DE160941C - - Google Patents

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DE160941C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B27/00Instantaneous or flash steam boilers
    • F22B27/16Instantaneous or flash steam boilers involving spray nozzles for sprinkling or injecting water particles on to or into hot heat-exchange elements, e.g. into tubes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Humidification (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren der Schnelldampferzeugung, bei welchem das zu verdampfende Wasser in bekannter Weise gegen erhitzte Wandungen gespritzt wird.
Wurde in dieser bekannten Weise das Wasser gegen eine erhitzte Wandung gespritzt, so nahmen die einzelnen Wasserteilchen den sphäroidalen Zustand an, d. h. es bildete
ίο sich zwischen ihnen und der erhitzten Kesselwandung eine dünne Dampf schicht, welche die Wasserteilchen gegen die schnelle Wärmeaufnahme und demgemäß gegen das Verdampfen schützte, was mit der geringen Fähigkeit des Wasserdampfes, Wärme zu leiten, zusammenhängt.
Der Erfinder hat nun gefunden, daß sich diese wärmeisolierende Dampfschicht dadurch vermeiden läßt, daß man dem gegen die erhitzte Kesselwandung gespritzten Wasserstrom eine geringe Ölmenge in gleichmäßiger Verteilung beimischt.
Hierdurch wird erreicht, daß jeder gegen die erhitzte Wandung geschleuderte Wasser-
tropfen mit einer feinen Ölhaut überzogen ist, die infolge ihres 22 mal größeren W7ärmeleitungskoeffizienten (0,0004) als derjenige des Wasserdampfes (0,000018) die Hitze der Kesselwandung schnell auf das gegen letztere gespritzte Wasser überträgt, so daß letzteres schnell verdampft wird. Die Menge des dem ' Wasser beizumischenden Öls beträgt etwa Y2 bis 2 Prozent.
Hierbei ist zu bemerken, daß bei Anlagen
mit Kondensation sich stets etwas Öl im Wasser befindet, welches man \rergeblich durch Ölabscheider aus dem Abdampf zu entfernen trachtete. Dieses bekannte Vorhandensein von öl im Kesselspeisewasser hat aber aus folgenden Gründen nichts mit vorliegender Erfindung zu tun:
1. Bei dem zufällig im Kesselspeisewasser befindlichen Öl schwimmt letzteres zum großen Teil auf der Oberfläche des Wassers, so daß das im Speisewasser etwa noch vorhandene öl unter dem oben angegebenen Mindestzusatz von Y2 Prozent bleibt, niemals aber über denselben steigt, was ohne weiteres daraus erkennbar ist, daß sich im Kondensationswasser bisher nur diejenige geringe ölmenge befindet, welche von den ölabscheidern nicht hat entfernt werden können.
2. Die im Speisewasser befindliche geringe Ölmenge ist demselben nicht wie beim vorliegenden Verfahren gleichmäßig beigemischt, sondern schwimmt zum weitaus größten Teil oben, daher kaiin auch das von einer tiefen Stelle des Kondenswasserbehälters entnommene Speisewasser das öl nicht gleichmäßig beigemischt erhalten. Es kann also auch nicht jeder Tropfen des in den Dampfgenerator eingespritzten Wassers mit Öl gemischt sein,
so daß bei Benutzung mit ölrückständen verunreinigten Kondensationswassers nicht dem Zwecke der vorliegenden Erfindung gedient wird.
Das vorliegende Verfahren besteht nun im wesentlichen darin, daß das zu verdampfende Wasser mit einer kleinen Menge Öl, etwa Y2 bis 2 Prozent, gemischt und das Gemisch nach einer Vorwärmung in zerstäubtem Zustande an die Wandung eines Dampferzeugers
geworfen wird. Diese Wandung ist beheizt und besitzt eine Temperatur von etwa 300 bis 4000 C. und verdampft das Wasserölgemisch beim Auftreffen fast augenblicklich. Als Beispiel ist eine praktische Ausführungsform eines Dampferzeugers für das beschriebene Verfahren auf der Zeichnung dargestellt.
Der zu beheizende Körper besteht aus einem geeignet gestalteten Behälter oder Dampferzeugertopf α und befindet sich über einer Feuerung in einem Gehäuse eingebaut.
Der Behälter α besitzt eine genügend dicke
Wandung, um als Wärmespeicher einen verhältnismäßig großen Wärmevorrat aufnehmen zu können, der eine ununterbrochene Verdampfung sichert. Ein ebenfalls massiver Deckel d ist auf dem Behälter α befestigt, wobei ein elastischer Ring e als Dichtungszwischenlage dienen kann.
Das Zuführungsrohr g geht durch den Deckel d hindurch, leitet das Gemisch von Wasser und Öl in das Behälterinnere und ist hier mit einem Zerstäubermundstück m versehen. Wasser und öl werden von den Filtern für das Wasser und das Öl zugeleitet und gelangen als Wasserölgemisch auf dem Wege durch eine Vorwärmschlange, gegebenenfalls durch einen Reiniger zum Zuführungsrohr g. Die beiden Filter können mit Hähnen zur Regelung des Flüssigkeitsdurchganges versehen sein.
Da die Gegenwart von Kondenswasser in dem Erzeuger die Ursache von Schlägen und plötzlichen Druckwechseln sein kann, wird ein Abblaserohr 0 angewendet, welches bis zum Boden des Behälters α reicht und an einem äußeren absteigenden Rohrschenkel ein Ablaßventil η besitzt, das nur geöffnet zu ■werden braucht, um unter dem Druck des Dampfes das Wasser nach außen treten zu lassen.

Claims (1)

  1. Pate nt-An spruch:
    Verfahren zur Steigerung der Verdampfungsfähigkeit bei Schnelldampferzeugern, bei welchen das Wasser gegen hocherhitzte Flächen geleitet (gespritzt) wird, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wasser vor dem Einspritzen in den Dampferzeuger Öl im Betrag von Y2 bis 2 Prozent zugesetzt wird, worauf dieses Gemisch in fein verteiltem Zustande gegen die erhitzten Innenflächen des Dampferzeugers gespritzt wird, zum Zweck, durch Bildung einer ölschicht zwischen der Kesselwandung und jedem Wasserteilchen eine schnellere Verdampfung des Wassers zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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