DE1576884C - Einrichtung zur Schwerkraft und Fhehkrafttrennung von Zweistoffgemischen - Google Patents
Einrichtung zur Schwerkraft und Fhehkrafttrennung von ZweistoffgemischenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Trennung von Zweistoffgemischen, die insbesondere eine
gasförmige und eine flüssige Phase aufweisen.
Eine derartige Einrichtung hat besondere Bedeutung in Dampferzeugern zur Trennung von Dampf-Wasser-Gemischen.
Beim Anfahren oder beim Schwachlastbetrieb derartiger Dampferzeuger treten im allgemeinen hinter den Verdampferheizflächen
größere Mengen Wasser auf, die bisher in den verschiedenartigsten Dampftrenngefäßen hinter diesen
Heizflächen abgeschieden wurden. Da derartige Abscheideflaschen sehr teuer und aufwendig sind,
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Trennung des Dampf-Wasser-Gemisches bereits im
Sammler hinter den Verdampferheizflächen vorzunehmen.
Es sind bereits Trennsammler bekanntgeworden, bei denen die Sammler jedoch meist senkrecht angeordnet
und mit entsprechenden Leit- oder Prallblechen zur Fliehkrafttrennung versehen sind. Dabei
ist es jedoch erforderlich, daß die Sammler erheblich größer gebaut werden, so daß sich dadurch keine wesentliche
Einsparung gegenüber den gesondert angeordneten Abscheideflaschen mehr ergibt.
Ferner ist aus der deutschen Patentschrift 732 549 eine Anordnung zum Trennen des Dampf-Wasser-Gemisches
in der Trommel eines mit natürlichem Wasserumlauf betriebenen Röhrendampferzeugers bekannt,
bei der die verwendeten Fliehkraftabscheider mit axialem Dampfaustritt einen stetig verengten
tangentialen Eintritt sowie bei waagerechtem Einbau des Abscheiders mit nach einer Schraubenlinie versetzten,
einen diffusorartig erweiterten tangentialen Austritt für das Wasser aufweisen. Insbesondere
durch die tangentiale Anordnung des Wasserauslasses ist es jedoch erforderlich, daß das zu trennende
Wasser-Dampf-Gemisch mit hoher Geschwindigkeit in den Abscheider eingeführt ist, denn nur bei einer
entsprechend hohen Umlaufgeschwindigkeit des sich an der Innenwandung des zylindrischen Abscheiders
bildenden Wasserringes kann auch ein Austritt des Wassers aus den tangentialen Auslässen erfolgen. Bei
einer geringen Geschwindigkeit des eintretenden Dampf-Wasser-Gemisches ist jedoch eine sichere
Trennung nicht mehr gewährleistet. ■
Ausgehend von derartigen rotationssymmetrischen Trennkammern mit tangentialer Gemischzuführung
und Ablauf Öffnungen für das abgeschiedene Wasser im Trennkammermantel im an die Stirnfläche angrenzenden
Bereich sowie mit Tauchrohren zur Dampfabfuhr durchbrochenen Stirnflächen der Trennkammer, besteht die Einrichtung zur Schwerkraft-
und Fliehkrafttrennung erfindungsgemäß darin, daß die Ablauföffnungen im unteren Bereich des
Trennkammermantels vorgesehen sind und daß der ringförmige Raum zwischen den Trennkammern und
der Sammlerinnenwandung durch radiale Trennwände in jeweils eine wasserführende Kammer im
unteren Bereich des Sammlers, eine dampfführende Kammer im oberen Bereich und eine
Kammer für die Gemischzuführung zwischen der dampf- und der wasserabführenden Kammer unterteilt
ist.
Durch diese Anordnung der Ablauf Öffnungen für
das Wasser im unteren Bereich des Trennkammermantels wird also erreicht, daß auch bei geringen
Slrömungsgeschwindigkeilen eine sichere Abführung des Wassers gewährleistet ist.
Durch die Unterteilung des Zwischenraumes zwischen Trennkammern und Sammler wird vermieden,
daß sich die einzelnen Komponenten des Gemisches wieder vereinigen. Zur Ableitung des aus den
Tauchrohren der Trennkammern abströmenden Dampfes sind zwischen den einzelnen Trennkammern
koaxial zu diesen Rohrstücke eingebaut, die eine Öffnung in den dampfführenden Kammern
aufweisen.
An Hand einer schematischen Zeichnung sind Aufbau und Wirkungsweise eines Ausführungsbeispieles
nach der Erfindung näher dargestellt. Dabei zeigt F i g. 1 zwei Längsschnitte nach den Schnittlinien
I A und IB der Fig. 2, während in den Fig. 2, 3
und 4 Querschnitte durch den Sammler entsprechend den Schnittlinien H-II, III-III und IV-IV dargestellt
sind.
Nach Fig. 1 und 2 sind koaxial zur Achse des Sammlers 1 rotationssymmetrische Trennkammern 2
eingebaut. Diese Trennkammern weisen eine tangentiale Zuführung 3 für das Dampf-Wasser-Gemisch
auf und sind von Stirnflächen 4 begrenzt, die von in die Trennkammer 2 hineinragenden Tauchrohren 5
durchbrochen sind. In der Nähe der Stirnflächen 4 im Mantel der Trennkammer 2 sind — wie insbesondere
aus dem Längsschnitt I B und der Schnittzeichnung nach F i g. 3 ersichtlich ist — Auslaßschlitze 6 zum
Ablauf des abgeschiedenen Wassers vorgesehen. Der ringförmige Zwischenraum zwischen den Trennkammern
2 und der Sammlerinnenwandung 1 ist durch radiale Trennwände 7,8 und 9 in drei
Kammern unterteilt, von denen die untere Kammer 10 zur Abführung des Wassers, die obere Kammer 11
zur Abführung des Dampfes und die seitliche Kammer 12 zur Zuführung des Dampf-Wasser-Gemisches
vorgesehen sind. Diese einzelnen Kammern erstrecken sich über die gesamte Länge des Sammlers
1, so daß ζ. B. von der wasserführenden Kammer 10 nur eine geringe Anzahl von Wasserabführungsleitungen
16 auszugehen brauchen.
Wenn das Dampf-Wasser-Gemisch über die Zuführungsleitung 15 und die Gemischkammer 12 und
tangential durch den Spalt 3 in die Trennkammer 2 eintritt, so wird bei entsprechender Eintrittsgeschwindigkeit
dieses Gemisch zunächst an der Wandung der Trennkammer in mehreren Umläufen entlang geschleudert
und strömt nach außen in Richtung auf die beiden Stirnflächen 4. Während dieses Umlaufs
des Gemisches trennt sich der Dampf von dem Wasser, so daß der Dampf durch die Tauchrohre 5
abströmt, während das Wasser über die Spalten 6 in die wasserführende Kammer 10 ausgeschleudert wird.
Nach der Schnittzeichnung in Fig. 4 sind zur sicheren Abführung des aus den Tauch rohren 5 ausströmenden
Dampfes in die dampfführende Kammer
II zwischen den einzelnen Trennkammern 2 Rohrstücke
13 mit einem oberen Längsspalt 14 angeordnet. Der sich in der Kammer 11 sammelnde Dampf strömt
dann über die Rohrleitungen 17 in die nachgeschalteten Kesselheizflächen.
Da geringe Durchsatzmengen und geringe Strömungsgeschwindigkeiten in der Trennkammer nur
einen geringen Drall ausüben, so daß die Fliehkraftwirkung nur sehr gering ist, wirkt die beschriebene
Trennkammer gleichzeitig als Schwerkraftabscheider, da dann das Wasser lediglich aus dem unteren
Bereich der Trennkammer 2 durch die Schlitze 6 abläuft.
Der wesentliche Vorteil einer derartigen Trennung von Dampf-Wasser-Gemischen liegt darin, daß die
axiale Strömungskomponente des spezifisch leichteren Mediums zu den des schwereren Mediums
gleichgerichtet ist. Dadurch werden Verwirbelungen wie in herkömmlichen Zyklonen und ein Mitreißen
des schwereren Mediums durch das leichtere sicher vermieden. Darüber hinaus verhindert der Spalt 6,
der das Tauchrohr 5 teilweise umgibt, Staubildungen des abgetrennten Wassers und gewährleistet somit
einen besseren Abscheidegrad.
Mit dem Einbau der beschriebenen Abscheider in die herkömmlichen Sammler können somit die bisher
üblichen Wasser-Dampf-Trenngefäße hinter dem Verdampfer eingespart werden. Dabei ist es nicht
einmal erforderlich, die Sammler im Volumen zu vergrößern, sondern es ist völlig ausreichend, wenn
die bisher üblichen Sammler mit der beschriebenen Trenneinrichtung versehen werden.
Selbstverständlich dienen derartige Trennsammler nicht nur zur Trennung von Dampf-Wasser-Gemischen
hinter dem Verdampfer, sondern sie können auch an jeder beliebigen anderen Stelle, an der eine
Trennung von Dampf und Wasser erforderlich ist, eingebaut werden. Das gilt insbesondere für Dampferzeuger
von Kernkraftwerken, bei denen der Dampf im allgemeinen eine hohe Nässe aufweist. Außerdem
können derartige Abscheider auch generell zur Trennung von Zweistoffgemischen verwendet
werden.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Schwerkraft- und Fliehkrafttrennung von Zweistoffgemischen, insbesondere
von Dampf-Wasser-Gemischen, mit in Sammlern von Durchlauf dampferzeugern koaxial
oder parallel zur Achse eingebauten rotationssymmetrischen Trennkammern mit tangentialer
Gemischzuführung und Ablauföffnungen für das abgeschiedene Wasser im Trennkammermantel im
an die Stirnfläche angrenzenden Bereich sowie mit von Tauchrohren zur Dampfabfuhr durchbrochenen
Stirnflächen der Trennkammern, d a durchgekennzeichnet, daß die Ablauföffnungen (6) im unteren Bereich des Trennkammermantels
(2) vorgesehen sind und daß der ringförmige Raum zwischen den Trennkammern (2) und der Sammlerinnenwandung (1) durch
radiale Trennwände (7, 8, 9) in jeweils eine wasserführende Kammer (10) im unteren Bereich
des Sammlers (1), eine dampfführende Kammer (11) im oberen Bereich und eine Kammer (12) für
die Gemischzuführung zwischen der dampf- und der wasserabführenden Kammer (10, 11) unterteilt
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in axialer Richtung zwischen
den einzelnen Trennkammern (2) koaxial zu diesen Rohrstücke (13) eingebaut sind, die mindestens
eine öffnung (14) in die dampfführende Kammer (11) aufweisen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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