DE1572385C - Elektrophoretophotographische Vorrichtung - Google Patents

Elektrophoretophotographische Vorrichtung

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DE1572385C DE19671572385 DE1572385A DE1572385C DE 1572385 C DE1572385 C DE 1572385C DE 19671572385 DE19671572385 DE 19671572385 DE 1572385 A DE1572385 A DE 1572385A DE 1572385 C DE1572385 C DE 1572385C
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Description

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Bilderzeugung ermöglicht und sich durch einen be- als Sperrelektrode bezeichnet. Eine; eingehende Besonders einfachen Aufbau mit möglichst wenig be- Schreibung der für die Sperrelektrode zu verwenden-. wegten Teilen auszeichnet. den Überzugsstoffe und die damit zu erreichenden
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist Ergebnisse finden sich gleichfalls in der genannten zur Lösung dieser Aufgabe erfindurfgsgemäß derart > 5 deutschen Offenlegungsschrift 1497 243: Während ausgebildet, daß die zweite Elektrode eine zylin- der Bilderzeugung wird auf der Oberfläche' der drische und achsparallel zur ersten drehbar ge- Sperrelektrode 10 eine dünne Schicht 14. einer Suslagerte Elektrode ist, der eine' Vorrichtung zur Be- pension feinverteilter lichtempfindlicher Bildstoffschichtung ihrer Oberfläche mit Bildstoff teilchen- teilchen gebildet, die in einer nichtleitenden Trägersuspension zugeordnet ist, daß die Suspensions- ίο flüssigkeit dispergiert sind. Diese Suspension wird schicht in Abwälzberührung mit der Oberfläche der aus einem Behälter 15 zugeführt. Innerhalb der ersten Elektrode steht und daß die Projektions- . rotierenden Elektrode 1 ist ein stationärer Spiegel 20 einrichtung derart ausgebildet ist, daß die Ein- angeordnet, auf den das zu reproduzierende Bild 25 wirkung der bildmäßig verteilten Strahlung auf die projiziert und durch die Belichtungsblende 22 auf Bildstoffteilchensuspension im Bereich der Abwälz- 15 die Oberfläche der Suspension 14 längs der Beberührung erfolgt, rührungslinie 21 zwischen injizierender Elektrode 1
Eine Vorrichtung nach der Erfindung ist wesent- und Sperrelektrode 10 projiziert wird, lieh einfacher aufgebaut als die bisher bekannten Das transparente zu reproduzierende Bild 25 wird
und erfordert keine besonderen Vorrichtungen zur unter der Lichtquelle 26 vorbeigeführt und bewegt Beeinflussung der Bildstoffteilchensuspension im Be- 20 sich synchron mit der rotierenden ersten Elektrode 1. reich der Bilderzeugungszone. Dadurch, daß auch Durch die Projektionsblende 17 und das Objektiv 27 ( die zweite Elektrode zylindrisch ausgebildet ist, wird das Bild auf die Oberfläche des Spiegels 20 kann die auf sie aufgebrachte Bildstoffteilchen- projiziert, der sich innerhalb der ersten Elektrode 1 suspension in eine Abwälzberührung mit der Ober- befindet und das Bild auf die Oberfläche der Bildfläche der ersten Elektrode gebracht werden,, so daß 25 Stoffteilchensuspension 14 längs der Berührungslinie durch die ohnehin zur Bilderzeugung erforderliche- 21 projiziert. Das Bild wird vorzugsweise längs einer Drehbewegung der Elektroden ein selbsttätiges optischen Achse in einer Ebene senkrecht zur Ober-. Heranführen der Bildstoffteilchensuspension senk- fläche der Elektrode 1 projiziert, so daß eine Bildrecht an die erste Elektrode 'erfolgt. Außerdem ist Verfälschung und ein Verlust an Bildtönungsdichte sichergestellt, daß stets frische und gut durchmischte 30 möglichst gering gehalten wird. Die injizierende Bildstoffteilchensuspension in die Bilderzeugungs- Elektrode 1 ist über die Leitung 30 geerdet, und die zone gebracht wird, was bei der bekannten Ein- zur Entwicklung dienende Sperrelektrode 10 ist mit richtung durch die Verwendung eines unter der einer Spannungsquelle 31 verbunden, die' wiederum zylindrischen Elektrode angeordneten Sammel- . gleichfalls an Erde liegt. Die Polarität der Ladung behälters für die Bildstoffteilchensuspension nicht'35 der Sperrelektrode 10 ist entgegengesetzt der einwandfrei gewährleistet ist. Durch die Erfindung Polarität der Oberflächenladung der injizierenden ist also eine Vorrichtung geschaffen, die eine ohne- Elektrode 1. .."'.. ,;
hin 'zur Bilderzeugung" erforderliche Abwälz- Der Bildprojektor besteht aus einer Lichtquelle
bewegung der ersten Elektrode auch zur Verwirk- 26, einem Kondensor 28, einem Diapositiv 25 und lichung weiterer Eigenschaften ausnutzt. Eine der- 40 einem Objektiv 27. Er belichtet die Suspension 14, artige Ausbildung einer elektrophoretophotographi- die aus dem Behälter 15 zugeführt wird, mit' dem , sehen Vorrichtung wird durch die bisher bekannten · Lichtbild des zu reproduzierenden Diapositivbildes. I Vorrichtungen nicht nahegelegt. Während der Bilderzeugung wird die Sperrelektrode
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel einer 10 durch den Antriebsmotor25 synchron mit.der elektrophoretophotographischen Vorrichtung nach 45 injizierenden Elektrode 1 gedreht, wodurch die BiIdder Erfindung dargestellt," die im folgenden ausführ- stoffteilchensuspensioii mit den auf Strahlungsenergie licher beschrieben wird, um auch weitere, im ansprechenden photoelektrophoretischen Teilchen in Rahmen des Erfindungsgedankens liegende Maß- enge Berührung mit der Oberfläche der injizierenden nahmen und damit verbundene Vorteile zu verdeut- Elektrode 1 gebracht wird, und zwar an derjenigen liehen. Die Figur zeigt eine drehbare, durchsichtige 50 Stelle, an der das Bild auf die Oberfläche der BiIderste Elektrode 1 in Form einer Trommel, die im Stoffteilchensuspension projiziert wird. Dies ist die < vorliegenden Falle aus einer Schicht optisch trans- Berührungslinie 21. Durch diese Belichtung wird parenten Glases 2 besteht, das auf seiner Außen- eine selektive Teilchenwanderung durch, die Susfläche mit einer dünnen, optisch transparenten' leit- pensionsflüssigkeit hindurch verursacht, so daß die fähigen Schicht 3 aus Zinnoxyd überzogen ist. Diese 55 Bildstoffteilchen an der Oberfläche der rotierenden drehbare erste Elektrode wird im folgenden auch als Sperrelektrode 10 haftenbleiben und auf der Oberdie injizierende Elektrode bezeichnet. Nahe der fläche der injizierenden Elektrode 1 ein positives Elektrode 1 ist achsparallel zu dieser eine drehbare Teilchenbild zurücklassen, das dem Originalbild zweite Elektrode 10 angeordnet, die aus einem entspricht.
mittleren Kern 11 vorzugsweise guter elektrischer 60 Das auf der Oberfläche der injizierenden Elek-Leitfähigkeit besteht und mit einer Schicht 12 aus trodel vorliegende entwickelte Bild 40 wird derart sogenanntem Sperrelektrodenmaterial überzogen ist, weitertransportiert, daß es . mit einem klebrigen wozu, beispielsweise Barytpapier verwendet wird. bandförmigen Bildempfangsmaterial 41 in Berührung Obwohl ein Sperrelektrodenmaterial· nicht unbedingt kommt, welches durch zwei Führungsrollen 42 und auf der Oberfläche der Elektrode 10 vorgesehen sein 65 45 an die injizierende Elektrode 1 geführt wird, so muß, ist dies jedoch wegen der bemerkenswert daß es sich mit ihrer Umfangsgeschwindigkeit bebesseren Ergebnisse bei der Bilderzeugung zu emp- wegt. Eine Übertragungsrolle 43 ist hinter dem Bildfehlen. Diese Elektrode 10 wird im folgenden auch empfangsmaterial 4t und zwischen den Führungs-
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rollen 42 und 43 angeordnet. Das entwickelte Bild wird von der Oberfläche, der injizierenden Elektrode 1. auf die Oberfläche, des klebenden ,Bildempfangsmaterials 41 übertragen.. Dieses besteht zweckmäßig aus einem mit Klebstoff'beschichteten Band und zieht das vollständige Bild bei dessen Übergang über die Übertragungsrolle ab. Das über^ tragene Bild kann dann auf dem Band fixiert werden, beispielsweise durch Überziehen seiner Oberfläche mit einer Folie oder durch Verwendung eines gelösten; Bindemittels in der ,Trägerflüssigkeit, z. B. eines; Paraffinwachses oder eines anderen Bindemittels, das bei Verdunstung der Trägerflüssigkeit verfestigt wird. Auch kann die Trägerflüssigkeit selbst aus einem geschmolzenen Paraffinwachs oder einem anderen geeigneten Bindemittel in flüssigem Zustand bestehen, das bei Abkühlung fixiert und in den festen Zustand zurückkehrt. Der Fixierungsschritt wird in der dargestellten Einrichtung mittels einer Fixiereinrichtung 44 durchgeführt. Die Rückstände der Bildstoffteilchensuspension werden von der Oberfläche der Sperrelektrode 10 durch eine Bürste 50 und von der Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 durch eine Bürste 51 entfernt.
Während . der Durchführung der Bilderzeugung wird infolge der photoelektrophoretischen Vorgänge gleichzeitig mit dem Positivbild auf der Oberfläche der Sperrelektrode 10 ein Negativbild erzeugt. Werden . einfarbige Bilder hergestellt,, so sollen eventuell das Positiv- und das Negativbild auf getrennte Bildempfangsmaterialien übertragen werden. Daher ist es günstig, ein-;dera?irbeschriebenen Übertragungssystem ähnliches]^.gjätem an der Sperrelektrode 10 zu verwenden, vSO'-däß das dort erzeugte Negativbild gleichfalls übertragen werden kann. Auch kann das Sperrelektrodenmaterial, z.B. das Barytpapier, von der Sperrelektrode 10 entfernt werden, um das Negativbild verwenden zu können. Eine, leitfähige Bildunterlage, z. B. ein leitfähiges Zellophanband, kann zwischen die Sperrelektrode 10 und die injizierende Elektrode ί geführt werden, um die Erzeugung .eines Positivbildes auf seiner Oberfläche zu ermöglichen, wodurch der Bildübertragungsschritt, wie er bei der beschriebenen Vorrichtung erforderlich ist, entfällt und die Oberfläche der injizierenden Elektrode 1 nicht gereinigt werden muß. Als Bildunterlage kann jedes geeignete transparente und leitfähige Material verwendet werden. Typische optisch transparente, leitfähige Stoffe sind Zelluloseazetat (für optische Zwecke), Polyester, wie Polyäthylenterephthalat und Polycarbonate, die durch ein geeignetes Verfahren, z.B. Vakuumaufdampf ung, mit einer durchsichtigen Metallschicht aus Aluminium, Kupfer, Gold, Silber oder Chrom überzogen sind. ".'■.;
Stoffe für die lichtempfindlichen Teilchen und die Trägerflüssigkeit, die injizierende Elektrode und die Sperrelektrode sind z.B. in der genannten deutschen Offenlegungsschrift 1 497 243 beschrieben. Dort sind auch die bei der Durchführung des Verfahrens wesentlichen Größen, wie z. B. die elektrische Spannung u. ä., genannt. Es können entweder einfarbige oder mehrfarbige Bilder hergestellt werden, ,was von der Farbe, der Empfindlichkeit und der Anzahl verschiedenartiger Pigmentstoffe in der BiIdstoffleilchensuspension sowie von dem bei der Belichtung auftretenden farbigen Licht abhängt. Ferner können die Spcrrelcktrodc und die injizierende Elektrode abweichend von, '■ den',, darge.stell.teii Abmessungen unterschiedliche Größe haben.: Auch .ist die Anzahl verwendeter Sperrelektroden nicht begrenzt, und zur Mehrfachentwicklung können zwei , 5 oder mehr Elektroden in der Vorrichtung vorgesehen sein. ■ ;■· ·■■/:..■;... ;i"v:: ■'■:■..-r. '. . ■;■. :■■ : V ■ .;■■;■··., .:,;
Die Bezeichnung »injizierende Elektrode« soll in der vorliegenden Beschreibung für eine Elektrode gelten, die in der Lage ist, Elektronen an die an sie
ίο gebundenen photoelektrophoretischen Teilchen bei Belichtung abzugeben, um eine Änderung der Polarität der Teilchenladungen zu bewirken. Die Bezeichnung »Sperrelektrode« soll für eine Elektrode gelten, die nicht in der Lage ist, Elektronen an die Teilchen abzugeben oder diesen zu entziehen, abgesehen von einer sehr geringen Menge bei Be-, rührung der Teilchen mit der Elektrodenoberfläche. Werden alle verwendeten Polaritäten umgekehrt, so
• kehrt sich auch die Funktion der.Elektroden um. Die injizierende Elektrode soll vorzugsweise aus einer optisch transparenten Glastrommel gebildet sein, die mit einem üblichen leitfähigen Überzug aus f Zinnoxyd, Kupfer, Kupferjodid, Gold u. ä. versehen ist, um beste Ergebnisse zu erhalten. Es können jedoch auch andere Stoffe, z. B. viele Halbleiter, wie Rohzellophan, verwendet werden, die normalerweise nicht als Leiter angesehen werden und doch in der Lage sind, unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes injizierte Ladungsträger der richtigen Polaritat anzunehmen. Sogar hochisolierende Stoffe, wie Polytetrafluoräthylen, können auf die Oberfläche der injizierenden Elektrode aufgebracht werden und eine funktionsfähige Elektrode bilden, da die die an dieser Fläche gebundenen photoelektrophoretischen Teilchen bei Belichtung verlassende Ladung lediglich die Teilchen verläßt und auf der nichtleitenden Fläche bleibt, wodurch die belichteten Teilchen wandern können. Wie beschrieben, ist jedoch die Verwendung besser leitfähiger Stoffe vorzuziehen, da sie eine sauberere Ladungstrennung ermöglichen und die bei Belichtung die Teilchen verlassende Ladung in die unteren Schichten solcher Stoffe gelangen kann, wodurch sie von den Teilchen weiter * entfernt ist. Dadurch wird auch,eine Ladungs- V ansammlung auf: der Elektrode .vermieden,, die das zwischen den. Elektroden herrschende Feld schwächen könnte.. ...'■ . .'■'. ·.-'..,.■
Die Sperrelektrode soll das Injizieren von Elek-. ' tronen in die photoelektrophoretischen Teilchen yerhindern oder weitgehend unmöglich machen, wenn diese ihre Oberfläche erreichen. Die Sperrelektrodentrommel besteht im allgemeinen aus einem sehr , > weichen Kern, der aus einem Stoff hoher elektrischer Leitfähigkeit gebildet ist. Typische leitfähige Stoffe sind leitfähiges Gummi und.Metallfolien aus Stahl, Aluminium, Kupfer und Messing. Vorzugsweise hat
* der Kern dieser Elektrode eine elektrische Leitfähigkeit, die eine Ausbildung der benötigten Polaritätsunterschiede ermöglicht. Wird jedoch ein. Kern ge- ringer Leitfähigkeit verwendet, so kann die Rückseite der Sperrelektrodenschicht mit einer elek-. trischen Verbindung versehen werden. Die Sperrelektrodenschicht soll entweder aus einem Isolator oder einem Halbleiter bestehen, der den Durchgang von Ladungsträgern unter dem Einfluß des herrschenden Feldes verhindert, so daß die auf die Sperrelektrode gelangenden Teilchen nicht entladen werden und eine oszillierende Bewegung der Teil-
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chen innerhalb der Anordnung verhindert wird. Da- Klebstoffes in der beschriebenen Weise oder durch durch werden die Bilddichte und die Bildauflösung Anwendung eines elektrostatischen Feldes durchverbessert. Auch wenn einige Ladungsträger durch geführt werden.
die Sperrelektrodenschicht hindurch zu den photo- In den folgenden Beispielen werden vier verelektrophoretischen Teilchen gelangen, kann ein 5 schiedene Bildstoffsuspensionen angegeben, die in solcher Stoff trotzdem zu den vorzugsweise zu ver- der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendbar sind, wendenden Stoffen gehören, wenn die hindurch- Die injizierende Elektrode besteht hierbei aus mit gelassenen Ladungsträger zur Teilchenumladung auf Zinnoxyd beschichtetem Glas, und ihre Oberfläche die entgegengesetzte Polarität nicht ausreichen. Auch ist geerdet. Sie hat einen Durchmesser von etwa ein entladenes Teilchen wird an der Sperrelektrode io 18 cm. Die Sperrelektrode besteht aus einem harten durch Van der Waalssche Kräfte anhaften. Auch leitfähigen Gummikern von etwa 18 cm Durchhier können wiederum andere Stoffe verwendet wer- messer, der mit einer Schicht aus wasserbeständigem den, wie sie beispielsweise in der genannten deut- Barytpapier überzogen ist. An die Bildstoffteilchenschen Offenlegungsschrift 1497 243 aufgeführt sind. suspension wird eine negative Spannung von Als Beispiel für ein Sperrelektrodenmaterial sei 15 2500VoIt angelegt. Die Bildstoffteilchensuspension Barytpapier genannt, ein Papier, das mit in einer besteht aus etwa 7 Gewichtsteilen photoelektro-Gelatinelösung suspendiertem Bariumsulfat über- phoretischen Teilchen in einer Kerosinfraktion. Als zogen ist. Das Barytpapier sowie die anderen für die zu reproduzierendes Bild wird ein Kodachrome-Sperrelektrode geeigneten Stoffe können auf ihrer Farbdiapositiv verwendet, falls nicht anders anRückseite mit Leitungswasser benetzt oder mit 20 gegeben.
elektrisch leitfähigen Stoffen überzogen sein. Die Beispiel I
Sperrelektrodenschicht kann als auswechselbare
Schicht ausgeführt sein, die entweder auf die Sperr- Eine Dreistoffmischung wird hergestellt durch
elektrode aufgezogen ist oder durch mechanische Dispergieren gleicher Anteile eines cyanfarbenen
Befestigungen oder andere lösbare Einrichtungen 25 Pigmentstoffes aus der Mischung der alpha- und der
auf dieser gehalten wird. Auch kann die Schicht ein beta-Form metallfreien Phthalocyanins, des magenta-
Teil der Rollenelektrode selbst sein, indem sie ent- farbenen Pigmentstoffes l-(4'-Methyl-5'-chlorazo-
weder aufgeklebt, als Folie aufgezogen, aufgesprüht benzol-2'-sulfonsäure)-2-hydroxy-3-naphthoesäure,
oder anderweitig auf die Oberfläche der Rolle auf- C. I. Nr. 15 865, und des gelben Pigmentstoffes
gebracht ist. 30 1,2,5,6-Di-(C,C'-Dipheny^-thiazol-anthrachinon, CI.
Abhängig von der Stärke der verwendeten Stoffe Nr. 67 300, in einer Kerosinfraktion. Bei Belichtung
kann jede geeignete Spannung angelegt werden, ergibt diese Dreistoffmischung ein natürlich ge-
die vorzugsweise eine Feldstärke von 15 750 bis färbtes, dem Originalbild entsprechendes Bild.
39 400 Volt/mm bei Belichtung in der Suspension . .
erzeugt, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Wird 35 Beispiel II
beispielsweise ein 0,18 mm starkes, mit Plastik über- Eine Dreistoffmischung wird hergestellt durch
zogenes Barytpapier auf einer leitfälligen Unterlage Dispergieren gleicher Anteile des cyanfarbenen Pig-
aus Polychloropren als Sperrelektrode verwendet mentstoffes 3,3'-Methoxy-4,4'-diphenyl-bis(l"-azo-
und bei Vorhandensein einer Bildstoffteilchen- 2"-hydroxy-3"-naphthanilid), C. I. Nr. 21180, des
Suspension mit der injizierenden Elektrode in Be- 40 magentafarbenen Kalziumpigmentfarbstoffes von
rührung gebracht, so müssen Spannungen zwischen l-(2'-Azonaphthalin-l'-sulfonsäure)-2-naphthol, C. I.
1000 und 7000 Volt angelegt werden, wobei die Nr. 15 630, und des gelben Pigmentstoffes 8,13-
besseren Bilder normalerweise im höheren Span- Dioxodinaphtho-(l,2-2',3')-furan-6-carbox-4"-me-
nungsbereich erzeugt werden. Für andere Bestand- thoxyanilid in einer Kerosinfraktion. Bei Belichtung
teile unterschiedlicher Stärken müssen andere 45 ergibt diese Dreistoffmischung ein natürlich ge-
Spannungen verwendet werden, um ungefähr die- färbtes, dem Originalbild entsprechendes Bild,
selbe Feldstärke zu erreichen. Obwohl die Erfindung . .
im Hinblick auf die Verwendung einer Sperrelektrode Beispiel ill
aus Barytpapier beschrieben wurde, kann jedes ge- 7 Gewichtsteile des metallfreien Phthalocyanins
eignete Material mit einem spezifischen Widerstand 50 aus Beispiel I werden mit Kerosinfraktion gemischt
von etwa 107 Ohm cm oder mehr verwendet wer- und in der beschriebenen Weise belichtet. Dabei
den. Typische Stoffe mit einem Widerstand in diesem wird jedoch ein Schwarz-Weiß-Diapositiv verwendet.
Bereich, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung Es ergibt sich ein cyanfarbenes Bild auf weißem
angewendet werden können, sind mit Zellulose- Hintergrund, das dem Originalbild entspricht,
azetat und mit Polyäthylen überzogene Papiere, 55 .
Zellophan, Nitrozellulose, Polystyrol, Polytetra- BeispiellV
fluoräthylen, Polyvinylfluorid und Polyäthylen- Die lichtempfindlichen Teilchen in diesem Beispiel
terephthalat. bestehen insgesamt aus einem substituierten Chrna-
Zur Übertragung des entwickelten Bildes von der kridon. Nach Mischung des Pigmentstoffes mit Oberfläche der injizierenden Elektrode kann jede 60 Kerosinfraktion wird die Mischung wie in Beigeeignete Einrichtung verwendet werden. Der Über- spiel III belichtet. Es ergibt sich ein magentafarbenes tragungsschritt kann z. B. durch Abziehen mittels Bild, das dem Originalbild entspricht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

1 ■ -■■·..■ ■·>'■ ■'■■■■ 2 ■ "■ ■' trode, die zusammen mit der ersten Elektrode ein Patentansprüche: elektrisches Feld erzeugt, welches in einer zwischen beiden Elektroden befindlichen photoelektrophoreti-
1. Elektrophoretophotographische Vorrichtung sehen Bildstoffteilchensuspension bei Einwirkung mit einer zylindrischen, drehbar gelagerten, 5 einer mittels einer Projektionseinrichtung bildmäßig transparenten ersten Elektrode und einer nahe verteilten und durch die -erste Elektrode hindurchdieser angeordneten zweiten Elektrode, die zu- geleiteten aktivierenden Strahlung durch Ablagerung sammen mit der ersten Elektrode ein elektrisches von Bildstoffteilchen auf einer der Elektroden ein Feldv erzeugt, welches in einer zwischen beiden Bild erzeugt. /
Elektroden befindlichen photoelektrophoretischen ίο Bei der elektrophoretophotographischen Bild-Bildstoffteilchensuspension bei Einwirkung einer erzeugung werden photoelektrophoretische Bildstoffmittels einer Projektionseinrichtung bildmäßig: teilchen verwendet, die in einer nichtleitenden
,verteilten und durch die erste Elektrode hin- Trägerflüssigkeit suspendiert sind. Diese Bildstoff- - durchgeleiteten aktivierenden Strahlung durch teilchensuspension wird zwischen zwei Elektroden Ablagerung von Bildstoffteilchen auf einer der 15 gebracht, einer Potentialdifferenz ausgesetzt und mit Elektroden ein Bild erzeugt, dadurch ge- einem zu reproduzierenden Bild belichtet. Bei der kennzeichnet, daß die zweite Elektrode praktischen Durchführung wird die Bildstoffteilchen-(10) eine zylindrische und achsparallel zur ersten suspension auf eine transparente, elektrisch leitfähige drehbar gelagerte Elektrode ist, der eine Vor- Platte in Form eines dünnen Films aufgebracht, und richtung (15) zur Beschichtung ihrer Oberfläche 20 die Belichtung wird durch diese Platte hindurch (12) mit Bildstoffteilchensuspension (14) züge- vorgenommen, während eine zweite, zylinderförmige ordnet ist, daß die Suspensionsschicht in Abwälz- Elektrode über die Oberseite der Suspension gerollt '( berührung mit der Oberfläche (3) der ersten wird. Die Bildstoffteilchen haben bei Suspension in Elektrode (1) steht und daß die Projektions- der Flüssigkeit eine Eigenladung, durch die sie an einrichtung (26,27,28) derart ausgebildet ist, 25 die durchsichtige Elektrode gebunden werden. Durch , daß die - Einwirkung der bildmäßig verteilten Ladungsaustausch mit dieser Elektrode ändern sie Strahlung auf die Bildstoffteilchensuspension im bei Belichtung ihre Polarität, so daß belichtete Teil-Bereich der Abwälzberührung erfolgt. chen zur Rollenelektrode wandern uad auf der
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- ersten Elektrode durch diese Teilchenentfernung ein kennzeichnet, daß die Projektionseinrichtung (26, 30 Bild zurückbleibt. Mit einer derartigen Anordnung 27, 28) außerhalb der ersten Elektrode (1) an- können bei Verwendung einfarbiger Bildstoffteilchen geordnet ist und das Bild (25) über einen im oder verschiedenfarbiger Bidstoffteilchen, die auf Inneren der ersten Elektrode (1) angeordneten dieselbe Lichtwellenlänge reagieren, einfarbige Bilder Spiegel (20) auf die Bildstoffteilchensuspension hergestellt werden. Zur Herstellung mehrfarbiger (14) projiziert. 35 Bilder werden Mischungen zweier oder mehrerer
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehen- verschiedenartig gefärbter Bildstoffteilchenarten verden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wendet, von denen jede nur auf Licht einer beerste Elektrode (1) mit einer transparenten und stimmten und gegenüber anderen Teilchenarten elektrisch leitfähigen Metallschicht (3) versehen unterschiedlichen · Wellenlänge reagiert. So kann ist, während die zweite Elektrode (10) eine di- 40 z. B. ein natürlich gefärbtes Bild durch Anwendung elektrische Oberflächenschicht (12) auf leit- einer Mischung cyanfarbener, magentafarbener und fähigem Kern (11) aufweist. gelber Teilchen hergestellt werden, die auf rotes,
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehen- grünes und blaues Licht reagieren. Eine eingehende / den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Beschreibung der Verhaltensweise photoelektro- ^ eine Bildübertragungseinrichtung (41, 42, 43, 45) 45 phoretischer Bildstoffteilchen enthält die deutsche
zur Übertragung des auf zumindest einer der Offenlegungsschrift 1 497 243.
beiden Elektroden (1,10) erzeugten Bildes (40) Obwohl mit diesem Verfahren speziell bei Ver:
auf ein bandförmiges Bildempfangsmaterial (41) Wendung einer relativ gut isolierenden Oberfläche
vorgesehen ist. der Rollenelektrode Bilder guter Qualität hergestellt
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehen- 50 werden können, arbeitet es relativ langsam und erden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß fordert bei der Bilderzeugung eine Hin- und Hereine Vorrichtung zur Zuführung einer trans- bewegung der Elektroden. ,
parenten, leitfähigen Bildunterlage zwischen die Durch die USA.-Patentschrift 2 940 847 ist eine
erste Elektrode (1) und die zweite Elektrode (10) elektrophoretophotographische Vorrichtung bekannt, vorgesehen ist. 55 bei der die eine Elektrode zylindrisch, die andere
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge- Elektrode gitterförmig ausgebildet ist. Um eine stets kennzeichnet, daß die leitfähige Bilduhterlage gleichmäßige und gut durchmischte Bildstoffteilchenaus einem metallisierten Polyethylenterephthalat- suspension in der Bilderzeugungszone bereitzuhalten, film besteht. ist bei dieser bekannten Anordnung ferner ein Ultra-
60 schallgenerator erforderlich, der unmittelbar unter der gitterförmigen Elektrode angeordnet ist und eine Durchmischung der Bildstoffteilchensuspension bewirkt. Er soll außerdem ein Aufprallen der Suspensionsteilchen senkrecht auf die Oberfläche der
Die Erfindung betrifft eine elektrophoretophoto- 65 zylindrischen Elektrode ermöglichen,
graphische Vorrichtung mit einer zylindrischen, Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine
drehbar gelagerten, transparenten ersten Elektrode elektrophoretophotographische Vorrichtung zu und einer nahe dieser angeordneten zweiten Elek- schaffen, die kontinuierlich arbeitet, eine schnelle
DE19671572385 1966-04-18 1967-04-18 Elektrophoretophotographische Vorrichtung Expired DE1572385C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US54312566A 1966-04-18 1966-04-18
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Publication Number Publication Date
DE1572385A1 DE1572385A1 (de) 1970-02-12
DE1572385B2 DE1572385B2 (de) 1972-11-09
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