DE150700C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/02—Rolling non-patterned sheets discontinuously
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Walzen von Glasplatten.
Das Glas wird bekanntlich auf einen Tisch aus Metall gegossen und dann durch eine
schwere Walze, die auf seitlichen Führungen bewegt wird, gewalzt, wobei die Führungen
die Dicke der Glasplatten angeben. Bei dieser Arbeitsweise ruft die Abschreckung
des Glases durch den kalten Tisch und die
ίο Walze eine unebene Oberfläche des Glases
hervor, auch werden leicht Luftblasen in der Nähe der Oberfläche der Glasplatte eingeschlossen.
Es ist daher nötig, auf beiden Seiten der gewalzten Platte eine Schicht von beträchtlicher Dicke abzuschleifen, um die
Unebenheiten und die Luftblasen zu beseitigen. Mittels der vorliegenden Erfindung vermeidet
man die Luftblasen und Unebenheiten, vermindert daher die Schleifarbeit und kann
deshalb die Platte von vornherein dünner herstellen. Ferner erhält die obere Seite der
Platte in der Nähe der Walze eine wie im Feuer polierte Oberfläche. Die Erfindung
besteht darin, daß ein elektrischer Strom von dem Tisch aus durch das Glas zu der Walze
geht oder umgekehrt, oder falls zwischen zwei Walzen gewalzt wird, von einer Walze
zu anderen, durch welchen die. zwischen den Walzflächen vom Strom durchschrittenen
Teile des Glases stark erhitzt werden, wenn die Walze sich über den Tisch hinweg bewegt
oder das Glas zwischen zwei Walzen hindurchgeht. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Leitungsfähigkeit des Glases
mit der Temperatur zunimmt und daß geschmolzenes Glas ein guter Leiter für den Durch die Erhitzung
elektrischen Strom ist.
des Glases ,während der Berührung mit den walzenden Flächen wird die Abschreckung
mit den daraus folgenden Nachteilen vermieden, somit eine bessere Oberfläche der
Glasplatte erreicht.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist eine Vorrichtung zur Ausführung der genannten
Erfindung dargestellt.
Fig. r' ist ein Längsschnitt durch die Walze
und durch den Tisch.
. Fig. 2 ist ein teilweiser Querschnitt im vergrößerten Maßstabe, der hinter der Walze
gemacht ist. .
Ein hohler Tisch 2, > dessen Füße 3 auf Isolatoren 4 ruhen, ist mit Ein- und Auslaßrohren
5 und 6 versehen, die an den Enden des Tisches angeschlossen sind und während
des Walzens einen beständigen Umlauf von Wasser im Tische bewirken.
Die Führungen 7, welche die. Walze 8 tragen, sind aus Metall und von dem Tisch
isoliert durch Isolationsstreifen 9, welche sich über die ganze Länge des Tisches ausdehnen.
Die Walze ist mit einem ringförmigen Wasserkühlraum 10 versehen, welcher in Ver-,
bindung mit den Zapfen steht, wobei das Wasser während des Walzens durch den einen Zapfen eintritt und durch den anderen
austritt. Das eine Ende des Stromkreises 11
ist mit dem oberen Teil des Tisches verbunden, während das. andere Ende 12 zu
den Bürsten 13 führt, die auf der Oberfläche der Walze aufliegen. Die Drähte führen zu
einem Transformator, welcher Wechselstrom
von niedriger Spannung und hoher Stromstärke in dieselben schickt.
Das Glas wird in der gewöhnlichen Weise auf den Tisch gegossen und die Walze bewegt
sich über dasselbe hinweg, wobei der Strom gleichzeitig durch die Drähte ii und 12
hindurchgeleitet wird. Wenn sich die Walze vorwärtsbewegt, so fließt der elektrische
Strom durch den Tisch zur Walze und durch die Glasmasse, welche sich zwischen Tisch
und Walze befindet, hindurch. Die Glasmasse, welche sich zwischen der Walze und dem
Tisch befindet, wird durch den Strom auf eine hohe Temperatur gebracht, die von der Stärke
des, hindurchfließenden Stromes abhängt und bedeutend höher ist als diejenige der Glasmasse
vor und hinter der Walze. Wenn die Walze sich vorwärtsbewegt, so kommen die geschmolzenen Glasteile an der oberen Fläche
der Glastafel nach dem Walzen nicht mehr mit einer abschreckenden (Metall-) Fläche in
Berührung, sondern nur noch mit der Luft. Die Oberfläche erhält also ein feuerpoliertes
Aussehen.
Die isolierten Träger 7 für die Walze können weggelassen werden, indem man die
Walze über den Tisch unabhängig von demselben hinwegbewegt, und es ist in einem solchem Falle möglich, die Walze nach unten
einzustellen und sich vor- und rückwärts über dieselbe Platte hinwegbewegen zu lassen, um
die Unregelmäßigkeiten, welche bei einem einmaligen Walzen entstehen, zu entfernen;
auch können, wie schon bemerkt, zwei oder mehrere Walzen angewendet werden anstatt
einer und eines Tisches. Das Kühlwasser dient dazu, das übermäßige Erhitzen des Tisches und der Walze beim Durchgang des
Stromes zu verhindern. Es kann durch eine andere Vorkehrung zum Kühlen ersetzt werden.
Es muß bemerkt werden, daß es bereits · bekannt ist, unmittelbar nach dem Walzen
die Glasoberfläche durch Berührung mit einer stromdurchflossenen und dadurch erhitzten
Oberfläche zwecks Feuerpolierens zu erhitzen. Demgegenüber hat das Verfahren nach vorliegender
Erfindung den Vorzug, daß die Erhitzung des Glases nicht erst zur Beseitigung einer durch Abschreckung unvollkommenen
Glasoberfläche angewendet wird, sondern daß es die Bildung einer solchen Oberfläche von vornherein und gleichzeitig
auf beiden Tafelseiten verhindert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Walzen von Glasplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasmasse während des Walzens durch einen zwischen den walzenden Flächen (als Elektroden) das Glas durchfließenden elektrischen Strom erhitzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE150700T | 1903-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE150700C true DE150700C (de) | 1904-04-28 |
Family
ID=34608451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1903150700D Expired DE150700C (de) | 1903-07-18 | 1903-07-18 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE150700C (de) |
-
1903
- 1903-07-18 DE DE1903150700D patent/DE150700C/de not_active Expired
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