DE 276383D A DE276383D A DE 276383DA DE 276383 C DE276383 C DE 276383C
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41—WEAPONS
    • F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00—Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/02—Fluid-operated systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 276383 KLASSE 72 c. GRUPPE
FRIED. KRUPP AKT-GES. in ESSEN, Ruhr.
Die Erfindung bezieht sich auf Geschützflüssigkeitsbremsen, die mit einer Einrichtung zum Regeln der Rücklauflänge versehen sind, und zwar insbesondere auf solche Bremsen dieser Art, bei denen die Begrenzung des Rücklaufes für alle Rücklauflängen durch vollständigen Abschluß der Durchflußöffnung für die Bremsflüssigkeit erfolgt. Bei diesen Bremsen gibt man der Durchflußöffnung für die
ίο Bremsflüssigkeit eine solche Gestalt, daß der Durchflußquerschnitt gegen Ende des langen Rücklaufes verhältnismäßig groß ist, um zu verhindern, daß der Bremsdruck dasjenige Maß überschreitet, welches für die beim Rücklaufe des Geschützrohres unter geringen Erhöhungen stark abnehmende Stabilität des Geschützes zulässig ist. Benutzt man nun, wie dies bisher üblich war, bei der Einstellung der Bremse auf kurze Rücklauflängen dieselbe Durchflußöffnung wie beim langen Rücklaufe, so zeigt sich der Ubelstand, daß die Rückstoßenergie bei erfolgtem Abschlüsse der Durchflußöffnung noch nicht vollständig vernichtet ist, so daß ein Stoß auftritt, der die Bremse übermäßig beansprucht. Die Erfindung bezweckt, diesem Ubelstande zu begegnen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι einen Längsschnitt der Bremse, der mittlere Teil ist weggebrochen, Fig. 2 einen Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, von rechts gesehen, Fig. 3 einen Teil der Bremse im Schnitte nach 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt nach 4-4- der Fig. 1, von rechts gesehen, Fig. 5 eine schematische Darstellung für die in Fig. 1 bis 4 wiedergegebene Einstellung der Bremse, und Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung für eine andere Einstellung der Bremse.
Im Bremszylinder A ist der zwei miteinander verschraubte Teile B, B1 besitzende hohle Kolben der Kolbenstange B2 geführt. In die Innenwandung des Bremszylinders A sind zwei einander diametral gegenüberliegende Längsnuten a1 eingeschnitten, die sich nahezu über die ganze Länge des Bremszylinders erstrekken. Die Nuten α1 verlaufen nach einer Schraubenlinie von solcher Steigung, daß das Maß, um welches die beiden Enden jeder Nut 5" gegeneinander verdreht sind, der Nutenbreite entspricht. In die Nuten a1 greifen Ansätze c1 (Fig. ι und 4 bis 6) eines drehbar und unverschiebbar am Kolben B, B1 angeordneten Ringes C ohne Spiel ein. Die Ansätze c1 haben den Zweck, zu verhindern, daß die Bremsflüssigkeit unmittelbar durch die Nuten a1 von einer auf die andere Kolbenseite überströmt. Zwischen dem Ringe C und dem Kolbenteile B1 ist auf dem Kolbenteile B ein Ringschieber D drehbar und unverschiebbar gelagert, der mittels zweier einander diametral gegenüberliegender Ansätze d1 (Fig. 3 bis 6) in parallel zur Längsachse der Bremse verlaufende Nuten a% des Bremszylinders A eingreift. Der Ringschieber D besitzt einen zylindrischen Fortsatz d2, der unter einen entsprechenden Fortsatz b3 des Kolbenteiles B1
greift. In dem Fortsatze b3 des Kolbenteiles B1, dem Fortsatze d2 des Ringschiebers D und dem Kolbenteile B sind Durchbrechungen δ4, ds und δ5 vorgesehen, die zur Verbindung ,der Nuten a1 des Bremszylinders mit dem nach der Kolbenseite des Bremszylinders hin offenen Hohlräume δ6 des Kolbens dienen. Die Durchbrechungen bl besitzen die in Fig. 5 schraffiert angegebene Gestalt, während die Durchbrechungen ds die in Fig. 5 und 6 mit punktierten Linien umzogene Form haben. Die Durchbrechungen δΒ kommen für die Regelung des Übertritts der Bremsflüssigkeit von einer auf die andere Kolbenseite nicht in Betracht. Sie sind daher so bemessen, daß sie der Bremsflüssigkeit bei jeder Einstellung der Bremse einen Durchflußquerschnitt bieten, der mindestens ebenso groß ist, wie der durch die Durchbrechungen δ4 und d3 geschaffene Durchflußquerschnitt.
Wenn die Teile die namentlich aus Fig. 1, 2 und 5 ersichtliche Lage einnehmen, so stehen die Durchbrechungen δ4 des Kolbenteiles B1 den Nuten β1 des Bremszylinders A und den Durchbrechungen ds des Ringschiebers D genau gegenüber, d. h. kein Teil der Durchbrechungen δ4 wird von der Innenwand des Bremszylinders und dem Drehschieber überdeckt (s. bes. Fig. 5). Erfolgt der Rücklauf des Bremszylinders A — im Sinne des Pfeiles χ (Fig. 1) —, so tritt die Bremsflüssigkeit von der Kolbenstangenseite des Bremszylinders durch die Nuten β1 und die Durchbrechungen δ4, d3, δ8 auf die andere Kolbenseite über.
Da hierbei die Durchbrechungen δ4 infolge des schraubenförmigen Verlaufes der Nuten a1 — von ihrem Ende δ7 (Fig. 5) her — allmählich von der Innenwand des Bremszylinders A abgedeckt werden, so erfährt der Durchflußquerschnitt an der Stelle, an welcher die Flüssigkeit aus den Nuten a1 in die Durchbrechungen δ4 übertritt, nach und nach eine Verengung. Wenn schließlich die Durchbrechungen δ4 von der Innenwand des Bremszylinders vollständig abgedeckt sind, ist ein Übertritt der Bremsflüssigkeit nicht mehr möglich. Es tritt dann Stillstand der zurücklaufenden Teile ein. Dies erfolgt aber infolge der Abmessungen der Nuten β1 und der Durchbrechungen δ4 erst dann, nachdem der Bremszylinder seinen vollen (normalen) Hub (längsten Rücklauf) ausgeführt hat.
Bei der eben besprochenen Einstellung der Bremse ist infolge der aus der Zeichnung ersichtlichen Gestalt der Durchbrechungen δ4 der Durchflußquerschnitt für die Bremsflüssigkeit gegen Ende des Rücklaufes verhältnismäßig groß, so daß der Bremsdruck dasjenige Maß nicht überschreitet, welches für die beim Rücklaufe des Geschützrohres unter geringen Erhöhungen stark abnehmende Stabilität des Geschützes zulässig ist.
Will man den kürzesten Rücklauf erhalten, so wird die Kolbenstange B2 und mit ihr der Kolben B, B1 von Hand oder selbsttätig im Sinne des Pfeiles y (Fig. 2 und 5) so weit gedreht, daß die Durchbrechungen δ4 vor Beginn des Rücklaufes etwa bis zur Hälfte ihrer — quer zur Längsrichtung der Bremse gemessenen — Breite von der Innenwand des Bremszylinders A abgedeckt sind (Fig. 6). An der erwähnten Drehung des Kolbens B, B1 nimmt der Ringschieber D nicht teil. Dies hat zur Folge, daß nach erfolgter Drehung des Kolbens der in Fig. 6 mit senkrechten Linien schraffierte Teil der Durchbrechungen δ4 von dem Fortsatze d2 des Ringschiebers D abgedeckt wird. Bei Beginn des Rücklaufes steht also für den Übertritt der Bremsflüssigkeit nur der in Fig. 6 wagerecht schraffierte Teil der Durchbrechungen b- zur Verfügung, der beim Rücklaufe nach und nach verengt wird und vollständig abgeschlossen ist, wenn die Durchbrechungen δ4 auf ihrer ganzen Breite von der Innenwand des Bremszylinders abgedeckt sind. Da dann ein Übertritt der Flüssigkeit nicht mehr möglich ist, tritt Stillstand der bewegten Teile ein.
Infolge der Abdeckung des senkrecht schraffierten Teiles der Durchbrechungen δ4 durch den Fortsatz d2 des Schiebers D wird erreicht, daß der Durchflußquerschnitt für die Bremsflüssigkeit beim kürzesten Rücklaufe kleiner ist, als wenn der Schieber D nicht vorhanden wäre. Das Maß dieser Verkleinerung ist so gewählt, daß bei erfolgtem Abschlüsse des Durchflußquerschnittes die Rückstoßenergie vollständig vernichtet ist.
Außer der normalen Rücklauflänge und derjenigen, welche sich aus der in Fig. 6 veranschaulichten Stellung des Kolbens B, B1 zu den Nuten β1 und dem Drehschieber D ergibt, kann man, wie ohne weiteres ersichtlich ist, durch entsprechende Einstellung der Kolbenstange jede andere Rücklauflänge erzielen, welche zwischen der zulässig kürzesten und der normalen liegt. Auch bei diesen Rücklauflängen bewirkt der Schieber D eine solche Verkleinerung der Durchbrechung δ4, daß bei vollständigem Abschlüsse des Durchflußquer- »« Schnitts die Rückstoßenergie vollständig aufgezehrt ist.
Um bei jeder Rücklauflänge auch einen sanften Vorlauf zu erreichen, ist folgende Einrichtung getroffen. In den Hohlraum δ6 des Kolbens B, B1 und eine zentrale Bohrung δ8 der Kolbenstange δ2 ragt eine im Boden α4 (Fig. 1) des Bremszylinders befestigte Drosselstange E, hinein, deren Durchmesser um ein geringes Maß kleiner ist als der Durch-
messer der Kolbenstangenbohrung δ8. In den Hohlraum δ6 des Kolbens B, B1 führen von der Kolbenstangenseite des Bremszylinders her Kanäle δ9 (Fig. ι und 3) des Kolbenteiles B. Diese Kanäle können durch ein Rückschlagventil F, f1 abgeschlossen werden. Als Widerlager für die Feder f1 dieses Ventils dient. ein in den Kolbenteil B eingeschraubter Ring G, dessen Innendurchmesser dem Durchmesser der Drosselstange E entspricht. In die Wandung der Drosselstange E sind Nuten e1 (Fig. 1 bis 3) eingeschnitten, welche der Bremsflüssigkeit beim Vorlaufe den Übertritt aus der Bohrung δ8 der Kolbenstange auf die Kolbenseite des Bremszylinders ermöglichen. Der Durchflußquerschnitt der Nuten e1 ist im Vergleiche zu dem Durchflußquerschnitte der Nuten al und der Durchbrechungen δ4, d3, δ5 sehr klein gehalten.
Infolge der soeben beschriebenen Anordnung kann beim Rücklaufe die Bremsflüssigkeit, indem sie den Körper F des Ventils F, f1 von seinem Sitze abhebt, von der Kolbenstangenseite des Bremszylinders durch die Kanäle δ9 in die Bohrung δ8 der Kolbenstange überströmen. Beim Vorlaufe schließt sich das Ventil F, f1, und die Flüssigkeit wird von der Drosselstange E aus der Bohrung δ8 durch die Nuten e1 hindurch in die Flüssigkeitsräume des Bremszylinders gepreßt.
Aus dem mit der Kolbenstangenbohrung δ8 in Verbindung stehenden Räume für das Ventil F, f1 führt ein im Kolbenteile B vorgesehener Kanal δ10 (Fig. 2, 3 und 4 bis 6) nach der Innenwandung des Drehschiebers D. Dieser Kanal kann in Verbindung treten mit einem in die Innenwandung des Drehschiebers D eingeschnittenen Kanäle d* (Fig. 2 und 4 bis 6), der durch einen radialen Kanal d& des Drehschiebers mit dessen Außenwandung verbunden ist. Die Anordnung der Kanäle δ10, d* und dB ist so gewählt, daß die Verbindung zwischen den Kanälen δ10 und d* hergestellt ist, wenn die Bremse durch Drehen des KoI-bens B, B1 auf die kürzeste oder eine der kürzesten nahekommende Rücklauflänge eingestellt worden ist (Fig. 6), und daß der Kanal ds in geringer Entfernung von derjenigen Kante a3 der einen Nut a1 in die Außenwandung des Drehschiebers D mündet, die für die Bremsung des Rücklaufes nicht in Betracht kommt. Infolge dieser Anordnung steht der Kanal d5 während des größten Teiles des Vorlaufes in Verbindung mit der einen der Nuten α1, so daß, wenn gleichzeitig der Kanal δ10 in Verbindung mit dem Kanäle d* steht, d. h. wenn die Bremse auf die kürzeste oder eine der kürzesten nahekommende Rücklauflänge eingestellt ist, die Bremsflüssigkeit beim Vorlaufe außer, durch die Nuten e1 auch auf dem Wege δ10, di, d5, a1 aus der Bohrung δ8 der Kolbenstange in den Bremszylinder überströmen kann. Der Vorholer hat somit bei den größten Erhöhungen, d. h. dann, wenn er den größten Teil des Gewichtes der zurücklaufenden Teile zu heben hat, weniger Bremswiderstand zu überwinden als bei geringeren Erhöhungen. Die beschriebene Vorlaufbremse bietet also die Gewähr dafür, daß die Teile auch unter den größten in Frage kommenden Erhöhungen bis in die normale Feuerstellung zurückkehren. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der Kanal d5 vor Beendigung des Vorlaufes durch die Kante α3 der zugehörigen Nut a1 nach und nach abgedeckt wird, so daß die vorlaufenden Teile ohne Stoß in der Feuerstellung anlangen.
Wenn die beschriebene Vorrichtung zum Bremsen des Vorlaufes mit der in erster Linie erläuterten Vorrichtung zum Regeln der Rück-' lauflänge verbunden ist, wie die Zeichnung zeigt, so wird dadurch die Wirkung der Vorrichtung zum Regeln der Rücklauflänge, etwas beeinflußt. Eine wesentliche Änderung der Wirkung tritt aber nicht ein.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mit Einrichtung zum Regeln der Rücklauflänge versehene Geschützflüssigkeitsbremse, bei welcher die Begrenzung des Rücklaufes für alle Rücklauflängen durch vollständigen Abschluß der Durchflußöffnung für die Bremsflüssigkeit erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß derjenige Teil der Durchflußöffnung, der für die Bremsung des letzten Teiles des längsten Rücklaufes in Betracht kommt, bei der Einstellung der Bremse auf kurze Rücklauflängen durch ein relativ zu der too Durchflußöffnung einstellbares Organ teilweise abgedeckt wird.
2. Geschützflüssigkeitsbremse nach Anspruch i, bei welcher für den Übertritt der Bremsflüssigkeit einerseits im Bremszylinder Kurvennuten und andererseits im Kolben Durchbrechungen vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Teile der Kolbendurchbrechungen (δ4), die für die Bremsung des letzten Teiles des no längsten Rücklaufes in Betracht kommen, bei der z. B. durch Drehen des Kolbens {B, B1) gegenüber dem Bremszylinder (.4) erfolgenden Einstellung der Bremse auf kurze Rücklauflängen, durch einen am Kolben gelagerten Schieber (D), der beim Rücklaufe seine Lage zum Kolben beibehält, teilweise abgedeckt werden.
3. Geschützflüssigkeitsbremse nach Anspruch 2, bei welcher beim Rücklaufe
Bremsflüssigkeit in einen Hohlraum der Kolbenstange übertritt und beim Vorlaufe der Austritt der Bremsflüssigkeit aus dem Hohlräume der Kolbenstange durch eine Drosselstange geregelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der am Kolben (B, B]) gelagerte Schieber (D) einen Kanal (d4, d5) besitzt, der bei der Einstellung der Bremse auf kurze Rücklauf längen durch einen Kanal (δ10) des Kolbens mit dem Hohlräume (δ8) der Kolbenstange (B2) in Verbindung tritt und dann beim Vorlaufe den Austritt von Bremsflüssigkeit aus diesem Hohlräume ermöglicht, aber vor Beendigung des Vorlaufes wieder abgeschlossen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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