DE165019C - - Google Patents

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DE165019C
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meat
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B25/00Packaging other articles presenting special problems
    • B65B25/06Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products
    • B65B25/065Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products of meat
    • B65B25/067Packaging slices or specially-shaped pieces of meat, cheese, or other plastic or tacky products of meat combined with its conservation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verpacken verschiedener Waren, insbesondere von Fleisch, geschah bisher meist in der Weise, daß sie einzeln in Stücke geschnitten, hierauf abgewogen und dann in Büchsen gefüllt wurden. Hierdurch ging sehr viel Zeit verloren, was namentlich für die Versorgung der Armee mit Fleisch im Falle eines Krieges von Bedeutung ist.
Es ist zwar eine Vorrichtung bekannt, bei
ίο welcher die Verpackung des Fleisches dadurch beschleunigt wird, daß es in zerkleinertem Zustande in einen Zylinder gepreßt und nach Herausziehung einer Platte in eine an den Behälter stoßende Büchse getrieben wird. Hierbei soll jedoch durch die Pressung eine konservierende Wirkung ausgeübt werden, indem durch starken Druck Wasser und Luft (die Ursachen der Fäulnis) aus dem Fleische entfernt werden. Abgesehen davon, daß durch die starke Pressung der Fleischsaft dem Fleische entzogen wird, mithin ein Verlust an Nährstoffen eintritt, vermag die Vorrichtung immer nur ein Stück Fleisch in eine Büchse zu treiben.
Eine andere bekannte, die Verpackung des Fleisches beschleunigende Vorrichtung besteht aus einer einen besonderen Apparat darstellenden Reihe von Messern, welche dazu dienen, die Eßware, vornehmlich Butter, in einer Preßform in gleiche Teile zu zerlegen. Dann wird je ein Stück Butter herausgenommen und in einen zweiten Preßapparat bezw. zwei Behälter gebracht, worauf durch Druck von zwei Seiten Deckel und Gefäß zusammengetrieben werden. Will man eine zweite Büchse füllen, so muß derselbe Arbeitsgang wiederholt werden.
Die beiden beschriebenen Vorrichtungen liefern demnach nur ausgepreßte Ware und suchen die Konservierung durch gänzliche Verdrängung von Luft und Wasser zu erreichen.
Im Gegensatz hierzu soll durch die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Vorrichtung nur eine leichte Pressung des Fleisches bewirkt werden, um die normale Form und die normale Zusammensetzung des Fleisches zu bewahren. Die Konservierung soll nicht durch Austrocknung oder Auspressen erfolgen, sondern dadurch, daß das durch Kochen keimfrei gemachte Fleisch in der weiter unten beschriebenen ·, Vorrichtung bis zur endgültigen Aufnahme in die sterilen Büchsen keimfrei bleibt, da es weder durch Hände noch Instrumente berührt wird und nur Teile der unter strömendem Wasserdampf arbeitenden Maschine mit dem Fleisch in Berührung kommen. Bei den bisher bekannten Vorrichtungen ist das unmöglich , da die einzelnen besonders geschnittefien Stücke aus der Schneidepreßform in eine Verpackungsvorrichtung gebracht werden müssen und dadurch allen Verunreinigungen durch Luft und Berührung ausgesetzt sind. Das Arbeiten der Maschine unter strömendem Wasserdampf wird beispielsweise dadurch ermöglicht, daß um sie herum ein Mantel von verzinntem Blech oder ähnlichem Material angeordnet ist, der aufklappbar oder mit abnehmbarem Deckel versehen ist. In dem Mäntel befinden sich oben und unten je eine Öffnung für den zuströmenden beziehungsweise abströmenden Dampf.
Bei der vorliegenden Vorrichtung können ferner beliebig viele Büchsen auf einmal mit | gleichen Stücken gefüllt werden, ohne daß die geteilten Portionen einzeln besonders aufgenommen werden müssen; beliebig viele Büchsen können hier also in derselben Zeit gefüllt werden wie eine Büchse bei den aus den angeführten Patentschriften bekannten Vorrichtungen.
ίο In der Zeichnung gibt Fig. ι eine schematische Darstellung der den Apparat bildenden Teile im Schnitt, während Fig. 2 den Apparat in Seitenansicht darstellt.
Der Apparat besteht aus einem Gefäß a, welches auf einer starken Platte verschiebbar angebracht ist. In diesem Gefäß kann das Fleisch o. dgl. wie in einem Kochtopfe gekocht oder gebraten werden, so daß es völlig keimfrei ist. Dann wird die Ware bezw. das Fleisch durch eine Preßvorrichtung möglichst gleichmäßig unter leichtem Druck gedrückt und das Gefäß α mit der leicht komprimierten Füllung an die Stelle a1 geschoben. Ein Karree von Messern c wird nun auf geeignete Weise, zweckmäßig durch eine an den Stangen d befestigte Kurbel mit Zahnrad und Zahnstangenübertragung, in den oben geöffneten, mit Fleischmasse gefüllten Kasten a1 gedrückt, so daß diese in eine Anzahl gleicher Teile (nach der Zeichnung 16 Teile) zerlegt wird. Die Messer sind so angebracht, daß jeder der herausgeschnittenen Fleischteile dem Umfange und dem Inhalt der später zu benutzenden Büchsen entspricht.
Nachdem man nun den beweglichen Boden e des Gefäßes a1 herausgezogen hat, läßt man eine zweckmäßig ebenfalls durch eine Kurbel bewegte Platte f herunter, welche für jedes geschnittene Karree eine Stopfplatte g trägt, welche die geteilte Masse bezw. das Fleisch in die entsprechende Menge Büchsen treibt, die auf einem unter dem Gefäße a1 verschiebbar angeordneten Rahmen i stehen.
Fig. 2 stellt die einzelnen Teile getrennt dar, und zwar ist a1 das Gefäß zum Zusammenpressen und eventuellen Kochen, c das Messer, / die Platte mit den Stopfern g, i der Rahmen mit den darin stehenden Büchsen h.
Die aus der Zeichnung ersichtlichen Einzelheiten der Konstruktion des Apparates sind für die Neuheit der Erfindung nicht maßgebend, wesentlich ist vielmehr, daß mit demselben die Fleischmasse ohne Benutzung der Hand in viele Büchsen auf einmal gefüllt werden kann. Selbstverständlich ist es, daß einer der Vorgänge (beispielsweise das Kochen im Gefäße d und das Pressen daselbst) bei gewissen Waren nicht durchaus in demselben Apparat bewirkt werden muß, so daß dieser dann nur das Schneiden, Verteilen und Füllen der Büchsen zu besorgen hat.
Mit Hilfe einer Kurbeldrehung kann gemäß vorliegender Erfindung jede beliebige Fleischmenge je nach der Größe der Maschine, ohne mit der Hand in Berührung zu kommen, in beliebig viele gleiche Teile zerlegt und mittels Hebeldrucks in Büchsen gefüllt werden, so daß das Fleisch vor Verunreinigung durch Keime geschützt ist und nicht mehr desinfiziert oder sterilisiert zu werden braucht. Wie bereits oben betont wurde, müssen natürlich alle Teile des Apparates vor bezw. bei der Benutzung sterilisiert sein.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum keimfreien Verpacken von Fleisch o. dgl. in Gefäße, dadurch gekennzeichnet, daß die vorher keimfrei gemachten Waren in ein und demselben Apparat gleichmäßig zerteilt und in beliebig viele Büchsen zugleich gefüllt werden, zum Zweck, die Infizierung des keimfreien Materials durch Berühren mit den Händen usw. während der Arbeit zu verhindern.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Messerkarree (c) und eine den Abteilungen des letzteren entsprechende Anzahl Stopfer (g), welche die sterilisierte, leicht gepreßte und durch das Messerkarree in gleichmäßige Stücke zerteilte Fleischmasse nach Herausziehen der unter dem Messerkarree befindlichen Bodenplatte (e) in die Verpackungsgefäße drücken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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