DE1658746C - Verfahren und Vorrichtung zum Mon tieren von Wandabdichtungen in Bauwerken, insbesondere in Tunneln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Mon tieren von Wandabdichtungen in Bauwerken, insbesondere in Tunneln

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DE1658746C
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Expired
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English (en)
Inventor
Viktor Dr. Ing. Samen Girtanner (Schweiz)
Original Assignee
Kunststoff AG Samen, Samen (Schweiz)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Mon- haut mit ihren Längsenden befestigt ist. Von Vorteil tieren von Wandabdichtungen in Bauwerken, ins- ist dabei, wenn die Gerüstbogen stirnseitig mit einer besondere in Tunneln, bei welchem eine Dichtungs- vorzugsweise armierten Folie abgeschlossen sind, um haut durch Erzeugen einer Druckdifferenz zwischen mit der Dichtungshaut einen allseitig geschlossenen Innen- und Außenseite der Dichtungshaut an die ab- 5 Raum zu bilden.
zudichtende Bauwerkswandung gepreßt wird. Weiter schlägt die Erfindung vor, daß wenigstens
Es ist ein Verfahren der vorerwähnten Art bekannt, die ein·* Stirnwand des umschlossenen Raumes mit bei dem eine Dichtungshaut unmittelbar oder mittel- einem Anschlußschlauch zum Aufblasen dieses Kaubar durch Druckluft aufgeweitet und während der mes versehen ist.
Dauer der Ausführung der Ausmauerung an die ab- io Die Gerüstbogen können an ihren AuUerikonturen zudichtende Bauwerkswandung angepreßt wird. Bei je mit einem aufblasbaren Schlauch versehen sein, diesem Verfahren ist es notwendig, während der die im aufgeblasenen Zustand die aufgerichteten Ue-Dauer der Innenausmauerung einen Innendruck auf- rüstbogen festhalten und den Raum zwischen der rechtzuerhalten, was beträchtliche Schwierigkeiten Bauwerkswandung und der Dichtungshaut an seinen mit sich bringt. Schon bei kleinen Innendrücken er- 15 Htirnenden abdichten. Schließlich sieht die teunaung neben sich bei üblichen Tunnelquerschnitten beträcht- vor, daß die Dichtungshaut mittels wassergeKuniter liehe Flächendrücke auf die Stirnflächen, und es ent- Schläuche am Bauwerksboden festgehalten werden steht ein erheblicher Aufwand für die Abstützungen kann. . . . ,
zur Aufnahme dieser Kräfte. Überdies müssen kost- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
spielige Schleusentore installiert werden, um das ao Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Innere der Druckkammer od. dgl. zu erreichen. F i g. 1 einen Tunnelabschnitt mit montageDereiier
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Dichtungshaut und angedeutetem Tunnelgewoioe, Verfahren der eingangs angegebenen Art zu schaf- Fig. 2 einen Querschnitt durch einen ausgebauten
fen bei dem die Zugänglichkeit des Arbeitsraumes Tunnei und .
nach dem ersten Anlegen der Dichtungshaut erheb- 25 Fig. 3 einen Ausschnitt aus einer Montageemlich verbessert ist. Diese Aufgab; wird erfindungs- richtung für die Dichtungshaut,
gemäß dadurch gelöst, daß in dem Raum zwischen Der Tunnel 1, dessen Profil 5 mit strichpunktierten
der abzudichtenden Bauwerkswandung und der Dich- Linien in der Fig. 1 angedeutet ist, weis einen öo_ tungshaut der Luftdruck gesenkt wird. den 3 sowie die Bauwerks- bzw. Tunnc wandung 7
Im Gegensatz -um bekannten Verfahren wird bei 30 auf. Aus Kunststoffbahnen ist eine Dichtungshaut ν der Erfindung der Anpreßdruck der Dichtungshaut geformt, die in der Fig. 1 vor der Montage: am Boun die abzudichtende üauwerksv.andung im wesent- den liegend dargestellt ist. Die Veiscnweimmg uer liehen nicht durch einen Innendruck erzeugt, son- einzelnen Kunststoffbahnen miteinander erfolgt aut dem durch die Absenkung des Druckes zwischen der dem Boden 3 des Tunnels 1, und anschließend wer-Bnuwerkswandung und der Dichtungshaut. Auf diese 35 den die beiden Stirnseiten der Dichtungsnaui. mil je Weise wird die Zugängiichkeit des Arbeitsraumes einem dem Tunnelprofil 5 entsprechenden Gerustinnerhalb der Dichtungshaut beträchtlich verbessert. bogen 11 bzw. 13 vom bzw. hinten mittels Nageln Ib Es sind keine besonders aufwendigen Schleusentore befestigt.
notwendig, und auch die an den Stirnflächen des Die Gerüstbogen 11 und 13 werden stirnseitig mrt
Tunnels od. dgl. aufzunehmenden Drücke sind, so- 40 einer vorderen bzw. hinteren armierten Stirnwand 1/ weit überhaupt zeitweilig zusätzlich mit Innendruck bzw. 19 beispielsweise aus gewebearmiertem Flastikgearbeitet wird, sehr gering. material versehen. Auf ihrern Umfang wird je ein
Nach der Erfindung kann zusätzlich auf der der aufblasbarer Schlauch 31 z. B. mit Nagein JJ oe-Bauwerkswandi'.iig abgewandten Seite der Dichtungs- festigt.
haut ein Luftiiberdruck erzeugt werden. Bei Anwen- 45 Längs- und stirnseitig werden die unteren Kander dung eines solchen Luftüberdrucks wird in der Regel der Dichtungshaut 9 und der Stirnwände 17 und 19 so vorgegangen, daß die Dichtungshaut mit einem gc- am Boden fixiert. Im gezeigten Ausfuhrungsbe.spiel ringen Überdruck aufgeblasen und an die Bauwerks- werden hierfür wassergefulltc Schlauche Zl und 11 wandung angelegt wird und daß dann zum Anpres- an den Längsseiten benutzt, an den Stirnwänden Π sen der Dichtungshaut die vorerwähnte Druckabsen- 50 und 19 werden die Schläuche 24 bzw. 25 verwendet kung benutzt wird. Nach dem Wirksamwerden die- Der Ventilator 27 ist über einen Anschlußschlauch
scr Druckabsenkung wird der Luftüberdruck im 20 mi» dem Inneren der Dichtungshaut 9 verbunden. Innenraum aufgehoben und kennen die ohnehin sehr Längs der Bauwerkswandung 7 sind die bvafcuieleicht gestalteten Stirnwände entfernt werden, so daß rungsschläuche 29 vorgesehen, welche an eine nicht der freie Durchgang für den ungehinderten Material- 55 dargestellte Vakuumpumpe angeschlossen sind. Die transport usw. gewährleistet ist. Die Ausmauerung beiden Gerüstbogen 11 und 13 sind ut>er aenwenkkann ohne jede Behinderung erfolgen. bolzen 37 mittels Befestigungspfähle 35 im Boden
Bei dem Verfahren nach der Erfindung ist weiter befestigt.
vorgesehen, daß man vor oder nach dem Anpressen Wie vorstehend dargelegt «"»"^^J™1™ der Dichtungshaut an die Bauwerkswattdung die un- βο die Dichtungshaut 9 zusamme« mit den SUfnwanden dichten Stellen des Zwischenraumes, z.B. mittels einen geschlossenen Raum. Wird nun durch den Veneiner plastischen Masse oder mittels eines Schaumes tilator 27 Luft eingeblasen, so bläht sich die Dicnim Zustand seines Entstehens abdichtet. tungshaut auf, wobei sich die beiden Gerüsjbogen
Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zur 11 und 13, um die Schwenkbolaen 36 schwenkend. Durchfuhrung des erfindungsgemäßen Verfahrens, t$ aufstellen, Dabei wird die vö«up^·*β mit einer die gekennzeichnet ist durch schwenkbar im Bau- elastischen Schutzschicht ^«^«fi werksboden festgehaltene, insbesondere als Gerüst- art die Tunnelwand J gepreßt. Der P«Mruck beträgt beißen auseebildete Profile, an welchen die Dichtungs- je nach der Beschaffenheit dei Ventilators und den
Undichtigkeiten etwa 10 bis 5Qkp/m3 entsprechend einem Innendruck von IO bis 50 mm W. S,
Anschließend wird die Vakuumpumpe eingeschaltet und die zwischen der Dichtungshaut 9 und der Bauwerkswandung 7 vorhandene Luft mittels der längsgelochten Evakuierungsschläuche 29 abgesaugt. Etwaige undichte Stellen an den Gerüstbogen 11 und
13 sowie längs der Bodenränder werden, sofern sie nicht vorher schon mi·, einem plastischen Material beschichtet worden sind, z. B. mit einem plastischen Dichtungsmaterial oder einem Schaumstoff, der möglichst im Augenblick seines Entstehens eingespritzt wird, abgedichtet.
Durch den erzeugten Unterdruck zwischen der Bauwerkswandung 7 und der Dichtungshaut 9 wird »5 die Dichtungshaut 9 je nach der Höhe des Vakuums mit einem Druck von beispielsweise 100 bis 9000 kp/ms gegen die Bauwerkswandung 7 gedruckt, so daß sich die Haut an alle Unebenheiten anschmiegt, wie dies in der F i g. 2 schematisch dar- ao gestellt ist.
Die Gerüstbogen 11 und 13 können hierauf entfernt werden, ebenso die Festhalteschlaache 21, 22,
14 und 25. Der Tunnel 1 wird dadurch für die Belonierungsarbeiten frei zugänglich. Nun wird eine Betonschalc 39 mit genau geformtem Innenprofil er- »telit. Anschließend kann die Vakuumpumpe abge-Itellt werden, und der entsprechende Tunnelabschnitt
ist gedichtet.

Claims (8)

Patentansprüche: 30
1. Verfahren zum Montieren von WandabdLhtungen in Bauwerken, insbesondere in Tunneln, bei welchem eine Dichtungshaut durch Erzeugen einer Druckdifferenz zwischen Innen- und Außenseite der Dichtungshaut an die abzudichtende Bauwerkswandung gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Raum zwischen der abzudichtenden Bauwerkswandung (7) und der Dichtungshaut (9) der Luftdruck gesenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich auf der der Bauwerkswandung (7) abgewandten Seite der Dichtungshaut (9) ein Luftüberdruck erzeugt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man vor oder nach dem Anpressen der Dichtungshaut (9) an die Bauwerkswandung (7) die undichten Stellen des Zwischenraumes, z. B. mittels einer plastischen Masse oder mittels eines Schaumes im Zustand seines Entstehens, abdichtet.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch schwenkbar im Bauwerksboden (3) festgehaltene, insbesondere als Gerüstbogen (11, 13) ausgebildete Profile, an welchen die Dichtungshaut (9) mit ihren Längsenden befestigt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gerüstbogen (11, 13) stirnseitig mit einer vorzugsweise armierten Folie abgeschlossen sind, um mit der Dichtungshaut (9) einen allseitig umschlossenen Kaum zu bilden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die eine Stirnwand (17) des umschlossenen Raumes mit einem Anschlußschlauch (20) zum Aufblasen dieses Raumes versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geriistbogen(ll, 13) an ihren Außenkonturen je mit einem aufblasbaren Schlauch (31) versehen sind, die im aufgeblasenen Zustand die aufgerichteten Gerüstbogen festhalten und den Raum zwischen der Bauwerkswandung (7) und der Dichtungshaui (9) an seinen Stirnenden abdichten.
8. Vorrichiung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungshaut (9) mittels wassergefüllter Schläuche (21, 22, 24, 25) am Bauwerksboden (3) festgehalten ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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