DE1607628C - Vorrichtung zum Entfernen von Blättern und Erdklumpen aus einem Strom von Feldfrüchten - Google Patents

Vorrichtung zum Entfernen von Blättern und Erdklumpen aus einem Strom von Feldfrüchten

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DE1607628C
DE1607628C DE1607628C DE 1607628 C DE1607628 C DE 1607628C DE 1607628 C DE1607628 C DE 1607628C
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rollers
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Inventor
Dipl.-Ing. Gottfried; Bütfering Franz; 4720 Beckum Wicenec
Original Assignee
Gebr. Bütfering, Maschinenfabrik, 4720 Beckum

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Description

,1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung den entgegengesetzt drehenden Walzen haften. Erst zum Entfernen von Blättern und Erdklumpen aus durch eine derartige gute Haftung wird gewährleistet, einem Strom von Feldfrüchten mit einer Anzahl von daß sich die Verunreinigungen wirklich aus dem Walzen, die in Form eines in Förderrichtung ab- Strom der Feldfrüchte lösen können und damit einfallenden Rostes angeordnet sind, wobei wenigstens 5 wandfrei abgeschieden werden. Die Feldfrüchte selbst eine Walze eine der Förderrichtung entgegengesetzte überspringen wegen der stark abfallenden Walzen-Drehrichtung aufweist und der Strom der Feldfrüchte anordnung die entgegengesetzt zur Förderrichtung dieser Walze tangential zugeführt wird. drehenden Walzen im freien Flug oder streifen diese
Während das Entfernen von kleineren Schmutz- Walzen höchstens tangential. Auf diese Weise wird teilchen aus einem Strom von Feldfrüchten, beispiels- io trotz der sicheren Abscheidung der Verunreinigungen weise Zuckerrüben, mittels Reinigungstrommeln, eine schonende Behandlung der Feldfrüchte erreicht. Vibrationssieben oder Rollenrosten ohne größere Es wird insbesondere verhindert, daß die entgegenSchwierigkeiten möglich ist, wirft das Entfernen von gesetzt zur Förderrichtung drehenden Walzen Feld-Blättern und Erdklumpen auf trockenem Wege er- früchte erfassen und längere Zeit festhalten oder hebliche Probleme auf. Erdklumpen und großflächige 15 beschädigen.
Blätter wandern nämlich entweder über Siebgewebe Einige Ausführungsbeispiele der erfindungs-
oder Rollenroste unberührt hinweg oder bleiben im gemäßen Vorrichtung sind in der Zeichnung veran-
Bereich der zur Schmutzabführung dienenden öff- schaulicht. Es zeigen
nungen hängen, verstopfen diese und führen dadurch Fig. 1, 2 und 3 je eine schematische Seitenansicht
zu Betriebsstörungen. , »o einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Man hat schon versucht, einen Strom von Feld- F i g. 4 eine Aufsicht auf einen Walzenrost der er-
früchten mittels einer Vorrichtung zu reinigen, die findungsgemäßen Vorrichtung,
aus einem horizontal angeordneten Walzenrost und F i g. 5 eine Schemadarstellung der Scheiben (
zwei hieran anschließenden, in Förderrichtung ab- zweier benachbarter Walzen,
fallenden Hilfswalzen mit zur Förderrichtung ent- 35. F i g. 6 eine Seitenansicht eines weiteren Ausfühgegengesetzter Drehrichtung besteht. Über diese rungsbeispieles der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hilfswalzen soll der Strom der Feldfrüchte in Förder- Die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung zum Entrichtung hinweggehen, während das abzuscheidende fernen von Blättern und Erdklumpen aus einem Material von diesen Hilfswalzen erfaßt und zurück- Strom von Feldfrüchten ist zwischen einem oberen geworfen werden soll. Dieses Ziel wird bei der be- 30 Transportband 1 und einem unteren Transportkannten Vorrichtung jedoch nur in ungenügendem band 2 angeordnet. Sie enthält vier Walzen 3, 4, 5 Maße erreicht. Der über den horizontal angeordneten und 6, von denen sich die Walzen 3 und 4 in Förder-Hauptwalzenrost transportierte Strom der Feldfrüchte richtung und die Walzen 5 und 6 entgegen der erhält nämlich eine solche Bewegungskomponente in Förderrichtung drehen.
horizontaler Richtung, daß er diesen horizontalen 35 Der Aufbau dieser Walzen ist aus F i g. 4 erRost nach Art einer Wurfparabel verläßt und die sichtlich: Sie bestehen aus einzelnen Scheiben beiden anschließend vorgesehenen, abfallend ange- (z. B. 3 a, 4 ä), die zweckmäßig aus elastischem Maordneten Hilfswalzen gewissermaßen überspringt. terial hergestellt und — wie in F i g. 5 angedeutet
Es ist weiterHin eine Vorrichtung mit abfallend zur ist — mit seitlich vorstehenden Reinigungsschabern
Förderrichtung geneigten Walzen bekannt, wobei 40 (z. B. 3 b, 4 b) versehen sind. Benachbarte Walzen
eine der Walzen entgegengesetzt zur Förderrichtung greifen mit ihren gegeneinander versetzten Scheiben
dreht und der Strom der Feldfrüchte dieser Walze ineinander.
tangential zugeführt wird. Die abfallende Walzenan- Die vier Walzen 3 bis 6 sind in Form eines in
Ordnung hat jedoch zur Folge, daß die abzuscheiden- Förderrichtung abfallenden Rostes angeordnet. Die <
den Verunreinigungen zum großen Teil von den 45 Walzen 3 und 4 bilden dabei eine Transportfläche,
Feldfrüchten mitgerissen und daher von der ent- die den Strom der Feldfrüchte etwa tangential den
gegengesetzt zur Förderrichtung drehenden Walze beiden mit entgegengesetzter Drehrichtung umlaufen-
nicht sicher erfaßt und abgeschieden werden. Man . den Walzen 5 und 6 zuführt. Durch diese Walzen 5
könnte nun daran denken, diesem Nachteil durch und 6 werden infolgedessen Blätter und Erdklumpen
eine flachere Anordnung der Walzen zu begegnen; 50 zurückgehalten, nach oben geführt und durch den
dies würde jedoch den Nachteil mit sich bringen, daß Spalt zwischen den Walzen 4 und 5 in Richtung des
ein Teil der Feldfrüchte von der entgegengesetzt Pfeiles 7 abgeführt.
drehenden Walze intensiv erfaßt und dadurch be- Um die Haftung der aus dem Strom der Feldschädigt wird. , früchte zu entfernenden Teile an den gegenläufigen
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, 55 Walzen 5 und 6 zu vergrößern, ist ein Ventilator 8
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahin vorgesehen, der einen Luftstrom etwa senkrecht zur
weiterzuentwickeln, daß bei schonender Behandlung Förderrichtung auf die entgegengesetzt umlaufenden
der Feldfrüchte Blätter und Erdklumpen besonders Walzen 5 und 6 bläst. .
zuverlässig und wirksam aus dem weitergeförderten Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 beStrom der Feldfrüchte entfernt werden. 60 steht der Rost aus drei in Förderrichtung abfallend
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- angeordneten Walzen 9, 10 und 11, die alle entlöst, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, die einen gegengesetzt zur Förderrichtung umlaufen. Die vor Luftstrom etwa senkrecht zur Förderrichtung auf die diesen Walzen 9, 10 und 11 befindliche Transportmit entgegengesetzter Drehrichtung umlaufende fläche wird beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 Walze bläst. 65 durch eine Rutsche 12 gebildet, die gleichfalls in
Diese Einrichtung bewirkt, daß die aus den Feld- Förderrichtung abfällt und- den Strom der Feldfrüchten auszuscheidenden Verunreinigungen durch früchte etwa tangential den Walzen 9, 10 und 11 zuden vom Luftstrom ausgeübten Druck sehr gut an führt. Zwischen dieser Rutsche 12 und der obersten
Walze 9 ist ein Spalt vorhanden, durch den die Blätter und Erdklumpen in Richtung des Pfeiles 7 abgeführt werden.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von der Anordnung nach F i g. 1 einmal durch einen vergrößerten Spalt zwischen den Walzen 4 und 5 und zum andern durch eine Sprüheinrichtung 13, die den Strom der Feldfrüchte im Bereich der Walzen 3 und 4 anfeuchtet, so daß sich eine durch den Ventilator 8 noch unterstützte, be- ίο sonders gute Haftung der Blätter und Erdklumpen an den gegenläufigen Walzen 5 und 6 ergibt.
Fig. 6 zeigt schließlich ein Ausführungsbeispiel mit sechs Walzen 14 bis 19, die zu drei Gruppen zusammengefaßt sind. Die Walzen 14, 15 und 18, 19 laufen entgegengesetzt zur Förderrichtung um, während die zwischen diesen beiden Gruppen angeordneten Walzen 16 und 17 sich in Förderrichtung drehen. Die Rutsche 12 führt den Strom der Feldfrüchte etwa tangential den Walzen 14 und 15 zu, während »o die anschließenden Walzen 16 und 17 eine Transportfläche für eine gleichfalls etwa tangentiale Zuführung der Früchte zu den gegenläufigen Walzen 18 und 19 bilden. Die Blätter und Erdklumpen werden aus dem Strom der Feldfrüchte in Richtung der »5 Pfeile 20 und 21 abgeführt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 6 sind zwei Ventilatoren 8 vorgesehen, die je einen Luftstrom auf die gegenläufigen Walzen 14,15 und 18, 19 richten.
Während bei den dargestellten Ausführungsbeispielen»eine konstante Neigung des Walzenrostes vorgesehen ist, kann es unter Umständen zweckmäßig sein, wenn sich die Neigung des Rostes in Förderrichtung muldenartig verringert. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß alle Walzen eine zur Förderrichtung entgegengesetzte Drehrichtung aufweisen.
Benachbarte Walzen können ferner mit unterschiedlicher Drehzahl betrieben werden, um ihre Reinigung durch die Schaberleisten zu begünstigen.
Man kann ferner einzelne Walzen oder den gan-/en Walzenrost eine Rüttelbewegung ausführen lassen, um die Abscheidung von anhaftendem Gut zu begünstigen.
Man kann den zum Entfernen von Blättern und Erdklumpen dienenden Walzen eine übliche Trocken- oder Naßreinigungseinrichtung nachschalten, die mit den Walzen eine konstruktive Einheit bildet.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Entfernen von Blättern und Erdklumpen aus einem Strom von Feldfrüchten mit einer Anzahl von Walzen, die in Form eines in Förderrichtung abfallenden Rostes angeordnet sind, wobei wenigstens eine Wajze eine der Förderrichtung entgegengesetzte Drehrichtung aufweist und der Strom der Feldfrüchte dieser Walze tangential zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrich- tung (8) vorgesehen ist, die einen Luftstrom etwa senkrecht zur Förderrichtung auf die mit entgegengesetzter Drehrichtung umlaufenden Walzen (z. B. 5, 6) bläst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen (z. B. 3, 4) aus einzelnen Scheiben zusammengesetzt sind und mit diesen Scheiben ineinandergreifen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Sprüheinrichtung (13), die den Strom der Feldfrüchte vor den Walzen (z. B. 5, 6) mit der Förderrichtung entgegengesetzter Drehrichtung leicht anfeuchtet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor der bzw. den mit der Förderrichtung entgegengesetzter Drehrichtung umlaufenden Walzen (z. B. 5, 6) wenigstens eine in Förderrichtung drehende Walze angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor der bzw. den Walzen (z.B. 9, 10, 11) mit der Förderrichtung entgegengesetzter Drehrichtung eine in Förderrichtung abfallende Rutsche (12) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der ersten Walze (z. B. 5) mit der Förderrichtung entgegengesetzter Drehrichtung und den davor liegenden, in Förderrichtung drehenden Walzen (z. B. 3, 4) bzw. der davor angeordneten Rutsche (12) ein Spalt zur Abführung der Blätter und Erdklumpen vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Gruppen von Walzen (z. B. 14, 15 und 18, 19) mit zur Förderrichtung entgegengesetzter Drehrichtung vorgesehen sind, zwischen denen Gruppen von Walzen (z. B. 16, 17) angeordnet sind, deren Drehrichtung mit der Förderrichtung übereinstimmt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der vorzugsweise alle Walzen eine zur Förderrichtung entgegengesetzte Drehrichtung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Neigung eines von den Walzen gebildeten Rostes in Förderrichtung muldenartig verringert.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Walzen (z. B. .3 bis 6) eine an sich bekannte Trocken- oder Naßreinigungseinrichtung nachgeschaltet ist, die mit den Walzen eine konstruktive Einheit bildet.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß den mit entgegengesetzt zur Förderrichtung drehenden Walzengruppen (z. B. 14, 15 und 18, 19) gesonderte Ventilatoren (8) zugeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei hintereinander angeordnete, mit ihren Scheiben ineinandergreifende und sich dadurch reinigende Walzen (z. B. 5, 6) mit einer der Förderrichtung entgegengesetzten Drehrichtung vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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