DE1609409C3 - Bituminöse Feuchtigkeitsisolierung, insbesondere für befahrbare Flächen - Google Patents
Bituminöse Feuchtigkeitsisolierung, insbesondere für befahrbare FlächenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine bituminöse Isolierung gegen Feuchtigkeit mit einer folienartigen Trennschicht
gegenüber einem bituminösen Belag, welche insbesondere für befahrbare Flächen, z. B. von Brücken
od. dgl., bestimmt ist.
Es ist bei der Abdichtung von Hofkellerdichtungen bekannt, auf die bituminöse Dichtung einen Asphaltbelag in der Weise aufzubringen, daß an Stelle des
üblichen Schutzbetons als Trennschicht lediglich Pappe vorgesehen wird. Dabei soll die Pappe verhindern,
daß sich der an Bindemittel ärmere Asphalt mit Bitumen aus der Dichtung anreichert. Die Verlegung dieser
Abdichtung erfordert entsprechend viele Arbeitsgänge, weil die einzelnen Schichten nacheinander
aufgebracht werden müssen. Für stark beanspruchte Flächen reicht eine solche Abdichtung auch nicht aus,
weil die Trennschicht aus Pappe keine genügende Zugfestigkeit besitzt, so daß sie bei stärkerer Belastung
durch Fahrzeuge rasch zerstört wird. Auch kann die Pappe aufweichen, wodurch beim Aufwalzen des
Fahrbahnbelags bzw. der oberen Schutzschicht Splittkörner od. dgl. durch die Isolierung gedrückt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere für befahrbare Flächen geeignete Feuchtigkeitsisolierung
zu schaffen, welche einfach und rasch verlegbar und außerdem hoch belastbar und haltbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trennschicht aus einer Metallfolie besteht,
die — wie an sich bekannt — mit einer bewehrten bituminösen Dichtungsbahn unter Bildung einer Verbundbahn
kombiniert ist. Vorzugsweise besteht die Metallfolie aus einer 0,15 bis 0,20 mm dicken glatten
Aluminium- oder Kupferfolie und ist beidseitig mit Bitumen beschichtet. Gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung kann die Verbundbahn auf einer weiteren bewehrten bituminösen
Dichtungsbahn heiß aufgeschweißt sein. In bestimmten Fällen, insbesondere bei der Anwendung der Erfindung
im Straßen- und Brückenbau, ist es vorteilhaft, die Isolierung noch mit einer Schutzschicht zu versehen
und hierfür den auf der Metallfolie liegenden bituminösen Belag vorzusehen und ihn als Kaltmischgutschicht
auszubilden.
Durch die Erfindung wird einerseits erreicht, daß die Trennschicht und eine Dichtungsbahn zu einer Verbundbahn
vorfabrizierbar ist, die dann unter Einsparung eines Arbeitsganges bequem und rasch verlegt
werden kann, und daß andererseits die als Trennschicht verwendete Metallfolie im Verbund mit der
bituminösen Dichtungsbahn absolut dicht und hohen Belastungen gewachsen ist, so daß sie den Anforderungen
unter einer Fahrbahndecke besser als die bisher bekannten Isolierungen entspricht.
Die Metallfolie kann eine Zugfestigkeit von 60 bis 75 kg, bezogen auf einen Streifen von 50 mm Breite,
und eine Tiefziehfähigkeit von mindestens 7,5 mm nach Erichsen aufweisen.
Die Verbundbahn und die gegebenenfalls verwendete weitere bewehrte bituminöse Dichtungsbahn
werden vorzugsweise mit einem Glasgewebe armiert, das z. B. aus alkalifreiem Elektroglas besteht. Der
Kettfaden des Glasgewebes kann aus Glasseidengarn aus Elektroglas und der Schuß aus Glaswollgarn aus
Stapelfasern bestehen.
Das Bitumen der Verbundbahn und der gegebenenfalls verwendeten weiteren bewehrten bituminösen
Dichtungsbahn kann so beschaffen sein, daß es 14 Volumprozent
Mineralfüller enthält und der Rest aus Bitumen besteht. Als besonders vorteilhaft hat sich
ein Füller mit folgender Korngrößenverteilung erwiesen: Maximale Korngröße 0,3 mm, Anteil der Teilchen
unter 0,04 mm mindestens 65%, unter 0,05 mm mindestens 78%, unter 0,075 mm mindestens 84% und
unter 0,09 mindestens 88 %.
Die Schutzschicht enthält außer einer mineralischen Komponente und Füllmaterial vorzugsweise ein Kaltbitumen
als Bindemittel, welches aus Straßenbaubitumen, aromatischem Testbenzin und Haftmitteln
besteht. Die mineralische Komponente kann aus Füllstoffen und Splitt bestehen, dessen Größe von der
Dicke der Schutzschicht abhängt, die ihrerseits vorzugsweise 10 bis 35 mm beträgt.
Die Schutzschicht soll Stabilitätswerte von etwa 500 kg und Fließwerte von 20/10 mm bei der Marshall-Prüfung
nach völligem Abdunsten des Lösungsmittels aufweisen.
Wenn es sich um eine Straße handelt, kann der weitere Aufbau des Straßenkörpers nach den bekannten
Methoden des Schwarzstraßenbaues oder des Betonstraßenbaues erfolgen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielhaft veranschaulicht.
Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt der Verbundbahn und
Fig. 2 einen Querschnitt durch die gesamte Feuchtigkeitsisolierung
unter Verwendung der Verbundbahn.
In Fig. 1 bedeutet 1 ein Glasgewebe und 2 eine Metallfolie als Trennschicht, die innerhalb einer aus
Bitumen bestehenden Verbundbahn 5 angeordnet sind. In Fig. 2 bezeichnet 3 den Unterbeton, der mit
einem Bitumenaiistrich versehen sein kann. Auf dem Ur.terbeton 3 ist als erste Lage eine bewehrte bitu-
minöse Dichtungsbahn 4 aufgeschweißt, die eine Glasgewebeeinlage 4a aufweist. Auf die Dichtungsbahn
4 ist die Verbundbahn 5 aufgebracht, die auf der der bituminösen Dichtungsbahn 4 zugekehrten Seite
eine Glasgewebeeinlage 1 und darüber als zweite Einlage eine Metallfolie 2, z. B. eine Aluminiumfolie,
aufweist. Die Dicke der gesamten Verbundbahn kann etwa 5 mm betragen. An die Verbundbahn 5 schließt
sich eine Kaltmischgutschicht 6 an, deren Dicke etwa 2,5 cm betragen kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Bituminöse Feuchtigkeitsisolierung mit einer folienartigen Trennschicht gegenüber einem bituminösen
Belag, insbesondere für befahrbare Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trennschicht aus einer Metallfolie (2) besteht, die — wie an sich bekannt — mit einer bewehrten
bituminösen Dichtungsbahn unter Bildung einer Verbundbahn (5) kombiniert ist.
2. Isolierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallfolie (2) aus einer 0,15 bis
0,20 mm dicken glatten Aluminium- oder Kupferfolie besteht und beidseitig mit Bitumen beschichtet
ist.
3. Isolierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbahn (5) etwa
5 mm dick ist.
4. Isolierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundbahn (5)
auf einer weiteren bewehrten bituminösen Dichtungsbahn heiß aufgeschweißt ist.
5. Isolierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Schutzschicht
versehen ist und daß der auf der Metallfolie (2) liegende bituminöse Belag — aus einer
Kaltmischgutschicht bestehend — als Schutzschicht dient.
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